Kategorie: AktuelleNEWS

City Gardening & mehr: Workshop im „Garten-Lokal“

Wie kann nachhaltiges und an der Gemeinschaft orientiertes Gärtnern in der Stadt in Zukunft aussehen? Zu dieser spannenden Frage laden das Centre for Dialogue at Campus Riedberg (CfD) und das Grünflächenamt heute Nachmittag zu einem Workshop – allerdings aufgrund der Corona-Vorgaben nicht am Riedberg, sondern in der Jahrhunderthalle in Höchst.

Seit gut einem Jahr sammelt die Stadt Frankfurt Daten, Informationen und Meinungen zu den Kleingärten in der Stadt. Das neue „Kleingartenentwicklungskonzept“ soll im Frühjahr 2021 den Stadtverordneten vorgestellt und verabschiedet werden. „Wir befinden uns gerade in einer spannenden Planungsphase. Die Ergebnisse der Erhebungen liegen uns vor und erste Analysen und Ideen stehen nun zur Diskussion“, erklärt Heike Appel, Leiterin des Grünflächenamtes.

Dazu findet am heutigen Freitag, 21.08., von 12:30 bis 17:00 Uhr im Kasino der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst ein Workshop statt, zu dem – nach vorheriger Anmeldung – auch interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind.

Im „Garten-Lokal“ treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, Gartenbegeisterte aus den Quartieren, den Dachverbänden, den Kleingartenvereinen und den Urban-Gardening Projekten.

Erst wird in Kleingruppen zu verschiedenen „Themen-Stationen“ diskutiert, anschließen über die Ergebnisse und Folgen.

Fragen zur Anmeldung unter der Telefonnummer: 069/212-30205 . Weiterführende Informationen zum Kleingartenentwicklungskonzept www.frankfurt.de/themen/umwelt-und- gruen/aktivitaeten/gaertnern/kleingartenentwicklungskonzept

Informationen zur Veranstaltung unter cfd-frankfurt.de

Foto: Centre für Dialogue at Campus Riedberg

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Mehr Kontrollen, Maskenpflicht im Unterricht, Tests: Stadt verschärft Corona-Maßnahmen

Corona Virus

In den letzten sieben Tagen lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Frankfurt bei 25,0. Damit tritt für die Stadt Frankfurt die zweite Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes Hessen in Kraft. Heute hat die Stadt unter anderem mehr Kontrollen, mehr Tests für Beschäftigte in Schulen und Kitas und eine vorübergehende Maskenpflicht auch im Unterricht an weiterführenden Schulen beschlossen.

„Die Entwicklung der Zahlen zeigt uns: Jetzt ist nicht Zeit für Nachlässigkeit. Wir müssen Hygienevorschriften, Abstandsregeln, die Pflicht zum Tragen des Mund-Nase-Schutzes diszipliniert und konsequent einhalten“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann. „In den vergangenen Wochen konnten wir etliche Lockerungen durchführen, wie die Öffnung von Museen, Schwimmbädern, Restaurants, Cafés, Palmengarten oder dem Zoo – und nicht zuletzt die Wiederaufnahme des Regelbetriebs in Schulen und Kitas. Diese Erfolge sind in Gefahr. Daher müssen wir den Kampf gegen das Coronavirus verstärken. Nur gemeinsam und solidarisch können wir verhindern, dass wir das öffentliche Leben wieder einschränken müssen“, sagte Feldmann weiter.

Bislang erfolgte eine tägliche Lageanalyse und entsprechende Anpassung der Maßnahmen in den Stabssitzungen des Gesundheitsamtes und den Sitzungen des Verwaltungsstabes. Die neue Eskalationsstufe erfordert nun weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, unter anderem die erweiterte Prüfung und bedarfsgerechte Unterstützung von Maßnahmen zur Sicherstellung der ambulanten und stationären Versorgung, die Ausweitung von Testungen auf SARS-CoV-2 sowie die verstärkte Information der Bürgerinnen und Bürger zu Verhaltenshinweisen, Abstandsgeboten und weiteren Schutzmaßnahmen.

