Alle Artikel von Andreas Woitun

Zwei »Tiny Forests« entstehen am Unicampus Riedberg

Tiny-Forest Aktion der Goethe-Universität - Das abgesteckte Feld

Es ist Samstagmorgen, 9 Uhr. Die Außentemperaturen liegen bei -6 bis -8 Grad Celsius. Der Boden ist zwischen 3 cm und 10 cm tief gefroren. Die Sonne steht noch tief am Horizont.

Eine Gruppe von 20 bis 30 Leuten trifft sich beim Biologikum auf dem Uni-Campus Riedberg. Ihr Ziel ist es, bei der Anlage eines kleinen Wäldchens (Tiny Forest) auf der Wiese neben dem Biologikum mitzuhelfen.

Dank eines edlen Spenders wurde die Goethe-Universität Frankfurt in die Lage versetzt, insgesamt drei »Tiny Forests« auf ihren Geländen entstehen zu lassen. Die größte Anlage wird hier am Unicampus Riedberg gepflanzt, da hier noch die meiste Fläche zur Verfügung steht und aufgrund der Nähe des Wissenschaftsgartens.

Das zweite Wäldchen wird im Ginnheim entstehen, in der Nähe der Sporthochschule. Das dritte Wäldchen kommt dann auf den Campus Westend, in die Nähe des Instituts für Psychologie (PEG-Gebäude).

Während Deutschland im Aufbau von »Tiny Forests« der internationalen Entwicklung noch hinterherhinkt, geht die Entwicklung in Frankfurt endlich voran. Nachdem im letzten Jahr der erste »Tiny Forests« in Eckenheim in der Nähe der Theobald-Ziegler-Schule errichtet wurde, wird aktuell – unabhängig von den Pflanzungen der Goethe-Universität – ein weiterer »Tiny Forests« am Dornbusch auf der Bertramswiese errichtet.

Wer also heute schon einen Blick in die Zukunft werfen möchte, um zu sehen, wie so ein »Tiny Forest« in ein bis zwei Jahren aussieht, kann sich das in Eckenheim ansehen. Dort haben die Bäume bereits eine Wuchshöhe von 2 m bis 3 m erreicht.

Tiny-Forest Aktion der Goethe-Universität - Spaten stehen bereit

Einführung für die Teilnehmer

Die Gruppe der Baumpaten und Freiwilligen wird begrüßt von Frau Susanne Honnef, Referentin Fundraising/Sponsoring und von Frau Fabienne Beck, Leiterin des Nachhaltigkeitsbüros, beide an der Goethe-Universität Frankfurt tätig.

Nur dank des ausgeprägten Mäzenatentums, das verantwortungsvolle Bürger dieser Stadt pflegen, ist es möglich, trotz staatlich verordneter Sparaktionen, trotzdem so schöne Projekte wie diese drei »Tiny Forests« doch noch stemmen zu können.

Nach kurzen Hinweisen auf die Örtlichkeiten sowie die Verpflegungs- und Getränkestation übergeben die Damen an Herrn Robert Anton, den technischen Leiter des Wissenschaftsgartens.

Tiny-Forest Aktion der Goethe-Universität - Herr Anton

Einführung durch Herrn R. Anton

Die wissenschaftlichen Grundlagen für »Tiny Forests« wurden von dem japanischen Vegetationskundler Akira Miyawaki gelegt. Herr Miyawaki war auch zweimal in Deutschland und arbeitete mit Herrn Reinhold Tüxen, einem deutschen Botaniker und Pflanzensoziologe zusammen. Tüxen baute einen Botanischen Garten auf, der als einer der ersten an pflanzensoziologischen Erkenntnissen ausgerichtet wurde.

Deutschland – Eldorado für Buchenwälder

Aufgrund von Klima und Bodenverhältnissen würde ein unbeeinflusster Wald hier in Deutschland typischerweise ein Buchenwald sein. Je nachdem, wie sich die Bodenverhältnisse und die klimatischen Bedingungen regional verändern, könnte auch ein Eichenhain entstanden sein.

Vorbereitung der Pflanzungen

Einer von den beiden »Tiny Forests«, die man neben dem Biologikum sehen kann, ist bereits von Herrn Antons Mitarbeitern eingepflanzt worden. Die wissenschaftlichen Fachkräfte haben auch schon Bodenproben entnommen und diese Pflanzung wird in den nächsten Jahren wissenschaftlich begleitet werden.

