Kategorie: AktuelleNEWS

Neue Metrobusse und Expresslinien für Frankfurt

Gestern war Fahrplanwechsel: Acht Metro- und drei Expressbuslinien sollen ab sofort für mehr Zuverlässigkeit auf den wichtigsten Strecken sorgen und das dichte Frankfurter Busnetz noch passgenauer machen.

Mit zwei besonders gestalteten Bussen startete die Premierenfahrt im coronabedingt kleinen Kreis bereits am Samstag um 11.20 Uhr ab Frankfurt Flughafen als Expressbuslinie X58 Richtung Höchst. Von dort erreichte sie als Metrobuslinie M55 den Rödelheimer Bahnhof. Für den Oberbürgermeister das Mindeste, was diese grundlegende Innovation im Frankfurter Nahverkehr verdient hat: „Mit Metrobussen, Expressbussen und einem nochmals deutlich attraktiveren Nachtverkehr setzt die Stadt Meilensteine für eine nachhaltige Mobilität“, stellt Oberbürgermeister Peter Feldmann fest. „Als Stadt mit derzeit rund 750.000 Einwohnern und über 375.000 täglichen Einpendlern steht Frankfurt am Main bei der umweltfreundlichen Gestaltung von Mobilität vor großen Herausforderungen. Der öffentliche Nahverkehr, den wir konsequent Schritt für Schritt ausbauen, ist ein wesentlicher Schlüssel zur Lösung.“

Gute Erreichbarkeit, und das rund um die Uhr: Acht nachfragestarke Frankfurter Buslinien verkehren ab 13. Dezember als Metrobuslinien. Als M32, M34, M36, M43, M55, M60 und M72/M73 werden sie an jedem Tag der Woche rund um die Uhr verkehren. Sie sind damit ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einem Nachtverkehr, der zunehmend mit den Linien des Tagverkehrs identisch ist. Und sie verkehren besonders häufig, fahren also ein „Metro-ähnliches“ Angebot. Es ist gekennzeichnet durch das „Taktversprechen“: tagsüber mindestens alle zehn Minuten, an Sonn- und Feiertagen viertelstündlich und nachts jede halbe Stunde.

Das zweite Vorzeige-„Produkt“, das traffiQ zum Fahrplanwechsel im lokalen Frankfurter Busverkehr einführt, sind Expressbuslinien, wie sie der Rhein-Main-Verkehrsverbund im regionalen Verkehr bereits mit Erfolg betreibt.

„Expressbuslinien haben einen gestrafften Linienweg und benutzen weitgehend Schnellstraßen“, erklärt traffiQ-Geschäftsführer Tom Reinhold. „Im Interesse der Beschleunigung werden nur ausgewählte Haltestellen bedient.“ Dies sind zumeist solche, an denen wichtige Umsteigemöglichkeiten bestehen. Die Expressbusse erzielen so erhebliche Fahrzeitgewinne von bis zu 15 Minuten gegenüber heutigen Busverbindungen. Ziel aller drei geplanten Expressbuslinien (X58, X61 und X77) ist der Frankfurter Flughafen.

Nachtverkehr: fast wie am Tage

In den Jahren 2017 und 2018 hatten RMV und traffiQ das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs in den Wochenendnächten schon vollkommen neu strukturiert. „Jetzt gehen wir konsequent den nächsten Schritt“, stellt der traffiQ-Geschäftsführer fest. „Im neuen Frankfurter Nachtverkehr gilt ein einziges Liniennetz, das in jeder Nacht mindestens im Halbstundentakt bedient wird und sich faktisch nicht mehr vom Tagesnetz unterscheidet.“ Denn das Netz besteht aus dem 24-Stunden-Betrieb wichtiger Tageslinien: Dies sind einerseits U-Bahn- und Straßenbahnlinien, die aufgrund der geringeren Nachfrage in den Werktagsnächten durch neue schienennahe Nachtbuslinien ersetzt werden, und andererseits die auch nachts fahrenden Metrobuslinien. Ergänzt wird dieses Netz um weitere wichtige Buslinien, die im Halbstunden- oder Stundentakt verkehren. „Unter der Woche“ gilt also das gleiche Netz wie am Wochenende.

Foto: Stadt Frankfurt/ Andreas Varnhorn

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Krimi-Spannung made in Frankfurt

Über zwei Jahre mussten die Fans warten, nun präsentiert der Frankfurter Autor Lutz Ullrich den zehnten Band der Tom-Bohlan-Reihe – rechtzeitig vor Weihnachten. Und der Fall hat es in sich.

