Kategorie: AktuelleNEWS

Oktogonale Kirchen in Frankfurts Norden

Sankt Bonifatius Kapelle

Was haben die Stadtteile Heddernheim und Bonames (neben vielen anderen Dingen) gemeinsam? Eine Kirche, bzw. Kapelle in der Bauform eines Oktogons, die sich dadurch von den klassischen Sakralbauten deutlich abhebt. Beide Gebäude haben außer der Form des Achtecks eine Reihe von Gemeinsamkeiten und Unterschieden.

Hier ein kurzer Überblick …

  Gustav Adolf-Kirche St.-Bonifatius-Kapelle
Standort Niederursel Bonames
Architekt Martin Elsaesser Martin Weber
Baumaterial Beton Holz
Bauzeit 1927-1928 1930-1932
Konfession Evangelisch Katholisch
Plätze 450 116 für Erwachsene
45 für Kinder
plus 100 Stehplätze
Höhe 15 Meter 7 Meter plus 4 Meter Zeltdach
Altar An der Wand gegenüber dem Eingang Im Mittelpunkt
Nutzung Als Kirche Derzeit keine Nutzung
Denkmalschutz Ja Ja
Architekturstil Bauhaus Bauhaus

Aktuell wird das 90-jährige Jubiläum der Bonifatius-Kapelle gefeiert. Eine Restaurierung des historischen Gebäudes ist geplant. Ähnlich wie die Gustav-Adolf-Kirche war die Bonifatius-Kapelle damals ihrer Zeit voraus und erregte viel Aufsehen.

Der zugrunde liegende theologischen Gedanke war bahnbrechend. Der Altar sollte in die Mitte der Gemeinde rücken. Ältere Kirchenbauten wurden für die alte Liturgie, den alten Ablaufplan des Gottesdienstes entworfen, mit einer klaren Trennung von Klerus und Bevölkerung. Dann erfolgte eine Demokratisierung des Beziehungsverhältnisses zwischen Pfarrer und Gemeinde. Lange bevor das Zweite Vatikanische Konzil solche Gedanken aufnahm.

Der achteckige Grundriss symbolisierte den Neuanfang. Das sich gemeinsame Scharen um den Altar mit Ausrichtung zu dem Gekreuzigten trat in Verbindung mit einer traditionellen Zahlenmystik. Das Oktogon, eine Annäherung an den Kreis, hat 8 Ecken und 8 Seiten. Acht Säulen tragen das Dach. Acht Menschen wurden durch die Arche gerettet. Am achten Tag, dem Montag, beginnt die neue Woche und an einem Montag ist Jesus von den Toten auferstanden.

Gustav-Adolf-Kirche, Niederursel

Gustav-Adolf-Kirche, Niederursel 2017

1923, also vor hundert Jahren, beschloss das Bischöfliche Ordinariat den Bau der Kapelle. Neun Jahre später wurde der Grundstein gelegt und am 19.03.1933, wurde die Kapelle geweiht. Die Frage ist noch nicht geklärt, wann die geplante Restaurierung beginnen soll. Vielleicht in 9 Jahren?

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Erneut Warnstreik – aber S-Bahnen und Busse fahren!

Warnstreik

U-Bahnen und Straßenbahnen sollen am Mittwoch stillstehen! Zum 3. Mal in diesem Jahr sind Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Es ist daher damit zu rechnen, dass am Mittwoch, dem 22. März, erneut alle 9 U-Bahn-Linien und 10 Straßenbahnlinien bestreikt werden und damit ersatzlos ausfallen.

Vor allem das Bestreiken der U-Bahn als „Rückgrat“ des städtischen Nahverkehrsnetzes wird viele Fahrgäste schmerzhaft treffen. S-Bahnen, Regionalzüge und Buslinien verkehren aber planmäßig, so dass sie im dicht „gestrickten“ Frankfurter Nahverkehrsnetz vielfach als Alternative weiterhelfen können.

So bieten etwa die S-Bahnlinien eine gute Verbindung zwischen Hauptbahnhof, Innenstadt und Südbahnhof. Die Buslinie 30 zum Beispiel ist zu den nachfragestarken Zeiten auf dem gleichen Weg wie die Tramlinie 18 zwischen Börneplatz und Friedberger Warte unterwegs. Ein vollwertiger Ersatz für die bestreiken Linien können diese Verkehrsmittel aber natürlich nicht sein.

Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die VGF empfehlen ihren Fahrgästen, sich möglichst kurz vor Fahrtantritt noch einmal aktuelle Informationen einzuholen. Man erhält sie über die Radiosender, am RMV-Servicetelefon 069-24 24 80 24, das rund um die Uhr erreichbar ist, im Internet (www.rmv-frankfurt.de) und in den sozialen Medien (siehe unten).

In der Internet-Fahrplanauskunft lassen sich die U-Bahn- und Straßenbahnverbindungen ausblenden, so dass nur die alternativen S-Bahnen, Regionalbahnen und Busse angezeigt werden, die tatsächlich verkehren: Unter „Womit“ wählt man „Optionen anzeigen“ und entfernt dort die Häkchen bei „U-Bahn“ und bei „Straßenbahn“. Auch die RMV-App bietet die Möglichkeit, einzelne Verkehrsmittel abzuwählen.

Da die Gewerkschaft ihre Streikstrategie nur begrenzt offenlegt, stehen diese Hinweise unter Vorbehalt und können sich auch kurzfristig ändern. traffiQ und VGF werden im Internet, auf den Social-Media-Kanälen und mit Hinweisen insbesondere an die Radiosender regelmäßig und möglichst aktuell zur Streiklage informieren.

Diese Linien verkehren voraussichtlich trotz des Warnstreiks im öffentlichen Dienst:

  • die S-Bahn-Linien S1 bis S6, S8 und S9
  • alle Regionalzüge
  • alle Buslinien

 

Informationen im Internet und in den sozialen Medien:

 

(Stand: 20. März 2023, 15.00 Uhr)

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Dienstagabend: Nächtlicher Schwertransport eines Transformators ins Umspannwerk Frankfurt-Nord

Trafotransport Frankfurt 2022

Für eine zuverlässige Energieversorgung der wachsenden Metropolregion Frankfurt Rhein-Main bauen Mainova und Tennet gemeinsam das Stromnetz aus. Neben der starken Zunahme hocheffizienter Rechenzentren, erhöht sich beispielsweise auch der Stromverbrauch durch die zunehmende Elektromobilität.

Um die Netzkapazitäten bis 2027 wie vorgesehen um mehr als 500 Megavoltampere (MVA) und damit rund 50 % zu erhöhen, müssen unter anderem die Umspannwerke an den Haupteinspeisepunkten ausgebaut und die Stromleitungen in das Stadtgebiet Frankfurt verstärkt werden. Allein im Umspannwerk Frankfurt-Nord an der Berger Warte tauscht TenneT dafür bis 2025 insgesamt 4 Netzkuppeltransformatoren gegen moderne Anlagen aus. Die nächste Anlieferung eines Transformators startet Dienstagnacht (21.03.2023) – eine logistische Meisterleistung.

Um die Auswirkungen auf den Straßenverkehr zu minimieren startet der rund 73 Meter lange Schwertransport mit einem Gesamtgewicht von 466 Tonnen erst gegen 23 Uhr. Auf insgesamt 32 Achsen schiebt er sich im Zeitlupentempo durch Frankfurt. Vom Verschiebebahnhof Fechenheim aus führt die Route über die Hanauer Landstraße, Dieselstraße, Adam-Opel- Straße, Leo-Gans-Straße, Casselastraße, Orber Straße, Schlitzer Straße, Wächtersbacher Straße, Borsigallee, Vilbeler Landstraße bis Am Galgen. Auf der Strecke werden umfangreiche Sicherungsvorkehrungen getroffen, und es wird zu temporären Sperrungen kommen.

Das Umspannwerk Frankfurt-Nord versorgt die nordöstlichen und östlichen Stadtteile Frankfurts. Durch Transformatorentausch und Verstärkung der Netzanbindungen steigt seine Leistung um 120 Megavoltampere (MVA) bis 2026, die vor allem dem stark wachsenden Frankfurter Osten zugutekommt. Der erste von 4 neuen Transformatoren wurde bereits Anfang 2022 geliefert, zwei weitere folgen voraussichtlich 2024 und 2025.

