
Alle Artikel von Andreas Woitun
Neues aus dem Bereich der Lastenfahrräder
Die Initiative MAIN–LASTENRAD hat von der Stadt Frankfurt einen finanziellen Zuschuss bekommen, mit dem sie 7 weitere Lastenräder anschaffen konnte. Jetzt wird für diese Neuanschaffung noch eine Betreuungseinrichtung gesucht, z.B. ein Kiosk, ein Kaffee, ein Stadtteilbüro oder ein Quartiersbüro, ein Einzelhändler oder ein Nachbarschaftszentrum. Als Standorte sind die Ortsteile Niederrad, Nied, Griesheim, Ginnheim oder Praunheim angedacht. Wer dorthin gute Kontakte und eine entsprechende Idee hat, sollte sich unter folgender eMail-Adresse melden: post@main-lastenrad.de.
Die Kehrseite der Medaille
Je mehr eLastenräder im Verleihprogramm verfügbar sind, umso mehr steigen auch die damit verbundenen Wartungs- und Reparaturkosten. Hier hat die Initiative MAIN–LASTENRAD noch Finanzierungsbedarf. Wer hier unterstützen möchte, kann das am besten über die Plattform Betterplace machen. Dort kann man auch eine monatliche Spende einrichten.
Die Firma Alnatura steigt aus der Betreuung aus
Die Geschäftsleitung von Alnatura hat entschieden, den Verleih von Lastenfahrrädern in ihren verschiedenen Filialen in Deutschland zum Jahresende einzustellen. Damit sind auch 7 Verleihstationen in Frankfurt weggefallen. Natürlich bleiben die Lastenräder der Verleih-Initiative erhalten aber dafür werden neue Betreuungsstationen gesucht. Optimalerweise wieder in den Stadtteilen Bockenheim, Westend, Nordend, Ostend und in Sachsenhausen. Auch hier kann die Initiative Main-Lastenrad wieder die Unterstützung aus der Bevölkerung gebrauchen. Wenn genügend Kontakte in die entsprechenden Stadtteile zu neuen Betreuungsstationen führen, können ab März wieder alle Räder genutzt werden.
Ehrenamtliche kümmern sich um die Organisation im Hintergrund
Eine ganze Reihe von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen aus den verschiedensten Organisationen unterstützen die Initiative damit die Buchungsseite rund läuft, damit die Räder gesichert werden, wenn sie nicht in Nutzung sind und damit kleinere Schäden schnell repariert und die Räder wieder freigegeben werden können. Auch die Kommunikation mit den Nutzern wird von den Ehrenamtlichen erledigt. An dieser Stelle dafür einen herzlichen Dank.
Der VCD Hessen als Unterstützer im Hintergrund
Falls es doch einmal einen Engpass in der Begleichung der Rechnung gibt springt der VCD Hessen ein, der auch die Verantwortung für den eLastenradverleih übernommen hat. Der VCD ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für nachhaltige Mobilität und die Umsetzung der Verkehrswende engagiert. Wer dieses Thema unterstützen möchte, kann unter folgendem Link Mitglied werden und damit auch die Initiative MAIN–LASTENRAD unterstützen (https://www.main-lastenrad.de/unterstuetzt-uns/).
Über das Projekt
MAIN–LASTENRAD ist ein kostenloser Lastenradverleih der Regionalgruppe Rhein-Main des VCD Landesverband Hessen. Die Gruppe konnte mit dieser Idee die Jury beim Ideenwettbewerb Klimaschutz 2017 des Energiereferats der Stadt Frankfurt am Main überzeugen. Mit dem Preisgeld wurde die Grundlage für MAIN-LASTENRAD gelegt: Im Juni 2018 wurden in Frankfurt erstmals Lastenräder zum kostenlosen Ausleihen angeboten.
Viele weitere Räder sind hinzugekommen: Die Lastenradler Frankfurt konnten mit einem Crowdfunding 3 Räder finanzieren. Der Bio-Lebensmittelhändler Alnatura unterstützte die Initiative mit seinen Lastenrädern und seit Oktober 2021 stellt das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz der Stadt Offenbach 4 eLastenräder zum Verleih zur Verfügung.
