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SC Riedberg, Riedberger SV und FC Kalbach stellen Spiel- und Trainingsbetrieb ein

Markierung auf Rasen

In einem Rundschreiben informiert der SC Riedberg: „Heute hat der Hessische Fußball Verband den Spielbetrieb bis Ostern eingestellt. Der Deutsche Rugby Verband empfiehlt, den Spielbetrieb baw. auszusetzen. Der Hessische Basketball-Verband hat den Spielbetrieb sogar vorzeitig für diese Saison beendet. Auf Empfehlung der Sportverbände und in Abstimmung mit den umliegenden Vereinen hat der Vorstand heute entschieden, ab sofort den Trainingsbetrieb im SC Riedberg komplett einzustellen. Dies gilt zunächst bis Karfreitag, den 10.04.2020 einschließlich. Dies betrifft alle Sparten bzw. Sportarten, egal ob im Freien oder in der Halle. „

Auch der FC Kalbach informiert über die Einstellung des Spiel- und Trainingsbetriebes – und verweist auf das offizielle Schreiben des Hessischen Fußballverbandes. „Wir als FC Kalbach – wie sicher alle Vereine – halten uns natürlich daran“, heißt es in einer Mitteilung an MAINRiedberg.

Riedberger SV: keine Spiele, kein Indoorsporttag, kein Training bis 10. April

Die Informationen des Riedberger SV lauten: „Wir haben bereits gestern entschieden, den für 22. März 2020 geplanten Indoorsporttag abzusagen.“ Der Spiel- und Trainingsbetrieb ist ausgesetzt.

In einer Mitteilung an die Mitglieder heißt es: „Diverse Sportverbände setzen den Spielbetrieb aus und raten allen Vereinen eindringlich auch den kompletten Trainingsbetrieb auszusetzen. Auch die Sportstätten in Frankfurt sollen seitens Sportamt geschlossen werden. Daher haben wir uns nach eingehender interner Beratung entschlossen, den Empfehlungen der verschiedenen Sportverbände, dem Wunsch unserer Bundeskanzlerin soziale Kontakte zu meiden und nach Abstimmung mit umliegenden Sportvereinen zum Schutze aller Mitglieder, insbesondere der älteren Familienmitglieder unserer Mitglieder, auch unsere kompletten Gruppen/Spiel/Trainingsbetrieb bis 10.4.2020 einzustellen. Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Aber gleichzeitig ist es unsere Pflicht unseren Beitrag zur Verlangsamung der Virusausbreitung zu leisten.“

Photo by Sandro Schuh on Unsplash

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Luminale und Demo gegen Rassismus abgesagt

Die Messe Frankfurt hat sich in enger Abstimmung mit dem Frankfurter Gesundheitsamt entschieden, kurzfristig die Luminale abzusagen. Sie sollte vom Donnerstag, 12. bis Samstag, 15. März, in Frankfurt und Offenbach stattfinden.

Aufgrund der aktuellen Auflagen der Gesundheitsbehörden, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern zu untersagen, hat sich die Messe Frankfurt als Veranstalterin der Luminale kurzfristig entschieden, das Lichtfestival abzusagen.

Die volatile Lage und die dynamische Verbreitung von SARS-CoV-2 in Verbindung mit der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, auch Veranstaltungen deutlich unter 1000 Teilnehmern kritisch zu sehen, führten zu dieser neuen Bewertung. Die Messe Frankfurt bedauert diese kurzfristige Entscheidung außerordentlich, aber aus Verantwortung für die Gesundheit der Teilnehmer und Besucher war keine andere Entscheidung möglich.

Auch Demonstration gegen Rassismus abgesagt

Anlässlich des Anschlags von Hanau wollten am Samstag, 14. März, rund 10.000 Menschen in Frankfurt gegen Rassismus auf die Straße gehen. Nun wurde die Demonstration wegen des Coronavirus abgesagt.

Die für Samstag geplante Demonstration „Frankfurt ist bunt: All we need is love – kein Platz für Hass und Gewalt“ wurde vom Initiatorenkreis abgesagt. Anlässlich des Anschlags von Hanau wollten am Samstag rund 10.000 Menschen in Frankfurt gegen Rassismus auf die Straße gehen. Nun wurde die Demonstration wegen des Coronavirus abgesagt. „Gesundheit geht vor“, heißt es von den Organisatoren.

