Kategorie: AktuelleNEWS

Fastnachtsumzüge: Bus und Bahn bieten mehr Platz

U-Bahn

Einige Linien weichen dem närrischen Treiben aus

Wenn Närrinnen und Narren am Sonntag, dem 15. Februar, zum großen Fastnachtszug in der Frankfurter Innenstadt oder am Dienstag, 17. Februar, zum Umzug durch Klaa Paris nach Heddernheim wollen, nehmen sie am besten Bahn und Bus. Diese bieten dafür mehr Platz und häufigere Fahrten. Einige Linien müssen jedoch ausweichen.

Sonntag: Mehr Platz, mehr Fahrten, aber auch Umleitungen

Die Linie U3 fährt ab etwa 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr alle 15 Minuten und bietet mehr Platz.
Längere Züge fahren auch auf den Linien U1, U2, U4, U6 und U8.
Wegen der Straßensperrungen in der Innenstadt werden einzelne Linien in der Innenstadt von etwa 06:00 Uhr bis 19:00 Uhr umgeleitet oder unterbrochen (Linien 11, 12, 14, 18).

Dienstag: U-Bahn nach Klaa Paris und mehr Busse

Am Fastnachtsdienstag erreichen Besucher den Umzug durch Klaa Paris am einfachsten mit der U-Bahn. Von den Stationen Heddernheim und Zeilweg ist es jeweils ein kurzer Weg ins  närrische Getümmel.

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Mehr Grün für Kalbach-Riedberg

Symbolbild Baumfällung und Nachpflanzung

Wo neue Bäume gepflanzt werden und wer bei Fragen hilft

Der Ortsbezirk 12 steht im Fokus städtischer Begrünungsmaßnahmen. Während im Kätcheslachpark und in der Elly-Heuss-Knapp-Straße neue Anpflanzungen geplant sind, sorgten Baumfällungen am Sportplatz und entlang der Autobahnen zuletzt für Diskussionen.

Hier ein Überblick über die Standorte, die Hintergründe der Fällungen und das Informationsangebot der Stadt.

Neue Standorte: Hier wächst die grüne Lunge des Stadtteils

Um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität im Stadtteil zu erhöhen, sind im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg an drei zentralen Stellen Neuanpflanzungen vorgesehen:

  1. Kätcheslachpark: Im Rahmen des Programms „10.000 Bäume für Frankfurt“ sollen im Bereich des Kätcheslachparks insgesamt rund 50 neue Bäume ergänzt werden. Die Standorte verteilen sich auf Flächen oberhalb und unterhalb des Kätcheslachweihers, den Bereich zwischen der Seniorenfitnessanlage und dem Feld sowie entlang des Grabens am Johann-Beyer-Weg. Ziel ist es, durch zusätzlichen Schatten die Verdunstung zu fördern und die Umgebungstemperatur im Sommer zu senken.[1]
  2. Elly-Heuss-Knapp-Straße: In dieser Straße werden 8 Stadtbäume ersetzt. Die ursprünglichen Bäume in den dortigen Pflanzinseln waren abgestorben und mussten entfernt werden. Die Nachpflanzung soll nicht nur das städtische Erscheinungsbild verbessern, sondern durch eine sichergestellte Bewässerung auch die Artenvielfalt im direkten Wohnumfeld fördern.
  3. Sportanlage des FC Kalbach: Nach umfangreichen Revitalisierungsmaßnahmen auf dem Gelände des FC Kalbach, für die mehrere Bäume weichen mussten, hat der Magistrat Ersatzpflanzungen zugesichert. Geplant ist unter anderem die Pflanzung von Säuleneichen, sobald die Baumaßnahmen an der Sportanlage abgeschlossen sind.

Unmut über Fällungen: Zwischen Vitalitätsverlust und Gesetzeslage

Nicht jede Veränderung im Baumbestand stößt auf ungeteilte Zustimmung. In Kalbach sorgten zuletzt Fällungen am Rand des Sportplatzes sowie entlang der Autobahnen A5 und A661 für Unmut in der Bevölkerung und im Ortsbeirat.

Wie Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez mitteilte, waren die Fällungen am Sportplatz unumgänglich, da bei den betroffenen Silberahornen, Feldahornen und Pappeln „erhebliche Vitalitätsdefizite“ festgestellt wurden. Die Fällungen erfolgten im Herbst 2025 nach Ende der Vogelschutzzeit.

Komplizierter stellt sich die Situation entlang der Autobahnen dar. Hier hat die Stadt Frankfurt kaum Handlungsspielraum. Seit einer Novellierung des Hessischen Naturschutzgesetzes im Jahr 2023 werden Gehölzschnitte der Autobahnmeisterei entlang von Verkehrswegen nicht als Eingriff in Natur und Landschaft gesehen, sofern sie der Verkehrssicherheit dienen. Die Stadt Frankfurt und der Hessische Städtetag hatten sich gegen diese Lockerung ausgesprochen, konnten die Zunahme der Fällungen an den Infrastrukturachsen jedoch nicht verhindern.

Das Umwelttelefon: Der direkte Draht für Bürgeranliegen

Wer Fragen zu Baumfällungen, Abfallentsorgung oder Artenschutz hat, findet beim Umwelttelefon des Frankfurter Grünflächenamtes eine kompetente Anlaufstelle. Das Angebot wird intensiv genutzt: Im Jahr 2025 gingen dort mehr als 1.250 Anrufe und rund 1.200 eMail-Anfragen ein.

