Alle Artikel von Andreas Woitun

Frankfurter Kultgericht trifft Weltküche: Internationaler Abend beim Grüne Soße Festival 2026

Atmosphäre Grüne Sosse Festival

Frankfurt feiert Grüne Soße international ++ Premiere am 1. Mai ++
Grüne Soße Festival jetzt vom 1. bis 9. Mai auf dem Roßmarkt

Am Freitag, den 1. Mai 2026, startet das Grüne Soße Festival auf dem Frankfurter Roßmarkt erstmalig mit einem Internationalen Abend – mit englischsprachiger Moderation und Show. Das Festival rückt die Frankfurter Grüne Soße in einen internationalen Kontext und öffnet sich damit dem Publikum über Sprachgrenzen hinaus. Der Internationale Abend markiert einen Meilenstein in der Festivalgeschichte und unterstreicht die weltoffene Identität Frankfurts.

Weltküche meets Lokalkolorit

An diesem besonderen Abend treten internationale Gastronomiebetriebe aus Frankfurt und der Region mit ihren eigenen, kreativen Interpretationen des Klassikers gegeneinander an. Es wird spannend sein, welche kulturellen Besonderheiten sich in den Soßen-Kreationen wiederfinden. So wird die Grüne Soße zur kulinarischen Brücke zwischen regionaler Identität und internationaler Vielfalt. Wie an allen Festivalabenden entscheidet das Publikum über die Sieger-Soße. Der Gewinner des Internationalen Abends qualifiziert sich für das große Finale am 9. Mai, in dem die Zuschauer dann aus acht Grünen Soßen einen Sieger küren. Mehr Konkurrenz, mehr Spannung, mehr Geschmackserlebnis.

Englischsprachiges Bühnenprogramm mit Carrington-Brown

Moderiert wird der Internationale Abend ebenfalls von Andy Ost, der an diesem Abend auf Englisch durch das Programm führt. Zu Gast in der Abendshow ist das mehrfach ausgezeichnete britische Musik-Comedy Duo Carrington-Brown. Seit über einem Jahrzehnt verbinden Rebecca Carrington und Colin Brown klassische und zeitgenössische Hits mit brillantem britischem Humor und sorgen damit international für Begeisterung. Und immer mit dabei: Joe, das Cello.

Die Antwort auf Frankfurts Vielfalt

Frankfurt ist eine der internationalsten Städte Deutschlands, das spiegelt sich längst auch im Festival wider. Bereits in der Vergangenheit waren internationale Gastro-Betriebe fester Bestandteil des Festivalmarktes, wo sie den Roßmarkt mit ihrem kulinarischen Angebot bereicherten. Der Ruf nach einem eigenen Internationalen Abend wurde immer lauter, jetzt wird er Wirklichkeit.

„Wir freuen uns riesig, mit dem Internationalen Abend ein ganz besonderes Kapitel in der Geschichte unseres Festivals aufzuschlagen“, erklärt Veranstalterin Maja Wolff. „Die Grüne Soße, das Herzstück unseres Festivals, wird an diesem Abend zum kulinarischen Botschafter zwischen den Nationen. Das zeigt wunderbar, dass Tradition und Innovation, lokale Verwurzelung und globale Offenheit Hand in Hand gehen.“

Für Expats, Locals und alle Kulturfans

Der Internationale Abend richtet sich an die internationale Community in Frankfurt und Rhein-Main ebenso wie an alle Einheimischen, die interkulturelle Begegnungen schätzen. In Kooperation mit dem Newcomers Network Frankfurt entsteht an diesem Abend ein Treffpunkt für Menschen aus aller Welt, die gemeinsam Frankfurts Kultgericht neu entdecken möchten.

Dabei sein am 1. Mai

Buchbar sind Einzeltickets oder Gruppentische. Gruppen können ihre Tische als Ländertische gestalten und so ihr Heimatland oder ihre internationale Community repräsentieren. Auch für Unternehmen bietet sich die Möglichkeit, an einem Firmentisch mit ihren internationalen Teams gemeinsam zu feiern. Zudem gibt es VIP-Tisch-Optionen. Im Ticketpreis enthalten sind wie immer sieben Grüne Soßen mit Kartoffeln und Eiern, alle Getränke (Wein, Apfelwein, Bier, Softdrinks) sowie das komplette Showprogramm.

Maja Wolff vor Frankfurt-Kulisse

Maja Wolff, Bild: © Christoph Müller

Das Festival 2026

Mit dem Internationalen Abend startet der Wettkampf um die beste Grüne Soße 2026. An insgesamt acht Abenden treten 56 Gastronomiebetriebe gegeneinander an, bevor im großen Finale am 9. Mai alle acht Abendsieger um Frankfurts Kräuterkrone kämpfen. Kulinarik, Live-Unterhaltung und das Publikumsvoting machen das Festival zu einer der größten kulinarischen Kulturveranstaltungen der Region.

Und wer schon vorab Festivalluft schnuppern möchte: Der Festivalmarkt öffnet bereits
am 28. April.

Alle Informationen zum Grüne Soße Festival gibt es auf www.gruene-sosse-festival.de

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BUND kritisiert „Stadtteil der Quartiere“: Nachhaltigkeit in Gefahr?

Neuer Stadtteil der Quartiere

Der BUND Kreisverband Frankfurt äußert erhebliche Bedenken gegen das geplante Großprojekt „Stadtteil der Quartiere“ an der Autobahn A5. Obwohl der Magistrat der Stadt Frankfurt erst im November 2025 die Nachhaltigkeitsstrategie 2030+ verabschiedet hat, sieht der Umweltverband in der aktuellen Planung des neuen Stadtteils massive Widersprüche zu diesen Zielen. Am 11.12.2025 beschloss die Stadtverordnetenversammlung mit breiter Mehrheit die städtebauliche Satzung für das Areal, was den Startschuss für die Bebauungspläne markiert.