„Wir alle wollen einen weiteren Lockdown verhindern“

Oberbürgermeister Feldmann sowie die Dezernenten Stefan Majer und Markus Frank sind sich einig: „Wir alle wollen einen weiteren Lockdown und die daraus entstehenden katastrophalen Folgen für die Wirtschaft, die Gesellschaft und unser Zusammenleben mit aller Kraft verhindern. Dafür ist es unbedingt notwendig, dass alle sich verantwortungsbewusst verhalten. Neben der strikten Einhaltung der Hygieneregeln sollten große private Feiern und größere Zusammenkünfte im öffentlichen Raum möglichst unterlassen werden.“

„Unsere Stadtpolizei wird weiterhin konsequent Regelverstößen nachgehen“, sagt Sicherheitsdezernent Markus Frank, der gerade die unter den aktuell angezeigten Verhaltensregelungen unachtsamen Zusammentreffen auf öffentlichen Plätzen mit Sorge beobachtet: „Es kann nicht sein, dass wir Unternehmen aus verschiedenen Branchen, deren Existenz wirtschaftlich bedroht ist, hohe Hürden für einen Weiterbetrieb auferlegen, und gleichzeitig erleben, dass sich Hunderte von Menschen ohne Abstand und Maske im öffentlichen Raum aufhalten.“

Diese verschärften Maßnahmen gelten ab sofort

• Verstärkte Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen zur konsequenten Umsetzung verfügter Auflagen im öffentlichen Raum, im ÖPNV, in Gaststätten, bei Gewerbebetrieben und im Einzelhandel.

• Restriktive Behandlung von Ausnahmegenehmigungen für Veranstaltungen mit über 250 Teilnehmenden.

• Präventive Maskenpflicht für alle im Unterricht an weiterführenden Schulen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, ab Montag, 24. August, befristet für zwei Wochen.

• Aufbau eines städtischen Personalpools zur Unterstützung der Kontaktnachverfolgung des Gesundheitsamtes.

• Ab der 35. Kalenderwochen, Testangebot für Beschäftigte, die – neben Lehrer und Erzieher – in Schulen und Kindertagesstätten mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: CDC on Unsplash.com

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Änderungen bei der Maklerprovision zum Jahresende

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Riedberg Immobilien erläutert kurz die neue Situation:

Zum Jahreswechsel, noch kurz vor Weihnachten, tritt ein neues Gesetz in Kraft, welches die Verteilung der Maklerprovision beim privaten Immobilienkauf neu regelt. Entgegen der bisherigen Vertragsfreiheit muss nun bei abgeschlossenen Maklerverträgen ab diesem Datum der beauftragende Verkäufer einer Immobilie mindestens die Hälfte der Provision tragen. Ausgenommen von dieser Regel sind unbebaute Grundstücke sowie der gewerbliche Handel von Immobilien. Hier bleibt alles unverändert.

Zum 23.12.2020 gelten neue Regeln für die Maklerprovision. Das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ (§ 656 BGB), welches Bundestag und Bundesrat im Juni 2020 beschlossen haben, tritt in Kraft. Das Gesetz regelt die bereits bestehenden Vorschriften des BGB zur Maklerprovision §§ 652 ff. BGB neu.

Mit dem neuen Gesetz ist es nicht mehr möglich, dass ein privater Käufer die volle Maklerprovision zu zahlen hat. Ziel des Gesetzes ist es, private Käufer von den Kaufnebenkosten (Makler, Grunderwerbsteuer und Notar) zu entlasten. Dies hat zur Folge, dass der Makler nun, will er den Käufer als Zahler haben, zwei entsprechende Maklerverträge sowohl mit dem Verkäufer als auch mit dem Käufer schließen muss. In diesem Fall darf der Käufer aber nicht mehr als 50% der vereinbarten Gesamtprovision tragen. Zudem muss der Auftraggeber (Verkäufer) letztendlich nachweisen, dass er die Zahlung der Provision an den Makler geleistet hat, bevor der Anteil des Käufers verlangt werden darf.

Alternativ bleibt es möglich, ähnlich dem Bestellerprinzip bei Mietwohnungen, den Verkauf mittels Innenprovision abzuwickeln. In diesen Fall wird die Provision allein von dem Verkäufer gezahlt.

