Kategorie: AktuelleNEWS

Inselvulkane und ihre Gefahren besser verstehen

Insel-Vulkane

Studie am FIAS hilft Vulkanausbrüche einzuschätzen

Eine detaillierte Analyse des Ausbruchsverhaltens der Inselvulkane Stromboli, Ätna (Italien), Yasur (Vanuatu) und Whakaari (Neuseeland) veröffentlichte Darius Fenner aus Nishtha Srivastavas Team zusammen mit Patrick Laumann und Georg Rümpker am Frankfurt Institute of Advanced Studies (FIAS). Solche Analysen vergangener größerer und kleinerer Ereignisse können helfen, die Ausbrüche von Vulkanen einschließlich der zugrunde liegenden physikalischen und chemischen Prozesse zu verstehen.

Verschiedene Arten vulkanischer Ereignisse erfasst eine Forschungsgruppe des FIAS mit einem kürzlich von ihr entwickelten Ansatz. Sie katalogisiert alle kleinen und großen seismisch-vulkanischen Ereignisse einschließlich großer Eruptionen kontinuierlich an Stationen in der Nähe von Vulkanen. Um die Bedeutung solcher Ereignisse schneller einordnen und erkennen zu können, hilft das automatisierte und äußerst leistungsfähige Verfahren „Adaptive-Window Volcanic Event Selection Analysis Module“ (AWESAM), das die FIAS-Arbeitsgruppe Seismology & Artificial Intelligence (SAI) vergangenes Jahr vorgestellt hatte. (https://fias.news/aktuelles/vulkanische-aktivitaet-messen/)

In ihrer aktuellen Forschungsarbeit analysierte die Gruppe die vorliegenden Daten aus bis zu 15 Jahren im Detail, beispielsweise die Zeitabstände zwischen den Ereignissen, die Amplituden und das Verhältnis von Amplitude und Häufigkeit. So konnten sie Unterschiede und gemeinsame Muster bei den vulkanischen Ereignissen feststellen.

Sie beobachteten beispielsweise, dass es auf Stromboli häufiger große Ausbrüche gibt als man auf Grundlage bekannter Zusammenhänge erwarten würde. Aufbauend auf ihren früheren Ergebnissen bewertet und erweitert die Studie das Verständnis dieses Phänomens auf der Grundlage von Daten aus einem Jahrzehnt. So fand sich ein bestimmtes Muster vor und nach den beiden heftigen Stromboli-Ausbrüchen 2019. Der erweiterte Datensatz bestätigt die statistische Signifikanz der Ergebnisse. Bisher wurde dieses Muster aber nur für Stromboli beobachtet, was Fragen über die Einzigartigkeit dieses Musters aufwirft.

Darüber hinaus klassifiziert die Studie die Ereignisarten für Stromboli mithilfe eines selbständigen maschinellen Lernansatzes. Sie zeigt bestimmte Muster vor und nach Ausbrüchen, die die Gruppe erstmals detaillierter unterteilen konnte. Basierend auf einem Clusteralgorithmus ordnete sie beispielsweise die Frequenzen der Ereignisse genauer ein. Diese Muster können für die Vorhersage großer Eruptionen von Bedeutung sein.

Mit einem identischen Ansatz für alle 4 Vulkane fand die Gruppe ein ähnliches Verhalten trotz unterschiedlicher Typen und Aktivitäten. Whakaari zeigt ebenfalls ein typisches Muster in der Wiederholung großer Ereignisse. Da diese Beobachtung auf Daten einer einzelnen Station beruht, sind weitere eingehende Untersuchungen erforderlich, sobald mehr Daten zur Verfügung stehen. „In einem nächsten Schritt wollen wir untersuchen, ob es frühzeitige Anzeichen für größere Eruptionen gibt“, so Erstautor Darius Fenner. „Unsere Methode bietet eine vielversprechende Grundlage zur genaueren Vulkanüberwachung und für ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Prozesse“.


Weitere Informationen

Publikation: Darius Fenner, Georg Rümpker, Patrick Laumann und Nishtha Srivastava, Amplitude and inter-event time statistics for the island volcanoes Stromboli, Mount Etna, Yasur, and Whakaari. Front. Earth Sci. 11:1228103.
doi: 10.3389/feart.2023.1228103, https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/feart.2023.1228103/full

 

Kontakt
Dr. Nishtha Srivastava
Theoretische Naturwissenschaften
Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
Tel.: +49 69 798 47618
eMail: srivastava@fias.uni-frankfurt.de
Web: https://www.fias.science/de/theoretische-naturwissenschaften/gruppen/nishtha-srivastava

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Drei Tage lang wird gefeiert – die Niederurseler Kerb

Müllerin von Ursella 2023

Der Bürgerverein Niederursel-Nordweststadt e.V. und die Niederurseler Vereine laden ein zur Niederurseler Kerb vom 25. bis 27. August 2023. Ein buntes Kerbetreiben für die ganze Familie am Feuerwehrhaus, am Weißkirchener Weg und im Kirchgarten der Gustav-Adolf-Kirche. Insgesamt gab es 42 Mühlen am Urselbach, 8 davon allein in Niederursel.

Das Gelingen einer Kerb ist wie immer eine Herausforderung und ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer, die eine große Menge Arbeit und Zeit investieren, einfach nicht zu bewerkstelligen….

Einen besonderen Dank an die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Niederursel, an den Bürgerverein Niederursel-Nordweststadt e. V. und an die Landfrauen. Ohne ihren ehrenamtlichen Einsatz wäre diese tolle Kerb nicht möglich. Sie fördert vor allem Gemeinschaftssinn, Tradition und Verbundenheit zum Ort Niederursel und seinen Nachbar-Ortsteilen. Das sieht man auch an vielen Ehemaligen die der Kerb jedes Jahr wieder einen Besuch abstatten.

Die Traditionen

Die erste Müllerin wurde mit Christine Greiff 1994, dem Jahr, in dem Frankfurt sein 1200-jähriges Bestehen feierte, vorgestellt. Damit ließ die Freiwillige Feuerwehr Niederursel die schöne Tradition des Kerbeumzugs wieder aufleben. Seitdem wurde dieses Fest alle Jahre wiederholt. Die Kerb selbst kann auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurückblicken.

