Kategorie: AktuelleNEWS

Nach Ausschreitungen: Opernplatz ab 1 Uhr nachts gesperrt

Die Eskalation von Gewalt Sonntagnacht am Opernplatz hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt – die Polizei spricht von einem „Höhepunkt der Respektlosigkeit“ gegen Beamte. Neue Maßnahmen wie eine „Sperrstunde“ ab 1 Uhr nachts und verstärkte Alkoholkontrollen sollen Ausschreitungen künftig verhindern. Am Party-Hotspot Alte Oper darf aber weiterhin friedlich gefeiert werden.

Auf einer Pressekonferenz präsentierten heute Sicherheitsdezernent Markus Frank, Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Polizeipräsident Gerhard Bereswill einen Maßnahmenkatalog gegen künftige Gewalt-Exzesse. Für die nächsten Wochen reagieren Stadt und Landespolizei auf die aktuellen Vorfälle mit der Zielsetzung, das friedliche Feiern bis Mitternacht zu ermöglichen und eine „Sperrstunde“ um 1 Uhr zu organisieren. Konkret bedeutet das: Betretungsverbot ab 24 Uhr, Schließung ab 1 Uhr. Überwachung des Platzes und Kontrolle der Zuwege durch die Landespolizei und zusätzliche Reinigung des Opernplatzes ab 24 Uhr.

Hinzu kommen am frühen Abend schon verstärkte Kontrollen der Stadtpolizei. Demnächst soll zudem ein Treffen mit Clubbesitzern und -betreibern zu Alternativangeboten im Freien stattfinden.

Da die meisten Randalierer bereits wegen verschiedener Delikte polizeibekannt sind und aus dem Umland stammen, wird auch eine Aufenthaltsverbotsverfügung für drei Monate für 30 Personen geprüft.

„Den Opernplatz zu sperren, ist aktuell keine Option“

Mit den Sicherheitsmaßnahmen zum Party-Hotspot Alte Oper wolle man auf keinen Fall diejenigen treffen, die bislang friedlich zusammenkamen, um zu chillen. „Den Opernplatz zu sperren, ist aktuell keine Option,“ sagte Sicherheitsdezernent Frank. „Zur liberalen und weltoffenen Stadt passt es nicht, die Freiheit unserer Bürgerinnen und Bürger so zu beschneiden, dass wir Plätze und Parkanlagen sperren und die Aufenthaltsmöglichkeiten so einschränken. Allerdings kann es auch nicht sein, dass wir zugucken, wie eine Bande halbstarker Krawalltouristen unsere Stadt zerlegt und auf Polizeibeamte losgeht.“

Polizeipräsident Bereswill bedankte sich für die schnelle Reaktion der Stadt und dafür, dass bereits an Tag 1 nach den Ausschreitungen eine Sicherheitskonferenz mit den zuständigen Dezernenten stattfinden konnte. „Die verabredeten Maßnahmen sind zielorientiert, geeignet, wohl ausgewogen und verhältnismäßig“, beurteilt er den umfangreichen Maßnahmenkatalog.

Oberbürgermeister Feldmann wird sich am kommenden Samstag vor Ort selbst ein Bild machen, wie die Maßnahmen greifen und ob das vereinbarte Handeln zielführend ist. „Ich begrüße das beschlossene gemeinsame Vorgehen. Wir müssen die Problematik jedoch weiterhin eng begleiten, sodass wir schnell reagieren können, sollten der Maßnahmenplan nicht ausreichen, um die Situation dauerhaft zu befrieden.“

„Rote Linie wurde überschritten“

Das Stadtoberhaupt betonte erneut, dass mit den Übergriffen auf Polizeibeamte eine rote Linie überschritten wurde und die Stadtverwaltung bei aller Nachsicht nicht zulassen dürfe, dass sich solche Szenen widerholten. „Bereits das Müllproblem der vergangenen Woche hat viele Frankfurter zurecht geärgert. Bei allem Verständnis für junge Menschen werden wir nicht hinnehmen, dass unsere Stadt mutwillig vermüllt wird. Und erst recht werden wir nicht tolerieren, dass Rettungs- und Einsatzkräfte beschimpft und attackiert werden“, sagte Feldmann.

Wochenlang wurde in Frankfurt friedlich draußen gefeiert – in der Nacht zum Sonntag aber kippte die Stimmung am Opernplatz und es kam zu Randale und schweren Ausschreitungen gegenüber Polizisten. Die Polizei spricht von einem „Hagel von Flaschen“ gegen Beamte. Die erschreckende Bilanz: 39 vorläufige Festnahmen, mindestens fünf verletzte Polizistinnen und Polizisten, mehrere tausend Euro Schaden.