Auch die gemeinnützigen Vereine AdAptiv aus Bockenheim und TrotzDem-Aktiv aus Kalbach stellen in Frankfurt mittlerweile Lastenräder zur Verfügung.
Die Betreuungsstation am Riedberg ist die Bäckerei Biokaiser.
Nachrichtlich (07.12.24)
Main-Lastenrad ist keine Firma, sondern eine Initiative des VCD Landesverband Hessen.
Es gibt viele ähnliche Initiativen in Deutschland und Europa, die Teil des Verbandes freier Lastenräder sind. (https://dein-lastenrad.de/wiki/Verband_Freie_Lastenr%C3%A4der)
Der kostenlose Lastenradverleih entspringt der Idee der gemeinschaftlichen Nutzung von Gütern. (Er ist weitestgehend ehrenamtlich und durch Spenden finanziert: Teilen statt besitzen, kostenlos nutzen.)
Baum-Wilderer am Werk
Auf dem Riedberg gibt es eine Reihe von schönen Spazierwegen, die an der Schnittstelle zwischen Stadt und Landwirtschaft verlaufen. Einer der interessantesten Wege führt südlich der Carl-Hermann-Rudloff-Allee entlang.
Der Spaziergänger hat dabei auf der einen Seite einen schönen Ausblick auf eine landwirtschaftliche Nutzfläche und auf der anderen Seite einen Blick auf die »Weißen Villen«, die rund um drei Ringstraßen errichtet wurden.
Im Winter fällt es vielleicht nicht so auf, weil die Bäume kein Blätterkleid tragen, aber in den Sommermonaten kann man feststellen, dass die Bäume entlang dieses Weges keine Rundkrone tragen, sondern nur eine Halbkugel an Blätterwerk aufzuweisen haben.
Eine Nachfrage beim Grünflächenamt hat jüngst dazu geführt, dass die Situation vor Ort noch einmal kontrolliert wurde und in den entsprechenden Auftragsdokumenten geprüft wurde, welchen Arbeitsumfang die Fachfirmen vom Grünflächenamt übertragen bekommen hatten.
Die Feldahorne müssen regelmäßig fachgerecht zurückgeschnitten werden, da sich die Bäume an der Grenze zu privaten Gärten befinden. Da jedoch die Hecken der Privatgärten relativ hoch ausfallen, musste bei dem beauftragten Formschnitt zusätzlich bei einigen Bäumen auch noch die Krone gekürzt werden.
Ende August Anfang September hatten sich die beauftragten Firmen an die Arbeit gemacht und das Arbeitsergebnis wurde dann vom Grünflächenamt fachlich geprüft und abgenommen.
Beim Vergleich des aktuellen Zustandes dieser Bäume mit dem damals abgenommenen Zustand hat das Amt leider eine erhebliche Abweichung festgestellt. Es besteht daher der Verdacht, dass noch jemand anderes verbotenerweise nachgeschnitten haben muss.
Dies ist kein Einzelfall! Das Grünflächenamt stellte in der Vergangenheit schon des Öfteren solche Baumfrevel fest. Durch diesen »Wildschnitt« erhöht sich das Risiko deutlich, dass die Bäume zu Schaden kommen. Wenn nach solchen Attacken die Bäume eingehen, erfolgt die erneute Pflanzung junger Feldahorne zulasten des Steuerzahlers aus dem städtischen Budget.
Von daher ist es in unser aller Interesse, wenn solche Umwelt-Frevler dingfest gemacht und für den entstandenen Schaden zur Kasse gebeten werden.
Das Grünflächenamt selbst hat als oberste Aufgabe das Ziel, „das Grün auf öffentlichen Flächen zu schützen, zu pflegen und im Sinne einer klimagerechten Stadt auszubauen“. Aber sie brauchen die Unterstützung der Bürger, um den zerstörerischen Kräften Einhalt zu bieten.
