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Golfstandort am Martinszehnten: Sicherheit für Passanten?

GolfRange Frankfurt Abschlaghallen

Die Anlage der GolfRange am Stadtrand von Frankfurt ist nicht nur eine sportliche Infrastruktur, sondern auch ein sozialer Treffpunkt. Sie liegt strategisch positioniert in der Nähe des Bad Homburger Kreuzes, dem Verknüpfungspunkt der Autobahn A5 und A661. Dies verleiht diesem Standort eine überregionale Bedeutung denn diese Lage ermöglicht es, Pendlern und Anwohnern aus der Frankfurter City sowie aus dem angrenzenden Hochtaunuskreis die Anlage innerhalb von 10 bis 15 Fahrminuten zu erreichen.

Auch die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr ermöglicht die Erreichbarkeit dieses Golfplatzes für ein breiteres städtisches Publikum. Die U-Bahn-Station Kalbach (Linie U2) ist nur etwa 5 bis 10 Gehminuten entfernt und die Buslinie 29 bedient die Haltestelle »Sportzentrum Kalbach« in unmittelbarer Nähe. So konnte sich dieser Golfplatz zu einem City-Golfplatz entwickeln, der auf hohe Frequenz und zeitliche Flexibilität ausgelegt ist.

GolfRange Frankfurt gespiegelte Spielflächen

gespiegelte Spielflächen

Sicherheitsbedenken

Ein öffentlicher Fußweg (»Am Zedernholz«) durchquert den Platz, was bei hohem Spielaufkommen zu gefährlichen Situationen durch Querschläger führen kann.

Bereits 2002 wurde festgestellt, dass die existierende Umzäunung nicht ausreicht, um die Passanten sicher vor Golfbällen zu schützen. Ein Golfball mit 46 Gramm, der aus 20 Meter Höhe auf einen Passanten fällt, entwickelt eine Aufschlagskraft von 45 kg. Da die Fläche eines Golfballs sehr klein ist, konzentriert sich die gesamte Energie auf einen winzigen Punkt. Das reicht locker für Platzwunden, schwere Hämatome oder – bei einem Treffer an der Schläfe – lebensgefährliche Verletzungen.

Daher hatte sich die Stadt 2002/2003 mit dem Betreiber daraufhin geeinigt, dass der Ballfangzaun vervollständigt und erhöht wird (auf 8 Meter), sodass künftig keine Golfbälle mehr außerhalb der Golf Range liegen. Zusätzlich wurde der Zaun an einigen besonders exponierten Stellen auf 12 Meter erhöht.

Durch die Spiegelung der Trainingsfläche 2006 ist jedoch ein Teil des Weges komplett schutzlos. Ein Schild weist Passanten auf die Gefahr hin: „Stop! Achten sie auf entgegenkommende Spieler!

Der Weg, den es bereits vor der Eröffnung des Golfplatzes gab, wird inzwischen auch intensiver genutzt, da er in die entwickelte Fahrradinfrastruktur am Nordrand von Frankfurt eingebunden ist. Daher stellt sich an dieser Stelle die Frage, ob die Sicherheit und das Wegerecht der Passanten oder das Freizeitvergnügen der Golfspieler hier Vorrang haben.

GolfRange Frankfurt Warnhinweis

Warnhinweis

Der Ortsbeirat bittet um Information

Um die derzeitige Situation besser beurteilen zu können, hat sich der Ortsbeirat (12) an den Magistrat gewandt mit der Bitte, ihn über die weitere Entwicklung der Golfsportflächen »Am Zedernholz« und »Am Martinszehnten« gelegen zu berichten.


Kleiner Exkurs zur Historie des Ortes

Zuerst besiedelten Alemannen und später ab etwa 500 nach Christus fränkische Stämme dieses Gebiet. In dieser Zeit entstanden die Orte mit der Endung “-heim” wie z. B. Harheim. Erst später entstanden die Ausbauorte mit der Endung auf “-bach” wie z. B. Kalbach, was ursprünglich einmal „Kalter Bach“ bedeutete.

Der Straßenname »Am Martinszehnten« ist ein direktes Relikt der mittelalterlichen Abgabenstruktur. Der „Zehnt“ war eine etwa 10-prozentige Steuer auf landwirtschaftliche Erzeugnisse, die an die Kirche oder den Lehnsherrn abzuführen waren. Sankt Martin, der Schutzpatron des Erzbistums Mainz, zu dem die Region kirchlich gehörte, war oft Namenspatron für solche »Zehnt-Bezirke«. Das Gebiet »Am Martinszehnten« bezeichnete somit eine Flur, deren Erträge dem Martins-Altar oder einer entsprechenden Institution zuflossen. Die Verwaltung dieser Abgaben war oft mit lokalen Herrenhöfen verknüpft, wie sie in Kalbach seit dem 8. Jahrhundert nachgewiesen sind.

