Kategorie: AktuelleNEWS

Corona-Appell an die Bürgerinnen und Bürger

In den vergangenen Tagen sind die Corona-Infektionszahlen in Frankfurt stark gestiegen. Was tut die Stadt, um die Pandemie in den Griff zu kriegen? Und: Was kann jeder einzelne von uns tun, um sich und seine Familie vor einer Ansteckung zu schützen?

„Halten Sie sich an die Regeln“, appelliert Oberbürgermeister Peter Feldmann deshalb jetzt in einer Videobotschaft an die Frankfurterinnen und Frankfurter. Bedenken Sie, die meisten Infektionen passieren im privaten Umfeld“, sagt das Stadtoberhaupt in dem knapp zweiminütigen Clip. Zum Zusehen sei jedoch keiner verdammt: „Schon kleine Veränderungen helfen, das Infektionsgeschehen einzudämmen.“

Abstand, Hygiene und die Alltagsmaske seien starke Waffen im Kampf gegen Corona. Und: Verzichten Sie auf die großen Feiern, unnötige Reisen.

Es gehe bei Corona nicht nur um einen selbst. Feldmann: „Denken Sie an die Alten. Denken Sie an die Kranken.“ Auch mit Blick auf die Kleinsten sei es wichtig, die Ansteckungsrate zu senken. Kitas und Schulen müssten offenbleiben. Das Stadtoberhaupt sagt: „Für sie alle müssen wir Corona bekämpfen.“

Das Video ist unter frankfurt.de/facebook abrufbar.

Foto: frankfurt.de/facebook 

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Verschwörungs-Post im Briefkasten

In hunderten Haushalten am Riedberg steckten in den vergangenen Tagen Flyer zum Thema Corona im Briefkasten, die auf bundesweit bekannte Pandemie- und Impfgegner zurückzuführen sind. Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer spricht von einem „allgemeingefährlichen Quatsch“. Auch die Vorsitzende des Ortsbeirates ist empört.

Die Flyer wirken seriös, auf den ersten Blick scheinbar voller Fakten – die sich auf den zweiten Blick und mit etwas Recherche schnell als eine Mischung aus Halbwahrheiten und Verschwörungstheorien entpuppen. Besonders der Name im Kleingedruckten, der umstrittene Arzt Bodo Schiffmann, „Querdenken“-Wortführer und Gründer der Partei „wir2020“, sollte nachdenklich machen. Zuletzt machte er unter anderem mit Behauptungen von sich reden, in Schweinfurt sei ein Mädchen wegen Maskentragens gestorben – was die Polizei überprüfte und als Falschmeldung kennzeichnete. Nach Teilen von Bayern und Baden-Württemberg ist jetzt offensichtlich auch Frankfurt Ziel einer groß angelegten Desinformations-Kampagne.

„Das ist allgemeingefährlicher Quatsch und das Letzte, das wir in der derzeitigen Situation brauchen“, erklärte der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) auf MAINRiedberg-Anfrage. „Ich frage mich, wer so was am Riedberg verteilt. Der Inhalt ist an vielen Stellen falsch. Studien werden umgedeutet und das Robert-Koch-Institut falsch zitiert“, betonte auch Carolin Friedrich (CDU), Vorsitzende des Ortsbeirates Kalbach/Riedberg. Sie habe noch keinen dieser Wurfzettel erhalten, kenne den Inhalt aber von Bürgern, die sich sie gewandt haben.

Friedrich weiter: „Natürlich kann man die Corona-Maßnahmen hinterfragen und gegebenenfalls kritisieren, aber hier wird mit Ängsten gespielt und bewusst falsch informiert.“ Wenn man sich die Lage in unseren Nachbarländern anschaue, „kann unsere Strategie so schlecht nicht sein, zumindest haben wir deutlich niedriger Fallzahlen und ich hoffe, dass das so bleibt“.

In Frankfurt gab es in den vergangenen sieben Tagen 950 bestätigte Corona-Fälle, was einen Inzidenz-Wert von 124 pro 100.000 Einwohner bedeutet. Bisher galt schon ab einem Wert von 70 pro 100.000 Einwohner die höchste Warnstufe. Seit Beginn der Pandemie gab es in Frankfurt 81 Todesfälle, 590 in Hessen und knapp 9900 im Bundesgebiet – in Frankreich allerdings fast 34.000.

Weitere Informationen und aktuelle Statistiken unter soziales.hessen.de/gesundheit/corona-hessen/taegliche-uebersicht-der-bestaetigten-sars-cov-2-faelle

Foto: privat

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Feuerwehreinsatz wegen roter Farbe im Regenwasser

Feuerwehr-Signallicht

Rot gefärbtes Wasser hat vergangene Woche zu einem Einsatz von Feuerwehr und Polizei auf dem Sportgelände des SC Riedberg geführt. Ermittelt wird wegen Verdachts eines Umweltdeliktes. Auch der Verein sucht intern nach der Ursache und bittet Nachbarn um Entschuldigung für mögliche Irritationen.

