Kategorie: AktuelleNEWS

55 Corona-Fälle im Altenpflegeheim „Bettinahof“

Bettinahof - Eingang

Corona-Ausbruch im Altenpflegeheim „Bettinahof“ am Riedberg: Mehr als 50 Bewohner haben sich in den vergangenen Wochen mit Corona infiziert. 18 sind an Covid-19 verstorben. Im Austausch mit dem Gesundheitsamt wurde ein verbessertes Schutzkonzept erarbeitet. Doch die Verunsicherung der Angehörigen ist groß.

Es ist ein zweiseitiges Schreiben der Einrichtungsleitung, das kurz vor Weihnachten die Befürchtungen zahlreicher Angehöriger bestätigte und letztlich so auch zu MAINRiedberg gelangte: Eine Reihentestung des Gesundheitsamtes hatte ergeben, dass 53 Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Leitung des Altenpflegeheims „Bettinahof“ in der Altenhöferallee sprach damals von überwiegend „leichten bis mäßigen Symptomen bei den Erkrankten“.

Erst jetzt wurde das Ausmaß des Ausbruchs publik. Der Träger, die KORIAN-Gruppe in München, erklärte heute auf Anfrage, dass „im Dezember 18 Bewohner mit bzw. an Covid-19 verstorben sind“. Der nächste Satz lautet: „Unser tiefes Mitgefühl gilt ihren Angehörigen.“

Aktuell sind fünf Bewohner Corona-positiv, drei von ihnen sind sogenannte „Altfälle“, haben sich also schon während des ersten Ausbruchs infiziert. Der Träger versichert, dass man alles tue, „um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern“. Die Mitarbeiter tragen FFP-2-Masken und arbeiten „unter höchsten Schutz- und Hygienebedingungen“. Man steht dazu in ständigem Austausch mit dem Frankfurter Gesundheitsamt. Bewohnernahe Flächen werden zweimal täglich desinfiziert. Bei Bewohnern und Mitarbeitern werden nun regelmäßige Schnelltests durchgeführt. Einen hundertprozentigen Schutz könne das jedoch nicht bieten, wie man zugleich einräumt.

Wie konnte es zu diesem schweren Ausbruch kommen?

Der Bettinahof liegt direkt gegenüber vom Riedbergzentrum und ist normalerweise eingebunden in das Leben des Stadtteils. So gibt es einen gemischten Chor mit Kindern und Senioren, das Ballettförderzentrum bietet Kurse für Demenzkranke an. Regelmäßig finden hier Gottesdienste statt. All das ist Pandemie-bedingt seit Monaten nicht möglich.

In dem erst 2013 erbauten Altenpflegeheim leben bis zu 132 Pflegebedürftige. In Einzel- und Doppelzimmern, mit eigenem Bad und WC. Dazu gibt es noch Gemeinschaftsräume, Therapieräume, Cafeteria plus einen hauseigenen Friseur und Fußpflege. Die Kosten für einen Heimplatz sind erheblich. Wie konnte es in einem so modernen Haus dennoch zu diesem schweren Ausbruch kommen? Das lässt sich laut Aussage des Trägers trotz intensiver Kontaktnachverfolgung, die man gemeinsam mit den Behörden unternommen hat, nicht zweifelsfrei sagen. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Heimbewohner „pflegen soziale Kontakte außerhalb der Einrichtung, auf die wir als Arbeitgeber keinen Einfluss haben“ – so lautet die aktuelle Begründung.

Mitte Dezember musste das Haus für Besucher umgehend geschlossen werden. In der ersten Kalenderwoche 2021 durfte man wieder öffnen. Doch viele Fragen sind noch nicht beantwortet.

Text: Claudia Detsch

Foto: MAINRiedberg

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Gründerin mit Herz – und 67 Jahren

Von Ann Wente-Jaeger

MAINRiedberg stellt immer wieder Start-ups und Pioniere aus dem Stadtteil vor – doch diese Frau ist besonders: Mit 67 Jahren gründete Hannelore Schüssler das Betreuungszentrum TrotzDem-Aktiv in Kalbach. Für ihr Engagement wurde sie unter anderem mit dem Bürgerpreis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet.

