Alle Artikel von kmd

Guten Appetit! Am Riedberg startet eine neue Bestell-App

Schlangen stehen für die Bestellung? Verlorene Zeit, die dann nicht mehr zum In-Ruhe-Essen bleibt? Das soll die neue Bestell-App „piq“ von einem Riedberger Start-Up verhindern und zugleich lokale Gastronomen unterstützen. Drei Restaurants aus dem Stadtteil sind von Anfang an dabei – und schon mehr als 200 Kunden machen beim weltweit ersten „Stresstest“ mit.

Es ist Mittag im „Kebabiss“ in der Altenhöferallee. Einige Kunden warten draußen, wegen der Corona-Beschränkungen, bis Ihr Essen fertig ist. Auch drinnen an der Theke ist eine kleine Schlange. Maxim Beizerov grüßt, setzt sich, schaut wie zufällig auf die von ihm mitentwickelte App – und wenig später bekommt er den bestellten Döner-Teller. „Hat ja prima geklappt“, lautet sein zufriedenes Fazit, während er sich für den Service bedankt. Bezahlt ist schon digital. Schmecken tut’s hier sowieso.

„Das ist genau das, was wir erreichen wollen und zugleich wollen wir die lokale Gastronomie supporten“, sagt der Mitbegründer des Start-Ups. Denn, das sei ihm wichtig, anders als bekannte Lieferdienste, die von ihren Partnern satte Provisionen verlangen, unterstützt „piq“ derzeit die Shops in der schwierigen Situation und verzichtet aktuell auf Gewinnmargen. „Zudem stellen wir das Equipment“.  Ein iPad, über das die Bestellungen laufen, und die Software für die Betriebe.  

Die Bedienung ist einfach, für Restaurants und für die Kundinnen und Kunden. Für Letztere ist das Angebot grundsätzlich kostenfrei. Man kann mit der App rund um die Uhr für eine Wunschzeit bestellen, also schon morgens für die Mittagspause oder auch passgenau zum Abendessen. Und sich dann ohne Zeitverlust das Essen holen. Am besten zu Fuß. Denn die piq-Macher legen Wert auf Nachhaltigkeit.

Auch das „House of Waffles“ und „Karrys & Barrys“ machen mit

Mit der neuen App könne ein Gastronomiebetrieb besser planen und habe auch zufriedenere Kunden, so Beizerov. Sie verzeichnet man eine hohe Wiederbesteller-Quote. Das dürfte auch nach der Corona-Krise noch gefragt sein.

Der Riedberg ist laut Beizerov „test lab“ für die App, sozusagen der weltweit erste Laborversuch. Anders ausgedrückt: Der ultimative Stresstest. Nicht nur, weil er selbst im Stadtteil wohnt und der persönliche Kontakt und das schnelle Feedback den Start erheblich erleichtern. Der Riedberg ist jung und international, das sind gute Voraussetzungen. Beizerov musste nicht viel Überzeugungsarbeit leisten. Neben dem „kebabiss“ machen von Anfang an zwei weitere Betriebe im Stadtteil mit, das House of Waffles nebenan und Karrys & Barrys an der Alfred-Wegener-Straße, Ecke Riedbergallee. Leckere Waffeln, Törtchen und Organic Food gibt’s also jetzt auch per App. 

Die App ist made in Riedberg – und soll durchstarten

Die Idee hatte Beizerov schon Anfang 2017. Der Finanzmathematiker und BWLer holte seinen Bruder und einen weiteren Experten mit ins Boot, zu dritt gründeten sie die „piq Technology GmbH“. Was nicht nur zufällig nach einer trendigen Kurzform von pick up, also „abholen“ klingt. 

Die piq-Gründer Maxim und Eugen Beizerov mit ihren Gattinnen Ksenia und Daria beim Start der App am Riedberg Foto: piq

Unternehmens-Sitz ist nicht Frankfurt-Riedberg, sondern Düsseldorf. Aber hier wohnen zwei der Gründer, hier wurde die App geboren, in internationaler Zusammenarbeit mit einem Dienstleister in Weißrussland realisiert und hier wird auch gestartet. 

App gibt’s auch in Englisch – und bald auch neue Tools

Die App ist neben Deutsch auch in Englisch verfügbar. Demnächst soll unter anderem noch ein Reservierungs-Tool hinzukommen, bei dem man sich auch den Lieblingsplatz aussuchen kann. 