Oberbürgermeister Peter Feldmann dankte dem Zusammenschluss aus „Frankfurt ist bunt“, Römerbergbündnis, Zentralrat der Muslime sowie dem Verband der Sinti und Roma Hessen für die Initiative: „Es ist wichtig, dass wir in Frankfurt klare Zeichen gegen Rassismus und Gewalt setzen. Ich halte den Entschluss der Initiatoren aber für richtig, nun erstmal die weitere Entwicklung der Pandemie abzuwarten.“

Die Konstellation der Initiatoren hatte es so in Frankfurt noch nicht gegeben: Die kulturpolitische Initiative „Frankfurt ist bunt“, die in den letzten Jahren Tanzdemos zum Weltfriedenstag am 1. September organisiert hatte, war auf das Römerbergbündnis zugegangen, das sich seit 1978 mit Großdemonstrationen gegen Rechtsextremismus und Rassismus einsetzt. Dieses besteht aus evangelischer und katholischer Kirche, Jüdischer Gemeinde, Deutschem Gewerkschaftsbund und dem Jugendring. Erweitert wurde der Initiatorenkreis durch den Zentralrat der Muslime Hessen und den Verband der Sinti und Roma Hessen. Der gemeinsam Aufruf wurde unterstützt von über 60 weiteren Organisationen und Verbänden. Oberbürgermeister Feldmann hatte die Schirmherrschaft übernommen.

Foto: Stadt Frankfurt/ Rainer Rüffel

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Rassistische Beleidigungen in Briefkästen

Zwei Familien mit türkischen Wurzeln haben Zettel mit rassistischen Beleidigungen in ihren Briefkästen vorgefunden. Die Polizei ermittelt. Auch der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg wurde bereits verständigt und positioniert sich klar gegen jegliche Form von Rassismus. Allerdings gibt es noch Ungereimtheiten, was die Veröffentlichung der Vorfälle in den sozialen Medien betrifft.

Die Polizei schreibt in einer Information an die Bewohner des betroffenen Mehrfamilienhauses von einem „Zettel mit volksverhetzerischen Inhalt“ und weist ausdrücklich darauf hin, dass man sich bei Fragen oder sachdienlichen Hinweisen an den Schutzmann vor Ort, Adrian Homeier, sowie auch außerhalb des normalen Dienstes an die Wache des 14. Polizeireviers im Mertonviertel wenden könne.

Bei den Anfeindungen soll es sich um Papierstreifen mit wenigen Sätzen handeln, wo Migranten beleidigt und insbesondere Muslime bedroht werden.

„Klar ist, dass wir keinen Rassismus dulden“

„Der Ortsbeirat wurde von der Polizei bereits verständigt und hat die Vorfälle mit Bestürzung wahrgenommen“, erklärt Carolin Friedrich, Vorsitzende des Ortsbeirates Kalbach/ Riedberg. „Klar ist, dass wir keinen Rassismus dulden können und wollen.“ In der kommenden Ortsbeiratssitzung am Freitag gibt es mehrere, teils interfraktionelle Anträge gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz. Auch als Reaktion auf den Anschlag von Hanau. Friedrich betont aber zugleich, dass Frankfurts jüngster Stadtteil Riedberg mit Bewohnern unterschiedlichster Nationen eigentlich Vorbildcharakter habe und man mit diesem Problem zum ersten Mal konfrontiert sei.

Unklar ist, warum ein Zettel mit dem genauen Wortlaut der Anfeindungen in den sozialen Medien veröffentlicht wurde –  in einem grafisch verfälschten Flyer, der nachträglich erstellt wurde. Ein Teil der Veröffentlichungen wurde inzwischen gelöscht.

Die Frankfurter Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgrund von Volksverhetzung und Beleidigung aufgenommen.

Symbolbild: privat

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Grundschule, Kitas und Wohnungen im Mertonviertel geplant

Das Lurgi-Gebäude auch „Krake“ genannt

Da das einst größte Bürogebäude Europas in der Lurgiallee 5 im Mertonviertel wieder aktiv vermarktet wird, weist Planungsdezernent Mike Josef Kaufinteressenten mit einem aktualisierten Rahmendatenblatt darauf hin, dass sich die städtebaulichen Kennwerte verändert haben. Denn für den Standort fordert das Stadtschulamt eine drei- bis vierzügige Grundschule sowie zwei Kitas mit je vier bis sechs Gruppen. Für das Areal läuft gegenwärtig das Bebauungsplanverfahren B 922 – Nördlich Lurgiallee.