Das Gewerbegebiet

Im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme wurde das Gewerbegebiet »Am Martinszehnten« als Ergänzung zum Wohngebiet Riedberg konzipiert, um Arbeitsplätze in räumlicher Nähe zu den neuen Wohnvierteln und zum Wissenschaftscampus der Goethe-Universität zu schaffen. Zwischen 1996 und 2011 erfolgten die Erschließung der öffentlichen Anlagen und die Vermarktung der Grundstücke im Gewerbegebiet. Der Golfplatz »Am Martinszehnten« fügt sich in dieses Gefüge als hochwertige Freizeitkomponente ein, die den Bedürfnissen der hier arbeitenden Wissenschaftler und der neu zugezogenen Familien am Riedberg entspricht.

Der Golfbetrieb: GolfRange Frankfurt

Die Golfanlage wurde im Jahr 2001 eröffnet. Der 9-Loch-Platz wurde 2006 von dem renommierten Golfplatzarchitekten Christoph Staedler umfassend überarbeitet und deutlich vergrößert. Das Design nutzt die leicht hügelige Topografie aus und integriert 4 Wasserhindernisse sowie strategisch platzierte Bunker. Mit einer Gesamtlänge von 1.642 Metern für Herren (Par 31) und 1.407 Metern für Damen (Par 31) gehört der Platz zu den kürzeren, aber technisch anspruchsvollen Anlagen der Region.

Trainingsinfrastruktur und Driving Range

Die Driving Range der GolfRange Frankfurt gilt als eine der modernsten und am besten ausgelasteten Übungsanlagen im Rhein-Main-Gebiet. Sie verfügt über insgesamt 52 Abschlagplätze, von denen 22 überdacht sind. Im November 2025 wurde die Anlage mit einer neuen LED-Flutlichtanlage ausgestattet, die den Trainingsbetrieb bis ca. 22:00 Uhr ermöglicht und die Energieeffizienz des Standorts steigert.

Ein wesentliches Merkmal des Betriebsmodells ist die 24-Stunden-Verfügbarkeit der Driving Range für Inhaber von Ballkarten. Mittels kontaktloser Chipkarten können Range-Bälle jederzeit an den Automaten bezogen werden, was eine maximale Unabhängigkeit von den Öffnungszeiten des Sekretariats gewährleistet.

Der Golfbetrieb wird als kommerzielle Anlage geführt.

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Größere Auswahl für noch mehr Shoppingfreude

Ernstings Family plakatierte Schaufensterfront

Ernsting’s family begrüßt seine Kundschaft nach dem Umzug auf dem Riedberg

Neueröffnung

Größer, schöner und freundlicher: Unter diesem Motto eröffnet am 13. März die Ernsting’s family Filiale am neuen Standort auf dem-Riedberg, im Riedbergcenter, am Riedbergplatz 1.

Noch mehr Shoppingfreude, viele neue Trendthemen und Spielwaren sowie vieles, was fröhliche Familien tagtäglich gebrauchen, befindet sich dann auf rund 230 Quadratmetern Verkaufsfläche in frischem Design.

Die Kollektionslinien Topolino, Yigga, Gina, Gina Benotti sowie van Vaan überraschen die kleinen und großen „Familienmitglieder“ jeden zweiten Tag mit aktuellen Farben, modischen Styles und neuen Accessoires. In den neuen Räumen werden auch die my home Wohnartikel schön zur Geltung gebracht und die Kundschaft kann das vielfältige Warensortiment zukünftig auf noch größerer Fläche durchstöbern.


Über Ernsting‘s family
Ernsting’s family ist mit rund 2.000 Filialen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden, einer mehrfach ausgezeichneten Online-Präsenz und rund 12.500 Mitarbeitenden einer der bedeutendsten Omni-Channel-Anbieter im europäischen Textileinzelhandel. Im Geschäftsjahr 2024/2025 verzeichnete Ernsting’s family einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen mit Sitz in Coesfeld (Westfalen) bietet Mode und Accessoires für die ganze Familie mit den Schwerpunkten Wäsche, Damen- und Kinderbekleidung. Qualität zu überraschend günstigen Preisen ist die Prämisse des Unternehmens, welches mit sozialer, gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung die Erschließung neuer Vertriebswege und Verkaufsstandorte kontinuierlich fortsetzt.

Web: www.ernstings-family.com

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Ein Stadtteil im Puzzle-Fieber: Der Riedberger Puzzletag bricht alle Rekorde

Puzzle

Was vor wenigen Jahren als kleine Idee im Frankfurter Stadtteil Riedberg begann, hat sich mittlerweile zu einem überregional beachteten Großevent entwickelt. Der jährliche Puzzletag der Evangelischen Riedberggemeinde zieht hunderte Begeisterte an und stellt regelmäßig neue Bestmarken auf. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur tausende bunte Pappteilchen, sondern vor allem das Gemeinschaftserlebnis für Jung und Alt.

Von der Nische zum Massenphänomen

Der Riedberger Puzzletag hat eine beeindruckende Entwicklung hinter sich. Ursprünglich initiiert, um Menschen im Stadtteil auf niederschwellige Weise zusammenzubringen, ist die Veranstaltung heute ein fester Termin im lokalen Kalender. Die Grundidee ist simpel wie effektiv: Ein ganzer Tag steht im Zeichen des Puzzelns. Das Gemeindezentrum verwandelt sich dabei in eine riesige Werkstatt, in der an zahlreichen Tischen gleichzeitig Motive aller Art entstehen – von einfachen Kinderpuzzles mit wenigen Teilen bis hin zu komplexen Experten-Herausforderungen.

