Alle Artikel von Andreas Woitun

Sonnenenergie vor der eigenen Haustür: Vorträge und Solarspaziergang auf dem Riedberg

Solarpanel

Photovoltaik lohnt sich – doch viele fragen sich: Ist mein Balkon geeignet? Trägt mein Dach eine PV-Anlage? Welche Genehmigungen brauche ich? Und mit welchen Kosten und Fördermöglichkeiten kann ich rechnen?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt die Klimaschutz-Initiative Riedberg e.V. unter anderem in Kooperation mit MainSolarBalkon im Rahmen ihrer PV-Inforeihe 2026 mit zwei Informationsabenden und einem Solarspaziergang.

Den Auftakt macht am Donnerstag, 12. März 2026 (18:00 Uhr bis 20:00 Uhr) der Vortrag „Mini-PV kann jeder“. Hier erfahren Interessierte, wie Balkonkraftwerke funktionieren, für wen sie geeignet sind und wie sich auch mit wenig Aufwand eigener Solarstrom erzeugen lässt.

Am Freitag, den 08. Mai 2026 (18:00 Uhr bis 20:00 Uhr) folgt der zweite Vortrag: „PV-Anlage – geht das auch auf meinem Dach?“. Dabei geht es um die Voraussetzungen für größere Photovoltaikanlagen, technische Komponenten, rechtliche Rahmenbedingungen, Kosten sowie aktuelle Fördermöglichkeiten.

Beide Veranstaltungen finden im Centre for Dialogue am Campus Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 56, 60438 Frankfurt am Main, direkt an der U-Bahn-Station „Riedberg“ (U8/U9), statt.

Wer Photovoltaik nicht nur theoretisch kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen zum PV-Spaziergang über den Riedberg am Donnerstag, den 11. Juni 2026 (18:00 Uhr bis 19:00 Uhr). Hier werden bestehende Anlagen vorgestellt, Erfahrungen aus der Praxis geteilt und individuelle Fragen beantwortet. Nur mit Anmeldung!

Die Teilnahme an allen Terminen ist kostenlos, die Plätze sind jedoch begrenzt. Eine Anmeldung ist per E-Mail an solar@klimaschutz-initiative-riedberg.de oder über die Projektseite möglich:

http://www.klimaschutz-initiative-riedberg.de/solarprojektffm/

Eine gute Gelegenheit für alle, die sich unabhängig von steigenden Energiepreisen machen und aktiv zum Klimaschutz in Frankfurt beitragen möchten.

 

 

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Glasfaserausbau in Frankfurt: Bund bewilligt Millionenförderung für Versorgungslücken

Glasfaserausbau entlang der Straße

Die Stadt Frankfurt am Main hat einen entscheidenden Etappensieg beim Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur erzielt. Mit einer Förderzusage des Bundes in Millionenhöhe sollen nun auch die Gebiete erschlossen werden, die für private Telekommunikationsunternehmen bisher wirtschaftlich unrentabel waren.

Frankfurt treibt das Tempo beim Glasfaserausbau massiv voran. Wie die Stadtverwaltung gestern bekannt gab, hat der Bund Fördermittel in Höhe von 10,45 Millionen Euro bewilligt. Diese Gelder sind zweckgebunden für den Ausbau in sogenannten „weißen Flecken“ vorgesehen – also in Bereichen, die bisher als wirtschaftlich weniger attraktiv galten und daher im rein eigenwirtschaftlichen Ausbau vernachlässigt wurden.

Schließung der Versorgungslücken

Laut dem aktuellen Breitbandatlas sind in Frankfurt insgesamt 93.453 Adresspunkte für einen Glasfaseranschluss vorgesehen. Während der Großteil dieses Ausbaus eigenwirtschaftlich durch private Unternehmen auf Basis des Telekommunikationsgesetzes erfolgt, verbleiben rund 2.300 Adresspunkte im Stadtgebiet, die aktuell nicht gigabitfähig sind. Da diese Anschlüsse für Unternehmen kaum Gewinne versprechen, greift hier die staatliche Unterstützung.

Um diese Lücken zu schließen, hatte die Stadt bereits im Jahr 2025 Anträge im Rahmen der Gigabitförderung gestellt. Die Finanzierung ist dabei auf mehrere Säulen verteilt:

  • Bund: übernimmt 50 % der Projektkosten.
  • Land Hessen: beteiligt sich ergänzend.
  • Stadt Frankfurt: trägt lediglich einen Eigenanteil von 10 %.

