Kategorie: AktuelleNEWS

Geschäfte schließen, Spielplätze zu – aber Supermärkte bleiben offen

In einer gemeinsamen Erklärung haben heute Nachmittag Bund und Länder neue Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus bekannt gegeben. Im Kampf gegen das Coronavirus verschärft auch Hessen die Maßnahmen.

Geschäfte sollen weitgehend geschlossen werden. OFFEN bleiben Supermärkte, der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel.

Lebensmittel dürfen jetzt auch sonntags verkauft werden

Für diese Bereiche wird vielmehr die Sonntagsverkaufsverbote bis auf Weiteres grundsätzlich ausgesetzt werden. Damit soll die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden, wie Ministerpräsident Bouffier erklärte.

Eine Öffnung dieser genannten Einrichtungen erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen. Alle Einrichtungen des Gesundheitswesen bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet.

Restaurants dürfen nur bis 18 Uhr öffnen

Restaurants dürfen nur noch in der Zeit zwischen 6 Uhr morgens und 18 Uhr öffnen. Spielplätze werden geschlossen. Hotels und andere Unterkünfte sollen vorübergehend keine Übernachtungen für Touristen anbieten. Nur noch Übernachtungen „zu notwendigen Zwecken“ sind erlaubt.

Gottesdienste werden ausgesetzt, ebenso wie Treffen von Vereinen und Busreisen. In dem Beschluss heißt es, „Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften“ sind untersagt.

Verschärfte Corona-Maßnahmen gelten ab Mittwoch

„Wir sind in einer Lage, die sich nahezu stündlich ändert. Wir müssen auf der einen Seite sorgfältig und besonnen, aber auch rasch handeln“, begründete Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) die neuen Maßnahmen. Diese sollen nicht sofort, sondern ab Mittwoch in Kraft treten.

Weitere Informationen unter hessenschau.de sowie unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/vereinbarung-zwischen-der-bundesregierung-und-den-regierungschefinnen-und-regierungschefs-der-bundeslaender-angesichts-der-corona-epidemie-in-deuts

Foto: Markus Spiske on Unsplash.com

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Wer jetzt Anspruch auf Notbetreuung hat

Die Corona-Krise führt beim Bildungs- und Betreuungsagebot der Stadt Frankfurt am Main zu deutlichen Einschränkungen. Hier kommt eine Übersicht der aktuellen Änderungen, Stand Montag, 16. März, morgens. Aufgrund der dynamischen Situation können diese der jeweiligen Lage andäquat angepasst werden.

Kindertagesstätten und Kindertagespflege

Das Land Hessen hat angeordnet, dass ab Montag, 16. März, bis zum Ende der Osterferien am 17. April keine Kinderbetreuung in Krippen, Kindergärten und Horten mehr stattfindet. Dies gilt für alle Träger und auch für die Betreuung in den Tagesfamilien (Kindertagespflege). Ausgenommen sind nur Kinder, bei denen beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil in folgenden Bereichen tätig sind:

• Gesundheitsbereich, medizinischer und pflegerischer Bereich
• Rettungsdienste, Katastrophenschutz und Feuerwehr
• Polizei und Vollzugsbereich, einschließlich Justizvollzug und vergleichbare Bereiche
• Kritische Infrastruktur (Energie, Wasser, Abwasser, IT und Telekommunikation)

Eine Liste der relevanten Berufe findet sich unter https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/coronavirus-sars-cov-2/umgang-mit-corona-kita-und-kindertagespflegestellen im Internet.

Alle Eltern, die zu den genannten Berufsgruppen gehören, werden schon jetzt gebeten, einen Nachweis über ihre Berufstätigkeit in die Kitas und Kinderzentren mitzubringen. Sie erhalten schnellstmöglich gesonderte Informationen, in welchen Einrichtungen Ihr Kind in den nächsten Tagen betreut wird. Bis dahin sind diese gebeten, ihr Kin in die Einrichtung zu bringen, in der es bisher betreut worden ist.

