Kategorie: AktuelleNEWS

NEU: Klima-Initiative für den Riedberg

Klimaschutz Initiative Riedberg

Stein, Beton, wenig Grün – so sieht der zentrale Riedbergplatz aus. Keine Frage, wir wohnen in einem der schönsten und lebenswertesten Stadtteile Frankfurts, auch dank der großen Parks. Doch zugleich sprechen nicht nur Experten davon, dass hier so manche Bausünde aus den 60er und 70er Jahren wiederholt wurde. Stichwort Versiegelung der Flächen, breite Straßen und ein Stadtteil-Zentrum, das grau und nicht so einladend geraten ist. Vermutlich war auch das einer der Gründe, warum eine wachsende Gruppe von Klima-Aktivisten die neue „Klimaschutz-Initiative Riedberg“ (KIR) gegründet hat. Erklärtes Ziel ist es, unseren Stadtteil bis 2030 klimaneutral zu machen. Die Initiative arbeitet ehrenamtlich und parteiunabhängig – darauf legen die Gründerinnen und Gründer um Anne Rave und Ina Mirel großen Wert.

Angefangen hat alles mit der Frage: Wo sind die Stellschrauben in Sachen Klimaschutz? In welchen Bereichen lässt sich signifikant Kohlendioxid einsparen? Das sind in erster Linie Energieversorgung, Mobilität, Gebäude, Konsum und Ernährung sowie Begrünung – aber bitte keinesfalls „von oben herab“! Die Klimaschützer wollen gemeinsam mit den Menschen hier vor Ort lokale Projekte entwickeln, sich austauschen und mit anderen Klimaschutz-Initiativen, aber auch mit der Universität/ Campus Riedberg zusammenarbeiten. Plus aktiv an der Klimapolitik für unseren Stadtteil mitarbeiten. Kontakt zum Ortsbeirat und zur Stadt gibt es bereits.

Auch der Riedberg braucht noch mehr Grün

Der Riedberg hat 94 Hektar Parkanlagen, Grünflächen und so genannte „integrierte Landschaftsflächen“. Das reicht nach Überzeugung der Klima-Initiative nicht aus, da sich eine Stadt wie Frankfurt, aber auch der Riedberg mit den vielen versiegelten Flächen, im Sommer überproportional aufheizt. Klimaschutz kann also schon am Balkon und auf dem Hausdach beginnen, die Umgestaltung wird teilweise bis zu 50 Prozent bezuschusst – auch darüber wollen die Initiatoren von KIR informieren. Und Tipps geben oder auf Ratgeber verweisen, wie man beispielsweise mit insektenfreundlichen Pflanzen eine kleine Oase schaffen kann. „Selbst ein Balkon mit wenig Licht kann mit den richtigen Pflanzen grün werden“, erklärt Anne Rave.

Mit Nachhaltigkeit die Geschäfte vor Ort stärken

Konkret sind folgende Projekte und Kooperationen geplant: mehr Solaranlagen auf den Dächern unseres Stadtteils inklusive Beratung bei der Umsetzung, offene Workshops zu Klimaschutzthemen, Infostände zu Nachhaltigkeitsthemen. „Wir planen, nach den ersten Sturm der Corona-Krise auf den Handel und Restaurants am Riedberg zuzugehen, um Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit zu erörtern und gleichzeitig die Geschäfte vor Ort zu stärken“, heißt es in einer aktuellen Information.

Eingeladen mitzumachen sind alle, die aktiv den Klimaschutz in Riedberg und Kalbach mitgestalten wollen oder auf anderem Wege einen Beitrag dazu leisten wollen.

Weitere Informationen unter www.klimaschutz-initiative-riedberg.de, Kontakt über kontakt@klimaschutz-initiative-riedberg.de

Foto: Klimaschutz-Initiative Riedberg

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So soll der Schul-Neustart gelingen