Hauptaufgabe der Umspannwerke

Umspannwerke sind vergleichbar mit Autobahnabfahrten. Sie verbinden die „Stromautobahnen“ der Übertragungsnetzbetreiber wie beispielsweise TenneT mit den Bundestraßen der Verteilnetzbetreiber wie die Mainova-Tochter NRM Netzdienste Rhein-Main in Frankfurt. Herzstücke eines jeden Umspannwerks stellen dabei die Transformatoren dar, die den Strom in eine niedrigere Spannungsebene transformieren.

Im Umspannwerk Frankfurt-Nord verknüpfen die TenneT-Transformatoren die 220.000-Volt-Ebene der TenneT mit dem 110.000-Volt-Netz der NRM und der Avacon Netz GmbH. Und über diese Verteilnetze gelangt der Strom dann Richtung Verbraucher.


Mainova AG
Die Mainova AG ist der führende Energiedienstleister in Frankfurt am Main und Energiepartner für Privat- und Firmenkunden in ganz Deutschland. Das Unternehmen beliefert mehr als eine Million Menschen mit Strom, Gas, Wärme und Wasser und erzielte mit seinen rund 3.000 Mitarbeitern im Jahr 2021 einen bereinigten Umsatz von fast 2,9 Milliarden Euro. Größte Anteilseigner der Mainova AG sind die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding (75,2 %) und die Münchener Thüga (24,5 %). Die übrigen Aktien (0,3 %) befinden sich im Streubesitz.

Die Netzdienste Rhein-Main GmbH (NRM) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Mainova AG. Sie stellt mit ihrem mehr als 14.000 Kilometern umfassenden Energie- und Wassernetz die zuverlässige Versorgung in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet sicher. Das rund 7.500 Kilometer große Strom-Versorgungsnetz umfasst das Stadtgebiet Frankfurt am Main mit Ausnahme einiger westlicher Stadtteile.

 

TenneT
TenneT ist ein führender europäischer Netzbetreiber, der sich für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung einsetzt – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Sie gestalten die Energiewende für eine nachhaltige Energiezukunft. Als erster grenzüberschreitender Übertragungsnetzbetreiber planen, bauen und betreiben sie ein fast 25.000 Kilometer langes Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und Deutschland und sind einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze, an Land und auf See. Jeden Tag geben ihre 7.400 Mitarbeiter ihr Bestes und sorgen mit Verantwortung, Mut und Vernetzung dafür, dass sich mehr als 43 Millionen Endverbraucher auf eine stabile Stromversorgung verlassen können.

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Hortus Nucis – Finale

Hortus Nucis neue Mauer

Der Projektgarten am Frankfurter Berg musste einem breiten Serviceweg neben den Gleisen der Main-Weser-Bahn weichen. Für die Permakultur-Designerin Julia Auer ein herber Schlag. Nun ist es vollbracht. Stadt und Bahn haben ihre Fläche um den geplanten Service- und Rettungsweg ausgedehnt und der Hortus Nucis ist um einiges geschrumpft.

Es fällt schwer, sich mit diesem neuen Anblick anzufreunden …

Am Tag der Rodung stand Frau Auer mit drei Bauarbeitern bei Temperaturen um den Gefrierpunkt vor der Totholzmauer und sie besprachen wie sie am geschicktesten vorgehen. Frau Auer hatte chemisch behandelte Zaunpfosten abgelehnt und zeigte den Bauarbeitern, wie sie die anderen Totholzzäune gebaut hatte. Plötzlich hatte einer eine zündende Idee und sagte, sie würden in einer halben Stunde zurückkehren.

Sie kamen mit einem Stapel Holzstämmen im Laster und einer Motorsäge. „Wir haben neulich am Friedhof ein paar Bäume entfernen müssen …“ Sie spitzten die Stämme mit der Motorsäge an, buddelten Löcher alle zwei Meter und eine zweite Reihe 60 cm davor. Dann schnitten sie mit der Motorsäge durch die Mauer und sie transportierten die Abschnitte an ihren neuen Standort.

Am Ende des zweiten Tages war die Mauer umgesetzt und Frau Auer stellte fest: Es sieht gut aus! Die Bauarbeiter waren am Schluss richtig stolz auf ihr Werk und Frau Auer versicherte ihnen, dass das wohl das Schönste sei, was sie in diesem Jahr geschaffen hätten. Ein junger Mann war so beeindruckt, dass er meinte bei sich zu Hause auch so etwas bauen zu wollen.

