„Krautschau“ auf dem Riedberg – mit dem Handy auf botanischer Spurensuche

Symbolbild einer Straße in Frankfurt mit Unkraut

Am Samstag, den 28. Juni, um 17 Uhr, lädt die Klimaschutz-Initiative Riedberg e. V. alle Naturinteressierten zu einer ganz besonderen Entdeckungstour ein: der Krautschau. Treffpunkt ist der Riedbergplatz, von wo aus es gemeinsam losgeht – mit wachen Augen, einem Smartphone in der Hand und viel Neugier im Gepäck.

Überregionale Aktion

Was auf den ersten Blick vielleicht klingt wie eine skurrile Wortschöpfung, ist in Wirklichkeit eine deutschlandweite Aktion, bei der die oft übersehene Pflanzenwelt in unseren Städten ins Rampenlicht rückt. Auf Gehwegen, an Straßenrändern und zwischen Pflastersteinen wächst eine erstaunlich vielfältige Flora – sie wird im Alltag meist übersehen, ist aber Teil eines wichtigen städtischen Ökosystems. Genau hier setzt die Krautschau an: Sie möchte Menschen dafür sensibilisieren, wie viel Leben auch im scheinbar Unscheinbaren steckt.

Geleitet wird die Veranstaltung auf dem Riedberg von Bettina und Mane, zwei ehrenamtlich engagierten Naturbegeisterte, die ihr Wissen und ihre Begeisterung für Wildpflanzen gerne teilen. Es ist faszinierend, was alles wächst, wenn man genauer hinsieht – und das mitten in der Stadt. Viele Pflanzen, die wir als »Unkraut« abtun, haben spannende Geschichten, ökologische Bedeutung und sind oft sogar essbar oder heilkräftig.

Nutzung von Handy und Apps

Ein zentrales Werkzeug der Krautschau ist die kostenlose App „Flora Incognita“, mit der sich Pflanzen einfach per Foto bestimmen lassen. Wer mitmachen möchte, braucht daher lediglich ein Smartphone mit installierter App und Lust, genauer hinzuschauen. Gemeinsam werden die Teilnehmenden Wildpflanzen suchen, bestimmen und dokumentieren – ganz nebenbei entsteht so auch ein Beitrag zur Biodiversitätsforschung.

Die Krautschau ist Teil einer bundesweiten Mitmachaktion, initiiert von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und dem Naturkundemuseum Berlin. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung von Stadtnatur zu schärfen und wissenschaftliche Daten über die Verbreitung von Wildpflanzen zu sammeln. Auch wer nicht bei der Führung dabei sein kann, ist eingeladen, auf eigene Faust Pflanzen zu entdecken und über die App zu erfassen.

Naturbildung vor Ort

Für den Riedberg ist die Veranstaltung ein schönes Beispiel dafür, wie Naturbildung, Umweltbewusstsein und moderne Technik Hand in Hand gehen können. Die Klimaschutz-Initiative Riedberg e. V. möchte mit dieser Aktion nicht nur für mehr Achtsamkeit im Umgang mit unserer Umgebung werben, sondern auch zeigen, wie spannend und lehrreich Naturschutz direkt vor der Haustür sein kann.

Ob Familien mit Kindern, Senioren, Studierende oder einfach neugierige Spaziergänger – alle sind herzlich eingeladen, bei der Krautschau mitzumachen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Infos zur Aktion und wie sie genau abläuft, finden Sie im Internetauftritt der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung (https://www.senckenberg.de/de/krautschau/) und auf der Webseite der Klimaschutz-Initiative-Riedberg e. V. (https://www.klimaschutz-initiative-riedberg.de/blog/).

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Sanierung der Bastionen und Stützwände in der Römerstadt

Bastion in der Römerstadt

Die Bastionen und Stützwände in der Römerstadt, ein markantes Beispiel für das „Neue Frankfurt“, werden derzeit denkmalgerecht saniert.

Diese Maßnahme kommt nach über 25 Jahren des Wartens und ist Teil der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des »Neuen Frankfurt«, das in der gesamten Stadt mit Ausstellungen und Veranstaltungen gewürdigt wird.

Historische Bedeutung der Römerstadt

Die fast zwei Kilometer lange Mauer mit ihren halbrunden Bastionen wurde in den 1920er-Jahren unter der Leitung des Städteplaners Ernst May errichtet. Diese Bauwerke sind nicht nur architektonisch bedeutsam. Die Bastionen sind strategisch entlang der Uferlinien platziert und bestehen aus robusten Materialien.

Ihre Form und Struktur sind darauf ausgelegt, den Druck des Wassers abzufangen. Sie wurden im Rahmen der städtischen Hochwasserschutzmaßnahmen entwickelt. Früher sorgten immer wieder Hochwasser der Nidda für Überschwemmungen der umliegenden Landschaften.

Neben ihrer Schutzfunktion bieten die Bastionen auch Freiflächen und Grünanlagen, die den Bewohnern und Besuchern der Stadt zur Erholung dienen.