Das Gründer-Team will stetig nachbessern und beständig wachsen. Jenseits von Frankfurt, vielleicht sogar Deutschland hinaus. Sie wollen eine „hybride Strategie“ verfolgen, einerseits große Unternehmen überzeugen, aber immer auch lokale Betriebe jeweils vor Ort. Maxim Beizerov erklärt selbstbewusst: „Wir wollen alle kriegen.“

Informationen zur neuen App gibt’s unter piq.xyz und @piq.germany Bestellt werden kann ab sofort bei Kebabiss und „House of Waffles“ in der Altenhöferallee sowie beim Café „Karrys & Barrys“ an der Riedbergallee. 

Fotos: piq Technology GmbH

Mit der App kann jetzt auch beim Café „Karrys & Barrys“ am Riedberg vorbestellt werden    Foto: piq

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Autofahrer (69) unter Drogen am Riedberg gestoppt

Ein unter Drogen stehender Autofahrer (69 Jahre) wurde am Freitagnachmittag auf der Altenhöferallee gestoppt. In der Fahrertür fand die Polizei 54 Gramm Crack.

Die Durchsuchung seines Pkw und seiner Wohnung offenbarte „einiges an Betäubungsmitteln“, so die Polizei. Einer Streife fiel die deutlich unsichere Fahrweise des 69-Jährigen auf, so dass die Beamten ihn anhielten und kontrollierten. Hierbei fiel den Polizisten das in der Fahrertür deponierte Crack auf (rund 54 Gramm).

Im Rahmen einer richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchung konnten weitere Betäubungsmittel, nämlich rund 17 Gramm Heroin, aufgefunden werden, welches zwei Mitbewohnern des 69-Jährigen zugeordnet werden konnte. Der 69-Jährige wurde nach Abschluss der Maßnahmen nach Hause entlassen.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt

Foto: Archiv

Teile diesen Beitrag mit Freunden

City wird ein Rummelplatz – mit Abstand!

Eine Runde auf dem Wellenflug, eine Bratwurst auf die Hand – was sonst normal ist, musste in diesem Jahr coronabedingt ausfallen. Jetzt feiert der Jahrmarkt sein Comeback: Am Donnerstag, 8. Oktober, startet der Schaustellerverband „Herbst in der Stadt“.

Vier Wochen lang wird die Frankfurter City zum Rummelplatz, mit Buden und Fahrgeschäften auf Römerberg, Roßmarkt, nahe der Hauptwache, Freßgass‘ und Opernplatz. Oberbürgermeister Peter Feldmann: „,Herbst in der Stadt‘ ist ein Stück Normalität in schwierigen Zeiten. Die Schausteller-Branche leidet schwer unter der Corona-Krise. Und die Frankfurterinnen und Frankfurter haben ihre Feste vermisst. Ich freue mich vor allem für die Kinder. Für sie sind unsere Volksfeste doch das Größte.“

Für das umfassende Hygiene-Konzept gab’s vom Stadtoberhaupt viel Lob. Unter anderem werden die Standplätze umzäunt, in den Fahrgeschäften bleibt ein Teil der Plätze frei. Feldmann: „Gesundheit geht vor – auch beim Feiern. Dabei kommt es auf jeden Einzelnen an. Ich appelliere an alle Besucherinnen und Besucher: Halten Sie sich an die Regeln, halten Sie Abstand. Gemeinsam machen wir ,Herbst in der Stadt‘ zum – mit Abstand – besten Rummelplatz.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Photo by Raja Sen on Unsplash

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Open Books – Lesefest für alle

Knapp 100 Lesungen mit 187 Mitwirkenden aus 60 Verlagen vereint das städtische Lesefest Open Books zur Frankfurter Buchmesse. Es findet auch 2020 live vor Publikum statt und wurde um einige neue Orte erweitert hat.

Open Books setzt unter Berücksichtigung der geltenden Verordnungen und Empfehlungen zum Infektionsschutz auf Präsenzveranstaltungen. Ausgewählte Lesungen werden zusätzlich gestreamt. Für den Buchmessensamstag, 17. Oktober, ist zudem ein Aktionstag für den lokalen Buchhandel in Frankfurt und Offenbach geplant, zu dem die Buchhandlungen selbst ein vielfältiges Programm anbieten. Dieser Open Book Store Day findet aus Anlass der Sonderedition der Frankfurter Buchmesse statt. Alle beteiligten Buchhandlungen in Frankfurt und Offenbach sind mit den Standorten in einem Flyer zu finden.