Bereits in den vergangenen Jahren, zeigte sich das enorme Potenzial der Veranstaltung. Damals wurde im Halbstundentakt ein neues Motiv vollendet. Die Mischung aus Konzentration, Ruhe und dem gemeinsamen Ziel, ein Bild zu vervollständigen, schuf eine Atmosphäre, die viele Besucher als entschleunigend und bereichernd empfanden.

Das Mega-Puzzle kommt

Das absolute Highlight wird der Versuch am 21. und 22. März, das Motiv des etwa 6 mal 2 Meter großen Puzzles mit 32 Bildern des Pop Art-Künstlers Keith Haring mit 32.000 Teilen zu schaffen.

Los geht es am Samstag, 21. März um 12 Uhr. Am Sonntag, um 18 Uhr soll das Puzzle fertig sein. Die genauen Puzzlezeiten: Samstag, 21. März: 12 bis 20 Uhr, Sonntag, 22. März: 11 bis 18 Uhr. Das Wochenende schließt am Sonntag um 18 Uhr mit einer Andacht am – hoffentlich – fertigen Puzzle.

Werden also auch Sie Teil von etwas ganz Großem!

Und so funktioniert es: Die Besucher kaufen für 2 Euro eine Tüte mit etwa 50 Teilen, die ein zusammenhängendes Stück ergeben, setzen sich an einen der Tische und legen alle Teile aus ihrer Tüte. Nach und nach entsteht dann das Gesamtkunstwerk. Jede verkaufte Tüte ist gleichzeitig auch ein Los für die Tombola – bei der es natürlich auch Puzzles (und anderes) zu gewinnen gibt. Und auch wenn es nicht der Hauptgewinn sein sollte, es gibt viele Trostpreise und keine Nieten.

Dieses Mammutprojekt, das in 60 Einzelabschnitte unterteilt war, fordert den Teilnehmern alles ab. Es geht nicht mehr nur darum, ein schönes Bild zu legen, sondern um eine logistische und gemeinschaftliche Meisterleistung.

Mehr als nur ein Spielzeug

Der Erfolg des Events liegt in der sozialen Komponente. Puzzeln wird oft als einsames Hobby wahrgenommen, doch am Riedberg wird es zum Mannschaftssport. Fremde Menschen setzen sich an einen Tisch, unterstützen sich gegenseitig bei der Suche nach dem passenden Randstück oder der richtigen Farbschattierung und kommen dabei ins Gespräch.

Das Angebot ist dabei bewusst barrierefrei und generationenübergreifend gestaltet. Während Kinder an kleineren Tischen schnelle Erfolgserlebnisse feiern, widmen sich die Erwachsenen den strategisch anspruchsvollen Abschnitten der Großprojekte. Die Verpflegung durch ehrenamtliche Helfer, die mit Kuchen und Getränken für die nötige Energie sorgen, rundet das Konzept ab.

Puzzle-Flohmarkt

Für den Puzzlenachschub daheim gibt es einen “wachsenden Puzzleflohmarkt”, bei dem es immer zur vollen Stunde frischen Nachschub gibt. So lohnt sich ein Besuch des Flohmarktes über das gesamte Wochenende, denn es gibt immer Neues zu entdecken. Während der Puzzlezeiten ist für Snacks, Kuchen, Suppe und Getränke gesorgt.

Der Erlös des Flohmarktes und aus dem Verkauf der Tüten fließt in die Kinder- und Jugendarbeit sowie die allgemeine Arbeit der Gemeinde. Der Gewinn aus dem Verkauf von Getränken und Snacks geht als Spende an das WESER 5 Diakoniezentrum.

Ein Ausblick mit Visionen

Die Riedberggemeinde hat mit dem Puzzletag bewiesen, dass auch in einer digitalen Welt analoge Beschäftigungen eine enorme Anziehungskraft ausüben können. Das Ziel für die Zukunft ist klar: Die 100.000-Teile-Marke ist bereits im Blick der Organisatoren. Der Riedberger Puzzletag ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein Leuchtturmprojekt für das soziale Miteinander im Stadtteil. Er zeigt eindrucksvoll, dass viele kleine Teile am Ende ein beeindruckendes Gesamtbild ergeben – im wahrsten Sinne des Wortes.

Weitere Informationen – auch zur möglichen Abgabe von Puzzlespenden – gibt es auf der Homepage der Gemeinde: www.riedberggemeinde.de


Rekordjahr 2025: Ein gelungener Jahresauftakt

Der dritte Puzzletag Anfang 2025 markierte einen weiteren Meilenstein. Mit über 300 zur Verfügung stehenden Puzzles und einer stetig wachsenden Teilnehmerzahl wurde deutlich, dass das Interesse am gemeinsamen Legen ungebrochen ist. Die Organisatoren betonten damals, dass es kaum einen schöneren Weg gebe, das neue Jahr zu beginnen, als in einer friedlichen, konzentrierten Gemeinschaft. Neben dem reinen Legen etablierte sich auch eine Tauschbörse, bei der gebrauchte Puzzles den Besitzer wechselten – ein wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit, der das Event ergänzt.