Die Hessische Landesregierung hat sich nach der Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder im Kabinettausschuss Corona beraten und das weitere Vorgehen in der Corona-Krise festgelegt. Insbesondere die Frage, zu welchem Zeitpunkt die Schule mit welchen Klassen wieder beginnen wird, wurde konkretisiert. Darüber informierten der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der Hessische Kultusminister Alexander Lorz gestern in Wiesbaden. „Die bisherigen Maßnahmen haben Erfolg gezeigt. Es ist gelungen, die Ausbreitung des Virus auch in Hessen zu verlangsamen. Nun gilt es, zu schauen, welche Lockerungen sich in kleinen Teilen sinnvoll umsetzen lassen – insbesondere mit Blick auf den Schulunterricht“, betonte Regierungschef Bouffier. „Wir sind uns sehr bewusst: Jede Lockerung, jede Schulklasse, die wir wieder zulassen, führt zu einem erhöhten Infektionsrisiko. Gleichzeitig wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern aber so viel Bildung wie möglich anbieten“, ergänzte Kultusminister Lorz.

Folgende Punkte wurden für Hessen vereinbart:

Der Schulunterricht startet in Hessen schrittweise ab dem 27. April für rund 230.000 Schülerinnen und Schüler. Begonnen wird mit den Abschlussklassen von Haupt-, Real- und Berufsschulen sowie den vierten Klassen der Grundschulen. Auch für die 12. Klassen fängt die Schule am 27. April wieder an, die Abiturientinnen und Abiturienten müssen nur noch zur mündlichen Prüfung erscheinen. Um die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln zu gewährleisten, werden die Klassen auf eine maximale Größe von 15 Schülerinnen und Schülern verkleinert. Die zentralen Haupt- und Realschulprüfungen finden nun vom 25. – 29. Mai statt.

Kindertagesstätten bleiben weiterhin geschlossen. Die  Landesregierung hat jedoch beschlossen, die Notbetreuung weiter auszubauen. Einen Anspruch auf Kinderbetreuung erhalten ab dem 20. April auch alleinerziehende Berufstätige.

Das Kontakt- und Besuchsverbot in Alten- und Pflegeeinrichtungen bleibt in Hessen zunächst bestehen. Es sollen besondere Schutzkonzepte für diese Einrichtungen entwickelt werden, um maximalen Schutz zu erreichen und zugleich sozialen Kontakt zu ermöglichen.

Alle weiteren Maßnahmen und Beschränkungen für Hessen richten sich nach dem Beschluss von Bund und Ländern.

Um zukünftig Infektionsketten schnell zu erkennen, zielgerichtete Testungen durchzuführen, eine vollständige Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten und die Betroffenen professionell zu betreuen, werden in den öffentlichen Gesundheitsdiensten vor Ort erhebliche zusätzliche Personalkapazitäten geschaffen. Mindestens ein Team von 5 Personen pro 20.000 Einwohner soll zur Verfügung stehen. In besonders betroffenen Gebieten sollen zusätzliche Teams der Länder eingesetzt werden. Auch die Bundeswehr wird mit geschultem Personal solche Regionen bei der Kontaktnachverfolgung und -betreuung unterstützen. Das Ziel ist es, alle Infektionsketten nachzuvollziehen und möglichst schnell zu unterbrechen. Um das Meldewesen der Fallzahlen zu optimieren und die Zusammenarbeit der Gesundheitsdienste mit dem RKI bei der Kontaktnachverfolgung zu verbessern, führt das Bundesverwaltungsamt Online- Schulungen durch.

„Wir haben durch die Beschränkungen der vergangenen Wochen schon viel erreicht, aber die Corona-Krise ist noch lange nicht überstanden. Um unsere Erfolge nicht zu gefährden, ist es nun besser, in kleinen Schritten voranzugehen und diese besonnen und fortlaufend zu überprüfen“, erklärte Ministerpräsident Bouffier. „Der Schutz der Gesundheit unser Bürgerinnen und Bürger bleibt bei den Abwägungen das oberste Ziel. Alle jetzt beschlossenen Maßnahmen sind Teil eines dynamischen Prozesses. Das heißt, wir werden nun sehen, wie die Dinge sich entwickeln und wollen im Kreis von Bund und Ländern Ende April über weitere Schritte beraten.“

Informationen: Pressemitteilung der Hessischen Landesregierung

Foto: Staatskanzlei

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SEK-Einsatz wegen häuslicher Gewalt

Der Notruf kommt morgens um 8.20 Uhr. Eine 32-jährige Frau fühlt sich von ihrem Mann bedroht und berichtet von häuslicher Gewalt, ruft die Polizei um Hilfe. Wenig später erreichen die Einsatzkräfte und Krankenwagen das Haus im Quartier Altkönigblick, im Norden des Riedbergs. Der 43-jährige Mann wird noch vor Ort festgenommen. Die Frau kommt zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus, kann aber wenige Stunden später die Klinik wieder verlassen.