„Mit Open Books und dem Open Book Store Day gibt es zwei attraktive Angebote für die Frankfurterinnen und Frankfurter, etwas Buchmessenluft in der Stadt zu schnuppern. Wenn auch nichts das geschäftige Treiben in den Messehallen ersetzen kann, so sind Lesungen vor Publikum und das Flanieren durch Buchhandlungen zumindest ein kleiner Trost. Vor allem freue ich mich, dass Open Books Kids in der Deutschen Nationalbibliothek stattfindet und so viele junge Leserinnen und Leser erreicht“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Auch in diesem Jahr präsentiert Open Books die wichtigsten Neuerscheinungen in den Sparten Belletristik, Sachbuch, Lyrik und Comic. Die Einteilung der Häuser nach Sparten bleibt weitgehend erhalten. Des Weiteren wird der traditionelle Lesemarathon „Literatur im Römer“ am Buchmessenmittwoch und donnerstag, 14. und 15. Oktober, durchgeführt.

Open Books freut sich in diesem Jahr über neue Kooperationspartner: Neben der schon traditionell gemeinsam veranstalteten Eröffnung ist „Das Blaue Sofa“ mit zwei prominent besetzten Krimiabenden zu Gast. Zudem werden unter dem Dach von Open Books die 3sat Buchzeit, die SWR Bestenliste, eine Veranstaltung der DFB-Kulturstiftung sowie die für den Schweizer Buchpreis 2020 nominierten Autorinnen und Autoren vertreten.

Der Frankfurt-Abend, an dem neue Bücher über Frankfurt vorgestellt werden, findet erstmalig in der Volksbühne am Großen Hirschgraben statt, es moderiert der Hausherr Michael Quast. Dort wird auch ein Abend mit Debütantinnen und Debütanten seinen Ort haben. Die Frankfurter Rundschau hat ein eigenes Panel zum Thema Klimawandel erstellt, das im Sonnenmannsaal des Historischen Museums durchgeführt wird, die Crespo Foundation präsentiert die jüngst mit dem Wortmeldungen-Literaturpreis ausgezeichnete Autorin Kathrin Röggla. Open Books Kids erhält in der Deutschen Nationalbibliothek einen großzügigen Raum für Familienveranstaltungen am Wochenende, in diesem Jahr unter anderem mit Martin Baltscheit, Charlotte Habersack, Jennifer Sieglar und Oliver Scherz.

„Wir waren schier überwältigt von der Zahl an tollen Vorschlägen, die uns die Verlage für Open Books gemacht haben. So ist Open Books auch in diesem Jahr ein Lesefest der besonderen Art, das an seinem Markenkern festhält; die besten neuen Bücher des Herbstes an schönen Orten in der Frankfurter Innenstadt vorzustellen“, stellt die Leiterin von Open Books, Sonja Vandenrath, fest.

Auf diese Autoren können wir uns freuen

Zu den Teilnehmenden gehören unter anderem Jan Assmann, Zsuzsa Bánk, Zoë Beck, Christian Berkel, Nico Bleutge, Helmut Brandstätter, Andreas Buck, Friedrich Curtius, Denis Scheck, Katja Ebstein, Roman Ehrlich, Wolfram Eilenberger, Melisa Erkurt, Veit Etzold, Jürgen Goldstein, Iris Hanika, Alexa Hennig von Lange, Oliver Hilmes, Alfons Kaiser, Bas Kast, Michael Kleeberg, Helmut Lethen, Andrea Petkovic, Peter Prange, Ijoma Mangold, Kristof Magnusson, Alfons Kaiser, Ralf König, Wladimir Klitschko, Wladimir Kaminer, Benjamin Moser, Ulrike Almut Sandig, Rüdiger Schaper, Jennifer Sieglar, Peter Stamm, Ronen Steinke, Tilman Spreckelsen, Andreas Winkelmann, Philipp Winkler, Johannes Willms und Nell Zink.

Das Lesefest Open Books findet unter Einhaltung der Gesundheits- und Hygieneauflagen statt. Um sicher zu gehen, dass die Platzkapazitäten gewahrt bleiben und im Zweifelsfall die Nachverfolgung der Daten möglich ist, müssen die Besucherinnen und Besucher sich in diesem Jahr Tickets gegen eine Servicegebühr in Höhe von 1,50 Euro vorab buchen. Der Buchung ist je nach Verfügbarkeit bis 12 Uhr am Veranstaltungstag möglich. Im Fall von Open Books Kids trägt der Veranstalter diese Umlage. Der Ticketanbieter ist AD Ticket.

