Kategorie: AktuelleNEWS

Achtung – falsche Polizeibeamte rufen an!

Teil eines Polizeiwagens

Seit heute Morgen rufen im gesamten Raum Frankfurt falsche Polizeibeamte ihre potentiellen Opfer an und fragen dabei nach Geld und Vermögenswerten.

Der gesamte Vorwahlbereich 069 wird abtelefoniert. Die Täter geben sich als Polizisten aus und senden mitunter eine offizielle Behördentelefonnummer mit, die aber künstlich erzeugt ist. Mit fadenscheinigen Geschichten, beispielsweise, dass ein Zettel mit Adressen der Polizei vorliegt, wo Einbrecher demnächst versuchen werden, Beute zu machen. Die Opfer müssten demnach ihr Bargeld oder ihre Wertsachen an einen Polizisten, der das Ganze abholt, übergeben oder zur Abholung sicher deponieren.

Die Frankfurter Kriminalpolizei geht davon aus, dass pro Stunde rund 1000 solcher Anrufe aus Callcentern im Ausland hier im Frankfurter Raum eingehen. Daher der Appell der Frankfurter Polizei: „Bitte bleiben Sie aufmerksam, legen Sie auf und melden Sie sich beim Polizei-Notruf 110!“

Foto: Maximilian Scheffler on Unsplash

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Drei Personen durch Rauchgase verletzt

Feuerwehr-Signallicht

Feuerwehreinsatz am Riedberg: Heute Nachmittag wurden drei Personen durch Rauchgase aus einem defekten Akku verletzt.

Um 16.18 Uhr wurde die Feuerwehr in den Utilloweg im Französischen Viertel gerufen. Dort hatten sich bei Arbeiten an einem Akkumulator Rauchgase gebildet und die Kellerräume eines Wohnhauses verraucht. Der Heimwerker sowie zwei weitere Bewohner des Hauses erlitten durch das Einatmen schädlicher Gase Verletzungen und mussten vom Rettungsdienst zur Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden. Die verrauchten Kellerräume wurden von der Feuerwehr mit Hilfe von einem motorbetrieben Hochleistungslüfter quergelüftet und anschließend kontrolliert. Weitere Maßnahmen waren seitens der Feuerwehr nicht erforderlich, so dass der Einsatz gegen kurz nach 17 Uhr beendet werden konnte.

Foto: Archiv

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Neue Bestell-App jetzt mit Food-Guide

Made in Riedberg ist die neue Bestell-App Julienne, die inzwischen schon 24 Restaurants und Cafés in und um Frankfurt umfasst. Das Start-up startet in der Krise durch, legt den Fokus auf Nachhaltigkeit und kurze Wege und bietet ab sofort auch einen Food-Blog mit Geschichten aus der lokalen Gastronomie an.

„Julienne ist keine Konsum-App, es ist eine Tu-der-Umwelt-gut-App“ – so möchte der Riedberger IT-Unternehmensberater Maxim Beizerov die Richtung für das 2020  gegründete Start-up vorgeben. Bestellt wird über die App bei lokalen Gastronomiebetrieben, hier im Stadtteil beispielsweise bei „House of Waffels“, „kababiss“, „Karrys & Barrys“ oder beim neuen „Lab Restaurant“ im FIZ am Campus Riedberg. Bezahlt wird ebenfalls gleich per App, Abholen ist dann zur Wunschzeit und ohne Warteschlange möglich. Für die Nutzer ist das Angebot kostenfrei. Auch gegenüber den Lokalen wird auf hohe Gewinnmargen verzichtet, anders als das bei den großen Lieferdiensten üblich ist, heißt es bei Julienne. Die Kunden sollen ja nicht beliefert werden, sondern am besten zu Fuß kommen, um beim Umweltaspekt zu bleiben.

Wer bitte ist „Julienne“?

