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Für uns seid Ihr schon jetzt die beste Klasse Deutschlands!

Wie muss man eigentlich sein, um die beste Klasse Deutschlands zu werden? Schlau und perfekt? Stark und cool? Oder einfach nur schön? Die Antwort darauf hat sich die Klasse 6b des Gymnasiums Riedberg in ihrem Bewerbungsvideo selbst gegeben. „Klar müssen wir schlau sein. Aber das Wichtigste ist, dass wir füreinander da sind, zusammenhalten und uns respektieren!“ Ganz besonders morgen, wenn sie in der KIKA-Show „Die beste Klasse Deutschlands“ um den Einzug in die nächste Runde kämpfen. Unter rund 750 Bewerbungen wurden in diesem Jahr nur 32 Klassen ausgewählt – darunter die 6b.

Das große Schulquiz „Die beste Klasse Deutschlands“ mit der 6b des Gymnasiums Riedberg wird am morgigen Donnerstag, 23.04.2020, um 19:25 Uhr auf KiKA ausgestrahlt. Der Beitrag von „KiKA-Live“ mit Interviews unserer Kids bereits heute, Mittwoch, 22.04.20, um 20 Uhr. Nicht verpassen!

Ende 2019 hat die Klasse bereits auf sich aufmerksam gemacht, als zehn Schülerinnen mehr als 900 Euro für ein Kinderhospiz sammelten. Noch länger tüftelten sie an einem Masterplan für ein weiteres großes Ziel: Der Teilnahme am KiKA-Schulquiz, um die beste Klasse Deutschlands zu werden. „Ganze Wochenenden und in den Ferien hat sich eine kleine Gruppe getroffen und an einem Drehbuch und an einem Songtext geschrieben“, berichtet eine Mutter. Bekannt war, dass man mit Amateurbildern wohl wenig Chancen hat. Deshalb bekamen die Kids, auf Initiative von Eltern, Hilfe von professionellen Kameraleuten.

Stars und Hauptdarsteller aber sind sie natürlich selbst. In einem tollen Video mit einer ebenso tollen Version von Sidos „Astronaut“. Statt „Ich heb‘ ab“ geht’s um die Kids der 6b, die „alle ganz besonders“ sind. Das weiß auch Klassenlehrer Simon Steuer, der vom Engagement und der Hartnäckigkeit seiner Schülerinnen und Schüler „richtig begeistert“ ist. Die Aufzeichnung war bereits Anfang März, noch kurz vor dem Corona-Lockdown. Mit dem Bus ging’s zu den Fernsehstudios nach Köln. Ein erstes Highlight kam schon kurz nach der Ankunft. Denn Moderator Ben von KIKA LIVE hat die Klasse in Empfang genommen und interviewt – offenbar wurde die 6b gezielt ausgesucht. Dann ging’s für Lara und Efran, die in der „Ersten Reihe“ am Quizpult sind, ab in die Maske. Wie in anderen großen Fernsehshows. Mit-Raten konnte später die gesamte Klasse. Alle für einen, einer für alle – das ist ihr Motto. Nicht nur im Video.

Ob sie in ihrer ersten Show gewinnen oder nicht – das durften sie bis zur Ausstrahlung nicht verraten. Umso spannender wird die Sendung morgen im TV werden…

Show-Stopp wegen Corona: Wie geht’s weiter?

Ein bisschen traurig werden sie aber vermutlich darüber sein, dass auch bei Deutschlands größtem Schulquiz die Corona-Pandemie sämtliche Zeitpläne verändert hat. 32 Schulklassen mit Schüler*innen aus je sechzehn 6. und 7. Klassen aus ganz Deutschland hatten sich qualifiziert, sollten erst in der ersten Spielrunde in direktem Duell gegen eine anderen Schule antreten. Wer hier gewinnt, kommt normalerweise weiter. Das große Superfinale, auch der Traum der 6b, war eigentlich an Pfingsten geplant.

Bei KiKA heißt es aktuell: „Die 16 Vorrunden-Shows konnten wir noch drehen, die Wochenfinals und das große Superfinale nicht mehr.“ Aber es soll auf jeden Fall einen Gewinner geben und auch eine Klassenreise, wenn dies wieder möglich ist.