Das gesamte Programm und die Hinweise auf Orte, Zeiten und Tickets finden sich auf  openbooks-frankfurt.de im Internet. Dort findet sich auch eine Mediathek. Gestreamt werden die Lesungen im Haus am Dom, in der Evangelischen Akademie Frankfurt sowie die Eröffnung mit dem Blauen Sofa und die Lesung mit Katja Ebstein im Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.

Eine willkommene Ergänzung erfährt Open Books zudem durch eine gemeinschaftliche Aktion der Frankfurter Buchhandlungen – den Open Book Store Day. Am Samstag, 17. Oktober, laden Frankfurter und Offenbacher Buchhändlerinnen und Buchhändler zu Gesprächen und Begegnungen im persönlichen Rahmen ein. Weitere Informationen zum Open Books Store Day sind auf  www.literaturstadt-frankfurt.de zu finden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Alexander Paul Englert

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Corona: Frankfurt erreicht Warnstufe 3 (Orange)

Corona Virus

Mit 41,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Frankfurt in den letzten sieben aufeinanderfolgenden Tagen tritt für die Stadt Frankfurt heute die dritte Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes Hessen in Kraft.

Stadtrat Stefan Majer sagt: „Wir befinden uns seit heute in der dritten Eskalationsstufe. Das Infektionsgeschehen ist nicht in der breiten Fläche zu finden, sondern kann zu einem erheblichen Teil auf ein konkretes lokales Ereignis eingegrenzt werden.“

Ausgehend von einem Ausbruch in einem Postverteilzentrum außerhalb von Frankfurt haben sich sehr viele Personen in und außerhalb des Landkreises Offenbach infiziert. In Frankfurt ist eine Gemeinschaftsunterkunft betroffen, in der Geflüchtete, osteuropäische EU-Bürgerinnen und -Bürger und Wohnsitzlose leben. Mittlerweile sind hier insgesamt 114 Kontaktpersonen, Bewohner sowie Mitarbeiter, infiziert.

Die hohen Infektionszahlen sind offensichtlich auf das Nichteinhalten der Hygieneregeln und der Maskenpflicht zurückzuführen. Die positiv getesteten Personen sowie Familienangehörige sind in anderen Unterkünften isoliert worden. Die Kontaktpersonen stehen unter Quarantäne. Mehr als 50 Prozent der Infizierten sind asymptomatisch, manche geben leichte Beschwerden an, zwei Personen mit ausgeprägteren Beschwerden werden von Ärzten des Gesundheitsamtes regelmäßig besucht. Ein Patient mit einer schweren Grunderkrankung wird in der Uniklinik behandelt.

Zur schnellen Eindämmung des Infektionsgeschehens führt das Gesundheitsamt alle erforderlichen Maßnahmen durch. In der betroffenen Einrichtung finden bei Bewohnern sowie den Mitarbeitern weitere Folgetestungen statt. Darüber hinaus arbeitet das Gesundheitsamt zusammen mit dem Träger der Einrichtung unter Hinzuziehung von Sprachmittlern daran, dass die Hygienevorschriften und die Maskenpflicht strikt eingehalten werden.

Außerdem treten die vom Hessischen Präventions- und Eskalationskonzept vorgegebenen Maßnahmen in Kraft, zu finden unter https://soziales.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-erlaesst-praeventions-und-eskalationskonzept-zur-eindaemmung-der-weiteren-ausbreitung-von im Internet.

Der stellvertretende Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, Antoni Walczok, hat in diesem Zusammenhang Eintracht Frankfurt informiert, dass das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstag, 3. Oktober, mit der geplanten Zuschauerzahl stattfinden kann: „Wir sehen keine Überschneidungen zwischen dem lokalen Infektionsgeschehen und den Gästen des Eintracht Frankfurt-Spiels. Daher ist eine Reduktion der Zuschauerzahlen infektiologisch nicht notwendig.“

Foto: CDC on Unsplash.com

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Stadt sagt NEIN zum Bikepark

In kürzester Zeit sammelten drei Teenager Unterschriften für eine erfolgreiche Petition, recherchierten mit Eltern und Freunden, stellten ihre Pläne für einen Bikepark am Riedberg und ein Modell selbst im Ortsbeirat vor – jetzt kam eine klare Ablehnung vom Magistrat, ohne Alternativen.