Wir von Riedberg Immobilien denken, dass der Gesetzgeber nunmehr folgerichtig im Hinblick auf die gewünschte Rolle des Maklers als neutraler, unparteiischer Vermittler gehandelt hat. Vor der Neuregelung war es durchaus erklärungsbedürftig, warum der Makler im Zuge eines Alleinauftrags des Verkäufers und damit regelmäßiger Vertrauensmakler der Verkäuferseite, sich alleine vom Käufer vergüten lassen will, wo doch der Käufer (will möglichst niedrigen Preis und möglichst viel Haftung) ganz andere Interessen verfolgt, als der Verkäufer (will möglichst hohen Preis und möglichst wenig Haftung).

Gleichfalls bleibt abzuwarten, wie die Verkäufer künftig damit umgehen. Wollen sie als regelmäßig Sachunkundige die Vermarktung selbst erledigen oder versuchen sie, bei Einschaltung eines Profis diese Kosten auf den Preis aufzuschlagen? Positiv ist nach unserer Auffassung jedenfalls, dass sich Verkäufer jetzt eher mit dem Preis-Leistungsverhältnis vieler Makler auseinandersetzen werden, als vorher, und folglich eine weitere Professionalisierung der Branche stattfinden wird. Eine schon vorher unzutreffende Aussage eines Maklers wie: „Es kostet Sie ja nichts, zahlt ja der Käufer“, gilt ab 23.12.2020 jedenfalls offensichtlich nicht mehr.

Anton T. Hartl und Patrick Paris

Wir erläutern Ihnen gerne die Vor- und Nachteile der jeweiligen Vergütungsmodelle des Maklers aus Sicht des Verkäufers, des Käufers und des Maklers.

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Riedberg Immobilien eK
Sitz: Robert Koch Allee 13 · 60438 Frankfurt am Main (Riedberg)
Büro: Lurgiallee 6-8 · 60439 Frankfurt am Main (Merton’s Passage)

Telefon 069 – 26 95 66 66
Telefax 069 – 26 95 66 88

E-mail: mail@riedberg.immo
Homepage: www.riedberg.immo

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Müllsammel-Aktion am Riedberg

Müll

Achtlos weggeworfener Müll und überquellende Mülleimer werden auch in unserem Stadtteil zum Problem. Deshalb starten IG Riedberg und die Klimaschutz-Initiative Riedberg regelmäßige Müllsammel-Termine. Los geht’s am Samstag um 10 Uhr, Treffpunkt Riedbergplatz.

In den vergangenen Monaten gab es schon einige Müllsammelaktionen auf dem Riedberg, die entweder durch die IG Riedberg organisiert wurden oder durch engagierte Bürger und Bürgerinnen unseres Stadtteils. „Wir möchten diese Bemühungen gern zusammenführen und vor allem regelmäßig durchführen. Aus diesem Grund haben wir das Projekt Müllsammeln auf dem Riedberg ins Leben gerufen“, heißt es bei der erst 2020 gegründeten Klima-Initiative.

Mülltüten, Müllgreifer und Handschuhe sind zur Verfügung

Mit der Hilfe engagierten Bürger und mit der IG Riedberg zusammen organisieren die Klimaschützer ab sofort ein Mal im Quartal eine Müllsammelaktion auf dem Riedberg, bei der Mülltüten, Müllgreifer und Handschuhe der FES zur Verfügung gestellt werden, und jeder, der gern mitmachen möchte, kann auch „eine eigene Route“ auf dem Riedberg ablaufen. Die Mülltüten werden an einem zentralen Punkt gesammelt,  die FES holt die Tüten dann ab und entsorgt den Müll. 

„Wir sind der Auffassung, auch in Zeiten von Corona können solche Projekte durchgeführt werden, sofern an den Treffpunkten die entsprechenden Abstandsregelungen eingehalten werden“, heißt es bei den Organisatoren. Die Müllsammlung selbst erfolgt auf unterschiedlichen Routen, so dass die Teilnehmer nicht in engen Kontakt miteinander kommen.

