Kategorie: AktuelleNEWS

Abi ohne Party

Die erste große Hürde ist geschafft! Bis gestern haben mehr als 22.500 Schülerinnen und Schüler in ganz Hessen, davon 125 am Gymnasium Riedberg, die schriftlichen Abiturprüfungen abgelegt. Doch was ist das für ein Gefühl, in Zeiten von Corona Abi zu schreiben? „Es war schon seltsam, die Schule zu betreten, und alles war fast menschenleer“, berichtet Roman Gräf (17). Als er am 19. März, dem Datum der ersten Abiturprüfungen in Englisch, zum Gebäude in der Altenhöferallee ging, war selbst der Fahrradabstellplatz abgesperrt. „Und einen Tag vorher hatte noch keiner von uns gewusst, ob die Prüfungen überhaupt stattfinden werden oder nicht.“ Die Entwicklung der Corona-Krise hatte nicht nur Schüler, Eltern und Lehrer überrollt. Zu einem Zeitpunkt, als bereits ein weitgehendes Kontaktverbot galt und andere Bundesländer eine Verschiebung oder sogar vollständige Absage der Prüfungen diskutierten,  fiel die Entscheidung pro Abitur im Hessischen Kultusministerium sehr kurzfristig.

„Es war schon seltsam, die Schule zu betreten, und alles war fast menschenleer“, berichtet Roman Gräf (17) Foto: privat

Wie geht man damit um? „Wir haben viel miteinander gechattet. Aber ich glaube, die meisten von uns waren froh, dass es losging“, sagt Roman rückblickend. Viele hätten zwei Monate oder zumindest einige Wochen dafür gelernt „und jetzt wollten wir, dass das Lernen nicht umsonst war,  jetzt wollten wir das auch hinter uns bringen“. Die Prüfungen selbst, für Roman waren das die Fächer Englisch, Informatik und Mathematik, fanden dann erstaunlich reibungslos und unaufgeregt statt. „Wir hatten immer zwei Meter oder mehr Abstand zueinander und in Mathe waren wir beispielsweise nur zu viert in einem Klassenraum.“ Alles war entsprechend der Corona-Beschränkungen vorbereitet, beeinträchtigt habe das die meisten kaum, „ich habe sogar ein richtig gutes Gefühl, was die Prüfungen anbelangt“.

Kein Abi-Party im Grüneburgpark – Polizei setzt Drohne ein

Abitur in Zeiten von Corona heißt aber auch: Kein Abklatschen oder Umarmungen, wenn man’s geschafft hat. Kein Treffen bei Freunden. Keine Party. Der hessische Kulturminister Alexander Lorz hatte gestern noch einmal an die Abiturienten appelliert, wegen der weiterhin bestehenden Ansteckungsgefahr auf die üblichen Feierlichkeiten zu verzichten.

Auch das traditionelle „Abisaufen“ im Frankfurter Grüneburgpark nach den schriftlichen Abiprüfungen muss ausfallen. Die Frankfurter Polizei will eine Drohne einsetzen, die durch die Hessische Polizeifliegerstaffel geflogen wird, „um eine bessere Übersicht über die in Frage kommenden Areale zu haben“. Und Feiern zu unterbinden.

Abiprüfungen ohne Zwischenfälle

Kultusminister Alexander Lorz zeigte sich mit dem Ablauf der Prüfungen insgesamt zufrieden und zog ein erstes positives Fazit: An den 11 Prüfungstagen wurden in 28 allgemeinbildenden Fächern und zusätzlich 20 berufsbezogenen Fächern auf Grund- oder Leistungskursniveau insgesamt rund 70.000 schriftliche Abiturprüfungen ablegt. Die Teilnahmequote sei in diesem Jahr mit rund 96 Prozent etwas niedriger ausgefallen als üblich, erklärte der Minister. Dies sei zum einen darauf zurückzuführen, dass ein Teil der Abiturientinnen und Abiturienten am Prüfungstag unter Quarantäne gestanden habe oder wegen leichter Symptome wieder nach Hause geschickt worden sei. 