Anton (12), Schwester Marie (9) und sein Freund Alexander (12) hatten auch in einer Sitzung des Ortsbeirates Kalbach/Riedberg erklärt, worum es ihnen in erster Linie geht: Um mehr Raum für immer mehr ältere Kids und Teenager – und darum, „wie man hier mit wenig Aufwand und überschaubaren Kosten eine tolle Freizeitmöglichkeit schaffen könnte“.

Ihr Argument: Im Prinzip versucht man bei einem Bikepark, das natürliche Gelände zu nutzen und mit Erdaushub und Holzrampen „Lines“ für größere und kleinere Biker zu schaffen. Betonarbeiten sind nicht notwendig. Die Lärmemissionen für Anwohner wären gering. Vergleichbare Parks gibt es in anderen Kommunen wie Bad Vilbel.

Die Gründe für die Ablehnung

Sie hatten auch konkrete Vorschläge für mögliche Flächen, wurden vom Ortsbeirat unterstützt und waren über die Eltern in Kontakt mit dem Grünflächenamt – jetzt kam die entsprechende Stellungnahme des Magistrats: Den Anregungen könne nicht entsprochen werden. Denn „nahezu alle Flächen rund um Kalbach und Riedberg unterliegen der Landschaftsschutzverordnung“. Die Bikestrecken entsprechen, ähnlich wie „Downhillstrecken“, nicht der geltenden Landschaftsschutzverordnung. Darüber hinaus eignen sich solche Flächen aus Verkehrssicherheitsgründen nicht für öffentliche Grünflächen.

Warum aber gibt es im Stadtteil keine Flächen mehr – und warum gibt es viele Spielplätze für die Kleinen, aber außer dem Jugendhaus, einem Basketball-Platz und einem Bolzplatz am Stadtrand kaum Raum für Jugendliche? Zugrunde liegen vermutlich klare Versäumnisse bei der Planung. „Weder wurde der Riedberg als urbaner Stadtteil begriffen, noch rechnete man vor 20 Jahren mit der steigenden Attraktivität der Großstädte“, sagt SPD-Ortsbeirat Sven Moulden. Man kalkulierte auch im Laufe der Bebauung nicht mit ein, dass aus Kindern Jugendliche mit Platzbedarf werden.

Es gibt bereits eine ältere Initiative für einen Skatepark, ebenfalls von engagierten Schülern, die zuerst abgelehnt und inzwischen geprüft wird. Auch hier scheinen fehlende Flächen ein Problem zu sein. Auf die aktuelle Stellungnahme des Magistrats reagierten Anton und seine Familie „sprachlos und enttäuscht“. Auch Mitglieder des Ortsbeirates monierten, dass es seitens der Stadt nur eine kurze Ablehnung, aber keine Lösungsansätze oder eine Prüfung gebe. 

Antons Mutter erklärt gegenüber MAINRiedberg: „12jährige wollen etwas bewegen und verändern, statt nur zu jammern. Das Engagement zu recherchieren, Vorschläge zu machen, um gemeinsam alternative Standorte zu suchen, und Kontakt aufnehmen zu wollen, um Lösungen zu finden, wird einfach ignoriert.“

Ende 2019 lebten laut Amt für Statistik 2280 6- bis 14-Jährige am Riedberg. 586 Jugendliche sind älter als 15, 1897 Kleinkinder sind erst 0 bis 5 Jahre alt. Es gibt mehr als 20 Spielplätze im Stadtteil – aber kaum Raum für ältere Kids und Teens.

Antons Mutter gibt zu bedenken: Bisher sind nur vergleichsweise wenige Teenager, die als kleine Gruppe vermutlich noch nicht genug Lärm um das Thema machten. „Aber irgendwann werden es mindestens 3000 sein, die sich in diesem vermeintlich so familienfreundlichen Stadtteil in Ihrer Freizeit sinnvoll beschäftigen wollen. Und dann?“

Appell an die Lokalpolitik: „Wir müssen gemeinsam nach Alternativen suchen“

Die jungen Initiatoren der Bikepark-Petition und ihre Eltern geben noch nicht auf. Sie hoffen, dass der Ortsbeirat noch Stellung bezieht und dass gemeinsam an dem Punkt „Mehr Raum für Jugendliche“ weiter gearbeitet wird. Ihr Appell: Wenn Freizeitmöglichkeiten wie ein Bikepark oder auch ein Skatepark in der gewünschten Form nicht umsetzbar sind, sollte man sich mit dem Nein nicht abfinden, sondern gemeinsam nach Alternativen suchen.