Text: cd/ Foto: Archiv

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Ferienspiele, Krabbler, Yoga: „Wiederanlauf“ bei Billabong

Im Familienzentrum Billabong am Riedberg beginnt der „Wiederanlauf“ nach der Corona-bedingten Auszeit. Nachdem erste Termine bereits seit wenigen Wochen möglich sind, kommen jetzt Sprachkurse, Yoga, Musik und Angebote für Familien mit Babies und Kleinkindern hinzu. Auch bei den Ferienspielen gibt es noch freie Plätze.

„Die erste Ferienwoche ist fast vorbei und es waren 13 Kinder da. Wir haben einen kleinen „Pool“ für die Erfrischung bei heißen Temperaturen aufgebaut. Es wird gekickt auf dem Bolzplatz hinter dem Haus, ganz fleißig mit Harriet gefilzt und mit Fimo gebastelt. Bei Regen wird wild getobt in unserem großen Sportraum und zwischendurch gibt´s auch mal einen Kinderfilm, den sich alle gemeinsam anschauen können“, freut sich Sabine Fiedler vom Billabong-Vorstand.

Noch bis einschließlich der fünften Ferienwoche bietet Billabong von Montag bis Donnerstag und in der Zeit von 9.30 Uhr bis 14.30 Uhr eine Betreuung für Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren an. Die maximale Gruppengröße pro Woche beträgt 15 Kids, da die Teilnehmerzahl aufgrund der Corona-Beschränkungen stark eingeschränkt ist. Für die nächsten Ferienspiele-Wochen sind noch wenige Plätze frei, weitere Informationen zur Anmeldung  https://www.billabong-family.de/angebot/sommerferien-2020-ferienspiele-bei-billabong

So ist der „Wiederanlauf“ bei Billabong geplant

„Viele unserer Angebote sind bereits wieder angelaufen oder starten im August. Alle Angebote sind mit dem Vermerk „Wiederanlauf“ auf unserer Webseite unter https://www.billabong-family.de/angebote zu finden“, erklärt Sabine Fiedler. Ansonsten hofft das Billabong-Team, dass nach den Ferien auch wieder die offenen Treffen und das beliebte Café im Familienzentrum starten kann.

Wichtige Infos für alle mit Kleinkindern: Seit 17. Juli haben auch wieder die „Freitags-Krabbler“ begonnen und sie finden im Freien statt.

Foto: Billabong

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Eskalation am Opernplatz – Polizisten mit Flaschen beworfen

Wochenlang wurde in Frankfurt friedlich draußen gefeiert – in der Nacht zum Sonntag aber kippte die Stimmung am Opernplatz und es kam zu Randale und schweren Ausschreitungen gegenüber Polizisten. Die Polizei spricht von einem „Hagel von Flaschen“ gegen Beamte. Die erschreckende Bilanz: 39 Festnahmen, mindestens fünf verletzte Polizistinnen und Polizisten, mehrere tausend Euro Schaden.

In den frühen Morgenstunden gegen 3 Uhr kam es auf dem Opernplatz zu massiven Ausschreitungen gegen die Polizei. Der Platz musste in der Folge von der Polizei geräumt werden. Es kam zu 39 vorübergehenden Festnahmen. Den Festgenommenen wird unter anderem schwerer Landfriedensbruch sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

In den Abend- und Nachtstunden waren, wie an den vergangenen Wochenenden, rund 6000  bis 7000 Menschen in der Stadt feiern. Sie trafen sich am Hafenpark, am Mainufer, im Günthersburgpark, in der Kalbächer Gasse (Fressgasse) sowie am Opernplatz.

So kippte die Stimmung am Opernplatz

Die Frankfurter Polizei war dort überall mit eigenen Beamtinnen und Beamten sowie mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei präsent. Mit Ausnahme des Opernplatzes blieb es an allen anderen Örtlichkeiten friedlich. In der Spitze waren am Opernplatz etwa 3000 Menschen zum Feiern zusammengekommen. Zunächst geschah dies auch friedlich, gegen 1 Uhr begann die Stimmung zu kippen. Es blieb nicht friedlich und ausgelassen, „sondern wurde unter den Feiernden zunehmend aggressiver, was sich in kleineren Schlägereien untereinander zeigte“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Gegen 3 Uhr entwickelte sich am Brunnen des Opernplatzes eine größere Schlägerei mit 25 bis 30 Personen. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 500 bis 800 Personen auf dem Opernplatz. In der Folge stellten die Beamten ein blutendes Opfer der Schlägerei am Brunnen fest. In der Absicht, dem offenkundig verletzten Opfer zu helfen und den Streit zu schlichten, gingen etwa zehn Polizisten Richtung Brunnen. Hierbei wurden die zehn Polizisten unvermittelt und massiv mit Flaschen beworfen.