Zum Gründer-Team gehören neben den Brüdern Maxim und Eugen Beizerov der Düsseldorfer Management-Experte Rolf Reinecke, der als Chief Operating Officer fungiert. Gestartet wurde unter der App-Bezeichnung „piq“, als Abkürzung für „pick up“ sozusagen. Da diese drei Buchstaben aber  schweinchenmäßige Assoziationen wecken, wurde nach wenigen Monaten auf „Julienne“ umgeswitcht. In erster Linie steht Julienne für mindestens dreihundert Jahre französische Kochkunst. Diese Art und Weise, Gemüse für das Zubereiten von Speisen zu schneiden, wird oft von professionellen KöchInnen angewandt. Dabei entstehen unglaublich schnell streichholzähnliche, kleine Streifen, die dekorativ und natürlich wohlschmeckend sind. Julienne, noch dazu ladylike und mit einem frechen Gesicht, soll uns deshalb jetzt auf unserer Essensreise überallhin begleiten.

Neuer Food-Guide zum Lieblings-Restaurant

Apropos Reise: Ganz nach dem Motto „behind the scenes”, will die App jetzt mit einem neuen Food-Guide punkten, der sukzessive erweitert wird. „Wir wollen, dass jeder sehen kann, wer hinter den einzelnen Restaurants und Cafés steht. Wer unsere HeldInnen sind, die uns Tag täglich mit Essen versorgen und verwöhnen. Denn welcher Kunde weiß sonst, wer für sein Lieblingsgericht in seinem Lieblingsrestaurant verantwortlich ist? Auch die Gerichte selbst haben meist eine Geschichte“, sagen die Julienne-Macher. Jede Woche gibt es ab sofort neue Geschichten aus der lokalen Gastronomie. Los ging’s übrigens mit der beliebten Traditionsgaststätte „Zum Lahmen Esel“ in Niederursel. Nach dem Motto: Urig, gemütlich, lecker…

Weitere Informationen unter julienne.com und @julienne.germany

Foto: MAINRiedberg

Essens-Kult(ur) unterm Riedberg: Der neue Food-Guide der Bestell-App Julienne startet mit Thomas Metzmachers beliebtem Apfelweinlokal „Zum Lahmen Esel“ Foto: privat

 

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Erst Testkonzept – dann Schulöffnung?

Back to School

Vor dem Hintergrund der allgemein stark steigenden Infektionszahlen, die nicht auf einzelne Kommunen zurückzuführen sind, und aufgrund der noch nicht erfolgten Impfungen durch das Aussetzen der Impfungen mit AstraZeneca sowie der noch nicht zur Verfügung stehenden Schnelltests des Landes, appellieren Gesundheitsdezernent Stefan Majer und Bildungsdezernentin Sylvia Weber an das Land Hessen, bei den Beratungen des Corona-Kabinetts am morgigen Donnerstag zu beschließen, dass der geplante Einstieg in den Wechselunterricht ab dem 22. März ab der Klasse 7 landesweit ausgesetzt wird.

Die Zeit vor und in den Osterferien müsse vom Land genutzt werden, um ein Testkonzept für die regelmäßige Testung aller Schülerinnen und Schüler vorzulegen und die Lieferung und Durchführung der Tests an Schulen zu organisieren.

Foto: Archiv

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Frankfurt stoppt Impfung mit AstraZeneca

Corona Virus

Aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) hat die Bundesregierung die Corona-Impfungen mit AstraZeneca vorsorglich ausgesetzt. Nach neuen Meldungen von Hirnvenen-Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa hält das PEI weitere Untersuchungen für notwendig. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wird entscheiden, ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken.