Nun stand die Mauer an der neuen Grenze, aber die Wiese lag noch im Winterschlaf auf der falschen Seite …

Am letzten Tag wurde die schöne Fichte gefällt und der alte Bauwagen freigelegt für den Abtransport. Ein paar Tage später ging es weiter. Leider musste der Baggerfahrer mehrmals über die Magerwiese fahren, um den Bauwagen zusammenzufalten und in einen Container zu stecken. Es ist schon erstaunlich, wie viel Kraft so ein Bagger hat.

Mit einer Kanne Kaffee und Schoko-Croissants bewaffnet kam Frau Auer zurück und bat ganz lieb, ob die Kollegen ihr nicht wenigstens den Rest der Magerwiese über den Zaun werfen könnten … und das taten sie dann auch.

Teile seines geliebten Gartens zu verlieren, geht ganz schön an die Substanz. Aber jetzt ist dieser Prozess endlich abgeschlossen.

Die Wiese ist hin, aber Frau Auer hat den Sand-Lehm-Boden auf ihrer Grundstücksseite! Der ist bestimmt noch voller Samen und sie fängt jetzt langsam an, die Fläche vor der Hütte vorzubereiten, um ihn dort wieder auszubreiten.


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Riedberg: Wohnkomplex Westline erhält Auszeichnung für hohe Sicherheitsstandards

Preisverleihung bei K+S

Das Hessische Innenministerium vertreten durch Herrn Peter Beuth und der Verband der Wohnungswirtschaft Südwest vertreten durch Herrn Dr. Axel Tausendpfund verliehen gestern in einer feierlichen Stunde das Gütesiegel „Sicher Wohnen in Hessen“ an Herrn Matthias Krieger und seine Mitunternehmer der Immobilienunternehmensgruppe Krieger + Schramm.

Die Häuser des Wohnkomplexes Westline entlang der Carl-Herrmann-Rudloff-Allee wurden 2017 errichtet. Mit dem Gütesiegel zeichnet das hessische Ministerium des Innern und für Sport gemeinsam mit dem VdW südwest Projekte aus, die präventiv durch baulich-technische Sicherungsmaßnahmen, Quartiersgestaltung und geschicktes Sozialmanagement Kriminalität verhindern können und die Wohnsicherheit erfolgreich erhöhen.

Beim Wohnkomplexes Westline hatte Krieger + Schramm mit der Beratungsstelle der Polizei in Frankfurt ein ganzheitliches Sicherheitskonzept entwickelt. Bereits bei der Planungsphase der Häuser standen die Experten der Polizei beratend zur Seite. Zur Wohnsicherheit tragen im Erdgeschoss unter anderem zertifizierte einbruchhemmende Fenster- und Fenstertüren sowie abschließbare Fenstergriffe und speziell abgesicherte Kellerlichtschächte bei. Hinzu kommen Alu-Hauseingangstüren mit Sicherheitsbeschlägen und Mehrfachverriegelung sowie eine Videogegensprechanlage mit Farbmonitor und zwei Gegensprechanlagen. Ein sicherheitsorientiertes Beleuchtungs- und Außenanlagenkonzept rundet die Maßnahmen zusammen mit dem Ich-und-Du-Konzept für eine gute Nachbarschaft ab.

Siegel Sicher Wohnen in Hessen

Gütesiegel „Sicher Wohnen in Hessen“

Innenminister Peter Beuth: „Sicherheit im öffentlichen Raum ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und liegt daher in unserer aller Verantwortung. Der konsequente und umfassende Einsatz der hessischen Polizei bei der Bekämpfung von Wohnungseinbrechern hat sich mit einem erheblichen Rückgang der Wohnungseinbruchdiebstähle in Hessen ausgezahlt. Neben der Verbrechensbekämpfung gehört eine umfangreiche Präventionsarbeit zur Vermeidung von Wohnungseinbrüchen, Diebstählen, Vandalismus oder Gewalt im unmittelbaren Wohnumfeld zu den wichtigsten Aufgaben der hessischen Polizei. Deshalb bringt sie ihre Expertise und Erfahrung in der Kriminalprävention sehr gerne in die Aktion „Sicher Wohnen in Hessen“ ein. Damit leistet die hessische Polizei gemeinsam mit der Wirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit in den eigenen vier Wänden.“