Klimaschutz und Bodenverlust

Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die Versiegelung wertvoller Flächen. Während die Stadt betont, dass der regionale Grünzug westlich der A5 erhalten bleibt, warnt der »BUND«, dass die östliche Hälfte des Grünzugs durch das geplante Lachgrabenquartier bebaut werden soll. Dieser Bereich besteht aus fruchtbarem Lehmlössboden, der für die Landwirtschaft und den Wasserhaushalt von hoher Bedeutung ist. Zudem fungiert die Fläche als wichtiges Kaltluftentstehungsgebiet, das in heißen Nächten die angrenzenden Stadtteile wie Praunheim und Heddernheim kühlt. Eine geplante Lärmschutzwand, die inklusive Wall eine Höhe von bis zu 16 Metern erreichen könnte, würde zudem wie eine Barriere wirken und den Kaltluftfluss von Westen her blockieren.

Widersprüche im Verkehrskonzept

Auch die Verkehrsplanung wird scharf kritisiert. Laut BUND verspricht die Politik zwar eine Entlastung für den Ortskern von Praunheim, verzichtet jedoch gleichzeitig auf die seit Jahrzehnten zugesagte Umgehungsstraße. Stattdessen soll der Verkehr für 17.000 Einwohner und 5.000 Arbeitsplätze sowie der Durchgangsverkehr durch die neuen Quartiersstraßen geleitet werden. Dies führe laut Planungsunterlagen zu einer hohen Lärmbelastung von bis zu 70 Dezibel am Tag, was die Lebensqualität in den neuen Wohngebieten gefährde.

Verzögerungen durch Hochspannungsleitung

Ein technisches Hindernis könnte die Realisierung weiter Teile des Projekts zudem um Jahre verzögern. Eine bestehende 380-KV-Höchstspannungsleitung verläuft derzeit östlich der Autobahn. Aufgrund geltender Vorschriften müssen Wohngebäude einen Mindestabstand von 400 Metern zu solchen Leitungen einhalten. Eine Verlegung der Leitung auf die Westseite durch den Betreiber Tennet wird voraussichtlich erst in den 2030er Jahren abgeschlossen sein. Solange dieser Umbau nicht erfolgt ist, können weite Teile des Lachgrabenquartiers und der Neu-Weststadt nicht gebaut werden (ohne gegen die bestehenden Vorschriften zu verstoßen).

Der BUND fordert den Magistrat auf, die Planung im Sinne der Hitze-Resilienz und einer ehrlichen Verkehrsplanung zu überarbeiten.


Hintergrund: Was ist der BUND?

Hinter der Abkürzung »BUND« verbirgt sich nicht die Bundesregierung, sondern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Es handelt sich um eine unabhängige Umweltorganisation, die sich für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzt. Der Kreisverband Frankfurt am Main begleitet kritisch städtische Bauvorhaben und setzt sich gezielt für den Klimaschutz sowie den Erhalt lokaler Grünflächen ein. Als einer der großen Naturschutzverbände arbeitet der BUND unabhängig von staatlichen Stellen, um ökologische Belange gegenüber der Politik zu vertreten.

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Kurzinfos aus dem Stadtteil

Kurzmeldungen

Digitale Senioren: Hilfe bei Sehschwäche am Smartphone

Der Handy- & Computertreff „Digitale Senioren“ lädt alle Interessierten – insbesondere Senioren ab 60 Jahren – ein, sich in gemütlicher Runde mit der digitalen Welt vertraut zu machen. Ziel des offenen Treffs ist es, Hemmschwellen vor neuen Medien abzubauen, den Umgang mit Technik zu erleichtern und den Austausch in der Gemeinschaft zu fördern.

Der nächste Termin widmet sich einem besonders wichtigen Thema: „Wie unterstützt mich mein Handy bei zunehmender Sehschwäche?“. Die Veranstaltung am 5. Februar 2026 beginnt um 15:00 Uhr mit einem einleitenden Vortrag über Bedienungshilfen bei Mobiltelefonen.

Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, individuelle Fragen zur Handhabung ihrer Geräte zu stellen. In kleinen Gruppen oder Einzelgesprächen stehen ehrenamtliche Experten bereit, um ganz gezielt auf spezifische Anliegen einzugehen.

Wichtige Informationen auf einen Blick:

  • Wann: Donnerstag, 05.02.2026 um 15:00 Uhr.
  • Wo: Familienzentrum Billabong.
  • Anfahrt: Buslinie 29, Haltestelle Hans-Leistikow-Straße.
  • Kosten: Das Angebot ist kostenfrei.
  • Anmeldung: Nicht erforderlich – kommen Sie einfach vorbei.
  • Ausrüstung: Bitte bringen Sie Ihre eigenen Geräte (Smartphone, Tablet oder Laptop) mit.

Maßnahmen zur Eindämmung der Waschbärpopulation beantragt

Mitglieder des Ortsbeirats 12 fordern gezielte Maßnahmen gegen die wachsende Waschbärpopulation in Kalbach. Der Magistrat soll Jäger bei der Bestandsreduktion finanziell und logistisch unterstützen, etwa durch die Förderung TÜV-geprüfter Fallen. Laut der Goethe-Universität gefährdet die invasive Art heimische Tiere und birgt durch den Waschbärspulwurm gesundheitliche Risiken für Menschen, insbesondere Kinder. Eine geplante Aufklärungskampagne soll über Hygiene und den Umgang mit Sichtungen informieren. Da eine effektive Kontrolle im urbanen Raum primär über die Fallenjagd möglich ist, wird eine stärkere Kooperation mit den Jägern angestrebt.

Antrag auf Eislauffläche im Kätcheslachpark

Mitglieder des Ortsbeirats 12 regen die Schaffung einer natürlichen Eisfläche im westlichen Kätcheslachpark an. Der Magistrat soll prüfen, ob die Mulde zwischen dem Piratenspielplatz und der Altenhöferallee bei Frost gezielt geflutet werden kann. Durch eine geringfügige Erhöhung des Abflussgitters könnte eine Fläche zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen entstehen. Die baulichen Gegebenheiten mit seitlichen Begrenzungen und Treppenzugängen gelten als ideal. Aufgrund der geringen Wassertiefe bestehe kein Ertrinkungsrisiko, während der Freizeitwert für Familien bei kalten Wetterlagen deutlich steigen würde.