Für die Angehörigen bestimmter Berufsgruppen – Personal von Arztpraxen, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Rettungsdienstpersonal, Polizei- und Ordnungskräfte – die bereits Impftermine mit AstraZeneca vereinbart haben, müssen die Impftermine leider bis auf vorerst einschließlich Donnerstag, 18. März, entfallen. Diese Personen werden daher gebeten, nicht zum vereinbarten Termin zum Impfzentrum zu kommen. Die Stadt Frankfurt informiert, sobald bekannt ist, wann eine erneute Anmeldung für einen Impftermin möglich ist. Zweitimpfungen mit Astra-Zeneca sind aktuell noch nicht betroffen.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: CDC / Unsplash.com

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Grüne erstmals stärkste Kraft in Frankfurt

Jetzt liegt das vorläufige amtliche Endergebnis vor: Die Grünen sind mit 25,6 % erstmals stärkste Partei in Frankfurt, gefolgt von der CDU (23,6 %) und deutlich vor der SPD (16,6 %), die große Verluste hinnehmen muss.

Die virtuelle Wahlparty bei den Frankfurter Grünen konnte noch gestern Abend beginnen. Denn während das Bild zu Beginn der Auszählungen noch sehr volatil war, war der Trend schon ab 20 Uhr eindeutig und das vorläufige amtliche Endergebnis von heute Mittag bestätigt: Die Grünen werden mit 25,6 Prozent der Wählerstimmen erstmals stärkste Kraft in Frankfurt, gefolgt von der CDU, die zunächst nur bei knapp 20 Prozent lag, aber im Laufe des Abends aufholen konnte. Nur auf Platz 3 liegt die SPD, die mit 16,6 Prozent mehr als 6 Prozentpunkte im Vergleich zur Kommunalwahl 2016 verlor.

Die FDP liegt bei 8,1 Prozent und gewinnt hinzu. Die Linke kommt auf 7,6 Prozent. Die AfD verliert und liegt letztlich bei 5,8 Prozent. Bei insgesamt 13,1 Prozent liegen die übrigen mehr als 20 Parteien, die zum Teil auch Sitze im Römer gewinnen konnten.

Die Sitzverteilung – Sieger sind auch kleine Parteien

Umgerechnet auf die Sitze bedeutet das Wahlergebnis: Die Grünen gewinnen 24 Sitze, die CDU 22, die SPD 15, FDP 8, Linke 7, AfD 5 Sitze – und die kleinen Parteien gehören ebenfalls zu den Gewinnern. Erstmals zieht die neue Pro-Europa-Partei Volt mit 3 Sitzen in den Römer ein, Die PARTEI hat 2 Sitze, BFF ebenfalls, Freie Wähler, BIG, Gartenpartei Ffm und ÖkolinX jeweils einen Sitz.

Das ist die neue Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung Quelle: Stadt Frankfurt/ Wahlleitung

So hat Riedberg und Kalbach gewählt

Wie aber wurde in Riedberg und Kalbach gewählt? Hier erreicht die CDU mit deutlichen 29,6 Prozent eines der besten Ergebnisse in Frankfurt, gefolgt von den Grünen mit 25,3 Prozent. Während die SPD nur 13,8 Prozent erreicht – und sich die FDP über ein Ergebnis von 11,4 Prozent freuen kann. Die AfD kommt auf 5,1 Prozent, die neue Pro-Europa-Partei Volt sofort auf 4,4 Prozent, sonstige Parteien auf mehr als 10 Prozent.

Das ist das vorläufige Ergebnis für unseren Stadtteil von 01.57 Uhr Quelle: Stadt Frankfurt/ Wahlleitung

Die Ergebnisse für die Wahlen zum Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg werden erst in einigen Tagen vorliegen.

Endergebnis erst im Laufe der Woche

Gestern wurden sowohl in den Wahllokalen als auch bei der Briefwahl nur die Stimmzettel ausgezählt, auf denen lediglich ein Listenkreuz gesetzt wurde. Die aufwendige Erfassung der kumulierten und panaschierten Stimmen wird mehrere Tage in Anspruch nehmen. Bis das Endergebnis im Laufe der Woche feststeht, werden nach Schätzung des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen rund 1,5 Milliarden Datensätze erarbeitet.