Ziel ist eine gemischte urbane Quartiersentwicklung mit einem Wohnanteil von mindestens 70 Prozent. Das bestehende Einkaufszentrum soll sinnvoll ergänzt werden. Verträgliche gewerbliche Nutzungen sind ausdrücklich erwünscht, insbesondere in den Erdgeschossen.

Die Grundstücksfläche beträgt rund 80.000 Quadratmeter. Dafür sind an Grundflächen 40.000 Quadratmeter als Nettobauland Wohnen, Gewerbe, Einzelhandel vorgesehen, 8000 Quadratmeter für eine Grundschule inklusive Sportflächen, 4000 Quadratmeter für eine Kita, 12.000 Quadratmeter für Erschließungsflächen und Straßenräume sowie 16.000 Quadratmeter für öffentliche Grünflächen.

Die Ausnutzung beträgt rund 92.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche Nettobauland, inklusive Staffel- beziehungsweise Dachgeschosse. Die Grundflächenzahl (GRZ) für das Nettobauland liegt bei 0,4, die Anzahl der Vollgeschosse bei fünf. Die Zahlen stehen unter dem Vorbehalt der Leistungsfähigkeit der äußeren Erschließung.

Für das Gebiet wird der kürzlich vom Magistrat verabschiedete Baulandbeschluss zur Anwendung kommen. Damit werden unter anderem 30 Prozent der Bruttogrundfläche Wohnen für den geförderten Wohnungsbau eingefordert, je zur Hälfte im Förderweg 1 und 2. Außerdem soll ein Anteil von 15 Prozent für Konzeptvergaben für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen vorgesehen werden.

Foto: MAINRiedberg

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E-Scooter-Sharing jetzt auch am Riedberg

E-Scooter am Riedberg

Beim heutigen Dauerregen sind sie vermutlich weniger begehrt, am Wochenende waren sie schon mal der Hingucker rund um den Riedbergplatz: Der E-Scooter-Anbieter TIER hat jetzt unseren Stadtteil in sein Verleihgebiet aufgenommen. Heute Nachmittag waren beispielsweise mehr als 40 Roller im Bereich von Riedberg, dem Uni-Gelände und den Büros im Mertonviertel verfügbar. Das Berliner Start-up ist inzwischen in mehr als 45 europäischen Städten aktiv und kooperiert hier in Frankfurt mit dem RMV.

Fakt ist: Rund 70 Prozent der Frankfurterinnen und Frankfurter kombinieren regelmäßig verschiedene Verkehrsmittel. Das Scooter-Sharing funktioniert im Prinzip wie beim Auto, mittels eigener App. Die Roller können geliehen werden, indem man den QR-Code eines Rollers scannt oder dessen ID-Nummer in der App eingibt. Für die Aktivierung entfällt eine Gebühr von einem Euro. Danach fällt pro Minute eine Leihgebühr von 19 Cent an. Ganz billig ist die mobile Heimfahrt von der U-Bahn also nicht.

Denn E-Scooter eignen sich laut Anbieter perfekt für die letzte Meile von der Haltestelle bis zum Ziel. Als im vergangenen Jahr TIER und RMV die Zusammenarbeit bekannt gaben, sprach RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat davon, dass die App des Verkehrsverbundes „Schritt für Schritt zum Schweizer Taschenmesser der Mobilität“ werden soll. Nutzerinnen und Nutzer können sich neben Mietfahrrädern, Carsharing-Fahrzeugen und Taxis dort auch über verfügbare E-Scooter informieren. Die Reservierung und Buchung klappt dann allerdings nur über die App des Anbieters.

Foto: MAINRiedberg

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Herzlichen Glückwunsch an unsere Gewinnerin!

Erinnern Sie sich daran, dass wir kürzlich einen Macarons-Workshop verlosen konnten – bei einer passionierten Bäckerin aus unserem Stadtteil, die ihr Hobby zum Nebenberuf gemacht hat? Wir haben zahlreiche Einsendungen bekommen, teils mit Fotos der jüngsten Back-Kreationen. Übrigens von Frauen und Männern, so viel darf man auch am Weltfrauentag verraten. Die Gewinnerin der Verlosung hat ebenfalls Bilder mitgeschickt und geschrieben: „Ich würde gerne den Workshop gewinnen, da ich bunte Backwaren liebe und es das perfekte Geburtstagsgeschenk für mich wäre.“ Die Riedbergerin hat am 13. März Geburtstag. Einen Tag später wird Macarons-Expertin Yvonne Ludwig-Akin zu ihr nach Hause kommen und  gemeinsam werden sie die himmlischen Mini-Törtchen backen. Herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit diesem Gewinn!