Um das an dieser Stelle noch einmal klar auszudrücken: Die Pflege der städtischen Bäume ist Aufgabe des Grünflächenamtes und darf nicht von anderen Interessenten durchgeführt werden, es sei denn, es gibt entsprechende vertragliche Vereinbarungen.
Sportangebote vom Riedberger SV
Tai-Chi
Montagabend, 20:15 bis 21:15 Uhr
Tai-Chi ist eine chinesische Kampfkunst, die langsame, fließende Bewegungen mit Atemtechniken kombiniert. Es fördert die Körperwahrnehmung, Balance und Flexibilität und wirkt stressreduzierend.
Kickboxen
Mittwochs, 19:30 bis 20:30 Uhr (in Niederursel)
Unser Training bringt den ganzen Körper in Form, macht einen schneller, beweglicher und verbessert Koordination, Ausdauer, Kraft und Konzentration. Lassen Sie den Alltagsstress hinter sich und machen Sie mit unserem Trainer Dalgat schnelle Fortschritte, während Sie Körper und Geist in Einklang bringen.
Der Kurs ist für alle ab 14 Jahren geeignet.
Lauftreff
Dienstags, donnerstags um 18:30 Uhr und sonntagvormittags
In unseren roten RSV-Trikots waren wir bei vielen Laufveranstaltungen im Rhein-Main-Gebiet nicht zu übersehen! Auch im kommenden Jahr haben wir viel vor, aber vor allem geht es uns um den Spaß an der Bewegung in der Gruppe. Genießen Sie die schönen Laufstrecken rund um den Riedberg und kommt Sie mit uns „in den Flow“. Sie müssen nicht bei jedem Termin dabei sein, aber es wäre toll, wenn wir regelmäßig mit Ihnen planen können. So kann unser Trainer Matthias Sie bestmöglich unterstützen!
Fußball
1. Herren – es wird wieder Zeit, dass der Ball im Herrenfußball in der Kreisklasse zu rollen beginnt, mit unserer neuen RSV-Herrenmannschaft.
Gleich zum Jahresstart möchten wir mit einer neuen 1. Herrenmannschaft starten, frisch, motiviert, mit verbesserten Trainingszeiten, ein Team das zum RSV und seinen Werten (Gemeinschaft/Teamgeist/Fairness) passt. 16 Mann sind es schon, und haben Sie Lust direkt beim TEAM-Start dabei zu sein, denn ein paar Mann brauchen wir, um ab Sommer gemeinsam durchzustarten? Dann melden Sie sich, wir freuen uns auf alle, die Spaß am Fußball haben, gemeinsam trainieren und sonntags in den Ligaspielen gemeinsam das Runde ins Eckige kriegen wollen.
Anmeldung siehe unten …
Leichtathletik
Montags, 17 bis 18 Uhr
Für Kinder von 9 bis 12 Jahren
Du hast Lust, dich auszutoben? Du möchtest schneller rennen, weiter werfen und höher springen können? Dann werde mit uns spielerisch athletischer!
Tanzkurs Jazz/Modern/Contemporary
Donnerstags, 18 bis 19 Uhr
Wir haben eine neue Tanzgruppe für Kinder von 9 bis 14 Jahren gestartet, um die Vielfalt im Tanz zu erweitern. In diesem Kurs werden elegante, fließende Bewegungen mit Elementen aus modernen Tanzstilen kombiniert. Jazz, Modern und Contemporary sind Teil des zeitgenössischen Tanzes und erinnern etwas an Ballett, sind aber durch die Mischung mit anderen Tanzrichtungen vielseitig und ausdrucksstark. Wenn du Lust hast, Tanz auf eine ganz neue Weise zu erleben, bist du hier genau richtig!
Ballsportgruppe
Donnerstags, 19 Uhr bis 20 Uhr
Für Kinder/Jugendliche ab 12 Jahre
Du möchtest jedes Mal aufs Neue mitentscheiden, welchem Ball wir hinterherjagen? Bewegung ist dir wichtig? Du spielst gern in der Gruppe? Dann komm zu uns! Basketball, Handball, Fußball… Das alles ist bei uns möglich!