Der Wissenschaftler Thomas Winterstein ist einem Geheimnis auf der Spur, das sich in der menschlichen DNA verbirgt. Doch dann wird er tot am Hühnermarkt gefunden. Bohlan und Will ermitteln, werden aber schnell vom LKA ausgebremst. Und die Ereignisse überschlagen sich. Erst taucht eine weitere Bekannte auf. Die Journalistin Hannah Wollenberg, die bereits in „Citymord“ zu Einsatz kam, wird von einem weltbekannten Bestsellerautor beauftragt, Erkundigungen einzuziehen. Natürlich bedient sie sich ihrer Kontakte ins Computer-Hacker-Milieu. Schnell begibt sie sich in höchste Gefahr. Und dann gibt es einen zweiten Mord. Ein Mann lehnt tot am Uhrtürmchen auf der Berger Straße.

Natürlich geht es vordergründig um die beiden Toten. Doch wer Krimis des Frankfurter Autors und Rechtsanwalts kennt, der weiß, dass die Morde immer einen besonderen Hintergrund haben. So auch diesmal. Es geht um das menschliche Erbgut und die Geheimnisse, die sich in ihm möglicherweise verbergen. Um Menschen, die sie erforschen wollen und um Mächte, die genau das verhindern wollen. Und es geht um existenzielle Fragen. Wo kommen wir her? Wer hat uns erschaffen? Und was hat sich auf diesem Planeten bereits alles ereignet? Nichts ist, wie es scheint. Und es bleibt die Frage, wem man in der heutigen Zeit noch vertrauen kann?

„Tod am Hühnermarkt“ (ISBN 978-3-946247-26-5) ist Anfang Dezember als Taschenbuch und ebook erschienen. Das Buch hat 220 Seiten und ist im Buchhandel für € 10,95 erhältlich.

Und wir freuen uns natürlich sehr, dass Autor Lutz Ullrich MAINRiedberg fünf Bücher zur Verfügung stellte, die wir gestern Abend ab Erscheinen dieses Artikels verlosen konnten! Vielen lieben Dank dafür! Die Gewinner*innen werden wir noch heute informieren.

Foto: MAINRiedberg

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Keine Schule, keine Geschäfte: Ab heute gilt ein strikter Lockdown

Corona Virus

Nach den Beschlüssen von Bundesregierung und Ländern hat heute Mittag auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier die harten Lockdown-Regeln erläutert. Ab heute müssen Geschäfte wieder schließen, die Präsenzpflicht in Schulen wird aufgehoben. Auch an Weihnachten und Silvester gelten weitreichende Einschränkungen.

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben sich am Sonntag auf umfassende Corona-Beschränkungen geeinigt. Sie gelten ab dem heutigen Mittwoch bis zum 10. Januar. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) stellte die Beschlüsse im Anschluss in einer Pressekonferenz vor. „Die bisherigen Beschlüsse waren richtig und haben gewirkt, aber nicht hinreichend“, sagte Bouffier. Mit Verweis auf die anhaltend hohen Infektionszahlen, die Zahl der Toten und die angespannte Situation in den Kliniken nannte Bouffier die weitern Maßnahmen als „zwingend notwendig“.

Das gilt in Schulen und Kitas

Am Montag und Dienstag bleiben die Schulen in ihrem normalen Betrieb. Von Mittwoch bis Freitag wird die Präsenzpflicht aufgehoben, also schon drei Tage vor den Weihnachtsferien. Die Schulen werden in Hessen aber nicht geschlossen. Grund sei die womöglich nicht umsetzbare Betreuung zuhause, sagte Bouffier laut hessenschau.de . Wer zuhause bleiben könne, solle dies tun.

Bis auf die Klausuren der Abschlussjahrgänge werden alle Klassenarbeiten, die noch in den nächsten Tagen an den Schulen geplant waren, nicht stattfinden.

In den Kitas gilt: Kindergartenkinder sollen nur noch dann in den Einrichtungen betreut werden, wenn etwa die Eltern arbeiten gehen müssen. Wörtlich sagte Bouffier: Für Kitas gebe es kein Betretungsverbot, „aber die Kinder sollten möglichst zu Hause bleiben“. 