Die andere Pflanzung wurde für die Einsaat durch die Baumpaten und Freiwilligen entsprechend vorbereitet. Der Boden ist tiefgründig gelockert worden, etwa 70 cm. Die Erdschicht wurde verbessert mit Kompost aus dem Botanischen Garten. Dazu ein bisschen natürlicher Dünger (Hornspäne) und ein wenig Lavagestein. Dadurch wird der sehr dichte Lössboden, den wir hier oben haben, ein bisschen luftiger. Denn luftgefüllte Hohlräume sind ein entscheidender Faktor für tiefes Wurzelwachstum.

Tiny-Forest Aktion der Goethe-Universität - Die setzlinge liegen bereit

Enge Bepflanzung

Jeder Helfer bekommt ein Bündel mit 6 wurzelnackten Pflanzen, die auf einer vorgezeichneten Fläche von 1 Quadratmeter einzupflanzen sind. Wichtig ist, dass man die Setzlinge nicht zu tief pflanzt. Es gibt Pflanzengewebe, das im Boden sein muss, und es gibt Gewebe, das im Boden drüber sein muss.

In der Folgewoche werden die Setzlinge, sobald die Temperaturen nicht mehr im Frostbereich liegen, noch ausgiebig gewässert, auch wenn es regnen sollte, weil dann der Wurzelschluss, zum Boden entsteht. Der Boden ist generell relativ feucht in diesem Jahr. Wir haben daher keine großen Probleme mit Boden-Trockenheit. Am Ende gehen die Mitarbeiter des Wissenschaftsgartens dann noch mit Stroh und Mulch über die Fläche. Auch in der Folgezeit wird bei Bedarf noch bewässert.

Das System, das Miyawaki entwickelt hat, beruht auf einer intensiven Konkurrenz der Pflanzen um Platz für Wurzelwerk, um Nährstoffe und Zugang zu Licht und Luft. Diese extreme Konkurrenz treibt die Pflanzen dazu, sehr schnell auszutreiben und zu wachsen. Dadurch wird die Entwicklung hohe Bäume besonders gefördert. Auf diese Weise entsteht sehr schnell ein kleiner Wald, eben ein »Tiny Forest«. Diese Art von Wäldern sind nur dafür gedacht, im urbanen Bereich zu entstehen. Im Spessart, im Odenwald oder im Taunus wäre das keine vernünftige Pflanzmethodik, aber in besonders verdichteten urbanen Gebieten gibt es eben nur sehr wenig Platz.

Tiny-Forest Aktion der Goethe-Universität - Feuerschale zum Aufwärmen

Nicht alle Pflanzen werden überleben. Das ist jedoch Teil des natürlichen Prozesses. Insgesamt werden etwa 20 bis 25 Pflanzen auf 1,5 qm Fläche gesetzt.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Städtische Weihnachtsbäume in Frankfurts Ortsbezirken

Aufstellung Weihnachtsbaum durch die Stadt FFM

🌟 Organisation

Die Stadt Frankfurt am Main trägt maßgeblich zur festlichen Atmosphäre in den Ortsbezirken (Stadtteilen) bei, indem sie alljährlich eine beachtliche Anzahl von Stadtteil-Weihnachtsbäumen aufstellt.

In den letzten Jahren wurden insgesamt 63 Stadtteil-Weihnachtsbäume durch das Hauptamt der Stadt Frankfurt organisiert. Die Aufstellung erfolgt durch das städtische Grünflächenamt an zentralen Plätzen in den jeweiligen Quartieren. Oft wirken der Oberbürgermeister oder andere Dezernenten bei der Aufstellung in den westlichen Stadtteilen (wie z. B. in Unterliederbach und Höchst) mit.

Aufstellung Weihnachtsbaum durch die Stadt FFM

🪙 Voraussetzungen und Kosten

Um einen Weihnachtsbaum auf einem Platz zu verankern, wird eine entsprechende Hülse benötigt, in die der Stamm des Baumes gesteckt werden kann. Die Kosten für das Fundament und die Hülse liegen bei etwa 2.500 € bis 3.000 €. Auch eine Stromversorgung für die Beleuchtung des Baumes ist erforderlich und muss bei der NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH beauftragt werden.

Aufstellung Weihnachtsbaum durch die Stadt FFM

💖 Beteiligung der örtlichen Gemeinschaft

Wenn der Baum endlich steht, muss er ja auch noch mit Lichtern versehen und geschmückt werden, damit er richtig festlich wirkt. Da kommen in diesem Fall die Kinder von der ESB der Kita Sonnenwind in Zusammenarbeit mit der Kinderbeauftragten des Ortsbeirates Eva Bieber ins Spiel.