2026: Das Jahr der Superlative

Mit dem vierten Puzzletag im Januar 2026 erreichte die Veranstaltung eine neue Dimension. Unter dem Motto „Gemeinsam puzzeln wir was richtig Großes“ setzten sich die Teilnehmer Ziele, die weit über das übliche Maß hinausgingen. Es wurden gemeinsam 24.032 Teile gelegt und zum Rekordversuch des Puzzle-Forums eingereicht.

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Kalbach-Riedberg: Kollision zwischen Auto und U-Bahn

Teil eines Polizeiwagens

Gestern Vormittag (03. März 2026) kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einer U-Bahn im Frankfurter Stadtteil Kalbach-Riedberg.

Nach bisherigen Erkenntnissen hielten der 32-jährige Unfallfahrer sowie seine 42-jährige Beifahrerin mit dem Pkw gegen 07:20 Uhr im Kreuzungsbereich „Rosa-Luxemburg-Straße“, „Am Weißkirchener Berg“. Aus unbekannten Gründen fuhr der 32-Jährige plötzlich trotz anhaltender Rotphase in den Kreuzungsbereich ein und wurde von der aus Richtung Niederursel kommenden U-Bahn erfasst.

Durch den Zusammenstoß stieß der Pkw einen Ampelmasten. Die beiden Insassen wurden durch die Kollision leicht verletzt und zur weiteren Abklärung in umliegende Krankenhäuser verbracht. Eine in der U-Bahn befindliche 30-Jährige wurde durch den Zusammenstoß ebenfalls leicht verletzt.

Die Kollision sorgte in der Folge für einen Totalausfall der Ampelanlage sowie Totalschaden an dem Pkw des Unfallfahrers. Die U-Bahn konnte ihre Fahrt samt Fahrgästen nach einiger Zeit fortsetzen. Es entstand ein Sachschaden im hohen 5-stelligen Bereich.

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Sonnenenergie vor der eigenen Haustür: Vorträge und Solarspaziergang auf dem Riedberg

Solarpanel

Photovoltaik lohnt sich – doch viele fragen sich: Ist mein Balkon geeignet? Trägt mein Dach eine PV-Anlage? Welche Genehmigungen brauche ich? Und mit welchen Kosten und Fördermöglichkeiten kann ich rechnen?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt die Klimaschutz-Initiative Riedberg e.V. unter anderem in Kooperation mit MainSolarBalkon im Rahmen ihrer PV-Inforeihe 2026 mit zwei Informationsabenden und einem Solarspaziergang.

Den Auftakt macht am Donnerstag, 12. März 2026 (18:00 Uhr bis 20:00 Uhr) der Vortrag „Mini-PV kann jeder“. Hier erfahren Interessierte, wie Balkonkraftwerke funktionieren, für wen sie geeignet sind und wie sich auch mit wenig Aufwand eigener Solarstrom erzeugen lässt.

Am Freitag, den 08. Mai 2026 (18:00 Uhr bis 20:00 Uhr) folgt der zweite Vortrag: „PV-Anlage – geht das auch auf meinem Dach?“. Dabei geht es um die Voraussetzungen für größere Photovoltaikanlagen, technische Komponenten, rechtliche Rahmenbedingungen, Kosten sowie aktuelle Fördermöglichkeiten.

Beide Veranstaltungen finden im Centre for Dialogue am Campus Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 56, 60438 Frankfurt am Main, direkt an der U-Bahn-Station „Riedberg“ (U8/U9), statt.

Wer Photovoltaik nicht nur theoretisch kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen zum PV-Spaziergang über den Riedberg am Donnerstag, den 11. Juni 2026 (18:00 Uhr bis 19:00 Uhr). Hier werden bestehende Anlagen vorgestellt, Erfahrungen aus der Praxis geteilt und individuelle Fragen beantwortet. Nur mit Anmeldung!

Die Teilnahme an allen Terminen ist kostenlos, die Plätze sind jedoch begrenzt. Eine Anmeldung ist per E-Mail an solar@klimaschutz-initiative-riedberg.de oder über die Projektseite möglich:

http://www.klimaschutz-initiative-riedberg.de/solarprojektffm/

Eine gute Gelegenheit für alle, die sich unabhängig von steigenden Energiepreisen machen und aktiv zum Klimaschutz in Frankfurt beitragen möchten.

 

 

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Weniger Müll, mehr Stadt: Frankfurts Weg zur Zero Waste City

Müll rund um den Eimer

Ein schneller Kaffee to-go am Morgen, der Wocheneinkauf samt Obst, Gemüse oder Milchprodukten und eine Online-Bestellung mit neuer Kleidung für den Frühling- und schon ist der Mülleimer wieder voll. Obwohl der Einsatz von Plastik in Bau, Verkehr, Verpackung oder Konsumgütern erst seit dem Zweiten Weltkrieg seinen weltweiten Durchbruch erlebte, ist der Werkstoff nicht einmal 100 Jahre später aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken. Jährlich werden demnach rund 280.000 Tonnen an Haushaltsabfällen produziert- nicht etwa deutschlandweit, sondern alleine in Frankfurt am Main. Gemeinsam mit vielen anderen Städten will Frankfurt deshalb zur „Zero Waste City“ werden.

