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Frankfurter Jura-Professorin wird Bundesverfassungsrichterin

Die Goethe-Universität gratuliert „ihrer“ Jura-Professorin Astrid Wallrabenstein, die seit 2010 in Frankfurt Öffentliches Recht lehrt: Sie ist heute als Richterin in den 2. Senat des Bundesverfassungsgerichts gewählt worden.

„Wir sind sehr stolz und freuen uns: Wieder wird ein Mitglied der Goethe-Uni in ein wichtiges öffentliches Amt berufen. Zu dieser überaus ehrenvollen Wahl gratuliere ich der künftigen Verfassungsrichterin Prof. Dr. Astrid Wallrabenstein und unserem Fachbereich Rechtswissenschaft von Herzen“, reagierte Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität, auf die Bekanntgabe der Wahl. Es sei für die Goethe-Universität sehr ehrenvoll, dass nach Winfried Hassemer und Lerke Osterloh mit Wallrabenstein wieder eine Frankfurter Rechtswissenschaftlerin Frankfurter Ideen in ein solch hohes Amt in unserem Staat einbringen könne.

„Das ist eine wirklich erfreuliche Nachricht in diesen schwierigen Zeiten: Unsere Kollegin Astrid Wallrabenstein geht als Nachfolgerin von Andreas Voßkuhle ans Bundesverfassungsgericht. Mit ihrer anerkannten wissenschaftlichen Expertise vor allem im Sozialrecht sowie im Ausländer- und Migrationsrecht wird sie eine wichtige Rolle in diesem für unseren Verfassungsstaat zentralen Gericht spielen. Neben dem großen persönlichen Erfolg, zu dem ich ihr herzlich gratuliere, zeigt dieses Wahl erneut, dass Frankfurter Rechtswissenschaftlerinnen und Rechtswissenschaftler bundesweit wahrgenommen werden“, kommentiert Prof. Dr. Klaus Günther die Entscheidung.

In der heutigen Sitzung des Bundesrates ist Prof. Dr. Astrid Wallrabenstein einstimmig in den 2. Senat des Bundesverfassungsgerichts gewählt worden. Sie übernimmt damit das Amt von Andreas Voßkuhle, der nach zwölf Jahren in Karlsruhe als Präsident des Verfassungsgerichts von Stephan Harbarth abgelöst wird. Bundesverfassungsrichter werden wechselweise mit Zweidrittelmehrheit von Bundestag oder Bundesrat gewählt. Das Vorschlagsrecht liegt bei den Parteien. Wallrabenstein ist von den Grünen nominiert worden. Sie ist nun – wie alle anderen 15 Verfassungsrichter – für zwölf Jahre ins Amt gewählt.

Astrid Wallrabenstein hat seit Oktober 2010 die Professur für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Sozialrecht an der Goethe-Universität inne. 2012 wurde sie Mitglied im Sozialbeirat der Bundesregierung, seit 2013 ist sie außerdem als Richterin am Hessischen Landessozialgericht tätig. An der Goethe-Universität hat Wallrabenstein die Einrichtung einer Law Clinic initiiert, wo Studierende der Rechtswissenschaft kostenlose Rechtsberatung im Aufenthalts- und Sozialrecht anbieten. Wallrabenstein selbst hat unter anderem an der Justus-Liebig-Universität in Gießen studiert, bevor sie nach Promotion und Habilitation an die Goethe-Universität kam, hatte sie von 2008 bis 2010 den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Bildungsrecht und Recht der sozialen Sicherung an der Universität Bielefeld inne. Wallrabenstein ist 50 Jahre alt und hat zwei Kinder.

Informationen: Goethe-Universität

Foto: privat

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Große Erleichterung: Die Viertklässler können am Montag starten!

Schon wieder drohte der Unterrichtsstart für die 4. Klassen in Hessen an der Klage einer Frankfurter Schülerin zu scheitern. Heute machte sie einen Rückzieher, dem Schulbeginn steht nichts mehr im Wege. Die Erleichterung auch am Riedberg ist groß.

„Wir vermissen Euch!“ Das steht in Großbuchstaben auf einem bunten Plakat vor dem Eingang der Grundschule Riedberg. Doch ab Montag kehrt zumindest ein bisschen Normalität in die Grundschulen in Hessen zurück. Eingeschränkt kann wieder der Unterricht beginnen. Die Viertklässler dürfen wie von der Landesregierung geplant in ihre Klassenräume zurückkehren. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel teilte heute mit, dass eine Schülerin aus Frankfurt ihren Eilantrag gegen den Schul-Neustart zurückgenommen hatte.