Sie bilden den südlichen Abschluss der Römerstadt zum Landschaftsraum der Nidda und stehen seit 1971 unter Denkmalschutz. Sie gelten als bedeutendes Beispiel für Bauten aus Eisenbeton und waren ein wichtiger Bestandteil des städtebaulichen Gesamtkonzepts. Die Sanierung ist daher ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des baukulturellen Erbes von Frankfurt.

Ein Besuch dieser Bastionen bietet nicht nur einen Einblick in die Ingenieurskunst, sondern auch in die Geschichte des Hochwasserschutzes in Frankfurt.

Sanierungsdetails und Vorgehensweise

Bei der Sanierung kooperieren die Stadt Frankfurt und die ABG Frankfurt Holding. Während die eigentlichen Bastionen im Eigentum der Stadt stehen, gehören die Stützwände der ABG. Die Maßnahme wurde bereits 2020 in das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgenommen, zur Sicherstellung einer hohen baulichen Qualität.

Um eine denkmalgerechte Umsetzung zu gewährleisten, werden vorab Musterflächen angelegt. Der neue Deckputz wird dem historischen Putz nachempfunden, um die Originalsubstanz bestmöglich zu erhalten. Ziel der Sanierung ist eine substanzschonende Grunderneuerung, die die historische Integrität der Mauern wahrt.

Verkehrsmaßnahmen während der Sanierung

Im Zuge der Sanierungsarbeiten muss der Weg vor den Stützwänden und Bastionen gesperrt werden. Der Fuß- und Radverkehr wird auf einen südlicheren Weg umgeleitet, der entlang der Gärten verläuft. Zudem wird ein Teil des Parkplatzes in der Hadrianstraße für die Baustelleneinrichtung und Anlieferung gesperrt. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Sicherheit der Passanten während der Bauarbeiten zu gewährleisten.

Kooperation von Stadt Frankfurt und ABG Holding

Die Sanierung der Bastionen und Stützwände in der Römerstadt ist ein bedeutendes Projekt, das nicht nur die bauliche Substanz erhält, sondern auch das kulturelle Erbe Frankfurts würdigt. Nach Jahrzehnten des Wartens wird mit dieser Maßnahme ein wichtiger Schritt zur Aufwertung des Stadtteils unternommen.

Die Römerstadt, als Teil des historischen Erbes, wird damit für zukünftige Generationen erhalten und bleibt ein zentraler Bestandteil des Frankfurter Stadtbildes. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für Februar 2026 geplant, und die Stadtverwaltung sowie die ABG Frankfurt Holding setzen alles daran, die Sanierung so schnell und sorgfältig wie möglich durchzuführen.

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VdK startet große Ehrenamtsaktion „Alles geht zusammen“

Gruppenfoto: Alles geht zusammen

Am 12.06.2025 hat der Sozialverband VdK Deutschland die bundesweite Aktion „Alles geht zusammen“ ins Leben gerufen. Diese Initiative würdigt die über 60.000 ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Verbands und setzt ein starkes Zeichen für das Engagement in der Zivilgesellschaft. VdK-Präsidentin Verena Bentele betont die zentrale Rolle des Ehrenamts für eine lebendige Demokratie: „Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Jeder Einsatz zählt – sei es in der Nachbarschaftshilfe, im Sportverein oder in der Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche.“

Auftaktveranstaltung und Podiumsdiskussion

Die Auftaktveranstaltung fand im Berliner Kino „Delphi Lux“ statt, wo Frau Bentele zusammen mit Katarina Peranić, vom Vorstand der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, über die Bedeutung des Ehrenamts diskutierte. Frau Peranić unterstrich, dass eine vielfältige und kritische Zivilgesellschaft besonders in bewegten Zeiten wichtig ist, um den gesellschaftlichen Wandel aktiv zu gestalten.

Frau Bentele forderte die Aufnahme des Ehrenamts ins Grundgesetz, um nicht nur die Motivation der Bürger zu stärken, sondern auch den Staat zu verpflichten, das Ehrenamt aktiv zu fördern und zu schützen. In einigen Bundesländern, wie Hessen und Bayern, ist das Ehrenamt bereits als Staatsziel in die Landesverfassungen aufgenommen worden.

Ehrenamtskarte und Gleichstellung

Ein zentrales Anliegen des VdK ist die flächendeckende Einführung einer Ehrenamtskarte mit bundesweiten Vergünstigungen, um die unterschiedlichen regionalen Bedingungen auszugleichen. Zudem soll die Unterstützung von Frauen auf dem Weg in ehrenamtliche Leitungsfunktionen verstärkt werden, da derzeit nur etwa jede fünfte engagierte Frau eine solche Position einnimmt, während es bei Männern knapp jeder Dritte ist. Bentele fordert daher Angebote zur Förderung echter Gleichstellung in Leitungsfunktionen.

