Kategorie: AktuelleNEWS

Gastronomen fordern „grünes Licht“!

Nach vier Monaten Lockdown liegen die Nerven blank und viele bangen um ihre Existenz. Deshalb protestieren jetzt über 100 Restaurants, Bars und Clubs in Frankfurt mit grünen Leuchtstoffröhren und Lampen gegen die Corona-Politik der Bundesregierung und fordern „grünes Licht“ für eine Öffnungsstrategie. Auch Thomas Metzmacher vom „Lahmen Esel“ macht mit.

 „Wir haben sichere Orte geschaffen, an denen sich Menschen unter strengen Hygiene-Auflagen begegnen können und wir erwarten jetzt von der Politik eine nachvollziehbare und transparente Öffnungsstrategie, die unserer Branche und unseren vielen tausenden Mitarbeitern wieder Hoffnung gibt“, erklärt Madjid Djamegari vom Vorstand der Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF), der die Aktion ins Leben rief. Studien hätten belegt, dass Restaurantbesuche nicht Treiber der Pandemie seien. Die IGF kritisierte zudem, dass die Auszahlung der November- und Dezemberhilfen weiterhin nur schleppend laufe.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Restaurants und Cafés in Hessen seit Anfang November geschlossen, Clubs bereits seit März 2020. Da Grün die Farbe der Hoffnung ist und man zudem sehnsüchtig auf Grünes Licht aus Berlin wartet, lassen seit Samstag über 100 Restaurants, Bars und Clubs in Frankfurt ihre Fenster und Fassaden in grüner Farbe erleuchten.

„Wie soll die Öffnung nur der Außengastronomie funktionieren?“

Auch Gastronom Thomas Metzmacher vom Apfelweinlokal  „Zum Lahmen Esel“ in Niederursel macht mit. Er fordert eine durchdachte Öffnungsstrategie – und spricht von teilweise realitätsfernen Vorschlägen aus der Politik. Stichwort Öffnung der Außengastronomie. Metzmacher sagt dazu: „Ich frage mich, wie das funktionieren soll.“ Was ist, wenn die Gastronomen den ganzen April, allerdings nur außen, geöffnet haben dürfen, es aber den ganzen April durch regnet. Bekommen sie dann weiterhin eine staatliche Unterstützung? Und vor allem: Was ist, wenn es regnet und wenn ein voll besetzter Garten aufsteht – wo sollen die – im Fall des Lahmen Esel – bis zu 200 Personen dann hin? Drinnen sitzen dürfen sie nicht, also müssen sie ihr Schnitzel stehen lassen und gehen. „Ich glaube nicht, dass mir der Gast den vollen Preis für das Gericht zahlt, wovon er nur zwei Bissen nehmen konnte.“

Zurück zum grünen Licht: Unterstützt wird die Aktion auch vom hessischen Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA. Von der Bund-Länder-Schalte an diesem Mittwoch erwarte die Branche dafür einen klaren Fahrplan, forderte DEHOGA-Präsident Gerald Kink in Wiesbaden.

Fotos: privat/ Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF)

Auch das „Gibson“ an der Zeil macht mit. Der inzwischen weltbekannte Club ist schon seit einem Jahr wegen Corona geschlossen    Foto: Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF)

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Petition für Anti-Krähen-Klappen

Vor rund einem Jahr fing ein bislang unbekannter Tüftler an, an den Abfalleimern im Kätcheslachpark Klappen zu installieren – damit Krähen nicht mehr den Müll rauspicken und im Park verteilen können. Jetzt gibt sich Sören Pürschel zu erkennen und hat eine Online-Petition für „krähensichere“ Klappen in den Frankfurter Grünanlagen gestartet.

Viele Riedberger haben sich schon lange gewundert, wo plötzlich diese Klappen an immer mehr Mülleimern im Kätcheslachpark herkommen, die erst ziemlich provisorisch wirkten, mit Klebeband und Plastik, dann aber immer professioneller wurden. Mit Schrauben, Metall und Griffleiste, neuerdings sogar mit Magnet und Key-Funktion. Und sie werden rege benutzt. Der Müll, den sonst die Krähen und andere Tiere aus den Eimern holten und im Park verteilten, bleibt nun überwiegend drinnen. 

Aber wer bitte gibt sich so viel Mühe – mit womöglich wenig Aussicht auf Erfolg? Schließlich fallen die öffentlichen Parks in die Zuständigkeit des Grünflächenamtes, wo man wenig Interesse an unkonventionellen Lösungen von Bastlern haben könnte. Sören Pürschel erzählt, dass er erst Anfang 2020 mit seiner Familie an den Riedberg bezogen ist, „sonst hätte ich schon früher damit angefangen“. Der Müll, die Essensreste und auch Hundekotbeutel in den schönen Parks im Stadtteil störten den Volkswirt und China-Experten schon binnen kürzester Zeit. 