Die Statistik zeigt, dass das Thema Bäume (Baumschutz und Fällanträge) mit 26 % der Anfragen der häufigste Grund für eine Kontaktaufnahme ist. Es folgen Fragen zu Abfall, Lärm und Wasser. Je nach Jahreszeit variieren die Schwerpunkte – von Wespenberatung im Sommer bis zu Beschwerden über Laubbläser im Herbst.

Gegründet wurde das Umwelttelefon bereits im Jahr 1986 nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Heute dient es als bürgernahes Instrument, um verlässliche Informationen bereitzustellen und komplexe Fachfragen an die zuständigen Stellen weiterzuleiten.

Das Umwelttelefon

Rufnummer: 069-212-39100
eMail: umwelttelefon@stadt-frankfurt.de
Sprechzeiten: Montag bis Donnerstag von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr, Freitag von 10 bis 12 Uhr.


[1] Die Umsetzung dieser beschlossenen Begrünungsmaßnahme ist derzeit noch in Diskussion. Folgende Punkte sind zu berücksichtigen:

  • Pflanzzeit für Bäume ist typischerweise der Spätherbst (etwa von Mitte Oktober bis Mitte Dezember.)
  • Bei dem Aktionsplan 10.000 Bäume ist das Grünflächenamt aktiv: An der A5 haben sie 20 bis 30 Obstbäume gepflanzt und in der Römischen Straße waren es ca. 25. Diese Baumpflanzungen sollen angerechnet werden.
  • Der Kätcheslachpark beinhaltet große Wiesen als Ausgleichsflächen. Diese darf das Grünflächenamt nicht mit Bäumen bepflanzen das würde das [Ausgleichsflächen]-Konzept beeinträchtigen, wobei ja nicht komplette Wiesen, sondern nur Streifen entlang der Spazierwege bzw. Entwässerungsgräben bepflanzt werden sollen.
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Bücherschrank-Vandalismus in Niederursel

Eingeschlagene Scheiben am Bücherschrank

Leider mussten am Samstagmorgen, dem 7. Februar, einige Bürger von Niederursel mit Schrecken feststellen, dass der Bücherschrank im Weißkirchener Weg vor der Feuerwache schwer beschädigt wurde. Die Tür war beschmiert mit unleserlicher Graffiti, aber schwerer wiegen die vier eingeschlagenen Scheiben an der Seite des Schranks.

Roger Bohn, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Nord-West und einer der beiden Paten des Schranks, äußerte sich erschreckt und verärgert über den Vandalismus. Zusammen mit seinem Co-Paten Klaus Schulze von der Linken steckt er viel Zeit und Arbeit in die Pflege des Bücherschranks, der sich im Übrigen von den meisten anderen in Frankfurt unterscheidet.

Graffiti auf dem Bücherschrank

Bild: Stefan Ziegler

Es ist eine der schönen alten, roten Original-Telefonzellen aus London, die 2013 mit finanzieller Unterstützung des Ortsbeirats direkt aus Großbritannien eingeführt wurde. Eine Strafanzeige steht noch aus, ist aber geplant.


Kommentar

Vandalismus an Frankfurter Bücherschränken sorgt für Entsetzen

Sie sind Symbole der Nachbarschaftshilfe, Orte des kostenlosen Wissensaustauschs und aus dem Frankfurter Stadtbild kaum noch wegzudenken: die öffentlichen Bücherschränke. Doch das Erfolgsprojekt der Bürgerstiftung Frankfurt und zahlreicher lokaler Initiativen sieht sich einer wachsenden Bedrohung gegenüber. In den vergangenen Monaten häuften sich im gesamten Stadtgebiet Fälle von Vandalismus, die weit über bloße Schmierereien hinausgehen.

In der jüngeren Vergangenheit kam es mehrfach zu schweren Sachbeschädigungen. So wurden an Standorten wie dem Merianplatz oder im Nordend Glasscheiben mit Steinen oder schweren Gegenständen zertrümmert. Noch gravierender sind die Fälle von Brandstiftung: Mehrere Schränke wurden komplett ausgebrannt, wobei nicht nur die Gehäuse massiv beschädigt, sondern auch hunderte gespendete Bücher unwiederbringlich vernichtet wurden.

Für die Anwohner und Nutzer ist dies ein herber Schlag. „Ein Bücherschrank lebt vom Respekt und dem Miteinander“, erklärt ein Anwohner, der das lokale Angebot regelmäßig nutzt. „Wenn dieser Respekt durch blinde Zerstörungswut ersetzt wird, verliert das Quartier ein Stück Lebensqualität.“

Die finanziellen Folgen sind erheblich. Die Anschaffung und Aufstellung eines stabilen, wetterfesten Bücherschranks kostet – je nach Modell – zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Reparaturen nach Vandalismusfällen schlagen oft mit mehreren hundert oder gar tausend Euro zu Buche. Getragen werden diese Kosten meist von der Bürgerstiftung, Sponsoren oder durch Spendengelder.

Neben der finanziellen Last wiegt der emotionale Schaden für die Bücherpaten schwer. Diese Freiwilligen investieren wöchentlich viele Stunden, um die Bestände zu sortieren, beschädigte Bücher zu entsorgen und die Schränke sauber zu halten. Nach massiven Vandalismusschäden stehen viele Paten vor der Frage, ob sie ihre Arbeit fortsetzen können und wollen.