Es wird auch eine kleine Tradition der letzten Jahre fortgeführt: Die Müllerin und ihr Schirmherr sind wieder ein tolles Vater-Tochter-Gespann.

Seit 5 Jahren wird die Müllerinnen-Brosche weitergereicht, da es ja weder Krönchen, noch Zepter oder Reichsapfel zum Inthronisieren gibt.

Zu Besuch kommt die Müllerin von Ursella zur Sachsenhäuser Kerb und zum Landesherrn ins Schloss Biebrich.

Die Müllerin von Ursella, Lilly Schmidt, die Erste.

Alter: 21 Jahre

Geboren und aufgewachsen: in Niederursel

Amtstracht: Dirndl in Grüntönen

Amts-Insignien: Die Brosche der Müllerinnen von Ursella
Weiße Schärpe mit grünem Aufdruck

Beruf: Studentin (Duales Studium BWL)

Hobbies:  Gardetanz beim TSC Schwarz-Gold Frankfurt
Mitarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Niederusel (Status aktuell: Freundin & Gönnerin)

Vorkenntnisse: Hat schon an zahlreichen Kerbeumzügen in Niederursel sowie an Faschingsumzügen in Heddernheim, Eschborn und Frankfurt teilgenommen.

Unterstützendes Umfeld: Die Eltern und die Schwester, sowie viele Kontakte zu ehemaligen Müllerinnen von Ursella

Lieblingsgetränk: Licor 43, ein Premium-Likör, aus der spanischen Stadt Cartagena. Nach einem geheimen Familienrezept hergestellt mit 43 natürliche Zutaten, darunter südländische Zitrusfrüchte und erlesene Kräuter. Gemischt mit Milch und gekühlt in einer Slush-Eismaschine.

Der Schirmherr

Stefan Schmidt, der Papa von Lilly

Verheiratet mit: Ute Schmidt, Müllerin von Ursella 2000

Sehr langjähriges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Niederursel (Wehrführer a.D.)

Der Prunkwagen

Es kommt ein neues Gefährt zum Einsatz. Geschmückt wird es wieder mit Birkenzweigen und Sonnenblumen. Ausgerüstet mit bemalten Seitenwänden (Motive: Niederurseler Mühlen, Emblem der Müllerin von Ursella). Versehen mit mehreren hundert Rosen, die es an die Gäste zu verteilen gilt.

Die Birkenzweige für den Wagen stammen von einem langjährigen Mitglied des Bürgervereins. Sonnenblumen und Rosen liefert eine Gärtnerei.

Historische Bedeutung

Der Titel „Müllerin von Ursella“ hat seinen Ursprung in den verschiedenen Mühlen, die damals von der Hohen Mark bis zur Nidda entlang des Urselbachs lagen. Dabei hat es nicht nur die typischen Kornmühlen, sondern auch Öl-, Papier- oder Tabakmühlen gegeben. Die Müllerin erinnert als Symbolfigur auf der Kerb an die ehemaligen Mühlen.

Der Umzug

Der Kerbezug durch Niederursel beginnt am Samstag, den 26. August, ab 16 Uhr. Gestartet wird an der Gaststätte „Zum Lahmen Esel“. Anschließend geht es weiter über die Spielsgasse zum Feuerwehrhaus am Weißkirchener Weg 69. Mit rund 1,3 Kilometern gehört die Zugstrecke zu den kürzeren Festrouten in Frankfurt.

Die Gaststätte „Zum Lahmen Esel“ lädt alle Teilnehmer am Kerbeumzug auf ein Glas Apfelsaft oder „Ebbelwei“ ein! Für die durstige Kehlen ist bei der Aufstellung zum Festzug oft der Bedarf nach kühlen Getränken schon groß, um den Durst zu löschen. Die Traditionsgaststätte stellt Apfelsaft/Ebbelwei pur und gespritzt auf die Fensterbank der Gaststube.

Auch mit dabei sind:

  • die Landfrauen, die dieses Jahr mit Velotaxis vorfahren und die Gäste mit kleinen Überraschungen erfreuen.
  • die Kinder der Heinrich-Kromer-Schule,
  • die Kolpingfamilie aus Heddernheim und
  • die Brunnen- und Kerbegesellschaft Sachsenhausen.

Der Kerbebaum

Die Feuerwehr holt traditionell den Baum aus der Hohemark. Er wird auf dem Gelände der Feuerwehr von mehreren Feuerwehrleuten gut bewacht, damit er nicht gestohlen werden kann. (Vor mehreren Jahren gelang es den Heddernheimer Kerbeburschen die Puppe zu entwenden. Sie musste mit zwei 30-Liter-Fässern Bier wieder auslöst werden)

Wenn die Teilnehmer des Kerbezugs bei der Feuerwehr ankommen (ca. 17 Uhr), wird der Baum aufgestellt und die Kerbeliesel an die Spitze hochgezogen. Danach geht es los mit dem Bierfass-Anstich durch die Müllerin von Ursella.

Der Weinstand

Ab Freitagabend ab 17 Uhr ist der überdachte Weinstand des Bürgervereins geöffnet. Dort werden die leckeren Sorten des Weinguts Jürgen Leber angeboten, der Haus und Hoflieferanten aus dem Rheingau.

Flammkuchen

Es wird wieder (Elsässer) Flammkuchen im traditionellen Holzbackofen bei über 300° Celsius gebacken.

Ursprünglich dienten die dünnen Brotteigfladen zum Testen der Temperatur des Steins vor dem Einschieben des Brotes in den Holzbackofen. Wurde der Teig schnell schwarz, war die Temperatur zum Brotbacken zu hoch, und man musste noch warten bis der Stein abgekühlt war. Während der Wartezeit wurden, sozusagen als Brotzeit, noch weitere Fladen einfachst belegt. Zuerst wurden sie nur mit Sauerrahm, später auch mit Zwiebeln und Speck belegt. Dies war die Geburtsstunde des Flammkuchens!