Einfache Lösung, komplizierte Geschichte

Also ging er in den Baumarkt. „Da hatte ich schnell, was ich brauchte.“ Zunächst eben Klebeband und Kunststoffplatten, die er sich passgenau sägen ließ. Inzwischen sind aber schon die ersten Mülleimer mit der verbesserten Version mit Metall und Aluminium-Klappen ausgestattet, die sich „beschädigungsfrei montieren und demontieren lassen“. Dank Steckscharnieren und sogar mit Ausgleichswinkel, damit’s gut schließt. Also nur mit dem Schraubenzieher und ohne Bohren.

Sören Pürschel hat eine Anti-Krähen-Klappe für die Abfalleimer in Parks konstruiert – und jetzt eine Online-Petition gestartet Foto: MAINRiedberg

Von Sören Pürschels Ideen war auch der Ortsbeirat Kalbach/Riedberg begeistert, der schon vor Monaten einen entsprechenden Antrag für die Klappen stellte. Doch was so einfach klingt, ist in der Realität reichlich kompliziert. Denn vor nicht allzu langer Zeit wurden in Frankfurt neue Standardabfallbehälter mit Schrägdach eingeführt, extra, um „die Problematik, dass Tiere den Abfall aus den Behältern herausholen, deutlich zu vermindern“. Klappen würden außerdem meistens nur so lange genutzt, bis sie verschmutzt sind. Dann lande der Müll woanders. „Insofern wird der Anregung des Ortsbeirates aus praktischen Erwägungen nicht entsprochen“, heißt es in der Stellungnahme des Magistrats.

Die Petition läuft noch 50 Tage

Der Ortsbeirat hat nun einen zweiten Anlauf zum Thema Anti-Krähen-Klappen gestartet. Einstimmig wurde beschlossen, dass die Stadt ein Pilotprojekt ausschreiben soll, um verschiedene Konzepte für Klappen mit Hand- oder Fußbedienung auszuprobieren. Auch Sören Pürschels Konstruktion soll mit ausgewertet werden.

Der Riedberger glaubt, dass so viel Aufwand gar nicht nötig wäre. Er setzt wieder auf Eigeninitiative – und eine Online-Petition. Die wurde am 24. Februar im Frankfurter Bürgerbeteiligungsportal gestartet. Es bleiben noch 50 Tage Zeit, um die notwendige Zahl von 200 Unterstützerinnen und Unterstützern für seine Idee zu erhalten. Sein Argument: Seine Klappen, die Fachleute natürlich noch professioneller anfertigen könnten, sind einfach und kostengünstig. Und sie könnten auch in den anderen Grünanlagen der Stadt bestens funktionieren. Er hat seine „Frankfurter“ Klappe übrigens schon zum Patent angemeldet.

Weitere Informationen unter www.ffm.de/frankfurt/de/ideaPtf/45035/single/1689

Foto: privat

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Erster Erfolg: Impfung in den meisten Pflegeheimen

Corona Virus

Zwei Monate nach Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember 2020 hat Frankfurt das erste große Ziel erreicht: die Frankfurter Alten- und Pflegeeinrichtungen sind bis auf wenige Ausnahmen mit der ersten Impfung versorgt – und damit die am stärksten durch Corona gefährdete Gruppe.

Die Zahlen: Bislang haben in Frankfurt über 3800 der rund 4800 Bewohnerinnen und Bewohner der Senioreneinrichtungen den schützenden Pieks erhalten – das entspricht einer Impfquote von 80 Prozent. Und: mehr als 2500 Mitarbeiter wurden geimpft, über 2800 Personen verfügen nach Zweitimpfung bereits über den vollen Impfschutz. Bis Ende März sollen auch die Zweitimpfungen abgeschlossen sein.

Das Impfangebot in den Einrichtungen wurde sowohl von Bewohnerinnen und Bewohnern als auch vom Personal gut angenommen.

Gesundheitsamt und mobile Impfteams im Dauereinsatz

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „ Ich freue mich für die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen. Die Impfung schenkt ein Stück Normalität. Einsamkeit aus Angst vor Ansteckung – da leidet die Seele.“ Und Gesundheitsdezernent Stefan Majer erklärt dazu: „Mir fällt ein Stein vom Herzen, denn dieser Impferfolg rettet Leben.“

Das Team Alten- und Pflegeheime des Gesundheitsamtes ist seit dem 27. Dezember letzten Jahres auch federführend bei der Koordinierung der Impfungen in den Einrichtungen durch die mobilen Teams tätig.

