Nächtliche Zerstörungswut: Wie sich der SC Riedberg gegen Vandalismus wehren könnte

SC Riedberg: Zäune bei Nacht

Der Frankfurter Stadtteil Riedberg im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg steht vor einer wachsenden Herausforderung: Auf der dortigen Sportanlage an der Altenhöferallee 189 häufen sich Vorfälle von unbefugtem Betreten, Vandalismus und Einbrüchen. Insbesondere nach den regulären Öffnungszeiten dringen Unbefugte auf das Gelände vor.

Die Schäden sind steigend: Neben beschädigten Zeltplanen des provisorischen Clubhauses und eingeschlagenen Scheiben an den Trainerbänken kam es im Mai 2026 an zwei aufeinanderfolgenden Nächten zu Einbruchsversuchen in den als Versorgungsstation dienenden Bauwagen. Beim zweiten Versuch entwendeten die Täter das vorhandene Wechselgeld.

Hauptursache für die Taten ist die abgelegene Ortsrandlage, durch die nachts die soziale Kontrolle komplett fehlt. Zudem ist die Sportanlage entlang der Straßen am Weißkirchener Berg und Ricky-Adler-Straße nur durch niedrige Zäune abgegrenzt.

Da die Stadt Frankfurt (in dem Fall das Sportamt) eine Erhöhung oder Verstärkung dieser Zäune aus städtebaulichen und ästhetischen Gründen offiziell ablehnt, steht der Vereinsvorstand vor einem Problem. Der Vorstandsvorsitzende Jan Vitt, der gerade erst von den Mitgliedern für drei weitere Jahre im Amt bestätigt wurde, muss nun gemeinsam mit seinem Team alternative Wege finden, um das Vereinsgelände zu schützen.

Alternative Schutzmaßnahmen für den Verein

Da bauliche Lösungen am Zaun bislang keine Zustimmung gefunden, bieten sich dem SC Riedberg e. V. drei alternative Hebel, um der Zerstörungswut zu begegnen:

  • Biologischer Schutz und Materialanpassung: Eine von Umwelt- und Grünflächenämtern meist problemlos genehmigte Maßnahme ist das sogenannte Defensive Landscaping. Durch das Pflanzen dichter Dornenhecken (wie Weißdorn oder Wildrosen) direkt an den Zäunen wird das Überklettern schmerzhaft und praktisch unmöglich. Zudem können Außenwände mit permanenten Anti-Graffiti-Beschichtungen geschützt und klassische Netze durch schnittfeste Anti-Vandalismus-Netze mit Stahlkern ersetzt werden. Mobiles Equipment wie Tore und Trainerbänke sollte nach Trainingsende fest im Boden verankert werden.
  • Elektronische Absicherung: Als hocheffektiv erweisen sich smarte Erschütterungssensoren am Zaun, die bei einem Überkletterversuch einen stillen Alarm an den Vorstand oder Platzwart senden. Da diese Sensoren keine personenbezogenen Daten erfassen, greift die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hierfür nicht. Alternativ ist eine KI-gestützte Kameraüberwachung mit Live-Ansprache denkbar, bei der eine Sicherheitszentrale die Täter nachts direkt über Megafone des Platzes verweist. Eine solche Videoüberwachung ist DSGVO-konform möglich, sofern sie nur nachts außerhalb des Betriebs stattfindet, öffentliche Flächen verpixelt werden und eine Löschung nach maximal 72 Stunden erfolgt.
  • Soziale Prävention: Die Einrichtung einer legalen Graffiti-Wand kann den Sprayern eine Alternative bieten und den Rest des Geländes schützen. Zudem setzt der Verein auf die Kooperation mit lokalen Streetworkern und die Aktivierung von Anwohnern als Nachbarschafts-Paten, die bei verdächtigen Geräuschen nachts schneller die Polizei rufen.

Der Einsatz von freilaufenden Wachhunden nach Dienstschluss ist aufgrund der Tierhalterhaftung, des Tierschutzes und der Gefahr von Giftködern keine Option. Sinnvoll wäre hier höchstens die Beauftragung eines professionellen Sicherheitsdienstes mit Diensthundeführern. Das ist für einen Verein finanziell aber nicht leistbar.

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Wasser – ein teures Gut: Die Entwicklung der Frankfurter Trinkwasserpreise

Symbolbild: Entwicklung der Wasserpreise in Frankfurt

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, doch die Versorgung in Frankfurt wird für die Verbraucher zunehmend teurer. Zum 1. Juli 2026 passt der regionale Versorger Mainova AG die Wasserpreise im Tarif „Aqua Classic“ erneut an. Ein genauer Blick auf die vergangenen Jahre zeigt eine kontinuierliche Aufwärtsspirale sowohl beim Mengenpreis als auch beim jährlichen Grundpreis.