Kerbe-Gottesdienst

Der Kerbe-Sonntag beginnt um 11 Uhr mit einem Kindergottesdienst. Ja nach Wetterlage wird er entweder in der Gustav-Adolf-Kirch oder im Kirchgarten stattfinden.

Mini-Frühschoppen -Neuheit-

Kurt Wolfer, ein langjähriges Mitglied des Vereins, der noch guten Rock’n’roll spielen kann und sein Freund, der Norbert Spengert am Saxophon spielen ab 12 Uhr im Kirchgarten. Dazu kann man sich Wein und Brezeln holen.

Die Bands

Die Äppelquetscher

Auftritt Freitag, 20 Uhr

„Die Äppel-Quetscher“, das sind 2 junge Vollblutmusiker aus Frankfurt und Umgebung, die sich besonders auf stimmungsgeladene Partymusik für Jung und Alt spezialisiert haben.

Hier bleibt kein Fuß still, kein Auge trocken, denn jedes Lied fährt einem direkt ins Bein, und die beiden Quetscher tauchen tief in ihre Rollen ein und erfüllen sie so mit Leben, dass sie auch Ihr Publikum in eine bunte Welt des Frohsinns und der Ausgelassenheit entreißen. (https://www.aeppel-quetscher.de/)

Johnny D. & die Schlagerboomers

Auftritt Samstag, 20 Uhr

Knallbunt zurück in die 1980er Jahre: Schrille Kleidung, völlig durchgeknallte Musiker und eine Auswahl aus Pop und Schlagern der 80er und 90er Jahre. Das sind »Johnny D. und die Schlagerboomers«. Auf die Besucher wartet ein knallbuntes Spektakel mit einer Musikauswahl, die viele noch aus ihrer Kindheit oder Jugend kennen. Die Band hat sich erst in Corona-Zeiten formiert. Zwischen den Liedern hat Johnny D. (alias Andreas Klughammer) auch immer den passenden Spruch auf den Lippen, um das Publikum zum Lachen und Mitfeiern zu bringen.

Traktor-Pulling sowie Spiel und Spaß für Kinder

Sonntag, 12 Uhr Traktor-Pulling (alte Feuerwehr-Tradition)

Verschiedene Mannschaften treten in Feuerwehrstiefeln (und Dirndl) gegeneinander an. Eine Mannschaft aus 2-3 Personen muss mit einem Seil einen älteren Traktor auf Zeit eine Strecke von 15 Metern mit Steigung hochziehen.

Dieses Jahr kommt noch eine Reihe von weiteren lustigen Spielen hinzu.

Sonntag, 12 Uhr Basteln am Kirchplatz

Die Kinder basteln Teelichter aus alten Marmeladengläsern, Dekorieren, üben den Kartoffeldruck und erstellen Leinenbeuteln (bei entsprechender Vorarbeit der Eltern).

Sonntag, 13 Uhr Spiel und Spaß für Kinder

Organisiert von der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Auch die Spritzwand wird wieder aufgebaut. Die Erstellung von Stickern, Malen und Kinderschminken werden angeboten.

Die Kuchen-Theke der Landfrauen

Samstags ab 15 Uhr / Sonntag ab 13 Uhr

Die Landfrauen haben ihre besten Rezepte aus der Schublade geholt und bieten leckere Kuchen im Hinterhof des Weißkirchener Wegs an. Dazu gibt es Kaffee.

Schausteller Buden

Es wurde ein neuer Schausteller gefunden, der ein bis zwei Handvoll Buden aufstellen wird. Derselbe Schausteller war schon erfolgreich auf der Kalbacher Kerb tätig.

Unterstützung durch Vereine

Insgesamt 13 Vereine sind an dem Fest beteiligt. Der Bürgerverein, die Freiwillige Feuerwehr und die Landfrauen bilden das Kernteam. Die restlichen Vereine sind beim Umzug mit dabei oder bringen sich mit kleineren Aktivitäten mit ein.

Das Programm

Freitag, 25. August 2023

17:00 Uhr Weinstand Bürgerverein
im Kirchgarten mit Flammkuchen aus dem Holzbackofen

20:00 Uhr Frankfurter Party-Nacht
mit der Gruppe „Die Äppelquetscher“
Eintritt: 5 € bei der Freiwilligen Feuerwehr Niederursel

 

Samstag, 26. August 2023

15:00 Uhr Kaffee und Kuchen
bei den Landfrauen im Weißkirchener Weg

16:00 Uhr Weinstand Bürgerverein
im Kirchgarten mit Flammkuchen aus dem Holzbackofen

16:00 Uhr Kerbeumzug
vom „Lahmen Esel“ bis zum Feuerwehrhaus

17:00 Uhr Aufstellen des Kerbebaums

17:30 Uhr Bierfass-Anstich der Binding-Brauerei
mit der Müllerin Lilly Schmidt und dem Schirmherrn Stefan Schmidt

20:00 Uhr Niederurseler Schlager-Nacht
mit der Gruppe „Johnny D. & die Schlagerboomers“
Eintritt: 8 € bei der Freiwilligen Feuerwehr Niederursel

 

Sonntag, 27. August 2023

11:00 Uhr Kerbegottesdienst
in der Gustav-Adolf-Kirche

12:00 Uhr Weinstand Bürgerverein
im Kirchgarten mit Flammkuchen aus dem Holzbackofen

12:00 Uhr Livemusik
mit Kurt und Norbert im Kirchgarten

12:00 Uhr Bastelstand
für Kinder im Kirchgarten

13:00 Uhr Gaudiwettkampf
bei der Freiwilligen Feuerwehr

13:00 Uhr Kaffee und Kuchen
bei den Landfrauen im Weißkirchener Weg

14:00 Uhr Kinderaktivität
auf dem Weißkirchner Weg

16:00 Uhr Treffen der ehemaligen Müllerinnen und Schirmherren
am Weinstand Bürgerverein im Kirchgarten

 

Es laden zur Niederurseler Kerb 2023 herzlich ein:

  1. der Bürgerverein Niederursel-Nordweststadt e. V.
  2. die Freiwillige Feuerwehr Niederursel 1903 e. V.
  3. der Landfrauenverein
  4. die TSG Nordwest 1898 e. V.
  5. der Ortsbauernverband Niederursel
  6. die Evangelische Kirchengemeinde Niederursel
  7. die Freie Bildungsstätte „der hof‘
  8. der SV Niederursel e. V.
  9. die Senioren Selbsthilfe Sen-Se e. V.
  10. das Naturpädagogische Zentrum Schilasmühle e. V.
  11. der Klaa-Pariser Musikzug
  12. Schüler der Heinrich-Kromer-Schule
  13. die Kostümgruppe der Brunnen- und Kerbegesellschaft Sachsenhausen e. V. „Sachsehäuser Berjersleut“
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Die Feuerwehr im Kampf gegen die Wassermassen in Frankfurt

Teamwork und Leitung in der zentralen Leitstelle der Berufsfeuerwehr FFM

Brandschutzdezernentin Annette Rinn sagte nach Abschluss der Unwettereinsätze: „Die starken Gewitter über unserem Stadtgebiet haben erneut gezeigt, wie leistungsfähig alle an der Gefahrenabwehr Beteiligten sind. Die Einsätze haben sich bis heute, am Freitagvormittag vor allem wegen der überfluteten Keller hingezogen. Ich danke allen Einsatzkräften und Helfern für die vielen, stundenlangen und hilfreichen Einsätze gegen die Wassermassen. Auch hat sich mit diesem Ereignis gezeigt, wie wichtig und richtig es war, die Zentrale Leitstelle der Feuerwehr zu modernisieren und personell aufzustocken.“

550 Unwettereinsätze bewältigten die Einsatzkräfte insgesamt seit Mittwochabend. Eine unglaublich hohe Zahl im Vergleich zu einem normalen Frankfurter Tag, an dem diese Summe von Einsätzen über 24 Stunden verteilt anfällt. Das alles „on top“ zum Tagesgeschäft zu koordinieren ist Aufgabe der Zentralen Leitstelle, der trockenen Seite des Unwetters.

Diese Leitstelle wurde erst vor zwei Wochen nach einer umfassenden Sanierung neu eröffnet: größere Räumlichkeiten, mehr Arbeitsplätze und eine personelle Aufstockung an der Notrufnummer »112«. An einem normalen Wochentag sind hier abends noch 7 Einsatzbearbeiter an ihrem Platz und koordinieren die Einsätze für Frankfurt.

Vier weitere Disponenten haben Inhouse-Rufbereitschaft und können bei großen Einsätzen sofort verstärken. Der Lagedienst führt das Team, das seit Januar 2023 in 24-Stunden-Schhichten arbeitet. Seine Aufgabe: die Lage im Blick behalten, Veränderungen bewerten, auf Entwicklungen reagieren.

Genau das geschah am Mittwoch, als um 20:30 Uhr ein heftiges Unwetter über Frankfurt zieht und im Verlauf des Abends mit Wassermassen für einen stundenlangen Großeinsatz sorgt. Vollalarm für alle Freiwilligen Feuerwehren in Frankfurt, Einsatz für THW und DLRG, Alarm für die 12 Wachen der Berufsfeuerwehr.

Das sind die Menschen, die für ihren Einsatz nass werden, die hinausfahren und unmittelbar vor Ort helfen. Der Notruf »112« explodierte förmlich. Ein Dashboard unterstützte den Lagedienst. Es zeigte, dass die Notrufe um mehr als das 10-fache im Vergleich zu sonst anstiegen.

Zentrale Leitstelle: Notrufzahlen explodieren förmlich

Notrufzahlen explodieren förmlich, © Berufsfeuerwehr FFM

Der Lagedienst löst den Alarm für die Inhouse-Bereitschaft und dienstfreie Kollegen der Leitstelle aus der Freizeit aus. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Team auf 25 Disponenten aufgestockt und alle Plätze besetzt. Damit konnte die hohe Zahl der Notrufe deutlich schneller bearbeitet und in Not befindlichen Menschen geholfen werden.

Denn auch in einer solchen Lage gibt es Menschen in akuter Lebensgefahr. Am Klingeln des Notruftelefons ist leider nicht zu erkennen, ob Anrufende „nur“ einen überflutenden Keller oder einen lebensbedrohenden Notfall melden wollen. Die Arbeit in der Leitstelle ist Teamwork, das höchste Konzentration erfordert, aber es ist immerhin die „trockene Seite des Unwetters“.

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Die Geschichte des Abenteuerspielplatzes Riederwald

Plakatwand Abenteuerspielplatz Riederwald

Dieses Jahr feierte der Abenteuerspielplatz Riederwald seinen 50. Geburtstag. In Vorbereitung auf das Jubiläum hat der Verein, der auch regelmäßig am Riedberg gastiert, eine Ausstellung am Opernplatz organisiert. Bis Ende September können auf dem dort errichteten Bauzaun über 100 Bilder von den vergangenen Aktivitäten des Vereins besichtigt werden.

Die Ausstellung ist für die großen und kleinen Besucher kostenlos. Die Grundstückeigentümerin »SIGNA« hat den dort errichteten Bauzaun zur Nutzung dem Verein zur Verfügung gestellt.

Die verschiedenen Angebote des Abenteuerspielplatzes Riederwald

  • Kinderfastnacht
  • Piratenbootfahrten
  • Kinderflohmärkte
  • 3 Abenteuerspielplätze
  • POW WOW (Volksfest der nordamerikanischen Indianer)
  • Martinsfeuer
  • Plätzchenbacktourneen des Spielmobils
  • Weihnachtsmarkt für Kinder

Aus der langen Geschichte des Abenteuerspielplatzes Riederwald

Der Abenteuerspielplatz Riederwald wurde 1973 eröffnet und ist damit seit 50 Jahren ein wichtiger Ort für Kinder und Jugendliche in Frankfurt. Der Spielplatz wurde von Falken, Jusos, Eltern und der Riederwälder Bevölkerung in ehrenamtlicher Arbeit geschaffen.

