Kategorie: AktuelleNEWS

Vorsicht! Zwei Unfälle behindern U-Bahn-Verkehr

Zwei Zwischenfälle behindern den Betrieb auf der stark befahrenen A-Strecke. U1 und U9 bleiben bis Donnerstag Morgen unterbrochen. Die U8 fährt nur bis Heddernheim.

Zunächst fuhr um 1.35 Uhr in der Nacht eine U1 auf einen Prellbock an der Endstation Ginnheim. Im Zug wurden drei Fahrgäste leicht verletzt, mussten aber nicht medizinisch behandelt werden. Der Zug und die Oberleitung wurden schwer beschädigt, denn hinter dem Prellbock steht ein Fahrleitungsmast, der beim Aufprall ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die VGF mußte die Station für U1, U9 und die Straßenbahnlinie 16 sperren.

VGF und Feuerwehr gleisten den Zug wieder ein, danach wurde die Oberleitung gesichert. Bis Mittag soll der Betrieb der Linie 16 wieder aufgenommen werden, U1 und U9 bleiben bis auf weiteres unterbrochen, da der Havarist erst in der Nacht in den Betriebshof Heddernheim gebracht werden kann und die Oberleitung geprüft werden muss. Mit einer Aufnahme des Verkehrs ist nicht vor Betriebsbeginn in der Nacht auf Donnerstag, 28. Mai, zu rechnen. Zu Unfallursache oder Schadenshöhe kann die VGF noch keine Angaben machen.

Dier Linie 16 wurde während der Arbeiten zum Westbahnhof umgeleitet, U1 und U9 enden bis auf weiteres an der Station Römerstadt. Auf den unterbrochenen Abschnitten wurden Ersatzverkehre mit Taxen eingerichtet.

Oberleitungsschaden am Schweizer Platz

Noch während der Bergungsarbeiten in Ginnheim unterbrach ein Oberleitungsschaden im Tunnel zwischen Willy-Brandt-Platz und Schweizer Platz den U-Bahnbetrieb der Linien U1, U2, U3 und U8. Warum eine U2 die Oberleitung beschädigte, ist noch nicht bekannt. Aus dem Zug führte die VGF die Fahrgäste zurück zur Station Willy-Brandt-Platz. Bergungsarbeiten und Instandsetzung der Oberleitung laufen, wie lange sie dauern und der Betrieb zwischen Willy-Brandt-Platz und Südbahnhof unterbrochen ist, steht noch nicht fest.

Die Linien U1 und U2 enden bis auf weiteres an der Station Willy-Brandt-Platz, U3 und U8 fahren bis Heddernheim. Fahrgäste bis Südbahnhof verweist die VGF auf die an der Hauptwache fahrenden S-Bahn-Linien.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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Therapie mit Harry-Potter-Effekt

Von Eva Maria Koch

Corona kam und ich stand, wie viele andere, vor der Herausforderung, meinen Arbeitsalltag flexibel umzugestalten. Normalerweise arbeite ich als Logopädin und klinische Lerntherapeutin in meiner Praxis – was plötzlich nicht mehr möglich war.

Schnell kam die Idee, mit den älteren Schulkindern Videotherapien durchzuführen. Nur leider war ich auf diesem Gebiet völlig unerfahren. Also schnell eine geeignete Plattform finden und rein ins kalte Wasser springen!

Was ich dann erlebt habe und immer noch erlebe, ist einfach herrlich. Und sehr lehrreich. Die Kinder gehen so kreativ mit den Möglichkeiten der Technik um, dass ich fast täglich in Staunen versetzt werde. Alles fing damit an, dass ich Victor (alle Namen geändert) sagte, er solle bestimmte Wörter auf ein Blatt schreiben und das Blatt dann zur Kontrolle in die Kamera halten. Er schaute mich ungläubig an, blendete sein Whiteboard ein und schrieb direkt die Wörter mit der Maus auf das Board und hatte einen Heidenspaß, in mein verblüfftes Gesicht zu schauen. Ok, dachte ich, so geht das auch! Hatte ich schon erwähnt, dass ich eine totale Technik-Niete bin?