Es besteht die Möglichkeit, die schriftlichen Prüfungen am Nachtermin abzulegen. Nachprüfungen finden von 23.04. bis 07.05.2020 statt, die mündlichen Prüfungen von 25.05. bis 04.06.2020.

Roman Gräf will ab Herbst Informatik in Karlsruhe studieren. Auch bei dieser Entscheidung spielten die acht Jahre am Gymnasium Riedberg, einer Schule mit naturwissenschaftlichem MINT-Schwerpunkt, eine Rolle. Schön wär’s allerdings, wenn im Mai oder Juni doch noch der Abiball stattfinden könnte. Wenn sämtliche Prüfungen vorbei sind und sich die Pandemie hoffentlich abgeschwächt hat. Sonst bleibt auch dann nur die Party per Videochat.

Foto oben: MAINRiedberg

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#SupportYourLocalDealer – Wer jetzt Abholung und Lieferservice anbietet

Gastronomen und Kleinunternehmer trifft die Corona-Krise besonders hart – umso wichtiger sind Initiativen wie die Facebookgruppe „Support your local Dealer“, wo Anbieter hier vor Ort auf sich aufmerksam machen. Denn trotz geschlossener Geschäfte gibt es für alle Hungrigen jede Menge Möglichkeiten, hier vor Ort Essen zu bestellen und abzuholen. Aber auch Dienstleistungen vom Reparatur-Service für Elektrogeräte bis zum Taxifahrer sind weiterhin möglich, auch Kinderkleidung kann bei Leonell-Kindermode im Riedbergzentrum bestellt und abgeholt werden.

„Diese Krise wird schnell existenziell!“

Heike und Tim Brockmeier vom beliebten „House of Waffles“ in der Altenhöferallee wollen der Krise trotzen, indem sie verstärkt auf ihren Abholservice aufmerksam machen: „Wir haben ja schon immer unser gesamtes Angebot TO GO angeboten und machen das jetzt unter den neuen Vorgaben ausschließlich.“ Bestellung, Bezahlung, Ausgabe erfolgt am Ladeneingang unter Einhaltung der Hygiene-Abstand Regelung. Natürlich ist auch Abholung nach vorheriger telefonischer Bestellung möglich. Was beim Waffelhaus „leider keinen Sinn macht, ist Lieferung“. Heiße Waffeln gefüllt mit Eis, Obst und Sahne durch die Gegend zu fahren ist kaum möglich. Tim Brockmeier betont: „Wir sind darauf angewiesen, dass die Menschen zu uns kommen. Sehr. Denn wie bei allen ist auch bei uns abzusehen, dass es sehr schnell existenziell werden wird.“ Trotzdem wollen sie weiterhin auch Gratis-Waffeln für Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen – als herzliches Dankeschön!

Von Pizza bis Taxi: Hier eine Liste der lokalen Anbieter (die wir bei Infos an mail@main-riedberg.de gerne ergänzen!)