Aus der Menge kamen „All Cops Are Bastards“-Rufe

Die umstehende Menge klatschte dazu Beifall und skandierte Beleidigungen gegen die Beamten, insbesondere „ACAB“-Rufe („All Cops Are Bastards“).

Aufgrund der hohen Aggressivität und der fortgesetzten massiven Flaschenwürfe wurden weitere Polizeikräfte von anderen Plätzen und von Revieren zusammengeführt. Dabei wurden alarmierte Kräfte bei der Anfahrt bereits mit Flaschen beworfen und deren Fahrzeuge durch die Würfe beschädigt. Die randalierende Menge von rund 500 bis 800 Personen wurden von mit Schildern und Helmen geschützten Beamten in Richtung der Fressgasse abgedrängt.

„Die Flaschenwürfe waren bei der Räumung so heftig, dass die Räumung mehrfach gestoppt werden musste“, so die Polizei. In der Fressgasse selbst konnten dann rund 400 Personen eingeschlossen werden. Aus der Gruppe der Störer nahm die Polizei gezielt 39 Personen fest. Die Personen sind im Alter zwischen 17 – 23 Jahre alt. Bis auf eine Frau waren alle Festgenommenen männlich.

Durch die Angriffe mit Flaschenwürfen wurden mindestens fünf Polizisten verletzt. Sie erlitten Schürfwunden und Prellungen. An mehreren Polizeifahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.

„Höhepunkt der Respektlosigkeit“ gegenüber der Polizei

In der heute Mittag um 12 Uhr durchgeführten Presskonferenz im Polizeipräsidium Frankfurt hat Herr Polizeipräsident Gerhard Bereswill sein Entsetzen über die ungehemmten Gewaltausbrüche zum Ausdruck gebracht. „Heute Nacht war der negative Höhepunkt einer schon seit einigen Wochen festzustellenden zunehmenden Respektlosigkeit und Aggressivität gegenüber der Polizei. Das Verhalten der Menschen in den späten Abendstunden hat sich in den letzten Wochen zu unserem Nachteil verändert, was auch mit den aufgeheizten und den undifferenzierten Vorwurfslagen uns gegenüber zu tun hat. Was dabei besonders schmerzlich ist, dass die gesamte Menschenmenge von 500 bis 800 Personen johlt und Beifall klatscht, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen von Flaschen getroffen werden.“

Bereswill dankte zugleich den eingesetzten Beamtinnen und Beamten für ihr couragiertes Einschreiten und den eingesetzten Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei, „die uns sehr rasch zur Seite standen und uns unterstützt haben“. Er sei sicher, dass durch besonnenes und konsequentes Vorgehen weitere Ausschreitungen und größerer Schaden abgewendet werden konnte.

Frankfurter Polizei bittet um Hinweise

Für Zeugen- und sonstige Hinweise hat die Frankfurter Polizei ein Hinweistelefon eingerichtet. Dieses ist unter der Rufnummer des Kriminaldauerdienstes 069-755 53110 zu erreichen.

Die Frankfurter Polizei hat einen Hinweisserver für Bilder und Videos eingerichtet. Unter www.polizei-hinweise.de/opernplatz können Aufnahmen hochgeladen werden. Bitte machen Sie davon rege Gebrauch, jeder Hinweis kann dazu beitragen Tatbeteiligte der Ausschreitungen zu identifizieren.

Foto: Archiv

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Mädchen (11) am Zebrastreifen von Transporter erfasst

Schwerer Unfall am Riedberg: Ein 11-jähriges Mädchen wollte an einem Zebrastreifen die Graf-von-Stauffenberg-Straße überqueren und wurde von einem Transporter erfasst. 