Offenbar Passanten hatten am Freitag beobachtet, dass sich Wasser in einem Regenrückhaltebecken in der Grünanlage an der Straße Zum Taubenzehnten / Johann-Beyer-Weg plötzlich Rot verfärbte, und gegen 18 Uhr die Polizei alarmiert. Die Feuerwehr war beim Einsatz dann ebenfalls vor Ort. So konnte durch Öffnung diverser Gullydeckel ermittelt werden, dass die Farbe vom wenige hundert Meter entfernten Sportplatz ins Grundwasser gelangt sein muss, das wiederum auch in diesen Tümpel geleitet wird. Der Einsatz dauerte bis nach 20 Uhr.

Das Umweltkommissariat ermittelt in der Sache. Denn eine der Fragen ist, ob es sich um eine wasserlösliche Farbe handelt, was weniger problematisch wäre, oder um eine Ölfarbe. Der Verdacht eines Umweltdeliktes wird jetzt geprüft.

„Für uns ist das ein Rätsel“

„Die Sache ist für uns auch rätselhaft. Außer der Farbe zum Markieren des Platzes, die ihrerseits mit viel Wasser verdünnt wird, nutzt bei uns niemand rote Farbe“, erklärt Axel Leonhardt, Vorsitzender des SC Riedberg. Sollte es notwendig sein, den Wagen für das Einzeichnen des Platzes zu reinigen, so geschehe das an einer Wasserstelle, die an die Schmutzwasser-, aber nicht an die Regenwasserkanalisation angeschlossen ist.

Die Stadtentwässerung konnte den Weg der Farbe, die ins Regenwasser gekommen ist, wohl eindeutig bis zu einem Schacht auf der SCR-Sportanlage zurückverfolgen. „Dort sitzt aber ein fester Deckel auf dem Schacht, so dass von dort niemand etwas einfüllen konnte“, so Leonhardt.

Für die Verantwortlichen des Vereins sei das daher ein Rätsel. „Wir haben vereinsintern noch einmal darauf hingewiesen, dass nichts in die Regenwasserabläufe eingefüllt werden darf. Sollte es bei den Nachbarn zu Irritationen gekommen sein, so bitten wir dies zu entschuldigen.“

Die Ermittlungen dauern noch an.

Foto: Archiv

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Klima-Challenge zum Mitmachen gestartet!

Klimaschutz Initiative Riedberg

Es hat noch nie so viel Spaß gemacht, CO2 einzusparen! Davon ist die Klimaschutz-Initiative Riedberg (KIR) überzeugt – und startet heute den Klimathon Riedberg“, eine Klima-Challenge per Handy-App zum Mitmachen.

„Am heutigen 19. Oktober 2020 beginnt der erste KIR-Klimathon im Rahmen unseres Projekts CO2-Barometer. Gemeinsam mit den Städten Oberursel und Steinbach nehmen wir als Stadtteil an einer Klima-Challenge teil“, erklären die Klimaschützer*innen um Ina Mirel und Anne Rave. Mittels der App „Klimakompass“ des Start-ups Worldwatchers werden rund sechs Wochen lang – also nach dem Marathonvorbild über 42,195 Tage – unterschiedliche Klima-Aufgaben gestellt, um den persönlichen CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

Jede Woche ist einem anderen Lebensbereich gewidmet: Wohnen, Ernährung, Mobilität, Urlaub, Freizeit, Shopping oder Digitales Leben. Wöchentlich werden kleine Challenges zum jeweiligen Bereich gestellt: beispielsweise weniger Fleisch zu essen oder die tägliche Duschzeit zu reduzieren. „Spielerisch werden wir so angespornt, unsere Lebensweise nachhaltiger auszurichten“, heißt es bei der KIR.

Am Ende der sechs Wochen wird es spannend: Wie viel CO2 konnte jede und jeder einzelne im Vergleich zum Anfangswert einsparen? Christoph Kunz, der Gründer von Worldwatchers, der übrigens auch selbst am Riedberg wohnt, hat mit seinem Team die App in einer Kooperation mit dem Wuppertaler Institut für Umwelt, Klima, Energie entwickelt. In enger Zusammenarbeit mit der Lokalen Oberurseler Klimainitiative – LOK, dem BUND und den Stadtwerken Oberursel (Taunus) wurde der Klimathon in den letzten Wochen intensiv vorbereitet.