Kontinuierliche Steigerungen im Tarif Aqua Classic

Mit der jüngsten Preisanpassung steigt der Brutto-Mengenpreis für einen Kubikmeter Trinkwasser von 2,44 € auf 2,58 €. Gleichzeitig erhöht sich der jährliche Grundpreis von 52,22 € auf 55,35 €. Für einen durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 80 Kubikmetern bedeutet dies Gesamtkosten von 261,65 € im Jahr – ein Anstieg von 5,77 % gegenüber dem Vorjahr.

Diese Erhöhung reiht sich nahtlos in die Entwicklung der Vorjahre ein: Bereits zum 1. Juli 2025 kletterte der Mengenpreis von 2,35 € auf 2,44 € und der Grundpreis von 49,73 € auf 52,22 €, was einer Mehrbelastung von 3,92 % für den Musterhaushalt entsprach. Ein Jahr zuvor, im Juli 2024, fiel die Anhebung mit 7,23 % besonders deutlich aus, nachdem der Preis bereits im August 2023 um 5,72 % angehoben worden war. Im Jahr 2022 lag das Plus bei 3,49 %. Innerhalb von fünf Jahren kletterten die jährlichen Gesamtkosten für 80 Kubikmeter Wasser damit von rund 203 € im Jahr 2021 auf über 261 € im Jahr 2026.

Wasserpreisentwicklung versus Inflation

Ein Vergleich mit der allgemeinen Teuerungsrate in Deutschland verdeutlicht die Dynamik. Während die Erhöhungen in den Jahren 2022 (3,49 % Erhöhung bei 6,90 % Inflation) und
2023 (5,72 % Erhöhung bei 5,90 % Inflation) noch knapp unter oder auf dem Niveau der bundesweiten Jahresinflation lagen, kehrte sich dieser Trend danach um. Im Jahr 2024 überstieg die Preisanhebung mit 7,23 % die durchschnittliche Inflation von 2,20 % erheblich. Auch 2025 (3,92 % Erhöhung bei 2,20 % Inflation) und im aktuellen Jahr 2026 (5,77 % Erhöhung bei prognostizierten 2,70 % Inflation) wachsen die Wasserpreise deutlich schneller als der allgemeine Verbraucherpreisindex.

Argumente des Versorgers

Die Mainova begründet die Anpassungen stets als moderat und verweist darauf, dass die monatliche Mehrbelastung für die Haushalte überschaubar bleibe – so bedeute der aktuelle Schritt für zwei Personen lediglich rund 1,19 € mehr pro Monat. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen den anhaltenden Investitionsbedarf im Zuge des Klimawandels und einer wachsenden Metropole. Zudem belasten allgemein steigende Material- und Personalkosten sowie signifikant höhere Aufwendungen für den externen Trinkwasserbezug die Bilanz des Versorgers. Die Investitionen seien jedoch zwingend notwendig, um die städtische Infrastruktur zukunftsfest zu machen und Transportverluste im Leitungsnetz zu minimieren.

Blick auf die Infrastruktur

Das Frankfurter Trinkwassernetz ist ein komplexes, unterirdisches System. Die Mainova-Tochter NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH verantwortet ein insgesamt rund 14.500 Kilometer umfassendes Energie- und Wassernetz in der Region. Allein das Frankfurter Trinkwassernetz erstreckt sich über eine Länge von 2.080 Kilometern und stellt die tägliche Versorgung über rund 73.500 Wasserzähler sicher. Das städtische Netz bewegt gewaltige Mengen: Der jährliche Wasserabsatz in Frankfurt beläuft sich auf rund 47 Millionen Kubikmeter, was einer mittleren Tagesabgabe von etwa 128.770 Kubikmetern entspricht. Der Erhalt dieses riesigen Verteilungssystems im Frankfurter Untergrund bleibt eine dauerhafte technologische und finanzielle Herausforderung.

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Streit um die Kalbächer Bachgärten: Tradition trifft auf Hochwasserschutz

Symbolbild: Grabeland in Bachnähe

Es ist eine Nachricht, die viele Alteingesessene im Stadtteil tief trifft: Das Frankfurter Umweltamt fordert einschneidende Veränderungen für die sogenannten Bachgärten nördlich des Kalbachs. Zäune, die seit Jahrzehnten mühsam angelegte Gemüsebeete vor Wildfraß und unbefugtem Zutritt schützen, sowie traditionsreiche Gartenhütten sollen zurückgebaut werden. Was von Behördenseite als notwendige Maßnahme für den Naturschutz und die Hochwasserprävention deklariert wird, entpuppt sich vor Ort als schwerer Schlag für den sozialen Zusammenhalt und ein Stück lebendige Stadtteilgeschichte.

Rechtliche Grauzone: Kleingarten versus Freizeitgarten

Der Konflikt rührt an ein grundlegendes strukturelles Problem in der Frankfurter Grünflächenpolitik. Während offizielle Kleingartenanlagen durch das Bundeskleingartengesetz (BKleingG) streng reguliert, aber eben auch umfassend rechtlich geschützt sind – inklusive eines Anspruchs auf Ersatzflächen bei einer baulichen Inanspruchnahme –, sieht die Situation für Freizeitgärten und das sogenannte Grabeland völlig anders aus.