Einzelhandel muss schließen – Supermärkte bleiben offen

Der Einzelhandel muss ab Mittwoch mit Ausnahme der „Geschäfte für den täglichen Bedarf“ schließen. Offen bleiben Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Tankstellen, Banken und Postfilialen.

Auch Friseursalons und Baumärkte müssen schließen. Restaurants bleiben geschlossen, dürfen aber weiterhin Essen „to go“ anbieten, Kantinen dürfen offen bleiben. Hotels bleiben geöffnet, nicht aber für den Tourismus.

Den Handel trifft der zweite große Lockdown mitten im Weihnachtsgeschäft besonders hart. 

Private Treffen und Weihnachten

Die Regeln für private Treffen bleiben: Aus zwei Haushalten dürfen sich maximal fünf Erwachsene und beliebig viele Kinder unter 14 Jahren treffen.

Vom 24. bis 26. Dezember sind in Hessen mehr Kontakte möglich. Neben dem eigenen Hausstand dürfen sich vier weitere Personen aus dem engsten Familienkreis wie Geschwister oder Eltern treffen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Kein Feuerwerk und keine Feiern an Silvester

An Silvester gilt dagegen die bisherige Beschränkung auf fünf Personen aus maximal zwei Hausständen. Feiern und Versammlungen in der Öffentlichkeit sind nicht erlaubt. Außerdem ist der Verkauf von Feuerwerk vor Silvester grundsätzlich verboten. Generell gilt ab Mittwoch ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit.

Mehr Tests in Pflegeheimen, Gottesdienste noch fraglich

In den besonders vom Coronavirus betroffenen Alten- und Pflegeheimen soll intensiver auf das Coronavirus getestet werden. In Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 soll der Nachweis eines aktuellen negativen Coronatests auch für die Besucher verbindlich werden. Details will die Landesregierung morgen beschließen. 

Dann gibt es noch ein Thema, was nicht nur Weihnachten für viele von großer Bedeutung ist: Die Landesregierung wird Anfang der Woche auch mit den Kirchen beraten, wie Gottesdienste weiter stattfinden können.

Die Regeln gelten bis einschließlich 10. Januar 2021. Die Regierungschefs von Bund und Ländern wollen wenige Tage vorher erneut zusammenkommen, um über die Maßnahmen ab dem 11. Januar zu beraten.

Foto: CDC / Unsplash.com

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Genießen wie beim „Lahmen Esel“…

Eine tolle Idee gegen Weihnachtsstress und für beste Frankfurter Küche auf dem Teller: An einem Weihnachtsstand im Nordwestzentrum verkauft der „Lahme Esel“ auch jetzt noch Klöße, Rotkraut und Fleischgerichte frisch gekocht und frisch verpackt. Fürs Genießen zu Hause.

Corona macht erfinderisch, Thomas Metzmacher vom traditionellen Frankfurter Apfelweinlokal  „Zum Lahmen Esel“ sowieso: Erst gab’s im Niederurseler Krautgartenweg  die erste Äppelwoi-Kneipe mit Drive-in (die jetzt winterbedingt einem ausgeklügelten „to-go“-Konzept weicht) – und jetzt gibt’s die Lahme-Esel-Gerichte frisch gekocht und frisch verpackt auf einem der Weihnachtsstände mitten im Nordwestzentrum zu kaufen. Mit großem Erfolg: „Wir können an manchen Tagen gar nicht so schnell kochen und vakuumieren, so groß ist die Nachfrage“, freut sich Metzmacher. Besonders beliebt sind die Kartoffelklöße und das Hirschkalbsgulasch, aber auch Rotkraut, Wirsing, Grünkohl, Königsberger Klopse & Co.

Verrückt ist mal wieder auch die Mini-Vorbereitungszeit: Von der Gerichte-für-zu-Hause-Idee bis zur Realisierung waren’s nur vier Tage, Kauf einer teuren Vakuumier-Maschine inklusive. Doch der Aufwand scheint sich zu lohnen: Sogar am Freitag Vormittag gab’s bereits eine Warteschlange – mit Corona-Abstand – vorm Weihnachtsstand. Und im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben in der Gastronomie sind beim Lahmen Esel wegen der vielen Abhol-Bestellungen im Lokal und der Aktion im Nordwestzentrum nur noch wenige Angestellte in Kurzarbeit.