Die wichtigsten Tipps zum Mitmachen

Hier noch ein die wichtigsten Tipps: Die App „Klimakompass“ von Worldwatchers kann man aus dem Google Play- oder Apple Store herunterladen und den derzeitigen CO2-Fußabdruck über die Schieberegler in der App bestimmen. Der angezeigte Wert ist der Ausgangswert für den KIR-Klimathon. Jetzt auf den Menüpunkt „Challenges“ klicken,  den Code „1RK2020“ für den KIR-Klimathon eingeben, sich für unseren Stadtteil („RK“ für Riedberg Klimathon) registrieren – und dann kann’s losgehen!

Wie aber kann man fleißig Klimapunkte sammeln? Bei den wöchentlichen Challenges natürlich, aber auch bei der großen KIR-Müllsammelaktion am 7. November im Stadtteil.

Der Klimathon ist heute, am 19. Oktober 2020, um exakt 0.00 Uhr gestartet!

Weitere Informationen unter klimaschutz-initiative-riedberg.de und klimaschutz-initiative-riedberg.de/klimathon/

Foto: Klimaschutz-Initiative Riedberg

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Wirtschafts-Philosoph Amartya Sen erhält Friedenspreis des Buchhandels

Der indische Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Amartya Sen ist am Sonntag mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Die Verleihung in der Paulskirche fand pandemiebedingt ohne geladene Gäste statt. Amartya Sen wurde live aus den USA zugeschaltet.

Die Laudatio von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der sich am Vortag der Verleihung in Quarantäne begeben musste, wurde durch Schauspieler Burghart Klaußner verlesen.

In seiner Dankesrede rückte Amartya Sen die Bedeutung der Meinungsfreiheit und der Debatte für Freiheit, Frieden und Fortschritt in den Mittelpunkt und warnte vor deren zunehmender Gefährdung durch autokratische Systeme. Bücher übernähmen eine wichtige Rolle beim Schaffen einer Gesprächs- und Streitkultur: „Bücher zu lesen – und über sie zu sprechen – kann uns unterhalten, amüsieren, aufregen und unser Interesse für alle möglichen Dinge wecken. Bücher helfen uns auch, miteinander zu streiten. Und nichts ist meiner Meinung nach so wichtig wie die Möglichkeit, über Dinge zu streiten, bei denen wir möglicherweise uneins sind.“

Den Streit als Möglichkeit, seine eigene Meinung kundzutun und die der anderen anzuhören, beschrieb Sen als fundamental für die Zuschreibung von Sinn – und zugleich als stark gefährdetes Gut: „Wenn die Redefreiheit beschnitten wird und Menschen dafür bestraft werden, dass sie ihre Meinung sagen, können wir in dem Leben, das wir führen können, schweren Schaden erleiden. Leider gehört die erhebliche Einschränkung der Meinungsfreiheit nicht der Vergangenheit an, und es gibt immer mehr Länder, in denen autoritäre Entwicklungen die Freiheit zu widersprechen schwieriger – oft viel schwieriger – machen als früher. Die repressiven Tendenzen in vielen Ländern der heutigen Welt – insbesondere in Asien, in Europa, in Lateinamerika und innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika – geben Anlass zur Sorge. Mein eigenes Land, Indien, gehört ebenfalls in diesen beklagenswerten Korb.“

Anhand von Beispielen aus Ländern wie Indien, den Philippinen, Ungarn oder Brasilien legte er dar, wie Regierungen auf unterschiedliche Weise Teile der Gesellschaft unterdrücken und in ihren Rechten beschneiden. In dieser gesellschaftlichen Spaltung sieht er großen Grund zur Sorge: „Der Autoritarismus verhängt direkte Strafen gegen Menschen; dazu gehören die Verletzung der persönlichen Freiheit und der politischen Freiheitsrechte. Darüber hinaus aber hängt der soziale Fortschritt in hohem Maße von menschlicher Kooperation ab, und eine Spaltung der Gesellschaft durch die Verfolgung missliebiger Gruppen kann die gemeinsame Arbeit für den Fortschritt um ein Vielfaches schwieriger machen. Ich will keineswegs behaupten, dass in einem autoritären System niemals je sozialer Fortschritt erreicht werden kann. Das ist manchmal durchaus möglich, aber tendenziell wird der Fortschritt ernsthaft behindert, wenn Streit und kritische Diskussionen verboten und die Interessen einiger Menschen beharrlich ignoriert werden.“