14 Tage Annäherungs- und Kontaktverbot

Ihr Mann musste am Donnerstag noch in Anwesenheit der Polizei einige Sachen packen. Es wurde eine „Wegweisungsverfügung“ erlassen. „Das bedeutet zunächst ein 14-tägiges Kontakt-, Betretungs- und Annäherungsverbot“, erklärt Marc Draschl, Pressesprecher der Frankfurter Polizei. Gerade die räumliche Distanz könne oft helfen, um einerseits Hilfsangebote wahrzunehmen und andererseits klare Zeichen zu setzen. Verstößt der Mann gegen die Auflagen, „sind wir wieder da“, so die Polizei. Zudem wird eine Anzeige wegen Körperverletzung folgen.

Das Paar hat minderjährige Kinder. Sie werden jetzt vom Jugendamt betreut.

Die weiteren Hintergründe sind derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Foto: Archiv

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Spenden für die Kids der „Arche Frankfurt“!

In der Corona-Zeit ist leider auch die wertvolle Arbeit des Kinder- und Jugendhilfswerks „Arche Frankfurt“ sehr eingeschränkt. Viele Kinder und Jugendliche finden dort im Alltag eine lebenswichtige Anlaufstelle. Sie bekommen ein gesundes Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, liebevolle Ansprechpartner sind für sie da und die Möglichkeit vieler Spiel- und Sportangebote. Doch auch diese Einrichtung muss aktuell geschlossen bleiben. Um den isolierten Kindern und Familien Soforthilfe leisten zu können, bittet die Arche um Spenden. Sie bringen den Familien Lebensmittel und Hygieneartikel. Auch das Spenden ausrangierter iPads, Notebooks und Smartphones, sowie von Prepaid-Datenvolumen ist sehr nützlich. Auf diese Weise können die Kinder mit den Mitarbeitern in Kontakt bleiben.

Am 1. April konnte ein von Frankfurt Connect (Evangelische Freikirche) organisierter Transport hier wertvolle Unterstützung leisten. Über die Facebook-Plattform „Helping Hands Riedberg“ hatten sich prompt sehr viele Riedberger gemeldet, die bereit waren, ihren persönlichen Einkauf großzügig zu erweitern und unter anderem Lebensmitteln und Hygieneartikeln zu spenden. Ein ganzer Kombi voller wertvoller Sachen! „Keiner jubelt über die Krise, in der wir uns befinden. Wachsende Solidarität und das Wahrnehmen von Menschen mit größeren Nöten sind dennoch positive Begleiterscheinungen“, sagt Nils Fastenrath, Pastoralreferent von Frankfurt Connect. „Vielen Dank noch einmal an alle, die sich hier bereitwillig eingeklinkt haben!“

Frankfurt Connect plant für Donnerstag, 23. April, einen weiteren Transport vom Riedberg aus für die Arche. Wer hierfür Spenden beisteuern möchte, kann sich bis Mittwoch, 22.04., an Nils Fastenrath wenden (nils.fastenrath@frankfurtconnect.de – 0178-9328784)

Wer sich fragt, mit welchen Spenden man am besten helfen kann – unter www.freunde-arche-ffm.de findet man auf der Startseite eine hilfreiche Einkaufsliste!

Fotos: privat

Ein voller Kofferraum für das Kinderhilfswerk „Arche Frankfurt“: Am 23. April ist ein weiterer Transport vom Riedberg geplant. Wer hierfür Spenden beisteuern möchte, kann sich an Nils Fastenrath wenden / nils.fastenrath@frankfurtconnect.de Foto: privat
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Kleine Geschäfte dürfen öffnen, Schulen starten schrittweise ab 27. April

Mit großer Spannung waren die heutigen Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel und den Landesregierungen über eine mögliche Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen erwartet worden. Jetzt steht fest: Die Kontaktbeschränkungen werden bis mindestens 3. Mai verlängert, kleinere Geschäfte dürfen ab Montag wieder öffnen. Unterricht könnte ab dem 27. April für ältere Schüler und Übergangsklassen schrittweise wieder stattfinden. 