  • „House of Waffles“: Bubble-Waffeln, Crepes & Sandwiches TO GO, Altenhöferallee 27, Riedberg, 069-90757194,  www.houseofwaffles.de
  • Café „Karrys & Barrys“, Alfred-Wegener-Str. 10, Riedberg, köstliche Kuchen & Co. zum Abholen plus Lieferservice, von 12 – 18 Uhr. Infos unter karrysandbarrys.de
  • kebabiss, Altenhöferallee, Servicezeiten: Di-So 12-21 Uhr, 0160 100 46 16 (gerne auch über Whatsapp) oder 069 90 75 85 23
  • Lahmer Esel„, Apfelweinlokal, Krautgartenweg (Niederursel), Drive-In und Abholung täglich (außer Montag) von 17 bis 20.30 Uhr sowie am Sonntag zusätzlich von 11.30 – 14 Uhr, www.lahmer-esel.de
  • Leonell Kindermode, Riedbergzentrum, Mo – Fr. von 10.00 – 18.00 Uhr vor Ort im Laden/ Sa. bis 16 Uhr, Tel. 069-872 00 390, www.gigijo.de
  • Pizzeria di Biase, Kalbach, Tel. 069 50 68 96 70, www.pizzeriadibiase.de
  • Pizzeria/ Ristorante Isolabella, Altenhöferallee 132, Riedberg, www.ristoranteisolabella.de, Tel 069 90509823
  • Reparaturservice Helmut Wagner Elektrotechnik, Haushaltsgeräte Kundendienst, Im Klausenstück 31, Riedberg, Mo bis Fr. 8-16 Uhr, www.helmut-wagner-elektrotechnik.de
  • Taxiunternehmen Mehmet Yilmaz ist Taxiunternehmer hier auf dem Riedberg. Man kann sich melden, wenn man eine Fahrt zum Arzt, auf die Arbeit oder zum Einkaufen benötigt. Botenfahrten können auch gemacht werden. +49 152 33774528
  • Italienisches Restaurant „Villa Belvedere“, Riedberg, Abholung und Lieferservice, Dienstag – Sonntag 12 – 21 Uhr an, Tel. 069 50 68 4144, villabelvedere-ffm.de
  • Köstlichkeiten von der „Zahnfee“: hausgemachte Chutneys, Pralinen, Eierlikör und andere Leckereien von Jana Zahn, bestellen unter 0172/6974179 oder jana@zahn-ffm.com

Photo by Spencer Davis on Unsplash

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Auch bei Oster-Sonne: Polizei wird Einhaltung der Corona-Regeln kontrollieren

Es ist eine Information an alle Bürgerinnen und Bürger, die vor allem ein Appell an unsere Vernunft ist: „Die Ausbreitung des Coronavirus muss weiterhin reduziert werden“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Frankfurter Polizei. Und zugleich weist man darauf hin, dass Polizei und Mitarbeiter des Ordnungsamtes verstärkt auf die Einhaltung der Corona-Regeln achten und konsequent auf Verstöße reagieren werden. Auch bei super Oster-Sonnen-Wetter.

Ein schönes Wochenende steht vor der Tür, die hessischen Osterferien beginnen und viele Menschen werden sich fragen, was sie in Zeiten von Corona noch unternehmen können. Das schöne Wetter wird viele ins Freie locken und Bürgerinnen und Bürger werden die Möglichkeit eines Spaziergangs oder einer sportlichen Betätigung nutzen.

Trotz der frühlingshaften Temperaturen und des guten Wetters ist es derzeit aber beispielweise verboten, sich längerfristig in Parkanlagen für ein Picknick oder zum Sonnen niederzulassen. Gegen einen Spaziergang mit der Familie, Radfahren oder Joggen in gebührendem Abstand zueinander, haben die Beamtinnen und Beamten dagegen nichts einzuwenden.

Die Polizei und die Mitarbeiter der Ordnungsämter werden verstärkt auf die Einhaltung der Regeln achten und konsequent auf Verstöße reagieren. Die Ordnungshüter hoffen aber nach wie vor auf das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger und würden sich freuen, wenn es keinen Anlass zu Ermahnungen oder weiteren polizeilichen Maßnahmen geben würde. Die Polizei steht zudem in engem Austausch mit den Kommunen und prüft, welche Parkplätze beliebter Ausflugsziele, wie Naherholungsgebiete oder Parkanlagen, für den Verkehr gesperrt werden.

Die Polizei Hessen appelliert noch einmal eindringlich an alle: Die Ausbreitung des Coronavirus muss, so gut es geht, reduziert werden! Die aktuelle polizeiliche Bilanz in Frankfurt zeigt, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt an die Einschränkungen im Alltag halten und so mithelfen, die Ausbreitung der Corona-Epidemie zu verlangsamen. Es gibt aber auch einen Teil der Bevölkerung, der die Verbote, insbesondere bei gutem Wetter, missachtet.