Die Müllsammel-Aktion startet am Samstag, 22.08.2020, um 10 Uhr am Riedbergplatz. Ein nächster Termin ist am 7. November. Kontakt zum Projektteam unter muellsammeln@klimaschutz-initiative-riedberg.de

Weitere Informationen unter www.klimaschutz-initiative-riedberg.de

Photo by Jasmin Sessler on Unsplash

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Café Billabong ist wieder geöffnet

Wieder ein Schritt weiter Richtung Normalität – aber natürlich unter Einhaltung der Corona-Regeln: Seit Montag hat das beliebte Café Billabong  im Familienzentrum in der Graf-von-Stauffenberg-Allee wieder geöffnet. Auch offene Treffs wie das „Repair Café“ können wieder stattfinden.

„Lang haben wir darauf gewartet und uns vorbereitet, um alle Auflagen erfüllen zu können. Es wird nun auch ein paar Sitzplätze draußen geben!“, heißt es vom Billabong-Team. Wochentags von 12.00 – 17.00Uhr gibt es wieder Selbstgekochtes, Selbstgebackenes und die leckeren Kaffeespezialitäten. 

Ab sofort können die Räume des Familienzentrums auch wieder für Feierlichkeiten, Veranstaltungen oder Seminare angemietet werden. Mietanfragen bitte per Mail an info@billabong-family.de senden. Alles erfolgt natürlich unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften und dem Hygienekonzept von Billabong.

Sabine Fiedler vom Billabong-Vorstand: „Wir starten auch wieder mit einem kleinen Angebot an offenen Treffen – den Freitags-Krabblern, dem Senioren-Yoga und am 26.08. von 18 – 20Uhr mit dem Repair Café.“

Weitere Informationen unter billabong-family.de

Foto: Billabong Family e. V.

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Kontrolle der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr

In einer gemeinsamen Aktion haben die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) und die Stadtpolizei die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im öffentlichen Verkehr kontrolliert. Wer im ÖPNV keine Maske trägt, muss mit einem Bußgeld von 50 Euro rechnen. 

Zwei Dienstgruppen, bestehend aus jeweils drei Mitarbeitern des VGF-Ordnungsdiensts und drei Stadtpolizisten, waren heute in Zügen und auf Bahnsteigen der Linie U4 unterwegs. Oberbürgermeister Peter Feldmann stellte die Aktion an der Station Dom/Römer vor.

Am Ende der Kontrolle nach rund anderthalb Stunden hatte die Stadtpolizei 13 Maskenverstöße aufgenommen: In vier Fällen wurden das Bußgeld ohne weitere Konsequenzen bezahlt, in neun Fällen wurden die Personalien aufgenommen und es folgen Anzeigen. Diese Zahlen, Ergebnis einer Kontrolle in der Hauptverkehrszeit, liegen noch unter einer Erhebung der lokalen Nahverkehrsgesellschaft Traffiq, nach der in U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen neun von zehn Fahrgästen Masken oder andere Mund-Nasen-Bedeckungen vorschriftsmäßig tragen. Sieben Prozent tragen sie falsch, drei Prozent sind ohne Maske unterwegs.

Das Bußgeld beträgt 50 Euro 

Wer im ÖPNV keine Maske trägt und kontrolliert wird, muss auch ohne Vorwarnung 50 Euro Strafe zahlen.

Die Tragepflicht gilt in Frankfurt in Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs und auf Bahnsteigen sowie den Zu- und Abgängen unterirdischer Stationen. „In den Bussen und Bahnen ist der 1,5 Meter-Abstand nicht zu garantieren. Um für eine möglichst sichere Fahrt zu sorgen, ist es daher nötig, dass sich alle an die Maskenpflicht halten“, sagte Feldmann zu der Notwendigkeit der Kontrolle. „Masken schützen einen selbst, vor allem aber andere Menschen. Diese Solidarität ist wichtig, wenn die Fahrzeuge des ÖPNV nicht zuletzt durch die Wiederaufnahme des Schulunterrichts Anfang der Woche wieder voller werden“, ergänzte der Oberbürgermeister.