Der Unfall ereignete sich bereits am Montag gegen 16.10 Uhr. Das Mädchen wollte mit dem Rad die Straße überqueren, auf einem Zebrastreifen in Höhe der Graf-von-Stauffenberg-Allee 30 – also in unmittelbarer Nähe der Marie-Curie-Schule und in einem Straßenabschnitt, wo nur Tempo 30 erlaubt ist. Laut Polizei geschah Folgendes: Dabei wurde die Elfjährige von einem Mercedes Vito erfasst, der von einem 25-jährigen Mann gesteuert wurde. Das Mädchen wurde auf die Straße geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Sie wurde sofort in ein Krankenhaus verbracht, wo sie stationär aufgenommen wurde.

Foto: MAINRiedberg

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Von Kita bis Hort: So plant die Stadt nach den Ferien

Die städtischen Ämter arbeiten mit Hochdruck an der Planung für die Wiederaufnahme des Schul- und Kitabetriebs nach den Ferien. Zudem sollen 10.000 Laptops an Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden, die keinen Computer haben.

„Die Aufnahme des Regelbetriebs unter so genannten Pandemiebedingungen an den Kitas ist seit dem 6. Juli bereits erfolgreich angelaufen. Alle Träger und Kitas sind sehr bemüht und sich ihrer großen Verantwortung bewusst“, bilanziert Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber die bisherigen Schritte. „Die Eltern sind verständnisvoll und unterstützen den Öffnungsprozess gut. Ihnen allen danke ich sehr herzlich..“

Aktuell werde darum mit Hochdruck an den Vorbereitungen für die Zeit nach den Sommerferien gearbeitet. Vor allem gehe es darum, Informationsketten sicherzustellen, erklärt Weber. „Niemand weiß, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt. Aber wir können dafür sorgen, dass Eltern unverzüglich informiert werden, wenn es in ihrer Schule oder Betreuungseinrichtung einen Corona-Fall gibt und was das für sie konkret bedeutet. Es ist verständlicherweise noch viel Unsicherheit vorhanden, da die Informationslage nicht immer eindeutig ist.“

Ihr Dezernat arbeite darum eng mit den Trägern zusammen, selbstverständlich auch in den Ferien. „Seit Beginn der Pandemie sind wir in engem, wöchentlichen Austausch mit den Trägern der Kinderbetreuung, um alle Schritte abzustimmen, vorzubereiten und zu begleiten. Gemeinsam haben wir den Lockdown, die Notbetreuung, die Ferienbetreuung, den eingeschränkten Regelbetrieb und nun die Wiedereröffnung organisiert“, sagt die Dezernentin.

Dem durch die Dezernentin einberufenen Krisenstab gehören unter anderem auch Vertreter des Gesundheitsamtes, des Kinderschutzbundes und der Gewerkschaften an.

Regulärer Betrieb in Kita und Hort

In den Krippen, Kindergärten und Horten findet nach den Sommerferien und unter der Voraussetzung niedrig bleibender Infektionszahlen ein regulärer Betrieb statt. Nur in Ausnahmefällen, wie etwa aufgrund von Personalmangel, können Öffnungszeiten eingeschränkt werden.

Die Hygienevorschriften des Landes und der Stadt behalten weiterhin Gültigkeit und müssen in den Betreuungseinrichtungen umgesetzt werden. Die Einrichtungen können darüber hinaus weitere individuelle Regelungen, beispielsweise gestaffelte Bring- und Abholzeiten, zur Sicherstellung des Infektionsschutzes treffen. Unter Beachtung der gültigen Regelungen zum Infektionsschutz sind auch teiloffene Konzepte in den Einrichtungen wieder möglich.

Personal und Fachkräfte in den Betreuungseinrichtungen

Für die Zeit nach den Ferien werden Aushilfskräfte mit pädagogischer Erfahrung (Museums- und Theaterpädagogen, Kursleiter, Studierende der Erziehungswissenschaften oder der Sozialen Arbeit) gesucht und eingestellt. Sie sollen die multiprofessionellen Teams in den Einrichtungen unterstützen und so eine Rückkehr zu den gewohnten Öffnungszeiten ermöglichen. Aktuell laufen auch Vorbereitungen für eine Fachkräfteoffensive, die im zweiten Halbjahr startet.

Hygiene und Gesundheitsschutz

Um auch weiterhin den Gesundheitsschutz der Kinder und Erwachsenen in den Einrichtungen sicher zu stellen, werden die Kitas vom Stadtschulamt und dem Gesundheitsamt beraten. Bereits jetzt werden anlassbezogene Testungen in Zusammenarbeit mit den Schulen und Kitas durchgeführt.