Filme und neue Website

Im Rahmen der Veranstaltung wurden erstmals Filme präsentiert, die die Aktion „Alles geht zusammen“ begleiten. Diese Filme porträtieren ehrenamtlich engagierte Mitglieder und zeigen die vielfältige Arbeit des VdK. Zudem wurde die neue Website zur Aktion freigeschaltet, auf der alle Filme und weitere Informationen zum Ehrenamt des VdK abrufbar sind.

Ein Zeichen für das Ehrenamt in Deutschland

Die Aktion „Alles geht zusammen“ des VdK ist ein bedeutendes Zeichen für das Ehrenamt in Deutschland. Sie würdigt nicht nur das Engagement der Mitglieder, sondern ruft auch dazu auf, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

In einer Zeit, in der die Herausforderungen in der Gesellschaft zunehmen, ist das Ehrenamt wichtiger denn je. Der VdK setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement zu verbessern und die Bedeutung dieser wichtigen gesellschaftlichen Säule zu stärken.

Der VdK vor Ort

Mitglieder der Ortsgruppe Kalbach-Riedberg des VdK beraten Sie ehrenamtlich zu allen Fragen rund um Alter, Krankheit, Behinderung und Pflege. Die Beratung findet im Familienzentrum Billabong jeden 3. Dienstag im Monat von 15:30 Uhr bis 16:30 Uhr statt. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Kommen Sie einfach vorbei.


Weiterführende Links

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Aktuelles aus dem Stadtteillabor Kalbach-Riedberg

Stadtteillabor-Symbolbild: Menschen an einem Infostand

Die Stadtteillabore in unseren 4 Pilotstadtteilen Kalbach-Riedberg, Ginnheim, Höchst und dem Ostend sind offene Räume zum Mitreden und Mitmachen. Dort wird gemeinsam mit Bürgern und Bildungsakteuren beleuchtet, wie Bildung in Frankfurt funktioniert, wie Bildungsbarrieren aussehen und wie Zugänge zu Bildung verbessert werden können.

Dazu soll es unterschiedliche digitale und analoge Formate und Aktionen mit Teilnahmemöglichkeiten für alle Bürger geben – von Kindern bis hin zu Senioren.

Auftaktveranstaltung

Als Auftakt ist eine Stadtteiltour geplant, bei der man mit Bürgern ins Gespräch über Bildungsthemen kommt – und das direkt an den Orten, an denen sie sich im Alltag aufhalten.

Am Riedberg wird am Mittwoch, den 18.06.2025 von 10 Uhr bis 16 Uhr ein Pavillon/Infostand auf dem Riedbergplatz stehen. Sie sind herzlich eingeladen den Stand zu besuchen! Gleichzeitig besucht ein mobiles Team unterschiedliche Stationen und Einrichtungen im Stadtteil.

In Kalbach sind die Organisatoren am Donnerstag, den 03.07.2025 von 10 Uhr bis 16 Uhr mit ihrer mobilen Station unterwegs.

Was soll erreicht werden

Mit dem Programm „Bildungskommune“ setzt die Stadt Frankfurt einen besonderen Fokus auf Bildungsteilhabe und lädt Bürger sowie Akteure ein, gemeinsam an der Weiterentwicklung der Bildungslandschaft in ihrem Quartier zu arbeiten.


Weiterführende Links

  • https://frankfurt.de/bildungskommune
  • https://frankfurt.de/bildungskommune/veranstaltungen/stadtteillabore
  • https://frankfurt.de/bildungskommune/veranstaltungen/stadtteillabore/kalbach-riedberg
  • Postkarte Stadtteillabore
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Ausschreibung des Stadtteilpreises 2025

Verleihung Stadtteilpreis

Der Ortsbeirat 12, zuständig für den Stadtteil Kalbach-Riedberg, hat die Ausschreibung für den Stadtteilpreis 2025 bekannt gegeben. Dieser Preis richtet sich an alle Bürger, Vereine, Schulen und Initiativen, die sich aktiv für das soziale Zusammenleben im Ortsteil einsetzen.

Ziel des Stadtteilpreises

Der Stadtteilpreis soll Projekte und Ideen unterstützen, die das Miteinander und die Gemeinschaft im Ortsteil Kalbach-Riedberg fördern. Der Ortsbeirat ermutigt alle Interessierten, innovative Ansätze zu entwickeln, die zur Weiterentwicklung des sozialen Zusammenlebens beitragen. Durch diesen Preis wird nicht nur das Engagement der Bürger gewürdigt, sondern auch ein Anreiz geschaffen, sich aktiv in die Gestaltung des eigenen Stadtteils einzubringen.