„Hallo, ich bin auch noch da!“ Noch während des Gesprächs geht die Tür zu Hannelore Schüsslers Büro kurz auf. Eine ältere Dame schaut um die Ecke und winkt. Hannelore Schüssler lacht und meint: „Normalerweise ist meine Tür immer offen. Und wenn unsere Gäste kommen, geht ihr erster Blick hier ins Büro. Manchmal helfen sie mir auch ein bisschen bei der Büroarbeit. Wichtige Dinge erledige ich dann halt am Samstag, wenn es nicht anders geht.“

„Gäste“, nicht Patienten – dieser Begriff ist ihr wichtig, ebenso wie ein herzlicher, persönlicher Umgang mit den Senioren. Das Demenzzentrum TrotzDem-Aktiv in Kalbach bietet Beratung, Gruppen- und Einzelbetreuung für Menschen mit Demenz.

Bürgerpreis der Stadt Frankfurt

Für Hannelore Schüssler (72) war die Gründung des Betreuungszentrums 2015 eine Herzensangelegenheit, obwohl sie selbst schon im Rentenalter war. Bei ihrem früheren Arbeitgeber war sie für den Aufbau solcher Tagesbetreuungsgruppen zuständig, als diese aber nach und nach als unrentabel geschlossen werden sollten, nahm sie die Angelegenheit selbst in die Hand. „Ich habe auch privat Erfahrungen mit der Betreuung von Dementen und weiß, wie wichtig es für die Angehörigen ist, mal für ein paar Stunden pro Tag entlastet zu werden. Als die Anfrage von der evangelischen Miriamgemeinde in Kalbach kam, die Untermieter für das Gemeindezentrum suchten, habe ich die Initiative ergriffen.“ Kein selbstverständliches Engagement, das 2019 unter anderem mit dem Bürgerpreis der Stadt Frankfurt belohnt wurde. Im vergangenen Jahr kam dann noch eine ungewöhnliche Auszeichnung hinzu: Sie war Gewinnerin der Aktion „Mensch 60+“ des Magazins BRIGITTE WIR.

Warum diese Einrichtung so besonders ist

Das Besondere an der Einrichtung ist, dass die Senioren nicht nur vor Ort bleiben, sondern viel rausgegangen wird. Und Ausflüge gemacht werden – wenn die Corona-Situation dies wieder zulässt. „Unsere Gäste sind ja im dem Sinne nicht krank“, betont Hannelore Schüssler. Beim TSV Bonames geht es normalerweise zum Sport, es gibt auch Feste. Mit dem Riedberger Familienzentrum Billabong gibt es eine Kooperation und ein Malprojekt.

Der Tagesablauf bei TrotzDem-Aktiv wird ganz individuell gestaltet. Ab 9 Uhr kommen die Gäste an, ein eigener Fahrdienst holt sie nach Wunsch ab. In der Einrichtung sind ehrenamtliche und hauptamtliche Betreuer für sie da. Dann wird gespielt, gebastelt, sich unterhalten oder zusammen gekocht. Die Selbstständigkeit soll so lange wie möglich erhalten bleiben. Ob dann einer für das Schneiden einer Möhre 10 Minuten oder 2 Stunden braucht – das macht keinen Unterschied. Gekocht wird international, im Moment regelmäßig Gerichte aus den Herkunftsländern der Gäste, so Schüssler: „Wir haben alle Konfessionen, 18 Nationalitäten in der Einrichtung, das geht alles. So bunt wie Frankfurt, so bunt sind wir auch. Unsere Arbeit geht über die Gefühlsebene. Wenn man Mimik, Gestik, Körpersprache mit einbezieht, versteht man eigentlich jeden.“

Zum Jahresstart bekam die Einrichtung übrigens einen vierbeinigen Neuzugang: Ihr Name ist Lotte und sie wird das Team ab sofort tatkräftig als Therapiehund unterstützen…

Weitere Informationen unter www.trotzdem-aktiv.de

Text: Ann Wente-Jaeger

Foto: MAINRiedberg

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Konzept für sichere Kommunalwahlen

Am Sonntag, 14. März, werden in Frankfurt die Stadtverordnetenversammlung, die 16 Ortsbeiräte und die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) neu gewählt. Mit deutlich mehr Briefwahlbezirken, einem „Drive-in-Wahllokal“ und einem Hygienekonzept für die Wahllokale will die Stadt für sichere Kommunalwahlen sorgen.