Entgelte

Die Stadt Frankfurt möchte alle Familien bestmöglich unterstützen. Dazu gehört auch die Befreiung vom Elternentgelt und Essensgeld für die Monate April und Mai sowie die Reduzierung um 50 Prozent im Juni. „Während andere Bundesländer die Elternentgelte pauschal für drei Monate übernommen haben, konnten wir auf eine solche Unterstützung aus Hessen nicht zurückgreifen. Für diejenigen Eltern, die im Juni gar keine Betreuung in Anspruch nehmen konnten oder darauf verzichtet haben, prüfen wir derzeit die Möglichkeit einer Rückerstattung“, kündigt Weber an.

Homeschooling

„Um nach den Ferien das Homeschooling besser zu unterstützen, haben wir eine Beschaffung von rund 10.000 Laptops gestartet, die an Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden können, die zu Hause keinen Computer haben“, sagt Weber. Ein entsprechendes Infoschreiben wird den Schulen zum Ende der Ferien zugehen. „Wir prüfen auch verschiedene Videokonferenz-Systeme mit dem Ziel, bis Ende des Jahres eine einheitliche Lösung für die Frankfurter Schulen zu installieren. Auch die sukzessive Ausstattung der Schulen mit WLAN und neuen Geräten aus dem Digitalpakt ist gestartet. Dabei haben wir vorgesehen, alle Berufsschulen bis 2021 mit WLAN auszustatten. Für Schulen sowie für Schülerinnen und Schüler, die derzeit noch über keinen Internet-Zugang verfügen, prüfen wir noch verschiedene Lösungen. Gegenüber dem Land haben wir bereits deutlich gemacht, dass wir mehr Fortbildung für Lehrkräfte sowie medienpädagogische Konzepte in den Schulen für dringend notwendig halten.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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Brandgefahr in der Flüchtlings-Unterkunft am Alten Flugplatz

Augen auf im Verkehr

Undichte Dächer, Ungeziefer, enge Wohnverhältnisse, Hygienemängel und mangelndes Verständnis bei den Mitarbeitern des Trägers: Rund 100 Flüchtlinge haben Mitte Juni gegen die völlig unakzeptablen Zustände in der Unterkunft am Alten Flugplatz Bonames protestiert. Bei der Überprüfung der Stadt stellte man fest, dass wegen Überlastung des Stromnetzes sogar Brandgefahr besteht

Bei den Vorbereitungen zur Verbesserung der Situation in den Küchen der Flüchtlingsunterkunft Am Alten Flugplatz sind Schwierigkeiten aufgetreten. Vielen Familien reichten die vorhandenen Kochmöglichkeiten nicht aus. Vermehrt wurden in den vergangenen Monaten Herde angeschlossen, die das Stromnetz überforderten. Dadurch kam es zu angeschmorten Kabeln. Bei der Überprüfung der Leitungen zeigten sich nun Messwerte, die auch eine Beschädigung weiterer Leitungen als Ursache haben könnten.

Um kurzfristig die Sicherheit für alle Bewohner zu gewährleisten, dürfen ab sofort keine elektrischen Großverbraucher wie Herde betrieben werden. Am Freitag, 10. Juli, haben städtische Mitarbeiter den Bewohnern die Situation erklärt und für eine Entfernung und Einlagerung der Geräte aus den Appartements gesorgt. Stadträtin Daniela Birkenfeld sagt: „Die Brandgefahr auszuschließen und die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten hat selbstverständlich oberste Priorität.“

Die Versorgung mit warmem Essen wird durch den Arbeiter-Samariter-Bund gewährleistet. Die Zubereitung kalter Speisen durch die Bewohner ist weiterhin in den Appartements möglich, weil Kühlschranke und Warmwasserbereitung nicht betroffen sind.

Im laufenden Betrieb der Einrichtung ist die genaue Überprüfung der elektrischen Anlagen und die Durchführung eventuell nötiger Folgearbeiten nicht möglich. Derzeit wird noch geklärt, ob die Bauteile nacheinander abgearbeitet werden können. Das wäre für alle Beteiligten das geringere Übel, denn so müsste immer nur ein Teil der Bewohner vorübergehend in eine andere Unterkunft umziehen. Nach Abschluss der Arbeiten stehen den Menschen dann die Appartements wieder zur Verfügung. Eine Nutzung der Küchen ist dann auch wieder möglich. Stadträtin Birkenfeld sagt: „Diese Maßnahme ist für alle Beteiligten mit großem Umstand und Einschränkungen verbunden. Aber wir haben das Ziel, allen Bewohnerinnen und Bewohner Kochmöglichkeiten ohne Einschränkung zur Verfügung zu stellen.“

Doch die Lage spitzt sich weiter zu. Auch die Kritik am Betreiber und an der mangelnden Überprüfung durch die Stadt wird unterdessen lauter.