Übrigens ist unmittelbar vor Weihnachten auch noch ein „Pop-up Weihnachtskaufhaus“ direkt im Apfelweinlokal in Niederursel geplant …

Der Weihnachtsstand der Traditionsgaststätte „Zum Lahmen Esel“ im Nordwestzentrum (Erdgeschoss) bleibt auch während des Lockdown Mo. bis Sa. von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Am 24.12. von 10 bis 14 Uhr.

Weitere Informationen unter lahmer-esel.de

Foto: MAINRiedberg

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NEU! Die aktuelle MAINRiedberg

Corona, Pandemie, Lockdown und nur noch wenige Tage bis Weihnachten – das sind die Schlagworte, die momentan unser Leben bestimmen und die uns vermutlich noch Monate begleiten werden. Wir von MAINRiedberg haben lange überlegt, mit welchen Themen wir dieses denkwürdige Jahr ausklingen lassen und Richtung 2021 starten wollen. Wir wollten, trotz und gerade wegen der aktuellen Lage, Mut machen und Mut-Macher finden. Menschen, die den Sprung ins buchstäblich kalte Wasser wagten und mit viel Hartnäckigkeit und einer innovativen Idee ein Start-up gründeten, das der Krise trotzt und neue Möglichkeiten eröffnet. Wir berichten über Gründerinnen und Gründer von Mitte 20 bis Anfang 70. Wie App-Entwickler Maxim Beizerov, „Backheldin“ Luwam Tecle-Debesay und Hannelore Schüssler, die eine Tagesbetreuung für Demenzkranke leitet.

Doch das Thema Corona lässt uns nicht los. Was berichten Ärzte, wie stemmen sich Gastronomen und Künstler gegen die Krise? Und wie wirkt sich Homeoffice auf unsere Familien aus? Neben diesen Umfragen sind wir auch ein bisschen stolz darauf, dass sich der scheidende Senckenberg-Generaldirektor Volker Mosbrugger Zeit für ein Gespräch zu den großen Fragen des Klimawandels, dem Thema Biodiversität und – natürlich – zum Riedberg genommen hat. Unser Urteil: Unbedingt lesen!

Bleibt nur noch die Frage: Wer hat den schwarz-weißen Oma-Sessel in den Kätcheslachpark gestellt, um ein Cover-Foto zu zaubern, das auch in dieser Zeit positive Impulse gibt und sämtlichen Corona-Regeln standhält? Das verraten wir erst im Magazin…

Die MAINRiedberg-Magazine werden in Frankfurt-Riedberg verteilt und liegen bei unseren Kooperationspartnern in angrenzenden Stadtteilen, sowie in Cafés und Gaststätten, Arztpraxen und sozialen Einrichtungen kostenlos zum Mitnehmen aus. Sollten Sie in den nächsten Tagen kein neues Magazin bekommen oder Nachfragen haben – eine Nachricht an mail@main-riedberg.de genügt.

Wir wünschen Ihnen und Euch allen viel Glück, Zuversicht, Mut für das nächste Jahr und vor allem Gesundheit!

Euer/ Ihr

Team von MAINRiedberg

Foto: MAINRiedberg

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Heute fahren alle zum Kinder-Preis

Fahrkartenautomat des RMV

Sich wieder wie ein Kind fühlen – das kann man jetzt in Frankfurt. Zumindest, wenn es ums Fahren in Bus und Bahn geht. Um den Kunden zum Abschluss des Jahres etwas weiterzugeben, hat sich Oberbürgermeister Peter Feldmann etwas einfallen lassen. Am heutigen dritten Adventssamstag kann jeder mit einem Kinderfahrschein statt eines Einzelfahrscheins für Erwachsene fahren.

„Mit diesem Angebot ermöglichen wir den Fahrgästen am Samstag vor dem dritten Advent, kostengünstig mit einem Kinderfahrschein in Frankfurt unterwegs zu sein, um so ihren Weihnachtseinkauf zu erledigen“, sagt der RMV-Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Feldmann.

Das spart fast die Hälfte des Preises. Beispielsweise kostet dann im Stadttarif ein Einzelfahrschein nur 1,55 Euro anstatt 2,75 Euro. Das Angebot gilt für Kurzstrecke, Einzelfahrschein und Tageskarte. RMV-Kinderfahrscheine können an Fahrkartenautomaten, beim Fahrpersonal oder als RMV-HandyTicket erworben werden.

