Schlagwort: Bürgerbeteiligung

Bürgerfest markiert offiziellen Baustart für den Windpark Schäferköppel

Entwicklungsweg eines Windrads

Mit einem gemeinsamen Bürgerfest haben der Energiedienstleister Mainova, die Partnerkommunen Frankfurt am Main, Bad Homburg und Karben sowie die Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft eG (FraBeG) den Baustart des Windparks „Schäferköppel“ offiziell eingeläutet. Am gestrigen Freitag, dem 3. Juli, nutzten zahlreiche interessierte Bürger die Gelegenheit, sich direkt vor Ort auf dem zukünftigen Windparkgelände über das Großprojekt zu informieren.

Das Fest, welches nachmittags stattfand und über die Steinstraße erreichbar war, bot neben umfassenden Informationsständen auch ein Rahmenprogramm für Familien. Der Energieversorger stellte hierbei kostenlose Snacks, Getränke sowie ein spezielles Kinderprogramm bereit. Die Besucher gewannen direkt auf dem Areal im Dreieck zwischen Nieder-Erlenbach, Ober-Erlenbach und Kloppenheim einen persönlichen Eindruck vom aktuellen Baufortschritt.

Aufsichtsratsvorsitzender der FraBeG Andreas Heming und Oberbürgermeister Mike Josef im Gespräch

Aufsichtsratsvorsitzender der FraBeG Andreas Heming und Oberbürgermeister Mike Josef (rechts)

Erstes Windenergieprojekt auf Frankfurter Gemarkung

Der Windpark Schäferköppel gilt als ein zentraler Meilenstein für die regionale Energiewende, da er die erneuerbare Stromerzeugung unmittelbar in das Rhein-Main-Gebiet bringt. Es handelt sich dabei um das erste Windenergieprojekt, welches anteilig auf Frankfurter Stadtgebiet realisiert wird. In einem ausgewiesenen Windvorranggebiet entstehen insgesamt 4 moderne Windenergieanlagen des Typs Nordex N175.

Die technischen Dimensionen der Anlagen sind beachtlich: Bei einer Nabenhöhe von 179 Metern und einem Rotorradius von 87,5 Metern weisen die Windräder eine Gesamthöhe von 266,5 Metern auf. Jede Anlage verfügt über eine Nennleistung von 6,8 Megawatt, was eine Gesamtleistung des Windparks von 27,2 Megawatt ergibt. Mit einem prognostizierten Jahresertrag von rund 54 Gigawattstunden grünem Strom können rechnerisch etwa 22.000 Zwei-Personen-Haushalte in der Region verlässlich versorgt werden. Der erzeugte Strom wird über eine noch zu verlegende Kabeltrasse in das bestehende Umspannwerk in Ober-Erlenbach eingespeist.

Politisches Lob für regionale Kooperation

Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef hob im Rahmen des Baustarts die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit hervor: Wenn Kommunen Hand in Hand agieren und die Bürger aktiv beteiligt werden, schaffe dies das notwendige Vertrauen, Akzeptanz und einen konkreten Nutzen für die gesamte Region. Auch der Vorstandsvorsitzende der Mainova AG unterstrich den partnerschaftlichen Ansatz auf Augenhöhe, der eine faire Teilhabe an der Energiewende sichere.

Die umliegenden Kommunen profitieren auch finanziell direkt von dem Projekt. Über die gesetzliche Regelung nach § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erhalten betroffene Städte und Gemeinden eine freiwillige Zuwendung von 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde Strom.

Modell zur finanziellen Bürgerbeteiligung

Ein Kernaspekt des Projekts ist die direkte finanzielle Einbindung der Bevölkerung über die Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft (FraBeG). Die Genossenschaft übernimmt einen Anteil von 15 % am gesamten Windparkprojekt. Um eine faire und ausgewogene lokale Teilhabe zu garantieren, werden die Beteiligungen schrittweise in drei Zeichnungsrunden vergeben. In der ersten Runde haben ausschließlich Einwohner der direkt angrenzenden Ortsteile Nieder-Erlenbach, Ober-Erlenbach, Kloppenheim und Petterweil Zugriff auf die Anteile. Erst in den darauffolgenden Runden wird der Radius erweitert.