Logopädin setzt Corona-bedingt auf Videotherapie – und ist immer wieder begeistert vom Engagement und der Kreativität der Kinder  Foto: privat

In der Therapie mit Anton  hatte ich dann bereits stolz entdeckt, dass ich auch mit einem Chat arbeiten kann und die Kinder die von mir diktierten Wörter und Sätze direkt in den Chat schreiben können. Anton hat eine schwere Lese-Rechtschreib-Störung und die meisten Wörter sind in der Regel von Fehlern durchzogen. Diesmal war es allerdings anders und ich wunderte mich, dass die meisten Wörter richtig geschrieben waren. Irgendwann fiel mir auf, dass er den Bildschirm etwas nach oben gekippt hatte und sein Mund dadurch nicht mehr sichtbar war. Außerdem hörte ich keine Hintergrundgeräusche mehr…

Ich fragte ihn daraufhin, ob er das Mikrophon ausgemacht habe und der Schelm fing direkt an zu grinsen. Erst dann zählte ich eins und eins zusammen und kam dahinter, dass er die Wörter per Spracheingabe dem PC diktiert hatte. 

Wir zwei lachten zusammen und anstatt ihn zu rügen, entschied ich mich dafür, ihn für diese kreative Art mit seiner LRS umzugehen und die Möglichkeiten der Technik zu nutzen, zu loben.

Magnus setze meinem Erstauen allerdings die Krone auf. Er hatte vor der Videotherapie ein Video von sich gemacht, wie er denkend vor dem PC sitzt. Während unserer Onlinetherapie schaltete er kurz die Kamera aus und sagte mir, er müsse nur kurz etwas einstellen. Als die Kamera wieder eingeschaltet wurde, saß Magnus wieder vor dem PC und dachte scheinbar nach. In Wirklichkeit lief aber nur sein Video ab und er hatte sich vom PC entfernt. Er löste es natürlich schnell auf und wieder musste ich ehrlich lachen. Es erinnerte mich an einen Harry-Potter-Film, in dem sich Harry verdoppelte, um somit an zwei Stellen gleichzeitig sein zu können…

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir genau diese Kreativität und Fantasie bei unseren Kindern fördern sollten. Denn dann können sie mit den technischen Möglichkeiten jonglieren und Großartiges auf die Beine stellen. Zeitgleich heben sie sich genau dadurch von einem Computer ab. Denn Kreativität und Fantasie sind durch eine Maschine nicht zu ersetzen. 

Vielen Dank an all meine Video-Therapiekinder, die mich täglich zum Lachen bringen und mir zeigen, wie toll unsere technischen Möglichkeiten zu nutzen sind!

Eva Maria Koch ist Kinder-Logopädin und Expertin für klinische Lerntherapie. Ihre Praxis ist in Frankfurt-Riedberg

Fotos: privat

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5-Quadratmeter-Regel in der Gastronomie fällt

Die Corona-Regeln werden gelockert – jetzt auch für Cafés, Eisdielen, Restaurants & Co. Das wird auch die Gastronomen am Riedberg freuen.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank freut sich: „Die Gastronomie ist eine Branche von großer Bedeutung für unsere Stadt und es ist eine große Erleichterung für unser Gastgewerbe, dass bereits ab Donnerstag die Regelung entfällt, dass nur eine Person je angefangenen fünf Quadratmetern Gastfläche zugelassen wird. Die geöffneten Restaurants senden in diesen herausfordernden Zeiten wichtige Impulse für unser aller Lebensgefühl aus – wir haben in den letzten Wochen verspürt, wie sehr diese Farbtupfer und das kulinarische Verwöhntwerden fehlen.“

Auch Madjid Djamegari, Vorsitzender der Initiative Gastronomie Frankfurt, ist erleichtert: „Wir sind glücklich darüber, dass unsere hartnäckigen Bemühungen um Abschaffung der Fünf-Quadratmeter-Regel erfolgreich waren und danken insbesondere den Verantwortlichen im Magistrat der Stadt Frankfurt für ihre tatkräftige Unterstützung. Das und die großzügige Möglichkeit der Ausweitung der Außengastronomieflächen ermöglichen den Frankfurter Gastronomen den nächsten Schritt in Richtung eines betriebswirtschaftlich tragbaren Betriebes ihrer Gaststätten in dieser Zeit.“