Foto: RMV

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Schulen bereiten sich auf Wechselunterricht vor

Während landesweit noch darüber diskutiert wird, bereitet sich die IGS Kalbach-Riedberg auf ein Wechselmodell nach den Ferien vor. Am Gymnasium Riedberg findet zunächst ein pädagogischer Tag zum Thema Distanzunterricht statt.

Ursprünglich wollte die IGS aufgrund der steigenden Corona-Zahlen schon im Dezember mit Wechselunterricht starten. „Wir haben entschieden, nochmals bis zum Januar abzuwarten, haben das Konzept aber in der Schublade und werden auch vor Weihnachten einen halben Tag proben und unter anderem die digitale Schulplattform `Moodle‘ sowie die Webcams ausprobieren“, erklärt Schulleiterin Susanne Gölitzer und fügt hinzu: „Wir halten die Wechselbeschulung mit halber Klassengröße immer noch für notwendig, möchten aber erst eine Umfrage bei Eltern machen, wer welche Betreuungsbedarfe hat.“ Zudem warte man auf einen Bericht des Gesundheitsamtes zum Thema Lüftung.

Geplant ist, dass die Kinder nach dem Ende der Weihnachtsferien im täglichen Wechsel zuhause und im Klassenraum unterrichtet werden. Hausaufgaben werden über die digitale Plattform „Moodle“ gestellt oder an den Tagen in der Schule. Klassenarbeiten sollen wie geplant stattfinden. Aber auch an den Tagen ohne Präsenzunterricht soll um 10 Uhr eine digitale Klassenkonferenz stattfinden. „Denn dieser Startschuss in den Tag und eine Struktur ist für die Kinder sehr wichtig“, erklärt Gölitzer. Täglich von 8 bis 10 Uhr werden Lehrerinnen und Lehrer auch direkte Ansprechpartner in der Schule sein. Kinder, die nicht über das digitale Equipment verfügen, bekommen dieses gestellt.

Schüler fordern den sofortigen Wechselunterricht

Die Schülervertretungen von sieben Frankfurter Schulen, unter anderem vom Gymnasium Riedberg, hatten bereits vor zwei Wochen eine sofortige Einrichtung des Wechselunterrichts gefordert und teilweise auch dafür gestreikt. Da war das Gymnasium Riedberg aber die Schule mit den geringsten Corona-Zahlen in Frankfurt. Dies rechtfertige aus Sicht des Gesundheitsamtes und der Schulleitung kein Wechselmodell für die gesamte Schule, lautete damals die Auskunft. 

Dennoch bereitet man sich auch am Gymnasium auf verschiedene Formen des Distanzunterrichts vor, da auch ein erneuter Lockdown nicht mehr ausgeschlossen scheint. Der Förderverein hat Kameras und Mikrofone zur Verfügung gestellt, ein neues Videosystem steht bereit. Am 11. Januar findet ein pädagogischer Tag zum Thema Distanzunterricht statt, um auf künftige Entwicklungen reagieren zu können – die Schülerinnen und Schüler haben somit einen Tag länger Ferien. 

Foto: Taylor Wilcox/ Unsplash

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Universität und Gymnasium Riedberg wollen enger kooperieren

Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Goethe-Universität und das Gymnasium Riedberg haben ihre bereits seit 2013 bestehende Kooperation nun verstetigt. Dekan Prof. Dr. Sven Klimpel und Schulleiter Helmut Kühnberger unterzeichneten gestern im Beisein des Schülersprechers André Karavilovski und des Schulelternbeiratsvorsitzenden Dr. Sascha Peter die Kooperationsvereinbarungen.

Mit der erneuten Unterzeichnung wird die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Institutionen nicht nur fortgesetzt, sondern weiter vertieft und verstetigt. Die Unterzeichnenden betonten dabei das starke beiderseitige Interesse an einer optimalen Vorbereitung der Schüler*innen auf ein mathematisch-naturwissenschaftliches Studium. So können Schüler*innen des Riedberg-Gymnasiums nicht nur die naturwissenschaftlichen Schülerlabore der Universität nutzen, sondern auch an geeigneten Vorlesungen teilnehmen oder sich im Rahmen der Begabtenförderung an ausgewählten Forschungsprojekten beteiligen.