Weitere Infos, über 2000 Quizfragen aus der Sendung, Experimente zum zuhause Ausprobieren und vor allem den Auftritt „unserer“ 6b gibt’s nach der Ausstrahlung unter kika.de

Direkt bei der Ausstrahlung MITSPIELEN kann man aber auch! Mit dem neuen HbbTV-Quiztool, während „Die beste Klasse Deutschlands“ bei KiKA zu sehen ist. Teilnehmen ist super einfach: Auf der TV-Fernbedienung die rote Taste drücken. Und schon geht es los…

Foto: ©Melanie Grande

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Kirchendezernent will sich für Gottesdienste mit Auflagen einsetzen

„Ohne unsere bisherigen Erfolge bei der Verlangsamung der Corona-Ausbreitung zu gefährden, sollten wir schrittweise auch die Gottesdienste in unseren Kirchen wieder ermöglichen. Die Menschen brauchen gerade in Krisenzeiten Orte der Einkehr, der Hoffnung, des Glaubens und des Gebets. Ich halte eine Öffnung unserer Gotteshäuser unter Auflagen nicht nur für vertretbar, sondern auch für notwendig, um auch die seelische Situation von Menschen zu stärken. Wenn Demonstrationen und das Einkaufen unter Auflagen möglich sind, dann lassen sich auch Gottesdienste verantwortlich organisieren“, äußerte sich gestern Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker.

„Ich hoffe, dass spätestens in der nächsten Abstimmung zwischen dem Bund und den Ländern Ende dieses Monats die Durchführung von Gottesdiensten unter Auflagen wieder möglich gemacht wird. Wir sollten den Kirchengemeinden zutrauen, dass sie ihre Gottesdienste so organisieren und gestalten, dass etwa Abstandsfragen und Hygieneanforderungen ausreichend gewährleistet werden. Die Ausübung der eigenen Religion sollte nicht an den Schluss der Wiederöffnung des öffentlichen Lebens, sondern mit an den Anfang treten. Mit Kreativität und Einfallsreichtum lassen sich selbst zu Pfingsten Feiern im Freien Corona-gerecht gestalten“, sagte Becker.

Informationen: Stadt Frankfurt

Photo by Aaron Burden on Unsplash

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Ab Montag Maskenpflicht in U-Bahnen und Geschäften

Frankfurt wollte die Maskenpflicht ohnehin einführen, jetzt kommt sie in ganz Hessen: Noch gestern Abend hat die hessische Landesregierung beschlossen, dass das Tragen von Masken im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften zur Pflicht wird. Die Regelung gilt bereits ab Montag.

Konkret bedeutet das: Die Bürgerinnen und Bürger müssen dann einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie den öffentlichen Nahverkehr nutzen oder den Publikumsbereich von Geschäften, Bank- und Postfilialen betreten, wie die Staatskanzlei in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Pflicht gilt demnach nicht für Kinder unter sechs Jahren oder Menschen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Ein wiederholter Verstoß kann mit einem Bußgeld von 50 Euro belegt werden.

Vorher waren bereits Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheitsdezernent Stefan Majer vorgeprescht: „Wir müssen am kommenden Montag, wenn die ersten Kinder wieder in die Schule gehen, in Frankfurt einen obligatorischen Nasen- und Mundschutz im öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen einführen. Ein einfacher Mundschutz oder auch ein Schal sind ausreichend“, erklärten sie in einer öffentlichen Stellungnahme. „Wir gehen davon aus, dass spätestens nächste Woche die Stadt wieder voller wird und wir deshalb um zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen nicht herumkommen. Nach dem Lockdown haben wir jetzt erste Erfolge im Kampf gegen das Corona-Virus erzielt, dies dürfen wird jetzt nicht aufs Spiel setzen.“

Eigentlich hatten Bundesregierung und Länder das Tragen von Masken bisher lediglich empfohlen. Vor Hessen waren jedoch mehrere Bundesländer und auch Städte ausgeschert, unter anderem Frankfurt.