Macarons-Expertin Yvonne Ludwig-Akin hat ihr Hobby zum Nebenberuf gemacht – und wird am 14. März gemeinsam mit der Gewinnerin der MAINRiedberg-Verlosung die himmlischen Mini-Törtchen backen     Foto: MAINRiedberg

Wie die kleinen Kunstwerke gelingen…

Yvonne Ludwig-Akin hat MAINRiedberg schon vorab zu einem Schnuppertermin eingeladen. Es ist Samstag, kurz nach 11 Uhr, als ich in die Back-Geheimnisse der himmlischen Macarons eingeweiht werde. Aus Zeitgründen ist die Füllung bereits vorbereitet, mit weißer Schokolade und Himbeeren, wie die Macarons-Expertin verrät.

In der Küche wartet dann die größte Herausforderung: Die Herstellung der Macarons-Masse, was auf den ersten Blick ziemlich simpel erscheint. Denn als Zutaten sind nur Eiweiß, Zucker, Mandelmehl und Puderzucker angegeben. Doch die Tücke liegt im Detail. Das Eiweiß muss ebenso wie die übrigen Zutaten grammgenau abgewogen werden. Dann heißt es: Mandeln und Puderzucker sieben, Farbstoff bereithalten und Spritzbeutel mit einer Tülle von 7 Millimetern bis 8,5 Millimetern. Der Ofen sollte schon mit Umluft vorgeheizt sein, bei exakt 150 Grad. Hier ist ein Backofenthermometer hilfreich.

„Sie müssen wissen, Macarons sind zickige Dinger“, erklärt Yvonne Ludwig-Akin und wendet ihre Aufmerksamkeit wieder der Küchenmaschine zu. Denn das Eiweiß muss geschlagen werden, „bis keine Bläschen mehr zu sehen sind“. Dann erst sollte ein Drittel des Zuckers langsam zugefügt werden und nach 45 bis 60 Sekunden jeweils ein weiteres Drittel. Dann wird der Farbstoff „messerspitzenweise“ je nach gewünschter Intensität hinzugefügt.

Warum man vom Macarons-Backen Muskelkalter bekommen kann…

Wenn ein Drittel der gesiebten Mandel-Puderzucker-Mischung mit einem Teigschaber untergehoben ist, wird’s endgültig knifflig. Denn jetzt sollte man das zweite Drittel und schließlich die übrige Menge Mandeln und Puderzucker mit der typischen „Macaronage-Bewegung“ unterarbeiten. Das bedeutet: Immer wieder mit viel Feingefühl rühren und die Eiweiß-Masse mit einer Drehbewegung an den Rand drücken, um Blasenbildung und Klümpchen zu verhindern. Das sollte man so lange machen, bis der Teig „wie Lava fließt“. Also nicht zu flüssig und nicht zu fest ist.

Da die so genannte Macaronage einige Minuten dauern kann, ist ein bisschen Muskelkater danach nicht ausgeschlossen. „Am Anfang wird jeder Fehler machen. Aber wenn man’s draufhat, ist es wie Fahrrad fahren. Das verlernt man nicht mehr so schnell“, verspricht Yvonne Ludwig-Akin.

„Halten Sie den Spritzbeutel gerade und drücken Sie nicht zu fest“, rät sie mir, als ich kleine Kreise auf die Backmatte spritze. Die Macarons sollten dann 15 bis 20 Minuten bei normaler Lufttemperatur trocknen, bis kein Teig mehr am Finger kleben bleibt, „denn sonst platzen sie im Ofen auf wie Kokosmakronen“.