Der nun erhaltene Bescheid bildet die rechtliche und finanzielle Grundlage für die anstehende Ausschreibung, mit der die weiteren Bauarbeiten vergeben werden.

Infrastruktur als Standortfaktor

Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger, Digitales und Internationales, betont die Relevanz des Projekts für die Stadtgesellschaft. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur sei in der heutigen Zeit ebenso essenziell wie die Versorgung mit Strom oder der Zugang zum Straßennetz. Ziel sei es, die Chancengerechtigkeit und Wettbewerbsfähigkeit Frankfurts zu sichern, damit kein Bürger und kein Unternehmen digital abgehängt wird – ungeachtet der wirtschaftlichen Attraktivität des Standorts.

Hohes Ausbautempo seit 2022

Der Bericht verdeutlicht zudem die Dynamik der letzten Jahre: Zwischen 2022 und 2025 wurden in Frankfurt mehr als 12 mal so viele Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen wie im gesamten Zeitraum bis einschließlich 2021. Um den Bedarf und die schwierigen Ausbaugebiete präzise zu ermitteln, arbeitete die Stadt eng mit der Infratech Services GmbH zusammen.

Informationen für Bürger

Für die Einwohner Frankfurts bietet die Stadt zusätzliche Transparenz. Auf der offiziellen Website steht unter frankfurt.de/glasfaserausbau eine interaktive Karte zur Verfügung. Dort können Bürger den aktuellen Ausbaustatus in ihrer direkten Nachbarschaft prüfen und sich über geplante Maßnahmen informieren.

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Wohnen auf antikem Grund: Frankfurt verbindet Neubau mit römischer Geschichte

Architekt Benjamin Jourdan präsentiert Modell Nida

In Heddernheim wird die römische Vergangenheit der Stadt buchstäblich in das Fundament moderner Wohnkultur integriert. Heute stellten Vertreter der Stadt und der ABG Frankfurt Holding das Modell eines Bauprojekts vor, das archäologische Funde direkt in einen neuen Wohnkomplex an der Straße „In der Römerstadt“ einbindet.

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In der Römerstadt 126-134

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In der Römerstadt 126-134 50.153236, 8.631499

Auf dem Baufeld In der Römerstadt 126-134 plant die ABG Frankfurt Holding die Errichtung einer neuen Wohnanlage mit rund 190 Mietwohnungen. Das Besondere an diesem Vorhaben ist jedoch das, was sich unter der Erde befindet: Bei Grabungen des städtischen Denkmalamts wurden bedeutende Reste der antiken Stadt Nida entdeckt, dem einstigen urbanen Zentrum der Provinz Germania Superior.

Archäologische Schätze im Erdgeschoss

Zu den spektakulären Funden zählen ein Steinkeller, eine Gruppe von Töpferöfen – darunter einer mit vollständig erhaltener Kuppel – sowie ein Holzkeller. Um diese etwa 1.800 Jahre alten Relikte nicht nur zu schützen, sondern sie auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wird im Erdgeschoss und in einem Anbau eines der Wohngebäude eine Ausstellungsfläche des Archäologischen Museums integriert.

Ein Highlight der künftigen Präsentation ist der im Jahr 2023 geborgene antike Holzkeller. Dieser lagert derzeit im Depot des Museums und soll zur Fertigstellung an seinen ursprünglichen Fundort zurückkehren.

Ein Mehrwert für Mieter und die Stadt

Für die Verantwortlichen der Stadt Frankfurt stellt das Projekt eine gelungene Symbiose dar. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, betonte die historische Tragweite von Nida und freute sich über die „Nachbarschaft Wand an Wand mit der römischen Antike“. Planungsdezernent Dr. Gwechenberger verwies auf die „doppelte Aufgabe“, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig verantwortungsvoll mit der Stadtgeschichte umzugehen.

Ein Museum zum Reinschauen

Das von Benjamin Jourdan entworfene Architekturmodell sieht vor, dass die antiken Befunde im Rahmen von Führungen besichtigt werden können. Doch auch Passanten und Bewohner erhalten Einblicke: Durch große Schaufenster wird die Museumsdependance von außen einsehbar sein. Wolfgang David, Direktor des Archäologischen Museums, plant zudem praktische Werkstattprogramme für Schulen, um die Geschichte von Nida lebendig zu vermitteln.