Für diese Flächen greifen lediglich die allgemeinen Verordnungen wie das Hessische Nachbarrechtsgesetz, das Bundesnaturschutzgesetz oder lokale Landschaftsschutzgebietsverordnungen. Einen echten Bestandsschutz oder gar einen Anspruch auf Entschädigung gibt es für die Nutzer hier nicht. Obwohl die Freizeitgärten im städtischen Alltag eine fast identische soziale und ökologische Funktion wie klassische Kleingärten erfüllen, hängen die Pächter und Eigentümer rechtlich oft in der Luft. Jede Änderung von Umweltauflagen kann die gewohnte Nutzung von heute auf morgen existentiell bedrohen.

Unverzichtbar für das Stadtklima und die lokale Flora

Dabei steht der ökologische und klimatische Wert dieser grünen Oasen für die Frankfurter Stadtlandschaft außer Frage. Frankfurt wächst kontinuierlich, Freiflächen werden zunehmend versiegelt. Gartenareale wie die Bachgärten wirken in den heißen Sommermonaten als natürliche Klimaanlagen und Frischluftschneisen für die umliegenden Wohngebiete.

Zudem bieten sie im Vergleich zu den oft stark reglementierten Kleingärten einen unschätzbaren Vorteil für die Biodiversität: Weil hier auch größere Bäume wachsen dürfen und die Bewirtschaftung individueller erfolgt, entstehen artenreiche Biotope. Sie bieten Vögeln, nützlichen Insekten und Kleinsäugern mitten in der Stadt einen geschützten Rückzugsraum.

Die Rolle des Bachlaufs bei Starkregen

Das Hauptargument des Umweltamtes für den Rückbau der Zäune und Hütten betrifft den Gewässerschutz und die Funktionsfähigkeit des Kalbachs bei Extremwetterereignissen. Bei Starkregen schwellen kleine Bachläufe innerhalb kürzester Zeit massiv an. Unberührte, freie Grünflächen entlang des Ufers sind in solchen Momenten überlebenswichtig, da sie als natürliche Retentionsflächen dienen. Sie nehmen die Wassermassen auf, bremsen die Fließgeschwindigkeit und verhindern, dass tiefer gelegene urbane Infrastrukturen überflutet werden.

Aus Sicht der Wasserwirtschaft können feste Zäune und Gartenlauben den natürlichen Abfluss behindern, Treibgut blockieren und im schlimmsten Fall zu einem gefährlichen Rückstau führen. Der Schutz der Allgemeinheit vor Hochwasser kollidiert an dieser Stelle direkt mit den privaten Nutzungsinteressen.

Emotionaler Wert und gelebte Kalbächer Tradition

Was in den bürokratischen Vorlagen der Ämter jedoch oft zu kurz kommt, ist die tiefgehende emotionale Dimension des Konflikts. Viele der betroffenen Parzellen parallel zum Kalbacher Stadtpfad befinden sich seit mehreren Generationen im Besitz oder in der Pflege lokaler Familien. Sie sind Orte gelebter Identität und lokaler Tradition. Hier haben Großväter mit ihren Enkeln die ersten Kartoffeln gesteckt, hier trifft sich die Familie seit Jahrzehnten zur Erholung abseits des Alltagsstresses.

Die Gärten sind untrennbar mit den Biografien der Menschen in Kalbach verbunden. Die geforderten Auflagen, insbesondere das Verbot schützender Einfriedungen, bedrohen diese Lebensrealität massiv. Ohne Zäune sind die mühsam gepflegten Gemüsebeete schutzlos dem Wild und Vandalismus ausgeliefert, wodurch die Gärten für viele Familien faktisch unnutzbar werden. Im Ortsbeirat 12 regt sich daher bereits politischer Widerstand: Ein aktueller Antrag fordert den Magistrat auf, nach Kompromissen – etwa durch umweltverträgliche, zurückgesetzte Zäune – zu suchen, um die Bachgärten für die Menschen vor Ort zu erhalten.