Antrag auf wettergeschützte Wartehäuschen am Uni-Campus

Mitglieder des Ortsbeirats 12 fordern die Errichtung überdachter Bushaltestellen an der Station „Uni Campus Riedberg“. Da eine ursprünglich geplante Verlegung der Haltestelle zugunsten der Neugestaltung des Riedbergplatzes entfällt, sollen nun beidseitig wettergeschützte Unterstände mit ausreichenden Sitzgelegenheiten entstehen. Der Antrag begründet dies mit der hohen Frequentierung durch Schulkinder, Einkäufer und ältere Bürger, die insbesondere in Richtung Kalbach bisher ungeschützt warten müssen. Ziel ist die Anpassung an den Standard anderer Haltestellen der Buslinie 26, um den Komfort und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Nahverkehr zu erhöhen.

Containeranlage für den SC Riedberg

Die Sportanlage an der Altenhöferallee, die vom SC Riedberg betreut wird, ist für die mittlerweile mehr als 1.200 Mitglieder zu klein. 120.000 Euro sollen daher in den Haushalt eingestellt werden, damit auf dem Gelände eine Containeranlage errichtet werden kann. Diese soll vor allem den Engpass rund um die Umkleidekabinen abdecken. Vier gibt es derzeit auf der Anlage, was für bis zu 8 gleichzeitig spielende Mannschaften zu wenig sei, so die Begründung. Einstimmig hat der Ortsbeirat 12 (Kalbach, Riedberg) den Antrag der CDU beschlossen.

Stromanschluss auf dem Kerbeplatz

5.000 Euro sollen dem Kerbeverein Kalbach zur Verfügung gestellt werden, um auf dem Kerbeplatz einen festen Stromanschluss sowie in diesem Zuge Ladesäulen für Elektrofahrzeuge einzurichten.

Einstimmig hat der Ortsbeirat 12 einen gemeinsamen Antrag von SPD und CDU verabschiedet. So könnten neben der Kerb eben auch andere Veranstaltungen durchgeführt werden, zudem würde die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität ausgebaut. (Quelle: FNP 13.01.2026)

Ortsbeirat regt Nachtruhe für Mähroboter an

Mitglieder des Ortsbeirats 12 haben den Magistrat um die Einführung einer Nachtruhe für Mähroboter in Kalbach-Riedberg gebeten. Die Regelung soll zum Schutz von Kleintieren sowie zur Vermeidung von nächtlicher Ruhestörung dienen. Vorgeschlagen wird ein Betriebsverbot von einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang. Da der Stadtteil überdurchschnittlich viele Gärten mit Mährobotern aufweist, soll zudem eine begleitende Informationskampagne über die Hintergründe der Maßnahme aufklären. Vergleichbare Regelungen bestehen bereits in anderen deutschen Städten.

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Fokus Talstraße 107: Zwischen Denkmalschutz, Kunst und künftiger Nutzung

Die Firma Mersen in Kalbach

Die Liegenschaft in der Talstraße 107 in Kalbach beschäftigt seit längerem den Ortsbeirat 12. Das Areal, zu dem auch die Gebäude 107a und 107b gehören, steht im Mittelpunkt von Bestrebungen zur Förderung der lokalen Kulturszene sowie der Aufarbeitung der Stadtteilgeschichte.

Förderung von Kleingewerbe und Künstlern

Bereits im April 2025 regte der Ortsbeirat auf Initiative der Grünen an, die leerstehenden Gewerbeimmobilien in der Talstraße gezielt für die Ansiedlung von Kleingewerbe und Künstlern zu nutzen. Vorgeschlagen wurde eine geförderte Zwischennutzung für einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren, koordiniert durch Institutionen wie „Radar Frankfurt“. Ziel dieser Maßnahme ist es, durch institutionelle Anmietung vereinfachte Rahmenbedingungen für Firmengründungen, künstlerische Projekte und Bildungsinitiativen zu schaffen, um den Stadtteil zu beleben und Arbeitsplätze zu generieren.

Der Magistrat dämpfte jedoch in seiner Stellungnahme vom September 2025 die Erwartungen. Zwar unterstütze man die Ansiedlung grundsätzlich, die städtische Liegenschaft könne jedoch aktuell nur für einen Übergangszeitraum von maximal 2 Jahren vermietet werden. Mitarbeitern von Radar wurde das Objekt bereits vorgestellt, doch aufgrund der zeitlich befristeten Konditionen bestand seitens der Institution kein Interesse an einer Vermittlung. Da keine weiteren geeigneten städtischen Objekte zur Verfügung stehen, bleibt die Förderung an diesem Standort vorerst ungewiss.

Der Ortsbeirat lässt das Thema jedoch nicht ruhen. In einem neuen Auskunftsersuchen vom Dezember 2025 bittet das Gremium den Magistrat um Klärung, welche konkreten Planungen einer längeren Zwischennutzung über das Jahr 2027 hinaus entgegenstehen.

Gedenken an die NS-Zwangsarbeit

Neben der gewerblichen Nutzung steht die Talstraße 107 aufgrund ihrer historischen Bedeutung im Fokus. Es handelt sich um die letzte erhaltene Zwangsarbeiterbaracke auf dem ehemaligen Gelände der Carbone-AG. Der Ortsbeirat hatte bereits Ende 2023 einstimmig beschlossen, eine Gedenktafel anzubringen und hierfür 3.500 Euro aus seinem Budget angeboten.