Nachimpfungen in Heimen mit aktuellen Corona-Fällen

Für Heime, die aktuell von Covid 19-Ausbrüchen betroffen sind und in denen derzeit nicht geimpft werden kann, gibt es die Möglichkeit der Nachimpfung. Dies gilt auch für neue Bewohnerinnen und Bewohner oder Personen, die zum Zeitpunkt der Impfung beispielsweise wegen eines Krankenhausaufenthaltes nicht in der Einrichtung waren. Hier hat das Gesundheitsamt ein Konzept entwickelt, mit dem Bedarfe für Nachimpfungen ermittelt und schnell an das Gesundheitsamt gemeldet werden können. Die Impfberechtigten können weiterhin durch die mobilen Teams oder im Impfzentrum geimpft werden. So soll sichergestellt werden, dass keine neuen Infektionen in die Einrichtungen getragen werden.

Auf Wunsch und wenn die Kapazitäten vorhanden sind, veranlasst das Gesundheitsamt nach Vereinbarung auch Impfungen in Seniorenwohnanlagen oder Einrichtungen des betreuten Wohnens durch die mobilen Teams. Für Bewohnerinnen und Bewohner, die mobil sind, besteht selbstverständlich weiterhin die Möglichkeit, sich im Impfzentrum impfen zu lassen. Diese Option wird und wurde von vielen der Senioren bereits genutzt.

Stetig sinkende Infektionszahlen

Die epidemiologische Gesamtentwicklung in Verbindung mit den Schutzmaßnahmen in den Heimen zusammen mit der steigenden Zahl der Impfungen zeigen nachhaltige Wirkung: Die Infektionszahlen in den Alten- und Pflegeheimen sinken stetig. Derzeit sind zwölf Häuser von Infektionen betroffen mit elf positiven Bewohnerinnen und Bewohnern, vier weitere werden im Krankenhaus behandelt. Zudem sind derzeit 15 Mitarbeitende infiziert (Stand: 26. Februar 2021).

Eine weitere zentrale Säule der Schutzstrategie für Alten- und Pflegeheimen sind regelmäßigen Testungen sowohl der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden als auch der Besucherinnen und Besucher.

Foto: CDC / Unsplash.com

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Das Geheimnis der witzigen IKEA-Namen

Wer ist BILLY? Warum lieben wir ÄPPELKAKA? Und warum schlummern wir besonders gut auf HAMARVIK? Die witzigen IKEA-Namen gehören längst zu unserem Alltag. Aber was steckt dahinter? Im neuen Blog IKEA Kult blicken wir hinter die Kulissen der schwedischen Möbelmarke.

Nur eine kurze Bemerkung vorweg: Bei ÄPPELKAKA geht’s natürlich vollkommen wohlschmeckend um einen Apfelkuchen, weil „Äppel“ das schwedische Wort für Apfel ist und „Kaka“ schlicht Kuchen bedeutet. Gibt’s normalerweise nicht weit entfernt von den berühmten Hot Dogs und von Köttbullar, den schwedischen Frikadellen.

Aber warum um Himmels Willen müssen auch Möbel Namen haben? Gegenfrage: Warum nicht? Jede Marke braucht eine schöne Legende. Bei IKEA war es wohl tatsächlich so, dass sich der inzwischen verstorbene Gründer Ingvar Kamprad schlecht Zahlen merken konnte und selbst auf die Idee kam, statt Nummern Namen für seine Produkte zu verwenden. Das gilt seit der Gründung in den 40er Jahren bis heute und die Produktnamen sind rund um den Globus dieselben. Schwedisch für Anfänger sozusagen.

IKEA-Namen machen richtig Arbeit

Die Namensgebung hat System und macht richtig Arbeit. Zwei Mitarbeiter bei IKEA in Schweden sind dafür verantwortlich. Ihre Hilfsmittel sind Landkarten, Kalender, Wörterbücher, Synonymlexika und Nachschlagewerke. Manchmal entdecken sie auch beim Autofahren Orts- und Flussnamen, die sie verwenden können. Sogar bei Geburtsanzeigen sind die beiden schon fündig geworden.

Dann müssen die Namensvorschläge geprüft werden. Einerseits um sicherzustellen, dass kein geschütztes Warenzeichen verletzt wird, und andererseits soll auch verhindert werden, dass sie in Ländern, in denen der Konzern vertreten ist, die falschen Assoziationen wecken.

„Aber bei ÄPPELKAKA, GUTVIK und KAGGE kann mir keiner meiner schwedischen Kollegen erzählen, dass sie geprüft haben, ob die Namen bedenkenlos verwendet werden können“, schreibt eine deutsche Mitarbeiterin süffisant im Unternehmensblog.

Die lustigsten Namens-Pannen

GUTVIK gab es tatsächlich. Es war ein Etagenbett für Kinder. HAMARVIK, eine beliebte Federkernmatratze, ist immer noch im Sortiment. Beides sind übrigens friedliche Dörfer in Norwegen. Denn Betten und Kleiderschränke haben in der Regel norwegische Namen, während Sofas, Sessel oder Couchtische meistens schwedische Ortsnamen bekommen. KLIPPAN beispielsweise ist eine Gemeinde in Südschweden.