Nach Beobachtungen der VGF in den vergangenen Wochen ist die Disziplin, Mund und Nase bei Fahrten in Bahn und Bus zu bedecken, in den Hauptverkehrszeiten nach wie vor groß. Verstöße gegen die hessische Landesverordnung, die diese Pflicht regelt, sind eher in den Abendstunden und am Wochenende zu beobachten. „Unser Ordnungsdienst und der Fahrausweis-Prüfdienst kontrollieren die Maskenpflicht, weisen auf das richtige Tragen hin und teilen bei Bedarf frische Masken an die Fahrgäste aus, die keine bei sich haben“, beschrieb VGF-Geschäftsführer Thomas Raasch das Vorgehen des Unternehmens. „Bei hartnäckigen Verstößen können wir von unserem Hausrecht Gebrauch machen und den Fahrgast zum Verlassen der Bahn auffordern. Sollte das bei fortgesetzter Weigerung durchgesetzt werden müssen, rufen wir die Polizei hinzu“, fuhr Raasch fort. Ohne die Polizei könne die VGF das Bußgeld nicht erheben: „Das hessische Wirtschafts- und Verkehrsministerium und Staatsminister Tarek Al-Wazir haben unlängst noch einmal darauf hingewiesen, dass dazu die Ordnungsbehörden und die Polizei zuständig sind.“

Die Schonzeit für diese Verstöße, sagte OB Feldmann, sei jetzt vorbei. Er hatte die Verschärfung der hessischen Landesverordnung begrüßt, nach der vom 15. August an Verstöße gegen die Maskentragepflicht sofort und ohne Verwarnung mit dem vorgesehenen Bußgeld sanktioniert werden können. Dazu sind die Polizeibehörden befugt und deshalb, so Feldmann, wolle die Stadt ein klares Zeichen setzen: „Diejenigen, die sich an die Verordnung halten, haben kein Verständnis, wenn Maskenverweigerer sie gefährden und dann ohne Konsequenzen davonkommen.“

Weitere gemeinsame Kontrollen von Stadtpolizei und VGF-Ordnungsdienst sind geplant.

Foto: VGF

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Spenden-Marathon „Kräuter für Künstler“ startet

Nach der Rettung des Grüne Soße Festivals mit einer Corona-konformen und sicher trotzdem unvergesslichen Gala am 10. Oktober wollen die Festival-Erfinder jetzt auch die Branchen unterstützen, die vom Virus mit am meisten betroffen sind: Kulturschaffende und Künstler! Mit der Aktion „Kräuter für Künstler“, für die jeder nicht nur beim Essen spenden kann.

Seit 13 Jahren stehen beim Frankfurter Grüne Soße Festival Menschen aus Kultur und Gastronomie im Mittelpunkt des Geschehens, um gemeinsam das Lieblingsgericht der Hessen zu zelebrieren. Zwei Branchen, die von den Einschränkungen der Corona-Pandemie unmittelbar betroffen sind. „Mit dem Spendenmarathon „Kräuter für Künstler“ möchten wir jetzt ein Zeichen der Unterstützung und des Miteinander in der Stadt Frankfurt und der Region setzen“, sagt das Team Maja Wolff und Torsten Müller, den Erfindern des Grüne Soße Festivals.

Nach dem Essen: das Spenden nicht vergessen!

Frankfurt ist Skyline, Ebbelwoi und die Grüne Soße, die längst zum Kult-Gericht der Mainmetropole geworden ist. Ziel des Spendenmarathons ist es, die Leute daran zu erinnern, gerade in dieser Zeit die unverschuldet in Not geratenen Branchen zu unterstützen. Ob beim Genießen einer Grünen Soße, beim Schnitzel oder einfach nur bei dem Gedanken an Grüne Soße. Nach dem Motto: „Ich esse meine Lieblingssoße in der Location meiner Wahl – und unterstütze mit meiner Spende die Künstler*innen der Region!”

Selbstverständlich sollen auch „Soßenverweigerer „und lactoseintolerante Menschen nicht vom Spenden abgehalten werden. Durch Aufsteller, Postkartenaktionen und einem QR-Code, mit dem das Spenden von unterwegs möglich ist, wird in allen teilnehmenden Restaurants und Locations auf den Spendenmarathon hingewiesen. Vorläufiges Finale der Spendenaktion ist die Grüne Soße Gala am 10. Oktober 2020.

Wer wird unterstützt?

Ein Drittel der Spenden gehen an die Initiative „Kulturzeiter*in“, durch die in Not geratene, einzelne Künstler*innen und Kulturschaffende aller Sparten in Frankfurt und der Rhein-Main Region unterstützt werden.