OB Feldmann und Gesundheitsdezernent Majer hatten dringend bei Land und Region angemahnt, diesen Weg mitzugehen. Und die Bürger zugleich um Besonnenheit und Geduld gebeten. „Es gelten weiter das Abstandsgebot und die Hygieneregeln. Wir dürfen jetzt nicht nach den ersten Lockerungsmaßnahmen in unserer Aufmerksamkeit nachlassen. Der Mund- und Nasenschutz ist ein weiterer Schritt, um wieder ein Stück Normalität herzustellen. Andere Maßnahmen wie beispielsweise eine freiwillige Corona-App mit der Infektionsketten wieder unterbrochen werden können, sind in Zukunft sicherlich auch noch nötig.“ Es bleibe dabei: „Die Gesundheit geht vor“, so Feldmann.

„Wir wollen alles dafür tun, dass die Infektionen weiter eingedämmt werden und damit eine nachhaltige Basis für künftige Lockerungen geschaffen wird“, erklärten Feldmann und Majer abschließend.

Photo by Mika Baumeister on Unsplash

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Ladenöffnungen: Zwischen Neustart und Existenz-Sorgen

Ab morgen werden Läden bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder öffnen, natürlich mit den entsprechenden Corona- und Abstands-Regeln. Im Riedbergzentrum können Buch- und Modegeschäfte neu starten  – während die Gastronomie geschlossen bleibt und selbst kleine Betriebe nur TO GO verkaufen dürfen. MAINRiedberg hat bei Leonell-Kindermode und dem „House of Waffles“ in der Altenhöferallee nachgefragt, was die ersten Lockerungen und die bestehenden Beschränkungen für sie bedeuten.

„Die Unterstützung durch unsere Stammkunden hat mich gerettet“

„Der April ist normalerweise mein umsatzstärkster Monat im Jahr, weil die Kunden Frühjahrs- und Sommerkleidung für ihre Kinder kaufen. Jetzt hatte ich den Laden voller Ware, durfte aber einen Monat lang nicht öffnen“, berichtet Katerina Hirsch, Inhaberin von Leonell-Kindermode – und betont zugleich: „Umso dankbarer bin ich meinen Stammkunden, die unser Konzept schätzen und den Bestell- und Abholservice in Anspruch nahmen. Diese Unterstützung hat mich gerettet.“

Katerina Hirsch war in den vergangenen Wochen von Montag bis Freitag ab 10 Uhr in ihrem Laden, nahm Bestellungen auch per Mail oder Telefon entgegen, hängte  die bestellte Ware abholbereit vor die  Eingangstüre und kam trotz der räumlichen Trennung vielleicht sogar intensiver als sonst mit den Kundinnen und Kunden ins Gespräch. Denn Aufgeben war für sie keine Option. Sie sagt: „Diese Wochen haben uns auf die Probe gestellt, nicht nur als Unternehmer oder als Elternteil oder Partner, sondern vor allem als Mensch.“ Gerade Initiativen wie die Facebook-Gruppe #Support our local dealer/ Riedberg hat dazu beigetragen, dass die kleinen Geschäfte unterstützt werden, „dafür bin ich unglaublich dankbar“. Das hat sogar neue Kunden gebracht. Katerina Hirsch hat auch viele liebe Durchhalte-Emails bekommen. „Ich war so gerührt. Bin fast in Tränen ausgebrochen.“

Jetzt ist sie mehr als dankbar, dass sie am morgigen Montag wieder öffnen kann. Sie hofft, dass die große Solidarität in unserem Stadtteil und die neuen Kontakte auch über die schwere Corona-Zeit bestehen bleiben. „Wir im Textil-Einzelhandel sind ohnehin wie Dinosaurier und müssen uns Tag für Tag gegen den Online-Handel behaupten. Aber ich werde weiterkämpfen.“

Die Gastronomen sagen: „Zeitnahe Lockerungen sind existentiell!“

„Natürlich hat die Tatsache, dass wir Gastraum wie Terrasse schließen mussten, zu einem erheblichen Umsatzeinbruch geführt“, berichten Heike und Tim Brockmeier, die mit viel Liebe und Engagement das „House of Waffles“ in der Altenhöferallee aufgebaut haben und auch der Corona-Krise trotzen wollen.