Im April hatte dasselbe Mädchen mit seiner ersten Klage Erfolg. Die Wiederöffnung der Grundschulen wurde verschoben. Die Begründung: Die Viertklässler würden im Vergleich zu Schülern, denen aus Gründen des Infektionsschutzes der Schulbesuch weiter untersagt werde, ohne hinreichenden Grund ungleich behandelt.

Schulleiterin erklärt zum Neustart: „Ich freue mich sehr“

Jetzt aber steht dem Schulbeginn am Montag nichts mehr im Wege. „Wir sind hier alle erleichtert!“, erklärt eine Mutter gegenüber MAINRiedberg.

Die Schulleiterin der Marie-Curie-Schule, Inken Matzen, schrieb in der vergangenen Woche in einem Brief an die Eltern: „Ich freue mich sehr, wenn wir Ihre Kinder endlich wieder in der Schule begrüßen können. Der direkte Kontakt mit den Kindern ist doch die grundlegende Basis für die Arbeit an einer Grundschule und der fehlt uns allen.“

Aber auch zahlreiche Eltern hatten sich in den vergangenen Tagen FÜR den Wiederbeginn der Schule engagiert. Binnen weniger als 48 Stunden hatten mehr als 12.000 Mütter und Väter die Online-Petition unterstützt, die eine Mutter aus Oberursel gestartet hatte. Auch viele Stimmen vom Riedberg waren dabei, wo Eltern aktiv für die Petition geworben haben.

Foto: MAINRiedberg

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Corona-Alltag: Jugendliche wollen gehört werden!

Teenager mit Schulbüchern

Wie gehen Jugendliche mit der Corona-Krise um? Jugendforscher*innen der Goethe-Universität Frankfurt und der Universität Hildesheim haben hierzu eine Onlinebefragung durchgeführt. Circa 6.000 Jugendliche haben sich in sehr kurzer Zeit an der bundesweiten Studie JuCo beteiligt, um von ihren Erfahrungen und Perspektiven während der Corona-Krise zu berichten. Die Forscher*innen des Verbundes sehen darin ein Signal und einen Auftrag, die Ergebnisse der Studie möglichst schnell der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Zwei Ergebnisse stechen heraus: „Jugendliche“, so Tanja Rusack aus dem Forschungsteam, „wollen nicht nur auf die Rolle als Homeschooler*in reduziert werden“. Ihr veränderter Lebensalltag und ihre Sorge werden kaum wahrgenommen. Zudem, ergänzt Johanna Wilmes, die ebenfalls in dem Verbund mitarbeitet: „Die Jugendlichen sehen nicht, dass sie mit ihren Anliegen Gehör finden, die Beteiligungsformate von jungen Menschen scheinen nicht krisenfest“. Die jungen Menschen hätten den Eindruck, dass gegenwärtig die Erwachsenen allein entscheiden, wie sie in der Corona-Krise ihren Alltag zu gestalten haben. Die Jugendlichen haben die Befragung genutzt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. „Dies sehen wir auch daran, wie viele Jugendliche die Freitextfelder ausgefüllt haben, die es auch im Fragebogen gibt“, berichtet Anna Lips aus der Auswertungsarbeit. „Schon daran kann abgelesen werden, wie groß das Bedürfnis ist, gehört zu werden.“

Die ersten Ergebnisse können open access unter https://doi.org/10.18442/120 heruntergeladen werden. In den kommenden Wochen werden weitere Ergebnisse veröffentlicht, unter anderem auch aus der Studie KiCo, in der zeitgleich Eltern mit Kindern unter 15 Jahren befragt wurden.

Informationen: Goethe-Universität

Photo by Element5 Digital on Unsplash

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Gastronomie: Hier geht’s wieder los!

Die Gastronomie trifft die Krise besonders hart – jetzt freuen sich (fast) alle über die ersten Lockerungen. Trotz der strengen Corona-Regeln. „Aber grundsätzlich ist es natürlich schön, wenn wir endlich wieder das sein können, weswegen wir das Ganze machen. Nämlich, um Gastgeber zu sein“, schreiben Heike und Tim Brockmeier vom „House of Waffles“ in der Altenhöferallee. Kollege Baris Celik vom Café „Karrys & Barry“ hatte heute ausnahmsweise ganz geschlossen, um auf den lang ersehnten Neustart morgen bestmöglich vorbereitet zu sein. 

