NEU: Klima-Initiative für den Riedberg

Stein, Beton, wenig Grün – so sieht der zentrale Riedbergplatz aus. Keine Frage, wir wohnen in einem der schönsten und lebenswertesten Stadtteile Frankfurts, auch dank der großen Parks. Doch zugleich sprechen nicht nur Experten davon, dass hier so manche Bausünde aus den 60er und 70er Jahren wiederholt wurde. Stichwort Versiegelung der Flächen, breite Straßen und ein Stadtteil-Zentrum, das grau und nicht so einladend geraten ist. Vermutlich war auch das einer der Gründe, warum eine wachsende Gruppe von Klima-Aktivisten die neue „Klimaschutz-Initiative Riedberg“ (KIR) gegründet hat. Erklärtes Ziel ist es, unseren Stadtteil bis 2030 klimaneutral zu machen. Die Initiative arbeitet ehrenamtlich und parteiunabhängig – darauf legen die Gründerinnen und Gründer um Anne Rave und Ina Mirel großen Wert.

Angefangen hat alles mit der Frage: Wo sind die Stellschrauben in Sachen Klimaschutz? In welchen Bereichen lässt sich signifikant Kohlendioxid einsparen? Das sind in erster Linie Energieversorgung, Mobilität, Gebäude, Konsum und Ernährung sowie Begrünung – aber bitte keinesfalls „von oben herab“! Die Klimaschützer wollen gemeinsam mit den Menschen hier vor Ort lokale Projekte entwickeln, sich austauschen und mit anderen Klimaschutz-Initiativen, aber auch mit der Universität/ Campus Riedberg zusammenarbeiten. Plus aktiv an der Klimapolitik für unseren Stadtteil mitarbeiten. Kontakt zum Ortsbeirat und zur Stadt gibt es bereits.

Auch der Riedberg braucht noch mehr Grün

Der Riedberg hat 94 Hektar Parkanlagen, Grünflächen und so genannte „integrierte Landschaftsflächen“. Das reicht nach Überzeugung der Klima-Initiative nicht aus, da sich eine Stadt wie Frankfurt, aber auch der Riedberg mit den vielen versiegelten Flächen, im Sommer überproportional aufheizt. Klimaschutz kann also schon am Balkon und auf dem Hausdach beginnen, die Umgestaltung wird teilweise bis zu 50 Prozent bezuschusst – auch darüber wollen die Initiatoren von KIR informieren. Und Tipps geben oder auf Ratgeber verweisen, wie man beispielsweise mit insektenfreundlichen Pflanzen eine kleine Oase schaffen kann. „Selbst ein Balkon mit wenig Licht kann mit den richtigen Pflanzen grün werden“, erklärt Anne Rave.

Mit Nachhaltigkeit die Geschäfte vor Ort stärken

Konkret sind folgende Projekte und Kooperationen geplant: mehr Solaranlagen auf den Dächern unseres Stadtteils inklusive Beratung bei der Umsetzung, offene Workshops zu Klimaschutzthemen, Infostände zu Nachhaltigkeitsthemen. „Wir planen, nach den ersten Sturm der Corona-Krise auf den Handel und Restaurants am Riedberg zuzugehen, um Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit zu erörtern und gleichzeitig die Geschäfte vor Ort zu stärken“, heißt es in einer aktuellen Information.

Eingeladen mitzumachen sind alle, die aktiv den Klimaschutz in Riedberg und Kalbach mitgestalten wollen oder auf anderem Wege einen Beitrag dazu leisten wollen.

Weitere Informationen unter www.klimaschutz-initiative-riedberg.de, Kontakt über kontakt@klima-initiative-riedberg.de

Foto: Klimaschutz-Initiative Riedberg

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