Dann geht’s ab in den Backofen, während in aller Ruhe „und bitte ohne Hektik“ das nächste Blech vorbereitet werden kann. Gebackene Macarons sollten nach der Fertigstellung über Nacht im Kühlschrank bleiben, damit Füllung und Keks verschmelzen. Die Mini-Törtchen sind dort ein paar Tage haltbar, ohne Füllung sogar länger. Theoretisch. Meine ersten selbstgemachten Himbeer-Macarons waren leider schon wenige Minuten nach meiner Rückkehr nach Hause verschwunden…

Die Back-Workshops von Yvonne Ludwig-Akin dauern ca. 3 – 4 Stunden. Jeder Teilnehmer kann am Ende etwa 15 Macarons genießen. Die Kosten bei 3 Personen liegen bei 60 Euro pro Person. Kontakt und weitere Informationen unter macarons-selbstgemacht@gmx.de

Fotos: privat (3)/ Unsplash.com

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Was wir beim Tanzen über unsere Stärken erfahren…

Selbstmarketing, Businessplan, Tipps für Bewerbungsgespräche – all das waren schon Themen bei unserer Weiterbildungs-Initiative FEMALE FUTURE Riedberg, die MAINRiedberg und das Familienzentrum Billabong 2019 gemeinsam gestartet haben. Am nächsten Montag ist wieder Female-Future-Abend, mit einem diesmal ungewöhnlichen Thema: Denn Sandra Klee, Tanzpädagogin und Systemischer Coach, möchte zeigen, wie wichtig es ist, den Kopf einfach mal auszuschalten und der Musik und dem Körper zu folgen. Und dabei viel über sich selbst zu erfahren und neue Kräfte für Job und Alltag zu sammeln. Tänzerische Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Lockere Kleidung wäre gut.

„Selbstführung und Selbstreflexion durch Tanzimprovisation“ mit Tanzpädagogin Sandra Klee am Montag, 9. März 2020, um 19 Uhr im Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b. Der Eintritt ist kostenlos.

Expertin Sandra Klee ist überzeugt davon, dass man durch diese Art der Tanzimprovisation auch Themenfeldern der Selbstführung wie Veränderungsbereitschaft, Flexibilität, Grenzen, Kommunikation und Gestaltungsspielräume bei sich selbst erkunden kann. Letztlich auch die Frage: Wo liegen die persönlichen Ressourcen, aber auch die beruflichen oder unternehmerischen Grenzen? Es wird am Montag Abend für alle Teilnehmerinnen also garantiert spannend werden….

Das ist FEMALE FUTURE Riedberg

Job, Karriere, Familie oder Wiedereinstieg in den Beruf – was will ich und wie kann ich meinen Weg finden? Von Agilem Arbeiten bis zur Altersvorsorge, von Tipps für Bewerbungsgespräche bis zum Businessplan – all das sind Themen der Weiterbildungs-Initiative FEMALE FUTURE Riedberg, die das Stadtteilmagazin MAINRiedberg und das Familienzentrum Billabong im vergangenen Jahr gemeinsam gestartet haben. Die Treffen finden jeweils am zweiten Montag eines Monats im Café Billabong statt. Die Teilnahme ist kostenlos, jeder ist willkommen. Stets sind Expertinnen zu Gast, die bei einem kurzen Vortrag und in lockerer Runde ihr Wissen weitergeben und für Fragen zur Verfügung stehen.

Nächster Termin: 11.05.2020 „Alles rund um Datenschutz“ mit Datenschutz-Expertin Claudia Tascher

Weitere Informationen unter www.main-riedberg.de sowie www.billabong-family.de

Logo: Katja Markert/ MAINRiedberg

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KZ-Außenlager in Frankfurt – aber keine Gedenkstätte

In den Jahren 1944/45 existierte mitten in Frankfurt unter dem Decknamen „Katzbach“ ein Konzentrationslager. Die Gefangenen, die zum Großteil aus Polen stammten, wurden auf dem Gelände der Adlerwerke im Gallus unter grauenhaften Bedingungen festgehalten und zur Zwangsarbeit gezwungen. Im März 1945 wurden sie nach der Auflösung des Lagers auf einen Todesmarsch geschickt, den die wenigsten überlebten. Nach Kriegsende schwiegen die Frankfurter Öffentlichkeit und die Adlerwerke die Existenz des Lagers in der Öffentlichkeit systematisch tot. Eine nun abgeschlossene Studie durch das Fritz Bauer Institut liefert die wissenschaftliche Grundlage für das künftige Gedenken an das KZ im Gallusviertel. Die mit der Studie beauftragte Historikerin Andrea Rudorff stellte die Ergebnisse am Donnerstag bei einem Vortrag in Anwesenheit von Kulturdezernentin Ina Hartwig, dem polnischen Generalkonsul Jakub Wawrzyniak und Horst Koch-Panzner, Vorsitzender des Fördervereins für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach, vor.