Mit einer Plakatkampagne weist die Stadt Frankfurt am Main darauf hin, dass bei den Kommunalwahlen auch unter Corona-Bedingungen eine sichere Stimmabgabe möglich ist. „Es gibt keinen Grund, aus Angst vor einer Infektion auf die Ausübung des Wahlrechts zu verzichten“, sagte der für Wahlen zuständige Stadtrat Jan Schneider bei der Präsentation des Plakatmotivs, das unter dem Motto „Frankfurt wählt sicher“ steht. „Bereits ab dem 1. Februar ist Briefwahl möglich. Aber auch in den Wahllokalen wird streng auf die Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln geachtet.“

Auf die verschiedenen Möglichkeiten der Stimmabgabe weisen in den kommenden Wochen Plakate an rund 1200 Stellen im gesamten Stadtgebiet hin. Über einen QR-Code, der sich mit dem Smartphone einlesen lässt, gelangt man direkt auf die Internet-Seite mit weiteren Informationen und dem Formular zur Beantragung von Briefwahlunterlagen. Man rechnet damit, dass in diesem Jahr die Briefwahl verstärkt in Anspruch genommen wird. Auch darauf sei die Verwaltung organisatorisch gut vorbereitet.

Hygienekonzept für die Wahllokale

Am Sonntag, 14. März, werden in Frankfurt die Stadtverordnetenversammlung, die 16 Ortsbeiräte und die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) neu gewählt. „Die Organisation der Wahlen stellt uns vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie vor ganz besondere Herausforderungen“, betont Oliver Becker, Leiter des Bürgeramts, Statistik und Wahlen. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurde ein umfassendes Hygienekonzept für die Wahllokale erarbeitet. Vorgesehen sind Desinfektionsmittel, Bodenmarkierungen, Einwegmasken sowie gut sichtbare Hinweisschilder. In kleineren Wahllokale werden zudem Plexiglasscheiben zum Schutz der Wahlhelferinnen und -helfer installiert.

Da zu erwarten ist, dass von der Möglichkeit der Briefwahl verstärkt Gebrauch gemacht wird, wurde die Zahl der Briefwahlbezirke von 117 auf 140 erhöht. Die Auszählung der Briefwahlstimmen erfolgt – wie auch bei den vorangegangenen Wahlen – auf dem Messegelände. Um die Abstandsregeln einhalten zu können, stehen dafür 50 Prozent mehr Fläche als bisher zur Verfügung.

So funktioniert das erste „Drive-in-Wahllokal“

Die Briefwahlunterlagen können online unter http://www.frankfurt.de/wahlen , per E-Mail an briefwahl@stadt-frankfurt.de oder postalisch beantragt werden, zum Beispiel mit dem Vordruck auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung. Wer sich die Unterlagen nicht mit der Post zusenden lassen will, kann sie auch nach vorheriger Terminvereinbarung direkt in zwei Briefwahllokalen abholen. In der Innenstadt in der Lange Straße 25-27 sowie im Bürgeramt Höchst in der Dalbergstraße 14 stehen dafür ausreichend dimensionierte Räume zur Verfügung. Dort ist es auch möglich, die Stimmzettel direkt auszufüllen und in die jeweiligen Urnen zu werfen.