Die Polizei stellte beispielsweise auf geschlossenen Sport- / Freizeitanlagen und Spielplätzen sowie in Parkanlagen mehrere Ansammlungen von mehr als zwei Personen fest. Die Mehrheit der Betroffenen reagierte – wie in den Tagen zuvor – nach der Ansprache durch die Polizei verständnisvoll und löste die Zusammenkünfte auf oder hielt sich danach an den wichtigen Abstand von mindestens 1,5 Metern. In mehreren Fällen mussten jedoch Platzverweise ausgesprochen werden. Die Frankfurter Polizei zeigt weiterhin eine wahrnehmbare Präsenz in der Öffentlichkeit und führt darüber hinaus gezielte Kontrollen an erfahrungsgemäß stark frequentierten Örtlichkeiten durch, um dafür Sorge zu tragen, dass die Regeln eingehalten werden.

Polizei will auch gegen Abi-Feiern vorgehen

Insbesondere gilt dies für Feierlichkeiten anlässlich der abgeschlossenen schriftlichen Abiturprüfungen. Um eine bessere Übersicht über die in Frage kommenden Areale zu haben, setzt die Frankfurter Polizei eine Drohne ein, die durch die Hessische Polizeifliegerstaffel geflogen wird.

Auch den Beamtinnen und Beamten ist bewusst, dass einem insbesondere bei tollem Wetter zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Es ist auch in Ordnung, mit seinem Lebenspartner und dem Personenkreis, der im selben Hausstand lebt, spazieren zu gehen oder im Freien Sport zu treiben. Wichtig ist es aber unbedingt den Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Menschen einzuhalten. Es geht in dieser Zeit nicht nur darum, die eigene Gesundheit, sondern insbesondere auch die der Risikogruppen zu schützen.

Trotz des guten Wetters sollten alle weiterhin hauptsächlich zu Hause bleiben. Auch wenn es schwerfällt, muss sich jeder Einzelne unbedingt an die Verordnung der Hessischen Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus halten.

Foto: Archiv

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Kalbacher Höhe wird am Montag zur Einbahnstraße

Eine der wichtigsten Zufahrtsstraßen zum Riedberg wird kurzzeitig zur Einbahnstraße: Wegen Bauarbeiten wird die Straße „Zur Kalbacher Höhe“ am Montag, 6. April, von 8 bis 18 Uhr nur eingeschränkt befahrbar sein. Die Buslinie 29 in Richtung Nieder-Erlenbach Hohe Brück fährt von der Lurgiallee direkt über die Altenhöferallee zur U-Bahn-Station Campus Riedberg.

Die Haltestellen Bonifatiusbrunnen und Käthe-Kruse-Straße entfallen, ersatzweise bedient sie die Haltestellen Geozentrum und Max-Planck-Institut/FIZ in der Altenhöferallee.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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Keine Gebühren für geschlossene Kitas

Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung, hatte versprochen, Eltern und Familien in der aktuell schwierigen Situation, in der die Betreuungseinrichtungen nur noch für die Notfallbetreuung geöffnet sind, bestmöglich zu unterstützen. Mit der Entgeltbefreiung für die Krippe und die Grundschulkindbetreuung ist ein erster wichtiger Schritt bereits in der letzten Woche beschlossen worden. Laut Weber ist es jetzt gelungen, auch die Verpflegungspauschale für alle Alterssegmente im Monat April zu erlassen. Die Elternentgelte und die Verpflegungspauschale entfallen auch für die Kinder, die aktuell die Notbetreuung in Anspruch nehmen.