Nicht betreut werden kann ein Kind, wenn es

• krank ist
• Kontakt zu infizierten Personen hat
• sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Kinder, die aus einem vom Robert-Koch-Institut eingestuften Risikogebiet zurückkehren, müssen eine 14-tägige Quarantäne einhalten, bevor sie wieder betreut werden können. Eine Übersicht über die Risikogebiete findet sich unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html im Internet.

Zum Schutz älterer Menschen gilt die Empfehlung, auf eine Betreuung der Kinder durch die Großeltern zu verzichten.

Weitere Informationen gibt es in der Einrichtung oder auf den Webseiten und Facebook-Seiten des jeweiligen Trägers der Kita.

Schulen und erweiterte schulische Betreuung

Das Hessische Kultusministerium hat angeordnet, dass ab Montag, 26. März, an allen Schulen bis zum Ende der Osterferien am 17. April kein regulärer Unterricht mehr stattfindet. Am Montag können Schüler sowie Lehrkräfte ihre persönlichen Dinge und Lernmaterialien aus der Schule holen, ab Dienstag findet nur noch eine Notfallbetreuung in kleinen Gruppen statt.

Die schriftlichen Abiturprüfungen sollen stattfinden. Darüber hinaus werden mehrere Nachschreibtermine angeboten, so dass alle Schüler ihre Prüfungen absolvieren und ihren Abschluss im laufenden Schuljahr 2019/2020 erreichen können. Weitere Informationen zur Durchführung des Abiturs sind demnächst zu erwarten.

Alle Exkursionen, Schüleraustausche, Klassenfahrten, die bis zum Ende des Schuljahrs 2019/2020 stattfinden sollten, werden abgesagt. Das umfasst alle Schulfahrten und außerschulische Veranstaltungen, unabhängig davon, ob der Zielort als Risikogebiet eingestuft ist. Das Land Hessen übernimmt die vom Veranstalter in Rechnung gestellten Stornokosten.

Herkunftssprachlicher Unterricht in Samstagsschulen, die am Wochenende Räume der Schulen nutzen, findet ebenfalls bis zum 17. April nicht statt. Dasselbe gilt für Sport- und andere Vereine, die für ihre Angebote auf Räume in den Schulen zurückgreifen.

Das Hessische Kultusministeriums hät auf seinem Internetauftritt weitere Informationen bereit. Für Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 richten die Schulen eine Betreuung ein, wenn beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil in folgenden Bereichen tätig sind:

• Gesundheitsbereich, medizinischer und pflegerischer Bereich
• Rettungsdienste, Katastrophenschutz und Feuerwehr
• Polizei und Vollzugsbereich, einschließlich Justizvollzug und vergleichbare Bereiche
• Kritische Infrastruktur (Energie, Wasser, Abwasser, IT und Telekommunikation)

Eine Liste der relevanten Berufe findet sich unter https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/coronavirus-sars-cov-2/umgang-mit-corona-schulen

Über die Details der Betreuung informieren. Nicht betreut werden kann ein Kind, wenn es

• krank ist
• Kontakt zu infizierten Personen hat
• sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Schüler, die aus einem vom Robert-Koch-Institut eingestuften Risikogebiet zurückkehren, müssen eine 14-tägige Quarantäne einhalten, bevor sie wieder betreut werden können.

Foto: Archiv

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250.000 Euro für Corona-Forschung

Corona Virus

Die Johanna Quandt-Universitäts-Stiftung stellt der Corona-Forscherin Prof. Sandra Ciesek eine Viertelmillion Euro zur Verfügung. Innerhalb von nur 24 Stunden wurde der Antrag bewilligt. Die Virologen des Universitätsklinikums Frankfurt wollen mit dem Geld die Suche nach wirksamen Medikamenten vorantreiben. Die Mittel stammen aus dem Johanna Quandt Jubiläums-Fonds, den die Bad Homburger Unternehmerin Johanna Quandt 2014 für die Goethe-Universität eingerichtet hatte.