Er sagte: „Die Welt ist heute mit einer Pandemie des Autoritarismus konfrontiert, die das menschliche Leben auf je unterschiedliche, aber zusammenhängende Weise in Mitleidenschaft zieht. Angesichts unserer globalen Verbindungen und der Bedeutung unseres gemeinsamen Menschseins gibt es allen Grund, uns nicht nur um unser eigenes Land, sondern auch um andere ernsthaft Sorgen zu machen und uns für Probleme überall auf der Welt zu interessieren.“ Und so schloss er mit einem Appell: „Heute ist gesellschaftlich kaum etwas dringlicher geboten als globaler Widerstand gegen den zunehmenden Autoritarismus überall auf der Welt. Der notwendige Widerstand kann auf vielerlei Art erfolgen, aber mehr Lesen, mehr Reden, mehr Streiten sollten ohne Zweifel Teil dessen sein.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte Amartya Sen in seiner Laudatio als moralische Instanz, als Kämpfer für globale Gerechtigkeit und als Demokraten. Er betonte die zentrale Rolle, die Demokratie in Sens Vorstellungen von Gerechtigkeit und Freiheit einnimmt und verwies auf den immerwährenden Wettstreit politischer Systeme bei der Beantwortung der zentralen Fragen unserer Zeit: „Für Sen gibt es echte Gerechtigkeit auch nicht ohne politische Freiheit und politische Freiheit nicht ohne Demokratie. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Demokratie ist für ihn darum auch kein Luxusartikel für reiche Länder und auch nicht nur normatives Projekt des Westens. Sie ist weltweite Sehnsucht und ein universelles Versprechen. Auch daran erinnern uns die Demonstrantinnen und Demonstranten auf den Straßen von Caracas, Minsk und Hongkong! Der Universalismus der Demokratie und der grundlegenden Menschenrechte – das sind die Eckpunkte der Sen’schen Philosophie. Das ist der Kern einer fundamentalen Erkenntnis, die heute wieder unter Druck steht.“

Oberbürgermeister Peter Feldmann, der die Gäste in der Paulskirche begrüßte, sagte: „Der Friedenspreis hätte in diesem Jahr keinen besseren Preisträger finden können. Denn wir leben in Zeiten, in denen unsere gewohnte Lebensweise in die Krise gerät, in denen die globale Pandemie nicht nur unsere Gesundheitssysteme auf die Probe stellt. Unsere Wirtschaft, mir ihrem scheinbar grenzenlosen Streben nach Wachstum, gerät ins Stocken. Der Klimawandel stellt uns vor Fragen, an deren Beantwortung das Schicksal der gesamten Menschheit hängt.“ Amartya Sen weise in seinen Schriften schon lange darauf hin. „Hören wir Ihnen also nicht nur zu. Sondern ändern wir unser Handeln“, forderte das Stadtoberhaupt auf.

Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins, bezeichnete Sens Schriften als ein geeignetes Fundament für den Aufbau einer besseren Welt nach Corona: „Sen ist ein Vordenker in Fragen der Verteilungsgerechtigkeit, als Feminist und als Weltenbürger, der der Weisheit des Ostens eine stärkere Stimme verleiht. Die Lektüre von Amartya Sen kann so etwas sein wie der Polarstern für eine weltoffene, gerechte Gesellschaft. Sie kann Orientierung geben und Ansporn sein. Sie kann helfen, keine faulen Kompromisse zu machen, sondern Wege zu finden, die mutig sind.“

Seit 1950 vergibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Preisträger waren unter anderem Albert Schweitzer, Astrid Lindgren, Václav Havel, Jürgen Habermas, Susan Sontag, Liao Yiwu, Navid Kermani, Margaret Atwood, Aleida und Jan Assmann und im vergangenen Jahr Sebastião Salgado. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto oben: Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, und OB Peter Feldmann stehen nach der Verleihung des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Amartya Sen, indischer Wirtschaftswissenschaftler, Philosoph und Nobelpreisträger, in der Frankfurter Paulskirche mit der Urkunde an einem Monitor. Wegen der Corona-Pandemie nimmt der 86-Jährige Sen die Auszeichnung nicht persönlich entgegen, sondern wird trotz der Zeitverschiebung live aus den USA zugeschaltet.    FOTO: dpa / über Presse-Info Stadt Frankfurt

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Veranstaltung von FEMALE FUTURE Riedberg abgesagt

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen muss leider auch die nächste Veranstaltung der Initiative „FEMALE FUTURE Riedberg“ am Montag abgesagt werden.  

Job, Karriere, Familie oder Wiedereinstieg in den Beruf – was will ich und wie kann ich meinen Weg finden? Das ist das große Thema der 2019 gestarteten Initiative FEMALE FUTURE Riedberg, wo das Stadtteilmagazin MAINRiedberg und das Familienzentrum Billabong zu regelmäßigen Info-Abenden plus After Hour einladen.

Am Montag, 19. Oktober, um 19 Uhr sollte der erste Termin seit dem Corona-Lockdown stattfinden. Expertin Claudia Tascher, TÜV-zertifizierte Datenschutzbeauftragte, wollte zum Thema „Warum Datenschutz so wichtig ist“ Tipps und Infos für Alltag und Beruf weitergeben und für Fragen zur Verfügung stehen. Das muss jetzt leider kurzfristig aufgrund der stark ansteigenden Corona-Infektionen abgesagt werden.