Sie waren ständig mit dem Gewerbe- und Ordnungsamt in Kontakt, haben die sich ständig ändernden Verordnungen der Landesregierung gelesen und studiert, um immer up to date zu sein. „Wir sind aber sehr froh, dass wir unsere Ware wenigstens TO GO anbieten und verkaufen dürfen. So haben wir, im Vergleich zu vielen anderen, die komplett schließen mussten, wenigstens einen Grundumsatz.“ Und so mussten sie nicht alle Mitarbeiter „nach Hause“ schicken, sondern können dem ein oder anderen noch ein Minimum an Einkommen bieten und so etwas gegen deren Existenzängste tun. Und daher ist es den beiden ganz wichtig zu sagen: „Wir sind jedem einzelnen Kunden und Gast sehr sehr dankbar, dass er vorbeikommt und uns trotz der widrigen Umstände, die Treue hält. Das hat uns eine Menge Mut gemacht “

Klar ist aber: „Zeitnahe Lockerungen sind für uns wie für alle anderen Gastronomen existentiell.“ Zu den großen Umsatzeinbußen kommt nämlich auch hinzu, dass trotz der vielen Solidaritätsaktionen in den sozialen Netzwerken oder den „Zusammenhalten“-Kampagnen in der Öffentlichkeit, „wir vom Großteil unserer Lieferanten etc. nur sehr wenig Solidarität, etwa in Form von Rechnungsstundungen oder Zahlungszielverlängerung erfahren.“ Die hohen Fixkosten blieben.

Doch der hoffnungsvolle Blick nach vorne bleibt ebenso: „Wenn wir unsere großen und kleinen Kunden wieder an die Tische bitten können, damit sie in Ruhe genießen und entschleunigen können, wenn auch nur eingeschränkt und mit Abstand und Vorschriften, würde wir uns wirklich sehr freuen. Das würde nicht nur uns wieder ein Stück Normalität zurückgeben.“

Fotos: MAINRiedberg

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NEU: Klima-Initiative für den Riedberg

Klimaschutz Initiative Riedberg

Stein, Beton, wenig Grün – so sieht der zentrale Riedbergplatz aus. Keine Frage, wir wohnen in einem der schönsten und lebenswertesten Stadtteile Frankfurts, auch dank der großen Parks. Doch zugleich sprechen nicht nur Experten davon, dass hier so manche Bausünde aus den 60er und 70er Jahren wiederholt wurde. Stichwort Versiegelung der Flächen, breite Straßen und ein Stadtteil-Zentrum, das grau und nicht so einladend geraten ist. Vermutlich war auch das einer der Gründe, warum eine wachsende Gruppe von Klima-Aktivisten die neue „Klimaschutz-Initiative Riedberg“ (KIR) gegründet hat. Erklärtes Ziel ist es, unseren Stadtteil bis 2030 klimaneutral zu machen. Die Initiative arbeitet ehrenamtlich und parteiunabhängig – darauf legen die Gründerinnen und Gründer um Anne Rave und Ina Mirel großen Wert.

Angefangen hat alles mit der Frage: Wo sind die Stellschrauben in Sachen Klimaschutz? In welchen Bereichen lässt sich signifikant Kohlendioxid einsparen? Das sind in erster Linie Energieversorgung, Mobilität, Gebäude, Konsum und Ernährung sowie Begrünung – aber bitte keinesfalls „von oben herab“! Die Klimaschützer wollen gemeinsam mit den Menschen hier vor Ort lokale Projekte entwickeln, sich austauschen und mit anderen Klimaschutz-Initiativen, aber auch mit der Universität/ Campus Riedberg zusammenarbeiten. Plus aktiv an der Klimapolitik für unseren Stadtteil mitarbeiten. Kontakt zum Ortsbeirat und zur Stadt gibt es bereits.

Auch der Riedberg braucht noch mehr Grün

Der Riedberg hat 94 Hektar Parkanlagen, Grünflächen und so genannte „integrierte Landschaftsflächen“. Das reicht nach Überzeugung der Klima-Initiative nicht aus, da sich eine Stadt wie Frankfurt, aber auch der Riedberg mit den vielen versiegelten Flächen, im Sommer überproportional aufheizt. Klimaschutz kann also schon am Balkon und auf dem Hausdach beginnen, die Umgestaltung wird teilweise bis zu 50 Prozent bezuschusst – auch darüber wollen die Initiatoren von KIR informieren. Und Tipps geben oder auf Ratgeber verweisen, wie man beispielsweise mit insektenfreundlichen Pflanzen eine kleine Oase schaffen kann. „Selbst ein Balkon mit wenig Licht kann mit den richtigen Pflanzen grün werden“, erklärt Anne Rave.