Nach einer Sachstandsanfrage der SPD im Frühjahr 2025 teilte der Magistrat im August mit, dass sich die zuständigen Fachämter im Austausch befinden. Das Institut für Stadtgeschichte erarbeitet derzeit einen Textentwurf für die Tafel, der im Anschluss mit dem Ortsbeirat abgestimmt werden soll. Ein genauer Termin für die Installation steht noch aus.

Hätten Sie’s gewusst?

Eine der kürzesten Straßen in Frankfurt

Die Carbonestraße ist mit 35 Metern eine der 8 kürzeste Straßen Frankfurts. Die heutige Mersen Deutschland Holding GmbH & Co KG, eine Tochtergesellschaft der französischen Unternehmensgruppe Mersen S.A., ist nun seit fast 130 Jahren in Frankfurt-Kalbach ansässig. Sie überstand ohne Eigentümerwechsel 2 Weltkriege. Teile der Produktion wurde 2015 von Kalbach in das französische Werk nach Amiens verlagert. Aufgrund der Bedeutung der Firma für den Ort wurde die Straße bereits vor 1972 nach ihr benannt.


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Generationenprojekt Trinkwasser: Neue Riedleitung wird an das Netz angeschlossen

Die neue Riedleitung

Die Trinkwasserversorgung der Metropolregion Rhein-Main steht vor einem entscheidenden technischen Meilenstein. Um die langfristige Versorgungssicherheit auch in Zeiten des Klimawandels zu gewährleisten, führt der Vorlieferant Hessenwasser im Januar umfangreiche Arbeiten an der sogenannten »Riedleitung« durch. Für die Bürger in Frankfurt kann dies bereits in dieser Woche kurzzeitige Auswirkungen auf das Leitungsnetz haben.

Die Riedleitung gilt als die „Lebensader“ Südhessens. Über die rund 35 Kilometer lange Verbindung werden bis zu 40 % des täglichen Trinkwasserbedarfs des Ballungsraums gedeckt. Da die bestehende Leitung bereits vor über 60 Jahren in Betrieb genommen wurde, realisiert Hessenwasser derzeit mit dem Bau der „Neuen Riedleitung“ eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Region. Ziel ist es, die Wasserversorgung nachhaltig und klimafest zu gestalten.

Testlauf am 08.01.2026

Im Vorfeld der eigentlichen Anschlussarbeiten findet am heutigen Donnerstag, den 8. Januar, eine testweise Umstellung im Leitungsnetz statt. Ab 7 Uhr morgens wird für voraussichtlich 8 Stunden der Betrieb unter veränderten Bedingungen erprobt. Hessenwasser weist darauf hin, dass es in diesem Zeitraum vereinzelt zu leichten Trübungen des Trinkwassers oder kurzfristigen Druckschwankungen im Frankfurter Stadtgebiet kommen kann.

Diese Erscheinungen sind technisch bedingt und stellen keine Gefahr dar. Die hygienische Qualität und die Genießbarkeit des Wassers bleiben uneingeschränkt erhalten; das Trinkwasser entspricht weiterhin den strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung und wird fortlaufend kontrolliert. Mit Versorgungseinschränkungen ist nicht zu rechnen.

Riedleitung Trassenverlauf

Riedleitung Trassenverlauf, Grafik: Hessenwasser, © Jürgen Mai

Anschluss des neuen Kupplungsbauwerks

Der Testlauf dient als unmittelbare Vorbereitung für eine planmäßige Baumaßnahme vom 20. bis voraussichtlich 22. Januar. In diesem Zeitraum wird die aktuelle Riedleitung an ein neu errichtetes Kupplungsbauwerk bei Wolfskehlen angeschlossen. Dieser Schritt ist essenziell, um die bestehende Infrastruktur perspektivisch mit den bereits fertiggestellten Abschnitten der neuen Riedleitung zu verknüpfen.

Hintergrund: Warum eine neue Riedleitung?

Die Notwendigkeit des Großprojekts ergibt sich aus dem Alter der Bestandsleitung und den wachsenden Anforderungen durch den Klimawandel. Das Trinkwasser für die Region wird maßgeblich aus infiltrationsgestützten Gewinnungsanlagen im Hessischen Ried gewonnen. Dabei wird Oberflächenwasser (aufbereitetes Mainwasser) zur Grundwasseranreicherung genutzt, um die natürlichen Ressourcen zu schonen und den Grundwasserspiegel stabil zu halten.

Die neue Leitung soll sicherstellen, dass dieser komplexe Verbund aus Wassergewinnung und Transportnetz auch für kommende Generationen zuverlässig funktioniert. Hessenwasser und der Frankfurter Energiedienstleister Mainova betonen, dass diese Investitionen in die Netzinfrastruktur unumgänglich sind, um die Lebensqualität und die wirtschaftliche Stabilität der wachsenden Metropolregion zu sichern.

Bürger, die weiterführende Informationen zum Baufortschritt oder den ökologischen Ausgleichsmaßnahmen suchen, können sich auf der Projektwebseite www.riedleitung.de detailliert informieren.

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Einschränkungen auf der Linie U2 wegen Ausbauarbeiten

Bonames-Ost Nördlich der U-Bahn

Weichenstellung für die Zukunft: Die Verlängerung der Stadtbahnlinie U2 in Richtung Bad Homburger Bahnhof nimmt weiter Gestalt an. Wie die Stadt Bad Homburg vor der Höhe mitteilte, beginnen nun die konkreten Arbeiten für den Anschluss der neuen Strecke. Für Fahrgäste der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) bedeutet dies jedoch zunächst Einschränkungen im Betriebsablauf.

Weichenbau in Ober-Eschbach

Im Rahmen der Vorabmaßnahmen für die Streckenverlängerung verlegt die Stadtbahngesellschaft Bad Homburg (SBHG) vier neue Weichen im Bereich Ober-Eschbach. Aufgrund dieser Bauarbeiten kann die Linie U2 für einen Zeitraum von rund 7 Wochen nicht ihren regulären Linienweg befahren.