„Es tut uns leid, aber wir haben gemeinsam mit Claudia Tascher beschlossen, dass wir aufgrund der fürchterlich steigenden Infektionszahlen das Treffen absagen“, erklärte Judith McCrory vom Vorstand des Familienzentrums Billabong, wo das Treffen stattfinden sollte. „Das wäre ein Risiko, was nicht absolut notwendig für uns alle ist. Wenn die Zahlen wieder fallen und im grünen Bereich sind, laden wir gerne wieder ein.“

Das ist FEMALE FUTURE Riedberg

Von Agilem Arbeiten bis zur Altersvorsorge, von Tipps für Bewerbungsgespräche bis zum Businessplan – all das sind Themen der Initiative FEMALE FUTURE Riedberg, die das Stadtteilmagazin MAINRiedberg und das Familienzentrum Billabong im vergangenen Jahr gemeinsam gestartet haben. Die Treffen finden – hoffentlich schon wieder möglichst bald – jeweils am zweiten Montag eines Monats im Café Billabong statt. Die Teilnahme ist kostenlos, jeder ist willkommen. Stets sind Expertinnen zu Gast, die bei einem kurzen Vortrag und in lockerer Runde ihr Wissen weitergeben und für Fragen zur Verfügung stehen.

Sobald neue Termine geplant werden können, stehen die Informationen auf main-riedberg.de sowie billabong-family.de

Foto: FEMALE FUTURE Riedberg

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Neuer Höchstwert: Diese verschärften Corona-Regeln gelten jetzt

Corona Virus

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Frankfurt aktuell bei 75,1 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und damit erstmals über der Schwelle zur 5. Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzepts des Landes Hessen. Ab Montag gelten noch strengere Corona-Regeln für Schulen, Kitas, Sportveranstaltungen, Feste und Feiern plus nachts ein Alkoholverkaufsverbot.

Der Corona-Verwaltungsstab der Stadt Frankfurt hatte schon vorab folgende Regeln beschlossen, die ab Montag, 19. Oktober, bis zunächst 31. Oktober gelten: Die Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr wird um ein generelles Alkoholverkaufsverbot für den gleichen Zeitraum ergänzt. Profi-Sportveranstaltungen finden ab jetzt ohne Zuschauer statt – und damit leider natürlich auch die Heimspiele der Eintracht. Für öffentliche Veranstaltungen gilt eine Höchstgrenze von 100 Teilnehmern. Ausnahmen bedürfen weiterhin eines mit dem Gesundheitsamt angestimmten Hygienekonzepts.

Im öffentlichen Raum wird eine Kontaktbeschränkung auf zehn Personen eingeführt. Analog gilt für private Feiern eine Höchstzahl von zehn Personen. Findet die Feier im privaten Bereich statt, dürfen diese aus höchstens zwei Hausständen stammen. 

Bei allen religiösen Feiern gilt künftig eine Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann.

Das gilt jetzt für Schulen und Kitas

An den weiterführenden Schulen gilt eine Maskenpflicht im Unterricht, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. Beim Schulsport werden weitergehende Einschränkungen geprüft. Nach Möglichkeit soll der Sportunterricht nur kontaktlos und im Freien erfolgen.

Die nächste Regel betrifft den Kita-Alltag: Erzieherinnen und Erziehern sind gehalten, im Kontakt untereinander und mit anderen Erwachsenen eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Im Kontakt mit Kindern gilt dies lediglich, wenn es pädagogisch vertretbar ist.

Mundschutz in der gesamten Innenstadt und auch an den Haltestellen

Gestern kam noch eine Verschärfung der hessischen Landesregierung hinzu. Mit Blick auf die Pflicht, Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen, heißt es: „Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist zukünftig auch während des Aufenthalts auf Bahnsteigen und an Haltestellen vorgeschrieben.“

Für Fahrgäste in Frankfurt bedeutet das: die Pflicht besteht ab Montag an in allen U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen, in allen unter- und oberirdischen U-Bahnstationen sowie an allen Straßenbahn- und an allen Bus-Haltestellen. Also flächendeckend auch oberirdisch.

Verstöße gegen die Pflicht werden weiterhin von den Polizeibehörden mit einem Bußgeld bestraft. Die VGF wird gemeinsam mit der Polizei die Tragepflicht kontrollieren.

Hinzu kommt: In der gesamten Innenstadt innerhalb des Anlagenrings und am südlichen Mainufer muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Wie geht es jetzt weiter?

Das hessische Präventions- und Eskalationskonzepts sieht bei der Überschreitung des Schwellenwertes von 75 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner vor, dass ein Planungsstab des Sozialministeriums die Steuerung der medizinischen Lage übernimmt. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass die Zuständigkeiten auf das Land übergehen. Vielmehr steht eine noch engere Verzahnung im Vordergrund. Frankfurt bleibt in der Verantwortung.

Der ist die Stadt durch das erneut verschärfte Maßnahmenpaket auch gerecht geworden, betonen Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheits- und Personaldezernent Stefan Majer. 