Foto: Archiv

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Ella (11) startet bei Ninja Warrior

Am Freitag heißt es Daumen drücken für Ella: Die elfjährige Schülerin des Gymnasiums Riedberg startet bei der RTL-Show „Ninja Warrior Kids Germany“ und möchte am liebsten bis ins Finale klettern.

„Ich bin 11 Jahre und komme in die 7. Klasse am Riedberg Gymnasium. Ich klettere und bouldere schon, seit ich ganz klein bin. Ich habe auch schon viele Wettkämpfe gewonnen und war letztes Jahr westdeutsche Vizemeisterin im Kids Cup klettern“, so stellte sich Ella vor wenigen Tagen per Mail an das MAINRiedberg-Team vor – und natürlich wollen wir sie gerne unterstützen.

Im Kids-Ableger der Gameshow wagen sich junge Sportler auf einen anspruchsvollen Hindernisparcours. In zwei Altersklassen (10-11 Jahre und 12-13 Jahre) werden sich erstmals 64 „Ninja Warrior Germany Kids“ der Herausforderung stellen und sich von der Vorrunde über das Halbfinale bis hin zum Finale durch den Parcours kämpfen – bis am Ende pro Altersklasse ein*e Sieger*in feststeht. 

Cooles Bewerbungsvideo und Casting auf Skype

Es ist nicht Ellas erster großer Auftritt: „Ich habe auch schon mal bei Klein gegen Groß mitgemacht. Das war 2016 und ich bin im Ringehangeln gegen den Olympia-Turner Marcel Nguyen angetreten (und habe gewonnen :-)). Ich liebe alles, was mit hangeln und klettern zu tun hat und ich liebe die Show Ninja Warrior.“ In Amerika gibt es schon länger das Sendeformat auch für Kinder und als Ellas Mutter Anfang des Jahres eine Anzeige für Ninja Warrior Germany Kids gesehen hat, wollte sich die Schülerin sofort bewerben. „Wir haben dann ein cooles Bewerbungsvideo gedreht und ich wurde zum Casting eingeladen.“

„Ich hoffe, dass viele die Show anschauen“

Allerdings lief dies wegen Corona ganz anders als geplant, nämlich von zu Hause aus. Die Kids haben Übungen bekommen, die man filmen und an den Sender schicken musste. Danach wurde Ella zu einem Skype-Interview eingeladen und – endlich – im April kam die Zusage, dass sie dabei sein darf. Gedreht wurde vom Mitte Juni in Köln, leider ohne Zuschauer. „Es war trotzdem mega cool und hat total viel Spaß gemacht“, berichtet Ella. Mehr darf sie aber momentan noch nicht verraten. Sie hätte nur noch folgenden Wunsch: „Ich hoffe, dass ganz viele Leute die Show anschauen!“

Die erste Folge von „Ninja Warrior Kids Germany“ mit Ella läuft am nächsten Freitag, 17.7.,  um 19.40 Uhr auf Super RTL sowie am 19.7. um 13.35 Uhr auf RTL.

Die weiteren Sendungen laufen im Herbst, aber ab 13.7. ist jede Woche eine neue Folge auf TVNOW schon vorab abrufbar. Außerdem ist Ella am nächsten Freitag noch in der Morning Show bei TOGGO Radio zu Gast.

Weitere Informationen unter rtl.de

Foto: Ninja Warrior Kids Germany / RTL

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Straßen nach Naturwissenschaftlern der Goethe-Universität benannt

Nun ist es für jedermann sichtbar: Die Mikrobiologin Emmy Klieneberger-Nobel, der Atomphysiker Friedrich Hermann Hund und der Chemiker Sir Alexander Todd sind die mit der Goethe-Universität verbundenen Naturwissenschaftler, die drei bislang namenlosen Straßen auf dem Campus Riedberg einen Namen geben.

Der Ortsbeirat 8 hatte sich im Sommer 2018 für die Namensvorschläge der Universität ausgesprochen; nun wurden die neuen Straßennamen Ende Juni mit dem Anbringen der Schilder öffentlich gemacht.