Die Sperrung beginnt am Montag, den 12. Januar, gegen 02:00 Uhr, und dauert voraussichtlich bis Montag, den 2. März, circa 03:00 Uhr. In dieser Zeit verkehrt die U2 lediglich auf dem Abschnitt zwischen dem Südbahnhof und der Haltestelle Nieder-Eschbach.

Schienenersatzverkehr und Fahrgastinformation

Um die Verbindung nach Gonzenheim aufrechtzuerhalten, wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet. Dieser pendelt während der Bauphase zwischen den Haltestellen Nieder-Eschbach und Gonzenheim. Die VGF und die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ weisen darauf hin, dass Fahrgäste durch das Umsteigen auf die Busse eine etwas längere Reisezeit einplanen sollten.

Aktuelle Fahrpläne und die besten Verbindungen können über die RMV-App oder die Website rmv.de abgerufen werden. Zudem steht das RMV-Servicetelefon unter der Nummer 069-24248024 rund um die Uhr für individuelle Beratungen zur Verfügung.

Hintergrund des Großprojekts

Die aktuellen Arbeiten sind Teil eines weitreichenden Infrastrukturprojekts, das eine direkte Schienenanbindung zwischen der bisherigen Endstation Gonzenheim und dem Bad Homburger Bahnhof zum Ziel hat. Die geplante Neubaustrecke umfasst eine Gesamtlänge von 1,6 Kilometern.

Ein markantes Merkmal des Projekts ist die Streckenführung: Etwa 22 % der neuen Trasse (rund 355 Meter) werden in einem Tunnel verlaufen. In diesem Zusammenhang wird auch die bestehende Station Bad Homburg Gonzenheim rückgebaut und als unterirdische Haltestelle neu errichtet.

Das Vorhaben stützt sich auf eine breite demokratische Basis: In einem Bürgerentscheid am 28.10.2018 stimmten über 70 % der Teilnehmer für das Projekt. Das Baurecht besteht bereits seit der Planfeststellung im Jahr 2016.

Ausblick

Auch nach dem Abschluss der aktuellen Weichenarbeiten bleibt das Projekt in Bewegung. Sobald die Haltestelle Ober-Eschbach wieder in Betrieb genommen wird, richtet die Stadt Bad Homburg einen neuen Schienenersatzverkehr zur ehemaligen Haltestelle Gonzenheim ein. Informationen zum weiteren Fortgang und Details zum Projekt werden fortlaufend auf der Webseite bad-homburg-u2.de veröffentlicht.

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Neue App „Braille-Trainer“: Digitales Lernen der Blindenschrift für Jung und Alt

Riedbergzentrum mit Braille-Band

Die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) in Marburg hat zum Welt-Braille-Tag eine innovative Anwendung vorgestellt, die das Erlernen der Blindenschrift revolutionieren soll. Mit der App „Braille-Trainer“ wird der Zugang zur taktilen Schrift von Louis Braille für blinde und sehende Menschen gleichermaßen erleichtert.

Anlässlich des Welt-Braille-Tags am 4. Januar, der an den Geburtstag des Erfinders Louis Braille erinnert, präsentierte die »blista« in Marburg ein besonderes digitales Angebot. Vor über 200 Jahren erfand der damals 16-jährige Franzose das System aus 6 tastbaren Punkten, das blinden Menschen bis heute den Zugang zu Bildung und Literatur ermöglicht. Die neue App „Braille-Trainer“ soll diese bewährte Methode nun in das digitale Zeitalter überführen.

Unterstützung für inklusives Lernen

Ein zentrales Ziel der App ist es, nicht nur blinde Menschen beim Erlernen der Schrift zu unterstützen, sondern auch sehende Eltern und Lehrer einzubeziehen. Die Anwendung fungiert als Brücke: Sie ermöglicht es sehenden Bezugspersonen, blinden Kindern effektiver beim Erlernen der Brailleschrift zu helfen. Patrick Temmesfeld, Vorstand der »blista«, betont, dass die App einen modernen und einfachen Zugang zur Blindenschrift bieten soll.

Von der Vollschrift zur Kurzschrift

In der schulischen Ausbildung erlernen blinde Kinder meist zunächst die sogenannte Vollschrift. Um jedoch ein hohes Lese- und Schreibtempo zu erreichen, ist die Beherrschung der Kurzschrift unerlässlich. Laut Rudi Ullrich, Koordinator der »blista«-Kampagne „Knack den Code“, wurde diese Form der Schrift in der Vergangenheit oft vernachlässigt. Die App bietet hier als „zeitgemäßes Medium“ Abhilfe und führt die Nutzer durch verschiedene Lektionen. Dabei kann die Anwendung sowohl gedruckte Schrift in Braille als auch Blindenschrift zurück in gedruckte Buchstaben übersetzen.

Entstehungsgeschichte und Engagement

Die Wurzeln des Projekts liegen in einer privaten Initiative: Der Hamburger Programmierer Martin Gertz begann vor Jahren in seiner Freizeit mit der Entwicklung, um einem befreundeten Paar – einer sehenden und einer blinden Person – den gegenseitigen Nachrichtenaustausch zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Bildung und Barrierefreiheit der »blista« wurde die Anwendung kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert.

Die App ist zudem Teil der Aufklärungskampagne „Knack den Code“, die sich für eine inklusive Gesellschaft einsetzt. Als Botschafter fungiert dabei der blinde Waschbär Louis, der in Kurzgeschichten zeigt, wie er seinen Alltag meistert. Diese Geschichten sind in Brailleschrift verfasst und können von den Nutzern mithilfe eines Alphabets entschlüsselt werden.

Verfügbarkeit und Förderung

Zum Start stellt die »blista« die ersten 1.000 Downloads der App kostenlos zur Verfügung. Langfristig hofft die Studienanstalt, das Angebot durch Spenden dauerhaft kostenfrei für alle Nutzer anbieten zu können. Der „Braille-Trainer“ steht ab sofort im Apple AppStore sowie im Google PlayStore zum Herunterladen bereit.