Zwei Drittel gehen an Theater, bei denen die öffentliche Förderung bestenfalls Mietkosten abdeckt und die aufgrund der Corona-Situation nicht kostendeckend arbeiten können. „Wir wollen ermöglichen, dass diese dank der Spendengelder auch unter Corona-Bedingungen mit Abstandsregeln wieder öffnen können“, sagen die Initiatoren. Wie hoch die jeweilige Förderung sein kann, entscheidet sich nach der Höhe der eingegangenen Spenden. Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein 7-köpfiges ehrenamtliches Gremium.

Der gemeinnützige Verein Grie Soß United e.V. verwaltet den Spendenmarathon. Spendenkonto Grie Soß United e.V., GLS Bank, IBAN DE21 4306 0967 1088 4452 00, Stichwort: Spende „Kräuter für Künstler“

Diesem ersten, großen Projekt des Vereins sollen natürlich viele weitere Aktionen, Initiativen, Events rund um die sieben Kräuter folgen.

Foto: Grie Soß United e. V. / Kräuter für Künstler

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Schulanfänger starten an zwei Tagen

Der allererste Schultag in Zeiten von Corona: Amrei Quandel, Schulleiterin der Grundschule Riedberg 3, erklärt, warum statt einer großen Einschulungsfeier nur vier kleine Willkommensfeiern möglich und hoffentlich trotzdem unvergesslich sind.

Schon bevor der neue Hygieneplan 5.0 der hessischen Landesregierung publik wurde, „hatten wir uns für eine Maskenpflicht bis zum Klassenzimmer entschieden“, sagt Amrei Quandel, Schulleiterin der erst 2019 eröffneten Grundschule Riedberg 3. Das Leitungs-Team hatte lange überlegt. „Weil wir wissen, wie wichtig es ist, dass gerade die Grundschüler eine Verschnaufpause ohne Maske haben.“ Dass sie die Gesichter ihrer Lehrer und Mitschüler sehen und in den Pausen rennen und toben können. Dennoch soll jetzt auch in den Gängen, in den Pausen und in der Betreuung der Mund-Nasen-Schutz getragen werden, „denn die Gesundheit aller Beteiligten hat Vorrang“.

Vier kleine Willkommensfeiern auf dem Schulhof

Noch immer ist die Schule in einer Container-Anlage am Ende der Hans-Leistikow-Straße im Norden des Stadtteils untergebracht. Das mit dem Provisorium ist schnell vergessen, wenn man den Schulhof betritt, spätestens aber in den bunt gestalteten Innenräumen. Letzteres wird für die Eltern der Schulanfänger in diesem Jahr leider nicht möglich sein, da auch der erste Schultag unter Corona-Bedingungen stattfindet. So wird es keine große Einschulungsfeier für alle 35 Schulanfänger geben, sondern  vier „kleine Willkommensfeiern“, wie Amrei Quandel es nennt, weil insgesamt vier Flexklassen aus Erst- und Zweitklässlern gebildet werden. Die Feiern sind am Dienstag und Mittwoch auf dem Schulhof geplant. Nur zwei Personen, in der Regel wohl Mama und Papa, können die Kinder begleiten.

Anschließend gehen die Kinder mit ihrer Flexklasse und ihrer Klassenleitung in den Klassenraum. Dort werden sie ihre erste Schulstunde verbringen, um dann auf den Schulhof zurückzukehren. Die Erwachsenen könnten die Gelegenheit nutzen, die Wartezeit miteinander – und auf Abstand – „plaudernd auf dem Schulhof zu verbringen“, wie es in der Eltern-Information heißt.

Ungewöhnlicher Schulstart – mit „Segen to go“

Ein Elterncafé wird es aufgrund der derzeit geltenden Hygienebestimmungen leider nicht geben können. Auch Einschulungsgottesdienste sind nicht möglich. Die Kirchengemeinden auf dem Riedberg sind jedoch trotzdem präsent und bieten interessierten Familien einen „Segen to go“ im Freien an, am Kreuz der evangelischen Kirche in Riedbergallee 61, Dienstag- und Mittwochvormittag von 9 bis 12 Uhr.