Diese drei Riedberger Schüler setzen sich seit mehreren Monaten für einen Bikepark im Stadtteil ein und sind jetzt „total enttäuscht“

Fotos: MAINRiedberg

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Wegen Corona: Das Tower Café schließt

Tower am Alten Flugplatz Kalbach-Bonames

Jetzt hat die Corona-Pandemie auch eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Umgebung erreicht: Das Tower Café am Alten Flugplatz Bonames musste Ende September wegen fehlender Einnahmen aus den vergangenen Monaten schließen.

„Liebe Gäste, das Tower Café ist aufgrund von Umstrukturierungen bis auf Weiteres geschlossen“, ist auf der Homepage des Restaurants zu lesen. Auf Rückfrage erfährt man, dass die „Servicegesellschaft für Frankfurt und Grüngürtel“ den Vertrag mit der Stadt zum 30. September gekündigt hat. So überraschend kam das für regelmäßige Besucher nicht. Denn nach dem Lockdown und ohne die Veranstaltungen, die Märkte im Außengelände und Privatgesellschaften bei Hochzeiten und Familienfeiern war es in den vergangenen Wochen und Monaten bisweilen ziemlich leer im Café gewesen, zumal an zwei Wochentagen und meist schon relativ früh am Abend geschlossen war. Doch diejenigen, die kamen, schätzten die selbstgemachten Kuchen, regionale Spezialitäten und auch die Tatsache, dass das Tower Café zugleich Weiterbildungsbetrieb für Langzeitarbeitslose war.

Laut Frankfurter Rundschau geht das zuständige Amt für Bau und Immobilien derzeit davon aus, dass ein neuer Pächter erst im nächsten Jahr das Café übernehmen wird. Schließlich liegt der Stadt am Herzen, dass eine langfristige Lösung gefunden wird, die auch zum Gesamtkonzept des Alten Flugplatzes passt.

Veränderungen wird es ohnehin geben. Die Stadt will das grüne Areal an der Nidda, wo früher US-Hubschrauber starteten und landeten, bis 2022 zu einem Umweltbildungsort weiterentwickeln. Es wird auch geprüft, ob eine räumliche Erweiterung möglich ist.

Foto: Archiv/ MAINRiedberg

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Leider kein Weihnachtsmarkt am Riedbergplatz

Weihnachtsmarkt-Symbol

Auch wenn der große Frankfurter Weihnachtsmarkt stattfinden soll – auf tolle Stände, Bratwurst, Glühwein, Künstler und Musik am Riedbergplatz können wir uns in diesem Jahr nicht freuen. Die IG Riedberg hat mitgeteilt, dass der Weihnachtsmarkt unter den aktuellen Bedingungen leider nicht möglich ist.

„Da sind zu viele Risiken, die wir ohne den finanziellen Puffer eines Osterfeuers als gemeinnütziger Verein nicht eingehen dürfen“, erklärt Markus Schaufler vom Vorstand der IG. Denn schon das Osterfeuer, wo 2019 rund 1000 Personen mitfeierten, wie auch das noch wesentlich größere Riedberg-Sommerfest mussten wegen Corona entfallen. Daher wird es dieses Jahr keinen von der IG Riedberg organisierten Weihnachtsmarkt am 3. Adventwochenende geben. „Wir bedauern es genauso wie viele Riedberge.“

Großveranstaltungen wie diese sind für einen Verein einfach zu unkalkulierbar, und die IG müsste, um eine gewisse Grundordnung sicherzustellen, auch noch professionelle Ordner stellen, was das finanzielle Risiko einer solchen Veranstaltung noch weiter nach oben treiben würde.

„Hoffen wir alle, dass sich spätestens zum Osterfeuer die Infektionslage soweit entspannt hat, dass wir damit die Gemeinschaftsveranstaltungen wieder aufnehmen können“, sagt Schaufler. Und schickt noch folgenden Appell hinter: Bis dahin liege es an jedem von uns, sich an die zwar vielleicht unliebsamen, aber, wie sich gezeigt hat, effektiven Vorsichtsmaßnahmen zu halten und beispielsweise einen Mundschutz zu tragen.

Foto: MAINRiedberg

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Die wichtigsten Fragen zur Schließung des Fachärztezentrums

Wichtige Information: Einen aktuellen Bericht zum Thema Ärzte-Versorgung im Stadtteil lesen Sie unter https://main-riedberg.de/erster-lichtblick-beim-thema-aerzte-versorgung/ sowie in der Dezember-Ausgabe von MAINRiedberg.

