Feuerwehreinsatz wegen roter Farbe im Regenwasser

Rot gefärbtes Wasser hat vergangene Woche zu einem Einsatz von Feuerwehr und Polizei auf dem Sportgelände des SC Riedberg geführt. Ermittelt wird wegen Verdachts eines Umweltdeliktes. Auch der Verein sucht intern nach der Ursache und bittet Nachbarn um Entschuldigung für mögliche Irritationen.

Offenbar Passanten hatten am Freitag beobachtet, dass sich Wasser in einem Regenrückhaltebecken in der Grünanlage an der Straße Zum Taubenzehnten / Johann-Beyer-Weg plötzlich Rot verfärbte, und gegen 18 Uhr die Polizei alarmiert. Die Feuerwehr war beim Einsatz dann ebenfalls vor Ort. So konnte durch Öffnung diverser Gullydeckel ermittelt werden, dass die Farbe vom wenige hundert Meter entfernten Sportplatz ins Grundwasser gelangt sein muss, das wiederum auch in diesen Tümpel geleitet wird. Der Einsatz dauerte bis nach 20 Uhr.

Das Umweltkommissariat ermittelt in der Sache. Denn eine der Fragen ist, ob es sich um eine wasserlösliche Farbe handelt, was weniger problematisch wäre, oder um eine Ölfarbe. Der Verdacht eines Umweltdeliktes wird jetzt geprüft.

„Für uns ist das ein Rätsel“

„Die Sache ist für uns auch rätselhaft. Außer der Farbe zum Markieren des Platzes, die ihrerseits mit viel Wasser verdünnt wird, nutzt bei uns niemand rote Farbe“, erklärt Axel Leonhardt, Vorsitzender des SC Riedberg. Sollte es notwendig sein, den Wagen für das Einzeichnen des Platzes zu reinigen, so geschehe das an einer Wasserstelle, die an die Schmutzwasser-, aber nicht an die Regenwasserkanalisation angeschlossen ist.

Die Stadtentwässerung konnte den Weg der Farbe, die ins Regenwasser gekommen ist, wohl eindeutig bis zu einem Schacht auf der SCR-Sportanlage zurückverfolgen. „Dort sitzt aber ein fester Deckel auf dem Schacht, so dass von dort niemand etwas einfüllen konnte“, so Leonhardt.

Für die Verantwortlichen des Vereins sei das daher ein Rätsel. „Wir haben vereinsintern noch einmal darauf hingewiesen, dass nichts in die Regenwasserabläufe eingefüllt werden darf. Sollte es bei den Nachbarn zu Irritationen gekommen sein, so bitten wir dies zu entschuldigen.“

Die Ermittlungen dauern noch an.

Foto: Archiv

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