22.06.2026 Dazu erreichte die Redaktion folgender Leserbrief:

Ein sehr emotional gehaltener Artikel, vorangestellt ein idyllisches Foto das jedoch mit der Wirklichkeit am Ufer des Kalbachs nichts zu tun hat. So sollte es viel mehr sein und angestrebt werden um einen Hochwasserschutz am Bachlauf zu gewährleisten. Aber die Wirklichkeit ist eine ganz andere. Anstatt Abstände vom Bachufer einzuhalten, wie es schon lange gesetzliche Pflicht ist, werden Hütten, Zäune und sonstige Baulichkeiten direkt an der Uferkante errichtet. Wen interessiert schon die Überschwemmungsgefahr in Kalbach, besonders für die Unterlieger an den Seewiesen oder Am Burghof. Hat das kleine Gartenstück direkt am Bachufer Vorrang vor der eventuell überfluteten Wohnung? Natürlich sind die betroffenen Gartenbesteller völlig ahnungslos und unrechtmäßig der Behördenwillkür ausgeliefert. Wen interessiert schon die Schutzregeln für die heimatlichen Gewässer. Woher hätten die Gartenbesteller auch wissen sollen, dass die Freilegung des Bachufers schon seit Jahrzehnten von den Naturschützern und den Gewässerverantwortlichen angestrebt wird. Schon im Grenzänderungsvertrag zwischen der damals noch selbstständigen Gemeinde Kalbach und der Stadt Frankfurt vom Dezember 1971 ist in § 7, Abs. 3 festgelegt, dass sich die Stadt Frankfurt verpflichtet, baldmöglichst im Anschluss an die im Ortskern ausgewiesene Grünzone entlang des Kalbachs einen Spazierweg herzustellen und diesem Bereich den Charakter eines Naherholungsgebietes zu geben.
Vermutlich schwebte den Altvorderen damals das Bild mit dem der Artikel illustriert ist vor Augen. Gar nicht so unvernünftig für die damalige Zeit, wo Umweltschutz noch nicht das aktuelle Thema war. 55 Jahre später muss diese Planungsabsicht nicht allen mehr gegenwärtig sein, von den verantwortlichen Stadtteilpolitikern sollte man aber etwas Kenntnis der Stadtteilgeschichte erwarten können. Um nochmals auf das schöne Bild des Artikels hinzuweisen, was spricht dagegen das Bachufer wie dargestellt freizugeben. Mehr Grün am Bachlauf, ein kleiner Spazierweg, ein naturnah eingezäunter Garten und im Falle eines Starkregens Ausweichfläche für die Wassermassen. Für den kleinen Spaziergang ein Weg in der Natur, für die Gartenbesteller sein eingezäuntes Refugium und für den Wohnungsbesitzer in Bachnähe ein verbesserter Schutz vor Überflutung. Für Alle etwas aber nicht für jeden Alles.

Wolfgang Diel

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Rückblick: Wenn aus geretteten Lebensmitteln ein Festmahl wird

Bierzelttisch mit Geschirr und Essen

Mit kostenfreiem Essen die Welt ein bisschen besser machen – das war das klare Ziel, als auf dem Riedberg zum zweiten Mal das Format „Retter-Essen“ an den Start ging. Die Motivation hinter der Aktion ist aktueller denn je: Es geht darum, auch direkt vor der eigenen Haustür auf dem Riedberg ein Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung zu setzen. Auf die Beine gestellt wurde das Ganze von der Hochbeetgruppe »Riedberg grüne Beete«, einer Arbeitsgemeinschaft der Klimaschutzinitiative Riedberg (KIR).

In der Küche der evangelischen Riedberggemeinde herrschte folglich großes Gewusel. „Bei geretteten Lebensmitteln läuft es meist auf Suppe und Salat hinaus“, stellte Bärbel Albert schmunzelnd fest. Sie hatte kurz zuvor noch frische Kräuter und bunte Blüten direkt von den hauseigenen Hochbeeten geerntet, um den Gerichten den letzten Schliff zu verleihen. Für die aktuelle Ausgabe suchte sich die Hochbeetgruppe zudem tatkräftige Unterstützung und kooperierte mit dem Foodsharing e.V.. Frau Meral, eine Helferin, stieß zur Aktion dazu.

Das Prinzip hinter Foodsharing ist denkbar einfach, aber effektiv: Die sogenannten „Foodsaver“ absolvieren zunächst eine Fortbildung und werden damit Teil des Netzwerks. Der Einzelhandel vergibt anschließend feste Termine, zu denen die Ehrenamtlichen die bereitgestellten Lebensmittel einpacken dürfen. Über einen Post in der Foodsharing-Gruppe werden die Funde geteilt. Wer etwas gebrauchen kann, kommt einfach zur Verteilerstelle. Das Beste daran: Jeder Interessierte darf vorbeikommen und die Lebensmittel weiterverwerten.

Neben der Hochbeetgruppe packten diesmal auch einige Helfer und Interessierte mit an, die über die sozialen Medien von der Aktion erfahren hatten. Dank der vielen Hände waren im Handumdrehen zwei köstliche Gemüsesuppen, frische Salate, Bananenmilch sowie Obst und Rohkost zum „Snacken“ appetitlich auf einem Büfett angerichtet.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, wurde das Büfett dieses Mal direkt am Gehweg an der evangelischen Kirche aufgebaut. Das Konzept ging voll auf: Es entwickelten sich wunderbare Gespräche mit Passanten, es wurde fleißig probiert und das eine oder andere Lebensmittel direkt mit nach Hause genommen. Auch Bäckerware war reichlich vorhanden – und sollte doch einmal etwas übrigbleiben, wandert es zur Not einfach in den Gefrierschrank.

