Mehr Kontrollen, Maskenpflicht im Unterricht, Tests: Stadt verschärft Corona-Maßnahmen

In den letzten sieben Tagen lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Frankfurt bei 25,0. Damit tritt für die Stadt Frankfurt die zweite Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes Hessen in Kraft. Heute hat die Stadt unter anderem mehr Kontrollen, mehr Tests für Beschäftigte in Schulen und Kitas und eine vorübergehende Maskenpflicht auch im Unterricht an weiterführenden Schulen beschlossen.

„Die Entwicklung der Zahlen zeigt uns: Jetzt ist nicht Zeit für Nachlässigkeit. Wir müssen Hygienevorschriften, Abstandsregeln, die Pflicht zum Tragen des Mund-Nase-Schutzes diszipliniert und konsequent einhalten“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann. „In den vergangenen Wochen konnten wir etliche Lockerungen durchführen, wie die Öffnung von Museen, Schwimmbädern, Restaurants, Cafés, Palmengarten oder dem Zoo – und nicht zuletzt die Wiederaufnahme des Regelbetriebs in Schulen und Kitas. Diese Erfolge sind in Gefahr. Daher müssen wir den Kampf gegen das Coronavirus verstärken. Nur gemeinsam und solidarisch können wir verhindern, dass wir das öffentliche Leben wieder einschränken müssen“, sagte Feldmann weiter.

Bislang erfolgte eine tägliche Lageanalyse und entsprechende Anpassung der Maßnahmen in den Stabssitzungen des Gesundheitsamtes und den Sitzungen des Verwaltungsstabes. Die neue Eskalationsstufe erfordert nun weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, unter anderem die erweiterte Prüfung und bedarfsgerechte Unterstützung von Maßnahmen zur Sicherstellung der ambulanten und stationären Versorgung, die Ausweitung von Testungen auf SARS-CoV-2 sowie die verstärkte Information der Bürgerinnen und Bürger zu Verhaltenshinweisen, Abstandsgeboten und weiteren Schutzmaßnahmen.

„Wir alle wollen einen weiteren Lockdown verhindern“

Oberbürgermeister Feldmann sowie die Dezernenten Stefan Majer und Markus Frank sind sich einig: „Wir alle wollen einen weiteren Lockdown und die daraus entstehenden katastrophalen Folgen für die Wirtschaft, die Gesellschaft und unser Zusammenleben mit aller Kraft verhindern. Dafür ist es unbedingt notwendig, dass alle sich verantwortungsbewusst verhalten. Neben der strikten Einhaltung der Hygieneregeln sollten große private Feiern und größere Zusammenkünfte im öffentlichen Raum möglichst unterlassen werden.“

„Unsere Stadtpolizei wird weiterhin konsequent Regelverstößen nachgehen“, sagt Sicherheitsdezernent Markus Frank, der gerade die unter den aktuell angezeigten Verhaltensregelungen unachtsamen Zusammentreffen auf öffentlichen Plätzen mit Sorge beobachtet: „Es kann nicht sein, dass wir Unternehmen aus verschiedenen Branchen, deren Existenz wirtschaftlich bedroht ist, hohe Hürden für einen Weiterbetrieb auferlegen, und gleichzeitig erleben, dass sich Hunderte von Menschen ohne Abstand und Maske im öffentlichen Raum aufhalten.“

Diese verschärften Maßnahmen gelten ab sofort

• Verstärkte Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen zur konsequenten Umsetzung verfügter Auflagen im öffentlichen Raum, im ÖPNV, in Gaststätten, bei Gewerbebetrieben und im Einzelhandel.

• Restriktive Behandlung von Ausnahmegenehmigungen für Veranstaltungen mit über 250 Teilnehmenden.

• Präventive Maskenpflicht für alle im Unterricht an weiterführenden Schulen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, ab Montag, 24. August, befristet für zwei Wochen.

• Aufbau eines städtischen Personalpools zur Unterstützung der Kontaktnachverfolgung des Gesundheitsamtes.

• Ab der 35. Kalenderwochen, Testangebot für Beschäftigte, die – neben Lehrer und Erzieher – in Schulen und Kindertagesstätten mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: CDC on Unsplash.com

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