Ein Strohhut der FraBeG

Bauarbeiten im Plan

Die vorbereitenden Maßnahmen auf dem Gelände laufen bereits seit März dieses Jahres. Bislang konzentrierten sich die Erdarbeiten auf den Ausbau der Transportwege sowie die Stabilisierung der Kranstellflächen und Fundamentbereiche. Der Zeitplan sieht vor, dass im vierten Quartal dieses Jahres der eigentliche Fundamentbau sowie die Verlegung der internen und externen Kabeltrassen beginnen. Die Anlieferung und Montage der tonnenschweren Turmbauteile und Rotorblätter sind für das Jahr 2027 projektiert.

Mit dem offiziellen Baustart wandelt sich die Schäferköppel nun sichtbar in einen modernen Produktionsort für saubere Energie, der Klimaschutz und regionale Wertschöpfung erfolgreich miteinander verknüpft.

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Windiges Bürgerfest im Frankfurter Norden: Mainova informiert über den Windpark Schäferköppel

Windpark Schäferköppel - Rotoren

Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Rhein-Main-Gebiet erreicht einen neuen Meilenstein. Um die Bevölkerung über den aktuellen Stand des Projekts „Windpark Schäferköppel“ zu informieren, lädt der Energieversorger Mainova zu einem Bürgerfest ein.

Die Veranstaltung findet am Freitag, den 3. Juli 2026, von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Gelände des zukünftigen Windparks auf dem Galgenberg zwischen den Stadtteilen Kloppenheim, Ober-Erlenbach und Nieder-Erlenbach. Erreichbar ist das Festgelände über die Steinstraße, während die zentrale Baustellenzufahrt über die Landstraße L3205 verläuft. Für Familien wird ein Kinderprogramm sowie kostenlose Getränke und Snacks angeboten.

Der aktuelle Stand der Bauarbeiten

Mit dem Projekt entsteht erstmals ein Windpark direkt auf Frankfurter Stadtgebiet, genauer gesagt auf den Gemarkungen von Nieder- und Ober-Erlenbach. Da bereits vier Windkraftanlagen auf der angrenzenden Karbener Seite der Schäferköppel in Betrieb sind, verfügt die Mainova bereits über verlässliche Erfahrungswerte bezüglich der lokalen Windverhältnisse.

Die Erschließungsarbeiten und der Bau der notwendigen Infrastruktur haben im ersten Quartal 2026 begonnen. Seit März setzt die Projektgesellschaft Mainova WP Nieder-Erlenbach die ersten Maßnahmen um. Dazu gehört der Ausbau und die Stabilisierung bestehender Wege für den Schwerlastverkehr, der voraussichtlich bis Ende Juli abgeschlossen sein wird. Parallel dazu wurden bereits Kranstellflächen und Fundamentbereiche vorbereitet. Seit Juni laufen die Fundamentvorarbeiten, bei denen Fachfirmen Rüttelstopfsäulen in den Boden einbringen, um die Tragfähigkeit für die Betonfundamente zu sichern. Ab Juli werden zudem Kabeltrassen verlegt, um den Windpark an das Frankfurter Stromnetz anzubinden. Verläuft weiterhin alles nach Plan, schließt sich der Bau der eigentlichen Windenergieanlagen an, sodass die Inbetriebnahme für Ende 2027 vorgesehen ist.

Technische Daten und regionaler Ertrag

Der Windpark wird aus vier modernen und leistungsstarken Windenergieanlagen des Typs Nordex N163/6.X bestehen. Die technischen Dimensionen der Anlagen sind beachtlich:

  • Sie verfügen über eine Nabenhöhe von 179 Metern.
  • Der Rotorradius beträgt 87,5 Meter.
  • Daraus ergibt sich eine Gesamthöhe von 266,5 Metern.