Vizepräsident Manfred Schubert-Zsilavecz, der im Ortsbeirat engagiert für die drei Wissenschaftler geworben hatte, ist froh über diesen Schritt. „Wir erinnern nicht nur an drei hervorragende Forscher, die mit der Goethe-Universität verbunden sind und von denen zwei – Hund und Todd – in die Geschichte ihres Fachs eingegangen sind. Wir würdigen im Fall von Emmy Klieneberger auch eine Frau und Jüdin, die ihre wissenschaftliche Laufbahn nur unter schwersten Bedingungen beginnen und fortsetzen konnte.“

Die Bakteriologin Emmy Klieneberger-Nobel (1892-1985) war die erste Frau, die in den 20er Jahren an der Universität Frankfurt gegen Widerstände von Kollegen habilitiert wurde. Mit ihr wird nicht nur an eine der wenigen Frauen in den Anfängen der Universität erinnert, sondern auch an das Schicksal der jüdischen Universitätsangehörigen im Nationalsozialismus: 1933 wurde der Bakteriologin aufgrund ihrer jüdischen Abstammung die Lehrbefugnis entzogen. Kurz darauf emigrierte sie nach London, wo sie ihre Forschungen bis zu ihrer Emeritierung fortsetzen und sich als Mitentdeckerin der sogenannten Mykoplasmen einen Namen machen konnte. Ihren Namen trägt nun der Weg am Biologicum.

Die campusinterne Verbindung von Physikalischen und Chemischen Instituten ist nach dem renommierten Atomphysiker Friedrich Hund (1896-1997) benannt. Der Assistent Max Borns und Kollege Werner Heisenbergs war von 1951 bis 1957 in Frankfurt Ordinarius für Theoretische Physik. Mit den berühmten „Hundschen Regeln“ über Elektronen prägte er den Wandel der Quantentheorie in den zwanziger Jahren; er gilt ebenso als Entdecker des später sogenannten, für die Entwicklung der Quantenmechanik bedeutenden „Tunneleffekts“.

Die Zufahrtsstraße von der Altenhöferallee in Richtung Biozentrum erinnert an den Chemiker und Nobelpreisträger Sir Alexander Robertus Todd (1907-1997). Der Brite Todd promovierte an der Universität Frankfurt, danach kehrte er nach Großbritannien zurück, wo er nach mehreren Stationen bis zu seiner Emeritierung an der Universität Cambridge lehrte. Alexander Todd war einer der Pioniere der Erforschung der Nukleinsäuren, mit denen er Grundsteine für die moderne Genetik, Biochemie und Molekularbiologie legte. 1957 wurde ihm der Nobelpreis für Chemie verliehen.

Die Entscheidung für die drei Naturwissenschaftler war in der Goethe-Universität bereits Anfang 2015 gefallen. Mit dem Anbringen der Straßenschilder auf dem Campus der Naturwissenschaften kommt der Prozess der Straßenbenennung nun zu einem Abschluss.

Informationen und Foto: Goethe-Universität

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Tempo 30 am Riedberg nicht möglich

Die Hoffnung auf ein generelles Tempolimit am Riedberg scheint zerplatzt: Wie der Magistrat in einer aktuellen Stellungnahme mitteilt, erlaubt die Straßenverkehrsordnung keine Reduzierung auf 30 km/h auf Haupterschließungsstraßen wie der Altenhöferallee.

Viele Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg hatten auf Tempo 30 auf den großen Stadtteil-Straßen wie der Altenhöferallee gehofft. Der Fahrzeugverkehr solle „ruhiger und disziplinierter“ gestaltet werden, hieß es im März im Antrag des Ortsbeirates für das Tempolimit. Einerseits aus Sorge um die Sicherheit von Kindern und Radfahrern, andererseits, weil der Riedberg inzwischen auch vom Durchgangsverkehr als Abkürzung Richtung Autobahn und City genutzt wird. Und aufgrund der Beobachtung und Erfahrung, dass nachts die großzügig ausgebaute Altenhöferallee zum Rasen einlädt, mit weit höheren Geschwindigkeiten als die derzeit erlaubten 50 Stundenkilometer.

Doch gerade das letzte Argument pro Tempo 30 ist zugleich der Hauptgrund für das klare Nein aus dem Magistrat. Denn das vor fast zwei Jahrzehnten geplante Verkehrskonzept für den Riedberg sieht ein hierarchisch gegliedertes Straßennetz vor. Die großen Stadtteil-Straßen Altenhöferallee, sowie auch weitere wie Graf-von-Stauffenberg-Allee und Riedbergallee dienen zur Sammlung des Quell- und Zielverkehrs, auch in Richtung Rosa-Luxemburg-Straße und Marie-Curie-Straße. In der aktuellen Stellungnahme zum Ortsbeirats-Antrag heißt es explizit: „Haupterschließungsstraßen können aufgrund ihrer Verkehrsbedeutung und ihres Ausbaustandards nicht Teil einer Tempo-30-Zone sein“ – das ist in der Straßenverkehrsordnung klar geregelt.