Durch die Verbindung von modernem Wohnungsbau und authentischem Denkmalschutz am Originalstandort wird das Projekt voraussichtlich weit über die Grenzen Frankfurts hinaus Beachtung finden.

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Alarmierender Rückgang der Vogelpopulation: Ein Warnsignal vor der Kommunalwahl in Frankfurt

Vögel auf der Wiese

Die Ergebnisse der jüngsten Vogelzählung „Stunde der Wintervögel“ zeichnen ein düsteres Bild für die Frankfurter Stadtnatur. Während die Stadt am Main stetig wächst und neue Wohnquartiere entstehen, verschwinden die gefiederten Bewohner in besorgniserregendem Tempo. Wenige Tage vor der Kommunalwahl am 15. März 2026 schlägt der Naturschutzbund (Nabu) Alarm und nimmt die Politik in die Pflicht.

Drastischer Rückgang in Frankfurter Gärten

Die Zahlen der im Januar durchgeführten Zählung sind eindeutig: In Frankfurt wurden im Durchschnitt nur noch 25 Vögel pro Garten gesichtet. Zum Vergleich: Bundesweit lag der Schnitt bei 32 Vögeln, was bereits einen massiven Einbruch gegenüber den 45 Vögeln aus dem Jahr 2022 darstellt. Insgesamt beteiligten sich 797 Teilnehmer aus 590 Frankfurter Gärten an der Aktion und meldeten 14.839 Tiere.

Besonders besorgniserregend ist, dass selbst Arten, die früher als allgegenwärtig galten, seltener werden. Haussperling, Kohlmeise und Amsel – einst verlässliche Gäste an jedem Futterhaus – ziehen sich zunehmend aus dem Stadtbild zurück.

Beton statt Biodiversität

Der Hauptgrund für diese Entwicklung ist laut Experten die fortschreitende Flächenversiegelung. Frankfurt zählt zu den am stärksten verdichteten Städten Deutschlands. Der enorme Druck auf dem Wohnungsmarkt führt dazu, dass immer mehr Brachflächen, Hecken und alte Baumbestände einer intensiven Bautätigkeit weichen müssen.

Martin Miller, der Frankfurter Nabu-Vorsitzende, kritisiert diesen Trend deutlich: „Je stärker Flächen versiegelt werden, desto weniger Lebensräume bleiben für Vögel und andere Tierarten“. In den dicht bebauten Quartieren entstehen sogenannte Hitzeinseln, in denen die Insektenpopulationen zusammenbrechen, wodurch den Vögeln die Nahrungsgrundlage entzogen wird.

Die Kommunalwahl als Weichenstellung

Der Zeitpunkt dieser Erkenntnisse könnte brisanter kaum sein. Am 15. März 2026 entscheiden die Frankfurter Bürger über die Zusammensetzung der Stadtverordnetenversammlung. Doch in den Wahlprogrammen der großen Parteien spielen Themen wie Artenvielfalt und ökologische Stadtplanung laut Nabu bislang eine untergeordnete Rolle.

Trotz des offensichtlichen Schwindens der Stadtnatur halten viele politische Akteure an Plänen fest, weitere Grünflächen im Stadtgebiet für den Wohnungsbau zu opfern. Der Nabu fordert hier ein konsequentes Umsteuern. Naturnahe Strukturen dürften nicht länger als „Luxus“ betrachtet werden, sondern müssten als notwendiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung verankert werden.

Forderungen für ein grüneres Frankfurt

Um den Abwärtstrend zu stoppen, verlangt der Naturschutzbund konkrete Maßnahmen von der künftigen Stadtregierung:

  • Die Schaffung und Vernetzung von Grünzügen quer durch das Stadtgebiet.
  • Die Förderung biodiverser Parks anstelle von monotonen Rasenflächen.
  • Strengere ökologische Vorgaben für alle Neubauprojekte, um die Versiegelung zu minimieren.
  • Ein wirksamer Schutz für alte Baumbestände, die als wichtige Nistplätze dienen.

Die Vogelwelt Frankfurts steht unter zunehmendem Druck. Ob die Politik bereit ist, den Schutz der Lebensräume über die kurzfristige Gewinnung von Bauland zu stellen, wird sich nach dem Urnengang am 15. März zeigen.