Mit Nachhaltigkeit die Geschäfte vor Ort stärken

Konkret sind folgende Projekte und Kooperationen geplant: mehr Solaranlagen auf den Dächern unseres Stadtteils inklusive Beratung bei der Umsetzung, offene Workshops zu Klimaschutzthemen, Infostände zu Nachhaltigkeitsthemen. „Wir planen, nach den ersten Sturm der Corona-Krise auf den Handel und Restaurants am Riedberg zuzugehen, um Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit zu erörtern und gleichzeitig die Geschäfte vor Ort zu stärken“, heißt es in einer aktuellen Information.

Eingeladen mitzumachen sind alle, die aktiv den Klimaschutz in Riedberg und Kalbach mitgestalten wollen oder auf anderem Wege einen Beitrag dazu leisten wollen.

Weitere Informationen unter www.klimaschutz-initiative-riedberg.de, Kontakt über kontakt@klimaschutz-initiative-riedberg.de

Foto: Klimaschutz-Initiative Riedberg

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So soll der Schul-Neustart gelingen

Die Hessische Landesregierung hat sich nach der Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder im Kabinettausschuss Corona beraten und das weitere Vorgehen in der Corona-Krise festgelegt. Insbesondere die Frage, zu welchem Zeitpunkt die Schule mit welchen Klassen wieder beginnen wird, wurde konkretisiert. Darüber informierten der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der Hessische Kultusminister Alexander Lorz gestern in Wiesbaden. „Die bisherigen Maßnahmen haben Erfolg gezeigt. Es ist gelungen, die Ausbreitung des Virus auch in Hessen zu verlangsamen. Nun gilt es, zu schauen, welche Lockerungen sich in kleinen Teilen sinnvoll umsetzen lassen – insbesondere mit Blick auf den Schulunterricht“, betonte Regierungschef Bouffier. „Wir sind uns sehr bewusst: Jede Lockerung, jede Schulklasse, die wir wieder zulassen, führt zu einem erhöhten Infektionsrisiko. Gleichzeitig wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern aber so viel Bildung wie möglich anbieten“, ergänzte Kultusminister Lorz.

Folgende Punkte wurden für Hessen vereinbart:

Der Schulunterricht startet in Hessen schrittweise ab dem 27. April für rund 230.000 Schülerinnen und Schüler. Begonnen wird mit den Abschlussklassen von Haupt-, Real- und Berufsschulen sowie den vierten Klassen der Grundschulen. Auch für die 12. Klassen fängt die Schule am 27. April wieder an, die Abiturientinnen und Abiturienten müssen nur noch zur mündlichen Prüfung erscheinen. Um die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln zu gewährleisten, werden die Klassen auf eine maximale Größe von 15 Schülerinnen und Schülern verkleinert. Die zentralen Haupt- und Realschulprüfungen finden nun vom 25. – 29. Mai statt.

Kindertagesstätten bleiben weiterhin geschlossen. Die  Landesregierung hat jedoch beschlossen, die Notbetreuung weiter auszubauen. Einen Anspruch auf Kinderbetreuung erhalten ab dem 20. April auch alleinerziehende Berufstätige.

Das Kontakt- und Besuchsverbot in Alten- und Pflegeeinrichtungen bleibt in Hessen zunächst bestehen. Es sollen besondere Schutzkonzepte für diese Einrichtungen entwickelt werden, um maximalen Schutz zu erreichen und zugleich sozialen Kontakt zu ermöglichen.

Alle weiteren Maßnahmen und Beschränkungen für Hessen richten sich nach dem Beschluss von Bund und Ländern.

Um zukünftig Infektionsketten schnell zu erkennen, zielgerichtete Testungen durchzuführen, eine vollständige Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten und die Betroffenen professionell zu betreuen, werden in den öffentlichen Gesundheitsdiensten vor Ort erhebliche zusätzliche Personalkapazitäten geschaffen. Mindestens ein Team von 5 Personen pro 20.000 Einwohner soll zur Verfügung stehen. In besonders betroffenen Gebieten sollen zusätzliche Teams der Länder eingesetzt werden. Auch die Bundeswehr wird mit geschultem Personal solche Regionen bei der Kontaktnachverfolgung und -betreuung unterstützen. Das Ziel ist es, alle Infektionsketten nachzuvollziehen und möglichst schnell zu unterbrechen. Um das Meldewesen der Fallzahlen zu optimieren und die Zusammenarbeit der Gesundheitsdienste mit dem RKI bei der Kontaktnachverfolgung zu verbessern, führt das Bundesverwaltungsamt Online- Schulungen durch.