Preisgeld und Vergabeverfahren

Für den Stadtteilpreis 2025 stellt der Ortsbeirat ein Preisgeld von 500 Euro zur Verfügung. Dieses Geld stammt aus den verfügbaren Haushaltsmitteln für Öffentlichkeitsarbeit und kann für verschiedene Projekte verwendet werden. Die Vergabe des Preises erfolgt in einer nicht öffentlichen Sitzung des Ortsbeirates, wobei eine Jury aus je einem Mitglied jeder Fraktion sowie den fraktionslosen Mitgliedern des Ortsbeirates für die Vorauswahl zuständig ist. Der Vorsitz der Jury wird innerhalb der Gruppe bestimmt. Es ist wichtig zu beachten, dass der Preis nicht zweimal in Folge an dieselbe Person oder Gruppe verliehen werden kann.

Die Übergabe des Preises an die Gewinner findet im Rahmen einer öffentlichen Ortsbeiratssitzung im Jahr 2026 statt, was die Bedeutung der Auszeichnung unterstreicht.

Bewerbungsmodalitäten

Interessierte haben bis zum 31.10.2025 Zeit, ihre Bewerbungen oder Vorschläge einzureichen. Diese sollten eine Kurzbeschreibung des Projekts oder der Idee enthalten und können entweder per Post an das Büro der Stadtverordnetenversammlung (Stichwort „Stadtteilpreis des Ortsbeirates 12“, Bethmannstraße 3, 60311 Frankfurt am Main) oder per eMail an ortsbeiraete@stadt-frankfurt.de gesendet werden.

Für weitere Informationen steht die Ortsvorsteherin Ulrike Neißner zur Verfügung. Sie kann unter der eMail-Adresse Ortsvorsteherin-Kalbach-Riedberg@web.de kontaktiert werden.

Einsatz für die Gemeinschaft

Der Stadtteilpreis 2025 bietet eine hervorragende Gelegenheit für die Bürger, ihre Kreativität und ihr Engagement für die Gemeinschaft unter Beweis zu stellen. Mit der Förderung von Projekten, die das soziale Miteinander stärken, leistet der Ortsbeirat einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Stadtteils.

Alle interessierten Bürger sind aufgerufen, ihre Ideen einzureichen und aktiv an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes mitzuwirken. Der Stadtteilpreis ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement und die Initiative der Menschen in unserer Nachbarschaft.

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Regionale Tageszeitungen – Ein unverzichtbares Medium

Eine Gruppe Zeitung lesender Personen

In Deutschland lesen knapp zwei Drittel der Bevölkerung regelmäßig regionale Tageszeitungen.

Eine aktuelle Studie der Score Media Group zeigt, dass 64 % der Menschen sich über die Geschehnisse in ihrer Region und der Welt informieren, indem sie auf gedruckte Ausgaben, E-Paper oder Online-Artikel zugreifen. Diese Zahlen verdeutlichen die anhaltende Relevanz regionaler Medien in einer Zeit, in der digitale Formate zunehmend dominieren.

Hohe Nachfrage nach regionalen Informationen

Die Studie „Zeitungsfacetten 2024“ belegt, dass 81 % der zahlenden Online-Nutzer ihre regionale Tageszeitung im Abo lesen. Dies zeigt, dass die Leser bereit sind, für qualitativ hochwertige Berichterstattung zu zahlen. Der Hauptgrund für die Nutzung regionaler Tageszeitungen bleibt die Bereitstellung relevanter Informationen aus der eigenen Region. Über 76 % der befragten Online-Nutzer bestätigen, dass sie gerade diese Informationen schätzen. Selbst unter den Gratis-Nutzern sind 70 % bereit, für aktuelle Nachrichten zu bezahlen.

Die Bedeutung regionaler Tageszeitungen geht jedoch über die bloße Informationsversorgung hinaus. 68 % der Leser sind der Meinung, dass diese Medien ihrer Region eine Stimme geben, während 63 % sie als wertvollen Beitrag zur freien Meinungsbildung ansehen. Rund 61 % der Befragten halten sie für unverzichtbar für die Demokratie. Diese Zahlen verdeutlichen, dass regionale Tageszeitungen nicht nur Informationsquellen sind, sondern auch eine zentrale Rolle in der Gesellschaft spielen.

Digitale Angebote und Nutzungstrends

Die Studie zeigt auch, dass die Nutzung digitaler Angebote weiterhin auf Wachstumskurs ist. Print- und Online-Angebote werden mittlerweile gleich häufig genutzt, wobei 44 % der Befragten wöchentlich auf beide Formate zugreifen. Besonders das E-Paper erfreut sich wachsender Beliebtheit: 33 % der Leser nutzen es regelmäßig, was einem Anstieg von 9 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Die digitalen Angebote erweitern zudem die Kontaktmöglichkeiten, insbesondere in den Abendstunden. Während die Nutzung am Morgen zwischen 7:00 Uhr und 9:00 Uhr ihren Höhepunkt erreicht, greifen die Leser zwischen 17:00 Uhr und 20:00 Uhr verstärkt auf Online-Inhalte zu. Diese Trends zeigen, dass die Leser zunehmend flexibel in ihrer Informationsaufnahme sind und digitale Formate einen wichtigen Platz im Alltag einnehmen.