„Ich freue mich sehr, dass die hessische Landesregierung die Fünf-Quadratmeter-Regel jetzt endlich aufgehoben hat und die nationalen Standards übernimmt. Der Einsatz für realistische Abstandsregeln hat sich gelohnt. Noch letzte Woche konnte ich bei Besuchen in Frankfurter Wirtschaften sehen, in welche Nöte die Gastronomie durch diese Regel gebracht worden ist. Ein wirtschaftlicher Betrieb der Gaststätte war unter diesen Umständen nicht möglich. Mit dem Sitzabstand von 1,5 Metern wird jetzt ein weiterer Schritt Richtung Normalität vollzogen. Ich setze auch weiterhin auf die Vernunft der Frankfurter, die sich bei Restaurantbesuchen bislang überwiegend vorbildlich verhalten haben“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Mit der neuen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung (gültig ab Donnerstag, 28. Mai) muss zwar der Sitzabstand von 1,5 Metern weiterhin eingehalten werden. Dieser Mindestabstand gilt nicht zwischen Personen, die dem eigenen Hausstand angehören oder als Mitglieder eines weiteren Hausstandes mit den Erstgenannten zum Gaststättenbesuch verabredet sind.

Informationen: Stadt Frankfurt

Photo by Rachel Park on Unsplash

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Hier eröffnen ein Biobäcker und Ernsting’s family

Mehr als zwei Jahre standen die Räume der ehemaligen Temma-Filiale leer. Während kurz sogar über die Nutzung als Kita-Provisorium nachgedacht und die Pläne schnell verworfen wurden, kommt jetzt wieder Leben in das Ladenlokal am Riedbergplatz. Am Freitag eröffnet dort eine Filiale des Textilunternehmens Ernsting’s family. Ein Biobäcker wird folgen.

Attraktiv und bestens zu Fuß und per U-Bahn erreichbar war die Gewerbefläche schon immer. Doch nach der Temma-Schließung standen die Räume lange leer, da 800 Quadratmeter für einen Supermarkt zu klein, für viele andere Anbieter zu groß und die Räume für Gastronomie ebenfalls nicht geeignet waren. Außerdem kam anscheinend hinzu, dass Temma-Mutter Rewe die Miete ohnehin noch weiter zahlen musste.

Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen darf man sich aber nun auf mehr Einkaufsmöglichkeiten im Stadtteil freuen. Ernsting’s family eröffnet am Freitag, 29. Mai, bereits um 8 Uhr, danach sind die Öffnungszeiten 9 bis 20 Uhr. „Wie üblich feiern wir die Neueröffnung mit 20 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment. Um die Abstandsregeln bestmöglich einhalten zu können, gewähren wir den Rabatt an den ersten beiden Tagen, um die Frequenz ein wenig zu strecken“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Eine Sprecherin fügt hinzu: „Wir freuen uns sehr, nun in dem neu entstandenen Stadtteil Riedberg vertreten zu sein.“ Da es noch an Möglichkeiten der Nahversorgung mangelt, setzt man gezielt auf die vielen jungen Familien, die hier wohnen. Das Unternehmen mit Sitz in Coesfeld/ Westfalen bietet Bekleidung mit Schwerpunkt auf Damen- und Kindermode, weiterhin Wäsche, Heimtextilien, Dekorationsartikel und Spielwaren, in mehr als 1800 Filialen in Deutschland und Österreich.

Biobäckerei mit Café an der Ecke

Direkt an der Ecke Riedbergallee/ Otto-Schott-Straße wurde ein Teil der ehemaligen Temma-Fläche räumlich getrennt und umgebaut. Hier wird demnächst „Biokaiser“ inklusive Café eröffnen. Die Vollkornbäckerei Kaiser aus Mainz-Kastel ist bisher schon am Riedberger Wochenmarkt vertreten und hat zahlreiche Filialen im Rhein-Main-Gebiet. 

Der Biobäcker ist damit die fünfte Bäckerei im Stadtteil. Hinzu kommen die Einkaufsmöglichkeiten von frischen Backwaren bei Aldi und Lidl. Die ersten sprechen schon von einem „Verdrängungswettbewerb“. Kunden von Bioprodukten jedoch wird die Neueröffnung freuen.

Fotos: MAINRiedberg

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Teddy-Demo für Kita-Öffnung und mehr Schule

Wegen der Corona-Pandemie sind Kitas und Schulen nach wie vor nicht für alle Kinder geöffnet. In Frankfurt hatte deshalb gestern das Bündnis „Familien in der Krise“ zu einer „Teddy-Demo“ aufgerufen. Die Initiative fordert, dass an den Schulen wieder mindestens 20 Stunden Präsenzunterricht stattfinden soll und dass Kitas auch für Kinder von „nicht-systemrelevanten“ Eltern geöffnet werden.