Auf Ad-hoc-Entscheidungen eingestellt

Im Gespräch mit der Schulleiterin ist aber auch die Erleichterung darüber zu spüren, dass Präsenzunterricht möglich ist. Gerade für Grundschüler sei der direkte Kontakt enorm wichtig. Auch deshalb hat die Schule versucht, mit „Walk-to-talk“-Aktionen während der Corona-Auszeit den Kontakt zwischen Schülerinnen, Schülern und ihren Lehrerinnen aufrechtzuerhalten. „Was nicht passieren darf, ist, dass Kinder unter das Radar fallen“, sagt Amrei Quandel.

Sie hofft für die anstrengenden nächsten Wochen und Monate auf „Lösungen mit Augenmaß, Sinn und Verstand und gegenseitigem Verständnis“. Allerdings muss man im neuen Schulalltag stets auf Ad-hoc-Entscheidungen eingestellt sein, wenn sich die Pandemie-Lage gravierend verändert. Denn ein Virus hält sich nicht an einen Stundenplan.

Foto: Archiv

Auch ein Provisorium kann fröhlich bunt und einladend sein: 2019 berichtete MAINRiedberg über den Schulalltag an der neuen Grundschule 3. Hier eine Schülergruppe mit Schulleiterin Amrei Quandel Foto: MAINRiedberg

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Schulstart: „Kreative Lösungen“ an der IGS

Wie starten die Schulen im Stadtteil in einen Alltag mit Corona? Dr. Susanne Gölitzer, Schulleiterin der IGS Kalbach-Riedberg, erklärt, warum jenseits der Maskenpflicht kreative und flexible Lösungen wichtig sind.

„Man darf nicht vergessen, für uns alle ist das Neuland“, sagt Susanne Gölitzer, die einerseits die landesweit geltenden Regeln des neuen Hygieneplans begrüßt, andererseits aber auch, dass die Schulen noch Freiräume bei der Umsetzung haben. Stichwort Maskenpflicht: Natürlich gilt auch an der IGS der verpflichtende Nase-Mund-Schutz bis zum Klassenzimmer. Bei großen Klassenzimmern ist das kein Problem. Bei kleinen Räumen könnte Unterricht mit Maske durchaus ein Thema werden – allerdings versucht man das derzeit zu umgehen, indem man mehr Räume für kleinere Lerngruppen und auch die Mensa für Projekte und Unterricht nutzt.

„Wir alle betreten Neuland“, sagt Dr. Susanne Gölitzer, Schulleiterin der IGS Kalbach-Riedberg Foto: privat

Ab sofort werden mehr als 400 Schülerinnen und Schüler in die IGS gehen, die derzeit noch in einem provisorischen Bau an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee im Westen des Riedberg untergebracht ist. Die „Neuen“ starten erst am Dienstag. Da die Schule mit einem jahrgangsübergreifenden Konzept arbeitet, wird es auch jetzt vier feste, jahrgangsübergreifende Gruppen mit je 100 Kindern geben, aufgeteilt auf die zwei Schulgebäude. Auch der Pausenhof ist geteilt. Trotzdem wird in Abstimmung mit dem Caterer versucht, demnächst Frühstück und Mittagessen in beiden Gebäuden anzubieten. „Doch wir wissen noch nicht, ob das klappt.“ 

Der erste Plan gilt für fünf Wochen

Auch für den Sportunterricht sucht man nach kreativen Lösungen, für den Musikunterricht ohne Singen und Blasinstrumente ebenso. Eine Herausforderung werde der gemischte Unterricht in den Fremdsprachen oder Religion, die man durch Kleingruppen lösen will. Hinzu kommt, „dass zehn- bis zwölfjährige Kinder keine Maschinen sind“. Manche Regeln wie das ständige Händewaschen sind nicht so einfach machbar, „wenn es in den Klassenzimmern kein Waschbecken gibt“.

Stand heute soll der IGS-Plan für fünf Wochen gelten – „vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen“. Der Schutz der Gesundheit von Schülern und Lehrpersonal stehe immer an erster Stelle.

Verkürzter Präsenz-Unterricht plus Homeschooling

Unter den Corona-Bedingungen geht der Unterricht erst mal nur bis täglich 14.15 Uhr, während parallel dazu der Online-Unterricht weiter ausgebaut wird. Auch für alle Schüler, die nicht zum Unterricht kommen können. Digital „sind wir schon auf einem guten Weg“, auch dank des jungen und engagierten Lehrer-Teams. Und weil man während der Corona-Auszeit schon sehr früh und gemeinsam die Lernplattform „Moodle“ vom hessischen Schulportal nutzte und innerhalb der Lehrerschaft mit Microsoft „Teams“ kommunizierte und sich unterstützt hat.