„Frankfurt war ein Teil des nationalsozialistischen Arbeits- und Vernichtungslagersystems. Dieser Teil der Stadtgeschichte ist beschämend, darf aber nicht schamvoll kaschiert werden. Die Erinnerung an das Konzentrationslager muss vielmehr dauerhaft im Gallusviertel verankert werden“, sagte Hartwig.

Rudorff beschäftigte sich intensiv mit der Genese des Lagers, der Eingliederung als Außenlager in das KZ-System, der Lagerverwaltung, der Existenzbedingungen und Überlebensstrategien der Häftlinge, dem Arbeitseinsatz, der Verantwortung des Unternehmens, der Rolle der Nachbarschaft und der städtischen Behörden, der Lagerräumung und der Strafverfolgung. Durch den Zugriff auf neue und zum großen Teil erst seit wenigen Jahren zugänglich gemachte Quellen bringt Rudorffs Arbeit wichtige Erkenntnisse.

Die Verfolgungsgeschichten der einzelnen Häftlinge lassen sich nun detailliert nachvollziehen. Insbesondere über die Zusammensetzung des letzten Häftlingstransports, der Anfang Februar 1945 in Frankfurt eintraf, wusste man bisher nur sehr wenig. Im Gegensatz zu den ersten Transporten, die ausschließlich aus Polen bestanden, die während des Warschauer Aufstands deportiert wurden, kamen nun sehr heterogene Häftlingsgruppen in das Lager. „Die Studie des Fritz Bauer Instituts gibt vielen bislang anonymen Opfern ein Gesicht. Sie legt außerdem Zeugnis ab von der Verstrickung der Stadt und der Adlerwerke in die nationalsozialistischen Verbrechen”, erklärte Hartwig.

Zusammen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen vor Ort arbeitet das Kulturdezernat der Stadt Frankfurt seit einigen Jahren daran, für diesen Teil der Frankfurter Geschichte einen angemessenen Ort der Erinnerung zu schaffen. „Die Stadt Frankfurt braucht dringend diese Bildungs- und Gedenkstätte – wir sind es den vielen Opfern der grausamen Taten im KZ Katzbach schuldig. Es bleibt unsere Verpflichtung, aller, die durch die Hölle des KZ Katzbach gingen, entsprechend zu gedenken. Es war auch der Wunsch eines der letzten Zeitzeugen, Andrzej Korczak-Branecki, der kürzlich von uns gegangen ist”, erklärte der Generalkonsul der Republik Polen Jakub Wawrzyniak.

Da die Einrichtung einer dauerhaften Gedenkstätte vor Ort ohne Kooperationsbereitschaft der Immobilieneigentümer derzeit nicht möglich ist, reichte die Römerkoalition einen Etatantrag zur Verwirklichung einer Ausstellung ein. Diese soll eine zeitgemäße künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Zwangsarbeit ermöglichen und als Wanderausstellung genutzt werden – ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer Gedenkstätte.

„Diskussion schadet dem Ansehen der Stadt“

Oberbürgermeister Peter Feldmann schaltete sich am heutigen Freitag in die Diskussion um die Errichtung der Gedenkstätte Katzbach mit deutlichen Worten ein: „Wer einen Gegensatz zwischen Gedenkstätten und anderen, notwendigen Formen der Erinnerungskultur aufbaut, schadet am Ende beidem und wird der Herausforderung, vor der wir stehen, nicht gerecht.“

Der Oberbürgermeister erinnert daran, dass er angesichts der Kranzniederlegung an diesem Ort und in Anwesenheit des polnischen Generalkonsuls am 1. August des letzten Jahres im Namen der ganzen Stadt auf die wichtige Bedeutung von Erinnerungsorten hingewiesen hat. Solche Erinnerungsorte nicht mehr zu errichten, weil die Gefahr bestehe, dass Rassisten und Nazis dort demonstrieren, sei im Ergebnis eine Kapitulation der Demokratie vor ihren Feinden: „Die Jüdische Gemeinde weiß, auf welcher Seite der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt steht und ich danke ihr für ihre klaren und mutigen Worte!“

Der Oberbürgermeister versichert zugleich dem polnischen Generalkonsul, dass er sich wie versprochen für die Errichtung der Gedenkstätte einsetzen werde: „Das wird so nicht stehen bleiben. Von verantwortlichen Kommunalpolitikern erwarte ich, dass sie sich bald und eindeutig äußern, damit kein weiterer Schaden für das Ansehen unserer Stadt entsteht.“