Was ist der Zero Waste Guide?

Entgegen der direkten Übersetzung soll der Müll aber nicht auf Null reduziert werden: Vielmehr bemüht man sich um eine möglichst geringe Ressourcenverschwendung. Bereits 2022 konzipierte die Stadt Frankfurt einen entsprechenden Maßnahmenplan zur Abfallvermeidung, der seitdem Schritt für Schritt umgesetzt wird. Durch Bürgerbeteiligung an Workshops und diversen Projekten soll zusätzlich ein bewussterer Umgang mit Ressourcen im Alltag entstehen. Gemeinsam mit Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez und dem oekom Verein hat das Umweltamt der Stadt nun den „Zero Waste Guide“ als alltagstaugliche Hilfestellung entwickelt. Der rund 100-seitige Ratgeber ist seit Februar 2026 für alle Frankfurter Bürger kostenlos zugänglich und sowohl online als auch in gedruckter Form erhältlich. Die Broschüre soll mit praktikablen Tipps unter anderem zeigen, wie man an verschieden Stellen im Alltag einen Teil des eigenen Abfalls vermeiden kann. Dabei stößt man zunächst unweigerlich auf das Herzstück des Ratgebers: die 5 großen »R«.

Refuse: Ablehnen, was wir nicht brauchen

Der erste Schritt klingt simpel, ist aber überraschend wirkungsvoll: freundlich „Nein“ sagen. Gratisproben, Werbeflyer oder das fünfte Stoffbeutel-Give-away landen oft ungenutzt in der Schublade. Wer bewusst ablehnt, verhindert also Müll, bevor er entstehen kann. Ein „Bitte keine Werbung“-Aufkleber am Briefkasten oder das Mitbringen eines eigenen Kaffeebechers sind ebenso kleine Gesten mit großer Wirkung. Refuse bedeutet in dem Sinne nicht unhöflich zu sein, sondern sich klarzumachen, dass man nicht alles, was kostenlos ist, auch wirklich benötigt.

Reduce: Weniger besitzen und bewusster konsumieren

„Weniger ist mehr“- auch dieser Gedanke zieht sich durch den Guide. In vielen Haushalten sammeln sich unbenutzte Küchengeräte, doppelte Pflegeprodukte oder Kleidung, die nicht richtig passt. Reduce heißt, vor dem Kauf kurz innezuhalten und sich selber zu fragen: Brauche ich das wirklich? Kann ich es alternativ leihen oder gebraucht kaufen? Gerade bei Kleidung oder Elektronik spart bewusster Konsum eine Menge Ressourcen und CO₂. Wer zwei passende Kleidungsstücke vor Ort kauft, statt mehrere online zu bestellen und zurückzuschicken, spart ein Kilogramm CO₂ ein. Weniger Besitz schafft zudem Übersicht und oft auch ein Gefühl der Leichtigkeit.

Reuse: Wiederverwenden statt wegwerfen

Alte Dinge wiederzuverwenden, ist kreativ und gemeinschaftlich zugleich. Mehrwegflaschen, Brotdosen und Stofftaschen sind im Alltag schnell integriert. Auch Glasbehälter für Vorräte oder Essensreste ersetzen Plastikverpackungen dauerhaft. Besonders spannend wird Reuse, wenn Dinge repariert oder weitergegeben werden. Im Repaircafé Riedberg im Billabong Familienzentrum zeigen Ehrenamtliche immer am letzten Mittwoch des Monats, wie Toaster, Lampen oder Fahrräder wieder fit gemacht werden können. Hier wird nicht nur geschraubt, sondern Wissen geteilt. Reuse bedeutet also, zu nutzen, statt wegzuwerfen und dabei vielleicht sogar neue Fähigkeiten zu entdecken.

Recycle: Wertstoffe im Kreislauf halten

Auch wenn Vermeiden und Wiederverwenden Vorrang haben, bleibt Recycling ein wichtiger Baustein. Papier, Glas, Bioabfall oder Verpackungen gehören getrennt entsorgt, damit sie verwertet werden können. Mehrwegflaschen aus der Region schneiden in der Gesamtbilanz besser ab als Einwegverpackungen, da sie mehrfach genutzt werden. Wer beim Einkauf auf Pfandsysteme achtet und Müll korrekt trennt, unterstützt funktionierende Kreisläufe. Recycling allein löst das Problem freilich nicht, aber es ist unumstritten ein unverzichtbarer Teil der Lösung.

Rot: Zurück zur Erde

„Rot“ steht für Kompostieren. Organische Abfälle wie Obst- und Gemüseschalen sind kein Müll, sondern wertvoller Rohstoff. In der Biotonne oder im eigenen Kompost verwandeln sie sich in nährstoffreiche Erde. Gerade in einem Stadtteil mit einigen Grünflächen und Gärten kann Kompost einen sichtbaren Beitrag leisten- egal, ob im Balkonkasten oder dem Gemeinschaftsgarten. Wer Bioabfälle richtig trennt, schließt den natürlichen Kreislauf und reduziert gleichzeitig Restmüll.