Es gehe weiter darum, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und bisherige Erfolge nicht zu gefährden, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier in einer Pressekonferenz, wie hessenschau.de berichtet. „Es ist besser, in kleinen Schritten voranzugehen, als jetzt große Schritte zu machen ohne zu wissen, wie es eigentlich wirkt.“ Am 30. April wollen Bund und Länder erneut über weitere Schritte beraten.

Bund und Länder empfehlen den Bürgern, beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr Alltagsschutzmasken zu tragen. Eine generelle Maskenpflicht soll es nicht geben.

Großveranstaltungen werden wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt – auch Volksfeste und Fußballspiele sind davon betroffen.

Der Schulbetrieb in Hessen könnte ab dem 27. April, beginnend mit den Abschlussklassen von Gymnasien, Real- und Hauptschulen, wieder aufgenommen werden. Dann folgen Oberstufe und Mittelstufe. Später sollen die Grundschulen wieder öffnen. „Wir beginnen mit den Großen, weil wir glauben, dass dort insbesondere auch die Abstandsregeln und die Hygieneregeln wesentlich besser eingehalten werden können als bei den Grundschülern“, sagte Bouffier.

Kitas werden weiterhin geschlossen bleiben. Es ist aber geplant, die Notbetreuung auszubauen – vor allem auch für Alleinerziehende.

Auch das Wirtschaftsleben soll schrittweise wieder hochgefahren werden: Ab Montag dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen. Dies gilt unabhängig von der Verkaufsfläche auch für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen. Wichtig ist, dass die Abstandsregeln eingehalten werden.

Friseure dürfen in Hessen ab dem 4. Mai unter bestimmten Auflagen wieder öffnen. Restaurants und Kneipen bleiben geschlossen. Eisdielen dürfen ebenfalls nicht öffnen, dürfen ab Montag aber wie Restaurants einen Lieferservice anbieten.

Das wegen des Coronavirus verhängte Versammlungsverbot in Kirchen, Moscheen, Synagogen oder Örtlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften bleibt bestehen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, reagierte enttäuscht und kündigte einen Vorschlag an, wie „Religionsausübung und Infektionsschutz gleichermaßen gewährleistet“ werden könnten.

In Hessens Alten- und Pflegeheimen soll das strenge Kontakt- und Besuchsverbot zunächst bestehen bleiben.

Bürger sollen weiter auf private Reisen verzichten.

Am 30. April wollen die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel über weitere Lockerungen beraten.

Photo by Kimberly Farmer on Unsplash

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Arbeitsintensives Osterwochenende für die Stadtpolizei

Augen auf im Verkehr

Vorweg kann gesagt werden, dass die Stadtpolizei gut zu tun hatte, sich aber der insgesamt befürchtete Osteransturm nicht ganz so schlimm darstellte. Dennoch gab es einige „Hotspots“, an denen verstärkt und nachhaltig eingeschritten werden musste.

Rebstockpark

Hier stellten die Streifen regelmäßig größere Gruppen fest, die sich nicht an die Abstandsregeln hielten. Großeltern, Eltern, weitere Verwandte und deren Kinder von Großfamilien saßen zusammen – es wurde fleißig gegrillt und der Abstand nicht eingehalten. Alle würden unter einem Dach leben – so die Einlassung. Die Kinder verschiedener Familien spielten miteinander, ohne dass Eltern dies unterbanden. Erst nach intensiver Argumentation konnten die Familien überzeugt werden, diese Art der Ansammlung aufzulösen und sich nach Hause zu begeben.

Bahnhofsgebiet

Selbst immer wiederkehrende Kontrollen in kürzesten Zeitabständen sorgten nicht für eine dauerhafte Einhaltung der Abstandsregeln. 20 bis 30, teilweise bis zu 48 Personen fanden sich zusammen und wiederholten dies jedes Mal aufs Neue, wenn sie zuvor aufgefordert wurden, sich zu verteilen oder andere Plätze aufzusuchen.