Die Entwicklung virenhemmender Medikamente gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2 steht derzeit im Fokus des Teams um Prof. Sandra Ciesek, Leiterin des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. An der Frankfurter Virologie gelang Mitarbeitern des Instituts kürzlich die Anzucht des Corona-Virus aus Proben der deutschen Reisenden, die am 1. Februar aus Wuhan zurückgeholt worden waren. Mit den Mitteln des Fonds planen die Frankfurter Wissenschaftler nun, in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie pharmakologische Substanzdatenbanken nach potenziellen antiviralen Wirkstoffen zu durchsuchen. Weiterhin sind Experimente an Zellkulturen vorgesehen, bei denen einzelne Gene gezielt ausgeschaltet werden (CRISPR-Cas9-Screening). Damit versuchen die Wissenschaftler Strukturen menschlicher Zellen zu identifizieren, die das Virus zur Infektion benötigt. So wollen sie besser verstehen, wie das SARS-CoV-2-Virus in menschliche Zellen eindringt, um sich dort zu vermehren.

Der Johanna Quandt Jubiläums-Fonds wurde zum 100-jährigen Bestehen der Goethe-Universität ins Leben gerufen und von Johanna Quandt mit 20 Millionen Euro ausgestattet. Seit 2015 werden mit diesen Mitteln Projekte der Goethe-Universität gefördert, deren Finanzierung nicht durch den allgemeinen Hochschulentwicklungsplan gedeckt ist. Dazu zählen die Förderung herausragender Wissenschaftler, die Unterstützung internationaler Partnerschaften sowie außeruniversitärer Forschungsinstitute und damit verbundener Kooperationen.

Prof. Sandra Ciesek sagte: „Mit den Mittel aus dem Johanna Quandt Jubiläums-Fonds können wir kurzfristig qualifizierte Nachwuchswissenschaftler für diese Arbeiten einstellen. So können wir die Screenings sowie anschließende präklinische Untersuchungen schnell durchführen. Unser Ziel ist es, möglichst zeitnah mit klinischen Studien an Probanden und Patienten zu beginnen.“

„Die Corona-Krise zwingt die auch die Goethe-Universität zu energischem und entschlossenen Handeln“, erklärte Prof. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität. „Als Stiftungsuniversität sind wir in der glücklichen Lage, seit vielen Jahren eng und vertrauensvoll mit Stiftungen wie der Johanna Quandt-Universitäts-Stiftung zusammenzuarbeiten. Nur dadurch war es möglich, unbürokratisch innerhalb kürzester Zeit diese Summe für unsere Virologie bereitzustellen. Wir sind froh, in dieser schwierigen Phase Beiträge zur Bewältigung der Krise leisten zu können.“

Informationen: Goethe-Universität

Foto: CDC on Unsplash.com

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Bee Friends untersuchen, warum Bienenvölker sterben

Von Holmer Drews / Bee Friends Frankfurt e. V.

Jeder Imker hat es schon erlebt, dass ein mehr oder minder großer Teil seiner Bienenvölker, die er im Herbst eingewintert hat, nicht den Winter überlebt haben. Das ist bedauerlich, aber es ist Realtität. Viele Gründe können dazu geführt haben, dass die Bienen nicht über den Winter gekommen sind. Dazu zählen Krankheiten der Bienen, auch der Befall mit der Varroamilbe. Aber auch der Imker kann etwas falsch gemacht haben. Vielleicht hat er zuwenig Futter im Spätsommer den Bienen gegeben, so dass sie verhungert sind. Vielleicht hat er die Varroamilbe nicht oder nur unzureichend bekämpft. Es gibt viele mögliche Ursachen…

Wenn im Februar/März die Bienen „ausgewintert“ werden, schaut man in die Beuten hinein und kontrolliert, ob die Bienen noch leben. Ist das nicht der Fall, heißt es Ursachenforschung zu betreiben. Woran hat es gelegen? Diese Ursachenforschung ist Aufgabe bei der „Totenschau“. Hierbei werden die Bienenbeuten, die Behausungen der Bienen, und die Bienen im Inneren der Beuten gründlich und systematisch untersucht. Das ist im Prinzip das gleiche Vorgehen wie bei einem menschlichen Toten in einem Sektionssaal der Pathologie. Was hat den Tod nun wirklich verursacht?