Blindenschrift am Riedberg

Das Riedbergzentrum besitzt ein markantes Kunst-am-Bau-Element: ein 460 Meter langes und 1,50 Meter hohes Fassadenband in Blindenschrift (Braille), die Texte von Thomas von Aquin in erhabenen Punkten darstellt, um die Wahrnehmung der Welt zu thematisieren und die architektonischen Elemente visuell zu ergänzen. Es gibt also eine sichtbare, taktile Anwendung von Blindenschrift direkt an der Architektur des Zentrums, die über reine Funktionalität hinausgeht.

Für das Zentrum des neuen Frankfurter Stadtteils Riedberg entwickelte der Frankfurter Künstler Klaus Schneider ein Fassadenband, das den vierteiligen Gebäudekomplex verbindend umschließt. Metallfolien auf glänzend lackierten Aluminiumplatten zeigen einen in Braille-Schrift gestalteten Text frei nach Thomas von Aquin, der sich mit der menschlichen Wahrnehmung der Welt und seiner daraus resultierenden Wesensform beschäftigt. Die Kreisformen des Blindenschriftrasters spielen mit den strengen, kubischen Elementen der modernen Architektur.

Riedbergzentrum mit Braille-Band

Text auf dem Fassadenband

Erkennende Wesen

„Erkennende Wesen unterscheiden sich von nicht erkennenden darin, dass die nicht erkennenden nichts haben als nur ihre eigene Wesensform. Das erkennende Wesen aber ist darauf angelegt, die Wesensform auch des anderen zu haben. Das Bild des Erkannten ist im Erkennenden und bei der Erkenntnis spielt das Geschlecht keine Rolle!“

 


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Camping-Situation im Taunus: Licht und Schatten für Wohnmobilisten

Behelfs-Brück mit Zaun davor

Die Suche nach geeigneten Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnmobilisten im Raum Frankfurt und im angrenzenden Taunus präsentiert sich derzeit zweigeteilt. Während in Frankfurt-Heddernheim die Hoffnungen auf eine Wiederbelebung des traditionsreichen Campingplatzes schwinden, bieten Bad Homburg und Oberursel etablierte Alternativen für Reisende.

Aus für Campingplatz an der Sandelmühle

Die Zukunft des Campingplatzes in Heddernheim, der letzten Einrichtung dieser Art auf Frankfurter Stadtgebiet, sieht düster aus. Seit 3 Jahren ist das Gelände an der Nidda bereits geschlossen. Ein Investor, der eine Wiederbelebung plante, hat sich mittlerweile zurückgezogen und beabsichtigt, seine Anteile zu verkaufen.

Erschwert wird ein potenzieller Betrieb durch komplizierte Besitzverhältnisse und weitreichende städtische Planungen. Die Stadtentwässerung Frankfurt und die Deutsche Bahn planen im Zuge des S6-Ausbaus die Renaturierung des Eschersheimer Wehrs. Mehrere Flurstücke des ehemaligen Campingplatzes sind davon betroffen, weshalb eine erneute Verpachtung durch die Stadt nicht vorgesehen ist. Selbst bei einer theoretischen Wiedereröffnung wäre der Platz deutlich kleiner und müsste ökologische Aspekte sowie den Hochwasserschutz priorisieren. Derzeit verwildert das Areal, was zu Problemen mit Müll und einer nächtlichen Partyszene führt.

Attraktive Stellplätze in Bad Homburg

Bessere Chancen für Wohnmobilisten gibt es in Bad Homburg, wo verschiedene Optionen zur Verfügung stehen:

  • Lindenhof (Ober-Eschbach): Dieser Stellplatz liegt direkt an einem Bauernhof in Feldnähe. Er bietet Platz für 5 Wohnmobile, auch über 8 Meter Länge. Die Gebühr beträgt 10 Euro, wobei ein Teil als Gutschein für den hofeigenen Laden oder das Café erstattet wird. Strom (3 Euro/Nacht), Frischwasser (1 Euro/100 l) und Entsorgungsmöglichkeiten sind vorhanden. Der Untergrund besteht aus Schotter.
  • Freibad Bieberstein: Dieser moderne Platz am »Usinger Weg« erfordert eine Online-Buchung und -Zahlung (maximal 30 Tage im Voraus). Er bietet umfangreiche Services inklusive WLAN, Strom sowie Ver- und Entsorgung. Feuerstellen sind hier untersagt.
  • Taunus Therme: Auf dem Parkplatz am Seedammweg ist das Abstellen von Wohnmobilen bis zu einer Länge von 6 Metern gestattet. Es handelt sich um einen regulären Parkplatz ohne spezielle Camping-Infrastruktur, der bei längeren Fahrzeugen eng werden kann.

Stellplatz-Option in Oberursel

In Oberursel bietet der Parkplatz „Hohemark“ (Alfred-Lechler-Straße) 5 Stellplätze im hinteren Bereich. Die Gebühr liegt bei 7 Euro für eine maximale Aufenthaltsdauer von 3 Tagen. Der Platz ist ganzjährig nutzbar, verfügt jedoch über keine Ausstattung und ist häufig durch Pkw belegt. Er punktet durch die Nähe zum Mühlenwanderweg und lokalen Gasthäusern.

Rechtliche Rahmenbedingungen für die Übernachtung

Grundsätzlich ist in Deutschland das einmalige Übernachten im Wohnmobil dort erlaubt, wo es nicht explizit untersagt ist, sofern es der „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ dient. Dies wird oft für einen Zeitraum von bis zu 10 Stunden toleriert.

Wichtig ist hierbei die Abgrenzung zum Camping: Aktivitäten wie das Ausfahren der Markise, das Aufstellen von Stühlen oder Grillen sind auf öffentlichen Parkplätzen untersagt und können als ordnungswidriges Wildcampen mit Bußgeldern bis zu 2.500 Euro geahndet werden. Für längere Aufenthalte oder touristische Aktivitäten sollten daher stets offizielle Stellplätze genutzt werden.