Anmeldung siehe unten …
Frühaufsteherkurse für Wasserratten!
Bronze Frühaufsteherkurs
Samstags, 7:00 – 8:00 Uhr
Ort: Schwimmhalle der Marie-Curie-Schule
Voraussetzung: Aktive Mitgliedschaft im Riedberger SV und erfolgreich abgelegtes Seepferdchen-Abzeichen
Silber Frühaufsteherkurs
Samstags, 7:00 – 8:00 Uhr
Ort: Schwimmhalle der Marie-Curie-Schule
Voraussetzung: Aktive Mitgliedschaft im Riedberger SV und erfolgreich abgelegtes Bronzeabzeichen
Seepferdchen-Kurse
Samstags morgens
Ort: Schwimmhalle der Marie-Curie-Schule
Voraussetzung: Kinder müssen aktives Mitglied im Riedberger SV und mindestens 5 Jahre alt sein. Um auf die Warteliste aufgenommen zu werden, müssen sie mindestens viereinhalb Jahre alt sein – und Mitglied im RSV.
Anmeldung für Kurse
unter warteliste@riedberger-sv.de
Eine App für alle Verkehrsmittel
Ein vom Bund und vom Land gefördertes Projekt ist erwachsen geworden und geht nun in den Dauerbetrieb.
Zu Beginn des neuen Jahres geht das von Bund und Land maßgeblich geförderte Projekt „On-demand-Verkehr“ in den Regelbetrieb der Kommune über. Die Fortsetzung aller zehn regionalen Angebote ist erst mal gesichert. »On demand Verkehr« bedeutet ein Nahverkehrsangebot durch eine Art Großraumtaxi, das nur fährt, wenn es bestellt wird.
Zum Jahresanfang soll es auch eine neue App (ein Programm fürs Handy) geben, mit der die Angebote für alle Bediengebiete verfügbar sind. Dazu zählen dann auch:
• LahnStar (Limburg),
• Colibri (Hofheim),
• Emil (Idstein),
• SiGGi (Kelsterbach)
• HeinerLiner aus Darmstadt (ab Februar)
Mit der Umwandlung zu einer verbundweiten App geht ein Namenswechsel einher: »OnDemand@RMV«. Fahrgäste dieser vier Angebote können sie ab Januar in den gängigen App-Stores herunterladen und direkt nutzen.
Mit dem Übergang in den Regelbetrieb endet auch die finanzielle Unterstützung durch den Bund. Der RMV unterstützt die Kommunen beziehungsweise lokalen Nahverkehrsorganisationen als Betreiberinnen der »On-demand-Verkehre« mit 10 % bis 25 % der Betriebskosten und stellt zudem das einheitliche Hintergrundsystem für App und Abwicklung zur Verfügung.
Mit dem nötigen Rückenwind aus der Politik hat die »On-demand-Mobilität« das Potenzial eines attraktiven öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für viele Nutzer.
Der Hopper im Kreis Offenbach, der Mainer in Hanau, auch Knut in Frankfurt oder Emil in Taunusstein sollen Vorboten einer Ära sein, in der öffentlicher Nahverkehr jederzeit und flächendeckend verfügbar ist.
Autonomes Fahren
Autonomem Fahren (auch hochautomatisches oder vollautomatisiertes Fahren) wird seit Jahren vom RMV getestet (als Partner des von Bund und Land geförderten Projekts Kira). Ein Testbetrieb mit ausgewählten Fahrgästen soll im nächsten Jahr in Teilen der Stadt Darmstadt und im westlichen Gebiet des Kreises Offenbach an den Start gehen.
Wie funktioniert das Angebot?
Die flexiblen Verkehrsangebote sind digital per App, aber auch telefonisch buchbar. Sie können dorthin bestellt werden, wo sie gebraucht werden – und das zu der Uhrzeit, zu der sie benötigt werden. Der Preis liegt etwas über dem normalen Fahrpreis des Rhein-Main-Verkehrsverbunds. Sie heißen Knut, Hopper oder Colibri, fahren in Frankfurt, Limburg, Darmstadt, Hanau, den Kreisen Offenbach, Main-Taunus, Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg, Rheingau und Main-Kinzig.