Fleißige Helfer beim Schnippeln

© Riedberg grüne Beete

Am Ende zeigten sich Bärbel und Meral glücklich über das große Interesse am Foodsharing und die neu geknüpften Kontakte. Besonders die Basketball-Kids freuten sich riesig, da sie kein Geld dabeihatten und trotzdem mitessen durften. Auch die Mitglieder des Riedberg-Chors waren nach einer langen Extraprobe glückliche Abnehmer, sodass am Ende kein einziger Krümel mehr übrig war. Das Angebot blieb für alle komplett kostenfrei, obwohl viele der Besucher gerne etwas spenden wollten.

Aufgrund der großen Nachfrage wird das erfolgreiche Format am Riedberg nun öfter stattfinden. Der nächste Termin steht auch schon fest: Am 4. Oktober wird zur Erntedank-Suppe geladen.

Bierzelttisch mit Geschirr und Essen

© Riedberg grüne Beete

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Aktiv und fit ab dem Spätsommer: Neues Gesundheitstraining beim TV Kalbach startet im August

Symbolbild Hantelsport

Wer auf der Suche nach einem optimalen Einstieg in die sportliche Betätigung ist, nach einer langjährigen Pause endlich wieder aktiv werden möchte oder schlichtweg effektiv etwas für die eigene Fitness tun will, bekommt jetzt im Frankfurter Norden die perfekte Gelegenheit dazu.

Der Turnverein Kalbach 1890 e. V. erweitert sein sportliches Angebot und lädt ab August 2026 zu einem neuen Kurs ein: Das „Allgemeine Gesundheitstraining M“ richtet sich gezielt an die Altersgruppe der Erwachsenen ab 40 Jahren und verspricht eine gelungene Kombination aus sportlicher Aktivität, Gesundheit und jeder Menge Spaß.

Ganzheitliches Training für Körper und Geist

Das Konzept des Kurses setzt auf ein abwechslungsreiches Programm unter Gleichgesinnten, bei dem das nachhaltige Wohlbefinden im Mittelpunkt steht. Die Teilnehmer erwartet ein ausgewogenes Konzept:

  • Kraft & Ausdauer: Durch motivierende Kräftigungsübungen und spielerische Ausdauereinheiten mit Musik – wie etwa dem bewährten „Gang-ABC“ im Stationstraining – wird die allgemeine Leistungsfähigkeit gestärkt.
  • Beweglichkeit & Koordination: Neben den Hauptschwerpunkten werden auch die motorischen Fähigkeiten ganz nebenbei im Training gefördert.
  • Praxisnahes Wissen: Neben der Bewegung auf der Matte wird auch theoretisches Hintergrundwissen vermittelt. Der Kurs beleuchtet die direkten Zusammenhänge zwischen Training und Gesundheit. Dank zahlreicher praktischer Tipps für zu Hause gelingt der Transfer des Gelernten in den eigenen Alltag spielend leicht.

Das Training wird flexibel sowohl mit als auch ohne Hilfsmittel durchgeführt. Sämtliche benötigte Trainingsutensilien und Geräte werden den Teilnehmenden direkt in den Kursstunden zur Verfügung gestellt.

Zertifizierte Qualität mit Krankenkassen-Zuschuss

Ein besonderes Qualitätsmerkmal des neuen Kurses ist seine offizielle Zertifizierung. Das Angebot trägt das renommierte Qualitätssiegel „SPORT PRO GESUNDHEIT“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), welches in enger Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer entwickelt wurde. Dieses Prädikat garantiert, dass das Programm höchsten Ansprüchen an die Gesundheitsförderung und medizinische Prävention genügt.

Für die Teilnehmenden bringt dieses Siegel zudem einen handfesten finanziellen Vorteil mit sich: Gesetzliche Krankenkassen erstatten bei solchen zertifizierten Präventionskursen in der Regel 80 % bis 100 % der Kursgebühren. Bei einer regulären Teilnahmegebühr von 150,00 € bleibt der persönliche Eigenanteil somit erfreulich gering.

Alle Eckdaten zum Kursstart auf einen Blick

Geleitet wird das professionelle Training von der erfahrenen Übungsleiterin Andrea Puhl, die über eine qualifizierte B-Lizenz verfügt. Der Kurs umfasst insgesamt 10 Einheiten à 60 Minuten und findet in der sportlichen Infrastruktur des Stadtteils statt.

  • Kursbeginn: Donnerstag, 06. August 2026
  • Uhrzeit: Jeweils von 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Ort: Mittlere Halle, TV Kalbach
  • Zielgruppe: Erwachsene 40+, insbesondere auch „Nichtsportler“ und Wiedereinsteiger
  • Teilnahmegebühr: 150,00 € (Erstattung durch Krankenkasse möglich)

Interessierte Bürger aus Kalbach-Riedberg und Umgebung können sich für Informationen und zur Anmeldung direkt per E-Mail an den Verein unter tv-kalbach@t-online.de wenden. Wer seinem Körper etwas Gutes tun und in einer motivierenden Gruppe durchstarten möchte, sollte sich rechtzeitig einen Platz sichern.