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Modernisierung im Frankfurter Norden: Sunflower Gartencenter startet umfassende Bauphase

Sunflower Gartencenter

Seit Beginn des Jahres 2026 herrscht auf dem Gelände des Sunflower Gartencenters in Kalbach geschäftiges Treiben. Wo sonst vor allem bunte Blütenmeere die Blicke auf sich ziehen, sind nun Bagger im Einsatz, um ein wegweisendes Zukunftsprojekt zu realisieren. Die aktuellen Baumaßnahmen markieren den Beginn einer neuen Ära für das traditionsreiche Familienunternehmen am Martinszehnten.

Investition in Qualität und Komfort

Nach einer über zweijährigen intensiven Planungsphase fiel im Januar 2026 der Startschuss für die erste Bauphase. Den Auftakt der Modernisierung macht die Errichtung einer neuen Überdachung für den Bereich der Beet- und Balkonpflanzen. Diese Maßnahme verfolgt ein doppeltes Ziel: Zum einen bietet die Konstruktion den empfindlichen Pflanzen einen verbesserten Schutz vor Witterungseinflüssen, zum anderen erhöht sie den Komfort für die Besucher, die nun auch bei unbeständigem Wetter im Trockenen einkaufen können. Laut Unternehmensleitung ist dies jedoch erst der Anfang einer umfassenden Weiterentwicklung des Standorts.

Von der Kalbacher Garage zum überregionalen Anziehungspunkt

Die Geschichte von Sunflower ist eng mit dem Stadtteil Kalbach verbunden. Am 1978 gründete Viktor Märcz das Unternehmen ursprünglich als Großhandel für den Im- und Export von Blumen und Pflanzen. Was in bescheidenem Rahmen begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem der vielseitigsten Gartencenter im Rhein-Main-Gebiet.

Ein entscheidender Meilenstein in der historischen Entwicklung war die kontinuierliche Erweiterung des Sortiments und der Dienstleistungen. Im Jahr 2000 wurde das hauseigene Restaurant eröffnet, das heute Platz für 120 Gäste bietet. Zwischen 2004 und 2007 folgte der Ausbau einer zweiten Ebene für Gartenmöbel, Grillzubehör und Wellness-Produkte. Mit der Eröffnung der Markthalle im September 2009, die frische Lebensmittel und kulinarische Spezialitäten bietet, festigte das Unternehmen seinen Ruf als „mehr als nur ein Gartencenter“. Weitere Ergänzungen wie der Umbau der Baumschule (2011) und der Bau eines eigenen Parkhauses (2013) rundeten das heutige Erscheinungsbild ab.

Generationenwechsel und Zukunftsvision

Heute wird die Sunflower GmbH von den Geschäftsführern Guido und Alexander Märcz geleitet. Der Fokus liegt weiterhin auf einer Kombination aus hoher Produktqualität und fachkundiger Beratung. Mit mehr als 4.000 positiven Bewertungen unterstreicht das Unternehmen seinen Anspruch, ein Erlebnisort für die ganze Familie zu sein.

Trotz der aktuellen Baustellen bleibt der Betrieb für die Kunden regulär geöffnet. Die Verantwortlichen betonen, dass die Kunden über alle weiteren Schritte der Modernisierung auf dem Laufenden gehalten werden, da man die Zukunft des Centers gemeinsam mit den Besuchern gestalten möchte.


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Die Sehkraft schwindet – wie kann ich das ausgleichen?

Digitale Senioren Symbolbild zur Veranstaltungsankündigung

Vielleicht können Sie sich noch an die Fernsehlegende Jean Pütz erinnern, der bis 2004 im WDR die „Hobbythek“ leitete. Er ist inzwischen respektable 89 Jahre alt, doch er hat nur noch eine Sehkraft von zwei Prozent!

Ein ähnliches Schicksal kann jeden von uns treffen. Daher ist es gut, sich beizeiten einmal damit auseinanderzusetzen, wie man sein Leben – bei nachlassender Sehkraft – mit Unterstützung aktueller Handy-Technik gestalten kann.

Dazu veranstaltet der Arbeitskreis »Digitale Senioren« in den Räumlichkeiten des Familienzentrums Billabong e. V. in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b am Donnerstag, dem 5. März, ab 15 Uhr eine Veranstaltung mit Vortrag, die sich diesem Thema widmet.