Wichtige Rolle in einer funktionierenden Demokratie

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass regionale Tageszeitungen in Deutschland eine zentrale Rolle für die lokale Berichterstattung und die Meinungsbildung spielen. Die hohe Nachfrage nach relevanten Informationen und die Bereitschaft, dafür zu zahlen, unterstreichen die Wichtigkeit dieser Medien. In einer Zeit, in der Informationen schnell und oft unüberprüft verbreitet werden, bieten regionale Tageszeitungen eine vertrauenswürdige Quelle, die den Lesern nicht nur Informationen, sondern auch ein Gefühl der Gemeinschaft und Identität vermittelt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Leser die Bedeutung dieser Medien für die Demokratie und die Gesellschaft insgesamt erkennen und schätzen.

Werbung in eigener Sache

Falls auch Sie Lust haben, über lokale Ereignisse zu schreiben, funken Sie uns an unter mail@main-riedberg.de. Wir freuen uns über Verstärkung in unserem Team.

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Der Hessentag in Bad Vilbel steht bevor

Beach-Feeling mit Riesenrad

Ein Fest der Vielfalt und Tradition

Der 62. Hessentag steht vor der Tür und wird vom 13. bis 22. Juni in Bad Vilbel, das bekannt ist für seine malerische Altstadt und die berühmten Mineralquellen, stattfinden.

Dieses bedeutende Fest, das in jedem Jahr in einer anderen Stadt in Hessen gefeiert wird, zieht Besucher aus der gesamten Region an und bietet eine einmalige Gelegenheit, die kulturelle Vielfalt und die Traditionen des Bundeslandes zu erleben.

Die Ursprünge des Hessentags gehen auf die hessischen Heimatfeste der 1950er Jahre zurück. Diese Feste sollten die regionale Identität stärken und die kulturellen Besonderheiten der einzelnen Städte hervorheben. Mit der offiziellen Gründung des Hessentags im Jahr 1961 wurde das Fest institutionalisiert und erhielt einen festen Platz im Veranstaltungskalender des Landes.

Spitzendenkmal Bad Vilbel

Hessentag in Bad Vilbel ist spitze!

Historie

Bad Vilbel war bereits in der Vergangenheit Gastgeber des Hessentags. Der letzte Hessentag fand 1997 statt, und die Stadt konnte damals mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Attraktionen begeistern.

Ursprünglich war der Hessentag in Bad Vilbel für das Jahr 2020 geplant. Doch musste die Veranstaltung aufgrund der gesundheitlichen Risiken durch die Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen im öffentlichen Leben abgesagt werden.

Gartenkunst

Gartenkunst

Ein umfangreiches Programm

Das diesjährige Programm verspricht, sowohl Einheimische als auch Touristen zu begeistern. Über 200 Veranstaltungen sind geplant, darunter Konzerte, Ausstellungen, Workshops und kulinarische Angebote.

Zum Abschluss des Hessentages wird am 22. Juni ein Festumzug veranstaltet, der durch die Straßen der Stadt zieht und die verschiedenen Regionen Hessens präsentiert.

Besondere Highlights sind die Konzerte namhafter Künstler, die auf mehreren Bühnen auftreten werden. Von regionalen Bands bis hin zu bekannten Musikern – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Auch die traditionelle hessische Folklore wird nicht zu kurz kommen, mit Auftritten von Trachtengruppen und Volkstanzaufführungen.

Kneippbecken

Kneippbecken

Kulinarische Köstlichkeiten

Ein weiterer Höhepunkt des Hessentags ist das gastronomische Angebot. Zahlreiche Stände und Restaurants werden regionale Spezialitäten anbieten, darunter Handkäse mit Musik, Äppelwoi und die berühmte Frankfurter Grüne Soße. Besucher haben die Möglichkeit, die Vielfalt der hessischen Küche zu entdecken und sich von den kulinarischen Köstlichkeiten verführen zu lassen.

Riesenrad auf dem Hessentag

Das Riesenrad

Familienfreundliche Aktivitäten

Der Hessentag ist ein Fest für die ganze Familie. Für die kleinen Besucher gibt es ein umfangreiches Kinderprogramm mit Spielstationen, Bastelaktionen und Mitmachangeboten. Ein großer Kinderbereich wird eingerichtet, um sicherzustellen, dass auch die jüngsten Gäste auf ihre Kosten kommen.

Zudem wird es zahlreiche Informationsstände geben, die über die verschiedenen Städte und Regionen Hessens informieren. Hier können Besucher mehr über die kulturellen Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten der einzelnen Orte erfahren.

Nachhaltigkeit im Fokus

In diesem Jahr wird auch das Thema Nachhaltigkeit großgeschrieben. Die Veranstalter haben sich zum Ziel gesetzt, den Hessentag umweltfreundlicher zu gestalten. So werden beispielsweise wiederverwendbare Becher für Getränke angeboten und Mülltrennungssysteme aufgestellt, um die Abfallmenge zu reduzieren. Zudem wird auf regionale Produkte und nachhaltige Lieferketten geachtet.