Die Jugend ist meistens mit Feuereifer dabei, den Weihnachtsbaum festlich heraus zu putzen, sofern das dafür notwendige Material zur Verfügung steht.

Auch hier muss der Ortsbeirat in der Regel einen entsprechenden finanziellen Beitrag (etwa 500 €) leisten, damit der benötigte Schmuck angeschafft und nach dem Ende der Weihnachtsbaum-Saison auch irgendwo fachgerecht gelagert werden kann.

Die Stadtteil-Weihnachtsbäume sind ein wichtiges Element der vorweihnachtlichen Gemeinschaft. Die feierliche Illumination der Weihnachtsbäume, meist zum 1. Advent, läutet offiziell die Adventszeit in den Stadtteilen ein.

👁 Trauriger Rückblick: Dezember 2016

Groß ist die Empörung auf dem Riedberg: Unbekannte haben in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember den Weihnachtsbaum hinter der Grundschule abgesägt und lieblos an eine Mauer im Bonifatiuspark gelehnt. Dabei hatte die Tanne Tradition, war sie doch das erste Bäumchen, das auf dem Riedberg weihnachtlich leuchtete. „Früher fand dort der Weihnachtsmarkt statt. Seitdem gibt es den Baum“. In diesem Jahr wurde er erst spät geschmückt, nachdem er in den sozialen Netzwerken als „traurigster Baum auf dem Riedberg“ bezeichnet wurde. Trotzdem fand die damalige Ortsvorsteherin Carolin Friedrich, dass die Tanne dieses Ende nicht verdient hatte. Klar war aber auch: Im nächsten Jahr sollte es an diesem Ort keinen Weihnachtsbaum mehr geben.

Fazit: Wird wertvolles Gemeinschaftseigentum Opfer von Vandalismus, stirbt ein Stück weihnachtliche Stimmung. Von daher hoffen wir auf gemeinschaftliche Wertschätzung und Bewahrung der Traditionen.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Frankfurts kleine Brücken im Fokus

Sperrung der Brücke am Eschersheimer Niddabad

🚧 Baustellen und Barrieren

Zwei aktuelle Meldungen aus Frankfurt unterstreichen die zentrale Bedeutung kleiner Fuß- und Radwegbrücken für das innerstädtische Verkehrsnetz. Während die erst 6Jahre alte Brücke am Eschersheimer Freibad wegen Baumängeln gesperrt ist, steht der Abriss und Neubau eines 70 Jahre alten Holzstegs in Niederursel bevor. Beide Fälle zeigen die Herausforderungen beim Erhalt wichtiger Querungen für den nicht-motorisierten Verkehr.

🌉 Die Problemfälle im Norden Frankfurts

Jäher Stopp am Eschersheimer Freibad

Die Fuß- und Radwegbrücke über die Nidda am Eschersheimer Freibad, die erst zu Beginn der Badesaison 2019 eröffnet wurde, ist wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Diese Sperrung, die voraussichtlich Ende November beendet sein soll, kommt für viele überraschend. Die Brücke selbst, die aus Stahl im Westerwald gefertigt und in Duisburg veredelt wurde, ersetzt eine in die Jahre gekommene Holzkonstruktion.

Grund der Sperrung: Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) berichtet, dass sich der Asphalt des Weges direkt an der Brücke im Zentimeterbereich abgesenkt habe. Ein Baugrundgutachten zeigte, dass das Material unter dem Weg von vornherein „nicht geeignet“ war und ausgetauscht werden muss. Erste Setzungen traten bereits ein Jahr nach der Fertigstellung der Brücke auf. Das ASE betont, dass die Standsicherheit der Brücke selbst zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt war.

Auswirkungen und Kosten: Radfahrer aus dem Frankfurter Norden und der Wetterau, die die Verbindung zur Anfahrt in die Stadt nutzen, müssen nun Umwege fahren. Aus Richtung Bonames muss vor dem Freibad durch Alt-Eschersheim abgebogen werden. Die Kosten der Sanierung trägt die Baufirma, die die ursprünglichen Arbeiten ausgeführt hatte.

Ein Jahr lang keine Brücke in Niederursel

Ein Abriss und Neubau steht auch in Niederursel an. Der 70 Jahre alte Holzsteg über den Urselbach an der Wiesenau, eine wichtige Verbindung zwischen der U-Bahn-Haltestelle Wiesenau und der Hohemarkstraße, wird ersetzt.