Die Dezernentin sagt: „Mit diesem Schritt möchte die Stadt Frankfurt alle Familien in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Denn viele haben aktuell weniger oder keine Einnahmen, fürchten um die berufliche Existenz oder die Gesundheit von Angehörigen. Diese Familien zu entlasten, ihnen zumindest einen Teil ihrer Sorgen zu nehmen, war ein ganz wichtiges Ziel und mir persönlich ein großes Anliegen.“ Dass auch die Mitarbeiter in den systemrelevanten Berufen entlastet würden, ist laut Weber eine Selbstverständlichkeit. „Diese Menschen, die gerade wie die Kita-Fachkräfte in der Notbetreuung unsere Gesellschaft am Laufen halten, leisten Enormes. Wir sind stolz auf diese Menschen in unserer Stadt und sehr froh, sie durch eine gute und kostenlose Notbetreuung in ihrer wichtigen Arbeit unterstützen zu können“, betont die Dezernentin.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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Polizei warnt vor Fake-Seite „Soforthilfe für Corona“

Mit dem verlockenden Versprechen „Sie erhalten bis zu 30.000 Euro Soforthilfe vom Staat ohne Rückzahlung!“ versuchen Betrüger aktuell, personenbezogene Daten von Bürgerinnen und Bürgern abzugreifen – davor warnt die Frankfurter Polizei. Wer sich für das Soforthilfeprogramm der Bundesregierung aufgrund der Krise durch Covid-19 interessiert, gelangt möglicherweise auf diese Fake-Seite.

Behörden und Polizei verschiedener Bundesländer warnen davor, ein entsprechendes Formular auf einer Internetseite auszufüllen und hochzuladen, die mit Soforthilfe wegen der Corona-Pandemie wirbt. Die vom Seitenanbieter so gesammelten Daten könnten später für Betrugsstraftaten genutzt werden. Unternehmen wurden teils gezielt telefonisch kontaktiert und explizit auf die entsprechende Seite im Internet hingewiesen. Der Anrufer gab sich dabei als Angehöriger der einzig offiziellen Stelle zur Abwicklung der Soforthilfe aus.

Die Polizei warnt: Diese Seite ist keine offizielle Seite der Bundesregierung oder eines Bundeslandes. Es werden dort keine Gelder vergeben!

Für die Stellung der Anträge auf Soforthilfe sollten ausschließlich die Internetseiten von offiziellen Landesstellen genutzt werden. Dies sind Ministerien und Landesförderbanken mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammern.

Der Rat der Polizei: „Achten Sie bei Internetseiten grundsätzlich auf das Impressum und die Datenschutzerklärung.“ Die Impressumspflicht ist die Pflicht, in Druckerzeugnissen und in Online-Veröffentlichungen ein Impressum zu führen. In dieser Anbieterkennzeichnung werden zum Beispiel Verlag und die Redaktion genannt. Bei Fake-Seiten fehlen diese Angaben oder es werden Adressen im Ausland angegeben.

Foto: Polizei Frankfurt / Twitter

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CORONA: Frankfurter Forscher entwickeln Schnell-Test für viele Patienten

Corona Virus

Wichtiger Durchbruch in der Corona-Forschung: Forschern des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes in Frankfurt um Prof. Erhard Seifried und dem Institut für Medizinische Virologie des Universitätsklinikums der Goethe-Universität Frankfurt um Prof. Sandra Ciesek ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, das es ermöglicht, die Testkapazitäten zum Nachweis von SARS-CoV-2 ab sofort um ein Vielfaches weltweit zu erhöhen. Das meldete die Universitätsklinik Frankfurt am Montagnachmittag in einer Pressemitteilung.

„Damit wird es möglich, die von allen Wissenschaftlern und auch Politikern geforderte Ausweitung der Testung in weitere Bevölkerungsgruppen auch bei den begrenzten Testkit-Ressourcen früher umzusetzen, als bisher angenommen wurde“, sagt Seifried. Hintergrund der Nachricht sind Laboruntersuchungen, denen Schleimhautabstrichproben des Rachens bzw. der Nase durch geeignete Verfahren in einer Pufferlösung zusammengeführt und anschließend mit Hilfe des sogenannten PCR Verfahrens (Polymerase Kettenreaktionsverfahren, direkter Genomnachweis von SARS CoV-2) getestet werden. Bei einem negativen Ergebnis haben sämtliche darin enthaltenen Proben ein zuverlässig negatives Ergebnis. Hierbei hat das Pooltesten keinen Einfluss auf die Nachweisgrenze. Bei einem positiven Minipool-Befund wird eine Einzeltestung in zuvor angefertigten Rückstellproben durchgeführt. Die positive Probe kann dann innerhalb von vier Stunden identifiziert werden.