Jedes dieser Windräder besitzt eine Nennleistung von 6,8 Megawatt. Die Mainova kalkuliert mit rund 2.000 Volllaststunden im Jahr und erwartet einen jährlichen Gesamtertrag von etwa 54 Gigawattstunden grünem Strom. Mit dieser Menge kann rechnerisch der Strombedarf von rund 20.000 bis 22.000 Haushalten gedeckt werden. Zudem leistet das Projekt einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz, da laut Projektleitung jährlich rund 200.000 CO₂-Äquivalente eingespart werden können. Neben dem ökologischen Nutzen profitieren auch die umliegenden Kommunen finanziell: Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten sie 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde.

Finanzielle Bürgerbeteiligung über die Genossenschaft

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Kooperation zwischen der Mainova und der Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft (Frabeg). Diese Zusammenarbeit ermöglicht es den Bürgern der Region, sich direkt finanziell an dem Windpark zu beteiligen und von den zukünftigen Erträgen zu profitieren. Die Frabeg gibt hierfür Anteile aus, die insgesamt 15 % des gesamten Projekts abbilden. Dies entspricht einer Summe von 10.000 Anteilen zu einem Preis von jeweils 150 Euro pro Anteil.

Die Zeichnung der Anteile wird in drei aufeinanderfolgende Runden unterteilt werden:

  1. Erste Runde: Exklusives Zugriffsrecht für die Bewohner der direkt anliegenden Stadtteile Nieder-Erlenbach, Kloppenheim, Ober-Erlenbach und Petterweil.
  2. Zweite Runde: Acht Wochen später wird die Zeichnung für alle Anwohner im Umkreis von fünf Kilometern geöffnet.
  3. Dritte Runde: Weitere acht Wochen später steht die Möglichkeit zur Zeichnung allen Bürgern offen.

Interessierte Bürger können sich im Rahmen des Fests umfassend über die Beteiligungsmöglichkeiten informieren.


Weiterführender Link

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Arbeiten für Windpark Schäferköppel starten: Mainova stellt erforderliche Infrastruktur her

Windrad auf der Hohen Straße

Am Montag, den 16. März geht es los: Dann startet die Projektgesellschaft Mainova WP Nieder-Erlenbach GmbH & Co. KG (Mainova) mit ersten Baumaßnahmen für den Windpark Schäferköppel.

Im Bereich zwischen Frankfurt am Main, Bad Homburg vor der Höhe und Karben sollen sich auf den Gemarkungen von Nieder-Erlenbach und Ober-Erlenbach ab Sommer 2027 vier Windenergieanlagen (WEA) drehen.

Sie liefern zukünftig grünen Strom für die Menschen und Unternehmen in Frankfurt und der Region. Von Mitte März bis Ende Juli stellt das von Mainova beauftragte Erdbauunternehmen zunächst die für die Errichtung der Windkraftanlagen erforderliche Infrastruktur her.

In einem ersten Schritt werden bestehende Wege zu den WEA-Standorten ausgebaut und stabilisiert. Im Anschluss werden die Kranstellflächen und Fundamentflächen vorbereitet.

Zudem wird eine Windparkzufahrt eingerichtet, über die zukünftig sämtliche Transporte laufen werden. Diese befindet sich an der L 3205, die Ober-Erlenbach und Kloppenheim verbindet.

Dank der bereits sehr gut ausgebauten bestehenden Infrastruktur vor Ort können über die B3 und L 3205 Baumaterial und Bauteile einfach angeliefert werden. Neue Straßen und Wege müssen nur innerhalb des Windparkgebiets gebaut werden.

Spaziergänger oder Radfahrer im Windparkgebiet informiert Mainova mithilfe von Schildern direkt vor Ort über mögliche Sperrungen.

Nächster Schritt: Fundamentbau

Nach Abschluss der Infrastrukturarbeiten geht es ab etwa Juni mit den Fundamentvorarbeiten weiter. Um den Boden für die 4 Fundamente vorzubereiten, werden sogenannte Rüttelstopfsäulen eingebracht, die eine wichtige Grundlage für die Betonfundamente der Anlagen bilden. Ab voraussichtlich Juli beginnt zudem die Verlegung der Kabeltrassen zur zukünftigen Anbindung des Windparks an das Stromnetz.