Die Bürgerstiftung Frankfurt hält trotz der Rückschläge an dem Konzept fest. Die Resonanz der Leser sei nach wie vor überwältigend positiv, und die Schränke seien ein wichtiger Beitrag zur Leseförderung. Man setze weiterhin auf die „soziale Kontrolle“ durch die Nachbarschaft. Je mehr Bürger ein wachsames Auge auf „ihren“ Schrank haben, desto schwerer haben es die Vandalen.

Am Ende bleibt die Hoffnung, dass die Wertschätzung für dieses kostenlose Kulturangebot in der Bevölkerung größer ist als die Zerstörungswut Einzelner. Die Frankfurter Bücherschränke sollen auch in Zukunft Orte der Begegnung bleiben – trotz der zerstörten Scheiben.

 

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Kommunalwahlen 2026: Wählen – aber bitte richtig!

Symbolbild hessische Kommunalwahl in FFM

Am 15. März findet erneut die Kommunalwahl statt. Auch hier in Frankfurt und auch im Ortsbezirk 12 (Kalbach-Riedberg). Viele Bürger haben inzwischen im Briefkasten ihre Wahlbenachrichtigungskarte gefunden. Für diejenigen, die sich für Briefwahl entscheiden beginnt der Wahlakt an dem Tag, an dem Sie die Wahlunterlagen zugeschickt bekommen haben.

Die Durchführung der Kommunalwahl 2026 ist ein logistisches Großprojekt. In Frankfurt finden an diesem Tag insgesamt 18 rechtlich selbstständige Wahlen gleichzeitig statt. Dies umfasst die Wahl der 93 Stadtverordneten, die Wahlen in 16 verschiedenen Ortsbezirken und die Wahl der 37 Mitglieder der Kommunalen Ausländervertretung (KAV).

Neubürger im Ortsbezirk

Für Personen, die erst kürzlich in den Stadtteil Kalbach-Riedberg gezogen sind müssen aktiv werden: Wer am 15. März wählen möchte, muss seinen Wohnsitz seit mindestens 6 Wochen in Frankfurt angemeldet haben. Wer also innerhalb Frankfurts umzieht, sollte sicherstellen, dass die Ummeldung rechtzeitig vor dem 1. Februar 2026 erfolgte, um im Ortsbezirk 12 stimmberechtigt zu sein.

Das Wählerverzeichnis wird in der Zeit von Montag, 23. Februar, bis Freitag, 27. Februar, im Wahlamt, Briefwahllokal, Stiftstraße 29, während der Öffnungszeiten für Wahlberechtigte zur Einsichtnahme bereitgehalten. Fehlt der Eintrag, obwohl Sie glauben, wahlberechtigt zu sein, kann das Verzeichnis noch auf Ihren Einspruch hin korrigiert werden.

Fehler beim Kumulieren und Panaschieren und Ihre Stimme wird ungültig!

Das hessische Wahlsystem bietet den Bürgern eine im Vergleich zu Bundes- oder Landtagswahlen enorme Gestaltungsmacht. Jeder Wähler verfügt über so viele Stimmen, wie Sitze im jeweiligen Parlament zu vergeben sind. Im Fall der Stadtverordnetenversammlung sind dies 93 Stimmen, im Ortsbeirat 12 sind es 19 Stimmen.

Kumulieren (Häufeln)

Beim Kumulieren kann ein Wähler einem einzelnen Kandidaten bis zu 3 Stimmen geben. Dies ermöglicht es, bevorzugte Personen gezielt zu fördern und innerhalb einer Parteiliste nach vorne zu bringen. Auf dem Stimmzettel befinden sich hierfür drei Kästchen hinter jedem Namen. Ob man nun drei Kreuze macht oder die Ziffer „3“ einträgt, ist für die Gültigkeit unerheblich, solange der Wille klar erkennbar ist.

Panaschieren (Mischen)

Panaschieren bedeutet, dass Stimmen über verschiedene Listen hinweg verteilt werden können. Ein Wähler im Ortsteil Kalbach-Riedberg kann somit beispielsweise Kandidaten aus mehreren Parteien gleichzeitig wählen. Diese Form der Personenwahl bricht die starre Bindung an Parteilisten auf und erlaubt die Bildung einer individuellen Wunsch-Mannschaft. In Kombination mit dem Kumulieren entsteht so ein hochgradig individualisierter Stimmzettel.

Das Listenkreuz als Sicherheitsinstrument

Um die Stimmabgabe zu vereinfachen und das Risiko einer ungültigen Stimme zu minimieren, kann am Kopf einer Liste ein Listenkreuz gesetzt werden. Dies hat zur Folge, dass alle Stimmen, die nicht explizit an einzelne Kandidaten (auch anderer Listen) vergeben wurden, automatisch den Bewerbern der angekreuzten Liste von oben nach unten zugutekommen. Dabei werden Kandidaten, die bereits durch Einzelstimmen die Höchstzahl von drei Stimmen erhalten haben, bei der Verteilung der Reststimmen übersprungen.

Fehlerquellen

Trotz der Heilungsvorschriften, die darauf abzielen, den Wählerwillen so weit wie möglich zu retten, gibt es strikte Grenzen, deren Überschreitung zur Ungültigkeit der Stimmabgabe führt.

Das Überschreiten des Stimmenkontingents

Der häufigste und folgenschwerste Fehler ist die Vergabe von zu vielen Stimmen. Wer bei der Wahl zum Ortsbeirat 12 mehr als 19 Einzelstimmen / bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung  mehr als 93 Einzelstimmen an Kandidaten vergibt, macht seinen Stimmzettel unweigerlich ungültig. Das System sieht keine Möglichkeit vor, bei einer Überschreitung des Kontingents nur die „überschüssigen“ Stimmen zu streichen; der gesamte Zettel wird entwertet. Da die Stimmzettel insbesondere bei der Stadtverordnetenwahl mit 93 Stimmen sehr unübersichtlich sein können, ist höchste Konzentration beim Zählen der Kreuze geboten.