Der Besuch der Veranstaltung ist für die Teilnehmer kostenlos, Spenden sind aber herzlich willkommen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Veranstaltungsort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: Mit der U8 oder der U9 an der Haltestelle Uni Campus Riedberg aussteigen. Dort fährt ein Bus mit der Nummer 29 in Richtung »Nieder-Erlenbach Hohe Brück« in etwa 6 Minuten zum Familienzentrum Billabong (Haltestelle Hans-Leistikow-Straße).

Da das Familienzentrum nur etwa 1 Kilometer von der Haltestelle Uni Campus Riedberg entfernt ist, können Sie die Strecke auch zu Fuß über die Graf-von-Stauffenberg-Allee zurücklegen.

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FES setzt auf digitale Zukunft: Neues Portal „Frankfurt Plus“ startet im März

Mülltonnenleerung der FES

Die Frankfurter Entsorgungs- und Servicegesellschaft (FES) treibt ihre digitale Transformation voran. Am Mittwoch, den 4. März, geht das neue Online-Portal „Frankfurt Plus“ an den Start, das die bisherige Service-App ersetzt und die Abfallentsorgung in der Mainmetropole moderner und kundenfreundlicher gestalten soll. Mit dem neuen Angebot reagiert das Unternehmen auf die gesellschaftliche Entwicklung, bei der Kunden zunehmend transparente digitale Dienstleistungen und Echtzeit-Informationen erwarten.

Einheitlicher Service für alle Endgeräte

Das Herzstück der Neuerungen ist die Zusammenführung von App- und Web-Lösungen unter einer identischen Bedienoberfläche. Ob am Computer oder auf dem Smartphone – Nutzer finden künftig alle relevanten Services an einem Ort gebündelt. Dies ermöglicht einen schnellen Gerätewechsel bei gewohnter Handhabung. Bereits jetzt nutzen mehr als 20.000 Frankfurter die digitalen Angebote der FES, um beispielsweise Leerungstermine für Müll- oder Papiertonnen abzurufen oder die Öffnungszeiten des Kofferraumservices einzusehen.

Vielfältige Funktionen und Barrierefreiheit

Das neue Portal bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen:

  • Abfall-Kalender mit Erinnerungsfunktion: Bürger können sich einen Tag im Voraus per E-Mail oder Push-Benachrichtigung an die nächste Müll-Leerung erinnern lassen.
  • Abfall-ABC: Eine Suchfunktion hilft bei der richtigen Entsorgung. So erfahren Nutzer etwa, dass Backpapier in den Restmüll gehört, während Grünschnitt bei der FES-Tochter Rhein-Main Biokompost GmbH (RMB) oder auf Wertstoffhöfen abgegeben werden kann.
  • Sperrmüll und Container: Die Buchung der in Frankfurt kostenfreien Sperrmüllabholung sowie die Konfiguration von Containern für Renovierungen sind mit wenigen Klicks möglich.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Barrierefreiheit und der Mehrsprachigkeit. Inhalte können in 12 Sprachen ausgegeben werden. Dank künstlicher Intelligenz lässt sich das Angebot innerhalb weniger Minuten in die gewünschte Sprache übersetzen und sogar vorlesen.

Innovationen und Ausblick

Über die reinen Entsorgungsdienste hinaus plant die FES weitere innovative Funktionen. Ab März oder April soll ein CO2-Rechner zur Verfügung stehen, der ein klimabewusstes Abfallverhalten unterstützt. Ab Mai werden sukzessive zusätzliche Dienste integriert, darunter der „Klamoddekurier“ für die Abholung von Altkleidern sowie Services für Elektrogeräte.

Auch intern nutzt die FES moderne Technik zur Stadtsauberkeit: Ein neues Meldeportal ermöglicht es dem Personal, wilde Müllablagerungen per KI-Kategorisierung direkt weiterzugeben, um deren Beseitigung effizienter zu koordinieren.

Mit „Frankfurt Plus“ hebt die FES ihre digitalen Dienstleistungen auf eine neue Ebene, um den Alltag der Frankfurter Bürger durch einfache Handhabung und transparente Prozesse zu erleichtern.

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Wo Rauch ist, muss nicht immer Feuer sein

Symbolbild: Einsatz der Feuerwehr bei einer Verrauchung

Am gestrigen Donnerstag kam es gegen 16:15 Uhr im Stadtteil Kalbach-Riedberg zu einem 45-minüten Einsatz in der Graf-von-Stauffenberg-Allee. Der Feuerwehr wurde eine Rauchentwicklung im Aufzugschacht gemeldet.