Grund des Neubaus: Der 1954 errichtete Holzsteg ist aufgrund seiner eingeschränkten Lebensdauer und der Nähe zum Urselbach einem feuchten Mikroklima ausgesetzt. Dies fördert den Befall mit Pilzen und Schwämmen, weshalb eine Instandsetzung wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.

Details zum Neubau: Der alte Steg wird durch eine breitere Stahlkonstruktion ersetzt, die statt 1,74 Meter zukünftig 3 Meter messen wird. Aus Hochwasserschutzgründen wird dabei auf die bisherige Mittelstütze im Bachbett verzichtet. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Herbst 2027 oder Frühjahr 2028 beginnen und etwa ein Jahr dauern.

Auswirkungen: Während der Bauzeit ist der Zugang zur U-Bahn-Station von der Hohemarkstraße aus nicht möglich; auch der parallele Neumühlenweg muss gesperrt werden. Betroffene Schulen, wie die Heinrich-Kromer-Schule, werden über die Umleitung des Schulwegs informiert.

Brücke über den Urselbach an der Wiesenau

Brücke über den Urselbach an der Wiesenau

🔄 Parallelen und Unterschiede

Kriterium Eschersheimer Freibad (Nidda) Niederursel (Urselbach)
Gewässer Nidda Urselbach
Materialproblem Fehlerhaftes Unterbaumaterial des Weges (Asphalt/Baugrund) Alterungsbedingte Mängel der Holzkonstruktion (Pilze/Schwämme)
Konstruktion Stahlbrücke (Baujahr 2019) Holzsteg (Baujahr 1954)
Status Sanierung (Kurzzeit-Sperrung bis Ende Nov. 2025) Neubau (Langzeit-Sperrung für ca. 1 Jahr ab 2027/2028)
Verbesserung Wegstabilisierung zur Beseitigung der Stolperkante Breitere Querung (von 1,74 m auf 3 m) und Stahlkonstruktion

🛑 Bedeutung für den Verkehr

Beide Brücken sind wichtige Engstellen und Verbindungen im dichten Netz des Frankfurter Fuß- und Radverkehrs. Die Sperrung in Eschersheim trifft Pendler, die die Achse in die Stadt nutzen. In Niederursel dient der Steg unter anderem als wichtiger Schulweg zu den U-Bahn-Haltestellen.

Die Fälle verdeutlichen, dass selbst moderne Bauwerke (Eschersheim) aufgrund von Mängeln in der Bauausführung sofortige Probleme verursachen können, während alte Brücken (Niederursel) planmäßig das Ende ihrer Lebensdauer erreichen und ersetzt werden müssen. Unabhängig von der Ursache führen die Sperrungen zu erheblichen Einschränkungen und Umleitungen für Bürger.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Wieder ein Unfall am U-Bahn-Kreisel auf dem Riedberg

Heute kurz nach 09:00 Uhr gab es eine Kollision zwischen einer U8 und einem schwarzen Mercedes. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt. Der Wagen dürfte ein Totalschaden sein. Auch an der U-Bahn entstand Sachschaden. Vermutlich waren noch weitere Insassen in dem Unfallfahrzeug.

Polizei, Feuerwehr, Sanitätsfahrzeug, und Einsatzleitung der VgF sind vor Ort im Einsatz. Die Strecke dürfte noch eine Zeit lang gesperrt bleiben. Der Fahrleitungsstrom wird an der Stelle abgeschaltet. Bis die Fahrzeuge entfernt sind und die beschädigte U-Bahn abgeschleppt worden ist, dürften noch ein paar Stunden ins Land gehen.


2025-11-21 Ergänzung: Wie die Frankfurter Neue Presse berichtet, ist nur ein Fahrgast der U 8 leicht verletzt worden. Er zog sich eine Beule zu. Die 27-jährige Fahrerin des Mercedes hatte die rote Ampel nicht wahrgenommen. Dem U-Bahnfahrer gelang es nicht mehr, seinen tonnenschweren Zug rechtzeitig zum Stehen zu bringen. So schob die Bahn das Fahrzeug etwa 10 Meter vor sich her durchs Gleisbett. Beide Fahrer erlitten einen Schock. Erst nach 2 Stunden konnte nach den Aufräumarbeiten der reguläre Schienenverkehr fortgeführt werden. Ersatzverkehr gab es keinen.