„Wir haben durch die Beschränkungen der vergangenen Wochen schon viel erreicht, aber die Corona-Krise ist noch lange nicht überstanden. Um unsere Erfolge nicht zu gefährden, ist es nun besser, in kleinen Schritten voranzugehen und diese besonnen und fortlaufend zu überprüfen“, erklärte Ministerpräsident Bouffier. „Der Schutz der Gesundheit unser Bürgerinnen und Bürger bleibt bei den Abwägungen das oberste Ziel. Alle jetzt beschlossenen Maßnahmen sind Teil eines dynamischen Prozesses. Das heißt, wir werden nun sehen, wie die Dinge sich entwickeln und wollen im Kreis von Bund und Ländern Ende April über weitere Schritte beraten.“

Informationen: Pressemitteilung der Hessischen Landesregierung

Foto: Staatskanzlei

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SEK-Einsatz wegen häuslicher Gewalt

Der Notruf kommt morgens um 8.20 Uhr. Eine 32-jährige Frau fühlt sich von ihrem Mann bedroht und berichtet von häuslicher Gewalt, ruft die Polizei um Hilfe. Wenig später erreichen die Einsatzkräfte und Krankenwagen das Haus im Quartier Altkönigblick, im Norden des Riedbergs. Der 43-jährige Mann wird noch vor Ort festgenommen. Die Frau kommt zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus, kann aber wenige Stunden später die Klinik wieder verlassen.

14 Tage Annäherungs- und Kontaktverbot

Ihr Mann musste am Donnerstag noch in Anwesenheit der Polizei einige Sachen packen. Es wurde eine „Wegweisungsverfügung“ erlassen. „Das bedeutet zunächst ein 14-tägiges Kontakt-, Betretungs- und Annäherungsverbot“, erklärt Marc Draschl, Pressesprecher der Frankfurter Polizei. Gerade die räumliche Distanz könne oft helfen, um einerseits Hilfsangebote wahrzunehmen und andererseits klare Zeichen zu setzen. Verstößt der Mann gegen die Auflagen, „sind wir wieder da“, so die Polizei. Zudem wird eine Anzeige wegen Körperverletzung folgen.

Das Paar hat minderjährige Kinder. Sie werden jetzt vom Jugendamt betreut.

Die weiteren Hintergründe sind derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Foto: Archiv

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Spenden für die Kids der „Arche Frankfurt“!

In der Corona-Zeit ist leider auch die wertvolle Arbeit des Kinder- und Jugendhilfswerks „Arche Frankfurt“ sehr eingeschränkt. Viele Kinder und Jugendliche finden dort im Alltag eine lebenswichtige Anlaufstelle. Sie bekommen ein gesundes Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, liebevolle Ansprechpartner sind für sie da und die Möglichkeit vieler Spiel- und Sportangebote. Doch auch diese Einrichtung muss aktuell geschlossen bleiben. Um den isolierten Kindern und Familien Soforthilfe leisten zu können, bittet die Arche um Spenden. Sie bringen den Familien Lebensmittel und Hygieneartikel. Auch das Spenden ausrangierter iPads, Notebooks und Smartphones, sowie von Prepaid-Datenvolumen ist sehr nützlich. Auf diese Weise können die Kinder mit den Mitarbeitern in Kontakt bleiben.

Am 1. April konnte ein von Frankfurt Connect (Evangelische Freikirche) organisierter Transport hier wertvolle Unterstützung leisten. Über die Facebook-Plattform „Helping Hands Riedberg“ hatten sich prompt sehr viele Riedberger gemeldet, die bereit waren, ihren persönlichen Einkauf großzügig zu erweitern und unter anderem Lebensmitteln und Hygieneartikeln zu spenden. Ein ganzer Kombi voller wertvoller Sachen! „Keiner jubelt über die Krise, in der wir uns befinden. Wachsende Solidarität und das Wahrnehmen von Menschen mit größeren Nöten sind dennoch positive Begleiterscheinungen“, sagt Nils Fastenrath, Pastoralreferent von Frankfurt Connect. „Vielen Dank noch einmal an alle, die sich hier bereitwillig eingeklinkt haben!“

Frankfurt Connect plant für Donnerstag, 23. April, einen weiteren Transport vom Riedberg aus für die Arche. Wer hierfür Spenden beisteuern möchte, kann sich bis Mittwoch, 22.04., an Nils Fastenrath wenden (nils.fastenrath@frankfurtconnect.de – 0178-9328784)

Wer sich fragt, mit welchen Spenden man am besten helfen kann – unter www.freunde-arche-ffm.de findet man auf der Startseite eine hilfreiche Einkaufsliste!