Mit einer Spende in Höhe von DM 10.000,00 vom damaligen Oberbürgermeister Rudi Arndt wurde ein alter Bauwagen mit Werkzeugen und Spielgeräten ausgestattet, sodass das Hüttenbauen, Feuer machen, Kochen, Malen, Werkeln, Basteln und Matschen mit Sand und Wasser beginnen konnte.

1988 konnte mit finanzieller Förderung der Stadt Frankfurt und des Landes Hessen die bis dahin existierenden Garagen zur Materialaufbewahrung durch ein neues attraktives Spielhaus ersetzt werden, damit auch im Winterhalbjahr der Spielplatz genutzt werden kann.

Unter Federführung des Abenteuerspielplatzes Riederwald e. V. konnte erreicht werden, dass die Stadt Frankfurt ab dem Jahr 1991 alle 8 bis dahin existierenden Frankfurter Abenteuerspielplätze finanziell so ausstattete, dass die Beschäftigung eines zweiten hauptamtlichen Mitarbeiters möglich wurde. Seitdem wurden die Zuschüsse allerdings nicht mehr erhöht.

Der Abenteuerspielplatz Riederwald wurde 1989 Sieger im Hessischen Landeswettbewerb „Kinder spielen in der Stadt“ und erhielt im Jahr 2000 den Deutschen Kinderkulturpreis.


Weiterführender Link

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Feuerwehr: Zahlreiche Unwettereinsätze bewältigt

Unwetterfolgen vom 17.08.2023 in Niederursel

Die schweren Unwetter in der vergangenen Nacht führten in Frankfurt zu zahlreichen Einsätzen von Feuerwehr und anderen Rettungskräften. Die Berufs- und freiwillige Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW) und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) waren im Einsatz, um den Bürgern in Notsituationen zur Hilfe zu kommen.

Insgesamt wurden zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens über 500 Einsätze verzeichnet. Dabei handelte es sich unter anderem um:

  • 17 Brände kleineren Ausmaßes wie Brandmeldeanlagen oder Rauchentwicklungen durch Wasser in der Elektroverteilung.
  • 357 Wassereintritte in Gebäude
  • 17 umgestürzte Bäume

Die Einsatzkräfte waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Aufgrund der Vielzahl von Notrufen wurde die Schichtstärke der Leitstelle um dienstfreies Personal ergänzt. Dadurch konnte eine schnelle und effiziente Koordination der Einsätze gewährleistet werden.

Die Feuerwehr Frankfurt bedankt sich bei allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Professionalität. Besonders hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit mit dem THW und der DLRG, die ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Unwetterlage geleistet haben.

Die Feuerwehr Frankfurt appelliert an die Bevölkerung, bei Unwetterlagen besondere Vorsicht walten zu lassen und die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen. Nur so kann eine effektive Hilfe gewährleistet werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte (auch über die NINA-Warnapp) gewarnt mit Blick auf das schwere Gewitter:

  • vor heftigem, lokal auch extremem Starkregen mit Mengen zwischen 30 und 60 Litern pro Quadratmeter.
  • mit teils schweren Sturmböen.
  • mit Hagel mit einem Durchmesser von bis zu 2 Zentimetern

Erst heute Morgen um 8 Uhr endete die Unwetterwarnung des DWD.

Der Frankfurter Südbahnhof war vollgelaufen. Am Flughafen waren zahllose Flüge ausgefallen. Besonders betroffen waren die Frankfurter Stadtteile Sachsenhausen, Niederrad und Zeilsheim. Menschen mussten aus einer überfluteten U-Bahn gerettet werden, in die Wasser eingedrungen war.

Während südlicher gelegene Stadtteile vom Unwetter intensiver betroffen worden sind, kam der Norden etwas glimpflicher davon, da eher am Rand der Gewitterzelle gelegen.

Nur Niederursel bekam wieder mal die Entwässerung der Taunushänge über den Urselbach ab. In der Spielsgasse staute sich das Wasser kniehoch. Mit Sandsäcken versuchten die Bewohner der Flut Herr zu werden.

Unwetterfolgen vom 17.08.2023 in Niederursel

Sandsäcke zum Schutz vor der Überflutung

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Die Stadt fördert Stadtteilfeste finanziell

Finanzielle Förderung

Seit August fördert die Stadt Frankfurt Feste, die in den 46 Stadtteilen veranstaltet werden. Der Sondertopf trägt den Namen „Stadtteilfeste unterstützen“ und ist mit 413.500 Euro gefüllt worden.

Rein rechnerisch sind das für jeden Stadtteil rund 9.000 Euro. Werden in dem Stadtteil im Jahresverlauf drei Feste organisiert, sind das immerhin 3.000 Euro Zuschuss für jedes Event.

Die Kappungsgrenze für die Unterstützung pro Fest liegt daher auch bei 6.000 Euro.

Wer kann gefördert werden?

  • Verbände
  • Vereine und
  • Ehrenamtliche Veranstalter

Bei der Unterstützung handelt es sich um eine einmalige Zuwendung. Hintergrund für dieses Angebot der Stadt sind zum einen gestiegene Kosten, etwa für Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen. Außerdem …

  • fließen Spenden- und Sponsoringmittel nach Corona nur noch eingeschränkt
  • muss so manche Initiative überlegen, ob sie ihr traditionelles Stadtteilfest noch stemmen kann
  • sind bunte, ehrenamtlich organisierte Feiern essenziell für die Kultur und den Zusammenhalt in unseren Stadtteilen

Die Förderung kann auch nachträglich für Feste aus dem Jahr 2023 beantragt werden.

Welche Voraussetzungen sind noch zu erfüllen:

  • Das Fest muss grundsätzlich einen nicht kommerziellen Charakter haben
  • Der zuständige Ortsbeirat muss den Antrag geprüft und befürwortet haben
  • Die Antragsunterlagen müssen ausgefüllt eingereicht werden

Bezüglich der erforderlichen Anträge steht das Kulturamt
per eMail (kulturfoerderung@stadt-frankfurt.de) zur Verfügung.