Mehrere Listenkreuze ohne Einzelstimmen

Ein weiterer kritischer Fehler ist das Setzen von mehr als einem Listenkreuz, ohne gleichzeitig Einzelstimmen an Kandidaten zu vergeben. Wenn beispielsweise sowohl das Feld der CDU als auch das der SPD im Kopfbereich angekreuzt wird, kann die Wahlbehörde nicht feststellen, welche Liste bevorzugt werden soll. Dies führt zur Ungültigkeit der Stimmabgabe.

Unzulässige Zusätze und Kennzeichnungen

Ein Stimmzettel muss ein reines Dokument der Willensbekundung im Sinne der Wahlvorschläge sein. Zusätze wie persönliche Nachrichten an die Kandidaten, politische Parolen oder gar die eigene Unterschrift führen zur sofortigen Ungültigkeit. Solche Markierungen verletzen das Gebot der geheimen Wahl, da sie theoretisch Rückschlüsse auf die Identität des Wählers zulassen könnten. Ebenso sind „Nein“-Stimmen oder das Streichen ganzer Listen unzulässig. Wer eine Person oder Partei nicht wählen möchte, sollte sie einfach nicht kennzeichnen.

Fehler bei der Briefwahl

Die Briefwahl erfreut sich wachsender Beliebtheit, birgt jedoch eigene formale Hürden. Ein häufiger Fehler ist das Vergessen der Unterschrift auf der eidesstattlichen Versicherung des Wahlscheins. Ohne diese Versicherung darf der Wahlbrief nicht geöffnet werden und die Stimmen bleiben unberücksichtigt. Zudem müssen die Stimmzettel zwingend in die dafür vorgesehenen inneren Umschläge gelegt werden, die wiederum in den roten Wahlbriefumschlag kommen. Ein loser Stimmzettel im Wahlbriefumschlag gefährdet das Wahlgeheimnis und kann zur Abweisung führen.

 

Wie sagt der Frankfurter: Pass uff, dann haut des hie! (Aufpassen, dann klappt es auch!)


Weiterführende Links

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Frische Ideen und Erfahrung: Das SPD Thema für Kalbach-Riedberg

Das 4 Personen Team der SPD am Riedbergplatz

Die SPD tritt für die Wahl zum Ortsbeirat Kalbach-Riedberg mit einem starken zukunftsorientierten Team aus erfahrenen und neuen Kräften an.

Die bisherige Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Ortsvorsteherin Susanne Kassold führt die Liste an. Sie kümmert sich um die großen und kleinen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Ihr Themenschwerpunkt ist die Klima- und Umweltpolitik.

Mit Matthias Jakob steht ein erfahrener Ortsbeirat auf Platz 2, der für naturnahe Erholungsflächen eintritt. Ausreichende Gewerbeflächen für eine starke Wirtschaft sind für ihn Voraussetzung für eine soziale Stadt.

Sabrina Geller (Platz 3) ist Sozialbezirksvorsteherin Riedberg, steht für Bürgernähe, soziale Teilhabe, Barrierefreiheit und Inklusion. Sie engagiert sich beim FC Kalbach und der kath. Gemeinde Riedberg.

Detlef Precht (Platz 4) ist beruflich mit körperlich hart arbeitenden Kolleginnen und Kollegen täglich in Kontakt und weiß daher, dass Solidarität ein für ihn wichtiger Grundpfeiler unserer Demokratie ist.

Kandidat Daniel Mietzschke

Daniel Mietzschke, © SPD Kalbach-Riedberg

Digitale Teilhabe für alle und ein barrierefreier Zugang überall sind Daniel Mietzschke (Platz 5) ein Anliegen. Er ist ehrenamtlich bei Billabong, dem Kleingartenverein Riedberg sowie im Förderverein des Gymnasiums Riedberg aktiv.

Kandidatin Zuzana Pastyrik

Zuzana Pastyrik, © SPD Kalbach-Riedberg

Für Zuzana Pastyrik (Platz 6) sind bezahlbarer Wohnraum, ein familiengerechtes Umfeld und soziale Gerechtigkeit die politischen Schwerpunkte.

Kandidat Joachim Diesner

Joachim Diesner, © SPD Kalbach-Riedberg

Joachim Diesner (Platz 7) ist Experte für Landwirtschaft und Naturschutz. Zur Schaffung von Wohnraum ist er für die Nutzung von Baulücken und Sanierung alter Bausubstanz statt Versiegelung.