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Neugestaltung des Rondellplatzes in Nieder-Eschbach: Magistrat reagiert auf Änderungswünsche

Symbolbild inklusiver Spielplatz

Der in die Jahre gekommene Rondellspielplatz am Ben-Gurion-Ring in Nieder-Eschbach soll im Jahr 2026 umfassend erneuert werden. Nachdem der Ortsbeirat 10 (Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg, Preungesheim) im Rahmen einer Initiative weitreichende Änderungswünsche an der bestehenden Entwurfsplanung geäußert hatte, liegt nun der ausführliche Bericht des Magistrats vor.

Ein Spielkonzept für alle Generationen

Die Planung für den Spielplatz ist das Ergebnis eines mehrjährigen Beteiligungsprozesses, der bereits 2021 begann und 2023 durch Werkstattgespräche mit Anwohnern, Kindern und Kindertagesstätten vertieft wurde. Das Herzstück der Anlage bilden vier namensgebende Rondelle, die jeweils unterschiedliche Funktionen erfüllen:

  • Großes Spielrondell: Hier ist eine große Kletterkombination für Kinder ab 6 Jahren geplant, die als Alleinstellungsmerkmal im Grünzug fungieren soll.
  • Sandrondell: Dieser Bereich richtet sich an Kinder aller Altersstufen (Karussell mit imposanter Orcafigur) und bietet neben einem Sandspielbereich mit unterfahrbarem Holzpodest für Rollstuhlfahrer auch eine Malwand und verschiedene Wippgeräte.
  • Fitnessrondell: Drei Geräte für insgesamt vier Nutzer bieten Erwachsenen, Begleitern und Senioren Möglichkeiten für Konditions- und Beweglichkeitsübungen. Von hier aus kann der Spielplatz gut beobachtet werden.
  • Asphaltfläche: Zwischen den Rondellen dient eine ebene Fläche als Raum für Rollschuhe, Fahrräder oder Rollstühle sowie für kreative Bodenspiele.

Ergänzt wird das Angebot durch eine große Spielwiese, die für freie Aktivitäten und Feste zur Verfügung steht.

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Rondellspielplatz im Grünzug Ben-Gurion-Ring

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Rondellspielplatz im Grünzug Ben-Gurion-Ring 50.186372, 8.659791

Abwägung der Änderungswünsche

Der Magistrat hat die Forderungen des Ortsbeirats detailliert geprüft und teilweise in die Planung integriert.

Inklusion und Spielgeräte: Dem Wunsch nach mehr inklusiven Angeboten kommt die Stadt nach, indem das ursprünglich geplante Karussell mit Orcafigur gegen ein spezielles Karussell für Rollstuhlfahrer ausgetauscht wird. Zudem werden zwei „Hörtrichter“ installiert, die Kindern mit und ohne Einschränkungen Sinneserfahrungen über Distanz ermöglichen.

Bolzplatz-Debatte: Die Forderung nach einem zweiten Tor für die Spielwiese wurde abgelehnt. Der Magistrat begründet dies mit dem Wunsch, die Fläche multifunktional zu halten. Ein zweites Tor würde das Areal faktisch zum Bolzplatz deklarieren, was laut Beteiligungsverfahren zur Verdrängung von Mädchen und kreativen Spielformen führen könnte. Zudem befindet sich nur 200 Meter nördlich auf der „Großen Wiese“ ein Bolzplatz für kleinere Kinder, während Jugendliche eine Anlage im Süden des Grünzugs nutzen können. Ein einzelnes Minitor auf dem Rondellplatz bleibt jedoch für Zielübungen erhalten.

Infrastruktur und Sonnenschutz: Beim Sonnenschutz setzt die Stadt auf Stabilität. Statt der geforderten Sonnensegel werden zwei große Sonnenschirme installiert – einer fest verankert im Sandbereich, ein zweiter mobil auf der Asphaltfläche. Diese gelten als wartungsärmer und vandalismussicherer.

Die Errichtung einer eigenen Toilettenanlage ist aufgrund fehlender Wasser- und Kanalanschlüsse sowie Platzmangels nicht möglich. Besucher werden auf die umliegenden Einrichtungen wie das Quartiersbüro oder das künftige Café am See verwiesen.

Auch eine Erweiterung der Fitnessgeräte für Erwachsene wurde abgelehnt, um den notwendigen Bewegungsraum für Kinder nicht einzuschränken und die Privatsphäre beim Training zu wahren. Es wird jedoch geprüft, ob an anderer Stelle im Grünzug weitere Sportgeräte aufgestellt werden können.

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Tierarztmarkt im Wandel: Ketten expandieren in Frankfurt

Seehund mit geöffnetem Maul

Der Frankfurter Markt für Tiermedizin befindet sich in einer Phase des massiven Umbruchs. Während das Telefonbuch aktuell etwa 30 Tierarztpraxen im Stadtgebiet verzeichnet, drängen seit einiger Zeit verstärkt kapitalkräftige Kettenunternehmen in den Sektor1. Namen wie Rex, Filu, Evidensia und Anicura haben Frankfurt als attraktiven Standort entdeckt. Besonders im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg wird diese Konfrontation zwischen etablierten Strukturen und neuen Großinvestoren deutlich.

Die Situation im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg

Kalbach-Riedberg beherbergt mit der Tierklinik Kalbach in der Max-Holder-Straße einen der größten Akteure der Branche: die Evidensia Deutschland GmbH. Das Unternehmen, an dem der Nestlé-Konzern Anteile hält, betreibt dort eine Fachklinik für Kleintiere. Am selben Standort ist zudem das Tierärztliche Augenzentrum von Sixta Wellen und Dr. Andrea Schieszler ansässig.