Fotos: privat

Ein voller Kofferraum für das Kinderhilfswerk „Arche Frankfurt“: Am 23. April ist ein weiterer Transport vom Riedberg geplant. Wer hierfür Spenden beisteuern möchte, kann sich an Nils Fastenrath wenden / nils.fastenrath@frankfurtconnect.de Foto: privat
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Kleine Geschäfte dürfen öffnen, Schulen starten schrittweise ab 27. April

Mit großer Spannung waren die heutigen Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel und den Landesregierungen über eine mögliche Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen erwartet worden. Jetzt steht fest: Die Kontaktbeschränkungen werden bis mindestens 3. Mai verlängert, kleinere Geschäfte dürfen ab Montag wieder öffnen. Unterricht könnte ab dem 27. April für ältere Schüler und Übergangsklassen schrittweise wieder stattfinden. 

Es gehe weiter darum, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und bisherige Erfolge nicht zu gefährden, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier in einer Pressekonferenz, wie hessenschau.de berichtet. „Es ist besser, in kleinen Schritten voranzugehen, als jetzt große Schritte zu machen ohne zu wissen, wie es eigentlich wirkt.“ Am 30. April wollen Bund und Länder erneut über weitere Schritte beraten.

Bund und Länder empfehlen den Bürgern, beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr Alltagsschutzmasken zu tragen. Eine generelle Maskenpflicht soll es nicht geben.

Großveranstaltungen werden wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt – auch Volksfeste und Fußballspiele sind davon betroffen.

Der Schulbetrieb in Hessen könnte ab dem 27. April, beginnend mit den Abschlussklassen von Gymnasien, Real- und Hauptschulen, wieder aufgenommen werden. Dann folgen Oberstufe und Mittelstufe. Später sollen die Grundschulen wieder öffnen. „Wir beginnen mit den Großen, weil wir glauben, dass dort insbesondere auch die Abstandsregeln und die Hygieneregeln wesentlich besser eingehalten werden können als bei den Grundschülern“, sagte Bouffier.

Kitas werden weiterhin geschlossen bleiben. Es ist aber geplant, die Notbetreuung auszubauen – vor allem auch für Alleinerziehende.

Auch das Wirtschaftsleben soll schrittweise wieder hochgefahren werden: Ab Montag dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen. Dies gilt unabhängig von der Verkaufsfläche auch für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen. Wichtig ist, dass die Abstandsregeln eingehalten werden.

Friseure dürfen in Hessen ab dem 4. Mai unter bestimmten Auflagen wieder öffnen. Restaurants und Kneipen bleiben geschlossen. Eisdielen dürfen ebenfalls nicht öffnen, dürfen ab Montag aber wie Restaurants einen Lieferservice anbieten.

Das wegen des Coronavirus verhängte Versammlungsverbot in Kirchen, Moscheen, Synagogen oder Örtlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften bleibt bestehen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, reagierte enttäuscht und kündigte einen Vorschlag an, wie „Religionsausübung und Infektionsschutz gleichermaßen gewährleistet“ werden könnten.

In Hessens Alten- und Pflegeheimen soll das strenge Kontakt- und Besuchsverbot zunächst bestehen bleiben.

Bürger sollen weiter auf private Reisen verzichten.

Am 30. April wollen die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel über weitere Lockerungen beraten.

Photo by Kimberly Farmer on Unsplash

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Arbeitsintensives Osterwochenende für die Stadtpolizei

Augen auf im Verkehr

Vorweg kann gesagt werden, dass die Stadtpolizei gut zu tun hatte, sich aber der insgesamt befürchtete Osteransturm nicht ganz so schlimm darstellte. Dennoch gab es einige „Hotspots“, an denen verstärkt und nachhaltig eingeschritten werden musste.