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Mit Frauenpower zu einer grüneren Welt

Riedbergplatz - graue Mauern mit Graffiti

Wer kennt sie nicht, die schönen Rittersagen, wenn wackere Helden und Heldinnen für ihre Liebsten einen Platz zum Überleben in einer grauen Welt bzw. einer Welt des Grauens erkämpfen. Aber auch in unserer Zeit gibt es immer wieder Wunder, wenn Menschen mit einem Gespür für zukunftsweisende Entwicklungen das Zepter in die Hand nehmen und ihre Truppen motivieren und in Stellung bringen.

Doch beginnen wir mit dem Start der Geschichte. Im Jahre 2005 wurde im Ostend auf dem ehemaligen Gelände des Landwirtschaftlichen Vereins, (welches früher als Pferdemarkt genutzt wurde) der Paul-Arnsberg-Platz eingeweiht. Eine dreiviertel Million Euro waren dort investiert worden. Auf 3.000 qm waren 16 Trompetenbäume verteilt, der Rest mit Pflastersteinen versiegelt. Bürger und Verwaltung erhofften sich die Etablierung eines Wochenmarktes an dieser Stelle.

Doch bereits ein Jahr nach seiner Eröffnung 2005 wurde er mangels Kundeninteresse wieder eingestellt. Das Gebiet war noch mitten in der Entwicklung. Vor allem die Großbaustelle der EZB und die passierenden Lastwagen trugen nicht zu einer gemütlichen Stimmung bei.

Dass der Markt nicht so angenommen wird, liegt aber vielleicht auch daran, dass nach der Fertigstellung des Quartiers viele Geschäfte – von einer Aldi-Filiale über ein türkisches Lebensmittelgeschäft bis hin zu einem Supermarkt – angesiedelt wurden.

Zehn Jahre später, am 12.06.2015 startete mutig der zweite Wochenmarkt mit 13 Ständen. Bereits ein gutes Jahr später waren es nur noch drei. Immer noch zu wenig Kunden, die dort auf dem Wochenmarkt auf dem Paul-Arnsberg-Platz einkauften. Ob der Niedergang daran lag, dass der Platz so öde, ist oder daran, dass er so versteckt liegt, weiß man nicht. Jedenfalls zerplatzte hier erneut ein Traum.

Im Jahre 2014 gründete sich dann im Ostend der Verein „Lebenswertes Ostend“. Eines der Kernthemen wurde 2017 die Belebung des Paul-Arnsberg-Platzes. Nachbarn und Interessierte entwickelten Nutzungsperspektiven und Ideen für mehr Aufenthaltsqualität. Die Leitung der Paul-Arnsberg-Platz-Initiative (PAPI) lag in den Händen von Gudrun Schmidt, einer ehemaligen Finanzexpertin und Fachbereichsleiterin bei Verdi Hessen.

Die Initiative nahm sich des Platzes an und sorgte zunächst dafür, dass die Bäume auf dem Platz genügend Wasser bekamen. Die angepflanzten Trompetenbäume waren für so einen Platz eigentlich nicht geeignet gewesen. Im Sommer heizt sich der Platz so sehr auf, dass man darauf ein Spiegelei braten konnte (ähnlich wie am Riedbergplatz). Im Winter war es dort zu kalt. Eigentlich konnte man sich dort nie wohlfühlen.

Und die Bürgerinitiative ließ nicht locker. Durch regelmäßige Veranstaltungen auf dem Platz wurde das Interesse an einer Verbesserung lebendig gehalten. 2019 besuchten die Mitglieder der PAPI einen VHS-Kurs von Hanne Münster-Voswinkel, eine pensionierte Stadtplanerin. Der Kurs war dank einer Spende der NASPA für die Teilnehmer kostenfrei. Die Teilnehmer wurden über die Wege durch die politischen Instanzen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Ämtern informiert. Das erleichterte die Kooperation mit den Ämtern der Stadt erheblich.

2023 war es dann so weit. Dank des Einsatzes von Frau Schmidt und ihren Mitstreitern wurde die Hälfte der Fläche des Platzes nun entsiegelt und begrünt.

Eine ähnliche Entwicklung hat der Riedbergplatz genommen

Der Neubau des Riedbergplatzes 2013 hatte damals 1,5 Mio. Euro gekostet, doppelt so viel wie der Paul-Arnsberg-Platz.

Schon 2018 sollte auf Initiative des Ortsbeirats (12) die Betonmauern auf dem Riedbergplatz mit Graffiti verschönert werden. Bereits Jahre zuvor wurden die Betonmauern um den Riedbergplatz vom Magistrat als Flächen für legale Graffiti ausgewiesen.

Zur Umsetzung dieses Projektes hat der Ortsbeirat den Kinderbeauftragten des Stadtteils, Ronald Bieber, damit beauftragt, ein Konzept zur künstlerischen Neugestaltung des Platzes zu entwerfen. Dieses sollte dann in Zusammenarbeit mit den Schulen des Ortsbezirks sowie dem Jugendhaus Riedberg umgesetzt werden. Grünes Licht für das Projekt gab es auch vom Amt für Straßenbau und Erschließung, das bereits den Graffiti-Schutz von den Wänden entfernt hatte, sodass die Fläche fortan „jeglichen Projekten zur Verfügung stand“.

2019 setzte sich der Ortsbeirat wie schon seit zehn Jahren für eine Entsiegelung des Platzes ein. Im selben Jahr gründete sich die Klimaschutz-Initiative Riedberg unter Frau Mirel und gemeinsam mit dem Ortsbeirat fanden gemeinsame Gespräche mit dem Grünflächenamt statt. Allerdings musste der Architekt des Platzes aufgrund des Urheberrechtes bei der Umgestaltung eingebunden werden.