Bei der Namensgebung gibt es festgelegte Regeln: Badezimmerartikel sind nach Flüssen und Seen benannt. Leuchten bekommen schwedische Bezeichnungen aus Musik, Chemie oder Meteorologie. Stoffe und Gardinen haben weibliche Namen, Regalsysteme Männernamen. Eine Besonderheit gibt es bei Küchenartikeln, wo der Name oft die Funktion des Gerätes beschreibt. So heißt ein Schneidebrett LÄMPLIG, was übersetzt einfach „zweckmäßig“ bedeutet.

Unvergessen sind die kleinen Namens-Pannen. Die vorher genannte Vase KAGGE war formschön und kugelig. KAGGE bedeutet im Schwedischen nur „Fässchen“ oder „Tönnchen“. Es gab auch eine WC-Bürste namens VIREN, was angesichts von Corona nicht mehr ganz so witzig erscheint. Viel schöner dagegen war eine Osterkollektion mit dem Namen KACKLING. Wer in Schweden an Ostern denkt, denkt nicht nur an den Hasen, sondern auch an das Huhn. „Kackla som en höna“ heißt so viel wie „Gackern wie ein Huhn“.

Sitzt Du gern auf „Bielefeld“?

Nur ein einziges Mal schien der schwedische Konzern ins Grübeln zu geraten. Im Jahr 2016 wurde in einem Online-Beitrag veröffentlicht, dass Möbel hierzulande auch deutsche Namen bekommen sollen. Das Bestseller-Sofa KLIPPAN sollte angeblich in „Bielefeld“ unbenannt werden. Doch zum Glück erschien der Artikel am 1. April! Denn würden wir wirklich lieber auf „Bielefeld“ sitzen, auf einer Matratze „Klagenfurt“ schlummern (Österreich ist ja analog zur Verbindung Schweden/ Norwegen ein Nachbarland von uns) oder einen „Kalten Hund“ essen? Dann lieber BILLY, HAMARVIK, ÄPPELKAKA & Co. Klingt doch schon viel schöner…

Sie möchten mehr über IKEA erfahren? Hier geht’s zur Internetseite: https://www.ikea.com

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Die Stadt will Lastenräder fördern

eLastenrad

Der Frankfurter Magistrat hat in dieser Woche eine „Förderrichtlinie zur Lastenradförderung“ beschlossen, der durch die Stadtverordnetenversammlung noch bestätigt werden muss. Am Riedberg wird bereits über Parkplätze für die gerade bei vielen Familien beliebten Lastenfahrräder diskutiert.

„Wir haben uns entschieden, die Anschaffung von Lastenrädern finanziell zu unterstützen. Es geht darum, einen Anreiz zu setzen, in der Stadt aufs Auto zu verzichten. Für die meisten Einkäufe und Erledigungen ist kein Kraftfahrzeug erforderlich, wir möchten diesen Umstieg weg vom Auto erleichtern und das umweltfreundliche Transportmittel Lastenrad stärken“, erklärt Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling.

Vorgesehen sind pauschale Förderungen von 500 Euro für Lastenräder ohne und 1000 Euro für Lastenräder mit E-Motoren. Das geplante Förderprogramm soll für eine Dauer von drei Jahren insgesamt 600.000 Euro umfassen, von denen bis 2023 jährlich 200.000 Euro zur Verfügung stehen sollen. Die Förderung richtet sich an Privatpersonen, Vereine und kleine Unternehmen.

„Die Lastenradförderung ist ein weiterer kleiner Baustein, die Verkehrswende zu beschleunigen und die umweltfreundliche Mobilität von Fuß- und Radverkehr und dem ÖPNV zu fördern“, sagt der Verkehrsdezernent. Nach Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung, dürften nach heutigem Stand, Anträge spätestens ab 1. Juni gestellt werden können.

Parkplätze für Lastenräder am Riedbergzentrum gesucht

Am Riedberg ist das Thema Lastenräder schon sehr konkret und wurde bereits in der vergangenen Ortsbeiratssitzung diskutiert – mit dem Ziel, einen Standort für Lastenrad-Parkplätze am Riedbergzentrum zu finden. „Durch die zentrale Lage des Zentrums und die fast ebene Lage nördlich der U-Bahn gibt es sehr viele Menschen, die ihre Einkäufe gut mit einem Lastenrad statt einem Auto erledigen können, sogar ohne Elektro-Unterstützung“, erklärt Ronald Bieber (Grüne), der einen ersten Standort-Vorschlag vorbrachte, dem CDU und SPD weitere hinzufügten. Der entsprechende Antrag wurde vom Ortsbeirat einstimmig beschlossen. Jetzt soll der Magistrat die Machbarkeit prüfen.

Mögliche Standorte für Lastenrad-Parkplätze sind direkt am Riedbergplatz, in Ergänzung zu bereits bestehenden Fahrradständern, aber beispielsweise auch der letzte Parkplatz links in der Ernst-Abbe-Straße, kurz vor der Einmündung in die Altenhöferallee. „Wenn hier Fahrräder statt Autos parken, dann ist die Sicht auf den Zebrastreifen noch besser, was gerade für Kinder einen Sicherheitsgewinn bringt“, so Bieber.