Ostend

An der Weseler Werft trifft man sich gerne. Normalerweise auch kein Problem. Nur zurzeit eben nicht mit mehr als zwei Personen, oder nur innerhalb einer Familie, die in einem Haushalt lebt. Dies wurde immer wieder sehr weit ausgelegt und musste daher in einigen Fällen sanktioniert werden.

Ebenso die Sportbegeisterten, die sich in Mannschaftsstärke zusammenfanden, um ihre Leibesübungen abzuhalten. Darauf angesprochen zeigte man sich auch noch uneinsichtig und erhielt Zuspruch von anderen Parkbesuchern. Auch diese Unvernunft und Uneinsichtigkeit kostete ein entsprechendes Bußgeld.

Unterliederbach

Bei der Kontrolle eines speziell auf Motorräder zugeschnittenen Gewerbebetriebes auf Anforderung der Landespolizei zeigten sich die anwesenden Vereinsmitglieder äußerst uneinsichtig und ließen die Kontrolle erst nach Rücksprache mit einer Anwältin zu. Die entsprechenden Bußgelder konnte auch die Anwältin nicht verhindern.

Gewerbetreibende und Gaststätten

Quasi in allen Stadtteilen versuchten einzelne Gewerbetreibende die derzeit geltenden Verbote zu umgehen. So wurde vor einen Friseursalon in einem Hinterhof ein Transporter als Sichtschutz gestellt, um die ein- und ausgehenden Kunden zu tarnen. Eine Gaststätte verkaufte Getränke „to go“ aus dem Fenster.

Die Stadtpolizei ist seit Beginn der Corona-Zeitrechnung neben Feuerwehr und Gesundheitsamt stets mittendrin gewesen. Auch wurde bereits über einzelne Aspekte der Kontrollen berichtet.
Für das Osterwochenende hier die nackten Zahlen:
3.500 Kontrollen insgesamt
2.600 Kontrollen von Gewerbebetrieben
700 Kontrollen von Gaststätten (darunter 40 Shisha-Bars)
150 Kontrollen von Grünflächen, Parks und Spielplätzen

Diese Zahlen belegen die Wichtigkeit der Arbeit der Stadtpolizei, und zeigen, dass diese, wie so viele andere Berufsgruppen, aktuell auch an ihr Limit gehen.

Stadtrat und Sicherheitsdezernent Markus Frank und Matthias Heinrich, Leiter der Stadtpolizei Frankfurt, finden daher nur lobende Worte. „Was die Kolleginnen und Kollegen täglich auf die Straße bringen, ist aller Ehren wert. Denn auch bei ihnen gibt es Personalengpässe und persönliche Einschränkungen, die aber keinen Einfluss auf die Arbeitsqualität und Leistungsfähigkeit haben.“ Umso wichtiger sei es, dass sich die Frankfurter an die momentan geltenden Regeln halten und alle Beteiligten Rücksicht nehmen. „Bei allem Verständnis für die individuelle Situation etwa von Gewerbetreibenden, die Angst um ihre Existenz haben, der Schutz von Leben genießt höchste Priorität“, sagt Frank.

Informationen: Stadt frankfurt

Foto: Archiv

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Studie zu Sport und Wohlbefinden in der Corona-Auszeit

Corona Virus

Sport in Fitnessstudios, Sportvereinen und Sportanlagen ist als Folge der Corona-Epidemie nicht mehr möglich. Gleichzeitig hat Sport viele günstige Einflüsse auf Gesundheit und Wohlbefinden. Wie sich die Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf den Umfang sportlicher Aktivitäten und auf das Wohlbefinden auswirken, wollen jetzt Sportwissenschaftler aus dem In- und Ausland unter der Projektleitung der Goethe-Universität in einer internationalen Studie herausfinden. Ihr Ziel: Die passgenaue Entwicklung kostenfreier Trainingsinhalte, ‑methoden und -programme.

Die Sportwissenschaftler haben daher einen Online-Fragebogen in acht Sprachen entwickelt, dessen Beantwortung fünf bis zehn Minuten in Anspruch nimmt. Dort werden Art und Umfang sportlicher Aktivitäten und das gesundheitliche und psychische Wohlbefinden seit Beginn der Kontaktbeschränkungen im Vergleich zu der Zeit davor abgefragt.