Die meisten Bündnis-Initiatoren sind Mütter und Väter, die selbst Kita- oder Schulkinder haben. Anlass für die Demo, die eher als deutlich sichtbarer Protest mit Kindern und Kuscheltieren gedacht war, war eine Sitzung des Bildungsausschusses der Stadt Frankfurt im Saalbau Bornheim. Gegen 16 Uhr platzierten die Organisatoren Teddybären mit Protestplakaten und Schulranzen vor dem Gebäude. Unter anderem mit den Worten „Kinder brauchen Kinder“ oder „Morgenkreis statt Homeoffice“. Später trugen die OrganisatorInnen ihre Forderungen auch vor dem Bildungsausschuss der Stadt vor.

Eine größere Demonstration von Eltern und Kindern findet heute Nachmittag vor der Staatskanzlei in Wiesbaden statt.

Photo by Sandy Millar on Unsplash

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Riedberger Opernsängerin startet mit kleinem Konzert

Endlich wieder Kultur…

Stefanie Schaefer, Riedberger Opernsängerin, startet am Mittwoch um 19 Uhr wieder zaghaft mit einem kleinen Konzert in der großen Aula des Lessing-Gymnasiums. Es gibt noch wenige freie Plätze. 

An dem Ort, an dem sie ihre ersten Auftritte hatte, gibt Stefanie Schaefer unter den aktuellen Corona-Regeln ein Konzert für maximal 50 Zuhörer. Begleitet von Andreas Sommer am Klavier singt und berichtet Stefanie Schaefer charmant und lebhaft von Kuriositäten, Überraschungen, Enttäuschungen und Wünschen, die das Leben als Sängerin bereithält. Die äußerst amüsanten Geschichten und Anekdoten werden durch Lieder und Arien aus Oper, Operette und Musical lebendig umrahmt. Das Programm dauert rund 60 Minuten.

Noch gibt es ein paar wenige Plätze, es ist jedoch eine namentliche Anmeldung erforderlich. Das Konzert findet statt am Mittwoch, 27. Mai, um 19 Uhr in der Aula des Lessing-Gymnasiums, Fürstenbergerstr. 166, 60322 Frankfurt.

Es gibt aufgrund der Corona-Regeln keine Pause und weder vor noch nach dem Konzert Getränke oder Speisen. Der Eintritt ist frei.

In der Konzert-Ankündigung steht aber noch ein kleiner Zusatz, der sicher vielen anderen Künstlern und Kulturschaffenden aus der Seele spricht: „Bedenken Sie bitte, dass uns Künstlern in dieser Zeit fast alle Einnahmen weggebrochen sind.“ Um eine Spende als Form von Wertschätzung wird gebeten.

Weitere Informationen unter mezzosopranistin.de

Foto: Katrin Paul/ mezzosopranistin.de

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„Familien sind die Leidtragenden“

Frankfurts Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber übt harte Kritik am fehlenden Konzept der hessischen Landesregierung zur Öffnung von Kitas und Horten. 

Am 5. Mai hatte die hessische Landesregierung angekündigt, dass die Kitas, Krippen und Horte ab 2. Juni auch wieder über die Notfallbetreuung hinaus für den eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet werden sollen. Seither warten die Kommunen, Landkreise, Träger und vor allem die Familien auf ein Konzept der Landesregierung, um analog der Vorgehensweise bei den Schulen jetzt auch die Wiederaufnahme des Regelbetriebs in den Kitas vorbereiten zu können.

„Was wir jetzt zehn Tage vor dem Öffnungstermin bekommen ist aber leider weder ein Rahmen noch ein Konzept, sondern eine politische Verantwortungslosigkeit des Ministers und der Hessischen Landesregierung insgesamt, die dieses Vorgehen ja offensichtlich billigt“, kritisiert Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber. Zu keinem der wirklich wichtigen Punkte, die Familien betreffen, gäbe es konkrete Aussagen. Auch fänden sich in der Bekanntmachung weder Orientierungshilfen noch Rückendeckung für die Träger der Einrichtungen, sagt Weber. Die Entscheidungen beispielsweise über die Aufnahme von Kindern über die der Notfallbetreuung hinaus, über die zulässigen Gruppengrößen, über die möglichen Betreuungszeiten oder die Finanzierung hatte das Land in seiner Erklärung am Mittwoch vollständig an die Kommunen und die Träger delegiert und deutlich gesagt, dass es dazu keine Aussagen treffen werde.