Feldmann: „Die Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit der neuen Regeln. Verdrängen hilft nicht gegen das Virus – wir müssen es zurückdrängen. Das Maßnahmenpaket ist ausgewogen, beschneidet unsere Freiheit nicht mehr als zwingend notwendig. Das sehen auch die Gerichte so, die mehrere Anträge gegen die Sperrstunde in der Gastronomie klar zurückgewiesen haben.“

Majer: „Die Lage ist ernst und sie bleibt ernst. Die Wirkung des Maßnahmenpaketes zur Ausweitung von Präventionsmaßnahmen und Kontaktbeschränkungen sehen wir frühestens in 7 bis 10 Tagen. Es liegt an uns allen, dass es gelingt, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.“

Foto: CDC on Unsplash.com

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Magier Nicolai Friedrich unterstützt Spendenaktion „Kräuter für Künstler“

Auch Magier Nicolai Friedrich unterstützt die Spendenaktion „Kräuter für Künstler“, organisiert vom Grüne Soße Festival. Der Erlös geht direkt an Kulturschaffende und Künstler*innen im Rhein-Main-Gebiet, die durch Corona in Not geraten sind.

„Am Samstag habe ich spontan am Börsenplatz in Frankfurt vorbeigeschaut, um die Aktion #kräuterfürkünstler“ zu unterstützen. Auch in diesen Zeiten ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen, um auf die Schwierigkeiten der Gastronomie, Kultur- und Veranstaltungsbranche hinzuweisen“, schreibt der Mentalmagier auf seiner Facebook-Seite.

Der international bekannte Zauberer war direkt vom Flughafen zum Börsenplatz gekommen, um an einer Außenwette der Grüne Soße Gala 2020 teilzunehmen. Die Gala wurde unter Corona-Beschränkungen vom Kalbacher Frischezentrum aus in mehr als 40 Restaurants und Locations in und um Frankfurt gestreamt.

Was ist „Kräuter für Künstler“?

Der Abend war auch unter diesen Bedingungen ein großer Erfolg – das soll jetzt auch die Spendenaktion werden. Ziel ist es, die Menschen daran zu erinnern, gerade in dieser Zeit die unverschuldet in Not geratenen Branchen zu unterstützen. Ob beim Genießen einer Grünen Soße, beim Schnitzel oder einfach nur bei dem Gedanken an Grüne Soße. Nach dem Motto: „Ich esse meine Lieblingssoße in der Location meiner Wahl – und unterstütze mit meiner Spende die Künstler*innen der Region!”

Selbstverständlich sollen auch „Soßenverweigerer „und lactoseintolerante Menschen nicht vom Spenden abgehalten werden. Durch Aufsteller, Postkartenaktionen und einem QR-Code, mit dem das Spenden von unterwegs möglich ist, wird in zahlreichen Restaurants und Locations auf den Spendenmarathon hingewiesen. Vorläufiges Finale der Spendenaktion ist am 17. Oktober.

Wer wird unterstützt?

Ein Drittel der Spenden gehen an die Initiative „Kulturzeiter*in“, durch die in Not geratene, einzelne Künstler*innen und Kulturschaffende aller Sparten in Frankfurt und der Rhein-Main Region unterstützt werden.

Mit der tollen Spendenaktion werden in Not geratene Künstler*innen und Kulturschaffende in der Rhein-Main-Region unterstützt Foto: Grüne Soße Festival

Zwei Drittel gehen an Theater, bei denen die öffentliche Förderung bestenfalls Mietkosten abdeckt und die aufgrund der Corona-Situation nicht kostendeckend arbeiten können. „Wir wollen ermöglichen, dass diese dank der Spendengelder auch unter Corona-Bedingungen mit Abstandsregeln wieder öffnen können“, sagen die Initiatoren. Wie hoch die jeweilige Förderung sein kann, entscheidet sich nach der Höhe der eingegangenen Spenden. Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein 7-köpfiges ehrenamtliches Gremium.

Der gemeinnützige Verein Grie Soß United e.V. verwaltet den Spendenmarathon. Spendenkonto Grie Soß United e.V., GLS Bank, IBAN DE21 4306 0967 1088 4452 00, Stichwort: Spende „Kräuter für Künstler“

Diesem ersten, großen Projekt des Vereins sollen natürlich viele weitere Aktionen, Initiativen, Events rund um die sieben Kräuter folgen.

Foto: Sebastian Konopik / nicolai-friedrich.de

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Fast 75 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Corona Virus

Die Corona-Infektionszahlen in Frankfurt steigen weiter. Nach Berechnungen des städtischen Gesundheitsamts liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mit aktuell 74,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner nur noch knapp unter der Marke von 75, ab der die fünfte Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes greift.