Engagement für eine klimafreundliche Zukunft

Mainova weitet mit dem Bau des neuen Windparks Schäferköppel ihr Engagement für eine klimafreundliche Zukunft direkt vor der eigenen Haustür aus. Die geplanten Windräder verfügen über eine Nennleistung von je 6,8 Megawatt (MW).

Mainova rechnet mit einem jährlichen Ertrag von etwa 54 Gigawattstunden (GWh) grünem Strom. Von jeder erzeugten Kilowattstunde Windstrom profitieren die umliegenden Gemeinden gemäß dem Erneuerbaren Energien-Gesetz (EEG) finanziell.

Hinzu kommt die gemeinsam mit der Frankfurter Bürgerenergie Genossenschaft eG (FraBeG) auf den Weg gebrachte Bürgerbeteiligung. Sie erlaubt es Einzelpersonen, sich finanziell am Projekt zu beteiligen und an dessen Erfolg mitzuverdienen.

Informationen zur Bürgerbeteiligung und den geplanten Zeichnungsrunden finden Interessierte online auf der Webseite der FraBeG (https://www.frabeg.de/index.php/windpark-schaeferkoeppel/).


Wussten Sie übrigens …
Der Windpark war eine Idee der SPD Nieder-Erlenbach, die den Antrag mehrfach einbrachte.
Der Ursprungsantrag datiert von 2011: https://www.stvv.frankfurt.de/download/OF_19-13_2011.pdf
Die Erinnerung von 2013 https://www.stvv.frankfurt.de/download/OF_177-13_2013.pdf
Und von 2021: https://www.stvv.frankfurt.de/download/OF_29-13_2021.pdf

Die Dauer [bis zur Umsetzung] ist dann ähnlich der Entsiegelung des Riedbergplatzes.


Verwandter Link


Über die Mainova AG
Die Mainova AG ist der führende Energiedienstleister in Frankfurt am Main und Energiepartner für Privat- und Firmenkunden in ganz Deutschland. Das Unternehmen beliefert mehr als eine Million Menschen mit Strom, Gas, Wärme und Wasser und erzielte mit seinen rund 3.350 Mitarbeitern im Jahr 2024 einen bereinigten Umsatz von knapp 4,5 Milliarden Euro.

Mainova erzeugt in großem Maßstab selbst Energie und bietet neben klassischen Versorgungsinfrastrukturen auch Produkte und Dienstleistungen rund um Erneuerbare Energien, Elektromobilität, Car-Sharing, Energieeffizienz und digitale Infrastrukturen.

Die Mainova-Tochter NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH stellt mit ihrem rund 14.500 Kilometer umfassenden Energie- und Wassernetz die zuverlässige Versorgung in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet sicher.

Die SRM Straßenbeleuchtung Rhein-Main GmbH sorgt mit über 70.000 Straßenleuchten sowie innovativen Dienstleistungen für die Beleuchtung im öffentlichen Raum.

Die Aufgaben der Mainova Servicedienste GmbH erstrecken sich auf das Messwesen, die Abrechnung der Lieferungen und Leistungen sowie das Forderungsmanagement.

Größte Anteilseigner der Mainova AG sind zu rund 75 % die Stadt Frankfurt am Main sowie zu rund 25 % die Thüga. Darüber hinaus befindet sich ein kleiner Anteil in Streubesitz.

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Frankfurt will Bildung für alle zugänglicher machen

Wortbildmarke Bildungskommune FFM

Im Pilotstadtteil Kalbach-Riedberg wird am Samstag, 28. Februar 2026 gemeinsam daran gearbeitet, den Stadtteil für Kinder und Jugendliche zu verbessern – kostenlose Burger  inklusive.

Mit dem ESF-Plus-Programm „Bildungskommunen“ entwickelt die Stadt Frankfurt am Main gemeinsam mit Bürger*innen Wege zu einem niedrigschwelligen Zugang zu Bildung. Als Pilotstadtteile wurden Kalbach-Riedberg sowie Ginnheim, Höchst und Ostend ausgewählt. Seit Mai 2025 entstehen dort „Stadtteillabore“ – offene Beteiligungsformate, in denen Bürger*innen, Bildungsakteur*innen und Verwaltung Erfahrungen austauschen, Ideen entwickeln und konkrete Maßnahmen vorbereiten.