Die Forschergruppe ist derzeitig aktuell dabei, die Möglichkeit zu analysieren, die Pools weiter zu vergrößern. „Die Ergebnisse stimmen optimistisch, dass das Verfahren bei globaler Etablierung sehr schnell eine bessere Auskunft über die Zahl tatsächlich infizierter Menschen ermöglichen wird“, erklärt Prof. Schmidt vom Blutspendedienst. Damit lässt sich umgehend in ganz Deutschland die aktuelle Anzahl von ca. 40.000 Untersuchungen pro Tag auf 200.000 bis 400.000 Untersuchungen steigern, ohne damit die hohe Qualität der Diagnostik zu reduzieren. Um weiter die Strategie der Früherkennung und Isolierung effizient umzusetzen, ist eine Erweiterung der Screeninguntersuchungen unabdingbar, gerade für systemrelevante Berufsgruppen wie Ärzte, Krankenschwestern, Polizei, Feuerwehr, Altenheime, Verwaltung, Nahrungsmittelindustrie. Die Rechte an der in den USA und in Europa zum Patent angemeldeten Erfindung werden gemeinschaftlich von der Goethe Universität und dem DRK Blutspendedienst gehalten. Über die Wissenstransfergesellschaft der Goethe-Universität, Innovectis, kann die Technologie umgehend anderen interessierten Einrichtungen zugänglich gemacht werden.

Die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Dr. Birgitta Wolff, bezeichnete das neue Analyseverfahren als „Meilenstein“. „Je mehr Menschen zuverlässig auf SARS-CoV-2 getestet werden können, umso schneller lässt sich die Pandemie eindämmen.“

„Mit der neuen Methode kann Deutschland den globalen Kampf gegen SARS-CoV-2 auf ein neues Level anheben“ ist Seifried optimistisch. Der Ärztliche Direktor der Universitätsklinik Frankfurt, Prof. Graf und die Präsidentin der Goethe-Universität betonen beide die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem DRK Blutspendedienst und der Universitätsklinik und der Universität.

Photo by CDC on Unsplash.com

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Neue Tricks der Corona-Betrüger

Polizeiwagen

Die Polizei Frankfurt gewährleistet gemeinsam mit den Ordnungsbehörden der Stadt Frankfurt die Einhaltung der Regelungen zum Schutz der Bevölkerung vor der Ausbreitung des Coronavirus.

Am Freitag kam es in einem Mehrfamilienhaus im Frankfurter Norden zu einem Trickdiebstahl. Gegen 15:30 Uhr gab sich ein bislang unbekannter Täter „An der Wolfsweide“ einem Rentner gegenüber als Installateur aus und erklärte, wegen der Corona-Pandemie dringende Wartungsarbeiten in der Waschküche des Hauses durchführen zu müssen. Der 72-jährige Wohnungsinhaber begab sich daraufhin mit der unbekannten Person in die Waschküche. Währenddessen verschaffte sich ein weiterer Unbekannter Zutritt zur offen gelassenen Wohnung. Dort wurde eine Geldbörse mit Bargeld entwendet.

Hinweis der Polizei: Lassen Sie keine fremden Personen ins Haus oder Ihre Wohnung. Täter und Täterinnen geben oftmals vor, Handwerker oder auch vom Gesundheitsamt zu sein, um in Ihre Wohnung und an Ihre Wertsachen zu gelangen. Seien Sie deshalb besonders vorsichtig, wenn Personen ohne Termin vor der Tür stehen und rufen Sie die Polizei.