Der geschäftsführende Gesellschafter der Unternehmensgruppe Krieger + Schramm, Matthias Krieger, hebt hervor, dass es die richtige Entscheidung war, die für die Verleihung des Gütesiegels erforderlichen Maßstäbe von Projektbeginn an zu berücksichtigen: „Das Gütesiegel „Sicher Wohnen in Hessen“ hat uns mit seinen Kriterien und der kompetenten Beratung zu den Sicherheitsmerkmalen im Vorfeld der Projektplanung davon überzeugt, dass es für die zukünftigen Bewohner einen wesentlichen Mehrwert in Bezug auf die aktive und passive Sicherheit bietet. Ich kann nach der Baufertigstellung nur sagen, dass es eine gute, eine richtige Entscheidung war.“


Projekt Westline
Standort: Quartier Westflügel, Carl-Hermann-Rudloff-Allee, Frankfurt-Riedberg
Bauträger: Bauunternehmung Krieger + Schramm GmbH & Co. KG
Architekturbüro: KISSLER + EFFGEN Architekten, Wiesbaden
Wohneinheiten: 8 Einfamilienhäuser und 24 Doppelhaushälften
Flächen: Wohnfläche je Haus 160 – 190 Quadratmeter
Grundstücksfläche der Häuser: 275 – 350 Quadratmeter
Stellplätze: je Haus zwei Garagenstellplätze
Investitionsvolumen: inkl. Grundstücke 28 Mio. Euro

Über Krieger + Schramm
Neben dem Hauptsitz der Krieger + Schramm GmbH & Co KG im thüringischen Dingelstädt und einer Niederlassung in Kassel/Lohfelden agiert das Bauunternehmen mit drei weiteren Tochtergesellschaften in Frankfurt/Main, München und Berlin. Das 150-köpfige Team arbeitet dabei als moderner Baudienstleister, Bauträger und Generalunternehmer vor allem im Rhein-Main-Gebiet sowie in den Metropolregionen München und Berlin und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von ca. 100 Mio. Euro.

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Heddernheim: Gedenkstätte Arbeitserziehungslager

AEL Heddernheim

Am Donnerstag, den 23.03. findet um 17:30 Uhr in der Gedenkstätte „Arbeitserziehungslager“ im Oberschelder Weg 10-12 (Zugang über Ludwig-Reinheimer-Straße) eine Gedenkstunde mit Kranzniederlegung zur Erinnerung an die Untaten und Verbrechen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in dem sogenannten „Arbeitserziehungslager“ (AEL) der Gestapo in Heddernheim statt.

Mit dabei sind Pfarrer Reiner Dietrich-Zender, Pfarrer Hanns-Jörg Meiller, und Rabbiner Andrew Steinman. Die musikalische Begleitung erfolgt durch das Ensemble Schmackes.

Nachdem die Gedenkstätte künstlerisch und baulich neu gestaltet worden ist, findet auf Beschluss des Ortsbeirates 8 jährlich eine Gedenkfeier statt, um daran zu erinnern, wie die Würde des Menschen im Lagersystem des NS-Staates auch hier in Heddernheim, für jedermann sichtbar, grausam missachtet wurde.

Zur Geschichte

Arbeitslager entstanden bereits in den Anfängen der 1930er-Jahre. Ursprünglich sollten sie der Einschüchterung ausländischer und deutscher Arbeiter dienen. Erst später erfüllten sie auch andere Funktionen. Der Begriff „Arbeitserziehungslager“ ist insofern problematisch, als es sich um eine typische Vokabel der Nationalsozialisten handelte, die – wie zahlreiche andere ihrer Wortschöpfungen auch – auf zynische Weise das tatsächliche Geschehen verbergen sollte.

Das Frankfurter „AEL“ wurde erst 1942 auf dem Areal einer ehemaligen Ziegelei eingerichtet. Ein Großteil der Häftlinge dieses Lagers waren Zwangsarbeiter aus Osteuropa, Frankreich und den Niederlanden. Aber auch jüdische Mitbürger, Kriegsgefangene und deutsche Arbeiter wurden dort eingeliefert. Später wurde das Lager als „erweitertes Polizeigefängnis“ deklariert.