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Kalbach: Trickdiebstahl durch Amtsanmaßung

Symbolbild: Trickbetrüger am Werk

Gestern Nachmittag (14.06.2026) kam es zu einem Trickdiebstahl von Bargeld, nachdem sich zwei Personen als Polizeibeamte ausgaben. Die Polizei sucht nun Zeugen.

Nach aktuellen Erkenntnissen befand sich ein 62-Jähriger gegen 16:00 Uhr gemeinsam mit seinem Begleiter in der Heinrich-Lanz-Allee, als zwei Männer an ihn herantraten und sich als Zivilpolizisten ausgaben. Unter einem Vorwand und mit viel Kommunikationsgeschick begannen sie den Mann zu durchsuchen. Während einer der beiden den 62-Jährigen ablenkte, entwendete der andere das Bargeld aus dem Portemonnaie. Dies geschah so flüssig und schnell, dass es nicht sofort bemerkt wurde. Nach der fingierten „Kontrolle“ stiegen die beiden in einen Kleinwagen und fuhren davon.

Die Fachdienststelle hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Der Riedberg klingt gut! 20 Jahre Riedbergchor feiert Jubiläum

Jubiläumslogo Riedbergchor

Der Riedbergchor feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Gemeinsam mit dem noch jungen Stadtteil ist das Ensemble gewachsen, hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und bereichert das kulturelle Leben im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg sowie über die Stadtteilgrenzen hinaus. Ein runder Geburtstag, der 2026 mit einer Vielzahl von Konzerten und Aktionen gebührend zelebriert wird.

Von der Zukunftswerkstatt zum festen Kulturakteur

Die Wiege des Chores liegt im Jahr 2006. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt der evangelischen Riedberggemeinde wurden die damaligen Gemeindemitglieder und Riedberger gefragt, was sie sich von einer Kirchengemeinde wünschen. Die Antwort war eindeutig: Ein Chor muss her!

Unterstützt von der ansässigen Pfarrerin und dem ersten Chorleiter Friedrich Vette startete im November 2006 die Gründungsphase. Parallel zum rasanten Wachstum des neuen Stadtteils vergrößerte sich auch die Sängergemeinschaft:

  • Die Anfangsjahre: Im Frühjahr 2007 übernahm Barbara Köhler die Leitung bis 2009 und organisierte erste Konzerte.
  • Kirchenmusikalische Professionalisierung: Anfang 2010 folgte Nikolay Agarkov mit der Einrichtung einer hauptamtlichen kirchenmusikalischen Stelle. Neben der musikalischen Weiterentwicklung etablierte sich eine starke gesellige Komponente mit jährlichen Ausflügen.
  • Struktur und Gegenwart: Im Frühjahr 2015 übernahm Burcu Özcanyüz Seymen die musikalische Leitung. Im selben Sommer folgte der nächste Meilenstein: die Überführung in den eigenständigen Verein „Riedbergchor e.V.“, wobei die enge Kooperation und Probenarbeit mit der Kirchengemeinde bis heute erfolgreich fortbestehen. Nach den coronabedingt ausgefallenen Feierlichkeiten zum 15-jährigen Bestehen blickt das aktuelle Ensemble aus 42 aktiven Mitgliedern nun voller Stolz auf zwei Jahrzehnte Chorgeschichte.

Einladung zum Highlight: Jubiläumskonzert „Rhythm of Life“

Das absolute Highlight des Jubiläumsjahres bildet das große Konzert unter dem Motto „Rhythm of Life“ am Samstag, den 20. Juni 2026 um 18:00 Uhr in der Aula des Gymnasiums Riedberg.

Unter der musikalischen Leitung von Burcu Özcanyüz Seymen erwartet die Besucher eine emotionale und energiegeladene Reise durch die Chorgeschichte. Das breit gefächerte Repertoire spiegelt die gelebte Vielfalt des Chores wider. Zu hören sind unter anderem:

  • „Adiemus“ von Karl Jenkins und „Baba Yetu“ von Christopher Tin
  • Ein „Gershwin Showcase“ mit Jazz- und Musicalklängen
  • John Rutters „Look at the World“, sowie die bekannten Pophits „Viva la Vida“ und „Fly Me to the Moon“.

Begleitet wird der Chor vom Kammerorchester Camerata Babylon, das 2025 von der Chorleiterin gegründet wurde. Der Eintritt zum Konzert ist frei, Spenden zur Unterstützung sind herzlich willkommen.

