Erster Erfolg: Impfung in den meisten Pflegeheimen

Zwei Monate nach Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember 2020 hat Frankfurt das erste große Ziel erreicht: die Frankfurter Alten- und Pflegeeinrichtungen sind bis auf wenige Ausnahmen mit der ersten Impfung versorgt – und damit die am stärksten durch Corona gefährdete Gruppe.

Die Zahlen: Bislang haben in Frankfurt über 3800 der rund 4800 Bewohnerinnen und Bewohner der Senioreneinrichtungen den schützenden Pieks erhalten – das entspricht einer Impfquote von 80 Prozent. Und: mehr als 2500 Mitarbeiter wurden geimpft, über 2800 Personen verfügen nach Zweitimpfung bereits über den vollen Impfschutz. Bis Ende März sollen auch die Zweitimpfungen abgeschlossen sein.

Das Impfangebot in den Einrichtungen wurde sowohl von Bewohnerinnen und Bewohnern als auch vom Personal gut angenommen.

Gesundheitsamt und mobile Impfteams im Dauereinsatz

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „ Ich freue mich für die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen. Die Impfung schenkt ein Stück Normalität. Einsamkeit aus Angst vor Ansteckung – da leidet die Seele.“ Und Gesundheitsdezernent Stefan Majer erklärt dazu: „Mir fällt ein Stein vom Herzen, denn dieser Impferfolg rettet Leben.“

Das Team Alten- und Pflegeheime des Gesundheitsamtes ist seit dem 27. Dezember letzten Jahres auch federführend bei der Koordinierung der Impfungen in den Einrichtungen durch die mobilen Teams tätig.

Nachimpfungen in Heimen mit aktuellen Corona-Fällen

Für Heime, die aktuell von Covid 19-Ausbrüchen betroffen sind und in denen derzeit nicht geimpft werden kann, gibt es die Möglichkeit der Nachimpfung. Dies gilt auch für neue Bewohnerinnen und Bewohner oder Personen, die zum Zeitpunkt der Impfung beispielsweise wegen eines Krankenhausaufenthaltes nicht in der Einrichtung waren. Hier hat das Gesundheitsamt ein Konzept entwickelt, mit dem Bedarfe für Nachimpfungen ermittelt und schnell an das Gesundheitsamt gemeldet werden können. Die Impfberechtigten können weiterhin durch die mobilen Teams oder im Impfzentrum geimpft werden. So soll sichergestellt werden, dass keine neuen Infektionen in die Einrichtungen getragen werden.

Auf Wunsch und wenn die Kapazitäten vorhanden sind, veranlasst das Gesundheitsamt nach Vereinbarung auch Impfungen in Seniorenwohnanlagen oder Einrichtungen des betreuten Wohnens durch die mobilen Teams. Für Bewohnerinnen und Bewohner, die mobil sind, besteht selbstverständlich weiterhin die Möglichkeit, sich im Impfzentrum impfen zu lassen. Diese Option wird und wurde von vielen der Senioren bereits genutzt.

Stetig sinkende Infektionszahlen

Die epidemiologische Gesamtentwicklung in Verbindung mit den Schutzmaßnahmen in den Heimen zusammen mit der steigenden Zahl der Impfungen zeigen nachhaltige Wirkung: Die Infektionszahlen in den Alten- und Pflegeheimen sinken stetig. Derzeit sind zwölf Häuser von Infektionen betroffen mit elf positiven Bewohnerinnen und Bewohnern, vier weitere werden im Krankenhaus behandelt. Zudem sind derzeit 15 Mitarbeitende infiziert (Stand: 26. Februar 2021).

Eine weitere zentrale Säule der Schutzstrategie für Alten- und Pflegeheimen sind regelmäßigen Testungen sowohl der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden als auch der Besucherinnen und Besucher.

Foto: CDC / Unsplash.com

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