In der Lange Straße wird es zusätzlich die Möglichkeit geben, die Unterlagen an einem Außenfenster an der Pforte entgegenzunehmen. „Damit haben wir eine Art Drive-In-Wahllokal“, erläutert Schneider. „Man kann dort seine Wahlunterlagen abholen, ohne das Gebäude zu betreten – egal, ob man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto kommt.“

Es werden noch Wahlhelfer gesucht

Für die Durchführung der Wahlen sind insgesamt rund 6500 Wahlhelferinnen und
-helfer nötig. „Eine erfreulich große Zahl von Freiwilligen hat sich schon bei uns gemeldet“, sagt Schneider. In einigen Wahllokalen gibt es allerdings noch Lücken. Schneider appelliert deshalb, sich für den Einsatz am Wahlsonntag zu melden. Für die ehrenamtlichen Helfer werden FFP2-Masken bereitgestellt. Als Aufwandsentschädigung erhalten die Mitglieder der Wahlvorstände – je nach Funktion – 65 oder 70 Euro. Eine Anmeldung ist auf verschiedenen Wegen möglich: per E-Mail an wahlvorstaende@stadt-frankfurt.de oder telefonisch unter 069/212-34912. 

Weitere Informationen rund um die Wahlen sind im Internet unter http://www.frankfurt.de/wahlen oder telefonisch unter 069/212-40400 erhältlich.

Foto: Stadt Frankfurt

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Kinderbücherei Kalbach: Ausleihe trotz Lockdown!

Klapperschlange

Gerade jetzt brauchen Bücher-Fans neuen Lesestoff! Deshalb hat sich die Kinderbücherei Kalbach ein System überlegt, wie sich Kinder trotz Lockdown ab sofort wieder Bücher und Medien ausleihen können.

„Ab dem heutigen Donnerstag werden wir dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr in der Kinderbücherei erreichbar sein. In dieser Zeit könnt Ihr über die Rückgabe-Kiste im Rathauseingang Medien zurückgeben“, informiert Lena Grothe vom Bücherei-Team die jungen Leserinnen und Leser.

Ausleihen sind ab sofort per Vorbestellung möglich. Man kann per Mail eine Wunschliste mit maximal zehn Medientiteln pro Leserausweis und mit Namen des Leser Kontos schicken. am besten mit der entsprechenden Online-Nummer (Katalog https://0469.hebib.de/ ). Das Team sucht die Medien zusammen und antwortet, sobald die Vorbestellung verfügbar ist. „Nun sind die Medien zu den eingeschränkten Öffnungszeiten abholbereit. Bevor Ihr Euch auf den Weg ins Rathaus macht, ruft Ihr  unter 0159/03614600 kurz an und kündigt Eure Abholung an. So vermeiden wir Gedränge um das Rathaus“, rät Lena Grothe.

Die bereits ausgeliehenen Bücher kann man dabei einfach abgeben und die neuen Bücher und Medien mitnehmen. Das Bücherei-Team hofft auf die Mitarbeit und das Verständnis von Kindern und Eltern. „Es handelt sich hierbei um einen besonderen Service, wir müssen schauen wie sich das in der Praxis umsetzen lässt.“

Weitere Informationen unter www.kinderverein-kalbach.de/kinderbuecherei/

Foto: MAINRiedberg

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Hund beißt Kind (11) – Halterin geht einfach weg

Feuerwehr-Signallicht

Ein 11-jähriges Kind wurde am Riedbergplatz von einem Hund gebissen und musste notärztlich versorgt werden. Jetzt wird um Hinweise auf die Hundehalterin gebeten. Sie ließ das Kind allein und ging einfach weg.

Es geschah am Montag, 4. Januar, gegen 11.30 Uhr. Ein elfjähriges Kind war unmittelbar am Riedbergplatz auf dem Gehweg, auf Höhe der Hans-Bethe-Straße 2, unterwegs – und wurde plötzlich von einem Hund in die Wade gebissen. So schwer, dass es notärztlich versorgt werden musste. Die Bisswunden wurden mit mehreren Stichen genäht.