Riedbergchor - Aufstellung in Herzform

© Privat

Weitere Termine im Jubiläumsjahr

Wer das Jubiläum miterleben möchte, hat im Laufe des Jahres noch mehrfach die Gelegenheit dazu – ebenfalls jeweils bei freiem Eintritt:

  • Mittwoch, 24.06.2026 (19:00 Uhr): Benefizkonzert zugunsten des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. in der Katharinenkirche an der Hauptwache.
  • Samstag, 29.08.2026 (ab 15:00 Uhr): „SingAlong und Sommerlaune“ in der Kirche der evangelischen Riedberggemeinde.
  • Sonntag, 06.12.2026: Traditionelles Adventskonzert in der Kirche der evangelischen Riedberggemeinde.

Erleben Sie die Begeisterung und feiern Sie mit einem der dynamischsten musikalischen Akteure unserer Gemeinschaft!

Riedbergchor - Aufstellung vor Wand

© Thabea Hübsch

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Zukunft ungewiss: Das zähe Ringen um den ehemaligen Campingplatz an der Sandelmühle

Behelfs-Brück mit Zaun davor

Der Campingplatz an der Sandelmühle im Mertonviertel (Heddernheim), einst ein beliebter Anlaufpunkt und der letzte seiner Art auf Frankfurter Stadtgebiet, ist seit rund 3 Jahren geschlossen. Während das verlassene Gelände zunehmend verwildert und Anwohner über unhaltbare Zustände sowie eine nächtliche Partyszene klagen, herrscht hinter den Kulissen ein kompliziertes Geflecht aus Eigentümerwechseln, einer Insolvenz und behördlichen Auflagen, so dass eine Wiedereröffnung in weite Ferne rückt.

Verwicklungen um Eigentum und Insolvenz

Das rund 20.000 Quadratmeter große Areal war ursprünglich aufgeteilt: Eine Hälfte gehört der Stadt Frankfurt, die andere befand sich im Privatbesitz des vormaligen Betreibers, der den Platz Anfang 2024 aus Altersgründen stilllegte. Dieser Teil wurde an die Gesellschaft „City Camp Frankfurt“ verkauft. Deren österreichischer Hauptinvestor beabsichtigte fälschlicherweise, dort Wohnungen zu errichten, ohne den strengen Schutz des Frankfurter Grüngürtels zu berücksichtigen. Nachdem sich der Investor zurückgezogen hatte, meldete die City Camp Frankfurt im Februar 2026 Insolvenz an.

Dies traf vor allem den Frankfurter Unternehmer Patrick Melzer, der die privaten Flächen im Dezember 2025 gekauft hatte, um wieder einen Campingplatz mit integrierten Saunawagen zu betreiben. Da er noch nicht im Grundbuch eingetragen war, annullierte der Insolvenzverwalter den Vertrag, um das Grundstück zu einem höheren Preis zu veräußern. Zudem machte die Stadt Frankfurt für 1.000 Quadratmeter dieses privaten Areals ein Vorkaufsrecht geltend.

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City Camp an der Sandelmühle

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City Camp an der Sandelmühle 50.163896, 8.650274

Flächenverlust durch Urselbach-Renaturierung

Unabhängig vom Verkauf steht fest, dass ein zukünftiger Campingplatz nur noch maximal die Hälfte der ursprünglichen Fläche umfassen würde. Die Stadt Frankfurt hat die Pachtverträge für ihren nördlichen Teil dauerhaft gekündigt. Dieser Bereich wird für die ökologische Renaturierung des Urselbachs sowie den Rückbau des Eschersheimer Wehrs benötigt – eine Ausgleichsmaßnahme der Deutschen Bahn für den dreigleisigen und viergleisigen S6-Ausbau nach Bad Vilbel.

Nach langen Verzögerungen starteten die Arbeiten im Januar 2025. Hierbei wird der Bach aus seiner Betonröhre befreit und erheblich verbreitert, um ein naturnahes Ökosystem zu schaffen. Die Fertigstellung ist für den Jahreswechsel 2026/2027 vorgesehen.

Forderung nach Rundem Tisch und rechtliche Hürden

Da die beteiligten Behörden die Verantwortung seit Jahren gegenseitig abschieben, forderte der Ortsbeirat 8 kürzlich die Einrichtung eines runden Tisches mit allen Akteuren, um das Projekt im Einvernehmen mit den Anwohnern voranzubringen. Der Magistrat wies dies jedoch zurück und betonte, dass eine öffentliche Diskussion ohne konkrete Anträge nicht zielführend sei.

Zwar hofft die Ortspolitik weiterhin auf eine Reaktivierung des Campingplatzes auf den verbleibenden Flächen, doch das Planungsdezernat bremst: Da das Areal im Gewässerrandstreifen liegt und durch die Umgestaltung fast vollständig zum Überschwemmungsgebiet wird, stehen natur- und wasserschutzrechtliche Interessen einer erneuten gewerblichen Nutzung entgegen. Für eine Wiedereröffnung wäre ein völlig neues, komplexes Genehmigungsverfahren notwendig, weshalb eine Rückkehr der Camper an die Sandelmühle äußerst unwahrscheinlich bleibt.