Die Ziele der SPD für 2026-2031 sind:

  • Mehr Biodiversität durch Entsiegelung und Begrünung (u. a. des Riedbergplatzes, vor der Sporthalle des Gymnasiums Riedberg), Regenwassernutzung, Konsequentes Nachpflanzen gefällter Bäume, Bau von Radwegen ohne Fällung von jahrzehntealten Bäumen
  • Verlässliche und bessere Taktung bei U-Bahn und Bussen. Eine Quartiersbuslinie soll für häufigere Verbindungen im Ortsteil sorgen. Lückenschluss der U-Bahn zum Hauptbahnhof. Mehr Verkehrssicherheit für Radfahrende und Fußgänger durch u. a. Kontrollen der Ordnungsbehörden. Bessere Barrierefreiheit, Bau einer Ladeinfrastruktur für E-Autos und Lastenräder
  • Bau der 2. Sportanlage auf dem Riedberg, aber auch Ertüchtigung der Sportanlage in Kalbach, Bau von Umkleidecontainern auf der 1. Sportanlage Riedberg sowie die Sanierung der Sporthallen des „Sport- und Freizeitzentrums Am Martinszehnten“
  • Nachschulische Betreuungsangebote und Plätze für Jugendliche zur freien Entwicklung
  • Kein Ausbau der A 5. Lärmschutzanlagen entlang der A5 sowie der A661, Tempolimit im Bereich dieser Stadtautobahnen und Tempo 30 innerorts
  • Bezahlbarer Wohnraum bei neuen Bauprojekten

Mit diesen politischen Inhalten sowie den Kandidierenden bietet die SPD Kalbach-Riedberg allen Wählerinnen und Wähler ein breites Spektrum an Kompetenzen für ein gutes soziales Miteinander im Stadtteil.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.spd-kalbach-riedberg.de/gruppen/kommunalwahl-2026-kandidatinnen-und-kandidaten/

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Bürgerverein Nordweststadt-Niederursel unterstützt erneut »KinderEngel RheinMain«

Scheckübergabe an Verein KinderEngel

Im vergangenen Dezember bewies der Bürgerverein Nordweststadt-Niederursel e. V. erneut, wie viel sich mit Engagement und Gemeinschaftssinn bewegen lässt. Die Tombola, die traditionell zu den festen Programmpunkten des vom Verein organisierten Weihnachtsmarkts gehört, erzielte eine erfreuliche Summe von 810 Euro. Wie schon in den Jahren zuvor kommt die Spende auch diesmal dem gemeinnützigen Verein KinderEngel RheinMain e. V. zugute.

Im Rahmen einer kleinen Übergabezeremonie überreichte die Vorsitzende des Bürgervereins, Karin Kuhn, gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen Harald und Thomas Helfrich den symbolischen Scheck an Astrid Pflug und Petra Bickermann von KinderEngel RheinMain. Die Freude über die erneute Unterstützung war den beiden Vertreterinnen deutlich anzusehen. Sie betonten, wie wertvoll solche verlässlichen Partnerschaften für die Arbeit des Vereins sind.

Der Verein KinderEngel RheinMain wurde im April 2020 in Frankfurt gegründet. Er unterstützt seitdem schwer oder lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörige im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Ziel ist es, den betroffenen Familien dort zu helfen, wo notwendige Maßnahmen von Krankenkassen oder anderen Kostenträgern nicht oder nicht vollständig übernommen werden.

Die Liste ist entsprechend lang: Gefördert werden unter anderem Behandlungsformen wie Reit- oder Musiktherapie, notwendige Hilfsmittel wie Rollstühle oder Pflegebetten sowie Familien in besonders schwierigen Lebenssituationen. Der Verein arbeitet eng mit ambulanten Kinder- und Jugendhospizdiensten sowie weiteren Einrichtungen der Kinderhospiz- und Palliativarbeit in der Region zusammen.

Für einen gemeinnützigen Verein wie KinderEngel RheinMain bedeutet eine Spende von 810 Euro eine wertvolle Unterstützung. Mit Beiträgen wie diesen können beispielsweise Therapieeinheiten ermöglicht oder wichtige Hilfsmittel mitfinanziert werden. Das lokale Engagement des Bürgervereins Nordweststadt-Niederursel trägt so dazu bei, schwer erkrankten Kindern und ihren Familien konkrete Hilfe und neue Zuversicht im Alltag zu geben.

Auch Petra Bickermann von KinderEngel RheinMain unterstreicht die Bedeutung solcher Initiativen und verweist auf die vielen gemeinsamen Erfolge der Vergangenheit: „Haben wir nicht immer fast alles irgendwie zusammen geschafft, was wir uns vorgenommen haben?“ Ehrenamt und Unterstützung gehen Hand in Hand – und zeigen, wie viel ein soziales Engagement ermöglicht.

Der Bürgerverein Nordweststadt-Niederursel und die Freiwillige Feuerwehr Niederursel sind seit vielen Jahren wichtige soziale Anker im Stadtteil. Mit Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt schaffen sie nicht nur Begegnungsmöglichkeiten für die Nachbarschaft, sondern engagieren sich zugleich für soziale Projekte in der Region. Auch künftig ist geplant, die Tombola fortzuführen und mit den Erlösen erneut gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Damit zeigt sich einmal mehr, welche Außenwirkung starkes und lokales Engagement entfalten kann – weit über die Grenzen des eigenen Stadtteils hinaus.

Wer die Arbeit von KinderEngel RheinMain selbst unterstützen möchte, findet unter Unterstützen – KinderEngel RheinMain e.V. Informationen zur Mitgliedschaft sowie Möglichkeiten für einmalige oder regelmäßige Spenden.

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Der Kinderschutzbund sammelt wieder gut erhaltene Kleiderspenden

Symbolbild Kleiderspende für Hilton Basar

Am 18.04.2026 findet wieder der große Hilton-Basar statt. In den Räumlichkeiten des Frankfurt Hilton City Centre dürfen sich Besucher erneut auf ein besonderes Shopping-Erlebnis für den guten Zweck freuen.

„Wir freuen uns riesig und sind sehr dankbar, dass Marc Snijders, General Manager des Frankfurt Hilton City Centre, keine Sekunde gezögert hat, uns auch in diesem Jahr wieder die Räumlichkeiten für unseren Basar zur Verfügung zu stellen“, sagt Mela Krauß, Vorstandsmitglied beim Frankfurter Kinderschutzbund.