Verwandte Links

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Schulstraßen in Frankfurt: Schranken gegen das Elterntaxi-Chaos

Sicherer Schulweg

Seit März 2022 testet Frankfurt erfolgreich Schulstraßen mit automatischen Schranken, um gefährliche Elterntaxi-Situationen vor Grundschulen zu entschärfen. Nach Pilotprojekten an der Theobald-Ziegler-Schule und der Riedhofschule wird das Konzept nun auf fünf weitere Schulen ausgeweitet – mit gemischten Erfahrungen.

Vom Pilotprojekt zum Frankfurter Modell

Die Idee: Eine Stunde vor Schulbeginn (7:30 Uhr bis 8:30 Uhr) sperrt eine hydraulische Schranke die Zufahrtsstraße. Eltern müssen ihre Kinder in speziellen Hol- und Bringzonen absetzen, die letzten 200 bis 300 Meter legen die Schüler selbstständig zurück.

An der Steffi-Jones-Schule in Bonames zeigte sich im November 2025:

  • 15 ehrenamtliche Verkehrshelfer (Eltern/Lehrer) bedienen die Schranke im Wochenverlauf
  • Drei reservierte Parkplätze in der Galgenstraße als Hol- und Bringzone
  • Anfängliches Chaos durch Wendemanöver und Gehweg-Parker
  • Kritik von Anwohnern über die weggefallenen Parkplätze

Wissenschaftlich begleitetes Projekt

Das Büro bueffee (Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation) entwickelte das Konzept basierend auf Wiener und Pariser Vorbildern.

  • 100.000 € Investition für 5 neue Schulstraßen
  • 45 von 180 Frankfurter Schulen bewarben sich
  • Kriterien: Engpass-Situation, Anwohnerakzeptanz und Elternengagement

Sicherheitsbilanz

Laut Unfallkasse Hessen (bei der nach eigenen Angaben knapp 1 Million Kinder, Jugendliche und Studierende in Hessens Kitas, Schulen und Hochschulen sowie auf dem Weg dorthin automatisch und beitragsfrei versichert sind) gab es 2025:

  • 4.764 Schulwegunfälle (davon einer tödlich)
  • Hauptrisiken waren:
    • Verkehrschaos durch Eltern-Taxis
    • Fehlende Mittelinseln/Zebrastreifen
    • Überhöhte Geschwindigkeit
    • Parken oder Halten an unübersichtlichen Stellen
    • Fehlverhalten von Schülern und Risiken bei der Infrastruktur entlang des oft mehrere Kilometer langen Schulweges

Verkehrsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne) betont: „Schulstraßen reduzieren Konflikte im unmittelbaren Schulumfeld. Für ganzheitliche Sicherheit brauchen wir aber mehr Tempo-30-Zonen und bauliche Anpassungen.“

Statistisch werden 20 % der Kinder mit dem Auto gebracht – das sind vor einer Schule mit 500 Kindern etwa 100 Autos.

Herausforderungen

  1. Personalbedarf: Täglicher Schranken-Dienst durch 2-3 Freiwillige
  2. Hol- und Bringzonen-Kapazität: Parkplatzmangel führt zu Wildparkern
  3. Akzeptanz: Ein Teil der Eltern umfährt die Schranken

An der Riedhofschule scheiterte das Projekt 2024 am fehlenden ehrenamtlichen Engagement. „Ohne tägliche Verkehrshelfer funktioniert das System nicht“, so Siefert.

Ausblick

In den nächsten Wochen wird es vor den Schranken noch Chaos geben. Dann wird das neue Schranken-System sicherlich zur Routine werden.


Weiterführende Links

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Weihnachtsdeko-Tauschmarkt

Weihnachtsdeko-Tauschmarkt Werbeplakat

Die Klimaschutz-Initiative Riedberg e.V. lädt ganz herzlich ein zu ihrem »Weihnachtsdeko-Tauschmarkt« am kommenden Samstag, den 22.11.2025 von 12 Uhr bis 14 Uhr im Familienzentrum Billabong (in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b).

Deko im Keller?

Habt Sie auch die eine oder andere Weihnachtsdeko im Schrank oder Keller, die Sie eigentlich nicht mehr verwenden? – Dann geben Sie ihr doch auf dem Weihnachtsdeko-Tauschmarkt die Chance, ein neues Heim zu finden, das sie von nun an schmücken kann!

Sie suchen eher eine neue Deko?