Dann würde der Planungsstab COVID-19 des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) die Steuerung der medizinischen Lage übernehmen. Dies beinhaltet einen noch engeren Austausch mit dem Land, Frankfurt bliebe jedoch weiter zuständig.

„Die Lage ist ernst“, appellierten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheitsdezernent Stefan Majer gemeinsam an die Bevölkerung. „Aber es gibt keinen Grund zur Panik. Wir bitten Sie: Halten Sie sich an die Regeln. Ihr Verhalten entscheidet mit über den Verlauf der Pandemie. Tragen Sie Maske, wahren Sie Abstand, achten Sie auf Hygiene, lüften Sie regelmäßig bei mehreren Menschen in geschlossenen Räumen.“

Oberbürgermeister Feldmann sagt: „Mit den Maßnahmen, die seit Freitag gelten, sind wir auf dem richtigen Weg. Maskenpflicht in Einkaufsstraßen, Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr, Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und in Parks – das ist nicht populär; hilft aber, die Pandemie in den Griff zu kriegen.“

Gesundheitsdezernent Majer betont: „Nicht nur wir in Frankfurt setzen alles daran, mit unseren Schutzmaßnahmen den Anstieg der Infektionszahlen abzubremsen Auch die Städte und Landkreise um uns herum verzeichnen stark steigende Infektionszahlen und verordnen Beschränkungen, damit die Zahlen wieder sinken. Das zeigt, dass es an der Zeit ist, dass wir die Schutzkonzepte möglichst regional abstimmen. Dazu sind wir in engem Austausch mit unseren Amtskolleginnen und -kollegen sowie dem Sozialministerium.“
Die aktuellen Zahlen

Binnen 24 Stunden wurden laut Gesundheitsamt 99 Neuinfektionen gemeldet, auf nunmehr insgesamt 4343 Fälle. Demgegenüber weist das Corona-Bulletin des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration nur zwei neue Fälle und eine Inzidenz von 62 aus. Grund für die Abweichung ist ein Übermittlungsverzug. Das Gesundheitsamt meldet mehrfach am Tag neuen Zahlen, diese werden aufgrund des frühen Redaktionsschlusses des Bulletins jedoch teilweise erst mit einem Tag Verzögerung berücksichtigt.

Wie geht es weiter? Heute trifft sich der Verwaltungsstab der Stadt zu seiner nächsten Sitzung. Dort sollen die bisherigen Maßnahmen evaluiert und über mögliche weitere Regelungen beraten werden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Photo by CDC on Unsplash.com

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Digital, global, live: 260 Stunden Buchmesse

Die 72. Frankfurter Buchmesse – Special Edition macht das weltumspannende Bedeutung von Literatur sichtbar. Über 750 Sprecher werden das digitale Programm mitgestalten, darunter: Margaret Atwood, Bernardine Evaristo, Edward Snowden, Joshua Wong, Chilly Gonzales und Malakoff Kowalski, Leïla Slimani, Francesca Melandri und Bruno Latour. Es gibt aber auch Live-Events in Frankfurt.

Der Ausstellerkatalog – ein Branchenverzeichnis mit aktuell knapp 4400 Einträgen – verzeichnet Verlage, Literaturagenturen und Dienstleistern aus über 100 Ländern. Am stärksten vertreten sind Unternehmen aus dem deutschsprachigen Bereich – 1283 digitale Ausstellern aus Deutschland, der Schweiz (104) und Österreich (90) – gefolgt von Großbritannien (418), den USA (332), Kanada und China (jeweils 126), Frankreich (116) und Brasilien (67). Auch kleinere Territorien und Länder mit kleineren Buchmärkten sind im Ausstellerverzeichnis vertreten, so sind etwa Verlage und Institutionen aus Albanien, Brunei, dem Irak, Kamerun oder Nepal und vielen anderen Ländern hier zu finden.

„Die Frankfurter Buchmesse bringt Menschen aus der ganzen Welt zusammen, die sich der Verbreitung des Wortes verpflichtet fühlen und Wissen zugänglich machen. Die Pandemie erzwingt in diesem Jahr ein Umdenken: Auch wenn Verlagsprogramme und neue Technologien nicht in den Messehallen präsentiert werden können, wollen wir – wenn auch überwiegend virtuell – Begegnungen und fachlichen Austausch ermöglichen. Eine zentrale Aufgabe der Frankfurter Buchmesse ist es, gesellschaftlichen und politischen Diskursen ein Forum zu bieten, die Vielstimmigkeit des literarischen Erzählens erlebbar zu machen. Digitale Formate ersetzen zwar nicht die persönliche Begegnung, aber sie ermöglichen Kommunikation über tausende Kilometer hinweg. Die traditionsreiche, selbstbewusste Buch- und Verlagsbranche hat sich digital breiter aufgestellt – und sie ist dadurch zugänglicher geworden. Das ist für mich ein starkes Hoffnungssignal“, sagte Juergen Boos anlässlich der Eröffnungspressekonferenz in der Frankfurter Festhalle.