Bitte mit dem Mundschutz bis zum Tisch…

Generell gilt: Die Lokale dürfen öffnen, aber Kellner und Personal müssen Mundschutz tragen. Auch für Gäste wird das Tragen eines Mundschutzes empfohlen. Außerdem müssen Adresse und Namen der Gäste notiert werden und Hygiene- und Abstandsregelungen müssen eingehalten werden. Zum Thema Mundschutz erklärt Matteo Giudice von der „Villa Belvedere“ am Riedberg: „Die Situation ist auch für uns nicht einfach. Aber wir möchten die Gäste bitten, bis zu dem Zeitpunkt, wo sie einen Tisch erhalten, die Maske zu tragen, und dann auch wieder, wenn sie gehen.“

Öffnungen vor allem im Außenbereich

Viele Restaurants in Frankfurt bleiben ganz dicht – weil die Corona-Regeln dazu führen, dass sich die Öffnung unterm Strich nicht lohnt. Auch bei uns bleiben die Innenräume größtenteils zu, aber dafür wird der Außenbereich geöffnet. Zumal die Stadt gestern ankündigte, angesichts der Corona-Krise unbürokratisch auch eine Ausweitung der Außengastronomie zu erlauben, wenn Feuerwehrzufahrten und Fluchtwege plus sonstige Bestimmungen eingehalten sind. Das bedeutet: Jetzt ist es teilweise sogar möglich, auch einen Teil des Bürgersteigs mitzunutzen. Mit entsprechend mehr Tischen draußen. 

Von Grüner Soße bis Pizza, von Waffeln bis zu köstlichen Kuchen & Co. Hier das Ergebnis unserer heutigen Blitz-Umfrage bei einigen Gastronomen am Riedberg und Umgebung, die wir bei Infos an mail@main-riedberg.de gerne ergänzen!

  • Im Café „Karrys & Barrys“, ist ab sofort der Außenbereich wieder geöffnet und konnte erweitert werden. Adresse: Alfred-Wegener-Str. 10, Riedberg, Öffnungszeiten von 12 – 18 Uhr, Infos unter karrysandbarrys.de
  • Im Eiscafé La Piazza am Riedbergplatz kann man das leckere Eis auch wieder an Tischen draußen genießen/ https://www.facebook.com/LaPiazzaFRA/
  • Im „House of Waffles“ in der Altenhöferallee 27 gibt es Bubble-Waffeln, Crepes & Sandwiches endlich auch wieder im erweiterten Außenbereich, Tel. 069-90757194,  www.houseofwaffles.de
  • Der „Lahme Esel“ im Krautgartenweg in Niederursel hat seine Gasträume gründlich renoviert und wird mit den vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregelungen auch die Innenräume wieder öffnen! Zusätzlich bleibt der weltweit erste Drive-In in einer Äppelwoi-Kneipe offen und es gibt Essen zum Mitnehmen. Tel. 069 / 573974, Infos unter www.lahmer-esel.de
  • Im Restaurant „Die Linse“ in der Riedberg-nahen Krebsmühle heißt es auf der Homepage: „Ab Freitag, den 15.05., öffnen wir dann unsere Sonnenterrasse und freuen uns schon sehr darauf, Euch mit all unserer angestauten Gastfreundschaft wieder am Tisch begrüßen zu dürfen.“ Adresse: Krebsmühle 1, Oberursel, dielinse.eu
  • Das Park Avenue am Riedbergplatz ist wieder geöffnet, park-avenue-frankfurt.de.  
  • Im Restaurant „Villa Belvedere“ am Kautenhof am Riedberg freut sich Gastronom Matteo Giudice, dass es wieder losgeht. Und zwar mit 72 Plätzen im Außenbereich, immer Dienstag – Sonntag von 12 bis 14.30 Uhr und 18 bis 22 Uhr, Tel. 069 50 68 4144, villabelvedere-ffm.de

Fotos: privat/ MAINRiedberg

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Eltern bangen um Start der Viertklässler

Die Situation ist paradox. Vor drei Wochen hat die Klage einer Frankfurter Schülerin den Neustart der 4. Klassen verhindert. Jetzt liegt wieder ein Normenkontroll-Eilverfahren dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof vor, über das morgen entschieden wird. Warum sich auch Riedberger Eltern in einer Petition FÜR den Schulbeginn engagieren.

„Es ist unfassbar, dass in allen Bundesländern die Viertklässler wieder in die Schule dürfen, außer in Hessen. Alles öffnet Fitnessstudios, Hotels, Restaurants, aber die Schüler dürfen nicht in die Schule. Wo ist da die Verhältnismäßigkeit?“, schreibt eine Mutter in ihrer Mail an MAINRiedberg. „Dabei hat die Schule hier am Riedberg ein super Konzept, damit sich möglichst keiner ansteckt.“ Gemeint ist in diesem Fall die Grundschule Riedberg an der Kalbacher Höhe, aber auch in der Marie-Curie-Schule bereitet man engagiert alles für den Neustart vor.