Die App im Überblick
Um den Service nutzen zu können, die RMV-On-Demand-App aus dem Apple App Store oder dem Google Play Store herunterladen und sich anmelden.
Start- und Zielort eingeben und auswählen, wie viele mitfahren möchten. Außerdem kann eingegeben werden, ob beispielsweise bereits ein gültiges RMV-Ticket vorhanden ist, um günstiger zu fahren.
Fahrt buchen und zu einer nahe gelegenen Abhol-Haltestelle navigieren lassen. Anschließend ist es möglich, per App live mitzuverfolgen, wo sich das Fahrzeug befindet. Während der Fahrt steigen gegebenenfalls weitere Mitfahrer ein, die ein ähnliches Ziel haben.
Am Ziel angekommen, kann die Fahrt bewertet werden.
Weiterführende Links
• RMV on Demand Video
Feierliche Eröffnung des Nachbarschaftspavillons „Haus am See“
Am Mittwoch, dem 4. Dezember, wird von 14 bis 16 Uhr der Nachbarschaftspavillon „Haus am See“ in der Nähe des Ben-Gurion-Rings 58 feierlich eröffnet. Das Quartiersmanagement lädt gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt alle Anwohner herzlich ein, diesen neuen Treffpunkt für das Viertel willkommen zu heißen.
Die Eröffnung wird von Herrn Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, begleitet. Auch Vertreter von der TU Darmstadt, die für die Planung des Gebäudes verantwortlich zeichnen, sowie der Firma Holzarchitektur, die den Bau ausführte, werden anwesend sein. „Kirche in Aktion“ als Betreiberin des in Zukunft dort stattfindenden Nachbarschaftstreffs wird ebenfalls zugegen sein.
Das „Haus am See“ ist als ein mehrjähriger und trotzdem „temporärer Ort der Begegnung“ für alle Bewohner des Viertels konzipiert. Es bietet Raum für Austausch, Veranstaltungen und gemeinschaftliche Aktivitäten. Interessierte können sich während der Eröffnung über die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten informieren und sich direkt für künftige Veranstaltungen eintragen.
Für musikalische Unterhaltung sorgen die DJs „Zweite Sahne“ und „Olga Rhythmus“. Heiße Suppe und wärmende Getränke runden das Programm ab. Das Quartiersmanagement freut sich auf eine rege Teilnahme und darauf, das „Haus am See“ als neuen Ort der Begegnung und des Miteinanders im Viertel einzuweihen.
Darmstädter Hof fürchtet um seine Zukunft als kulturelles Zentrum
In Nieder-Eschbach gibt es kein Bürgerhaus. Anders als zum Beispiel in Bonames. Dort findet sich am Ben Gurion Ring 110A das „Zentrum am Bügel“. Doch dafür gibt es eine seit Jahren bewährte Lösung. Mit einem überschaubaren Zuschuss der Stadt von 5.000 Euro im Monat können die Räumlichkeiten des Darmstädter Hofes an Vereine deutlich vergünstigt angeboten werden.
Der Darmstädter Hof hat für den Stadtteil Nieder-Eschbach die Funktion eines Bürgerhauses übernommen. Die Nutzung des »Großen Saales« kostet einen Verein in der Woche dann nur noch 2.000 Euro. Ohne den Zuschuss müssten die Preise verdoppelt oder verdreifacht werden um kostendeckend zu arbeiten. Für die Stadt, für die Pächter des Hofes und für das kulturelle Leben im Ortsteil eine Situation in der alle Beteiligten von der Zuschuss-Lösung profitieren.
Hängepartie
Das Gebäude ist inzwischen in die Jahre gekommen und bräuchte Sanierungen die ins Geld gehen. Doch ohne einen langfristigen Vertrag mit der Stadt, wie das in den kommenden Jahren mit der Förderung weitergeht, ist der Pächter vorsichtig. Auch die vorgesehene Firma, die die Renovierungen umsetzen soll, die Firma ABG Nova hat aktuell nicht genügend Kapazitäten um das Vorhaben umzusetzen. Und so baut sich ein Investitionsstau auf.