Hintergrundinformationen

Erst in den letzten Jahren ist das KZ Katzbach als Teil der Geschichte des Gallus in der Stadt bekannt geworden, besonders durch das Engagement zivilgesellschaftlicher Initiativen vor Ort. Die Arbeit von Ernst Kaiser und Michael Knorn, die 1994 unter dem Titel „Wir lebten und schliefen zwischen den Toten“ in erster Auflage verlegt wurde, hat einen großen Teil der wichtigen Quellen befragt und wissenschaftlich aufbereitet. Seitdem blieb eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema aus, bis die Stadtverordnetenversammlung Anfang 2018 einen Etatantrag von 100.000 Euro für einen Forschungsauftrag zur Aufarbeitung der Geschichte des Konzentrationslagers bewilligte, der nun abgeschlossen ist.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach

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Was dieser „Stadtmüllsauger“ alles kann…

Er ist ein „Tausendsassa“, ein „Nimmersatt“ und vor allem eines: Ein „Vielfraß“ – der Stadtmüllsauger von FES und der Frankfurter Sauberkeitskampagne #cleanffm. Das Gerät zur Straßenreinigung soll überall dort für Ordnung und Sauberkeit sorgen, wo es ein Besen nicht hinschafft und Kehrmaschinen nicht einsetzbar sind. Tatsächlich kann der Rüssel des Stadtmüllsaugers fast sämtliche Verschmutzungsarten aufnehmen: Papier, Karton, Getränkedosen, Glas- und Plastikflaschen, Metalldosen, Fäkalien, Laub, Abfall in Baumgittern, Holz-, Stahl- oder Aluspäne. Er kommt sogar mit kleinen Ritzen und Fugen im Kopfsteinpflaster klar und kann dort Glasscherben und vor allem Zigarettenkippen raussaugen.

„Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen sind eines unser großen Abfallprobleme in der Stadt“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig am Montag bei der Vorstellung des Stadtsaugers am Montag in Frankfurts Apfelweinviertel Alt-Sachsenhausen. „Acht von zehn Zigaretten landen nicht im Müll, sondern in den Grünanlagen oder auf den Straßen. Sonne und Regen zersetzen sie, ihre giftigen Inhaltstoffe wie Nikotin, Blei, Arsen landen im Boden und im Wasser. Dort ist jede weggeworfene Zigarettenkippe eine Gefahr für Vögel und Fische.“ Sie erhoffe sich durch den Stadtsauger nicht nur ein sauberes Straßenbild, sondern auch, „dass der Stadtsauger all denjenigen einen Impuls gibt, die achtlos Müll und Zigarettenkippen wegwerfen, ihr Verhalten zu ändern und umweltbewusster mit ihrer Stadt umgehen.“

Künftig wird der Stadtmüllsauger weithin sichtbar sein durch das grüne Marken-Branding der Sauberkeitskampagne #cleanffm. Täglich von 12.30 bis 20.30 Uhr ist der grüne Stadtsauger mit dem #cleanffm-Team von FES im Einsatz. Neben dem Apfelweinviertel in Alt-Sachsenhausen, der vielfrequentierten Haupteinkaufsstraße Zeil und der neuen Altstadt mit dem Römerberg wird man den Stadtmüllsauger auch auf den Wegen am Mainufer antreffen, aber auch auf zentralen Stadtteilstraßen wie der Königsteiner Straße in Höchst. Die Maschine wird mit einem Elektromotor betrieben und ist angenehm leise, ein Vorteil für den Einsatz auf repräsentativen Flächen und in sensibler Umgebung. Das Gerät kostete 20.000 Euro und wurde aus Mitteln der Sauberkeitskampagne #cleanffm finanziert, die von der Stadt Frankfurt und FES gemeinsam getragen wird. Hersteller des Stadtsaugers ist die belgische Firma Glutton. Glutton ist Englisch und bedeutet Vielfraß.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: FES

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Wir wollen die beste Klasse Deutschlands werden!