Bad Vilbel - Stadt der Quellen

Bad Vilbel – Stadt der Quellen

Ausblick und Vorfreude

Der Hessentag in Bad Vilbel verspricht ein unvergessliches Erlebnis zu werden. Die Kombination aus Kultur, Tradition, Kulinarik und Familienfreundlichkeit macht das Event zu einem besonderen Highlight im hessischen Veranstaltungskalender. Die Stadt Bad Vilbel freut sich darauf, Besucher aus nah und fern willkommen zu heißen und gemeinsam mit ihnen zu feiern. Es lohnt sich, die Website des Hessentags und lokale Medien zu verfolgen, um nichts zu verpassen. Seien Sie dabei, wenn Bad Vilbel für 10 Tage zum Zentrum hessischer Lebensfreude wird!


Weiterführende Links

 

 

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Nachbarschaftshilfe im Gehirn

Auditory Cortex

Am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) wurde eine bedeutende Entdeckung über die Funktionsweise des Gehirns veröffentlicht. Forschende der Universitätsmedizin Mainz, des FIAS und der Hebrew University in Jerusalem haben herausgefunden, wie sich neuronale Netzwerke im Gehirn reorganisieren können, wenn Nervenzellen verloren gehen.
Diese Erkenntnisse könnten wichtige Impulse für die Forschung zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson geben.

Hintergrund

Nervenzellen, auch Neuronen genannt, sind die Grundbausteine des Gehirns. Sie sind entscheidend für alle geistigen und körperlichen Funktionen, wie Denken, Fühlen und Bewegung. Im Laufe des Lebens können Neuronen aus verschiedenen Gründen absterben, etwa durch Alterungsprozesse, Gifte wie Alkohol, Drogen, oder neurodegenerative Erkrankungen.

Im Gegensatz zu anderen Körperorganen, die alte oder beschädigte Zellen regelmäßig ersetzen, ist die Neubildung von Neuronen im Gehirn sehr eingeschränkt. Besonders in der Großhirnrinde, die für komplexe Denkprozesse verantwortlich ist, ist diese Fähigkeit stark limitiert. Dennoch zeigt das Gehirn oft eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Verlust von Nervenzellen.

Die Entdeckung

Um herauszufinden, wie das Gehirn mit dem Verlust von Neuronen umgeht, untersuchte das Forschungsteam neuronale Netzwerke im »Auditorischen Kortex«, der für die Verarbeitung von Geräuschen zuständig ist. Sie entdeckten, dass sich die Aktivitätsmuster im Gehirn bei einem gezielten Verlust von Nervenzellen zunächst destabilisieren. Dies zeigt, dass die neuronalen Netzwerke in einem empfindlichen Gleichgewicht sind.

Bereits nach wenigen Tagen konnten die Forscher beobachten, dass sich ähnliche Aktivitätsmuster neu bildeten. Nervenzellen, die zuvor nicht aktiv waren, übernahmen die Aufgaben der verlorenen Neuronen. Dieser Mechanismus könnte eine wichtige Rolle bei der Kompensation von Nervenzellverlusten im Alter oder bei neurodegenerativen Erkrankungen spielen.

Bedeutung der Forschung

Die Ergebnisse dieser Studie können dazu beitragen, neue Ansätze zur Unterstützung der neuronalen Reorganisation im Gehirn zu entwickeln. Simon Rumpel, Leiter der Arbeitsgruppe »Systemische Neurophysiologie« an der Universitätsmedizin Mainz, betont, dass das Verständnis dieser Mechanismen für die Forschung zu natürlichen Alterungsprozessen und neurodegenerativen Erkrankungen von großer Bedeutung ist.

Die Entdeckung, dass das Gehirn in der Lage ist, sich nach dem Verlust von Nervenzellen neu zu organisieren, ist ein wichtiger Fortschritt im Verständnis der Gehirnfunktion. Diese Erkenntnisse könnten zukünftig helfen, neue Therapien für neurodegenerative Erkrankungen zu entwickeln und die Resilienz des Gehirns zu fördern.


Bildinformation
Mikroskopisches Bild aus dem Bereich des Gehirns einer Maus, der für die Verarbeitung akustischer Reize zuständig ist. Nervenzellen sind grün gefärbt; so kann die neuronale Aktivität gemessen werden. Die Zellkörper sind rot markiert. Der Bildausschnitt entspricht etwa einem Drittel Millimeter. Quelle: © AG Rumpel, Universitätsmedizin Mainz.