Widersprüchliche Signale
„Die Eigentümer arbeiten darauf hin, dass der Darmstädter Hof zu einem Muster für Klimaschutz, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Wärmeschutz für Gebäude ähnlicher Nutzung wird. Um diesen Weg auch seitens der Stadt aktiv zu unterstützen, haben wir gemeinsam 2021 einen Letter of Intent unterzeichnet, der ohne zusätzliche Kosten für die Stadt den Darmstädter Hof bis 2040 als Bürgerhaus für die Vereine vor Ort sichert“, so der damalige Kämmerer Uwe Becker nach der Unterzeichnung mit den Eigentümern, den Eheleuten Frau Martina Heß-Hübner und Herrn Andreas C. Hübner in deren Räumen.
In einer Video-Konferenz mit Vertretern des Amts für Immobilien wurde 2024 dann signalisiert, dass seitens der Stadt kein Interesse bestehe, den Vertrag zu verlängern. Die Frankfurter Neue Presse startete deswegen eine Anfrage und bekam als Antwort zurück, dass die Stadt langfristig die Nutzung als bürgerhausähnliche Einrichtung gewährleisten möchte.
Als ein Feuer 2023 Technik und Heizanlage im Keller zerstörte, wurde vom Pächter die Ölheizung durch eine Hybridheizung mit Erdgas und zwei großen Wärmepumpen ersetzt. Die Versicherung übernahm nur die Hälfte der Kosten für die Ersatzinvestition. Die andere Hälfte musste der Pächter aus eigener Tasche bezahlen. Von städtischer Seite kam kein Zuschuss.
Wenn sich die politische Einstellung nicht ändert, ist spätestens am 14.08.2030 Schluss mit der Förderung. Dann erlischt die Bürgerhaus-Funktion für den Stadtteil die es schon seit 1986 gab, als im umgebauten und renovierten „Darmstädter Hof“ das Bürgerhaus eröffnet wurde.
Etwa 27 Vereine wären davon betroffen. Seit 2005 hatte das Hotel „Darmstädter Hof“ nach zwei Jahren Leerstand einen neuen Eigentümer, der die Gästezimmer und das Lokal übernahm. Ob das Gasthaus nach 2030 noch weiterbetrieben werden kann, muss man sehen. Jetzt wird die Situation erst mal im Ortsbeirat 15 besprochen.
Haltung des Ortsbeirates
Nieder-Eschbach hat nach seiner Eingemeindung nach Frankfurt kein eigenes Bürgerhaus bekommen, anders als z.B. die Stadtteile Harheim, Nieder-Erlenbach und Bergen. Den Fortbestand des „Darmstädter Hofs“ sehen die Ortsbeiräte insgesamt bei Einstellung der städtischen Unterstützung als stark gefährdet. Veranstaltungen aller Art müssten in andere Stadtteile verlegt werden, was völlig inakzeptabel wäre. Für die älteren Mitbürger des Stadtteils würde das das Ende von fußläufig erreichbaren Treffen bedeuten, was einer Vereinsamung weiter Vorschub leisten würde. OF 334
Weiterführende Links
- https://www.fr.de/frankfurt/stadt-verlaengert-vertrag-darmstaedter-11128986.html
- https://www.hoteldarmstaedterhof-frankfurt.de/darmstaedterhof-aktuelle-informationen.htm
- https://www.fnp.de/frankfurt/darmstaedter-kann-weiter-buergerhaus-genutzt-werden-10672648.html
- https://www.geschichte-nieder-eschbach.de/startseite/nieder-eschbacher-heimatbl%C3%A4tter/
Das Weihnachtsmarktprogramm der IG Riedberg ist fertig …

Gefährlicher Abfall: Zigarettenkippen schaden der Umwelt doppelt
Zigarettenstummel gehören nicht in die Umwelt. Und doch landen sie dort, oft auch in der Nähe von Gewässern. Wie eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) gezeigt hat, finden sich in vielen Berliner Gewässern erhebliche Mengen an Nikotin, das auch für Wasserlebewesen giftig ist.