Dezernentin spricht von „konzeptioneller Mutlosigkeit“

„Wo hätte gestaltet und geplant werden müssen, wird die Verantwortung an die Gemeinden und Träger abgegeben. Was der Minister „freie Hand für Kommunen“ nennt, nenne ich konzeptionelle Mutlosigkeit“, sagt Weber. Dabei habe der Städtetag bereits einen weitergehenden Vorschlag erarbeitet, den man nur noch hätte konkretisieren müssen. „Offenbar will sich aber der Minister nicht festlegen und scheut den Konflikt“, sagt Weber weiter. „Insofern ist es gut, dass ich mit den Trägern bereits vorgearbeitet habe und wir in der nächsten Woche ein Frankfurter Rahmenkonzept verabschieden können“, erklärt die Stadträtin, die seit Beginn der Corona-Krise in wöchentlichem engen Austausch mit den Trägern der Frankfurter Kindertagesstätten steht.

Frankfurt will jetzt eigenes Konzept entwickeln

„Das Land ist seiner Verantwortung nicht gerecht geworden und hat die Familien mit kleinen Kindern erst hingehalten und jetzt hängen lassen. Seit Wochen jonglieren unzählige Mütter und Väter unter hoher nervlicher und zeitlicher Belastung ihren familiären und beruflichen Alltag. Sie hätten eine klare und belastbare Aussage verdient. Stattdessen hat das Land große Ankündigungen gemacht und Erwartungen geweckt, die es nicht erfüllen kann. Minister Klose ist als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet – er hat schlichtweg nicht geliefert. Ich werde mich jetzt gemeinsam mit unseren Trägern darum kümmern, dass diese Leerstelle gefüllt wird und die Stadt Frankfurt ihr eigenes Konzept entwickelt“, kündigte die Dezernentin an.

Sie werde sich in den nächsten Tagen auch die Öffnungskonzepte anderer Bundesländer ansehen und gemeinsam mit den Frankfurter Trägern eine Vorgehensweise für die Öffnung der Kitas erarbeiten, die den Vorgaben des Infektionsschutzes gerecht werde aber vor allem endlich Planbarkeit für alle Betroffenen herstelle. „Schließlich geht es neben der Bereitstellung von Betreuungsplätzen auch um den Gesundheitsschutz der Erzieherinnen und Erziehern in den Einrichtungen sowie um den Schutz der Kinder und Eltern, die sich dort aufhalten. Hier müssen wir ein Spagat hinbekommen, für das ich mir mehr Rückendeckung vom Land gewünscht hätte. Auf die jetzt von Minister Klose angekündigten Empfehlungen können wir nicht warten – wir haben 870 Einrichtungen von rund 200 Trägern in der Stadt, die alle eingebunden werden müssen“, sagt Weber. „Das geht eben nicht von Freitag Abend bis Montag Morgen.“

Sie werde sich jetzt so schnell wie möglich darum kümmern, dass Familien Planungssicherheit bekämen und Eltern und Kinder sukzessive wieder bestmöglich den Alltag unter den neuen Vorgaben der Pandemie leben können, auf den sie alle warten.

Informationen & Foto: Stadt Frankfurt

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Ortsbeirat lädt zur Bürgerfragestunde – erstmals online!

Der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg lädt am Freitag, den 29. Mai, um 19.30 Uhr zu seiner ersten Online-Bürgerfragestunde ein. Dazu muss man sich per Computer, Tablet oder Handy unter der Adresse https://tinyurl.com/yceqlzod einwählen oder per Telefon 069 5050 2596, Meeting-ID: 965 9036 8085, Passwort: 336562 (Zoom). Die Einwahl ist ab 19.15 Uhr möglich.

Nach zwei ausgefallenen Ortsbeiratssitzungen ist der Wunsch der Ortsbeiratsmitglieder groß, wieder direkt mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. „Die Bürger haben derzeit bestimmt genauso viele Fragen wie sonst und wir wollen versuchen, diese mit ihnen zu besprechen“, erklärt Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU).

Dies sei in den letzten Wochen verstärkt per Mail, Telefon oder im persönlichen Gespräch beim Spaziergang oder Einkauf mit den Ortsbeiratsmitgliedern geschehen. „Eine Video- und Telefon-Konferenz bietet die Möglichkeit zum parteiübergreifenden Austausch“, so Friedrich, „vielleicht können wir dadurch auch Bürger ansprechen, die nicht so oft zu unseren Ortsbeiratssitzungen kommen.“

Ein Thema wird vermutlich die Schließung des Fachärztezentrum

Inhaltlich soll es vorrangig um aktuelle Themen im Ortsbezirk gehen, etwa die plötzliche Ankündigung der Schließung des Fachärztezentrums am Riedbergplatz. Aber auch um alle anderen Fragen, die die Bürger aktuell bewegen. Zur besseren Strukturierung der Online-Bürgerfragestunde können Fragen und Themenwünsche gerne vorab an die Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (E-Mail: c.friedrich-mail@web.de) oder an die anderen Mitglieder des Ortsbeirates 12 gesendet werden.