***

Nur noch ein Tag – dann schließt das Fachärztezentrum Riedberg. Die Verunsicherung ist greifbar, einige wichtige Fragen an den bisherigen Betreiber sind noch ungeklärt. Fest steht inzwischen aber, dass ein Kinderarzt und eine Gynäkologin des Zentrums in Riedberg-Nähe neue Praxen eröffnen wollen.

„Ich arbeite seit vier Jahren hier am Riedberg und habe eine Verbindung zu meinen Patientinnen und Patienten aufgebaut. Mein Plan ist, dass ich ganz in der Nähe des Riedbergs wieder als Kinderarzt arbeiten werde“, erklärt Dr. Dominik Dunsch gegenüber MAINRiedberg. Er wird einen Kassenarztsitz übernehmen und sich selbständig machen. Da entsprechende Räumlichkeiten ausgerechnet im familienreichsten Stadtteil Frankfurts kaum zu finden sind, will er sich nur wenige Minuten entfernt niederlassen und voraussichtlich zum 1. Dezember 2020 mit einer neuen Praxis starten. 

Kinderarzt Dr. Dunsch und Gynäkologin Dr. Embaye eröffnen neue Praxen

Zahlreiche Patientinnen und Patienten haben bereits signalisiert, dass sie über den Standort der Kinderarzt-Praxis informiert werden möchten. Dieser Bitte will Dominik Dunsch schnell nachkommen, sobald die Einzelheiten feststehen. In der Zwischenzeit können sich Eltern nur an weiter entfernte Kinderärzte wenden, eine Übergangs-Versorgung im Fachärztezentrums gibt es entgegen früherer Ankündigungen nicht.

Eine weitere Sorge war, dass es in Zukunft keine Gynäkologie mehr am Riedberg geben könnte. Hierzu bestätigt die Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH), dass auch die bisherige FÄZ-Gynäkologin Dr. Ulrike Embaye einen Kassenarztsitz erworben hat und eine Praxis eröffnen will – aufgrund der Raumproblematik aber ebenfalls nicht am Riedberg, sondern in einem angrenzenden Stadtteil. Der genaue Standort und der Eröffnungstermin stehen derzeit noch nicht fest.

Während ein halber Kassenarztsitz für Neurologie noch ausgeschrieben ist und vermutlich nicht am Riedberg verbleiben wird, wird Dr. Sabine Hoffmann-Metzger, bisher Neurologin im FÄZ, bereits ab 1. Oktober im MVZ Taunus in Bad Homburg praktizieren. Dies wurde auf Anfrage mitgeteilt.

In Zukunft wird es im Bezirk Kalbach-Riedberg mit mehr als 21.000 Einwohnern kein Fachärztezentrum mehr geben – das hat die Kassenärztliche Vereinigung bereits bestätigt. Für die rund 500 Quadratmeter großen und teuren Räumlichkeiten am Riedbergplatz konnte kein neuer Betreiber gefunden werden. 

Wie bekomme ich meine Arzt-Unterlagen?

Einer der bisherigen FÄZ-Ärzte weist auch auf eine Problematik hin, die vielen Patientinnen und Patienten noch nicht bewusst sein dürfte: Ihre Krankenakte ist noch beim Fachärztezentrum Riedberg. Wie aber können sie in Besitz der Unterlagen gelangen, die gerade beim Wechsel zu einem neuen Facharzt so wichtig sind? Hier hat der bisherige Betreiber, die Fachärztezentrum Frankfurt GmbH, noch keine Lösung kommuniziert. Es wird aber darauf gedrängt, dass eine entsprechende Anlaufstelle geschaffen werden soll, damit man auch noch nach der Schließung eine Kopie der Krankenakte erhalten kann.

Warum wurde das Fachärztezentrum geschlossen?

Ende April wurde publik, dass die FÄZ Frankfurt GmbH, die zur städtischen Stiftung Hospital zum Heiligen Geist gehört, „eine strategischen Neuausrichtung“ ihrer Standorte plant. Deshalb soll unter anderem das Zentrum am Riedberg mit den Bereichen Kinderheilkunde, Gynäkologie sowie Neurologie zum 30. September geschlossen werden.

Geschäftsführerin Dr. Rafaela Korte betonte damals noch, dass die Suche nach einem neuen Betreiber und die lückenlose Versorgung im Stadtteil oberste Priorität habe. Die Realität sah anders aus. Neue Termine wie die gesetzlich vorgeschriebenen U-Untersuchungen für Kinder sind offenbar schon seit Wochen nicht mehr möglich, Angestellte haben gekündigt, Ärzte haben sich neu orientiert und nahmen ihren Resturlaub, ein normaler Praxisbetrieb war nicht mehr gewährleistet. Telefonisch war die Praxis theoretisch an drei Wochentagen jeweils eine Stunde erreichbar, de facto laut betroffener Patienten nur per E-Mail.