Diese Totenschau haben wir vom Imkerverein der Bee Friends zum ersten Mal überhaupt in dieser Weise so systematisch durchgeführt. Dafür haben mehrere Mitglieder ihre toten Bienenvölker zur Verfügung gestellt und wir in einer Gruppe von Imkerinnen und Imkern an und von ihnen gelernt. Das Ziel dabei ist natürlich, zukünftige Fehler zu vermeiden und die Überlebnsrate der Völker zu steigern, im Idealfall auf 100 Prozent.

Bei der Untersuchung an vier Völkern im Riedberger Stadtteiltreff „Dessauer“ am Sonntag, 8. März 2020, haben wir sehr spannende Dinge sehen können. Die Haupttodesursache ist der Befall mit der Varroamilbe gewesen. Normalerweise wird die Milbe im Frühjahr und Sommer sowie einmal im Winter bekämpft. Hier sind die Bekämpfungsmaßnahmen eindeutig nicht ausreichend und effektiv genug gewesen. Gleich beim ersten Volk haben wir zudem festgestellt, das neben dem Befall mit der Varroamilbe auch eine Infektion mit dem „Deformierten Flügel Virus“ DWV stattgefunden hat. In einzelnen Waben sind die Puppen nicht mehr voll ausgebildet gewesen, sondern haben verkrüppelte Flügel gehabt. Auch dies ist eine Folge des Varroabefalls. Die Varroamilbe gilt als Wegbereiter für verschiede übertragbare Bienenkrankheiten.

In einem anderen Fall ist das zu überwinternde Volk so klein und schwach gewesen, dass viele Bienen in der Beute bereits gestorben und herabgefallen sind. Diese toten Bienen haben den lebenden den Ausgang ins Freie versperrt. Dadurch hat das Volk Stress bekommen, der sich in deutlichem Durchfall bei den Bienen gezeigt hat.

Die Varroabehandlung eines dritten Volkes mit Oxalsäure (bekannt aus dem Rhabarber) hat nicht gut genug gegriffen, so dass die Bienen an diesen Milben zugrunde gegangen sind. Im vierten Volk ist die Varroabesiedlung schon im Herbst 2019 so stark gewesen, dass die Bienen daran gestorben sind.

Für uns Imker sind diese Totenschauen sehr schmerzhaft, aber auch sehr hilfreich. Zeigen sie einem doch sehr deutlich, was geschehen ist. Von daher ist das eine sehr hilfreiche und gute Fortbildungs- und Lehrveranstaltung, um die imkerliche Qualität zu erhöhen und gesunde Bienen zu züchten. Gleichzeitig habe ich den Anwesenden eine Methode vorgeführt, wie man im Herbst die Güte der eigenen Behandlung gegen die Varroamilben erkennen kann. Diese Methode nennt sich Auswaschmethode. Hierbei werden die auf den Bienen ansitzenden Milben ausgewaschen, in einem Sieb aufgefangen und können gezählt werden.

Das Echo der TeilnehmerInnen unserer Riedberger Totenschau ist so gut gewesen, dass ich beschlossen habe, dass wir dieses im nächsten Jahr wiederholen werden.