Eingesetzt waren 6 Fahrzeuge mit rund 20  Einsatzkräften. Diese stellten vor Ort fest, dass es sich bei dem Rauch um Kühlmittel aus einer Heizungsanlage handelte.

Heizung und Aufzug wurden außer Betrieb genommen und die Wohngesellschaft informiert.

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Frankfurt will Bildung für alle zugänglicher machen

Wortbildmarke Bildungskommune FFM

Im Pilotstadtteil Kalbach-Riedberg wird am Samstag, 28. Februar 2026 gemeinsam daran gearbeitet, den Stadtteil für Kinder und Jugendliche zu verbessern – kostenlose Burger  inklusive.

Mit dem ESF-Plus-Programm „Bildungskommunen“ entwickelt die Stadt Frankfurt am Main gemeinsam mit Bürger*innen Wege zu einem niedrigschwelligen Zugang zu Bildung. Als Pilotstadtteile wurden Kalbach-Riedberg sowie Ginnheim, Höchst und Ostend ausgewählt. Seit Mai 2025 entstehen dort „Stadtteillabore“ – offene Beteiligungsformate, in denen Bürger*innen, Bildungsakteur*innen und Verwaltung Erfahrungen austauschen, Ideen entwickeln und konkrete Maßnahmen vorbereiten.

Bildung wird dabei breit verstanden: Sie findet ein Leben lang und an unterschiedlichen Orten statt, von der Schule bis zum Skatepark. Ziel ist es, Menschen besser zu erreichen, die Bildungsangebote bislang wenig nutzen und lokale Perspektiven mit Daten zu verbinden. Die Ergebnisse fließen in ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement ein.

Im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg fanden bereits mehrere Veranstaltungen statt, darunter Auftakt-Touren, Aktionstage und Werkstattformate. Dabei wurde deutlich, dass vor allem (Frei-)Räume für Jugendliche fehlen. Erste Verbesserungsideen liegen bereits vor. Beispielsweise die Öffnung von Schulhöfen außerhalb der Schulzeiten.

Im Quartiers-Lab am 28. Februar 2026 im Billabong Familienzentrum werden diese Ansätze zu Prototypen weiterentwickelt. Ziel ist es, konkrete Lösungen zu entwerfen und anschließend im Stadtteil umzusetzen. Alle Interessierten sind eingeladen, sich zu beteiligen – besonders Jugendliche.

Anmeldung zum Quartierslab:
Anmeldung Quartierslab Kalbach-Riedberg | Stadt Frankfurt am Main | Paperless

Aktuelle Infos auf Mitmachen – Bildungskommune – Frankfurt fragt mich

Bei Interesse an Zusammenarbeit oder Aufnahme in den Verteiler freut sich das Programmteam über Ihre Nachricht. E-Mail: stadtteillabore.amt40@stadt-frankfurt.de

Flyer Burger braten


Hintergrund: Bildung ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Teilhabe an unserer Gesellschaft. Doch werden nicht alle Menschen gleichermaßen von den Bildungsangeboten dieser Stadt erreicht. Ziel des Programmes Bildungskommune Frankfurt ist es, Bildung für alle Menschen dieser Stadt zugänglich zu machen. Mit dem Fokus auf „Integration und Inklusion durch Bildung“ richtet sich das Programm an alle Bürger*innen, unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation.

Projektdaten Laufzeit: 01.12.2023 – 30.11.2027

Verantwortlich: Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, Stadtschulamt (Programmleitung und Programmumsetzung), Förderung: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, kofinanziert von der Europäischen Union.

Text: Stadtschulamt (Stabstelle Pädagogische Grundsatzplanung)


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Das digitale Erbe auf dem Riedberg: Konrad Zuses Vision und das neue Herz der Informatik

Symbolbild Konrad Zuse mit Rechner

Der Riedberg hat sich in den letzten Jahren zu einem der dynamischsten Wissenschaftsstandorte Europas entwickelt. Wo einst weite Felder das Panorama prägten, erstreckt sich heute ein hochmodernes Gefüge aus Forschungsinstituten, Wohnanlagen und akademischen Einrichtungen.