Hinsichtlich der Einhaltung der Verbote stellt die Polizei Frankfurt fest, dass sich der Großteil der Frankfurter Bevölkerung weiterhin an die Vorgaben hält. Die festgestellten Verstöße werden nach wie vor vornehmlich auf Spielplätzen und in Sport- und Parkanlagen festgestellt. Es wurden beispielsweise einige Jugendgruppen in unterschiedliche Parks angetroffen, die sich nach einer Ansprache jedoch eigenständig auflösten. Die Mehrzahl der angetroffenen Bürgerinnen und Bürger reagierten ebenfalls vernünftig, nachdem sie durch die Beamten auf ihr Fehlverhalten hingewiesen worden waren. In einigen Fällen sprach die Polizei auch Platzverweise aus.

Das vorrangige Ziel der Kontrollen ist nach wie vor, eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems zu erhalten.

Damit dieses Ziel erreicht werden kann, bedarf es der Mithilfe aller. Die Frankfurter Polizei appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger:

Bleiben Sie Zuhause und schützen Sie damit Ihre Mitmenschen und sich selbst. Beachten Sie die Regelungen zum Kontaktverbot im öffentlichen Raum und halten Sie Abstand zu Ihren Mitmenschen. Gemeinsam können wir alle dazu beitragen, Leben zu retten.

Allgemeine Hinweise der Polizei: .

   -	Der Notruf 110 ist Menschen in Notsituationen vorbehalten. 
Meldungen über Personen im öffentlichen Raum und Fragen zu den 
geltenden Regelungen zur Coronabekämpfung sind keine Notrufe.
   -	Auskünfte für Bürgerinnen und Bürger stehen auf der Seite des 
Hessischen Sozialministeriums (www.soziales.hessen.de) zur Verfügung.
Eine hessenweite Hotline zu dem Thema ist unter der Nummer 0800- 
5554666 täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar.
   -	In der Sicherheitsapp hessenWARN werden aktuelle Warnungen und 
Informationen bereitgestellt.
   -	Bitte beachten Sie auch aktuelle Hinweis der Frankfurter Polizei
auf den bekannten Social Media Kanälen, Twitter, Facebook und 
Instagram, @polizei_ffm.

Foto: Archiv

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Kommt Tempo 30 auf den Hauptstraßen am Riedberg?

In der letzten Sitzung des Ortsbeirates vor den Corona-Beschränkungen wurde fast unbeachtet ein Beschluss gefasst, übrigens einstimmig, der weitreichende Folgen haben könnte: Der Magistrat wird gebeten zu prüfen, „ob und wenn ja in welchen Bereichen auf den inneren Erschließungsstraßen des Riedbergs, der Riedbergallee, Altenhöferallee, Graf-von-Stauffenberg-Allee und Carl-Hermann-Rudloff-Allee ein Tempolimit von 30 km/h angeordnet werden kann“. Das bedeutet: Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob Tempo 30 auf den Hauptstraßen unseres Stadtteils möglich ist – um mehr Sicherheit für alle Bürger zu gewährleisten.

Schon jetzt gibt es Tempobeschränkungen vor den Schulen und am Sportplatz an der Altenhöferallee. Anwohner aber berichten, dass Autos dort nicht selten mit mindestens Tempo 50 bis 60 aus Richtung Norden in den Stadtteil rasen. Vor allem nachts. Die Begründung der Lokalpolitiker pro Tempolimit lautet folgendermaßen: „Um den Fahrzeugverkehr ruhiger und disziplinierter zu gestalten, dem Radverkehr einen sicheren Verkehrsraum zu bieten und auch den Fußgängerinnen und Fußgängern, insbesondere den zahlreichen Kindern, Querungen der Fahrbahn zu erleichtern, sollte die Fahrgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt werden.“ Damit würde auch die Lärmbelastung der dicht bebauten inneren Erschließungsstraßen, insbesondere in den Nachtstunden, deutlich gemildert.