Bildung wird dabei breit verstanden: Sie findet ein Leben lang und an unterschiedlichen Orten statt, von der Schule bis zum Skatepark. Ziel ist es, Menschen besser zu erreichen, die Bildungsangebote bislang wenig nutzen und lokale Perspektiven mit Daten zu verbinden. Die Ergebnisse fließen in ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement ein.

Im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg fanden bereits mehrere Veranstaltungen statt, darunter Auftakt-Touren, Aktionstage und Werkstattformate. Dabei wurde deutlich, dass vor allem (Frei-)Räume für Jugendliche fehlen. Erste Verbesserungsideen liegen bereits vor. Beispielsweise die Öffnung von Schulhöfen außerhalb der Schulzeiten.

Im Quartiers-Lab am 28. Februar 2026 im Billabong Familienzentrum werden diese Ansätze zu Prototypen weiterentwickelt. Ziel ist es, konkrete Lösungen zu entwerfen und anschließend im Stadtteil umzusetzen. Alle Interessierten sind eingeladen, sich zu beteiligen – besonders Jugendliche.

Anmeldung zum Quartierslab:
Anmeldung Quartierslab Kalbach-Riedberg | Stadt Frankfurt am Main | Paperless

Aktuelle Infos auf Mitmachen – Bildungskommune – Frankfurt fragt mich

Bei Interesse an Zusammenarbeit oder Aufnahme in den Verteiler freut sich das Programmteam über Ihre Nachricht. E-Mail: stadtteillabore.amt40@stadt-frankfurt.de

Flyer Burger braten


Hintergrund: Bildung ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Teilhabe an unserer Gesellschaft. Doch werden nicht alle Menschen gleichermaßen von den Bildungsangeboten dieser Stadt erreicht. Ziel des Programmes Bildungskommune Frankfurt ist es, Bildung für alle Menschen dieser Stadt zugänglich zu machen. Mit dem Fokus auf „Integration und Inklusion durch Bildung“ richtet sich das Programm an alle Bürger*innen, unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation.

Projektdaten Laufzeit: 01.12.2023 – 30.11.2027

Verantwortlich: Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, Stadtschulamt (Programmleitung und Programmumsetzung), Förderung: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, kofinanziert von der Europäischen Union.

Text: Stadtschulamt (Stabstelle Pädagogische Grundsatzplanung)


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Rückblick und Ausblick: Kalbach-Riedberg gestaltet seine Bildungslandschaft

Das vergangene Jahr stand im Frankfurter Stadtteil Kalbach-Riedberg ganz im Zeichen der Bestandsaufnahme und Vernetzung. Unter dem Motto des Zusammentragens wurde intensiv untersucht, wie die dortige Bildungslandschaft aktuell beschaffen ist, welche Angebote bereits existieren und an welchen Stellen Bürger sowie Akteure noch Bedarf sehen.

Durch ein breites Spektrum an Beteiligungsformaten – darunter Interviews, Infoveranstaltungen, Infostände im öffentlichen Raum sowie Aktionstage und ein Lösungsfestival – wurde ein vielfältiges Bild des Stadtteils gezeichnet. Ziel war es, gemeinsam Ansätze zu entwickeln, um die Bildungsangebote vor Ort weiter zu verbessern. Das Stadtteil-Tandem »Kalbach-Riedberg« dankte nun allen Beteiligten für das große Engagement und die aktive Mithilfe bei dieser Ideensammlung.

Von der Idee zum Projekt: Termine im Frühjahr 2026

Für das kommende Jahr ist der Übergang von der Theorie zur Praxis geplant. Die gesammelten Impulse sollen in konkrete Umsetzungsvorschläge und erste Prototypen überführt werden, um diese anschließend direkt im Stadtteil zu erproben. Hierfür stehen bereits wichtige Termine fest:

  • 4. Februar 2026 – „Einfach Machen“: Diese Veranstaltung bietet einen Überblick über bestehende Strukturen und Fördermöglichkeiten. Sie richtet sich an alle, die eigene Ideen für bessere Bildung im Stadtteil realisieren möchten und praktische Unterstützung bei der Projektumsetzung suchen.
  • 28. Februar 2026 – Quartierslab: Im Billabong Familienzentrum sind alle Bürger eingeladen, aus Ideen konkrete Lösungsskizzen zu entwickeln. Diese Projekte sollen so konzipiert sein, dass sie sich innerhalb eines kurzen bis mittleren Zeitrahmens im Stadtteil testen lassen.
  • 3. Juni 2026 – Abschlusstour: Zum Abschluss werden die Ergebnisse und Konzepte aus den Quartierslabs im Rahmen einer Tour durch Kalbach-Riedberg der Öffentlichkeit präsentiert.

Stadtweite Entwicklungen und digitale Angebote

Auch auf gesamtstädtischer Ebene zieht die Bildungskommune Frankfurt eine positive Bilanz für das Jahr 2025. Neben der Arbeit in den Stadtteilen wurde ämterübergreifend an der Stärkung des Datenmanagements und der digitalen Barrierefreiheit gearbeitet. Ein wichtiger Meilenstein ist zudem das „Frankfurter Bildungsverständnis“, das vor gut einem Jahr von Bildungsakteuren erarbeitet wurde und nun in der finalen Fassung vorliegt.

Interessierte Bürger können die Erkenntnisse aus der bisherigen Auftaktphase nun auch in Audioform online abrufen. Zudem wird für die Weiterentwicklung des städtischen Bildungsportals ein Feedback-Workshop angeboten, um die Bedürfnisse der Nutzer noch besser zu berücksichtigen.

Für das Jahr 2026 hat sich das Programmteam vorgenommen, Pilotprojekte konsequent umzusetzen und aus den lokalen Erfahrungen für ganz Frankfurt zu lernen. Aktuelle Informationen und weitere Termine werden fortlaufend auf der Plattform „Frankfurt fragt mich“ sowie über den alle 8 Wochen erscheinenden Newsletter veröffentlicht.


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Windpark Schäferköppel: Mainova setzt auf Kooperation und Bürgerbeteiligung

Mainova Windpark Schäferköppel

Ein bedeutender Schritt für die lokale Energiewende steht bevor: Der Energieversorger Mainova weitet sein Engagement für klimafreundliche Stromerzeugung direkt
in der Rhein-Main-Region aus.

Im Dreieck zwischen Frankfurt, Bad Homburg und Karben entsteht das Windprojekt Schäferköppel. Geplant sind 4 leistungsstarke Windenergieanlagen auf den Gemarkungen von Nieder-Erlenbach und Ober-Erlenbach. Das Projekt zeichnet sich besonders durch eine enge Zusammenarbeit der drei betroffenen Kommunen sowie ein umfangreiches Beteiligungsmodell für die Bürger aus.

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Schäferköppel Windpark

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Schäferköppel Windpark 50.221848, 8.722814

 

Grüner Strom für 20.000 Haushalte

Das Vorhaben markiert eine Premiere, da erstmals Flächen auf Frankfurter Stadtgebiet für einen Windpark genutzt werden. Die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz liegt bereits seit Dezember 2024 vor. Mit einer Gesamthöhe von jeweils 266,5 Metern – resultierend aus einer Nabenhöhe von 179 Metern und einem Rotorradius von 87,5 Metern – gehören die 4 geplanten Anlagen zur neuesten Generation der Windkrafttechnik. Jede Anlage verfügt über eine Nennleistung von 6,8 Megawatt (MW).

Die Mainova rechnet mit einem jährlichen Ertrag von rund 54 Gigawattstunden (GWh). Rechnerisch reicht diese Menge aus, um über 20.000 Haushalte mit grünem Strom zu versorgen. Martin Giehl, der bei Mainova für die Erzeugung verantwortliche Vorstand, betont, dass durch den Einsatz moderner Technik eine effiziente und verlässliche Erzeugungsinfrastruktur geschaffen werde, welche die klimafreundliche Stromversorgung von morgen sichere.