Hilton-Basar – Shoppen mit gutem Gewissen

Am Samstag, den 18. April 2026, heißt es wieder: nach Herzenslust shoppen – und das mit gutem Gewissen. Der gesamte Erlös des Basars kommt den Angeboten und Projekten des Frankfurter Kinderschutzbundes zugute und unterstützt damit direkt Kinder, Jugendliche und Familien in Frankfurt.

Vor dem Basar heißt es: Ran an die Kleiderschränke

Damit der Basar ein voller Erfolg wird, ist der Kinderschutzbund auf gut erhaltene Kleiderspenden angewiesen. Wer Platz für Neues schaffen möchte, kann aussortierte, hochwertige Kleidung als Spende abgeben.

Die Abgabestelle für Kleiderspenden befindet sich in diesem Jahr in der Bockenheimer Landstraße 24. Der Zugang zur Sammelstelle im Hinterhof erfolgt über die Wöhlerstraße 2. Bitte beachten Sie die Wegweiser des Kinderschutzbundes.

Sammeltermine

Montag 16.02.2026 15:30 Uhr -18:00 Uhr
Donnerstag 19.02.2026 15:30 Uhr -18:00 Uhr
Mittwoch 25.02.2026 15:30 Uhr -18:00 Uhr
Samstag 07.03.2026 10:30 Uhr -13:00 Uhr
Mittwoch 11.03.2026 15:30 Uhr -18:00 Uhr
Montag 16.03.2026 15:30 Uhr -18:00 Uhr

Gesucht werden sehr gut erhaltene:

  • hochwertige Kleidung für Damen, Herren und Kinder
  • ungetragene Damen- und Herrenschuhe
  • Taschen, Hüte und Accessoires und Modeschmuck

Gemeinsam für die Zukunft aller Kinder

Das Engagement der Frankfurter Bürgerschaft und der Unternehmen ist überwältigend. Der Basar wird von einem ehrenamtlichen Team organisiert. Mela Krauß koordiniert die Veranstaltung und wird dabei von den ehemaligen Vorstandsfrauen Elisabeth Gradl-Markl, Sigrid Hintze und der engagierten Ärztin Miriam Wiesenhütter sowie von zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützt.

Ebenso beteiligen sich die Deutsche Bank und weitere Unternehmen wie Clifford Chance, Blackstone und der Charity-Partner Morgan Stanley. Sie unterstützen den Basar mit firmeninternen Kleidersammlungen und vielen helfenden Händen.

Weitere Infos sind unter https://www.kinderschutzbund-frankfurt.de und auf Instagram zu finden.

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Stunde der Wintervögel – Vögel in Frankfurt unter Druck

Vogelzählung

Zählergebnisse spiegeln Herausforderungen wider, die in den Wahlprogrammen zur Kommunalwahl kaum eine Rolle spielen

Die Ergebnisse der vom NABU initiierten „Stunde der Wintervögel“ zeigen für Frankfurt am Main eine klare Tendenz: Die Zahl der beobachteten Vögel liegt deutlich unter den Werten früherer Jahre. Selbst häufige Arten wie Haussperling, Kohlmeise und Amsel wurden seltener gesichtet.

Insgesamt meldeten 797 Teilnehmende aus 590 Gärten 14.839 Vögel. Das entspricht einem Durchschnitt von 25 Vögeln pro Garten. Zum Vergleich: Bundesweit wurden durchschnittlich 32 Vögel pro Garten gezählt, im Jahr 2022 lag dieser Wert noch bei 46 Vögeln.

Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit zwei zentralen Herausforderungen der Stadt: der zunehmenden Flächenversiegelung und dem Rückgang der Artenvielfalt. Beide Themen finden sich in den Wahlprogrammen zur anstehenden Kommunalwahl bislang kaum wieder.

Ein differenziertes Bild zeigt sich bei einzelnen Arten: Der Vogel des Jahres 2026, das Rebhuhn, wies bei der letzten Zählung in Frankfurt eine stabile Population auf – allerdings auf insgesamt niedrigem Niveau. Deutlich kritischer ist die Situation beim Steinkauz, der im Jahr 2025 einen besonders schlechten Bruterfolg verzeichnete.

Flächenversiegelung als strukturelles Problem – und politisches Kernthema

Frankfurt gehört zu den am stärksten verdichteten Städten Deutschlands. Die Wintervogelzählung macht sichtbar, was Fachleute seit Jahren betonen: Je stärker Flächen versiegelt werden, desto weniger Lebensräume bleiben für Vögel und andere Tierarten.

Typische Folgen der Flächenversiegelung, die sich auch in den Zählergebnissen widerspiegeln, sind:

  • Verlust von Hecken, Brachen und alten Bäumen
  • Rückgang naturnaher Gärten
  • Entstehung von Hitzeinseln in dicht bebauten Quartieren
  • Rückgang von Insekten – und damit der Nahrungsgrundlage vieler Vogelarten

Der Rückgang vieler Vogelarten ist kein isoliertes Phänomen, sondern Teil eines umfassenden Verlusts biologischer Vielfalt. In Frankfurt wird dieser Trend insbesondere durch

  • intensive Bautätigkeit,
  • hohe Verkehrsbelastung,
  • Fragmentierung von Grünflächen sowie
  • den Verlust von Insektenlebensräumen

weiter verstärkt.