Grafiken: Stadt Frankfurt/ Wahlleitung

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Sexuelle Belästigung von Frauen – 32-Jähriger in U-Haft

Teil eines Polizeiwagens

Fahndungserfolg: Die Polizei konnte in den Feldgemarkungen von Kalbach an der A5 einen Mann (32) festnehmen, der in mindestens neun Fällen Frauen belästigt haben soll und dann mit dem Rad flüchtete.

Die Taten ereigneten sich in den vergangenen Wochen in der Nähe von Riedberg und Kalbach sowie in Bad Homburg und Oberursel. Allein am 23. Februar gab es drei Vorfälle, unter anderem im Bereich der Felder zwischen Oberursel und Kalbach und an der Fußgängerbrücke über die A5 – einer Strecke, die viele Jogger und Spaziergänger aus dem gesamten Stadtteil nutzen.

So gelang der Fahndungserfolg

In der Folge hat die Polizei umfangreiche Ermittlungen und Maßnahmen eingeleitet und war auch regelmäßig vor Ort. Am vergangenen Mittwoch gelang es nun Zivilfahndern der Frankfurter Polizei einen 32 Jahre alten Tatverdächtigen in unmittelbarer Nähe der bisherigen Tatorte, auf den Feldern bei Kalbach nahe der A5 festzunehmen. Bei der Durchsuchung des Mannes, dessen äußeres Erscheinungsbild Übereinstimmungen mit der Täterbeschreibung aufwies, fanden die Beamten zudem ein Mobiltelefon auf, das einer der Geschädigten bei einer der Taten gestohlen wurde.

Der 32-Jährige, der über keinen festen Wohnsitz verfügt, wurde nach seiner Festnahme einen Tag später dem Haftrichter vorgeführt. Ihm werden insgesamt neun Taten zugerechnet. Aufgrund eines Untersuchungshaftbefehls wegen des Verdachts der sexuellen Übergriffe erfolgte seine Einlieferung in eine Justizvollzugsanstalt.

Foto: Maximilian Scheffler / Unsplash

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Kommunalwahl: Grüne klar vorne, CDU und SPD verlieren

In Frankfurt sind bisher 349 von 516 Wahlbezirken ausgezählt, aber der Trend ist eindeutig: Die Grünen liegen mit 25 % klar an der Spitze vor CDU (19,5 %) und SPD (17,2 %), die auch gegenüber der Kommunalwahl von 2016 deutlich verlieren.

Angeblich läuft die weitgehend virtuelle Wahlparty bei den Frankfurter Grünen schon. Denn während das Bild zu Beginn der Auszählungen noch sehr volatil war, ist der Trend inzwischen eindeutig: Laut der aktuellen Hochrechnung von 21.45 Uhr liegen die Grünen erstmals mit 25 Prozent klar an der Spitze, während die CDU mit 19,5 Prozent fast fünf Prozentpunkte im Vergleich zu den vergangenen Kommunalwahlen verliert und nicht mehr stärkste Kraft in der Stadtverordnetenversammlung sein wird. Die SPD scheint sogar mehr als 6 Prozent zu verlieren und kommt nur auf etwas mehr 17 Prozent.

Die FDP liegt momentan bei 8,3 Prozent und gewinnt mehr als einen Prozentpunkt hinzu. Die Linke hat mit 8,6 Prozent auch leichte Zugewinne. Die AfD verliert leicht und liegt derzeit bei knapp über 8 Prozent. Bei insgesamt 13 Prozent liegen die übrigen mehr als 20 Parteien, die teilweise durchaus Chancen auf einen oder mehrere Sitze im Römer haben.

So hat Riedberg und Kalbach gewählt

Wie aber wurde in Riedberg und Kalbach gewählt? In unserem Bezirk bleibt laut der letzten Hochrechnung von 20.45 Uhr die CDU mit 25,9 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von den Grünen mit 24,5 Prozent – während erstmals SPD und FDP mit jeweils 13,4 Prozent gleichauf liegen. Die AfD kommt auf 6,5 Prozent, die neue und junge Europa-Partei Volt sofort auf 4,7 Prozent, sonstige Parteien auf mehr als 11 Prozent.

