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Photovoltaikanlagen für Frankfurter Schuldächer: Stadt und Mainova statten 3 weitere Schulen aus

Photovoltaik-Anlage

Auf den Dächern der Marie-Curie-Schule, der Grundschule Kalbach und der Carlo-Mierendorff-Schule wurden neue Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen. So wird zusätzliche Energie gewonnen und die Schulen werden nachhaltiger versorgt. In der Marie-Curie-Schule und der Carlo-Mierendorff-Schule erzeugen die Anlagen rund 50 % des Jahresstromverbrauchs. In der Grundschule Kalbach sind es rund 25 %. Die genaue Stromerzeugung hängt dabei aber immer von der tatsächlichen Solareinstrahlung des Betrachtungsjahres ab.

Alle drei Anlagen wurden von der AHS Solar errichtet und werden von der Mainova betrieben. Die Anlage der Marie-Curie-Schule erzeugt 263 Kilowatt-Peak (kWp), an der Grundschule Kalbach sind es 29,7 kWp und an der Carlo-Mierendorff-Schule 75,6 kWp. Die drei Anlagen zusammen können bilanziell den Stromverbrauch von etwa 82 Vier-Personen-Haushalten erzeugen. Der Jahresstromverbrauch von 4 Personen im Einfamilienhaus, ohne elektrische Warmwasserbereitung, liegt bei durchschnittlich 3.800 Kilowattstunden pro Jahr.

„Wenn wir unsere gesetzten Klimaziele erreichen wollen, spielen die öffentlichen Gebäude der Stadt dabei eine entscheidende Rolle. Daher setzen wir darauf, auf möglichst allen Schuldächern Photovoltaikanlagen zu installieren. Ich freue mich, dass wir nun in Zusammenarbeit mit der Mainova AG drei weitere Schulen ausstatten konnten. Für die Schulgemeinden ist es ein doppelter Gewinn – das Gebäude wird nachhaltiger mit Energie versorgt und das Thema Nachhaltigkeit kann anschaulich mit den Schülern bearbeitet werden. So schaffen wir ein Bewusstsein für Klimaschutz schon bei den Jüngeren“, sagte die Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen.

Martin Giehl, Vorstandsmitglied der Mainova, ergänzt: „Der Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden ist ein wesentlicher Bestandteil einer zukunftsfähigen Energieversorgung in Frankfurt. Gemeinsam mit der Stadt erschließen wir vorhandene Dachflächen konsequent für die klimafreundliche Stromerzeugung und unterstützen sie dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Jede neue Solaranlage auf einem Schuldach bringt uns auf diesem Weg einen Schritt weiter.“

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Beschleunigung des Ausbaus von Photovoltaik-Anlagen

Photovoltaik

Die Stadtverordnetenversammlung hat heute über einen Antrag der Grünen, SPD, FDP und Volt zu Beschleunigung des Ausbaus von Photovoltaik- und/oder Solarthermie-Anlagen auf privaten Dachflächen zu beschließen.

So schnell wie möglich ist das Potenzial aller dafür geeigneten privaten Dachflächen in Frankfurt auszuschöpfen. Die Klimaschutz-Initiative Riedberg dokumentiert auf ihrer Homepage mit dem Solaranlagen-Neubauticker wie schnell der Ausbau voranschreitet.

Sinnvoll wäre es, wenn eine gebündelte Informations- und Beratungsseite im Internet für interessierte Bürger von der Stadtverwaltung aufgebaut würde. Auch kleine Messeveranstaltungen oder Informationsmobile, die durch die Frankfurter Stadtteile ziehen, könnten das Wissen über die Photovoltaik und die Solarthermie direkt zu den Bürgern bringen.

Ergänzend dazu sollten Förderprogramme aufgelegt werden, damit mehr Menschen sich für eine Photovoltaikanlage auf ihrem Hausdach entscheiden. Auch die Einbindung von Stromspeichern sollte Teil des Förderungsumfangs sein. Zuerst müsste allerdings ein gut verständliches Antragssystem über ein Internetportal aufgebaut werden.

Auch die geltenden Satzungen und Bebauungspläne, die für den Bau von Photovoltaik und Solarthermieanlagen, relevant sind, sollten bürgernah überarbeitet werden. Auf diese Weise könnten Einstiegsbarrieren deutlich reduziert werden.

Aber nicht nur bei den privaten Immobilienbesitzern könnten mehr Dächer genutzt werden, sondern auch bei den städtischen Beteiligungsgesellschaften und den sonstigen öffentlichen Gebäuden ist noch Potenzial. Die Solargruppe der Klimaschutz-Initiative Riedberg hat hierzu bereits eine umfangreiche Liste relevanter Gebäude erstellt und dem Energiereferat übermittelt.

Alle diese Maßnahmen erfordern auf städtischer Seite eine adäquate Personalausstattung. Was nicht mit eigenen Kräften bewältigt werden kann, sollte gegebenenfalls an Dienstleister übertragen werden. Der Riedberg mit seinen modernen Gebäudestrukturen gäbe ein gutes Pilotprojekt ab, um unterschiedliche Verpachtungsmodelle auf ihre Eignung hin zu vergleichen.

Nur wenn solche Initiativen zielorientiert, nachhaltig und konsequent verfolgt werden, besteht die Chance, die Stadt Frankfurt spätestens bis 2035 zur Klimaneutralität zu entwickeln. Durch eine konsequente Öffentlichkeitsarbeit kann die Bevölkerung motiviert werden, bei diesem Vorhaben mitzuziehen, um das Photovoltaikpotenzial der Dachflächen in Frankfurt optimal auszuschöpfen.

Die Klimaschutz-Initiative Riedberg wird die Entwicklung aktiv und kritisch verfolgen. Dabei versteht sie sich als Ideengeber, als Ansprechpartner sowie als Multiplikator für alle engagierten und solarinteressierten Bürger in dieser Stadt.

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