Die Hundehalterin hielt den Hund offensichtlich an der Leine, soll aber nicht versucht haben, den Angriff zu unterbinden. Sie verließ den Tatort sofort und ließ das Kind allein. Die  Halterin soll 50 bis 60 Jahre alt und etwa 1,60 bis 1,70 Meter groß sein. Bei dem Hund handelt es sich wahrscheinlich um einen deutschen Kurzhaar, rund 50 Zentimeter groß und mit dunkelbraunem Fell.

Jetzt wird mit einem Flyer (siehe unten) um Hinweise geben – entweder an das 14. Polizeirevier in der Marie-Curie-Straße unter 069/ 75511400 (14.Polizeirevier.PPFFM@polizei.hessen.de ) oder an das Ordnungsamt Frankfurt, Tel. 069/ 21242421.

Mit diesem Flyer wird um Hinweise gebeten Foto: privat

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Foto oben: Archiv

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Impfung: Anmelde-Hotline sofort überlastet

Corona Virus

Heute Morgen startete die Anmeldung zur Corona-Impfung in Hessen für über 80-Jährige – und schon gegen 8 Uhr ging so gut wie nichts mehr: Viele Menschen konnten die Telefon-Hotline und das Online-Portal zur Terminvereinbarung nicht erreichen.

Am Telefon (über die Hotlines 116 117 oder 0611 505 92 888) hieß es bereits am Vormittag, dass man es aufgrund zahlreicher Anrufer zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen solle. Auf der Internetseite https://impfterminservice.hessen.de war zeitweise ebenfalls kein Durchkommen. Noch Dienstagmittag waren von Frankfurt aus weder die telefonische Hotline noch das Anmeldeportal im Internet erreichbar. Am späten Nachmittag allerdings schien sich die Lage zu entspannen.

Impf-Beginn am nächsten Dienstag

Die eigentliche Impfung startet exakt in einer Woche, am kommenden Dienstag, in den sechs regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Wiesbaden, Darmstadt – und in Frankfurt, im Impfzentrum in der Festhalle auf dem Messegelände.

Bei der Terminvergabe über die Telefon-Hotline wird der Termin per Post bestätigt. Mit dem Brief erhalten alle Impfwilligen auch weitere Unterlagen, wie etwa ein Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung. Sollten die Bürger ihren Termin vergessen haben, können sie diesen telefonisch ebenfalls noch einmal erfragen.

Bei der Online-Terminvergabe ist eine Terminbestätigung per E-Mail vorgesehen. Die Impfung ist für alle Bürger kostenfrei. Angehörige oder Betreuer dürfen die Impfberechtigten ins Impfzentrum begleiten. 

Mehr als 54.000 Hessen haben bereits eine Corona-Imfpung erhalten. Begrenzender Faktor bleibt weiterhin der Impfstoff. 

Foto: CDC / Unsplash.com 

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Riedberg wird zum „Schneeberg“

Knapp zehn Zentimeter Neuschnee am Morgen – das gab’s schon lange nicht mehr am Riedberg. Kleine Riedberger holten, wo immer möglich, Schlitten und Bobs raus. Autofahrten wurden zur Geduldsprobe. Die Räumfahrzeuge der FES hatten jede Menge zu tun. In den nächsten Tagen sind weitere Schneefälle angesagt.

Tief „Dimitrios“ leistet ganze Arbeit: Während der Norden Frankfurts, und damit auch der Riedberg, mit rund zehn Zentimetern noch relativ unspektakuläre Neuschnee-Mengen verzeichnete, gab es im nahen Taunus Schneeverwehungen, Glätte und selbst auf den Bundesstraßen am Fuß des Feldbergs brauchten die Pendler Geduld und bis zu 45 Minuten mehr auf dem Weg zur Arbeit.

Am Riedberg waren schon am frühen Morgen die Räumfahrzeuge der FES zu hören und Hausbesitzer, die Schnee von den Gehwegen schippten. Bisweilen musste man sich auch die Schaufel vom Nachbarn ausleihen oder versuchte später noch, selbige im Supermarkt zu kaufen. Während Kinder, die aufgrund der verschärften Lockdown-Regeln zuhause waren, die wenigen Stunden mit Schnee ausnutzten. Denn kurz nach 11 Uhr setzte schon wieder Regen ein und für den Rest des Tages ist Tauwetter angesagt. 