Weitere Informationen unter www.bee-friends.org

Foto: Holger Jaensch 

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Corona: Kein Riedbergchor, kein Konzert in der Aula und keine Flohmärkte

Auch das kulturelle Leben im Stadtteil ist von den Auswirkungen des Virus betroffen. Beim beliebten Riedbergchor finden bis auf Weiteres keine Proben mehr statt. Das Konzert der Gruppe „Schmackes“ (Klezmer und Balkanmusik) im Rahmen von „Kultur in der Aula“ am 20. März um 20 Uhr ist abgesagt und auch die noch im März geplanten Kinderflohmärkte in der Grundschule Riedberg sowie der Marie-Curie-Schule finden nicht statt.

In einer Mitteilung an die Mitglieder des Riedbergchores heißt es: „Der Kirchenvorstand der Riedberggemeinde hat heute beschlossen, ab sofort bis auf Weiteres alle Veranstaltungen in der Gemeinde abzusagen. Dazu gehören auch unsere Chorproben. Ausnahme sind die Sonntagsgottesdienste. Damit können die Chorproben erstmal nicht stattfinden. Wir werden über die Auswirkungen im Chor-Vorstand noch sprechen und dem Chor dann weitere Informationen und mögliche Alternativen übermitteln.“ Weitere Informationen über den Chor mit mehr als 40 Mitgliedern aus den verschiedensten Nationen unter www.riedbergchor.de

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Konzert der Klezmer-Band „SCHMACKES“ am Freitag abgesagt

Das Team von „Kultur und er Aula hat beschlossen, das für nächsten Freitag geplante Konzert ausfallen zu lassen. Es soll nachgeholt werden.

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Billabong verschiebt Frühjahrsmarkt

Das Familienzentrum Billabong informiert: Babysitter trifft Eltern – 17.03. Veranstaltung fällt aus, Frühjahrsmarkt – 29.03. verschoben, Vorlesenachmittag für Kinder dienstags – entfällt vorerst.

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Die Kinderflohmärkte in der Grundschule Riedberg und der Marie-Curie-Schule abgesagt

Der am 23.3. geplante Basar für Spielzeug und Kindersachen in der Grundschule Riedberg findet nicht statt. „Wir bedauern es sehr, aber auf Grund der aktuellen Situation müssen wir leider den diesjährigen Frühlingsflohmarkt absagen.“ heißt es auf der Homepage der Schule. 

Auch der am 28.3. geplante Flohmarkt in der Marie-Curie-Schule ist abgesagt. Auf der Homepage des Freundeskreises der Schule heißt es: „Der Kinderflohmarkt am 28.03.2020 findet nicht statt. Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Coronainfektionen haben wir entschieden, den Flohmarkt abzusagen.“

Foto: Archiv

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Kein Unterricht ab Montag – auch Kitas schließen

Wegen des Coronavirus wird es ab Montag bis zum Ende der Osterferien keinen Unterricht geben – das hat Ministerpräsident Volker Bouffier in einer Pressekonferenz am frühen Abend bekannt gegeben. In Schulen und Kitas wird eine Notbetreuung für Kinder eingerichtet, deren Eltern unter anderem in medizinischen Berufen, in der Pflege, bei Polizei, Feuerwehr und in der Justiz arbeiten. Das Abitur soll stattfinden.

Auf die Menschen in Hessen kommen einschneidende Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie zu. Das hat Ministerpräsident Volker Bouffier am Freitag nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Wiesbaden klargemacht. Ziel sei es, die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, wie der Hessische Rundfunk auf hessenschau.de berichtet.

„Wir werden diese Herausforderungen gemeinsam meistern“, appellierte Bouffier an die Hessen. Die neuen Maßnahmen, die beschlossen wurde, gelten ab sofort bis zum Ende der Osterferien. Sie betreffen vor allem den Bildungssektor. „Wir haben jetzt noch eine Chance, die nächsten vier, fünf Wochen sind zentral“, sagte der Regierungschef.