Tempo 30 nur vor Einrichtungen wie Schulen und Kitas

Vor „sicherheitsempfindlichen Einrichtungen“ wie Schulen und Kitas sind Tempo-30-Zonen weiterhin möglich und am Riedberg bereits überwiegend geschaffen. Ebenso können diese durchgesetzt werden, wenn eine Häufung von geschwindigkeitsbedingten Unfällen vorliegt.

Zusammengefasst bedeutet die Stellungnahme des Magistrats: Die Rechtsvorschrift Straßenverkehrsordnung erlaube „keine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h in den genannten Straßen“. Die Hoffnung auf ein generelles Tempolimit im Stadtteil hat sich damit höchstwahrscheinlich zerschlagen.

Foto: Archiv

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Eintracht & Stadt unterzeichnen Stadion-Mietvertrag

Die Stadt Frankfurt und Eintracht Frankfurt haben gestern ihre Unterschriften unter einen gewerblichen Mietvertrag zur Nutzung des Stadions und des dazugehörenden Areals gesetzt. Dieser normiert, worauf sich beide Seiten bereits Ende des letzten Jahres bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung verständigt hatten. Dem Vertragswerk haben sowohl der Aufsichtsrat der Sport Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen (kurz: SSF) – einer 100%igen Tochter der Stadt Frankfurt am Main – als auch der Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball einstimmig zugestimmt. Dem Abschluss des Vertrages gingen intensive Verhandlungsrunden zwischen Vertretern der Stadt und Eintracht Frankfurt voraus.

Ab dem heutigen 1. Juli wird Eintracht Frankfurt damit für die Dauer der nächsten 15 Jahre Hauptmieter der Arena, die zukünftig den Namen „Deutsche Bank Park“ trägt und die bis zum Beginn der Saison 2023/24 auf eine Gesamtkapazität von rund 60.000 Plätzen ausgebaut wird.

„Die harten, aber immer konstruktiven Verhandlungen mit der Stadt sind natürlich durch die pandemischen Entwicklungen der letzten Monate beeinflusst worden. Wir haben jetzt eine für beide Seiten tragfähige Lösung gefunden, die den komplexen Auswirkungen einer solchen Ausnahmekrise jetzt und für die Zukunft Rechnung trägt“, sagt Vorstandsmitglied Axel Hellmann. „Für Eintracht Frankfurt ist die Einigung mit der Stadt ein essentieller Baustein für eine weitere eigenständige Entwicklungs- und Handlungsfähigkeit.“

„In wirklich intensiven Gesprächen ist es gelungen, ein gutes Fundament für die künftige Zusammenarbeit der städtischen Sportpark Stadion GmbH mit Eintracht Frankfurt zu schaffen. Gerade der vertrauensvolle Umgang in den – natürlich auch durch die Krise geprägten – vergangenen Monaten lässt uns positiv in die Zukunft blicken und gibt uns Planungssicherheit für die nächsten 15 Jahre“, sagt Stadtrat Markus Frank, der als Aufsichtsratsvorsitzender die Verhandlungen maßgeblich geführt hat. Er dankt auch Stadtrat Claus Möbius und dem Stadtverordneten Jan Klingelhöfer, durch deren verlässliches Mitwirken in der städtischen Verhandlungskommission, dieses Ergebnis erreicht werden konnte.

Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker ergänzt: „Das Stadion der Stadt Frankfurt ist für viele Frankfurterinnen und Frankfurter wie ein zweites Wohnzimmer und ein Ort großer Emotionen. Mit der Vertragsunterzeichnung fällt der Startschuss für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Zukunft. Fußballfans, aber auch Konzertbesucherinnen und -besucher werden hier hoffentlich sehr bald schon wieder gemeinsam jubeln und feiern können.“

Umgesetzt wird der Vertrag durch die eigens gegründete Eintracht Frankfurt Stadion, eine Tochtergesellschaft der Eintracht Frankfurt Fußball, deren Geschäftsführer Julien Zamberk und Patrik Meyer ab 1. Juli das Stadion gemeinsam mit der städtischen Besitzgesellschaft nutzen werden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Eintracht Frankfurt

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