Suchen Sie nach einer hübschen neuen Deko, wollen aber Ressourcen schonen und nebenbei auch ihren Geldbeutel? – Dann kommen auch Sie gerne vorbei und suchen Sie sich einfach etwas Schönes bei uns aus! Das können Sie auch sehr gerne tun, ohne selbst etwas mitzubringen. So helfen Sie, das Weihnachtsfest nachhaltiger und anderen eine Freude zu machen.

Kerzenreste

Eine Spendenbox für alte Kerzenreste zur Wiederverwendung wird es ebenfalls geben.

Abgabeort

Weihnachtsdeko-Spenden jeder Art (von Baumschmuck über Figuren oder Lichterketten ist alles willkommen) könnt Sie entweder direkt am Termin mitbringen oder auch schon vorher abgeben, falls Sie am Samstag keine Zeit haben – entweder am Freitag, den 21.11. zwischen 9 Uhr und 18 Uhr beim Familienzentrum Billabong, oder Sie melden sich bei uns unter muellvermeidung@klimschutz-initiative-riedberg.de zur Terminvereinbarung.


Zum Hintergrund
Diese Aktion findet im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung statt, deren umfangreiches Programm für Frankfurt Sie hier finden: Frankfurt kann abfallfrei

Auf dem Riedberg finden Sie gleich mehrere Veranstaltungen:

  • Das Familienzentrum Billabong bietet mit seinem „Repair Café – das Event“ am 22.11. von 12 Uhr bis 14 Uhr den Rahmen für verschiedene Aktionen – neben dem »Repair Café« selbst und dem Weihnachtsdeko-Tauschmarkt sind dies ein Barfußlauf, Vorstellung von »WindelFrei« sowie für Kinder eine Mal- und Lese-Ecke mit Schildkröte Sammy, die über Plastik in den Meeren informiert und den Eltern Alternativen zu Plastikprodukten vorstellt: Frankfurt kann abfallfrei – Billabong – Das Event
  • Außerdem lädt die Evangelischen Riedberggemeinde in Kooperation mit der Hochbeet-Gartengruppe »riedberg.gruene.beete» am 27.11. von 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr zum „Retter-Essen & Tauschbörse für vergessene Elektrogeräte“ ein. Sie sind herzlich eingeladen, in der Küche der Evangelischen Riedberggemeinde (Riedbergallee 61) gemeinsam aus ihren mitgebrachten „vergessenen“ Lebensmitteln ein leckeres Essen zu kochen und sich an der Tauschaktion für nicht mehr benötigte Küchengeräte zu beteiligen: Retter-Essen & Tauschbörse für Küchengeräte – Frankfurt kann abfallfrei

Kommen Sie vorbei, die Mitglieder der Klimaschutz-Initiative Riedberg e.V.  freuen sich auf Sie!

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Retter-Essen und Küchengeräte-Tausch

Gemüseteller

Vom 23. bis 30. November findet die Europäische Woche der Abfallvermeidung statt. Das Netzwerk „Frankfurt kann abfallfrei“ hat daraus gleich einen ganzen Aktionsmonat gemacht und die Evangelische Riedberggemeinde ist mit dabei. Und zwar am Donnerstag, dem 27. November, von 17 Uhr bis 22 Uhr, mit zwei Aktionen.

Geplante Aktionen

Zum einem gibt es ein Retter-Essen und parallel dazu eine Tauschaktion für Küchengeräte, die ein neues Zuhause suchen – das alles initiiert von der Hochbeet-Gartengruppe „riedberg.gruene.beete.“

Teilnahme

So können Sie dabei sein: Schlummern in Ihren Küchenschränken noch vergessene Lebensmittel, die dringend verarbeitet werden müssten? Sie haben von irgendwas zu viel eingekauft oder nur probiert und es hat Ihren Geschmack nicht getroffen? Dann bitte nicht wegwerfen. Für die Aktion werden noch verwendbare Lebensmittel gesammelt und mit geeigneten Rezepten verwendet oder zum Tausch angeboten.

Am 27.11. ab 17 Uhr wird gekocht, ab 19 Uhr gibt es Essen.
Ort: Evangelische Riedberggemeinde in der Riedbergallee 61, 60438 Frankfurt

Verschenken

Oder Sie haben ein Haushaltsgerät, das noch funktioniert, Sie aber nicht mehr brauchen? Dann ist der Aktionstag eine gute Möglichkeit, jemand anderen damit glücklich zu machen.

Die Tauschbörse ist am 27.11. ab 17 Uhr geöffnet.
Ort: Evangelische Riedberggemeinde in der Riedbergallee 61, 60438 Frankfurt

Offener Aktionsabend

Der Aktionsabend ist offen für alle Interessierten, egal ob Mitkochen, Tauschen oder Mitessen. Alle Beteiligten und der an diesem Tag probende Riedbergchor sind herzlich zum anschließenden Essen eingeladen.