Abitur-Prüfungen sollen trotzdem ab Donnerstag stattfinden

Das heißt konkret: Die Schulpflicht in Hessen wird bis zum Ende der Osterferien ausgesetzt. Die Schulen bleiben aber offen, um Betreuungsmöglichkeiten für Kinder von bestimmen Berufsgruppen wie etwa medizinischem Personal zu ermöglichen. Auch die Kindertagesstätten in Hessen sind ab Montag nur noch für eine Notfallbetreuung geöffnet.

Das Abitur kann – Stand heute – abgelegt werden. Die schriftlichen Prüfungen sollen am Donnerstag (19.3.) beginnen. Kultusminister Alexander Lorz kündigte an, dass es bis zum Sommer verschiedene Nachschreibetermine geben wird.

Der Vorlesungsbeginn an den Universitäten wurde auf 20. April verschoben. Der sonstige Forschungs- und Wissenschaftsbetrieb könne aber weitergehen. Studenten sollen außerdem Examen ablegen können.

In einer Sondersitzung hatte die Landesregierung über die Auswirkungen des Coronavirus und notwendige Maßnahmen beraten. Zuvor hatten bereits die meisten anderen Bundesländer entschieden, Schulen und Kitas flächendeckend zu schließen.

In Hessen gibt es derzeit 133 bestätigte Corona-Fälle.

Quelle: hessenschau.de

Photo by Taylor Wilcox on Unsplash

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SC Riedberg, Riedberger SV und FC Kalbach stellen Spiel- und Trainingsbetrieb ein

Markierung auf Rasen

In einem Rundschreiben informiert der SC Riedberg: „Heute hat der Hessische Fußball Verband den Spielbetrieb bis Ostern eingestellt. Der Deutsche Rugby Verband empfiehlt, den Spielbetrieb baw. auszusetzen. Der Hessische Basketball-Verband hat den Spielbetrieb sogar vorzeitig für diese Saison beendet. Auf Empfehlung der Sportverbände und in Abstimmung mit den umliegenden Vereinen hat der Vorstand heute entschieden, ab sofort den Trainingsbetrieb im SC Riedberg komplett einzustellen. Dies gilt zunächst bis Karfreitag, den 10.04.2020 einschließlich. Dies betrifft alle Sparten bzw. Sportarten, egal ob im Freien oder in der Halle. „

Auch der FC Kalbach informiert über die Einstellung des Spiel- und Trainingsbetriebes – und verweist auf das offizielle Schreiben des Hessischen Fußballverbandes. „Wir als FC Kalbach – wie sicher alle Vereine – halten uns natürlich daran“, heißt es in einer Mitteilung an MAINRiedberg.

Riedberger SV: keine Spiele, kein Indoorsporttag, kein Training bis 10. April

Die Informationen des Riedberger SV lauten: „Wir haben bereits gestern entschieden, den für 22. März 2020 geplanten Indoorsporttag abzusagen.“ Der Spiel- und Trainingsbetrieb ist ausgesetzt.

In einer Mitteilung an die Mitglieder heißt es: „Diverse Sportverbände setzen den Spielbetrieb aus und raten allen Vereinen eindringlich auch den kompletten Trainingsbetrieb auszusetzen. Auch die Sportstätten in Frankfurt sollen seitens Sportamt geschlossen werden. Daher haben wir uns nach eingehender interner Beratung entschlossen, den Empfehlungen der verschiedenen Sportverbände, dem Wunsch unserer Bundeskanzlerin soziale Kontakte zu meiden und nach Abstimmung mit umliegenden Sportvereinen zum Schutze aller Mitglieder, insbesondere der älteren Familienmitglieder unserer Mitglieder, auch unsere kompletten Gruppen/Spiel/Trainingsbetrieb bis 10.4.2020 einzustellen. Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Aber gleichzeitig ist es unsere Pflicht unseren Beitrag zur Verlangsamung der Virusausbreitung zu leisten.“

Photo by Sandro Schuh on Unsplash

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Luminale und Demo gegen Rassismus abgesagt

Die Messe Frankfurt hat sich in enger Abstimmung mit dem Frankfurter Gesundheitsamt entschieden, kurzfristig die Luminale abzusagen. Sie sollte vom Donnerstag, 12. bis Samstag, 15. März, in Frankfurt und Offenbach stattfinden.