Streufahrzeuge der FES sollen weitgehend verhindern, dass der Schneematsch auf den Straßen liegenbleibt und abends gefriert   Foto: FES

Die FES hat vorab mitgeteilt: Die Streufahrzeuge bearbeiten Hauptverkehrsstraßen, Erschließungsstraßen, ÖPNV-Strecken und Fahrradwege mit Feuchtsalz und flüssiger Sole, um den Schnee schnell aufzutauen und um zu verhindern, dass Schneematsch und Flüssigkeit gegen Abend wieder anfrieren. Zudem werden Fußgängerüberwege, Haltestellen und andere sensible Stellen mit abstumpfendem Streumitteln wie Lava-Granulat abgestreut.

Momentan allerdings ist man noch mit Matschschnee auf den Straßen und Wegen konfrontiert und sollte vorsichtig sein. Am morgigen Mittwoch sollen weitere Schneefälle kommen und auch die Temperaturen werden voraussichtlich sinken. Es bleibt also noch ein bisschen Winter…

Foto: MAINRiedberg

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Wie erleben Sie diesen Schnee-Dienstag? Was ist ihr Lieblingsmotiv? Schicken Sie uns gerne Fotos auf mail@main-riedberg.de oder erzählen eine kurze Geschichte!

Eine Lady aus unserem MAINRiedberg-Team ging heute Morgen bespielsweise barfuß zum Briefkasten, um die Zeitung zu holen… Foto: privat

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Homeschooling ab Klasse 7

Die verschärften Corona-Regeln von der weiteren Beschränkung der Kontakte bis zur möglichen 15-Kilometer-Grenze bei hohen Infektionszahlen gelten ab Montag. Jetzt steht auch fest, wie der Unterricht in den Schulen geregelt werden soll. Viele Fragen zur konkreten Umsetzung sind aber noch offen. 

In den Schulen gilt ab Montag: Ab der 7. Klasse wird Distanzunterricht eingeführt, also wieder eine Art „Homeschooling“ wie im ersten Lockdown. Eine Ausnahme bilden die Abschlussklassen, die nach den Weihnachtsferien weiter normal zur Schule gehen werden.

Für Grundschüler und Schülerinnen und Schüler bis einschließlich der sechsten Klasse wird Präsenzunterricht angeboten, allerdings heißt es zugleich: Eltern können und sollen ihre Kinder nach Möglichkeit zuhause lassen. Dann bekommen auch sie den sogenannten Distanzunterricht.

Damit der gleichzeitig stattfindende Präsenz- und Distanzunterricht gelingen kann und keine Schüler abgehängt werden, betont Kultusminister Alexander Lorz (CDU) im Gespräch mit dem Hessischen Rundfunk: „Distanz- und Präsenzunterricht sollen gleich laufen. Die Lehrer müssen auch die Schüler im Distanzunterricht mitnehmen.“ Wie das konkret umgesetzt werden soll, bleibt voraussichtlich den Schulen selbst überlassen.

Die hessische Landesregierung würde ab 1. Februar gerne vollständig zum Präsenzunterricht zurückkehren, wenn das Infektionsgeschehen dies zulässt.

Photo by J. Kelly Brito on Unsplash

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Viele Geburten, weniger Ehen

Während die Pandemie sich auf fast alle Lebensbereiche ausgewirkt hat, ist die Zahl der Geburten in Frankfurt nahezu gleichgeblieben: 12.913 Kinder wurden 2020 in der Mainmetropole geboren (2019: 12.991). Damit haben die Frankfurter Standesbeamtinnen und -beamten zum 17. Mal in Folge mehr als 10.000 Geburten beurkundet.