Eine der wenig beachteten Nebenstraßen in diesem Gefüge ist die Konrad-Zuse-Straße. Sie zweigt von der Altenhöferallee ab, wenn man den Riedberg hinauffährt, und führt bis zur Straße „Zur Kalbacher Höhe“. Nicht weit entfernt entsteht derzeit ein Bauwerk, das die Brücke zwischen der Pionierzeit der Datenverarbeitung und der technologischen Zukunft schlägt: das neue Institutsgebäude für Informatik und Mathematik der Goethe-Universität.

Dass ausgerechnet Konrad Zuse der Namensgeber dieser Straße im Quartier „Universität“ ist, zeugt von einem tiefen Verständnis für die Wurzeln unserer heutigen Informationsgesellschaft. Zuse, der 1910 in Berlin geboren wurde und 1995 verstarb, gilt als der Erfinder des ersten funktionsfähigen, programmgesteuerten Rechners der Welt. Für die heutigen Studentengenerationen, die am Riedberg ihre Ausbildung absolvieren, ist sein Lebenswerk mehr als nur ein Kapitel in den Geschichtsbüchern. Es ist eine Lektion in Beharrlichkeit, interdisziplinärem Denken und der Fähigkeit, gegen alle Widerstände an einer Vision festzuhalten.

Konrad Zuse: Ein Leben zwischen Transpiration und Inspiration

In seiner Autobiographie „Der Computer – Mein Lebenswerk“ reflektiert Zuse über die Tugenden, die ihn zum Erfolg führten. Ein zentrales Motiv, das er immer wieder betont, ist das Verhältnis zwischen Inspiration und harter Arbeit. In Anlehnung an Thomas Edison konstatierte Zuse, dass das Erfinden zu 1 % aus Inspiration und zu 99 % aus „Transpiration“, also harter Arbeit, bestehe. Für Studenten am Riedberg ist dies eine fundamentale Botschaft: Genialität allein reicht nicht aus. Es bedarf einer unermüdlichen Arbeitsdisziplin und der Bereitschaft, sich durch komplexe Probleme hindurch zu kämpfen.

Zuses eigene Ausbildung begann keineswegs im Bereich der Computerwissenschaften, da dieses Feld erst durch ihn erschaffen wurde. Er studierte zunächst Maschinenbau an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg, wechselte zur Architektur und landete schließlich beim Bauingenieurwesen. Diese Vielseitigkeit war sein großer Vorteil. Seine Abneigung gegen die mühseligen statischen Berechnungen, die er als Student und später als Statiker bei den Henschel-Flugzeug-Werken durchführen musste, war der eigentliche Zündfunke für seine Erfindung. Er wollte ein „mechanisches Gehirn“ schaffen, das ihm diese „geisttötende Arbeit“ abnahm.

Die Erfinderwerkstatt im Wohnzimmer

Die Anfänge seiner Arbeit waren geprägt von einem beispiellosen Improvisationstalent. 1935 kündigte Zuse seine sichere Stelle, um sich ganz der Konstruktion der Z1 zu widmen. Da ihm keine Labore oder Fabrikhallen zur Verfügung standen, funktionierte er das Wohnzimmer seiner Eltern in der Berliner Methfesselstraße in eine Werkstatt um. Er war ein Autodidakt, der kaum Ahnung von den damals existierenden Rechenmaschinen hatte, was ihn davor bewahrte, in konventionellen Bahnen zu denken.

Studenten heute können von diesem Pioniergeist lernen, dass Innovation oft dort entsteht, wo man den Mut hat, etablierte Pfade zu verlassen. Während Firmen wie IBM damals auf komplizierte Zahnräder und das Dezimalsystem setzten, erkannte Zuse die Eleganz des Binärsystems. Er verstand, dass sich alle logischen Operationen auf einfache Ja-Nein-Werte reduzieren lassen – ein Prinzip, das heute die Grundlage jeder CPU in unseren Smartphones und Laptops bildet.

Beharrlichkeit im Angesicht der Krise

Ein wesentlicher Teil von Zuses Lebenswerk ist seine Resilienz während der Kriegsjahre. Die heutige Studentengeneration am Riedberg wächst in einer Zeit globaler Unsicherheiten auf, doch Zuses Erfahrungen bieten eine Perspektive auf die Kraft der Wissenschaft in Krisenzeiten. Seine ersten drei Rechner fielen den Bombenangriffen auf Berlin zum Opfer. Doch anstatt aufzugeben, arbeitete er unter widrigsten Bedingungen weiter.