Der Zero Waste Guide zeigt: Nachhaltigkeit beginnt nicht mit radikalen Umbrüchen, sondern mit bewussten Entscheidungen im Alltag. Niemand muss von heute auf morgen plastikfrei leben, denn schon kleine Schritte summieren sich. Neben dem bewussten privaten Konsum sind allerdings gute Rahmenbedingungen, zugängliche Angebote und Orte der Begegnung genauso wichtig. Wenn Stadtverwaltung, lokale Initiativen, Bildungseinrichtungen und engagierte Bürger zusammenwirken, entsteht eine Kultur, in der Ressourcenschonung zu einem präsenteren Thema wird. Der Riedberg bietet mit Initiativen wie dem Repaircafé gute Voraussetzungen dafür. Zero Waste soll dabei kein perfektes Endziel, sondern vielmehr ein Prozess sein, der gemeinsam gestaltet wird. Je sichtbarer nachhaltige Alternativen im Stadtteil werden, desto leichter fällt es den Konsumenten, Teil dieser Entwicklung zu sein und Schritt für Schritt auf ein Frankfurt hinzuarbeiten, das Ressourcen klug nutzt und Verantwortung teilt.

Download Link Zero Waste Guide

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Glasfaserausbau in Frankfurt: Bund bewilligt Millionenförderung für Versorgungslücken

Glasfaserausbau entlang der Straße

Die Stadt Frankfurt am Main hat einen entscheidenden Etappensieg beim Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur erzielt. Mit einer Förderzusage des Bundes in Millionenhöhe sollen nun auch die Gebiete erschlossen werden, die für private Telekommunikationsunternehmen bisher wirtschaftlich unrentabel waren.

Frankfurt treibt das Tempo beim Glasfaserausbau massiv voran. Wie die Stadtverwaltung gestern bekannt gab, hat der Bund Fördermittel in Höhe von 10,45 Millionen Euro bewilligt. Diese Gelder sind zweckgebunden für den Ausbau in sogenannten „weißen Flecken“ vorgesehen – also in Bereichen, die bisher als wirtschaftlich weniger attraktiv galten und daher im rein eigenwirtschaftlichen Ausbau vernachlässigt wurden.

Schließung der Versorgungslücken

Laut dem aktuellen Breitbandatlas sind in Frankfurt insgesamt 93.453 Adresspunkte für einen Glasfaseranschluss vorgesehen. Während der Großteil dieses Ausbaus eigenwirtschaftlich durch private Unternehmen auf Basis des Telekommunikationsgesetzes erfolgt, verbleiben rund 2.300 Adresspunkte im Stadtgebiet, die aktuell nicht gigabitfähig sind. Da diese Anschlüsse für Unternehmen kaum Gewinne versprechen, greift hier die staatliche Unterstützung.

Um diese Lücken zu schließen, hatte die Stadt bereits im Jahr 2025 Anträge im Rahmen der Gigabitförderung gestellt. Die Finanzierung ist dabei auf mehrere Säulen verteilt:

  • Bund: übernimmt 50 % der Projektkosten.
  • Land Hessen: beteiligt sich ergänzend.
  • Stadt Frankfurt: trägt lediglich einen Eigenanteil von 10 %.

Der nun erhaltene Bescheid bildet die rechtliche und finanzielle Grundlage für die anstehende Ausschreibung, mit der die weiteren Bauarbeiten vergeben werden.

Infrastruktur als Standortfaktor

Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger, Digitales und Internationales, betont die Relevanz des Projekts für die Stadtgesellschaft. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur sei in der heutigen Zeit ebenso essenziell wie die Versorgung mit Strom oder der Zugang zum Straßennetz. Ziel sei es, die Chancengerechtigkeit und Wettbewerbsfähigkeit Frankfurts zu sichern, damit kein Bürger und kein Unternehmen digital abgehängt wird – ungeachtet der wirtschaftlichen Attraktivität des Standorts.

Hohes Ausbautempo seit 2022

Der Bericht verdeutlicht zudem die Dynamik der letzten Jahre: Zwischen 2022 und 2025 wurden in Frankfurt mehr als 12 mal so viele Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen wie im gesamten Zeitraum bis einschließlich 2021. Um den Bedarf und die schwierigen Ausbaugebiete präzise zu ermitteln, arbeitete die Stadt eng mit der Infratech Services GmbH zusammen.

Informationen für Bürger

Für die Einwohner Frankfurts bietet die Stadt zusätzliche Transparenz. Auf der offiziellen Website steht unter frankfurt.de/glasfaserausbau eine interaktive Karte zur Verfügung. Dort können Bürger den aktuellen Ausbaustatus in ihrer direkten Nachbarschaft prüfen und sich über geplante Maßnahmen informieren.