Es kamen, wie üblich, etwas mehr Jungen (52 Prozent) als Mädchen (48 Prozent) zur Welt. Nicht alle Babys sind allerdings Frankfurter Neubürger: 4851 Mütter aus dem Umland hatten sich entschieden, ihr Kind in einem der Frankfurter Kranken- oder Geburtshäuser zur Welt zu bringen. Die für das Standesamt zuständige Dezernentin Prof. Daniela Birkenfeld hat die Jahresstatistik am Dienstag, 5. Januar, veröffentlicht.

Zahlreiche Paare warten mit der Hochzeit bis nach der Pandemie…

Geheiratet wurde 2020 allerdings seltener als im Vorjahr. Es sank sowohl die Zahl der Anmeldungen zur Eheschließung (3957 in 2020 gegenüber 4326 Anmeldungen in 2019) als auch die Zahl der geschlossenen Ehen (2700 im Vergleich zu 3068 im Jahr 2019). „Dass die Zahl der Trauungen geringer ist als die Zahl der Anmeldungen zur Eheschließung, ist normal. Denn man kann nicht nur an seinem Wohnort standesamtlich heiraten, sondern zum Beispiel auch im Urlaub oder am Heimatort der Brautleute. Es gibt auch immer Paare, die den Termin verschieben“, sagt Stadträtin Birkenfeld. Im vergangenen Jahr hätten sich aber offenbar viele Paare entschieden, mit der Trauung bis nach der Pandemie zu warten, wenn wieder Feiern ohne Beschränkungen möglich seien.

Durch die häufigen Änderungen der Rahmenbedingungen und Vorgaben während der Corona-Pandemie waren die Standesbeamtinnen und Standesbeamten im Jahr 2020 mit der Beratung der Brautpaare und Umplanungen stark beschäftigt. „Das war eine Herausforderung sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Paare“, sagt Birkenfeld. „Es wurde aber von Seiten des Standesamtes auch während des harten Lockdowns kein einziger Trautermin abgesagt“, betont sie.

Am liebsten wird im Römer geheiratet

Interessant ist der Blick auf die unterschiedlichen Trausäle: Der mit Abstand beliebteste Ort für Trauungen in Frankfurt ist der Römer. Dort wurden 1974 Ehen geschlossen. Im Bolongaropalast in Höchst gaben sich 638 Paare das Ja-Wort. Der Palmengarten bot die Kulisse für 81 Eheschließungen, während in der Nikolauskapelle in Bergen-Enkheim fünf und im Seckbacher Rathaus zwei Ehen geschlossen wurden.

Gestorben sind in Frankfurt im Corona-Jahr 60 Menschen mehr als 2019. Das Standesamt verzeichnete 7596 Sterbefälle (gegenüber 7536 im Vorjahr). Ein knappes Drittel der Verstorbenen (2096) stammte allerdings aus dem Frankfurter Umland.

Eingebürgert wurden in Frankfurt im Jahr 2020 etwas weniger Menschen als 2019. 6640 Ausländer ließen sich zu den Voraussetzungen beraten, um Deutsche oder Deutscher zu werden. 3379 stellten daraufhin einen Einbürgerungsantrag. 2624 von ihnen (im Vorjahr 2907) wurden tatsächlich eingebürgert. Im Jahr 2020 waren 101 Briten darunter – nach 331 im Jahr 2019.

Die standesamtliche Beurkundung ist die Grundlage für eine Vielzahl staatlicher Leistungen oder privater Ansprüche. Eine Aussetzung von Beurkundungen oder eine verzögerte Bearbeitung kann weitreichende Rechtsfolgen haben. „Daher stand es für uns außer Frage, dass das Standesamt immer geöffnet bleibt“, sagt Birkenfeld. „Es ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger persönlich beraten werden. Corona hat den Mitarbeitenden des Standesamtes viel abverlangt. Für ihre Flexibilität und ihr Engagement bedanke ich mich. Ohne sie wären die hohen Beurkundungszahlen nicht möglich gewesen.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Symbolbild: Peter Oslanec on Unsplash

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Digitale Ballett-Förderung im Lockdown

Der Lockdown wird verlängert und verschärft. Doch Aufgeben ist für Dr. Thom Hecht, Gründer des „Thom Hecht Ballettförderungszentrums“, keine Option. MAINRiedberg erklärt er, wie E-Learning mit Spaß gelingen kann – und selbst Ballett-Prüfungen am ehrwürdigen American Ballett Theatre möglich sind.