Aktuelle Infos zur Förderung von Lastenrädern werden nach Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung auf dem Portal www.radfahren-ffm.de veröffentlicht.

Foto:  Sven Brandsma / Unsplash

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Frauen von Radfahrer sexuell belästigt

Teil eines Polizeiwagens

Die Kriminalpolizei ermitteln aktuell wegen Verdachts von sexuellen Belästigungen, die sich in den vergangenen Tagen und Anfang Februar bei Kalbach und Riedberg sowie in Bad Homburg und Oberursel ereignet haben. Man geht von einem Serientäter aus und bittet um Hinweise.

Nach bisherigen Erkenntnissen hat sich bei den Taten ein bislang unbekannter, männlicher Täter mit einem Fahrrad verschiedenen Frauen genähert und diese im weiteren Verlauf unsittlich berührt. Anschließend ließ er von ihnen ab und ergriff mit dem Rad die Flucht.

Vorfall an der Fußgängerbrücke über die A5

Zwei Taten ereigneten sich am 4. Februar, in Frankfurt-Kalbach an der Unterführung der A 5 und in Oberursel-Bommersheim nördlich der A 661. Am 23. Februar gab es drei Vorfälle, unter anderem wieder im Bereich der Felder zwischen Oberursel und Kalbach und in Kalbach an der Fußgängerbrücke über die A 5 – einer Strecke, die auch viele Jogger und Spaziergänger aus dem Stadtteil nutzen. Einen Tag später kam es zu einem weiteren Vorfall in Ober-Erlenbach.

Die Taten ereigneten sich sowohl vormittags als auch am frühen Abend. Ob die einzelnen Vorfälle miteinander in Zusammenhang stehen oder ob die Taten einzeln zu betrachten sind, ist gegenwärtig Bestandteil der Ermittlungen.

Dieser Täter wird gesucht – Hinweise erbeten

Die Personenbeschreibungen weisen jeweils Ähnlichkeiten auf. Der Täter soll etwa 20 bis 35 Jahre alt und etwa 170 bis 180 Zentimeter groß sein. Er soll eine „normale Figur“ haben, einen Rucksack getragen haben und mit einem dunklen Fahrrad unterwegs gewesen sein.

Die Kriminalpolizei ermittelt mit Hochdruck. „Es werden zielgerichtete Maßnahmen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt“, heißt es aus dem Präsidium.

Für die laufenden Ermittlungen können weitere Angaben aus der Bevölkerung entscheidend sein, weshalb Zeugen oder mögliche weitere Geschädigte darum gebeten werden, sich mit sachdienlichen Hinweisen an ihre örtliche Polizeidienststelle zu wenden.

Foto: Maximilian Scheffler / Unsplash

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„Wir sind froh, dass wir wieder öffnen können“

Drei Salons, 27 Mitarbeiter, keine Einnahmen seit Dezember: Irina Mezger, Inhaberin von „MIREL Friseure“, erklärt im MAINRiedberg-Gespräch, warum der Lockdown ihre Branche besonders hart getroffen hat – und warum der Neustart am 1. März so wichtig für sie ist.

Noch sind die Türen verschlossen, aber ab nächsten Montag können Irina Mezger und ihr Team endlich wieder ihrer Arbeit nachgehen. „Wir sind froh, dass wir wieder aufmachen können, auch wenn wir am Anfang aufgrund der Corona-Beschränkungen nur rund 40 Prozent unserer Kapazitäten nutzen können“, sagt die Inhaberin von insgesamt drei Friseursalons am Riedberg und im Nordwestzentrum.

Darum trifft die Krise auch Mitarbeiter so hart

Während so manche Kundinnen und Kunden vermutlich nur noch ungerne einen Blick in den Spiegel wagen und den Zeitpunkt für den ersten Friseur-Besuch nach dem Lockdown herbeisehnen, ist für Mezger die Krise existentiell. „Sie müssen sich vorstellen, dass wir nicht nur den ersten Lockdown überstehen mussten, sondern seit Mitte Dezember, dem normalerweise umsatzstärksten Monat, keine Einnahmen mehr haben.“

Sie hat bis heute keine Hilfszahlungen erhalten, auch nicht die zugesagten Dezember-Hilfen, und seit vier Monaten keinen Unternehmerlohn, sagt Mezger. „Auch für unsere insgesamt 27 Mitarbeiter sind es schwere Zeiten.“ Sie bekommen Kurzarbeitergeld, 60 Prozent für Alleinstehende, 67 Prozent für Angestellte mit Kindern. Allerdings machen rund ein Drittel des monatlichen Verdienstes normalerweise Provisionen und Trinkgelder aus.