„Wir müssen aber manche Erwartungen dämpfen und man muss sich sich vor Augen führen, dass es dafür Zeit braucht und man muss den Lehrern auch Zeit dafür geben“, sagt Susanne Gölitzer. Der digitale Umbruch sei nicht über Nacht und nebenher machbar. So brauche man als Lehrer rund eine Stunde Vorbereitungszeit für eine Stunde Präsenz-Unterricht. „Online kostet mich das aber zwei Stunden.“ Inklusive Erklär-Videos. 

Auch Lob für Stadt und Land

In die laute Kritik an Stadt und Land will die Schulleiterin der IGS Kalbach-Riedberg nicht einstimmen. „Ich sehe ein großes Bemühen seitens der Stadt Frankfurt und des Landes Hessen.“ So habe man in einem halben Jahr digitale Grundlagen geschaffen, die man in den zehn Jahren vorher nicht geschafft habe. Vom Ausbau des hessischen Schulportals bis zum Erwerb und der offiziellen Freigabe von „Teams“. Und dem Erwerb von Leih-Laptops für benachteiligte Schüler.

Ziel müsse es aber auch sein, dass in puncto Digitalisierung Schule, Schüler und Eltern besser zusammenarbeiten. „Dann sind wir auf einem guten Weg.“

Foto: MAINRiedberg

 

 

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Zusammenstoß von Bus und U-Bahn – 3 Verletzte

U-Bahn

Schwerer Verkehrsunfall nur wenige Minuten vom Riedberg entfernt: An der Einmündung Rosa-Luxemburg-Straße/Am Weißkirchener Berg kollidierte gestern ein Linienbus mit einer U3 und rutschte 30 Meter ins Gleisbett der Bahn. Drei Personen wurden verletzt.

Am Samstagabend um 20.46 Uhr wurden die Einheiten der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren zu einem Verkehrsunfall alarmiert. An der Einmündung Rosa-Luxemburg-Straße/Am Weißkirchener Berg waren, aus vorerst nicht ersichtlicher Ursache, ein U-Bahnzug und ein Linienbus zusammengestoßen. Dabei hatte die Bahn den Bus, der von der Rosa-Luxemburg-Straße Richtung Riedberg und Kalbach einbog, im Bereich der Mitteltür getroffen. Der Bus wurde etwa 30 Meter ins Gleisbett der Bahn geschoben, bevor er zum Stehen kam. Die Bahn selbst entgleiste mit dem ersten Drehgestell.

Der Bus war nur mit dem Fahrer besetzt, daher waren insgesamt nur drei Personen verletzt worden. Zwei Passagiere leicht – der Busfahrer hat entgegen erster Angaben der Feuerwehr leider schwere Verletzungen erlitten. Die Verletzten wurden vom Rettungsdienst noch am Unfallort behandelt.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hoben mit den entsprechenden technischen Gerätschaften das entgleiste Drehgestell der Bahn wieder auf die Schienen und zogen den Bus aus dem Gleisbett. Anschließend konnte die Bahn von Technikern der Verkehrsgesellschaft selbstständig in die nächste Abstellstation gefahren werden. Den genauen Unfallhergang ermittelt jetzt die Polizei, die Schadenhöhe ist zur Zeit noch nicht bezifferbar.

Rosa-Luxemburg-Straße bis nach Mitternacht gesperrt

Wegen des Unfalls fuhren zwischen den Haltestellen Weißkirchen Ost und Niederursel bis nach Mitternacht keine Züge der U3 mehr. Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft VGF richtete nach eigenen Angaben einen Ersatzverkehr mit Taxis ein. Die Rosa-Luxemburg-Straße blieb stadtauswärts bis etwa 0.30 Uhr gesperrt.

Die U-Bahn prallte in die Mitteltür des Linienbusses. Zum Glück wurden nur insgesamt drei Personen leicht verletzt – auch, weil der Bus leer war     Foto: Feuerwehr Frankfurt

Fotos: Feuerwehr Frankfurt

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