„Mit der Online-Bürgerfragestunde betreten wir Neuland“, sagt Friedrich. „Rein formal können online keine Beschlüsse gefasst werden können, aber wir können uns zu Themen austauschen und vielleicht weitere Schritte vorbereiten.“ Die nächste reguläre Ortsbeiratssitzung ist am 19. Juni geplant und wird voraussichtlich im Titus-Forum im Nordwestzentrum oder im Plenarsaal des Römers stattfinden.

Foto: Archiv

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Schwimmbäder öffnen für den Vereinssport

Nach der aktuellen Ankündigung der Hessischen Landesregierung können die Schwimmbäder ab 1. Juni 2020 für Schwimmvereine und Schwimmkurse wieder öffnen – das gab die Stadt Frankfurt heute bekannt.

Bis Mitte Juni entscheidet dann das Land, ab wann wieder alle Bürger zum Schwimmen gehen können. Sportdezernent Markus Frank begrüßt den Entschluss, die Schwimmbäder stufenweise unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln zu öffnen.

Die Frankfurter Bäder sind für die stufenweise Öffnung gut vorbreitet. Die notwendigen Pläne und Gesundheitskonzepte für die Sportschwimmer und Schwimmkurse werden umgesetzt. Stadtrat Markus Frank dankt den Bäderbetrieben für die weitsichtige Vorbereitung.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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Rote Radspur in der gesamten Altenhöferallee

Noch ist die Farbe leuchtend Rot und frisch gestrichen. Bald werden schon ein paar schwarze Reifenspuren sichtbar sein, aber die Signalwirkung soll bleiben: Die gesamte Altenhöferallee bekommt gerade eine rote Radspur, selbstverständlich in beiden Fahrtrichtungen. Das soll für mehr Sicherheit auf der meistbefahrenen Straße im Stadtteil sorgen.

Im vergangenen Jahr hatte der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg den Magistrat gebeten, den gesamten Radweg entlang der Altenhöferallee mit einer roten Markierung zu versehen. Eine kurze Wegstrecke direkt am Riedbergzentrum war nur der Anfang.

Die Stadt färbt Gefahrenzonen im gesamten Stadtgebiet Rot, um so eine größere Sensibilität der Kraftwagenfahrerinnen und Kraftwagenfahrer zu erreichen. „Was nach ein bisschen Farbe aussieht, hat eine große Wirkung. Die Radfahrenden sind sicherer unterwegs. Das motiviert auch andere, sich aufs Rad zu schwingen und sich umweltfreundlicher fortzubewegen“, resümierte Michaela Kraft, Leiterin des Amts für Straßenbau, bei einem Pressetermin.

Neuer Mindestabstand beim Überholen

Die Stadt weist aktuell darauf hin, dass der neue Bußgeldkatalog auch zahlreiche Änderungen zum Thema Radfahrer vorsieht. So müssen Kraftfahrzeuge beim Überholen von Radfahrern innerorts einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten und rechtsabbiegende Fahrzeuge über 3,5 Tonnen müssen beim Rechtsabbiegen Schritt fahren. Für Radschnellwege und Fahrradzonen werden neue Verkehrszeichen eingeführt. Auch Parkflächen für elektrisch betriebene Fahrzeuge können durch ein „Sinnbild“ auf der Fahrbahn hervorgehoben werden.

Kommt auch Tempo 30?

Der roten Radspur auf der Altenhöferallee könnte eine noch weitreichendere Regelung folgen. In der letzten Sitzung des Ortsbeirates vor den Corona-Beschränkungen wurde der Magistrat gebeten, einstimmig zu prüfen, „ob und wenn ja in welchen Bereichen auf den inneren Erschließungsstraßen des Riedbergs, der Riedbergallee, Altenhöferallee, Graf-von-Stauffenberg-Allee und Carl-Hermann-Rudloff-Allee ein Tempolimit von 30 km/h angeordnet werden kann“. Das bedeutet: Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob Tempo 30 auf den Hauptstraßen unseres Stadtteils möglich ist – um mehr Sicherheit für alle Bürger zu gewährleisten.

Foto: MAINRiedberg

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