Aufgrund der aktuellen Auflagen der Gesundheitsbehörden, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern zu untersagen, hat sich die Messe Frankfurt als Veranstalterin der Luminale kurzfristig entschieden, das Lichtfestival abzusagen.

Die volatile Lage und die dynamische Verbreitung von SARS-CoV-2 in Verbindung mit der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, auch Veranstaltungen deutlich unter 1000 Teilnehmern kritisch zu sehen, führten zu dieser neuen Bewertung. Die Messe Frankfurt bedauert diese kurzfristige Entscheidung außerordentlich, aber aus Verantwortung für die Gesundheit der Teilnehmer und Besucher war keine andere Entscheidung möglich.

Auch Demonstration gegen Rassismus abgesagt

Anlässlich des Anschlags von Hanau wollten am Samstag, 14. März, rund 10.000 Menschen in Frankfurt gegen Rassismus auf die Straße gehen. Nun wurde die Demonstration wegen des Coronavirus abgesagt.

Die für Samstag geplante Demonstration „Frankfurt ist bunt: All we need is love – kein Platz für Hass und Gewalt“ wurde vom Initiatorenkreis abgesagt. Anlässlich des Anschlags von Hanau wollten am Samstag rund 10.000 Menschen in Frankfurt gegen Rassismus auf die Straße gehen. Nun wurde die Demonstration wegen des Coronavirus abgesagt. „Gesundheit geht vor“, heißt es von den Organisatoren.

Oberbürgermeister Peter Feldmann dankte dem Zusammenschluss aus „Frankfurt ist bunt“, Römerbergbündnis, Zentralrat der Muslime sowie dem Verband der Sinti und Roma Hessen für die Initiative: „Es ist wichtig, dass wir in Frankfurt klare Zeichen gegen Rassismus und Gewalt setzen. Ich halte den Entschluss der Initiatoren aber für richtig, nun erstmal die weitere Entwicklung der Pandemie abzuwarten.“

Die Konstellation der Initiatoren hatte es so in Frankfurt noch nicht gegeben: Die kulturpolitische Initiative „Frankfurt ist bunt“, die in den letzten Jahren Tanzdemos zum Weltfriedenstag am 1. September organisiert hatte, war auf das Römerbergbündnis zugegangen, das sich seit 1978 mit Großdemonstrationen gegen Rechtsextremismus und Rassismus einsetzt. Dieses besteht aus evangelischer und katholischer Kirche, Jüdischer Gemeinde, Deutschem Gewerkschaftsbund und dem Jugendring. Erweitert wurde der Initiatorenkreis durch den Zentralrat der Muslime Hessen und den Verband der Sinti und Roma Hessen. Der gemeinsam Aufruf wurde unterstützt von über 60 weiteren Organisationen und Verbänden. Oberbürgermeister Feldmann hatte die Schirmherrschaft übernommen.

Foto: Stadt Frankfurt/ Rainer Rüffel

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Rassistische Beleidigungen in Briefkästen

Zwei Familien mit türkischen Wurzeln haben Zettel mit rassistischen Beleidigungen in ihren Briefkästen vorgefunden. Die Polizei ermittelt. Auch der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg wurde bereits verständigt und positioniert sich klar gegen jegliche Form von Rassismus. Allerdings gibt es noch Ungereimtheiten, was die Veröffentlichung der Vorfälle in den sozialen Medien betrifft.

Die Polizei schreibt in einer Information an die Bewohner des betroffenen Mehrfamilienhauses von einem „Zettel mit volksverhetzerischen Inhalt“ und weist ausdrücklich darauf hin, dass man sich bei Fragen oder sachdienlichen Hinweisen an den Schutzmann vor Ort, Adrian Homeier, sowie auch außerhalb des normalen Dienstes an die Wache des 14. Polizeireviers im Mertonviertel wenden könne.