„Neben der Breitenförderung liegt uns auch die Begabtenförderung sehr am Herzen“, betonte Kühnberger. „Besonders begabten Jugendlichen bieten wir durch diese Kooperation eine ihren Talenten entsprechende Ausbildung auf höchstem Niveau.“ Wichtig sei auch die emotionale Seite. „Die vielen sympathischen Professorinnen und Professoren, die mit Begeisterung ihren Beruf ausüben, hinterlassen oft einen tiefen Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern und ermutigen sie, ihren naturwissenschaftlichen Weg weiterzugehen.“

„Besonders gut haben mir das Genetikprojekt und das Fließgewässerprojekt ‚Urselbach‘ gefallen, weil wir einen Einblick in echte Forschung bekommen haben. Auch dass wir die Theorie, die wir im Unterricht gelernt haben, praktisch umsetzen konnten, fand ich sehr spannend“, berichtet die 17-jährige Schülerin Niya.

Neben zielgerichteten Lehrkräftefortbildungen der beteiligten Fachbereiche Geowissenschaften/Geographie, Informatik/Mathematik, Physik, Biochemie, Chemie, Pharmazie und Biowissenschaften wird auch die Möglichkeit geboten, an ausgewählten Institutsvorträgen des Fachbereichs Biowissenschaften teilzunehmen und sich so bei unterrichtsrelevanten Themen auf den neuesten Stand der Forschung zu bringen. Im Gegenzug erklärt sich das Gymnasium Riedberg beispielsweise bereit, fachdidaktische Forschungsvorhaben, die häufig mit den gemeinsamen Projekten verbunden sind, zu unterstützen.

Deutliche Kritik am neuen Verfahren der Platzvergabe an den Schulen

Neben den freudigen Tönen wurden aber auch problematische Punkte bei der Förderung des naturwissenschaftlich-mathematischen Nachwuchses an den weiterführenden Schulen in Frankfurt angesprochen. So äußerte sich Prof. Dr. Klimpel kritisch gegenüber dem geänderten Verfahren der Platzvergabe an weiterführenden Schulen. Demnach dürfen Schulen mit Schwerpunkten in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ihre Schüler*innen nicht mehr nach dem diesbezüglichen Wunsch der Eltern auswählen. Die Auswahl nach den Schwerpunkten Musik und Sport soll dagegen weiterhin gelten. „Dies widerspricht dem Prinzip der individuellen Begabtenförderung und erscheint gerade im MINT-Bereich fatal“, erklärte Klimpel. „Denn gerade die in den Technologiebranchen beschäftigten MINT-Fachkräfte sichern mit ihren zukunftsfähigen Innovationen die Wettbewerbsfähigkeit in einer globalisierten Welt und stellen damit die Basis unseres Wohlstandes dar. Hier gilt es insbesondere von unserer Seite her, Schülerinnen und Schüler und somit angehende Studierende für MINT-Fächer zu begeistern und zu qualifizieren“, resümierte Klimpel. „Daher sollte grundsätzlich der Schwerpunkt ‚MINT-Schule‘ als besonderer Schwerpunkt vom Kultusministerium bestätigt werden“, so Klimpel und führt an, dass er und seine Kollegen dies bereits im Dezember 2019 in einen gleichlautenden Brief an den hessischen Kultusminister Herrn Prof. Dr. Lorz gefordert hatten. Eine Rückmeldung stünde bis heute aus.

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Bild oben: Nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen. André Karavilovski (Schülersprecher), Prof. Dr. Sven Klimpel (Dekan Goethe-Universität), Dr. Sascha Peter (Schulelternbeiratsvorsitzender), OStD Helmuth Kühnberger (Schulleiter), Emma Seitz (stellvertretende Schülersprecherin) Foto: Dorian Dörge, Goethe-Universität

Informationen & Foto: Goethe-Universität

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Frankfurt wird Sitz der EURO 2024 GmbH

Markierung auf Rasen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Europäische Fußball-Union (UEFA) haben heute in der Frankfurter DFB-Zentrale ein Joint Venture zur Organisation der UEFA EURO 2024 in Deutschland gegründet.