Die auf dem Riedberg verkehrenden Buslinien werden durch eine Tempo 30 Regelung nicht behindert, da diese Buslinien bereits heute durch Fahrbahnverengungen und zahlreiche Haltestellen Tempo 30 in der Regel nicht überschreiten können.

Der Ortsbeirat betont: Die vor Jahren für den ganzen Stadtteil Kalbach eingerichtete Tempo-30-Zone hat sich „trotz anfänglicher Bedenken überaus positiv entwickelt“. Die gesamte Verkehrssituation im Stadtteil hat sich entspannt, so dass Tempo 30 inzwischen von allen Anwohnern befürwortet werde.

Die Stadt soll die Ergebnisse der Prüfungen in Sachen Tempo 30 dann wiederum in einer Ortsbeiratssitzung vorstellen und dann geht es darum, im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern die Einführung der Geschwindigkeitsbeschränkungen zu erörtern.

Foto: Archiv

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Tiefe Trauer über den Tod von Hessens Finanzminister Schäfer

„Selten erscheinen Nachrichten so unwirklich wie jene über den plötzlichen Tod von Hessens Finanzminister Thomas Schäfer und doch weicht das Unvorstellbare der schrecklichen und traurigen Realität. Unser Land hat einen großartigen Menschen, einen engagierten Streiter für eine bessere Zukunft Hessens verloren und sein Tod hinterlässt nicht nur eine große Lücke im politischen und gesellschaftlichen Geschehen Hessens, sondern auch in den Herzen vieler Menschen.

Thomas Schäfer war ein Gestalter, zupackend und entscheidungsstark. Er hat mit seinem Tatendrang, seinem unermüdlichen Einsatz und seiner Entscheidungsfreude viel Positives in unserem Land bewirkt und oftmals überhaupt erst möglich gemacht. Er war kommunikativ und hat immer den Versuch unternommen, auch bei schwierigsten Entscheidungen möglichst alle mitzunehmen, ohne es immer allen recht machen zu können. Mit seinen finanzpolitischen Initiativen hat er vielen Kommunen in Hessen neu auf die Beine geholfen und Perspektiven eröffnet, die vielerorts schon aufgegeben schienen. Er war auch für Frankfurt immer ein wichtiger und gesprächsbereiter Partner, der auf Augenhöhe zwischen den Interessen des Landes und den Bedürfnissen unserer Stadt Wege des Ausgleichs gesucht hat. Er war ein Mensch mit Humor, verlässlich, klar und verantwortungsvoll in seinem Handeln. Mit seiner hohen Sachkenntnis, seinem klaren Analysevermögen und seinem Einfühlungsvermögen hat er an vielen Stellen Brücken gebaut, um zu gemeinsamen Zielen zu gelangen. Sein Weg war nicht die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern nach dem besten Kompromiss für alle Beteiligten. Und auch dort wo Kompromisse nicht möglich waren, ließ er die Tür zum nächsten Gespräch immer offen. Er hat auch durch sein Wirken im Aufsichtsrat unserer Frankfurter Messe und als Vorsitzender des Beteiligungsausschusses wichtige Weichenstellungen für die Messegesellschaft und ganz unmittelbar für den Messestandort Frankfurt am Main mit auf den Weg gebracht. Sein Engagement für den Finanzplatz Frankfurt hat unsere Stadt gestärkt und in den Vorbereitungen des Landes auf die Auswirkungen des Brexit hat er die Interessen Frankfurts klar im Blick gehabt. Auch für unsere Stadt Frankfurt am Main bedeutet der Tod von Thomas Schäfer einen herben Verlust.

Er wird vielen Menschen fehlen, jenen die es jetzt schon spüren und jenen, die vielleicht erst später merken, was für ein großer Hesse Thomas Schäfer war“, sagte Bürgermeister Uwe Becker am heutigen Montag.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Hessisches Ministerium der Finanzen (HMdF)

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