Publikation und Kontaktinformationen
Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience veröffentlicht. Für weitere Informationen stehen folgende Kontakte zur Verfügung:

Prof. Dr. Matthias Kaschube
Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
Tel.: +49 69 798 47521
eMail: kaschube@fias.uni-frankfurt.de

Dr. Anja Störiko
FIAS-Pressestelle
Tel.: +49 (0)69 798 47507
eMail: stoeriko@fias.uni-frankfurt.de

Frankfurt Institute for Advanced Studies
Das FIAS ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung in Frankfurt am Main, die sich mit komplexen naturwissenschaftlichen Themen beschäftigt. Es arbeitet an der Schnittstelle von theoretischen Naturwissenschaften, Computerwissenschaften, KI-Systemen sowie Lebens- und Neurowissenschaften. https://fias.institute/

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Neue Methode zur Analyse von Molekülbewegungen

CryoSBI am FIAS

Am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) wurde eine innovative Methode vorgestellt, die es Wissenschaftlern ermöglicht, die Bewegungen von Molekülen schneller und genauer zu analysieren. Diese Technik wurde von Forschern des FIAS in Zusammenarbeit mit dem New Yorker Flatiron Institute entwickelt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis der Funktionen von Biomolekülen wie Proteinen und DNA zu erlangen.

Hintergrund

Biomoleküle sind flexibel und bewegen sich ständig, was für ihre Funktionalität entscheidend ist. Bisher konnten moderne Elektronenmikroskope nur statische Bilder dieser Moleküle aufnehmen, indem sie die Moleküle einfrieren. Diese Bilder sind oft von „Rauschen“ betroffen und die Forscher wissen nicht, von welcher Seite das Molekül aufgenommen ist. Eine neue Methodik hilft, diese Herausforderungen zu überwinden.

Die neue Herngehensweise

Die FIAS-Forscher haben eine Technik entwickelt, die physikbasierte Simulationen und maschinelles Lernen kombiniert. Diese Methode, genannt Cryo-EM simulationsbasierte Inferenz (cryoSBI), ermöglicht es, die Bilder von Molekülen innerhalb von Millisekunden auszuwerten.

Lars Dingeldein, ein Doktorand am FIAS, erklärt, dass man viele Einzelbilder benötigt, um die Bewegung eines Moleküls zu verstehen. Die Wissenschaftler trainierten das KI-System mit Biomolekülen, deren Bewegungsprofile bekannt waren. Sie simulierten den Mikroskopierprozess und erhielten einen Datensatz von künstlichen Bildern. Das KI-System lernte dann, die Struktur eines Biomoleküls anhand dieser Bilder zu erkennen.

Vorteile der neuen Technik

Mit der neuen Methode können Forscher die Struktur und Bewegung von Biomolekülen viel schneller bestimmen. Während es mit herkömmlichen Methoden etwa 15 Sekunden dauert, um die Form eines Proteins aus einem Bild zu bestimmen, geschieht dies mit cryoSBI in nur wenigen Millisekunden.

Das Trainieren des KI-Systems ist zwar aufwändig, aber die Methode ist danach kostengünstiger. Interessierte Anwender können die Technik ab sofort nutzen, um biologische Systeme besser zu verstehen. Dies ist besonders wichtig für medizinische Anwendungen, bei denen es darum geht, die Bewegungen und mögliche Störungen von Biomolekülen zu untersuchen.

Ausblick

Die Forscher planen, die Methode weiter zu optimieren und ihre Anwendung zu verbessern. Prof. Dr. Roberto Covino, Gruppenleiter am FIAS, ist überzeugt, dass diese neue Technik dazu beitragen wird, biologische Systeme schneller und präziser zu verstehen.

Die neue Methode zur Analyse von Molekülbewegungen stellt einen bedeutenden Fortschritt in der biomedizinischen Forschung dar. Sie ermöglicht es Wissenschaftlern, schneller und genauer zu arbeiten, was zu einem besseren Verständnis biologischer Prozesse führt.


Für weitere Informationen stehen folgende Kontakte zur Verfügung
Prof. Dr. Roberto Covino
Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
Tel.: +49 69 798 47659
eMail: covino@fias.uni-frankfurt.de

Dr. Anja Störiko
FIAS-Pressestelle
Tel.: +49 (0)69 798 47507
eMail: stoeriko@fias.uni-frankfurt.de

Publikation: Lars Dingeldein, David Silva-Sánchez, Luke Evans: Amortized template matching of molecular conformations from cryoelectron microscopy images using simulation-based inference, PNAS 122 (23) e2420158122, https://doi.org/10.1073/pnas.2420158122

Bild/Quelle: Biomoleküle (links) lassen sich im Elektronenmikroskop (2. Bild) darstellen. Daraus lässt sich eine Struktur ableiten (3. Bild), die aber häufig schwer zu interpretieren und fehlerhaft ist. Die neue Methode der FIAS-Forschenden erlaubt, die Bilder innerhalb von Millisekunden auszuwerten und die wahrscheinlichste Struktur und Bewegung zu berechnen (Bild rechts).
Grafik: © Lars Dingeldein.