2021 fanden die ersten Ortstermine statt. Die Zeitungen berichteten ausführlich. Im Sommer hatten Geografie-Studierende der Goethe-Universität Höchsttemperaturen von 69,7 Grad Celsius auf dem Riedbergplatz gemessen. Beim Grünflächenamt und bei der Managementgesellschaft für Hafen und Markt hatte die Klimaschutz-Initiative einen ersten Entwurf eingereicht. Die Wochenmarkt-Organisatoren waren mit dem Entwurf einverstanden. Auch die Gespräche mit den Architekten waren konstruktiv. Alle Parteien im Ortsbeirat (12) standen hinter den Plänen.

Ende 2021 war es dann so weit. Vertreter des Grünflächenamtes stellten die neuen Umgestaltungspläne im Ortsbeirat vor. Die Ortsbeiräte waren begeistert. Insgesamt wolle man rund 1000 Quadratmeter Fläche entsiegeln. Es wurden Kosten von 1,3 Mio. Euro veranschlagt. Die Arbeiten hätten Ende 2022 beginnen können.

Anfang 2022 kam das Thema bei den Gastronomen am Riedbergplatz an. Prompt wurde Veto eingelegt und die Pläne mussten noch einmal überprüft werden.

Doch nun nach der Umgestaltung des Paul-Arnsberg-Platzes soll die Umgestaltung des Riedbergplatzes (noch dieses Jahr) in Angriff genommen werden. Dank dem Gespann Ina Mirel (Klimaschutz-Initiative Riedberg) und Ulrike Neißner (Ortsbeirat 12) und ihren Mannschaften und ihrer Ansprechpartnerin im Grünflächenamt Frau Heike Appel!

Nachrichtlich (16.08.23 12:00 Uhr): „Die Bau- und Finanzierungsvorlage musste grundsätzlich überarbeitet werden“ (O-Ton Rosemarie Heilig), daher wird der Spatenstich erst im nächsten Jahr stattfinden.


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Über Bienen schreiben – ein faszinierendes Hobby

Bienenschwarm

Wer hätte das gedacht, als 2013 zwei Imker, Matthias Adler-Drews und Holmer Drews, sich entschieden, nicht nur mit Bienen zu arbeiten, sondern auch über ihre Erfahrungen mit der Zucht und Pflege von Bienen online zu berichten.

Ihr Blog (Web-Tagebuch) feiert die Tage nun seinen 10. Geburtstag. Man könnte meinen, inzwischen sei alles über Bienen berichtet worden, was es zu berichten gibt. Aber weit gefehlt! Durch die intensive Beschäftigung mit diesen interessanten Lebewesen hat sich auch der Blick der beiden Hobby-Imker geschärft und immer neue Facetten dieses vielseitigen Hobbys fallen ihnen ins Auge.

Auch die Beziehung zwischen den Bienen und den Pflanzen, von deren Nektar sie leben, wann Blütezeiten sind, welche Vorlieben die Bienen entwickeln und vieles mehr, zeigen das vielfältige Universum der Natur.

Von Anfang an war die Nutzung des Mediums „Webbasierter Blog“ ein Versuch, Neuland zu erkunden und das Potenzial dieses Instruments auszuloten. So entwickelte sich der Wissenszuwachs auf dem Gebiet der Imkerei und auf dem Gebiet des journalistischen Arbeitens parallel weiter.

Auf dem Blog werden Berichte über Bienen und Bienenzucht erstellt, die sich besonders an Imker richten, aber auch Berichte, die für naturinteressierte Laien gedacht sind. Um die Qualität ihrer Arbeit zu sichern, stehen die beiden Hobby-Imker im ständigen Austausch mit ihren Lesern. Von daher sind Hinweise, wenn sich in den Berichten mal Fehler eingeschlichen haben, herzlich willkommen. Auch von Kommentaren und Anregungen kommen neue Impulse für eine Weiterentwicklung der Webseite und der Imkerei.

Bienenkreis

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Wir wünschen den beiden „Jubilaren“ den Riedberg-Imkern Matthias und Holmer daher weiterhin viel Erfolg und Gesundheit, vor allem auch für die von ihnen betreuten Bienenvölker.


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Kommunikation und Wirklichkeit

Kita Kalbacher Stadtpfad

Im Zusammenspiel zwischen Magistrat und Ortsbeiräten liegt so manches im Argen. Da Kommunikation und erlebte Wirklichkeit nicht zusammenpassen, ist die Frustration (vermutlich auf beiden Seiten) ziemlich hoch.

Viel zu häufig müssen unsere Ortsbeiräte in Stellungnahmen lesen, dass eine Durchführung ihrer Anliegen zwar wünschenswert, aber aufgrund fehlender Mittel nicht durchführbar sei. Auch ausbleibende Rückmeldungen auf gestellte Anträge haben sich in den letzten Jahren gehäuft.

Eine digitale Schnittstelle, um zu sehen, welche Prozesse gerade in der Bearbeitung sind, wer daran alles beteiligt ist und worauf aktuell gewartet werden muss, fehlt.

Dies führt dazu, dass bei den Ortsbeiräten, die ja ihren Bürgern auch Rede und Antwort stehen müssen, folgende Eindrücke entstehen:

  • Es wird nur vertröstet aber nicht bearbeitet.
  • Informationen erhält man nur, wenn man permanent Druck aufbaut.
  • Ortsteile werden gegeneinander ausgespielt, zentrumsnahe Ortsteile bevorzugt.
  • Im Zweifelsfall wird immer behauptet, es sei kein Geld verfügbar.
  • Kooperatives Zusammenarbeiten sieht anders aus.