Eine neue Studie des IGB zeigt nun, dass Organismen indirekt davon profitieren könnten: Zum Beispiel giftige Cyanobakterien. Denn Zigarettenkippen im Wasser schädigen ihre Parasiten.
Weltweit werden jährlich etwa 5 Billionen1 Zigaretten konsumiert, von denen Studien zufolge etwa 90 % (4,5 Billionen) unsachgemäß entsorgt werden. Damit gehören Zigaretten zu den weltweit häufigsten Abfallarten.
Nikotin gelangt vor allem durch Niederschläge in die Berliner Gewässer
Zigarettenstummel werden am Ufer weggeworfen oder sogar im Gewässer entsorgt. Selbst in die Kanalisation geworfene Zigarettenkippen können in Süßwasser-Ökosystemen Schaden anrichten: Denn Nikotin ist sehr gut wasserlöslich. Bei Regen ist bereits nach 30 Minuten etwa die Hälfte der Substanz aus der Zigarettenkippe gelöst.
Ein Team hat im Sommer 2019 die Nikotinkonzentration in verschiedenen Berliner Gewässern gemessen. Die Forschenden beprobten dazu 4 Seen, 9 Teiche, 8 Kanäle und 2 kanalisierte Bäche.
Nach Regenfällen stieg die Nikotinkonzentration in fast allen untersuchten Gewässern deutlich an, am stärksten in den Kanälen mit Anschluss an die Kanalisation, dort im Durchschnitt um das 16-fache. Im Sommer bei Trockenheit waren die Nikotinwerte in Badeseen wie der »Krummen Lanke« erhöht.
Für Süßwasserlebewesen gilt die Unbedenklichkeitsschwelle von 400 Nanogramm2 pro Liter als „Konzentration ohne schädliche Wirkung“ bei kurzfristiger Exposition3. Die mittlere Konzentration in allen im Untersuchungszeitraum beprobten Gewässern lag bei 28 Nanogramm pro Liter also überwiegend unterhalb der Unbedenklichkeitsschwelle.
Aber nach Regenfällen lagen sie jedoch im Mittel bei 148 Nanogramm pro Liter, am höchsten im Teltowkanal mit 1.470 Nanogramm pro Liter nach Regenfällen.
Gelöste Chemikalien aus Zigarettenkippen schädigen „positive Parasiten“, die giftige Cyanobakterien in Schach halten.
Es ist bereits bekannt, dass Nikotin und andere Inhaltsstoffe von Zigarettenkippen verschiedene Wasserorganismen wie Fische, Weichtiere, Krebstiere und Phytoplankton4 schädigen können, indem sie das Überleben, das Wachstum, die Mobilität oder die Entwicklung beeinträchtigen.
Dr. Erika Martinez-Ruiz, eine Forscherin in der Arbeitsgruppe „Disease Evolutionary Ecology“ der Professorin Justyna Wolinska, hat in einer Laborstudie eine überraschende Entdeckung gemacht: Sie untersuchte die Wechselwirkungen zwischen Parasiten und ihren Wirten am Beispiel von Pilzen und Cyanobakterien.
Dabei fand sie heraus, dass Verbindungen, die aus Zigarettenkippen ausgewaschen werden, darunter Metalle und Nikotin, die Infektion von Cyanobakterien durch parasitische Chytridpilze hemmen können.
„Diese Hemmung wiederum fördert indirekt das Wachstum der Cyanobakterien und zeigt damit bisher unbekannten ökologischen Auswirkungen von Zigarettenabfällen auf die aquatische Umwelt“, erklärt Erika Martinez-Ruiz.
„Toxische Cyanobakterien können ein Problem für die Herstellung von Trinkwasser oder für die Nutzung von Freizeitgewässern darstellen. Ihr Wachstum wird durch verschiedene Faktoren wie Temperatur und Nährstoffverfügbarkeit, aber auch durch Parasitismus und Fraßdruck reguliert.