Im März 1944 wurden dort mehrere italienische „Militärinternierte“ „aufgrund genereller Anweisung des Höheren SS- und Polizei-Führers in Wiesbaden“ erschossen. Die Haftbedingungen waren von fehlender Hygiene, unzureichender Kleidung und ungenügender Ernährung gekennzeichnet, bei gleichzeitiger Schwerstarbeit. Zusammen mit den brutalen Misshandlungen führten diese Bedingungen in nicht wenigen Fällen offensichtlich zum Tod von Häftlingen.

Die meisten Akten der Frankfurter Gestapo wurden bei Kriegsende verbrannt. Eine ergiebige Quelle ist jedoch die Kartei der Frankfurter Gestapo (138.000 Karteikarten). Das Lager besaß noch Außenstellen z. B. im Hintertaunus (Hirzenhain). Über 13.000 Inhaftierte konnten durch die Karteikarten ermittelt werden.

Die Häftlinge mussten in Sträflingskleidung wochen- und monatelang Schwerstarbeit für die Stadt Frankfurt und umliegende Firmen leisten. Darunter waren auch die Heddernheimer Kupferwerke, die die Kriegsmaschinerie mit am Laufen hielten.

Seit 1986 verweist eine Gedenkstätte auf das Leid, das Menschen dort ertragen mussten. Seit 2018 steht dort zudem ein Mahnmal – eine vom Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) initiierte und größtenteils finanzierte Pyramide mit goldenen Buchstaben von Inge Hagner, die an die Historie des Ortes erinnert.

Erschütternd ist auch, dass das Lager in Anspielung an eine berüchtigte französische Strafkolonie bei der Heddernheimer Bevölkerung „Kajenn“ (Cayenne) genannt wurde. Die Hölle lag nicht im Verborgenen, sondern offen vor den Augen der Bewohner des Stadtteils. Sie wussten, was hier geschah, da man von den umliegenden Häusern in das Innere des Straflagers hineinsehen konnte. Im Lager hatten Bürger des Stadtteils ihren Dienst verrichtet. Die Gedenkstätte ist deshalb hoffentlich im Sinne der Opfer auch als Appell an die Zivilcourage eingerichtet worden.

Von dem Lager selbst ist nur noch ein Bunker mit Arrestzelle erhalten. Doch im Dunkeln der Zelle kündet ein Spruchband mit roter Leuchtschrift von Bernd Fischer vom übrigen Lager: Ein Wachturm, ein Appellplatz, drei Baracken für 180 Häftlinge – die jedoch zeitweise mit über 400 Insassen belegt waren.

Der Gedenktag wurde auf den 23. März gelegt, weil mit dem damaligen Abmarsch der Häftlinge die unmenschliche Gewalt in Heddernheim wahrscheinlich ein Ende gehabt hat.


Weiterführende Links

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Arbeitserziehungslager Oberschelder Weg 10-12

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Arbeitserziehungslager Oberschelder Weg 10-12 50.164158, 8.640216
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Das Angebot der Bücherbusse soll ausgeweitet werden

Bücherbus am Riedberg

Vor der Pandemie wurden mit den Bücherbussen stadtweit 31 Haltestellen im wöchentlichen Turnus angefahren. Inzwischen steht aber nur mehr ein Bus (vorher waren es zwei Busse) und 3 Angestellte (vorher waren es 4-6 Angestellte gewesen) zur Verfügung. Sobald ein vierter Angestellter das Team verstärkt, können die vorgesehenen Haltepunkte auch wieder im 14-tägigen Rhythmus angefahren werden.

Die beiden Busse der Fahrbibliothek der Stadtbücherei wurden während der Pandemie-Zeit nicht eingesetzt. Mit Beginn des ersten Shutdowns im März 2020 war Schluss mit den Touren. Seitdem standen die Busse, die wegen ihrer auffallenden Lackierung mit dem Motiv vieler bunter Bücher schon von Weitem zu erkennen sind, im Depot der Fahrbibliothek, das sich ein wenig versteckt hinter einer Werkstatt auf dem Gelände der Silostraße in Unterliederbach befindet.