Dabei hatte die Stadt die Stärkung der Stadtteile bereits im „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ als Ziel formuliert. Zur Finanzierung der beschlossenen Maßnahmen stehen dem Magistrat auch verschiedene Geldtöpfe (Förderprogramme der Stadterneuerung) zur Verfügung:

  1. Programm „Schöneres Frankfurt“
  2. Förderprogramme der Stadterneuerung
  3. Auch durch die Kooperation mit Stiftungen könnten manchmal dringende Probleme finanziert werden.
  4.  …

Ein aktuelles Beispiel aus Kalbach

Jahr Kommunikation
2018 Das Stadtschulamt hat mit dem Eigenbetrieb »Kita Frankfurt« die Inbetriebnahme einer Übergangslösung für den im Bau befindlichen 12. Kita-Neubau auf dem Riedberg vereinbart. Diese Übergangslösung wird in der Containeranlage am Kalbacher Stadtpfad 22, also in Kalbach, realisiert. Zum Sommer dieses Jahres werden dort 3 Kindergartengruppen mit insgesamt 63 Plätzen eingerichtet. (ST 1579)
2018 Konzeption und Finanzierung einer neuen Kindertagesstätte und eines neuen Versammlungs- und Veranstaltungsraums am Kalbacher Stadtpfad. (OA 343)
2019 Die im Eigentum der Stiftung Waisenhaus stehende Fläche „Am Hasensprung“ ist planungsrechtlich ausgewiesen für Gemeinbedarf »Grundschule«. Der Eigenbetrieb »Kita Frankfurt« hat das Grundstück der Stiftung Waisenhaus gepachtet und nutzt zurzeit einen Teil des Grundstücks für die dort befindliche Containeranlage für ein Kinderzentrum mit 84 Plätzen. Aufgrund der stetig steigenden Bedarfe in den Stadtteilen Kalbach und Riedberg wird eine Erweiterung auf dem Gelände für eine 5-gruppige Einrichtung als Kinderzentrum von »Kita Frankfurt« in Erwägung gezogen. Der Magistrat prüft derzeit die Nutzung dieser Fläche unter Berücksichtigung der verschiedenen städtischen Bedarfsträger. Der Vorschlag des Ortsbeirates nach einem Versammlungs- und Veranstaltungsraums wird in diese Prüfung mit einfließen. (ST 1556)
2020 Die … angesprochene Fläche am Kalbacher Stadtpfad steht im Eigentum der Stiftung Waisenhaus und ist an den Eigenbetrieb »Kita Frankfurt« überlassen worden, der dort den Neubau einer fünfzügigen Kindertagesstätte plant. Der Magistrat plant in der geplanten Neubaumaßnahme den als Ersatzfläche für die alte Turnhalle in Kalbach vorgesehenen Mehrzweckraum zu integrieren.

Er wird gemeinsam mit »Kita Frankfurt« die Beplanung des Grundstücks und die Realisierung des Neubaus vorantreiben. Weder die Errichtung noch der Betrieb von Mehrzweckräumen entsprechen dem Satzungszweck von »Kita Frankfurt«. Der Magistrat wird dessen ungeachtet für eine zeitgleiche Realisierung und eine partnerschaftliche Lösung für die letztendliche Nutzung der zur Verfügung stehenden Fläche sorgen, sodass alle Interessen vor Ort berücksichtigt werden können. (ST_2000_2021)

2022 Kita-Neubau und ein entsprechend großer Veranstaltungsraum werden im Stadtteil Kalbach dringend benötigt. Mit ST 2000 vom 29.10.2021 wurde berichtet, dass gemeinsam mit »Kita Frankfurt« die Beplanung des Grundstücks und die Realisierung des Neubaus vorangetrieben wird. Die Haushaltsmittel sind bereitzustellen. (OF_210-12_2022)
2022 Etatanregung: In den Haushalt 2022 und folgende werden für den Neubau der Kita und des Mehrzweckraums Kalbacher Stadtpfad Mittel in Höhe von 5.000.000 Euro eingestellt. (Vorlage: EA 102)

Aktueller Status

  • Seit 5 Jahren provisorische Unterbringung in Containern
  • Bisher wurden keine Pläne für einen Neubau präsentiert
  • Für den Wirtschaftsplan 2024/2025 sind die notwendigen Planungsmittel angemeldet
  • Die Planungen sollen 2024 einen gewissen Reifegrad erreicht haben und es soll eine belastbare Zeitplanung für das Kita-Projekt geben
  • Isolierung: mangelhaft
  • Heizung: funktioniert nicht richtig
  • Luftqualität: unzureichend
  • Dichtigkeit gegen Wasser: nicht überall gegeben
  • Lärmpegel: sehr hoch
  • Platz: ausgelastet bis überbelegt
  • Bistro-Räume: zu klein
  • Garderoben: zu wenige
  • Besondere Herausforderung: Mehrzweckraum mit unklarer Finanzierung
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Ausschreibung des Stadtteilpreises 2023 des Ortsbeirates 12

Preisverleihung

Der Ortsbeirat 12 lobt den Stadtteilpreis 2023 für Aktivitäten, die das Zusammenleben in den Ortsteilen Kalbach und/oder Riedberg fördern, aus. Dazu sollen Ideen entwickelt und Projekte gestartet werden mit dem Ziel, die Weiterentwicklung des sozialen Zusammenlebens im Stadtteil zu fördern.

Der Stadtteilpreis wird für Arbeiten von Bürgern, Vereinen, Schulen und Initiativen, die sich im oben genannten Sinne verdient gemacht haben, ausgelobt. Als Preis stellt der Ortsbeirat 500 Euro aus den verfügbaren Haushaltsmitteln für Öffentlichkeitsarbeit bereit.

Über die Vergabe entscheidet der Ortsbeirat in nicht öffentlicher Sitzung durch einfache Mehrheit nach Vorsichtung einer Jury, bestehend aus je einem Mitglied jeder Fraktion sowie den fraktionslosen Mitgliedern des Ortsbeirates. Der Vorsitz der Jury wird innerhalb der Jury bestimmt.

Der Preis kann nicht zweimal in Folge demselben Preisträger verliehen werden. Die Übergabe an den Preisträger erfolgt im Rahmen einer öffentlichen Ortsbeiratssitzung im Jahr 2024.

Ende der Bewerbungsfrist ist der 31.10.2023.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung oder Vorschläge mit einer Kurzbeschreibung bis zum 31.10.2023 beim Büro der Stadtverordnetenversammlung, Stichwort „Stadtteilpreis des Ortsbeirates 12“, Bethmannstraße 3, 60311 Frankfurt am Main, oder per E-Mail an ortsbeiraete@stadt-frankfurt.de ein.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Ortsvorsteherin Frau Ulrike Neißner
eMail: ortsvorsteherin-kalbach-riedberg@web.de


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