Die Ergebnisse für die Wahlen zum Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg werden erst in einigen Tagen vorliegen.

Das ist das vorläufige Ergebnis für unseren Stadtteil heute 20.45 Uhr Grafik: Stadt Frankfurt

Endergebnis erst im Laufe der Woche

Denn am Sonntag werden sowohl in den Wahllokalen als auch bei der Briefwahl nur die Stimmzettel ausgezählt, auf denen lediglich ein Listenkreuz gesetzt wurde. Die aufwendige Erfassung der kumulierten und panaschierten Stimmen wird mehrere Tage in Anspruch nehmen. Bis das vorläufige Endergebnis im Laufe der Woche feststeht, werden nach Schätzung des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen rund 1,5 Milliarden Datensätze verarbeitet.

Hochrechnung: Stadt Frankfurt am Main/ 21.45 Uhr

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Rekordzahlen bei der Briefwahl

Briefwahl

Die Endergebnisse der Kommunalwahl stehen erst in einigen Tagen fest, doch schon jetzt ist klar: Noch nie wurden bei einer Wahl in Frankfurt so viele Briefwahlanträge gestellt wie dieses Mal. Rund 30 Prozent der Wahlberechtigten wollten per Briefwahl abstimmen. Die Stadt spricht von einer „logistischen Herausforderung“.

169.808 Wahlscheine für Stadtverordnetenversammlung, Ortsbeiräte und die Kommunale Ausländerinnen- und Ausländervertretung (KAV) wurden bis zum Freitag vor der Wahl ausgestellt. Allein für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung wurden seit dem 1. Februar 154.119 Stimmzettel in den beiden Briefwahllokalen in der Innenstadt und in Höchst ausgegeben oder den Wählerinnen und Wählern nach Hause geschickt. Damit haben rund 30 Prozent der Wahlberechtigten einen Briefwahlantrag gestellt. Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl 2016 waren es bis Freitag vor der Wahl 57.616 Wahlscheine, was 11,5 Prozent der Wahlberechtigten entspricht. Das bedeutet: Gegenüber der letzten Wahl hat sich die Nachfrage bei der Briefwahl fast verdreifacht. Wie viele Bürgerinnen und Bürger, die Briefwahl beantragt haben, tatsächlich von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben, wird erst das Endergebnis zeigen, da erfahrungsgemäß nicht alle ausgegebenen Stimmzettel zurückgeschickt werden.

1300 Helfer zählen die Briefwahlstimmen aus

„Wegen der Corona-Pandemie hatten wir damit gerechnet, dass sich deutlich mehr Wählerinnen und Wähler für die Briefwahl entscheiden“, sagte Jan Schneider, der für Wahlen zuständige Dezernent, beim Besuch der Briefwahlauszählung in der Messehalle 3. „Diese große Menge an Wahlbriefen stellt nicht nur eine große logistische Herausforderung dar, sondern bedeutet auch, dass bei der Auszählung ganz andere Mengen als bei früheren Wahlen zu bewältigen sind.“ Rund 1300 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind am Wahlsonntag mit der Auszählung der Briefwahl beschäftigt. Dafür steht eine rund 18.000 Quadratmeter große Fläche in der Messehalle 3 zur Verfügung. Dorthin wurden am Sonntag mit mehreren Lkw die Urnen mit den Wahlbriefen geliefert.