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Wohnen auf antikem Grund: Frankfurt verbindet Neubau mit römischer Geschichte

Architekt Benjamin Jourdan präsentiert Modell Nida

In Heddernheim wird die römische Vergangenheit der Stadt buchstäblich in das Fundament moderner Wohnkultur integriert. Heute stellten Vertreter der Stadt und der ABG Frankfurt Holding das Modell eines Bauprojekts vor, das archäologische Funde direkt in einen neuen Wohnkomplex an der Straße „In der Römerstadt“ einbindet.

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In der Römerstadt 126-134

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In der Römerstadt 126-134 50.153236, 8.631499

Auf dem Baufeld In der Römerstadt 126-134 plant die ABG Frankfurt Holding die Errichtung einer neuen Wohnanlage mit rund 190 Mietwohnungen. Das Besondere an diesem Vorhaben ist jedoch das, was sich unter der Erde befindet: Bei Grabungen des städtischen Denkmalamts wurden bedeutende Reste der antiken Stadt Nida entdeckt, dem einstigen urbanen Zentrum der Provinz Germania Superior.

Archäologische Schätze im Erdgeschoss

Zu den spektakulären Funden zählen ein Steinkeller, eine Gruppe von Töpferöfen – darunter einer mit vollständig erhaltener Kuppel – sowie ein Holzkeller. Um diese etwa 1.800 Jahre alten Relikte nicht nur zu schützen, sondern sie auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wird im Erdgeschoss und in einem Anbau eines der Wohngebäude eine Ausstellungsfläche des Archäologischen Museums integriert.

Ein Highlight der künftigen Präsentation ist der im Jahr 2023 geborgene antike Holzkeller. Dieser lagert derzeit im Depot des Museums und soll zur Fertigstellung an seinen ursprünglichen Fundort zurückkehren.

Ein Mehrwert für Mieter und die Stadt

Für die Verantwortlichen der Stadt Frankfurt stellt das Projekt eine gelungene Symbiose dar. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, betonte die historische Tragweite von Nida und freute sich über die „Nachbarschaft Wand an Wand mit der römischen Antike“. Planungsdezernent Dr. Gwechenberger verwies auf die „doppelte Aufgabe“, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig verantwortungsvoll mit der Stadtgeschichte umzugehen.

Ein Museum zum Reinschauen

Das von Benjamin Jourdan entworfene Architekturmodell sieht vor, dass die antiken Befunde im Rahmen von Führungen besichtigt werden können. Doch auch Passanten und Bewohner erhalten Einblicke: Durch große Schaufenster wird die Museumsdependance von außen einsehbar sein. Wolfgang David, Direktor des Archäologischen Museums, plant zudem praktische Werkstattprogramme für Schulen, um die Geschichte von Nida lebendig zu vermitteln.

Durch die Verbindung von modernem Wohnungsbau und authentischem Denkmalschutz am Originalstandort wird das Projekt voraussichtlich weit über die Grenzen Frankfurts hinaus Beachtung finden.

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Alarmierender Rückgang der Vogelpopulation: Ein Warnsignal vor der Kommunalwahl in Frankfurt

Vögel auf der Wiese

Die Ergebnisse der jüngsten Vogelzählung „Stunde der Wintervögel“ zeichnen ein düsteres Bild für die Frankfurter Stadtnatur. Während die Stadt am Main stetig wächst und neue Wohnquartiere entstehen, verschwinden die gefiederten Bewohner in besorgniserregendem Tempo. Wenige Tage vor der Kommunalwahl am 15. März 2026 schlägt der Naturschutzbund (Nabu) Alarm und nimmt die Politik in die Pflicht.

Drastischer Rückgang in Frankfurter Gärten

Die Zahlen der im Januar durchgeführten Zählung sind eindeutig: In Frankfurt wurden im Durchschnitt nur noch 25 Vögel pro Garten gesichtet. Zum Vergleich: Bundesweit lag der Schnitt bei 32 Vögeln, was bereits einen massiven Einbruch gegenüber den 45 Vögeln aus dem Jahr 2022 darstellt. Insgesamt beteiligten sich 797 Teilnehmer aus 590 Frankfurter Gärten an der Aktion und meldeten 14.839 Tiere.

Besonders besorgniserregend ist, dass selbst Arten, die früher als allgegenwärtig galten, seltener werden. Haussperling, Kohlmeise und Amsel – einst verlässliche Gäste an jedem Futterhaus – ziehen sich zunehmend aus dem Stadtbild zurück.

Beton statt Biodiversität

Der Hauptgrund für diese Entwicklung ist laut Experten die fortschreitende Flächenversiegelung. Frankfurt zählt zu den am stärksten verdichteten Städten Deutschlands. Der enorme Druck auf dem Wohnungsmarkt führt dazu, dass immer mehr Brachflächen, Hecken und alte Baumbestände einer intensiven Bautätigkeit weichen müssen.

Martin Miller, der Frankfurter Nabu-Vorsitzende, kritisiert diesen Trend deutlich: „Je stärker Flächen versiegelt werden, desto weniger Lebensräume bleiben für Vögel und andere Tierarten“. In den dicht bebauten Quartieren entstehen sogenannte Hitzeinseln, in denen die Insektenpopulationen zusammenbrechen, wodurch den Vögeln die Nahrungsgrundlage entzogen wird.