Folgende Universitäten führen die Studie gemeinsam durch: Goethe-Universität Frankfurt, Hamburg Medical School, VU Amsterdam / UMC Amsterdam, Harvard Medical School, Karl-Franzens-Universität Graz, University of Queensland, Universidade Cidade de São Paulo, Universidad de Santiago de Chile, University Hospital Basel, Università degli Studi di Roma „Foro Italico“, Université Jean Monnet, Universidad Politécnica de Madrid.

Link zum Online-Fragebogen: https://goethe.link/ASAP

Informationen: Goethe-Universität

Photo by CDC on Unsplash

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Starten zuerst die Abschlussklassen mit dem Unterricht?

Kanzlerin Angela Merkel und die Landesregierungen wollen heute über eine mögliche Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen beraten. Hessen will im Fall einer Wiederaufnahme des Unterrichts an den Schulen möglichst mit den Abschlussklassen beginnen. Das erklärte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) gestern in Wiesbaden bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wie hessenschau.de berichtet.

Bouffier betonte, dass noch nichts entschieden und er um ein möglichst einheitliches bundesweites Vorgehen bemüht sei. Alle Bundesländer verfolgten in ihren Anti-Corona-Maßnahmen das gleiche Ziel. Das müsse aber nicht bedeuten, dass alle die exakt gleichen Maßnahmen treffen.

Beim inzwischen abgeschlossenen schriftlichen Abitur habe Hessen sich ja auch anders als andere Länder dazu entschieden, nicht zu verschieben.

Als frühesten Termin für den Beginn mit einem allmählichen Exit hat die Bundesregierung den 20. April genannt – falls die Dynamik der Ausbreitung sich weiterhin abschwächt. Für realistisch halten die meisten Experten aber erst Anfang Mai.

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina hatte in einem Gutachten erklärt , eine Öffnung der Schulen „sobald wie irgend möglich“ erfolgen. Das hatten die Wissenschaftler an verschiedene Bedingungen geknüpft, wie reduzierte Gruppengrößen von maximal 15 Schülern, oder die Empfehlung sich auf Schwerpunktfächer wie Deutsch und Mathematik zu konzentrieren. Auch solle die Öffnung schrittweise und nach Jahrgangsstufen differenziert gehen. Die Empfehlungen der Akademie, mit den Grundschulen zu beginnen, hält Bouffier allerdings für „nicht überzeugend“.

Der Ministerpräsident erklärte außerdem, dass er sich vorstellen könnte, dass die morgige Konferenz zumindest teilweise Öffnungen im Einzel- und Großhandel zur Folge haben könnte. Das könnte im Prinzip auch schon vor Öffnung der Schulen möglich sein.

Photo by Kimberly Farmer on Unsplash

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Corona: Täglich mehr als 70 Bußgeldverfahren an Ostern

Die Polizei Frankfurt gewährleistet gemeinsam mit den Ordnungsbehörden der Stadt Frankfurt die Einhaltung der Regelungen zum Schutz der Bevölkerung vor der Ausbreitung des Coronavirus.

Die aktuelle polizeiliche Bilanz des Osterwochenendes in Frankfurt zeigt, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger an die Einschränkungen im Alltag halten und so mithelfen, die Ausbreitung der Corona-Epidemie zu verlangsamen. Es gibt aber auch einen Teil der Bevölkerung, der die Verbote missachtet. So musste die Polizei am Karfreitag vermehrt wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung einschreiten. Trauriger Höhepunkt hierbei war der Angriff einer Personengruppe auf Polizeibeamte im Stadtteil Griesheim.

Die Mehrheit der Betroffenen reagierte jedoch – wie in den Tagen zuvor – nach der Ansprache durch die Polizei verständnisvoll und löste die Zusammenkünfte auf oder hielt sich danach an den wichtigen Abstand von mindestens 1,5 Metern. In mehreren Fällen mussten aber auch Ordnungswidrigkeitsanzeigen gefertigt werden.

Die Polizei Frankfurt leitete über Ostern täglich durchschnittlich rund 72 Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen ein.

Die Frankfurter Polizei zeigt weiterhin eine wahrnehmbare Präsenz in der Öffentlichkeit und führt darüber hinaus gezielte Kontrollen an erfahrungsgemäß stark frequentierten Örtlichkeiten durch, um dafür Sorge zu tragen, dass die Regeln eingehalten werden.