Trotz der Präsenz dieses Branchenriesen gibt es im Bereich der Postleitzahl 60437 weiterhin eine Reihe unabhängiger Tierärzte und kleinerer Praxen:

  • Rita Willems betreibt eine Praxis in Nieder-Eschbach.
  • Pia Simon und Dr. Marcia Cavalcanti bieten stationäre Versorgung an.
  • Elena Panova ist ebenfalls im Bezirk tätig.
  • Mit der Mobilen Tierpraxis Duran existiert zudem ein ambulantes Angebot.

Kritik an Methoden und Wettbewerb

Viele niedergelassene Tierärzte sehen die Expansion der Ketten mit großer Sorge. Eine Frankfurter Tierärztin berichtet von einem Gefühl der existenziellen Bedrohung durch aggressive Expansionsstrategien. Kritisiert werden insbesondere unfaire Wettbewerbsmethoden. So gibt es Berichte über Google-Weiterleitungen, bei denen Anrufe an etablierte Praxen automatisch auf die Nummern neu eröffneter Ketten-Filialen umgeleitet wurden.

Ein weiterer Streitpunkt ist die Abwerbung von Personal. Unabhängige Praxisinhaber berichten, dass ihre Mitarbeiter gezielt angeschrieben wurden, oft noch bevor eine neue Filiale der Konkurrenz offiziell angekündigt war. Während Ketten durch moderne Ausstattung und längere Öffnungszeiten punkten, bemängeln Kritiker die weniger persönliche Betreuung, wechselnde Ärzte und einen erhöhten Verkaufsdruck bei medizinischen Leistungen.

Die Argumente der Investoren

Die Betreiber der Ketten weisen die Vorwürfe zurück. Dr. Anna Magdalena Naderer, Geschäftsführerin der Filu GmbH, betont das Interesse an Fairness und Kollegialität. Sie sieht die Kettenlösungen als Antwort auf den Fachkräftemangel. Da viele junge Tierärzte das Risiko der Selbstständigkeit scheuen, biete das Angestelltenverhältnis attraktive Alternativen.

Jonathan Loesing, Gründer der Rex Technologies GmbH, führt den Wandel auch auf die Demografie zurück. Da heute überwiegend Frauen Tiermedizin studieren, steige der Bedarf an flexiblen Arbeitszeitmodellen und einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem habe sich die Anzahl der Haustiere in den letzten 20 Jahren verdoppelt, die Zahl der Tierärzte jedoch nicht, was größere, zentral verwaltete Strukturen notwendig mache.

Rechtlicher Rahmen und Ausblick

Die Landestierärztekammer beobachtet die Entwicklung, sieht jedoch kaum Handlungsspielraum. Da es für Tierärzte keine Zulassungsverfahren wie in der Humanmedizin gibt, herrscht freie Berufswahl. Kammerpräsidentin Prof. Sabine Tacke stellt fest, dass Ketten durch zentralen Einkauf und Verwaltung Kostenvorteile genießen. Da viele ältere Praxisinhaber keine Nachfolger finden, ist der Verkauf an eine Kette oft der einzige Weg, das Lebenswerk zu sichern. Während die Versorgung von Kleintieren in der Stadt derzeit gesichert scheint, bleibt der Mangel an Tierärzten im ländlichen Raum bei Nutztieren das eigentliche Problem.


Firma Anschrift URL
Tierklinik Kalbach – Fachklinik für Kleintiere Frankfurt
Evidensia Deutschland GmbH
Max-Holder-Straße 37, 60437 Frankfurt am Main http://www.tierklinik-kalbach.de/
Tierärztliches Augenzentrum Frankfurt-Kalbach Sixta Wellen & Dr. Andrea Schieszler Max-Holder-Straße 37, 60437 Frankfurt am Main http://www.tierauge.com/
Tierarztpraxis F-Nieder-Eschbach, Rita Willems Berner Str. 50, 60437 Frankfurt am Main http://www.vet-ne.de/
Elena Panova Tierärztin in Frankfurt Homburger Landstraße 708, 60437 Frankfurt am Main https://tierarztportal.com/frankfurt-am-main/5538-elena-panova-tieraerztin-in-frankfurt
Mobil Tierpraxis Duran – Nature pets mobilen Tierpraxis Ben-Gurion-Ring 136, 60437 Frankfurt am Main http://www.naturepets.life/
Tierarztpraxis Pia Simon Fleckenbühlstraße 41, 60437 Frankfurt am Main http://tierarztpraxis-simon.de/
Dr. Marcia Cavalcanti Tierarzt Am Burghof 39A, 60437 Frankfurt am Main
umgezogen nach Bad Homburg
https://kleintierpraxis-vetpetcare.de/
Elena Panova Homburger Landstr. 708, 60437 Frankfurt am Main https://tierarztportal.com/frankfurt-am-main/5538-elena-panova-tieraerztin-in-frankfurt
Dr. Sabine Ruppert Alt Eschersheim 29, 60433 Frankfurt am Main http://www.tierarzt-ruppert.de/
Dr. Leandro J. Lizcano E.
Vetmobil
Hinter den Ulmen 17, 60433 Frankfurt am Main https://vetmobil-ffm.de/kontakt
Markus Schlimm Tituscorso 3A, 60439 Frankfurt am Main https://www.nwz-frankfurt.de/shop/dr-markus-schlimm/
Dr. Dagmar Feller Praunheimer Weg 38, 60439 Frankfurt am Main http://www.tierarztpraxis-feller.de/
Dr. Michael Parizek Oberhöchstädter Weg 11, 60488 Frankfurt am Main http://www.tierarzt-praunheim.de/
Dr. Olaf Hattenhauer und Valerie Flach Karl-Hermann-Flach-Str. 36, 61440 Oberursel (Taunus) http://www.tierarzt-oberursel.de/
Schule & Praxis für Tierheilkunde Claudia Scheller Alberusstraße 3B, 61440 Oberursel (Taunus) https://www.theralupa.de/tierheilkunde-tiertherapie/schule-und-praxis-fuer-tierheilkunde-claudia-scheller-1408

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