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Wie steht es um den Glasfaserausbau in Kalbach-Riedberg?

Glasfaserausbau entlang der Straße

Schon 2022 hat die damalige Bundesregierung die Gigabitstrategie und den damit einhergehenden Ausbau von Glasfaser-Internet beschlossen. Doch im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg lässt das schnelle Internet teilweise noch auf sich warten. 

Verzögerungen trotz fortgeschrittenem Ausbau

2023 begann der flächendeckende Ausbau von Glasfaserkabeln in Kalbach. Dort sind inzwischen auch die meisten Haushalte anschlussbereit, doch die finale Anbindung durch die Telekom verzögert sich erheblich. Auf Anfrage des Magistrats teilte die Telekom mit, „dass der Ausbau noch fehlender Glasfaserarbeiten in Kalbach witterungsabhängig Ende Februar beginnen und bis zur Jahresmitte 2026 abgeschlossen sein soll”.

Auch am Riedberg wurden bereits Trassen verlegt, deren weiterer Ausbau sich jedoch witterungsbedingt verzögern könnte. Die Telekom kommuniziert für den Riedberg einen Ausbauzeitraum bis Frühjahr 2027. Kunden, die einen Auftrag erteilt haben, können den Termin des Ausbaus im Gasfaserportal der Telekom überprüfen. 

Auch in anderen Stadtteilen zieht sich der Ausbau

Auf der Seite https://frankfurt.de/themen/digitalisierung/glasfaserausbau kann man den aktuellen Stand des Glasfaserausbaus der Stadtteile in Frankfurt einsehen. Während der Ausbau beispielsweise am Flughafen Frankfurt, in der Innenstadt und im Ostend abgeschlossen ist, sieht es in den meisten Stadtteilen anders aus. Zehn Stadtteile, darunter auch Kalbach-Riedberg, befinden sich aktuell im Ausbau. In Bonames und 16 anderen Stadtteilen ist ein Ausbau geplant, hat aber noch nicht begonnen. Mit Niederursel, Harheim und Nieder-Erlenbach befinden sich drei Stadtteile noch in Verhandlung mit verschiedenen Anbietern. 

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Photovoltaikanlagen für Frankfurter Schuldächer: Stadt und Mainova statten 3 weitere Schulen aus

Photovoltaik-Anlage

Auf den Dächern der Marie-Curie-Schule, der Grundschule Kalbach und der Carlo-Mierendorff-Schule wurden neue Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen. So wird zusätzliche Energie gewonnen und die Schulen werden nachhaltiger versorgt. In der Marie-Curie-Schule und der Carlo-Mierendorff-Schule erzeugen die Anlagen rund 50 % des Jahresstromverbrauchs. In der Grundschule Kalbach sind es rund 25 %. Die genaue Stromerzeugung hängt dabei aber immer von der tatsächlichen Solareinstrahlung des Betrachtungsjahres ab.

Alle drei Anlagen wurden von der AHS Solar errichtet und werden von der Mainova betrieben. Die Anlage der Marie-Curie-Schule erzeugt 263 Kilowatt-Peak (kWp), an der Grundschule Kalbach sind es 29,7 kWp und an der Carlo-Mierendorff-Schule 75,6 kWp. Die drei Anlagen zusammen können bilanziell den Stromverbrauch von etwa 82 Vier-Personen-Haushalten erzeugen. Der Jahresstromverbrauch von 4 Personen im Einfamilienhaus, ohne elektrische Warmwasserbereitung, liegt bei durchschnittlich 3.800 Kilowattstunden pro Jahr.

„Wenn wir unsere gesetzten Klimaziele erreichen wollen, spielen die öffentlichen Gebäude der Stadt dabei eine entscheidende Rolle. Daher setzen wir darauf, auf möglichst allen Schuldächern Photovoltaikanlagen zu installieren. Ich freue mich, dass wir nun in Zusammenarbeit mit der Mainova AG drei weitere Schulen ausstatten konnten. Für die Schulgemeinden ist es ein doppelter Gewinn – das Gebäude wird nachhaltiger mit Energie versorgt und das Thema Nachhaltigkeit kann anschaulich mit den Schülern bearbeitet werden. So schaffen wir ein Bewusstsein für Klimaschutz schon bei den Jüngeren“, sagte die Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen.

Martin Giehl, Vorstandsmitglied der Mainova, ergänzt: „Der Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden ist ein wesentlicher Bestandteil einer zukunftsfähigen Energieversorgung in Frankfurt. Gemeinsam mit der Stadt erschließen wir vorhandene Dachflächen konsequent für die klimafreundliche Stromerzeugung und unterstützen sie dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Jede neue Solaranlage auf einem Schuldach bringt uns auf diesem Weg einen Schritt weiter.“

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