Rebstockpark

Hier stellten die Streifen regelmäßig größere Gruppen fest, die sich nicht an die Abstandsregeln hielten. Großeltern, Eltern, weitere Verwandte und deren Kinder von Großfamilien saßen zusammen – es wurde fleißig gegrillt und der Abstand nicht eingehalten. Alle würden unter einem Dach leben – so die Einlassung. Die Kinder verschiedener Familien spielten miteinander, ohne dass Eltern dies unterbanden. Erst nach intensiver Argumentation konnten die Familien überzeugt werden, diese Art der Ansammlung aufzulösen und sich nach Hause zu begeben.

Bahnhofsgebiet

Selbst immer wiederkehrende Kontrollen in kürzesten Zeitabständen sorgten nicht für eine dauerhafte Einhaltung der Abstandsregeln. 20 bis 30, teilweise bis zu 48 Personen fanden sich zusammen und wiederholten dies jedes Mal aufs Neue, wenn sie zuvor aufgefordert wurden, sich zu verteilen oder andere Plätze aufzusuchen.

Ostend

An der Weseler Werft trifft man sich gerne. Normalerweise auch kein Problem. Nur zurzeit eben nicht mit mehr als zwei Personen, oder nur innerhalb einer Familie, die in einem Haushalt lebt. Dies wurde immer wieder sehr weit ausgelegt und musste daher in einigen Fällen sanktioniert werden.

Ebenso die Sportbegeisterten, die sich in Mannschaftsstärke zusammenfanden, um ihre Leibesübungen abzuhalten. Darauf angesprochen zeigte man sich auch noch uneinsichtig und erhielt Zuspruch von anderen Parkbesuchern. Auch diese Unvernunft und Uneinsichtigkeit kostete ein entsprechendes Bußgeld.

Unterliederbach

Bei der Kontrolle eines speziell auf Motorräder zugeschnittenen Gewerbebetriebes auf Anforderung der Landespolizei zeigten sich die anwesenden Vereinsmitglieder äußerst uneinsichtig und ließen die Kontrolle erst nach Rücksprache mit einer Anwältin zu. Die entsprechenden Bußgelder konnte auch die Anwältin nicht verhindern.

Gewerbetreibende und Gaststätten

Quasi in allen Stadtteilen versuchten einzelne Gewerbetreibende die derzeit geltenden Verbote zu umgehen. So wurde vor einen Friseursalon in einem Hinterhof ein Transporter als Sichtschutz gestellt, um die ein- und ausgehenden Kunden zu tarnen. Eine Gaststätte verkaufte Getränke „to go“ aus dem Fenster.

Die Stadtpolizei ist seit Beginn der Corona-Zeitrechnung neben Feuerwehr und Gesundheitsamt stets mittendrin gewesen. Auch wurde bereits über einzelne Aspekte der Kontrollen berichtet.
Für das Osterwochenende hier die nackten Zahlen:
3.500 Kontrollen insgesamt
2.600 Kontrollen von Gewerbebetrieben
700 Kontrollen von Gaststätten (darunter 40 Shisha-Bars)
150 Kontrollen von Grünflächen, Parks und Spielplätzen

Diese Zahlen belegen die Wichtigkeit der Arbeit der Stadtpolizei, und zeigen, dass diese, wie so viele andere Berufsgruppen, aktuell auch an ihr Limit gehen.

Stadtrat und Sicherheitsdezernent Markus Frank und Matthias Heinrich, Leiter der Stadtpolizei Frankfurt, finden daher nur lobende Worte. „Was die Kolleginnen und Kollegen täglich auf die Straße bringen, ist aller Ehren wert. Denn auch bei ihnen gibt es Personalengpässe und persönliche Einschränkungen, die aber keinen Einfluss auf die Arbeitsqualität und Leistungsfähigkeit haben.“ Umso wichtiger sei es, dass sich die Frankfurter an die momentan geltenden Regeln halten und alle Beteiligten Rücksicht nehmen. „Bei allem Verständnis für die individuelle Situation etwa von Gewerbetreibenden, die Angst um ihre Existenz haben, der Schutz von Leben genießt höchste Priorität“, sagt Frank.

Informationen: Stadt frankfurt

Foto: Archiv

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