Die Ergebnisse der „Stunde der Wintervögel“ zeigen, wie dringend gegengesteuert werden muss – denn zunehmend geraten auch bislang als robust geltende Arten unter Druck.

Fazit

Die Frankfurter Ergebnisse der „Stunde der Wintervögel“ sind ein deutliches Warnsignal: Die Vogelwelt der Stadt steht unter zunehmendem Druck. Die damit verbundenen Herausforderungen spiegeln sich jedoch kaum in den aktuellen politischen Debatten zur Kommunalwahl wider – insbesondere in den Bereichen Stadtentwicklung, Grünflächenpolitik und Artenschutz.

Eine nachhaltige, naturfreundliche Stadtplanung ist entscheidend, um die biologische Vielfalt zu erhalten und Frankfurt auch künftig lebenswert zu gestalten.


Warum die Wintervogelzählung für die Kommunalpolitik relevant ist

Die Frankfurter Daten zeigen deutlich, wie sich städtische Entscheidungen langfristig auf die Natur auswirken. Sie machen klar:

  • Naturnahe Stadtentwicklung ist aktiver Artenschutz.
  • Flächenversiegelung hat messbare ökologische Folgen.
  • Naturnahe Strukturen sind kein Luxus, sondern notwendiger Bestandteil zukunftsfähiger Stadtentwicklung.

Der NABU Frankfurt fordert daher:

  • den Ausbau vernetzter Grünzüge,
  • die Förderung biodiverser Parks und Grünflächen,
  • wirksame Maßnahmen gegen das Insektensterben,
  • eine konsequent ökologische Stadtplanung,
  • strengere ökologische Vorgaben für Neubauprojekte,
  • den Schutz alter Baumbestände, insbesondere durch die Ausweisung von Prozessschutzflächen für einen Großteil des Stadtwaldes,
  • die Förderung naturnaher Gärten und Fassadenbegrünung,
  • eine naturnahe Pflege kommunaler Flächen („Mehr Wildnis wagen!“),
  • die zügige Umsetzung des Arten- und Biotopschutzkonzeptes (ABSK),
  • sowie die weitere Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie für die Frankfurter Bäche.
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Endlich sorgenfreier Backen

Symbolbild Elektrogeräte Tauschaktion

Die Stadt Frankfurt schenkt Menschen mit Frankfurt-Pass und geringem Einkommen ab sofort ein energieeffizientes Haushaltsgerät

„Da kann das Backen ja wieder richtig Spaß machen und es geht vor allem sorgenfreier als früher“. Diese und ähnliche Aussagen hören viele Mitarbeiter in Sozialrathäusern aktuell von Bürgern.

Grund der Freude ist ein am Montag, 2. Februar, startendes Programm zur Entlastung einkommensschwacher Haushalte. Dabei werden stromfressende Geräte kostenlos in neue energieeffiziente getauscht. Voraussetzung: Sie müssen älter als zehn Jahre sein oder sie entsprechen nicht der Energieklasse „D“. Konkret geht es um:

  • Kühlschränke
  • Kühl-/Gefrierkombinationen
  • Waschmaschinen
  • Herde
  • Geschirrspüler (für Familien oder Alleinerziehende mit mindestens drei Kindern)

Einen Antrag dafür können alle Personen stellen, die einen gültigen Frankfurt-Pass oder einen Bewilligungsbescheid über Asylbewerberleistungen, Bürgergeld, Kinderzuschlag, Sozialhilfe oder Wohngeld besitzen.

Haushalte mit geringem Einkommen, aber ohne Frankfurt-Pass, können ebenfalls teilnehmen. Interessierte bewerben sich per E-Mail an info@frankfurt-pass-spart-strom.de, in allen Sozialrathäusern oder per Post an die gemeinnützige Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling GmbH (GWR), Lärchenstraße 131, 65933 Frankfurt am Main. Ob die alten Haushaltsgeräte die Kriterien erfüllen, prüft der Energiesparservice der Caritas Frankfurt. Fragen dazu beantwortet die GWR telefonisch unter 069-942163280. Sie bringt nicht nur die neuen Geräte in die Haushalte, sondern nimmt die Alten auch gleich mit.

Das Programm ist auf Initiative von Oberbürgermeister Mike Josef und Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit, beschlossen worden. „Mir ist es sehr wichtig, Bürger mit geringem Einkommen im Alltag spürbar zu entlasten. Mit dem kostenfreien Austausch sollen die Stromkosten der Haushalte durch moderne energieeffiziente Geräte dauerhaft gesenkt werden. Dafür stellt die Stadt Frankfurt am Main 4 Millionen Euro bereit“, sagt Josef.

„Mit dem neuen Energiehilfefonds setzt Frankfurt ein klares Zeichen für mehr Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit. Denn wir denken das Soziale nicht isoliert, sondern als Teil eines nachhaltigen Ganzen“, sagt Voitl.

Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamtes, freut sich sehr, denn „gerade in diesen Zeiten, in denen Energie, Lebensmittel und Wohnen immer teurer werden, wollten wir ein Projekt entwickeln, um langfristig Stromkosten für Menschen zu reduzieren, die von Benachteiligung betroffen sind“.

Profitieren von dem Angebot können bis zu 68.000 Haushalte in der Stadt!