Wie muss man eigentlich sein, um die beste Klasse Deutschlands zu werden? Schlau und perfekt? Stark und cool? Oder einfach nur schön? Die Antwort darauf hat sich die Klasse 6b des Gymnasiums Riedberg in ihrem Bewerbungsvideo selbst gegeben. „Klar müssen wir schlau sein. Aber das Wichtigste ist, dass wir füreinander da sind, zusammenhalten und uns respektieren!“ Ganz besonders heute, wenn sie in der KIKA-Show „Die beste Klasse Deutschlands“ um den Einzug in die nächste Runde kämpfen. Unter rund 750 Bewerbungen wurden in diesem Jahr nur 32 Klassen ausgewählt – darunter die 6b.

Ende Dezember hat die Klasse bereits auf sich aufmerksam gemacht, als zehn Schülerinnen mehr als 900 Euro für ein Kinderhospiz sammelten. Noch länger tüftelten sie an einem Masterplan für ein weiteres großes Ziel: Der Teilnahme am KIKA-Schulquiz, um die beste Klasse Deutschlands zu werden. „Ganze Wochenenden und in den Ferien hat sich eine kleine Gruppe getroffen und an einem Drehbuch und an einem Songtext geschrieben“, berichtet eine Mutter. Bekannt war, dass man mit Amateurbildern wohl wenig Chancen hat. Deshalb bekamen die Kids, auf Initiative von Eltern, Hilfe von professionellen Kameraleuten. 

Stars und Hauptdarsteller aber sind sie natürlich selbst. In einem tollen Video mit einer ebenso tollen Version von Sidos „Astronaut“. Statt „Ich heb‘ ab“ geht’s um die Kids der 6b, die „alle ganz besonders“ sind. Das weiß auch Klassenlehrer Simon Steuer, der vom Engagement und der Hartnäckigkeit seiner Schülerinnen und Schüler „richtig begeistert“ ist. Er will sie zur Aufzeichnung der KIKA-Sendung begleiten. Heute um 8.45 Uhr ist der Bus in Frankfurt losgefahren und soll gegen Mittag die Fernsehstudios in Köln erreichen. Ein erstes Highlight kommt schon kurz nach der Ankunft. Denn Moderator Ben von KIKA LIVE wird die Klasse in Empfang nehmen und interviewen – offenbar hat man die 6b gezielt ausgesucht. Dann geht’s für Lara und Efran, die in der „Ersten Reihe“ am Quizpult stehen werden, ab in die Maske. Wie in anderen großen Fernsehshows. Mit-Raten wird später die gesamte Klasse. Alle für einen, einer für alle – das ist ihr Motto. Nicht nur im Video.

Der Fahrplan für „Die beste Klasse Deutschlands“

32 Schulklassen mit Schüler*innen aus je sechzehn 6. und 7. Klassen aus ganz Deutschland haben es geschafft: Sie haben sich für „Die beste Klasse Deutschlands“ qualifiziert – aus Hessen kommen noch die Klasse 6gD der Fürst Johann Ludwig Schule aus Hadamar sowie die 7b der Gesamtschule Gießen. Seit Ende Februar treten die Klassen im Studio in Köln gegeneinander bei Deutschlands größtem Schulquiz an. Die Ausstrahlungstermine der Shows sind ab 4. Mai auf KIKA, das große Superfinale am 30. Mai um 10:00 Uhr im Ersten.

Hier noch eine kurze Nachhilfe zum Ablauf der Sendung: In der ersten Spielrunde werden jeweils abwechselnd an beide Teams vier Fragen aus vielen unterschiedlichen Themengebieten gestellt, darunter auch welche zu vorgeführten Experimenten. Pro Frage gibt es vier Antwortmöglichkeiten. Bei jeder Frage haben zunächst 20 Schüler aus dem Publikum der betreffenden Klasse zehn Sekunden Zeit, um ihr Votum abzugeben, dieses wird jedoch erst bekannt, wenn auch die „Erste Reihe“ die Frage richtig beantwortet hat. Die Klasse, der die Frage gestellt wurde, erhält nur dann Punkte, wenn auch die Antwort der Kandidaten richtig war. Während der Abstimmungszeit dürfen die Schüler sich nicht beraten. Wer zu viel redet, kann disqualifiziert werden…

Der Bericht über „unsere“ 6b ist demnächst auf KIKA LIVE zu sehen. Informationen unter kika.de

Sobald der genaue Sendetermin für das Quiz-Duell mit der Klasse 6b des Gymnasiums Riedberg feststeht, werden wir auf main-riedberg.de darüber informieren

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FOTO: Screenshot aus dem Video der Klasse 6b/ Gymnasium Riedberg

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