Bitte um Vorab-Info

Wer mitmachen möchte, sollte vorher einfach kurz Kontakt aufnehmen, damit wir wissen, was gespendet wird, und wie viele Leute zum Essen kommen.
Kontakt: riedberg.gruene.beete@gmail.com

Weitere Infos zum Thema „Woche der Abfallvermeidung“

Teile diesen Beitrag mit Freunden

600 Vogelbrutkästen in und um Bonames: Pflege mit Herz und Verstand

Nistkasten

Die Meinungen teilen sich beim Thema: Wohnungsputz für Kleiber, Meise und Co., Ja oder Nein?

Die Erfahrungen des Naturschutzvereines Bonames e. V. zeigen nach 6 Jahren Brutkastenreinigung, immer im Oktober und November, für über 600 Stück jährlich, ein klares „Ja“.

Durch unsere digitale Katalogisierung können wir genauen Standort der zu reinigenden Kästen feststellen, und nachvollziehen, ob ein Kasten einen guten Platz hat. Wenn ein Standort mehrere Jahre leer bleibt, oder der Kasten gar nicht mehr da ist, z.B. durch einen umgestürzten Baum wird ein Ersatzplatz gesucht.

Nicht selten finden wir tote Jungvögel oder nicht ausgebrütete Eier im Nest. Einige Kästen werden im Winter von Mäusen besiedelt, die das Nest beschmutzen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die alten Nester zu entfernen samt den darin lebenden Parasiten, Zecken und Vogelflöhen.

Durch diese große Anzahl von Vogelkästen, die wir jährlich schützen und pflegen, haben wir eine stattliche Anzahl von verschiedenen Vogelarten beobachtet. Sogar der Buntspecht, Gartenschläfer und die Haselmaus nutzen unsere Häuschen für den Schutz im Winter.

Wer Interesse hat, sich an Reinigungsaktionen zu beteiligen, kann sich gerne bei uns melden. Auch Kinder ab 5 Jahren mit ihren Eltern sind willkommen.

Spenden sind ebenfalls willkommen und können auf unser Konto

DE 51 5019 0000 6200 6098 49 überwiesen werden.

Wir sind ein gemeinnütziger Verein und können Spendenquittungen ausstellen.


Kontaktdaten
Naturschutzverein Bonames e. V.
Am Burghof 14
60437 Frankfurt

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Kalbacher Klapperschlange 2025: Drachenfantasy überzeugt Kinderjury

Kinderbuchmesse Kalbacher Klapperschlange

Die 38. Ausgabe des Kinderliteraturpreises „Kalbacher Klapperschlange“ hat mit Mari Mancusis Jugendroman „New Dragon City – Eine verbotene Freundschaft“ einen würdigen Sieger gefunden. Die US-amerikanische Autorin setzte sich in der Altersgruppe der 4. bis 6. Klassen gegen die Konkurrenz durch.

Die Preisträger im Überblick

Hauptpreis: Drachen-Epos begeistert

  • Titel: New Dragon City – Eine verbotene Freundschaft
  • Autorin: Mari Mancusi
  • Verlag: Arena (2024)
  • Inhalt: Im postapokalyptischen New York kämpft der 12-jährige Noah ums Überleben, während er eine verbotene Freundschaft zum Drachenmädchen Asha aufbaut.
  • Juryurteil:

„Die Geschichte fühlte sich an, als wäre man mittendrin. Wie können Leute sooo schön schreiben?“ (Marley, Jurymitglied)

Weitere Siegertitel

  1. 2.-3. Klasse:
    „Der Tiersitter-Club – Alles für die Katz“ von Ulrike Rylance (dtv)

    • Humorvolle Geschichte über zwei Mädchen, die einen Tiersitter-Service gründen
    • Highlight: „Viele süße, lustige Bilder und leicht verständliche Sprache“ (Clara)
  2. 7.-9. Klasse:
    „Scandor“ von Ursula Poznanski (Loewe Verlag)

    • Psychothriller über einen Lügendetektor-Wettbewerb
    • Besonderheit: „Perspektivenwechsel und Counter der verbliebenen Teilnehmer vor jedem Kapitel“ (Jakob)