Fragen wirft die Erklärung auf, dass die Schließung von den entscheidenden Gremien „besprochen, beraten und getragen wurde“. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, die neben der FÄZ GmbH auch das Nordwest-Krankenhaus betreibt, ist einer der wichtigsten Träger von Gesundheitsdienstleistungen in Frankfurt und auch personell eng mit der Stadt verbunden. Vorsitzender im Aufsichtsrat und Vorstand der Stiftung ist Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne).

Der Dezernent hat sich nun auch persönlich in die Planungen für eine künftige Versorgung am Riedberg eingeschaltet, „letztlich hat das aber noch nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis für alle geführt“, so Alexander Kowalski, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen.

KVH sieht die Versorgung in Kalbach-Riedberg gewährleistet

Nach Auskunft der Kassenärztlichen Vereinigung ist die fachärztliche Versorgung in und um Kalbach-Riedberg weiterhin gewährleistet. Nach der Schließung des Zentrums werde es „zu keiner drohenden oder gar akuten Unterversorgung kommen“. Die vorhandenen Fachärzte seien gut in der Fläche verteilt. Weniger in den östlich angrenzenden Stadtteilen, die deutlich lockerer bevölkert sind, dafür zunehmend in Richtung Frankfurter Innenstadt. Sprecher Alexander Kowalski: „Auch die beiden gut versorgten Nachbarkommunen Oberursel und Bad Homburg bieten den nördlichen Frankfurter Stadtteilen viele ärztliche Anlaufstellen und tragen somit zur Versorgung bei.“

Allerdings ist es auch eine Tatsache, dass allein am Riedberg 1700 Kleinkinder von 0 bis 5 Jahren und rund 2300 6- bis 14-Jährige leben. Für diese Familien und für ältere Menschen dürfte es durchaus einen Unterschied machen, ob Fachärzte direkt hier vor Ort, zumindest in angrenzenden Stadtteilen oder in Nachbarkommunen zu finden sind.

Foto: MAINRiedberg

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Kinder, schickt Eure „Klimabotschaft“ an die Welt!

Klimaschutz Initiative Riedberg

Die UN-Klimakonferenz wurde um zwölf Monate in den November 2021 verschoben. Klimaschutz darf aber nicht verschoben werden, davon ist die neue Klimaschutz-Initiative Riedberg überzeugt – und startet jetzt einen Mal- und Bastelwettbewerb für Kinder. Mit der Aufforderung: „Malt uns Eure Klimabotschaft!“

„Was wünscht Ihr Euch von den Politikern der Welt in Sachen Klimaschutz? Was bewegt Euch, wenn Ihr an das Klima unserer Erde denkt? Was könnt Ihr selbst tun, damit es der Erde besser geht?“ Das sind die großen Fragen, die die  Klimaschutz-Initiative an die Kinder und Jugendlichen in Frankfurt stellt – verbunden mit der Aufforderung: „Malt uns ein Bild oder Plakat, bastelt eine Collage oder was immer Euch dazu einfällt!“

Der Wettbewerb startet am 1. Oktober. Einsendeschluss ist der 15. November 2020. Die Preisverleihung soll kurz danach stattfinden. Parallel dazu werden die schönsten und kreativsten Motive auf der Webseite der Initiative zu sehen sein. „Wir wollen den jungen Menschen dadurch eine Stimme geben“, erklärt Ina Mirel, eine der Wegbereiterinnen der KIR. Erklärtes Ziel der Klimaschützer ist es, dass so die Botschaften der Kinder einen „Weg hinaus in die Welt“ finden und sichtbar werden.

Es gibt auch tolle Preise zu gewinnen wie Eintrittskarten für das Senckenberg-Museum und die Experimenta, Wissens-Bücher von namhaften Verlagen und Experimentier-Sets für Kinder.

Der Klimaschutz-Wettbewerb startet am 1. Oktober. Einsendeschluss ist der 15. November 2020. Es wird in den Altersgruppen 3 – 6 Jahre, 7 – 10 Jahre sowie 11 Jahre und älter unterschieden. Weitere Informationen unter klimaschutz-initiative-riedberg.de

Foto: Klimaschutz-Initiative Riedberg

Teile diesen Beitrag mit Freunden