Chytridpilze sind wichtige Parasiten, die eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Cyanobakterienpopulationen spielen, indem sie die von ihnen infizierten Cyanobakterienzellen abtöten“, so Justyna Wolinska.

Bild von Hati at de.wikipedia
Komplexe Schadstoffgemische wirken auf Artengemeinschaften
Herkömmliche Ökotoxizitätstests konzentrieren sich in der Regel auf die Auswirkungen einzelner Schadstoffe auf einzelne Arten. Die aktuelle Studie zeigt, dass dies zu kurz greift: Schadstoffe kommen in der Umwelt meist in Gemischen vor und wirken auf Systeme mit mehreren Arten. Dies zu berücksichtigen, würde die realen Bedingungen besser widerspiegeln und ein tieferes Verständnis der Auswirkungen von Schadstoffen auf aquatische Ökosysteme ermöglichen.
Was bedeutet das für den Riedberg?
Die Niederschläge auf den Riedberger Oberflächen werden im lokalen Abwassernetz gesammelt, und landen dann entweder über den Kätcheslachpark im Kalbach oder über die Quellen (Bonifatiusquelle, Bornfloßquelle) im Naturschutzgebiet im Mertonviertel. So werden auch hier die Gifte weggeworfener Zigarettenkippen ausgewaschen, konzentriert und landen wieder im Wasserkreislauf.
1 1 Billion = 1.000 Milliarden oder 1 Million Millionen = 1 x 1012
2 1 Nanogramm = 1 Milliardstel Gramm
3 Exposition bedeutet Kontakt zwischen Zellen und einer Substanz, einem Mikroorganismus oder Strahlung.
4 Phytoplankton bezeichnet frei schwebendes, pflanzliches Plankton, welches am Beginn der Nahrungskette steht.
Cigarette butts enable toxigenic cyanobacteria growth by inhibiting their lethal fungal infections, Ecotoxicology and Environmental Safety, Volume 286, 2024, 117149, ISSN 0147-6513, https://doi.org/io.ioi6/j.ecoenv.2O24.ii7i49.
Quelle: https://www.igb-berlin.de/news/gefaehrlicher-abfall-zigarettenkippen-schaden-gewaessern-doppelt
Ende der Desinfektionsmaßnahme des Trinkwassers im Frankfurter Norden
Die Desinfektion des Trinkwassers der Behälteranlage Heiligenstock wird nach Angaben des Betreibers Hessenwasser in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Frankfurt am Main im Laufe der 50. Kalenderwoche eingestellt werden. Bis dahin wird die Baustelle des Rohrschadens, der Veranlassung für die vorsorgliche Desinfektionsmaßnahme war, vollständig zurückgebaut sein.
Durch die vorbeugende Chlorierung kam es in den nördlichen Stadtteilen zu Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen beim Trinkwasser. Der Genuss des Wassers war jedoch jederzeit gesundheitlich unbedenklich.
Nach einem Rohrbruch an dem Wasserspeicher im Heiligenstock chlorte der Wasserversorger Hessenwasser auf Anweisung des Gesundheitsamts das Wasser als Vorsichtsmaßnahme.
Die Reparaturarbeiten im Heiligenstock sind inzwischen weit fortgeschritten. Die defekte Stelle wurde ausgetauscht. Die Arbeiten waren allerdings besonders schwierig, da das Rohr in 8 Meter Tiefe unter einer harten Gesteinsschicht lag.
Unangenehm war der Chlorgeruch aber dennoch für viele Bewohner des Frankfurter Nordens, auch wenn der Geruch nicht in allen Stadtteilen gleich stark wahrgenommen wurde und es auch große Unterschiede in der individuellen Wahrnehmung der Menschen gab, wie ein Sprecher von Hessenwasser erklärte.
Der Wasserversorger selbst hatte zudem aufgrund eines internen Missverständnisses zuletzt mitgeteilt, die Desinfektion würde erst im Januar abgestellt. Diese Aussage zog Hessenwasser dann wieder zurück.