Dass die Branche weiter in die Zukunft investieren müsse, dafür machte sich Börsenvereins-Vorsteherin Karin Schmidt-Friderichs stark: „Das Buch ist krisenfest und unabdingbarer Teil unserer Gesellschaft. Aber die Medienkonkurrenz schläft nicht, und die Art, wie Menschen leben, kaufen und lesen, verändert sich. Buchhandlungen und Verlage arbeiten an neuen Wegen, wie sie heute und in Zukunft für Bücher begeistern können. Dazu sollten wir die durch Corona gestärkten digitalen Skills mit unseren klassischen Kompetenzen verbinden. Zudem werden wir weiter an der Sichtbarkeit von Büchern arbeiten und daran, dass Kinder und Jugendliche umfassend Lesen lernen.“

„Zur Frankfurter Buchmesse im Oktober schaut die Literaturwelt alljährlich auf die Mainmetropole und nach Hessen. Wir sind weltoffen, international, im Herzen Europas gelegen und damit genau der richtige Standort für eine Messe des freien Denkens und des freien Wortes. Die Corona-Pandemie geht in diesem Jahr leider auch an der Frankfurter Buchmesse und den Verlagen nicht spurlos vorüber. Wir alle hätten uns mehr Vor-Ort-Präsenz von Verlagen, Ausstellern und Besuchern in Frankfurt gewünscht, nicht zuletzt, weil der Messestandort Frankfurt einer der größten Umschlagsplätze für den Verlagsbuchhandel ist. Statt des traditionellen Messegeschäfts findet das Angebot nun als Special Edition nicht nur vor Ort, sondern vor allem auch digital statt. Ein Blick auf die Veranstaltungswebseite der Buchmesse lohnt sich. Wir in Hessen sind stolz darauf, dass eine der bedeutendsten Messen für den Literaturbetrieb weltweit bei uns zu Hause ist. Ich wünsche den Verlagen für die Zukunft alles Gute. Allen Besucherinnen und Besuchern der Buchmesse, ob digital oder live vor Ort, wünsche ich spannende und erkenntnisreiche Tage“, sagte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

Die zentrale Veranstaltungsplattform der Frankfurter Buchmesse – Special Edition ist die ARD-Buchmessenbühne in der Festhalle. An fünf Tagen werden hier rund 60 Veranstaltungen stattfinden, das Programm findet angesichts steigender Infektionszahlen in Frankfurt und bundesweit ohne Publikum statt. Alle Veranstaltungen werden auf http://www.buchmesse.de/live und http://www.buchmesse.ard.de gestreamt.

Der Intendant des Hessischen Rundfunks, Manfred Krupp, betonte: „Das Medium Buch bietet eine unwahrscheinliche Vielfalt. Ich freue mich, dass wir in diesem herausfordernden Jahr als Partner an der Seite der Frankfurter Buchmesse stehen und das ARD-Angebot gestalten. Mit dem facettenreichen ARD-Bühnenprogramm, dem digitalen Auftritt buchmesse.ard.de sowie umfangreicher Berichterstattung in Radio und Fernsehen sind wir auf unterschiedlichen Wegen für unser Publikum da. Wir bilden die Bandbreite gesellschaftlicher Debatten ab, indem wir eine Plattform für relevante Diskurse bieten.“

Nachhaltigkeit, Diversität, Inklusion – mit Lydia Hilebrand, Co-Gründerin des Münchner&Töchter Verlags, kam bei der Eröffnungspressekonferenz eine junge Verlegerin zu Wort, die für diese Themen brennt: „Es ist höchste Zeit, verantwortungsbewusst zu handeln. Wir möchten ökologische Standards setzen, weshalb wir unsere Bücher so klimafreundlich wie möglich produzieren lassen. Wir wollen die Literaturwelt für alle öffnen und auch den Nichtleser*innen zeigen, dass Lesen mehr ist als eine langweilige Schullektüre. Wir sind nicht nur ein neuer Verlag, der sich ein Stück vom Kuchen nehmen will. Wir möchten gemeinsam mit allen, größere und buntere Kuchen backen.“

Das Live-Programm der Frankfurter Buchmesse ist unter http://www.buchmesse.de/live zu finden. Hier wird auch das Publikumshighlight „Bookfest digital“ am Samstag, 17. Oktober, von 9.30 Uhr bis Mitternacht im Livestream übertragen sowie das internationale Konferenz- und Fachprogramm vom 12. bis 18. Oktober, das mehr als 70 Stunden umfasst.

Ausstellerverzeichnis und Veranstaltungskalender der Frankfurter Buchmesse – Special Edition können unter http://www.buchmesse.de/digitale-buchmesse/veranstaltungen-aussteller eingesehen werden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Frankfurter Buchmesse

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