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Zwischen zwei Heimaten – mein Einsatz für Irans Freiheit

Demonstration für Demokratische Rechte im Iran

Seit zehn Jahren lebe ich auf dem Frankfurter Riedberg, einem Ort, den ich heute meine Heimat nenne. Hier erfahre ich täglich, was Freiheit, Selbstbestimmung und demokratische Werte bedeuten. Gleichzeitig schlägt mein Herz für eine zweite Heimat: den Iran. Meine Eltern mussten das Land verlassen, weil Repression, Unterdrückung und politische Verfolgung ihren Alltag vor Ort bestimmten.

Das freie Leben, das ich in Deutschland führen darf, hat in mir eine zentrale Frage aufgeworfen: Warum wird genau dieses Recht den jungen Menschen im Iran bis heute verwehrt?

Aus der Frage wurde Engagement. Heute setze ich mich als Menschenrechtsaktivistin im Verein »Junge Stimmen für Irans Freiheit« für einen demokratischen Wandel im Iran ein. Mir ist es ein besonderes Anliegen, den Menschen auf dem Riedberg, vor allem meinen iranischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, eine hoffnungsvolle Botschaft zu vermitteln. Die Proteste im Iran sind kein Zufall und kein kurzfristiger Trend. Sie sind in einem organisierten Widerstand verwurzelt, der maßgeblich von jungen Menschen getragen wird, die sich mutig gegen jede Form von Alleinherrschaft und Diktatur stellen.

Die Geschichte wird zeigen: Die Schah-Diktatur wird überwunden und auch das heutige Mullah-Regime wird durch den aufopferungsvollen Einsatz des iranischen Volkes gestürzt werden. Die Zukunft Irans liegt in den Händen seiner Bewohner und ihres organisierten Widerstands. Es ist Zeit für einen demokratischen Neubeginn auf Grundlage des 10-Punkte-Programms von Frau Maryam Rajavi, der iranischen Oppositionsführerin:

  1. die Trennung von Staat und Religion,
  2. Gleichberechtigung der Geschlechter,
  3. soziale und individuelle Freiheiten,
  4. ein Iran ohne Todesstrafe
  5. und ohne nukleare Waffen

Vor diesem Hintergrund organisiere ich derzeit eine Großdemonstration am 7. Februar 2026 in Berlin, zu der der Nationale Widerstandsrat Iran – die demokratische Hauptopposition – aufgerufen hat. Es wird die größte Demonstration seit Beginn der Proteste sein. Zehntausende Menschen aus aller Welt sowie hochrangige politische Persönlichkeiten werden erwartet.

Demonstration für Demokratische Rechte im Iran

Vom Riedberg aus bin ich mit zahlreichen jungen Menschen weltweit vernetzt. Gemeinsam tragen wir eine Botschaft der Hoffnung in die Welt: Die Opfer dieses Regimes sind nicht umsonst gestorben. Wir setzen ihren Weg fort und geben nicht auf, bis der Iran eine freie, demokratische Republik ist- ohne Monarchie und ohne religiöse Tyrannei. Ein Land, in dem demokratische Werte gelten, Talente sich entfalten können und in dem eines Tages auch Stadtteile entstehen, die ein friedliches Leben ermöglichen – so wie hier auf dem Riedberg.

Gastbeitrag Raha Ramin


Der 10 Punkte Plan für die Zukunft Irans

  1. Ablehnung von velayat-e faqih (Herrschaft der theologischen Rechtsgelehrten). Bekräftigung der Volkssouveränität in einer Republik, die auf allgemeinem Wahlrecht und Pluralismus beruht.
  2. Meinungsfreiheit, Freiheit politischer Parteien, Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit und freien Zugang zum Internet. Auflösung des Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), der terroristischen Quods-Brigade, Zivilgruppen, der unpopulären Basidsch-Miliz.
  3. Bekenntnis zu individuellen und sozialen Freiheiten und Rechten gemäß der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Auflösung aller für Zensur und Inquisition zuständigen Behörden. Suche nach Gerechtigkeit für massakrierte politische Gefangene, Verbot der Folter und Abschaffung der Todesstrafe.
  4. Trennung von Religion und Staat sowie Religions- und Glaubensfreiheit.
  5. Vollständige Gleichstellung der Geschlechter im Bereich der politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Rechte und gleichberechtigte Beteiligung von Frauen an politischen Führungspositionen. Abschaffung jeglicher Form von Diskriminierung; das Recht, die eigene Kleidung frei zu wählen; das Recht, frei zu heiraten und sich scheiden zu lassen sowie Bildung und Beschäftigung zu erhalten.
  6. Ein unabhängiges Justiz- und Rechtssystem im Einklang mit internationalen Standards, basierend auf der Unschuldsvermutung, dem Recht auf einen Verteidiger, dem Recht auf Berufung und dem Recht, vor einem öffentlichen Gericht verhandelt zu werden. Volle Unabhängigkeit der Richter. Abschaffung des Scharia-Gesetzes der Mullahs und Auflösung der islamischen Revolutionsgerichte.
  7. Autonomie und Beseitigung doppelter Ungerechtigkeiten gegenüber iranischen Nationalitäten (bzw. die Autonomie des iranischen Kurdistans).
  8. Gerechtigkeit und Chancengleichheit in den Bereichen Beschäftigung und Unternehmertum für alle Menschen im Iran in einer freien Marktwirtschaft. Wiederherstellung der Rechte von Arbeitern, Landwirten, Krankenschwestern, Angestellten, Lehrern und Rentnern.
  9. Schutz und Sanierung der Umwelt, die unter der Herrschaft der Mullahs massakriert wurde.
  10. Ein Iran ohne Atomwaffen. Frieden, Koexistenz sowie internationale und regionale Zusammenarbeit.
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