Rahmenprogramm der Kinderbuchmesse

  • Lesung: Barbara Rose präsentierte „Whisperworld – Aufbruch ins Land der Tierflüsterer“
  • Musik: Kinderkonzert „Schräge Typen“ mit Herr Müller und seiner Gitarre
  • Buchausstellung: Über 60 Titel bei „Bücher im Bogen“ aus Preungesheim
  • Kulinarisches: Warme Suppen gegen die Novemberkälte

Zahlen und Fakten

  • Jury: 137 Kinder (mind. 5 Bücher gelesen)
  • Bewertungen: 1.281 Einsendungen
  • Rekord: Zwei Kinder lasen alle 60 nominierten Bücher
  • Preisverleihung: Doppelte Veranstaltung auf der Wiese neben der »Alten Turnhalle«


Hintergrund zur Klapperschlange
Seit 1988 vergeben Frankfurter Schüler den Preis ehrenamtlich. Mit über 100 aktiven Jurymitgliedern jährlich gilt die Auszeichnung als einzigartig in Deutschland. Die Siegerautorin erhält eine von Stephan K. Müller gestaltete Metallskulptur. Auch die Kinderbuchmesse und die Kalbacher Klapperschlange werden von einem Team des Kindervereins Kalbach rein ehrenamtlich organisiert.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Riedberg: Historische Informationstafeln für die „Römische Straße“ nach Jahren fertiggestellt

Orientierungssäule

Nach jahrelangem Warten sind die 6 Säulenstümpfe entlang der »Römischen Straße« am Riedberg nun mit informativen Tafeln zur regionalen Geschichte ausgestattet. Dieses Projekt, das auf eine Initiative des Ortsbeiratsmitglieds Ronald Bieber aus dem Jahr 2016 zurückgeht, wurde diese Woche durch die Zusammenarbeit von Grünflächenamt, Straßenbauamt und Archäologischem Institut erfolgreich abgeschlossen.

Orientierungssäule

© R. Bieber

Vom Pflasterstein-Konzept zur lebendigen Geschichtsvermittlung

Ursprünglich sah das städtische Konzept lediglich vor, Entfernungen nach Rom in römischen Ziffern ins Straßenpflaster zu integrieren – eine Idee, die laut Herrn Bieber „ohne Erklärungen kaum verständlich gewesen wäre“. Durch den engagierten Antrag des Ortsbeirats 12 an die Stadtverwaltung und mit Unterstützung des Ortsbeirats 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) entstand stattdessen das heutige Konzept mit:

  • Zwei identischen Übersichtstafeln am Nord- und Südende der »Römischen Straße« dienen als Wegweiser
  • Vier themenspezifischen Informationstafeln zu:
    • der historischen Bedeutung der römischen Siedlung Nida
    • archäologischen Funden in der Region
    • der »Steinernen Straße« als Handelsroute
    • modernen Bezügen zur Stadtentwicklung

Auf römischen Spuren am Riedberg

© R. Bieber

Lange Umsetzungsphase mit finanziellen Hürden

Trotz einstimmiger Beschlussfassung im Ortsbeirat zögerte sich die Realisierung immer wieder hinaus:

  • Mehrere offizielle Nachfragen des Ortsbeirats wurden notwendig
  • Zwischenzeitlich gab es Budgetprobleme in der Stadtverwaltung
  • Letzte Anfrage 2024 deutete auf notwendige Eigenbeteiligung des Ortsbeirats hin
  • Überraschende Fertigstellung nun doch ohne Ortsbeiratsmittel

Die Saalburg - ein Kastell an der Grenze einer antiken Weltmacht

© R. Bieber

Archäologie zum Anfassen

Die neuen Tafeln kombiniert historische Karten mit modernen Satellitenaufnahmen, darunter:

  • Überlagerung des antiken Nida-Stadtplans mit heutigen Straßenzügen
  • Visualisierung der Handelsrouten ins Römische Reich
  • Erklärungen zu lokalen Ausgrabungsfunden

„Frankfurts jüngster Stadtteil ist gleichzeitig sein ältester“, zitiert Ronald Bieber seinen Vorgänger im Amt Herrn Wolfgang Diel. Für Schulklassen und Geschichtsinteressierte entsteht so ein neuer außerschulischer Lernort direkt vor der Haustür.

NIDA: das „teutsche Pompeji“ in FFM

© R. Bieber


Anträge in PARLIS

Verwandte Links

 

Römische Straßen: Lebensadern eines Weltreiches

© R. Bieber

(Fast) Alle Straßen führen nach NIDA

© R. Bieber

Teile diesen Beitrag mit Freunden