Das vorrangige Ziel der Kontrollen ist nach wie vor, eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems zu erhalten.

Foto: Archiv

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Solidarität mit Herz: Wie 400 „Helping Hands“ helfen, die Krise zu meistern

Am 15. März kam ein Post von Ute Weigl in der Facebook-Gruppe ‚Riedberger im Gespräch‘. Es ging um die Covid-19 Maßnahmen, die jetzt Probleme mit Kinderbetreuung, Einkaufen für Risikogruppen oder einfach Einsamkeit verursachen könnte. Ute rief auf, diese Krise als Chance zu nutzen, um ein herzliches Miteinander  und Zusammenhalt zu entwickeln. 

Innerhalb kürzester Zeit reagierten 53 Riedberger mit Likes und Herzchen  und ganz schnell wurde hier auch Hilfe angeboten.

Um Hilfesuchende und Helfer schnell durch die lokale Nähe zusammenzubringen, haben Ute Weigl, Sabine Fiedler und Judith McCrory noch am gleichen Tag die Gruppe Helping Hands Riedberg gegründet. 406 Mitglieder und soviel Wärme, Großzügigkeit und Solidarität, wie man sich das immer wünscht aber nie so wirklich dran glaubt.

Von Tablets für Senioren bis zum Einkauf, von Briefen bis zu selbstgenähten Schutzmasken…

Die Gruppe hat inzwischen über 500 Euro für Senioren (u.a. für Tablets, Spiele, Prepaid Handykarten für den Austausch mit der Familie) und für das Material von Masken gespendet. Für ein Seniorenheim in einen anderen Stadtteil in Frankfurt sind ganz viele Sachspenden inkl. Handys, eine Musikbox, sehr viel Sekt und Schokolade und liebe Briefe und Bilder  zusammengekommen. Laut einer Mitarbeiterin des Heims fühlen sich die Bewohner um ihre letzten Stunden beraubt, aber ‚die Bewohner waren sehr gerührt, dass sich Menschen außerhalb des Heimes Gedanken machen, wie sie helfen können. … Bei der Übergabe flossen zum Teil Tränen vor Freude….

Andere Aktionen werden über Billabong e.V. koordiniert. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Masken hat Harriet Papastefanou vom Verein angefangen, die Produktion von selbstgenähten Masken zu koordinieren. Ein Aufruf wurde über die Gruppe gestartet: Nähmaschinen wurden ausgeliehen, Näherinnen haben sich freiwillig gemeldet, Stoffe und notwendiges Material wurden im Familienzentrum abgeliefert. Über 120 Masken wurden inzwischen genäht, unter anderem 80 Masken für den Bettinahof.

Parallel gibt es auch eine Einkaufskoordination, wo Mitmenschen aus Risikogruppen mit Einkäufern zusammengebracht werden. Das läuft ausgesprochen schnell und reibungslos. Wir haben auch schon erlebt, dass ein Einkäufer mal ein 1kg Mehl aus dem eigenen Bestand zum Einkauf gesteckt hat, weil es im Laden keines mehr gab. 

Wie jetzt alle Generationen zusammenhelfen und zusammenhalten 

Teilnehmer der Gruppe gestalten auch sehr aktiv die Koordination mit. Es gab Danke-Poster für die Mitarbeiter aus dem Handel, es gibt Aufrufe von lokalen Betrieben, eine Sammlung für die Arche Frankfurt und weitere Bastelaktivitäten für andere Seniorenheime. Die Großzügigkeit der Riedberger bricht nicht ab. Hier helfen alle zusammen, unabhängig der Nationalitäten oder der Grösse der Häuser, die Kleinen Basteln für die ältere Generation und jeder packt mit an. 

Lieben Dank dafür! Das ist in diesen Zeiten, wo die Anspannung doch sehr hoch ist, ein sehr schönes Zeichen der Gemeinsamkeit, der Solidarität und der Großzügigkeit auf dem Riedberg.

Text: Helping Hands Riedberg

Fotos: Helping Hands Riedberg

Diese tollen Briefe haben Kinder für Senioren im Altenheim gemalt – auch das ist eine Initiative von HELPING HANDS RIEDBERG
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