„Wir sind froh, dass wir öffnen dürfen und hoffen, dass die anderen Berufsgruppen auch schnellstmöglich nachziehen können“, sagt Irina Mezger, Inhaberin von MIREL Friseure Foto: privat

Bereits nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 wurde niemand mehr eingestellt. Freie Stellen aufgrund von Schwangerschaft und Umzug wurden nicht neu besetzt. Der Grund dafür war vor allem die Corona-Abstandsregelung. „Wir konnten nur jeden zweiten Arbeitsplatz nutzen. Die Knappheit der Arbeitsplätze führte auch dazu, dass wir unser Ausbildungsprogramm stark runterfahren mussten“, heißt es bei MIREL. Man habe allerdings noch nie so viele Bewerbungen wie in den vergangenen Wochen erhalten, da viele Salons ihren Mitarbeitern gekündigt haben.

Online-Terminvergabe läuft bereits

Doch als Berufsoptimisten möchten sie alles dafür tun, um diese Krise zu überstehen – auch durch mehr Digitalisierung. Die Rezeptionisten arbeiten bereits teilweise von zu Hause und koordinieren die Termine. Auch Onlineberatungen sind möglich. „So vermeiden wir, dass zu viele Personen im Raum sind und unsere Kunden sind glücklich, weil sie sich die Anfahrt für den Beratungstermin sparen können.“

Auch das Angebot an Online-Weiterbildungen für Friseure ist in den vergangenen Monaten enorm ausgebaut worden. So können Mitarbeiter viel leichter und schneller geschult werden, was durchaus ein Vorteil ist.

Auftrieb gibt dem MIREL-Team, „dass die Kundinnen und Kunden uns treu geblieben sind“. Und die Online-Terminvergabe bereits seit Tagen sehr gut läuft. „Wir müssen schauen, wie es weitergeht. Ganz krisensicher ist der Friseurberuf zwar nicht mehr, jedoch ist die Nachfrage nach uns doch sehr groß. Wir sind froh, dass wir öffnen dürfen und hoffen, dass die anderen Berufsgruppen auch schnellstmöglich nachziehen können“, lautet die optimistische Auskunft von Irina Mezger. 

Weitere Informationen und Terminvergabe unter wwww.mirel-friseure.de  sowie info@mirel-friseure.de

Foto: MAINRiedberg

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IKEA-Überfall: Ist der Täter der Reemtsma-Entführer?

Spektakulärer Fahndungserfolg: Mehr als ein Jahr nach dem Raubüberfall auf einen Geldboten an der IKEA-Filiale in Nieder-Eschbach wurde in den Niederlanden ein Tatverdächtiger festgenommen. Laut Medienberichten soll es sich um Reemtsma-Entführer Thomas Drach handeln. Er soll auch an zwei weiteren Überfällen beteiligt sein.

Rückblick zum 9. November 2019: Gegen 11.25 Uhr trat ein bislang unbekannter Täter genau in diesem Moment an den Geldboten heran, als dieser die Geldeinnahmen der IKEA-Filiale in der Züricher Straße in den Werttransporter laden wollte. Mit vorgehaltener Waffe forderte er ihn auf, die Kassette mit dem Bargeld herauszugeben. Nach einem kurzen Gerangel konnte der Räuber den Geldkoffer an sich reißen. Es kam aber zu einem Schusswechsel, bei dem der Geldbote schwer verletzt wurde.

Der Täter flüchtete zunächst zu Fuß vom Tatort, setzte die weitere Flucht jedoch mit einem silberfarbenen Audi A8, Baujahr 2002, fort. Er floh über eine alte Verbindungsstraße Richtung Riedberg, wo später das ausgebrannte Auto gefunden wurde. Am Feldrand, nur wenige Meter vom Prozessionsweg und den ersten Wohnhäusern entfernt. 

Schon unmittelbar nach dem Überfalls ging die Polizei davon aus, dass die Tat in Zusammenhang mit zwei weiteren Überfällen in Köln stehen könnte, die nach einem ähnlichen Muster verübt worden waren. Man ging auch davon aus, dass ein oder mehrere Komplizen an Planung und Durchführung beteiligt waren. Im Sommer 2020 wurde in der  ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“ nochmals nach möglichen Zeugen und neuen Hinweisen gesucht.

Lange wurden die Taten in der Öffentlichkeit mit ehemaligen Mitgliedern der Roten Armee Fraktion (RAF) in Verbindung gebracht – während die Ermittler eine andere heiße Spur verfolgten. Unter anderem nach der Auswertung von Videoaufnahmen zeigte sich, dass bei den Überfällen gestohlene Autos mit gestohlenen niederländischen Kennzeichen verwendet wurden. Eines der in Tatort-Nähe abgestellten Fahrzeuge soll die Ermittler dann zu Drach geführt haben. Der 60-Jährige soll heute Morgen in Amsterdam festgenommen worden sein, die Auslieferung nach Deutschland wurde bereits beantragt.