Bei den Anfeindungen soll es sich um Papierstreifen mit wenigen Sätzen handeln, wo Migranten beleidigt und insbesondere Muslime bedroht werden.

„Klar ist, dass wir keinen Rassismus dulden“

„Der Ortsbeirat wurde von der Polizei bereits verständigt und hat die Vorfälle mit Bestürzung wahrgenommen“, erklärt Carolin Friedrich, Vorsitzende des Ortsbeirates Kalbach/ Riedberg. „Klar ist, dass wir keinen Rassismus dulden können und wollen.“ In der kommenden Ortsbeiratssitzung am Freitag gibt es mehrere, teils interfraktionelle Anträge gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz. Auch als Reaktion auf den Anschlag von Hanau. Friedrich betont aber zugleich, dass Frankfurts jüngster Stadtteil Riedberg mit Bewohnern unterschiedlichster Nationen eigentlich Vorbildcharakter habe und man mit diesem Problem zum ersten Mal konfrontiert sei.

Unklar ist, warum ein Zettel mit dem genauen Wortlaut der Anfeindungen in den sozialen Medien veröffentlicht wurde –  in einem grafisch verfälschten Flyer, der nachträglich erstellt wurde. Ein Teil der Veröffentlichungen wurde inzwischen gelöscht.

Die Frankfurter Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgrund von Volksverhetzung und Beleidigung aufgenommen.

Symbolbild: privat

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Grundschule, Kitas und Wohnungen im Mertonviertel geplant

Das Lurgi-Gebäude auch „Krake“ genannt

Da das einst größte Bürogebäude Europas in der Lurgiallee 5 im Mertonviertel wieder aktiv vermarktet wird, weist Planungsdezernent Mike Josef Kaufinteressenten mit einem aktualisierten Rahmendatenblatt darauf hin, dass sich die städtebaulichen Kennwerte verändert haben. Denn für den Standort fordert das Stadtschulamt eine drei- bis vierzügige Grundschule sowie zwei Kitas mit je vier bis sechs Gruppen. Für das Areal läuft gegenwärtig das Bebauungsplanverfahren B 922 – Nördlich Lurgiallee.

Ziel ist eine gemischte urbane Quartiersentwicklung mit einem Wohnanteil von mindestens 70 Prozent. Das bestehende Einkaufszentrum soll sinnvoll ergänzt werden. Verträgliche gewerbliche Nutzungen sind ausdrücklich erwünscht, insbesondere in den Erdgeschossen.

Die Grundstücksfläche beträgt rund 80.000 Quadratmeter. Dafür sind an Grundflächen 40.000 Quadratmeter als Nettobauland Wohnen, Gewerbe, Einzelhandel vorgesehen, 8000 Quadratmeter für eine Grundschule inklusive Sportflächen, 4000 Quadratmeter für eine Kita, 12.000 Quadratmeter für Erschließungsflächen und Straßenräume sowie 16.000 Quadratmeter für öffentliche Grünflächen.

Die Ausnutzung beträgt rund 92.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche Nettobauland, inklusive Staffel- beziehungsweise Dachgeschosse. Die Grundflächenzahl (GRZ) für das Nettobauland liegt bei 0,4, die Anzahl der Vollgeschosse bei fünf. Die Zahlen stehen unter dem Vorbehalt der Leistungsfähigkeit der äußeren Erschließung.

Für das Gebiet wird der kürzlich vom Magistrat verabschiedete Baulandbeschluss zur Anwendung kommen. Damit werden unter anderem 30 Prozent der Bruttogrundfläche Wohnen für den geförderten Wohnungsbau eingefordert, je zur Hälfte im Förderweg 1 und 2. Außerdem soll ein Anteil von 15 Prozent für Konzeptvergaben für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen vorgesehen werden.

Foto: MAINRiedberg

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