Die Kulturbranche ist von der Corona Pandemie hart getroffen, und auch die Ausbildungsstätten wie Ballett- und Musikschulen stehen vor nie zuvor gegebenen Herausforderungen, um den Nachwuchs trotz des Lockdowns zu fördern.

Es erfordert kreatives Umdenken, pädagogisches Einfühlungsvermögen und eine didaktische Neuplanung, um Ballettunterricht in digitaler Form so anbieten zu können, dass Eleven und Elevinnen auch in diesem neuen Unterrichtsmedium Lernfortschritte erzielen können.

Dr. Thom Hecht, Gründer des Ballettförderzentrums am Riedberg, will weiterhin mit digitalem Ballett die kleinen und großen Elevinnen und Eleven begeistern Foto: privat

Durch meine Lehrtätigkeit in den Masterstudiengängen an der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden, wo ich bereits seit einigen Jahren digitalen Unterricht in Tanzgeschichte und Tanzpädagogik im E-Learning Format lehre, kann ich Vieles für den digitalen Unterricht im Thom Hecht Ballettförderzentrum ableiten. So braucht jede Altersgruppe eine differenzierte pädagogische Herangehensweise. Passend zur Vorweihnachtszeit hatte ich beispielsweise zuletzt einen Schwerpunkt auf Tchaikovsky’s Nussknacker Ballett gelegt. Unsere jüngsten Ballettkinder probierten spielerisch erste Tanzschritte mit kreativen Übungen und erlernten die Handlung von diesem wunderschönen Weihnachtsballett.

So macht auch digitales Lernen Spaß

Für Balletteleven im Grundschulalter wurde dieses Konzept ausgebaut, indem Schritte aus dem Ballett, zum Beispiel eine Polka aus dem 1. Akt, zu kleinen Tänzen choreographiert werden. Die Kinder lernen aber auch etwas über Ballett- und Musikgeschichte. In regelmäßigen Quizzen wird das Gelernte im digitalen Unterricht abgefragt: Wer komponierte das Nussknacker Ballett? Wie heißen die Charaktere? So macht auch digitales Lernen Spaß.

Die Balletteleven im Teenager-Alter, die bereits auf Spitze tanzen, hatten bereits vor den Sommerferien mit der Marzipan-Variation aus dem Nussknacker begonnen. Und daran arbeiteten wir auch im Online-Unterricht, notfalls mit etwas weniger Platz.
Auch den Adult Ballettkursen versuche ich weiterhin, eine gewisse Normalität zu geben durch eine Mischung aus „Fordern und Fördern“.

Ballett-Prüfungen am American Ballett Theatre via Zoom

Vielleicht ist dies ja auch ein kleiner Anreiz: Aufgrund von Covid-19 werden am American Ballett Theatre keine Präsenzprüfungen in New York stattfinden. Stattdessen sind sogenannte Virtual Assessments geplant, das sind Ballettprüfungen via Zoom. Nachdem meine Schüler der Adult Division schon vier Ballettprüfungen am Broadway in New York abgelegt haben, ist es vielleicht an der Zeit, auch mal eine Prüfung digital abzulegen.

Im Thom Hecht Ballettförderzentrum setzen wir ein klares Zeichen: Wir geben nicht auf und blicken nach vorne. Aufgeben ist keine Option, und auch wenn der Lockdown noch länger andauert, versuchen wir durchzuhalten.

Text: Thom Hecht

Fotos: Thom Hecht Ballettförderzentrum

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Mehr Berichte zum Thema „So trifft uns die 2. Welle“ lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe von MAINRiedberg. Weitere Informationen unter https://main-riedberg.de/neu-die-aktuelle-mainriedberg-6/

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