Das ist Reemtsma-Entführer Thomas Drach

Noch ist es nicht offiziell bestätigt, aber Medien von BILD bis zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichten, dass es sich bei dem dringend Tatverdächtigen um  Reemtsma-Entführer Thomas Drach handeln soll. Er hatte im Jahr 1996 den Hamburger Germanisten, Publizisten und Tabak-Erben Jan Philipp Reemtsma für 33 Tage als Geisel gehalten und ein Lösegeld von damals 20 Millionen D-Mark gefordert. 

Reemtsma hat seine Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Verbrechen in seinem Buch Im Keller dargestellt. Thomas Drach war 1998 in Argentinien verhaftet worden und nach Urteil und Haft in Deutschland 2013 aus dem Gefängnis entlassen worden. Er soll zuletzt sämtliches Geld ausgegeben haben und mittellos gewesen sein. Ein Aufenthaltsort war nicht mehr bekannt.

Fotos: Polizei Frankfurt

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Mit diesem gestohlenen Audi A8 gelang ihm nach dem IKEA-Überfall die Flucht. Das ausgebrannte Fahrzeug wurde kurze Zeit später auf einem Feldweg in der Nähe des Riedbergs gefunden Foto: Polizei

 
 
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Bildungsdezernentin setzt auf Nachmittagsbetreuung ab Mittwoch

Mit dem heutigen Start in den Wechselunterricht sollte die Notbetreuung an den Grundschulen bereits um 12 Uhr enden. Nach Eltern-Protesten wurde das Frankfurter Bildungsdezernat aktiv. Dezernentin Sylvia Weber erklärt gegenüber MAINRiedberg: „Ich gehe davon aus, dass wir eine Nachmittagsbetreuung ab Mittwoch hinbekommen.“

Zunächst war bei vielen Eltern auch in Riedberg und Kalbach die Erleichterung groß, dass an den Grundschulen der Wechselunterricht startet und die Kinder endlich ein bisschen mehr Normalität leben und erleben können. Die Verwunderung war aber ebenso groß, als bekannt wurde, dass an den unterrichtsfreien Tagen nur noch eine Notbetreuung für fünf Stunden am Vormittag vorgesehen ist. Das betrifft alle Kinder, die eine Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) besuchen – allerdings nicht die Horte. Für Letztere ist das Sozialministerium zuständig, während die Regeln für die Schulen aus dem Kultusministerium kommen.

Eltern protestieren: „Wir benötigen eine verlässliche Betreuung“

Übersetzt auf den Riedberg bedeutet das: Kinder, die beispielsweise in der ESB der Grundschule 1 angemeldet sind, können an den Notbetreuungstagen nur bis 12 Uhr in der Schule bleiben. Kinder, die in den Horten Schatzinsel oder Weltraum angemeldet sind, gehen danach in ihre jeweiligen Horte und können bis 16 Uhr betreut werden. „Diese Ungleichbehandlung ist für die Eltern nicht nachvollziehbar. Diejenigen Eltern, die einen Anspruch auf Notbetreuung haben, benötigen eine verlässliche Betreuung ihrer Kinder. Ein Zeitraum von 8.30 h bis 12 h ist definitiv nicht ausreichend“, schreibt eine Mutter an das Stadtschulamt. „Ich bitte Sie, sich der Sache anzunehmen und für eine mit Berufstätigkeit vereinbarende ausreichende Betreuung der Kinder einzusetzen.“

Auch weitere Riedberger Eltern, Elternvertreter und insbesondere der Stadtelternbeirat wenden sich an das Staatliche Schulamt, Bildungsdezernat und Lokalpolitiker. Mit der Bitte, die Nachmittagsbetreuung im Wechselunterricht schnellstmöglich einheitlich zu regeln.

Nachmittagsbetreuung voraussichtlich schon ab Mittwoch

Im Bildungsdezernat verwies man am vergangenen Freitag auf eine mit den Kommunen nicht abgestimmte Verordnung des Landes, die auch andere Städte und Kreise vor enorme Probleme stellt. Das Land gehe mit seiner Verordnung davon aus, dass die städtischen Beschäftigten und die Mitarbeitenden der Träger in der ESB oder der Jugendhilfe einfach für die Vormittagsbetreuung herangezogen werden können. Dann aber fehlen diese Kräfte am Nachmittag, so Bildungsdezernentin Sylvia Weber. Zugleich betonte die SPD-Politikerin, dass die Probleme „nicht auf dem Rücken der Beschäftigten oder der Eltern und Kinder ausgetragen werden“ dürfen und sicherte eine baldmöglichste Lösung zu.