Besonders eindrücklich ist die Geschichte der Z4, die 1945 in einer geheimen Aktion aus dem brennenden Berlin evakuiert wurde. Unter dem Tarnnamen „V4“ – was sie in die Nähe der berüchtigten Vergeltungswaffen rückte und ihr so Priorität beim Bahntransport verschaffte – wurde die Maschine nach Göttingen und schließlich nach Hinterstein im Allgäu gerettet. Zuse versteckte das Gerät in einem Stall, wo es von den alliierten Truppen zunächst für eine geheimnisvolle Waffe gehalten wurde. Diese Hartnäckigkeit, eine technische Innovation über die Wirren eines Krieges hinwegzuretten, ist ein Beispiel für die unbedingte Leidenschaft, die einen Forscher antreiben kann.

Interdisziplinarität als Schlüssel zum Erfolg

Die Informatik auf dem Riedberg ist heute eng verzahnt mit den Naturwissenschaften. Wenn Informatiker an Proteinfaltungen forschen oder komplexe Klimamodelle berechnen, folgen sie Zuses Überzeugung, dass der Rechner ein universelles Werkzeug ist, das in allen Lebensbereichen Anwendung finden muss. Zuse selbst widmete sich nach seiner aktiven Zeit als Unternehmer intensiv der Malerei. Unter dem Pseudonym „Kuno See“ schuf er ausdrucksstarke Werke, die zeigten, dass Logik und Kreativität zwei Seiten derselben Medaille sind. Er sah in der Kunst den notwendigen emotionalen Ausgleich zur rationalen Welt der Technik.

Eine Lehre in Fehlerkultur

Für heutige Studenten, die oft unter einem enormen Leistungsdruck stehen, bietet Zuses Autobiographie eine wichtige Lektion über das Scheitern. Heinz Zemanek, ein Weggefährte Zuses, hob in seinem Geleitwort hervor, dass Zuse bemerkenswert offen über seine Fehler berichtete. Die Z1 beispielsweise arbeitete aufgrund mechanischer Ungenauigkeiten nie zuverlässig; die Blechschaltwerke klemmten regelmäßig. Doch Zuse nutzte diese Fehlschläge, um die elektromechanische Lösung der Z3 zu entwickeln.

Diese Offenheit gegenüber dem eigenen Scheitern ist eine Qualität, die in der modernen Wissenschaft oft zu kurz kommt. Zuses Botschaft ist klar: Wer keine Fehler macht, macht keine Fortschritte. Die Konrad-Zuse-Straße am Riedberg erinnert uns täglich daran, dass der Weg zur Erkenntnis über Irrtümer und deren Korrektur führt.

Der Campus Riedberg als Fortsetzung eines Lebenswerks

Wenn man heute durch die Konrad-Zuse-Straße spaziert, blickt man auf ein Viertel, das den Geist des Erfinders atmet. Die moderne Infrastruktur, die gute Anbindung durch die U-Bahn und die Nähe zu studentischen Wohnheimen schaffen ein Umfeld, in dem Talente gedeihen können. Mit dem Richtfest des Informatik-Neubaus im Oktober 2025 wurde ein weiteres Kapitel aufgeschlagen. Das Land Hessen hat massiv in diesen Standort investiert, um sicherzustellen, dass die kommende Generation von Mathematikern und Informatikern Bedingungen vorfindet, von denen Konrad Zuse in seinem Wohnzimmer nur träumen konnte.

Zuses Vermächtnis ist für die Studenten der Goethe-Universität ein Auftrag: Sie sollen die Werkzeuge nutzen, die er geschaffen hat, um die Probleme der Zukunft zu lösen. Ob in der Entwicklung neuer Medikamente, der Optimierung des Internets oder der Erforschung Künstlicher Intelligenz – der binäre Geist von Konrad Zuse ist allgegenwärtig.

Konrad Zuse hat bewiesen, dass ein einzelner Mensch die Welt verändern kann, wenn er über Visionen, Beharrlichkeit und den Mut zum Risiko verfügt. Die Konrad-Zuse-Straße ist somit mehr als eine Adresse; sie ist ein Wegweiser für alle, die auf dem Riedberg nach Wissen streben. Die Science City Frankfurt ist der ideale Ort, um dieses Erbe in das 21. Jahrhundert zu führen.


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