Einer der Busse war sowieso schon für die Ausmusterung vorgesehen, da er nicht mehr den Umweltnormen entsprach. Da blieb nur noch einer. Die Ausschreibung eines neuen zweiten Bücherbusses wird derzeit vorbereitet. Weitere Mitarbeiter für den Einsatz auf den Bücherbussen auszubilden oder anzuheuern ist auch nicht so einfach, da für das Lenken der Busse die Fahrerlaubnis „C“ benötigt wird. Immerhin haben die Busse 12 Meter Länge und bringen ein ordentliches Gewicht auf die Waage.

Damit die Bücherbusse an ihren vorgesehenen Haltestellen auch parken können, stehen dort spezielle Verkehrsschilder, die das Parken während der Verleihzeiten auf die Busse beschränken. Leider halten sich einige Pkw-Besitzer nicht daran. Sei es aus Trotz oder aus Schusseligkeit.

Stadtweit werden 31 Haltestellen in 21 Stadtteilen angefahren. Zwei davon liegen am Riedberg, eine Haltestelle liegt in Bonames. In Kalbach ist bisher leider kein Halt vorgesehen. Überall dort, wo es keine Stadtteilbibliothek gibt oder der Stadtteil selbst so groß ist, dass der Weg zur Bücherei für die Nutzer aus entlegenen Wohnvierteln zu weit ist, sollte der Bus eigentlich halten.

Auf Bestellung kommt der Bücherbus auch in Kitas, Schulen, Horte, zu Lerngruppen und anderen Institutionen. Die Corona-Pause werde dazu genutzt, das bestehende Konzept der Fahrbibliothek zu überarbeiten.

Der Bestand des Bus-Depots umfasst über 20.000 Medien. Rund ein Viertel davon passt in einen Bücherbus. Den größten Teil der Nutzer mit über 70 % machen die Kinder- und Jugendlichen. Entsprechend sind die Busse auch ausgestattet. Vor Corona haben im Jahr etwa 150.000 Menschen pro Jahr das Angebot der Stadt genutzt.

Etwa 20 spezielle Buchbestellungen gibt es pro Woche. Diese Bücher werden aus dem Verleihbestand aller Stadtbibliotheken angefordert und für die Kunden mitgenommen.

Der Bibliotheksausweis kostet 20 Euro im Jahr, für Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ist der Ausweis kostenlos.

Das neue Angebot ergänzt das virtuelle Segment der Bücherei, das neben dem Download von eMedien auch einen Log-in zum Informationsdienst Munzinger und dem Duden online bereithält. Wer im Brockhaus recherchieren möchte, kann sich über den Katalog und die Homepage der Stadtbücherei mit seinem Bibliotheksausweis einloggen.

 

Haltestellen

Kalbach-Riedberg 1: Prozessionsweg / Zur Kalbacher Höhe von 13:00 Uhr – 14:00 Uhr

Kalbach-Riedberg 2: Friedrich-Dessauer-Str. 15 von 17:10 Uhr – 18:30 Uhr

Harheim: Zur Untermühle (Parkplatz) von 14:00 Uhr – 15:00 Uhr

Bonames: Im Storchenhain von 14:20 Uhr – 15:20 Uhr

Termine: Fahrplan


Weiterführende Links

  • https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/stadtbuecherei/fahrbibliothek
  • https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/stadtbuecherei/fahrbibliothek/ueber-uns
  • https://www.fahrbibliothek.de/tag/frankfurt-am-main/

Verwandter Link

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Kultur in Aula: SCHMACKES – Balkan- und Klezmermusik vom Feinsten

Die Band „Schmackes“

2006 von dem Leadsänger und Bassisten Matthias Zeylmans gegründet, ist die Band Schmackes mit wechselnden Musikern, Straßen- und Veranstaltungsauftritten nach und nach zu einer etablierten, konzertanten Band geworden.

Dabei haben sie zunehmend ihren eigenen Stil entwickelt, welcher auf Klezmer gründet (eine jüdische Fest- und Ritualmusik), aber auch durch viele Stücke der Sinti und Roma, bzw. der osteuropäischen Volksmusik geprägt ist.

Das aktuelle Repertoire der Gruppe enthält auch erste Eigenkompositionen. Das zusammenhaltende Band war und ist dabei die große Expressivität und vor allem die Lebendigkeit der Musik.