Im Gespräch mit MAINRiedberg am heutigen Vormittag wurde Sylvia Weber konkret: „Ich gehe davon aus, dass es funktioniert und dass wir bereits ab Mittwoch eine Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen hinbekommen.“ Zugleich geht ein Dankeschön an die verschiedenen Träger, mit denen man seit gestern im Gespräch ist und die voraussichtlich noch im Laufe des Tages ihre Zustimmung signalisieren. Den morgigen Tag bräuchte man dann in den Schulen als Vorlauf. „Ich bin sehr froh, dass das so kurzfristig klappt“, sagt Weber

Betreuung wird in festen Gruppen stattfinden

Die Eltern sehnen sich nach einer Lösung, sind aber auch in Sorge davor, dass Hygienekonzepte unter diesen Bedingungen nicht mehr eingehalten werden könnten. Auch hier versucht Weber zu beruhigen: „Es wird auch in der Nachmittagsbetreuung feste Gruppen geben, die nicht gemischt werden. Damit ist auch eine Nachverfolgbarkeit gewährleistet.“

Foto: Stadt Frankfurt

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Weltkriegs-Bombe erfolgreich entschärft

Weltkriegsbombe

Die 500kg-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Frankfurter Stadtteil Niederrad konnte am Sonntagnachmittag vom Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen unschädlich gemacht werden. Zuvor hatte die Entschärfung mehrmals unterbrochen werden müssen, da sich immer wieder Menschen im Evakuierungsbereich und der Schutzzone bewegten.

Kurz nach 14 Uhr kam die erlösende Nachricht, dass die Bombe amerikanischer Bauart erfolgreich entschärft ist und der Sperrbereich aufgehoben wurde. Die Evakuierungsaktion am Morgen war trotz Pandemie-Bedingungen weitgehend nach Plan gelaufen. Die allermeisten Anwohner und Anwohnerinnen waren gut informiert und leisteten den Anweisungen der beteiligten Behörden verantwortungsvoll Folge. Allerdings musste die Entschärfung durch den Kampfmittelräumdienst zunächst mehrfach unterbrochen werden, da sich einzelne Personen nicht an die Anordnungen hielten.

Rund 4.500 Frankfurterinnen und Frankfurter hatten eine vom Kampfmittelräumdienst festgelegte Gefahrenzone verlassen müssen. Die Corona-Situation mit den geltenden Kontaktbeschränkungen machte die bereits dritte Bombenentschärfung in Frankfurt unter Pandemie-Bedingungen für alle etwas komplizierter. Vermutlich auch aufgrund des freundlichen Wetters nahmen letztlich nur etwa 100 Personen die Corona-gerecht eingerichtete Betreuungsstelle in der Carl-von-Weinberg-Schule in Goldstein in Anspruch. Dort wurden sie von ehrenamtlichen Kräften des Katastrophenschutzes betreut und verpflegt. Menschen, die eine Quarantäneverpflichtung hatten, mussten gesondert abgeholt, untergebracht und wieder nach Hause gebracht werden.

Es waren zudem rund 50 Transporte notwendig für Anwohnerinnen und Anwohner, die den Evakuierungsbereich aus anderen medizinischen Gründen nicht selbstständig verlassen konnten. In dem Gefahrenbereich lagen außerdem Sonderobjekte wie das Heizkraftwerk Niederrad, eine unterirdische Gashochdruckleitung, Fernwärmeverbindungen und Umspannanlagen, ein Polizeirevier sowie der S-Bahnhof Niederrad. Altenpflegeeinrichtungen oder Krankenhäuser waren in diesem Fall nicht betroffen.

Angrenzend an das Evakuierungsgebiet gab es eine weitere, sogenannte Schutzzone. Hier durften Personen Wohnungen, Häuser und Arbeitsplätze ab 11 Uhr nicht mehr verlassen. Zudem war der Aufenthalt im Freien sowie im Bereich von Fenstern, Glastüren, Terrassen und Balkonen untersagt. Fenster und Türen mussten geschlossen bleiben. An diese Regel hielten sich zunächst nicht alle, weshalb die Polizei den Bereich mehrfach kontrollieren musste.

Am Ende konnte der Entschärfer vom Kampfmittelräumdienst die Zündmechanik des großen Blindgängers, der vergangenen Dienstag bei Arbeiten in einer Baugrube gefunden worden war, zügig entfernen und unschädlich machen. Die Gefahr war damit gebannt. Wenig später wurden Straßensperren aufgehoben und Anwohnerinnen und Anwohner konnten wieder zurück in ihre Wohnungen.

Beteiligt an der ganzen Aktion waren das Frankfurter Ordnungsamt mit der Stadtpolizei, das städtische Gesundheitsamt, die Feuerwehr Frankfurt mit Haupt- und vielen ehrenamtlichen Kräften, die Frankfurter (Landes-)Polizei, die Bundespolizei, die Hilfsorganisationen DRK, ASB, Johanniter-Unfallhilfe und Malteser Hilfsdienst sowie natürlich der Kampfmittelräumdienst vom Regierungspräsidium Darmstadt. Insgesamt waren rund 450 Kräfte im Einsatz.

Foto: Feuerwehr Frankfurt

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