Die Kommunalwahl als Weichenstellung

Der Zeitpunkt dieser Erkenntnisse könnte brisanter kaum sein. Am 15. März 2026 entscheiden die Frankfurter Bürger über die Zusammensetzung der Stadtverordnetenversammlung. Doch in den Wahlprogrammen der großen Parteien spielen Themen wie Artenvielfalt und ökologische Stadtplanung laut Nabu bislang eine untergeordnete Rolle.

Trotz des offensichtlichen Schwindens der Stadtnatur halten viele politische Akteure an Plänen fest, weitere Grünflächen im Stadtgebiet für den Wohnungsbau zu opfern. Der Nabu fordert hier ein konsequentes Umsteuern. Naturnahe Strukturen dürften nicht länger als „Luxus“ betrachtet werden, sondern müssten als notwendiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung verankert werden.

Forderungen für ein grüneres Frankfurt

Um den Abwärtstrend zu stoppen, verlangt der Naturschutzbund konkrete Maßnahmen von der künftigen Stadtregierung:

  • Die Schaffung und Vernetzung von Grünzügen quer durch das Stadtgebiet.
  • Die Förderung biodiverser Parks anstelle von monotonen Rasenflächen.
  • Strengere ökologische Vorgaben für alle Neubauprojekte, um die Versiegelung zu minimieren.
  • Ein wirksamer Schutz für alte Baumbestände, die als wichtige Nistplätze dienen.

Die Vogelwelt Frankfurts steht unter zunehmendem Druck. Ob die Politik bereit ist, den Schutz der Lebensräume über die kurzfristige Gewinnung von Bauland zu stellen, wird sich nach dem Urnengang am 15. März zeigen.

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Modernisierung im Frankfurter Norden: Sunflower Gartencenter startet umfassende Bauphase

Sunflower Gartencenter

Seit Beginn des Jahres 2026 herrscht auf dem Gelände des Sunflower Gartencenters in Kalbach geschäftiges Treiben. Wo sonst vor allem bunte Blütenmeere die Blicke auf sich ziehen, sind nun Bagger im Einsatz, um ein wegweisendes Zukunftsprojekt zu realisieren. Die aktuellen Baumaßnahmen markieren den Beginn einer neuen Ära für das traditionsreiche Familienunternehmen am Martinszehnten.

Investition in Qualität und Komfort

Nach einer über zweijährigen intensiven Planungsphase fiel im Januar 2026 der Startschuss für die erste Bauphase. Den Auftakt der Modernisierung macht die Errichtung einer neuen Überdachung für den Bereich der Beet- und Balkonpflanzen. Diese Maßnahme verfolgt ein doppeltes Ziel: Zum einen bietet die Konstruktion den empfindlichen Pflanzen einen verbesserten Schutz vor Witterungseinflüssen, zum anderen erhöht sie den Komfort für die Besucher, die nun auch bei unbeständigem Wetter im Trockenen einkaufen können. Laut Unternehmensleitung ist dies jedoch erst der Anfang einer umfassenden Weiterentwicklung des Standorts.

Von der Kalbacher Garage zum überregionalen Anziehungspunkt

Die Geschichte von Sunflower ist eng mit dem Stadtteil Kalbach verbunden. Am 1978 gründete Viktor Märcz das Unternehmen ursprünglich als Großhandel für den Im- und Export von Blumen und Pflanzen. Was in bescheidenem Rahmen begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem der vielseitigsten Gartencenter im Rhein-Main-Gebiet.

Ein entscheidender Meilenstein in der historischen Entwicklung war die kontinuierliche Erweiterung des Sortiments und der Dienstleistungen. Im Jahr 2000 wurde das hauseigene Restaurant eröffnet, das heute Platz für 120 Gäste bietet. Zwischen 2004 und 2007 folgte der Ausbau einer zweiten Ebene für Gartenmöbel, Grillzubehör und Wellness-Produkte. Mit der Eröffnung der Markthalle im September 2009, die frische Lebensmittel und kulinarische Spezialitäten bietet, festigte das Unternehmen seinen Ruf als „mehr als nur ein Gartencenter“. Weitere Ergänzungen wie der Umbau der Baumschule (2011) und der Bau eines eigenen Parkhauses (2013) rundeten das heutige Erscheinungsbild ab.

Generationenwechsel und Zukunftsvision

Heute wird die Sunflower GmbH von den Geschäftsführern Guido und Alexander Märcz geleitet. Der Fokus liegt weiterhin auf einer Kombination aus hoher Produktqualität und fachkundiger Beratung. Mit mehr als 4.000 positiven Bewertungen unterstreicht das Unternehmen seinen Anspruch, ein Erlebnisort für die ganze Familie zu sein.

Trotz der aktuellen Baustellen bleibt der Betrieb für die Kunden regulär geöffnet. Die Verantwortlichen betonen, dass die Kunden über alle weiteren Schritte der Modernisierung auf dem Laufenden gehalten werden, da man die Zukunft des Centers gemeinsam mit den Besuchern gestalten möchte.


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