Im Vergleich zu früheren Wahlen ist der Platz für die Auszählung ungefähr doppelt so groß, damit die Helferinnen und Helfer die Abstandsregeln einhalten können. „Ich bedanke mich bei allen, die sich trotz der schwierigen Umstände ehrenamtlich für die Demokratie engagieren“, sagte Schneider. „Das ist nicht selbstverständlich und verdient ganz besondere Anerkennung.“ Dies gilt auch für die rund 4000 Mitglieder der allgemeinen Wahlvorstände in den insgesamt 376 Wahllokalen im Stadtgebiet. Oliver Becker, der Leiter des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen, ist erfreut über die Bereitschaft mitzuhelfen. „Wir sind sehr angetan von der Resonanz in der Bevölkerung.“

So werden die kumulierten und panaschierten Stimmen ausgezählt

Schneider und Becker bedanken sich auch bei den rund 1800 städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von Montag an die Auszählung in mehreren städtischen Dienstgebäuden fortsetzen. Denn am Sonntag werden sowohl in den Wahllokalen als auch bei der Briefwahl nur die Stimmzettel ausgezählt, auf denen lediglich ein Listenkreuz gesetzt wurde. Die aufwendige Erfassung der kumulierten und panaschierten Stimmen wird mehrere Tage in Anspruch nehmen. Bis das vorläufige Endergebnis im Laufe der Woche feststeht, werden nach Schätzung des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen rund 1,5 Milliarden Datensätze verarbeitet.

Foto: Stadt Frankfurt/ Roessler

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Information zu kostenlosen Schnelltests in Frankfurt

Corona Virus

Alle Bürgerinnen und Bürger haben seit Montag den Anspruch darauf, sich ein Mal pro Woche durch einen kostenlosen Antigen-Schnelltest auf eine mögliche SARS-CoV-2-Infektion testen zu lassen. Jetzt setzt Frankfurt den Testanspruch um.

Die Tests können bereits jetzt von niedergelassenen Ärzten mit Kassensitz sowie von den Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen durchgeführt werden. „Mit der heute veröffentlichten Allgemeinverfügung zur Bürgertestung setzen wir in Frankfurt den vom Bund formulierten Testanspruch um. Leistungserbringerinnen und -erbringer wie Apotheken, Zahnarztpraxen, medizinische Labore und Hilfsorganisationen in Frankfurt sind nun allgemein beauftragt, kostenlose Corona-Schnelltests durchzuführen. Wir gehen davon aus, dass viele der jetzt Beauftragten auch tatsächlich diese kostenlose Schnelltest anbieten. Sollte die Nachfrage das Angebot übersteigen, sind wir kurzfristig in der Lage, weitere Beauftragungen auszusprechen“, sagt Gesundheitsdezernent Stefan Majer.

Die Beauftragung erfolgt unter bestimmten Auflagen, etwa die unverzügliche namentliche Nennung positiver Corona-Schnelltests an das Gesundheitsamt. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat eine erste Übersicht über die bisher gemeldeten Anlaufstellen für kostenlose Corona-Schnelltests für Bürgerinnen und Bürger in Hessen auf seiner Website eingestellt. Diese ist nach Postleitzahlengebieten gegliedert und wird regelmäßig aktualisiert. Weitere Infos gibt es unter https://hessenlink.de/HMSI94 im Internet.

Von Selbsttestungen rät das Gesundheitsamt ab

„Bei einem positiven Testergebnis wird ein PCR-Test zur Bestätigung des Schnelltestergebnisses empfohlen. Der Verweis an die dafür geeigneten Testzentren obliegt den Stellen, die den Schnelltest durchgeführt haben“, sagt Dr. Udo Götsch, Infektiologe am Frankfurter Gesundheitsamt. Im Gesundheitsamt selbst werden keine kostenlosen Antigen-Schnelltests durchgeführt.

Von Selbsttestungen bei fehlender Expertise rät das Gesundheitsamt ab. Das positive Ergebnis eines Selbsttests führt zur Verpflichtung, sich selbst zu isolieren und zur Bestätigung des Ergebnisses, nach Absprache mit dem Hausarzt oder der Hausärztin, einen PCR-Test durchführen zu lassen.

Weitere Frankfurt-spezifische Fragen und Antworten rund um das Thema „SARS-CoV-2 und COVID-19“ finden sich unter »http://www.frankfurt.de/coronavirus-fragen-und-antworten« im Internet.

Foto: CDC / Unsplash.com

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