Ein Signal der regionalen Zusammenarbeit

Das Projekt wird von der politischen Führung der beteiligten Städte als Gewinn für die gesamte Region gewertet. Der Frankfurter Oberbürgermeister und Mainova-Aufsichtsratsvorsitzende Mike Josef bezeichnet den Windpark vor den Toren der Stadt als „starkes Signal“. Man übernehme Verantwortung für die Energiewende vor Ort, und die Kooperation mit den Nachbargemeinden zeige beispielhaft, wie Klimaschutzziele durch regionale Zusammenarbeit konkret vorangebracht werden können.

Auch die Nachbarn aus dem Hochtaunuskreis und der Wetterau stehen hinter dem Vorhaben. Oliver Jedynak, Bürgermeister von Bad Homburg vor der Höhe, sieht in dem Projekt einen Gewinn auf mehreren Ebenen: Es leiste einen Beitrag zum Klimaschutz, schaffe Einnahmen für die Kommune und stärke die Akzeptanz in der Bevölkerung. Ähnlich äußert sich Thomas Schrage, Erster Stadtrat aus Karben, der die transparente und konstruktive Zusammenarbeit lobt und die direkte Teilhabemöglichkeit für die Bürger hervorhebt.

Direkte Profite für Kommunen und Anwohner

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die wirtschaftliche Teilhabe der Region. Gemäß § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erhalten die umliegenden Gemeinden 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde.

Darüber hinaus wurde ein Modell entwickelt, das es den Menschen vor Ort ermöglicht, auch privat von den Erträgen des Windparks zu profitieren. Partner hierfür ist die Frankfurter Bürgerenergie Genossenschaft (FraBeG). Über eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft können sich Einzelpersonen finanziell am Projekt beteiligen. Christian Stenglein, Vorstandsmitglied der FraBeG, erklärt das Ziel: Die Energiewende solle nicht über die Köpfe der Bürger hinweg geschehen, sondern gemeinsam mit ihnen gestaltet werden. Dies stärke die Identifikation und die regionale Wertschöpfung.

Dreistufiges Modell der Bürgerbeteiligung

Die Zeichnung von Anteilen über die FraBeG ist ab dem zweiten Quartal 2026 möglich und in drei Runden gestaffelt, um lokale Anwohner zu bevorzugen:

  1. Runde: Sie richtet sich exklusiv an die Bürger der direkt angrenzenden Ortsteile. Dazu gehören Kloppenheim, Nieder-Erlenbach, Ober-Erlenbach und Petterweil.
  2. Runde: Hier können Menschen Anteile erwerben, die in einem Radius von bis zu fünf Kilometern um den Windpark wohnen.
  3. Runde: In dieser Phase steht der Verkauf der verbleibenden Anteile allen Bürgern aus Frankfurt, Bad Homburg und Karben offen.

Weitere Informationen zur FraBeG und den Beteiligungsmöglichkeiten finden Interessierte unter https://www.frabeg.de/.

Zeitplan bis zur Inbetriebnahme

Die Realisierung des Projekts ist fest terminiert. Der Startschuss für den Infrastrukturbau soll im ersten Quartal 2026 fallen. Zunächst werden die notwendigen Zuwegungen geschaffen und die Kranstellflächen für die Errichtung der Anlagen vorbereitet. Verläuft alles nach Plan, beginnt der Hochbau der Windenergieanlagen Mitte 2026.

Das Ziel ist ambitioniert, aber realistisch: Nach aktuellen Planungen könnte der Windpark Schäferköppel ab Ende 2027 den ersten klimafreundlichen Strom in das Netz einspeisen und damit einen messbaren Beitrag zur regionalen Energieversorgung leisten.


Foto:
Arbeiten Hand in Hand für die Energiewende (v.l.): Tina Zapf-Rodriguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, Thomas Schrage, Erster Stadtrat Karben, Michael Maxelon, Mainova-Vorstandsvorsitzender, Oliver Jedynak, Bürgermeister Bad Homburg vor der Höhe, Mike Josef, Oberbürgermeister Frankfurt, Martin Giehl, Vorstand Technik und Erzeugung Mainova, Christian Stenglein, Vorstandsmitglied FraBeG, Yannick Schwander, Ortsvorsteher Nieder-Erlenbach, Copyright: Mainova

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