Frankfurt Institute for Advanced Studies
Das FIAS ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung in Frankfurt am Main, die sich mit komplexen naturwissenschaftlichen Themen beschäftigt. Es arbeitet an der Schnittstelle von theoretischen Naturwissenschaften, Computerwissenschaften, KI-Systemen sowie Lebens- und Neurowissenschaften. https://fias.institute/

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Buslinie 29: Weiterentwicklung des ÖPNV im Ortsteil Kalbach-Riedberg

Bus der Linie 29

Die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Ortsteil Kalbach-Riedberg steht im Zeichen der Elektrifizierung und der Verbesserung der Busbeschleunigung. Besonders die Buslinie 29 spielt dabei eine zentrale Rolle, um den Nahverkehr attraktiver und effizienter zu gestalten.

Elektrifizierung der Busflotte

Der Magistrat hat die Elektrifizierung der Frankfurter Busflotte als ein wichtiges Ziel identifiziert. Im Rahmen des Linienbündels G, zu dem auch die Buslinien 24, 28, 29 und N8 gehören, ist eine Umstellung auf alternative Antriebe bis zur Neuvergabe des Bündels im Dezember 2028 geplant.
Diese Maßnahme soll nicht nur die Umweltbelastung verringern, sondern auch die Betriebskosten langfristig senken.
Während die Buslinie 29 bereits in den Fokus der Busbeschleunigungsmaßnahmen gerückt ist, bleibt die Regionalbuslinie 251, die ebenfalls im Stadtteil verkehrt, vorerst von der Umstellung auf alternative Antriebe ausgeschlossen, hauptsächlich aus Kostengründen.

Busbeschleunigungssystem

Ein weiteres zentrales Element zur Verbesserung des ÖPNV in Kalbach-Riedberg ist das Busbeschleunigungssystem. Im Abschnitt zwischen den Haltestellen „Schwalbenweg“ und „Emil-von-Behring-Straße“ wurden Ende 2023 zehn Lichtsignalanlagen mit Busbeschleunigungsfunktionen ausgestattet. Diese Anlagen erkennen die Annäherung eines Busses und verkürzen automatisch die Wartezeiten an den Ampeln. Dadurch werden die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Buslinie 29 erhöht.

Aktuelle Herausforderungen

Trotz der Fortschritte sind die bisherigen Ergebnisse der Busbeschleunigung noch nicht zufriedenstellend. Nach der Umrüstung der Lichtsignalanlagen wurden umfassende Auswertungen durchgeführt, die gezeigt haben, dass weitere Optimierungen notwendig sind.

Der Magistrat hat betont, dass bei der Busbeschleunigung auch die Auswirkungen auf den Kraftfahrzeug-, Rad- und Fußverkehr berücksichtigt werden müssen, um einen reibungslosen Verkehrsfluss für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Besonders die U-Bahn hat an bestimmten Kreuzungen Vorrang, was die Buslinie 29 in ihrer Geschwindigkeit beeinträchtigen kann.

Zukünftige Maßnahmen

Um die Effizienz der Buslinie 29 weiter zu steigern, sind zusätzliche Prüfungen und mögliche Nachrüstungen der Lichtsignalanlagen geplant. Ein Beispiel hierfür ist die Lichtsignalanlage am Knotenpunkt Marie-Curie-Straße / Lurgiallee, die derzeit noch keine ÖPNV-Bevorrechtigungskomponenten aufweist. Die Möglichkeit einer Nachrüstung wird derzeit geprüft, um die Wartezeiten für die Busse weiter zu minimieren.

Darüber hinaus wird die Stadtwerke Frankfurt am Main mbH (VGF) ihren Strombedarf seit dem 01.01.2024 vollständig aus Ökostrom decken. Ein Teil dieses Stroms stammt aus einem der größten Freiflächen-Solarparks Deutschlands. Diese nachhaltige Energieversorgung unterstützt die Ziele der Stadt, den ÖPNV klimaneutral zu gestalten.

Ziel: Förderung der Mobilität im Ortsteil

Die Weiterentwicklung des ÖPNV im Ortsteil Kalbach-Riedberg zeigt vielversprechende Ansätze, insbesondere durch die Elektrifizierung der Busflotte und die Implementierung von Busbeschleunigungsmaßnahmen. Die Buslinie 29 wird dabei als Schlüsselprojekt betrachtet, das nicht nur die Attraktivität des Nahverkehrs steigert, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leistet.


Busbeschleunigung
Busbeschleunigung wird als eine Maßnahme bezeichnet, um den öffentlichen Nahverkehr effizienter und zuverlässiger zu gestalten. Dabei werden beispielsweise Busspuren eingerichtet oder intelligente Verkehrssysteme eingeführt.

Die Busbeschleunigung an Ampeln wurde beispielsweise mittels des GPS-gestützten Systems C-CALL (City Communication and Light) verbessert. Dazu sind in den Bussen GPS-Sender installiert, welche die Position und Geschwindigkeit melden.

Die Daten werden von Empfängern, welche an Haltestellen installiert sind empfangen und an eine zentrale Steuerung weitergeleitet. Durch diese Informationen kann dann das Ampelsystem in Echtzeit angepasst werden und den Bussen so eine bevorzugte Durchfahrt ermöglichen.

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