Die unter dem Namen EURO 2024 GmbH fungierende Organisationseinheit und deren Beschäftigte werden in der Stadt am Main arbeiten, worüber sich Sportdezernent Markus Frank außerordentlich freut: „Die Entscheidung von DFB und UEFA, die Fußball-Europameisterschaft 2024 von Frankfurt am Main aus zu organisieren, bedeutet für die Sportstadt Frankfurt ein absolutes Highlight und erfüllt uns mit großem Stolz. Es zeigt, dass wir mit unserem attraktiven Standort, vielen infrastrukturellen Vorteilen und unserer Sportbegeisterung überzeugen und mehr noch, dass das Miteinander funktioniert. Ich bin glücklich, dass sich die Sportverbände bei uns wohl fühlen, und wir werden uns anstrengen, dass das auch künftig so bleibt.“

Die EURO 2024 GmbH hat angekündigt, nun die anstehenden zentralen Themen wie Personal-, Budget- und Organisationsplanungen voranzutreiben und die operative und strategische Umsetzung des Turniers vorzubereiten. Stadtrat Frank sagt dazu: „Die UEFA EURO 2024 ist ein Megaprojekt, dem sich die Stadt Frankfurt als Spielort und Mitausrichter von voraussichtlich fünf Turnierspielen bereits seit einiger Zeit intensiv widmet. Nun schauen wir gespannt auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren Partnern, mit denen wir gemeinsam eine erfolgreiche und unvergessliche EM 2024 auf die Beine stellen werden.“

Weitere Informationen zur UEFA EURO 2024 gibt es unter http://www.dfb.de/die-mannschaft/euro-2024/ im Internet.

Foto: Sandro Schuh / Unsplash

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Jetzt gilt Tempo 40 in der Innenstadt

Ab sofort gilt Tempo 40 auf den wichtigsten Straßen in der Frankfurter Innenstadt – eigentlich war die Einführung des Tempolimits erst Anfang 2021 geplant.

„Es ist gut, dass Tempo 40 auf wichtigen Straßen in der Innenstadt schon im Dezember eingeführt werden konnte“, zeigt sich Verkehrsdezernent Klaus Oesterling erfreut. „Das ist ein wichtiger Baustein, um Dieselfahrverbote zu vermeiden.“

Der Grund für diese Anordnung ist die seit 2010 bestehende Verpflichtung zur Einhaltung der Grenzwerte für Stickoxyde (NOx). Das Land Hessen ist durch den Verwaltungsgerichtshof in Kassel 2019 verurteilt worden, den Luftreinhalteplan für die Stadt Frankfurt am Main fortzuschreiben, und das Land Hessen hat Tempo 40 auf Straßen mit erheblicher Verkehrsbedeutung in der Innenstadt als eine Maßnahme berücksichtigt, die durch die Stadt Frankfurt zu erbringen ist. „So sind wir in die Lage versetzt worden, schon bevor der neue Luftreinhalteplan Rechtskraft erlangt, Tempo 40 anzuordnen“, erläutert Oesterling. „Das ist gut so, denn wenn die Dieselfahrverbote kommen sollten, dann aufgrund gemessener Werte, und nicht ausschließlich wegen Berechnungen. Wenn es uns also gelingt, mit Tempo 40 die Werte zu senken, vermindern wird die Gefahr von Fahrverboten.“ Tempo 40 ist hierbei einer von mehreren Beiträgen zur Senkung der Immissionsbelastung und damit zum Gesundheitsschutz.

Wo gilt Tempo 40?

Zu den von der Regelung für Tempo 40 betroffenen Straßen zählen viele Hauptverkehrsadern in der Innenstadt. Das neue Tempolimit gilt beispielsweise am nördlichen Mainufer, auf der Neuen Mainzer Straße oder der Konrad-Adenauer-Straße sowie auch in diversen weiteren Straßen, die innerhalb des Anlagenrings liegen. 

Berechnungen zur Wirksamkeit von Tempo 40 hat die Landesregierung angestellt. Beispielhaft wird für die Neue Mainzer Straße zwischen Große Gallusstraße und Neue Schlesingergasse von einer NO2-Minderung von -2,3 Mikrogramm pro Kubikmeter ausgegangen, für die Bleichstraße zwischen Krögerstraße und Brönnerstraße von -1,9 Mikrogramm pro Kubikmeter.

„Wir werden die Einhaltung der Geschwindigkeiten auch überwachen“, kündigt der Stadtrat an. Mit den mobilen Messeinrichtungen in den Fahrzeugen kann das die städtische Verkehrspolizei bereits, für die teilstationären Einrichtungen, die Messanhänger, hat das Straßenverkehrsamt schon Änderungsanträge bei der für die Genehmigung der Standorte der zuständigen Polizeiakademie wegen der geänderten Regelgeschwindigkeit gestellt. „Die Genehmigung sollte recht zügig bei uns sein“, sagt Oesterling.

Foto: Archiv

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