Heute besteht das Quartett von studierten Musikern aus den beiden Ukrainern Andre Voran (Flöte, Saxofon), Andrii Fesenko (Akkordeon), sowie dem Frankfurter Gitarristen Ralf Engel und dem deutsch-holländischen Sänger und Bassisten Matthias Zeylmans. Mit zahlreichen Konzerten, Auftritten bei Privatfeiern und kleinen Festivals, hat sich die Band im Rhein-Maingebiet ein Stammpublikum erspielt.

CD-Cover der Band Schmackes

CD-Cover der Band „Schmackes“

 

Der Name „SCHMACKES“ ist stets auch „Programm“: Ihre Musik reißt mit, sie ist voller Energie und erreicht schnell die Herzen der Zuhörer. Lebendige, kraftvolle Rhythmen verschmelzen mit melancholisch-feinsinnigen Melodien. Überraschende und virtuose Improvisationen, sowie leidenschaftlich, manchmal mehrstimmig gesungene Roma- und Klezmerthemen, führen die Zuhörer in immer neue Klangwelten. Das verspricht Spannung vom ersten Ton an und Musik für Herz, Ohr und Tanzbeine.

Mit dem Kopf im Himmel und mit den Füßen auf dem Boden, mit großem Enthusiasmus und Spaß an der kraftvollen Musik, entführt Sie SCHMACKES in die musikalischen Traditionen unserer östlichen Nachbarn.


Veranstaltungsdetails

Auftritt am Samstag, den 18.03.2023 ab 19:30 Uhr
in der Aula in der Grundschule I, Zur Kalbacher Höhe 15, 60439 Frankfurt
Eintritt: 14 € (ermäßigt: 12 €)
Im Vorverkauf: 12 € (ermäßigt: 10 €)
eMail: info@josua-gemeinde.net oder Tel.: 069-57 00 32 49 (AB)

 

Weiterführender Link

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Kalbach: Fahrradfahrer verstirbt nach Sturz

Trauerkerze, Tod

Am Freitagabend (10.03.2023) ereignete sich auf der Straße „An der Bergstraße / Habichtsweg“ ein tödlicher Unfall. Ein Mann starb.

Gegen 18:30 Uhr befuhr ein 56-jähriger Mann mit seinem Pedelec die Straße „An der Bergstraße“ in östlicher Richtung. Nach bisherigen Erkenntnissen passierte der Mann in Höhe „Habichtsweg“ den geparkten Pkw einer in ihrem Fahrzeug sitzenden 35-jährigen Frau, stürzte aus bislang ungeklärter Ursache zu Boden und erlitt dabei schwere Kopfverletzungen.

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An der Bergstraße/Habichtsweg

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An der Bergstraße/Habichtsweg 50.186537, 8.633763

Die alarmierten Einsatzkräfte begannen sofort mit der Erstversorgung und Reanimation des Radfahrers, die vom Notarzt fortgesetzt wurde. Er erlag jedoch noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Die Frau erlitt einen Schock und wurde ambulant behandelt.

Die Ermittlungen zu Unfallhergang und zur Unfallursache dauern an.

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Riedberg: Erneute Einbruchsserie

Polizeiwagen

In der Zeit von Mittwoch (08.03.2023) bis Donnerstag (09.03.2023) ist es am Riedberg zu einer erhöhten Anzahl von Fahrzeugaufbrüchen gekommen.

Im Laufe des gestrigen Tages meldeten sich vermehrt Geschädigte, deren Fahrzeuge aufgebrochen wurden, bei der Polizei. Verschiedene Fahrzeugteile, darunter Festnavigationssysteme, Lenkräder mit Airbag und Frontkameras, seien aus den Autos ausgebaut worden. Nach bisherigen Erkenntnissen drangen bislang unbekannte Einbrecher in die Tiefgaragen der Straßen: „Prozessionsweg, Riedbergallee, Gauguinweg und Bertha-Bagge-Straße“ ein und entwendeten die Fahrzeugteile vorwiegend der Automarken Mercedes Benz und BMW. Es entstand ein Sachschaden im unteren fünfstelligen Bereich.

Die Frankfurter Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu den Tätern oder der Tat geben können, werden gebeten, sich mit dem örtlich zuständigen 14. Polizeirevier unter der Rufnummer 069-755-11400 in Verbindung zu setzen.

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