Morgen will der Verwaltungsgerichtshof entscheiden

In der offiziellen Mitteilung Hessischen Verwaltungsgerichtshofs lautet die sachliche Auskunft: Es ist erneut ein sogenanntes Normenkontroll-Eilverfahren gegen die derzeit gültige Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus anhängig. Die Antragstellerin ist eine Grundschülerin aus Frankfurt am Main. Mit ihrem Eilantrag möchte sie erreichen, dass die ab dem 18. Mai 2020 beabsichtigte Beendigung der vorübergehenden Aufhebung der Schulpflicht von Schülerinnen und Schülern der 4. Jahrgangsstufe der Grundschulen in Hessen vorläufig außer Vollzug gesetzt wird. Aktuell folgt der Zusatz: „Der Senat wird voraussichtlich morgen, 15. Mai 2020, über den Antrag entscheiden.“

Petition FÜR den Schulstart

Längst engagieren sich aber auch Eltern ausdrücklich auch FÜR den Schulstart. Eine Mutter aus Oberursel hat unter der https://www.openpetition.de/petition/online/schulstart-fuer-die-4-klassen-in-hessen-am-18-05-2020 eine Online-Petition gestartet, an der auch betroffene Eltern aus unserem Stadtteil teilnehmen. In der Hoffnung, dass der Präsenzunterricht endlich wieder starten kann.

Foto: MAINRiedberg

 

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Schulstart: Essen, Betreuung und Bustransfer gesichert

Die Stadt hat Masken an alle Schulen verteilt. Die Frankfurter Bildungsdezernentin betont, dass auch das Mittagessen durch Lunchpakete der Caterer gesichert ist und das „Menschenmögliche“ getan wird, um eine Nachmittagsbetreuung in gewohntem Umfang anzubieten.

„Ich freue mich, dass nun auch die Sekundarstufen I der weiterführenden Schulen und die vierten Klassen der Grundschulen endlich wieder ihre Arbeit aufnehmen können, und habe erneut Vorbereitungen getroffen, um unsere Schulen bestmöglich zu unterstützen“, sagt Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber.

Zum einen gehe es selbstverständlich darum, die bekannten Vorgaben aus den Hygieneplänen des Landes und der Stadt Frankfurt umzusetzen – also die Abstandsregel von 1,5 Metern, die mehrfache Reinigung von Schultoiletten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Masken für die Erstversorgung sowie als Reserve für die Schulsekretariate, die Mitarbeiter der Jugendhilfe sowie die Schüler habe sie bereits mit dem Stadtschulamt an alle Schulen verteilt. Desinfektionsmittel seien in handelsüblichen Größen an alle Schulen ausgeliefert worden, die sich in Modulanlagen befinden und nicht in jedem Klassenraum ein Waschbecken zur Verfügung haben. Es seien Gelder für die Beschaffung von Seife und Hygieneartikeln sowie für kleine Reparaturen in den Waschräumen den Schulen bereitgestellt worden und alle Schulen haben jetzt Präsenzkräfte vor Ort, die bei der Reinhaltung der Toiletten unterstützen.

Einige Punkte waren jedoch noch zu klären, was inzwischen erfolgt sei: Was die Versorgung mit Mittagessen betrifft, so habe das Stadtschulamt mit den Caterern verhandelt und entsprechende Zusatzvereinbarungen getroffen. „Nach wie vor dürfen die Cafeterien aus Gründen des Infektionsschutzes nicht betrieben werden. Es ist jetzt vereinbart worden, dass die Caterer bis zu den Sommerferien ein Lunchpaket oder einen Imbiss ausgeben, und die Kinder diese draußen oder im Klassenraum essen können, unter Beachtung der Abstandsregeln. Es wird also auf jeden Fall ein Mittagessen geben“, erklärt Weber.

Ebenfalls sei es ab Montag wieder möglich, dass die Kinder, die Präsenzunterricht in der Schule haben, auch auf ihr bisheriges Betreuungsangebot am Nachmittag zurückgreifen können. „Wir tun alles Menschenmögliche, um den Schülerinnen und Schülern, die bisher im Ganztag waren, ein pädagogisches Betreuungsangebot im gewohnten Umfang zur Verfügung zu stellen. AGs am Nachmittag unter Beteiligung externer Fachkräfte könnten allerdings nicht stattfinden, so Weber. Vorrangig sei es, auch weiterhin die bestehende Notfallbetreuung anzubieten, damit Eltern aus den systemrelevanten Berufsgruppen auch bis zu den Ferien eine verlässliche Betreuung vorfinden.

Zu regeln war auch der Bustransfer an den Schulen mit freigestelltem Schülerverkehr, was in Frankfurt 15 Buslinien betrifft. „Mein Stadtschulamt hat dankenswerterweise mit allen betroffenen Schulleitungen Kontakt aufgenommen und sich die Stundenpläne aller Kinder, die Schulbusse nutzen, schicken lassen. Es muss nun mit den Busunternehmen genau abgestimmt werden, wann welches Kind Präsenzunterricht in der Schule hat, da die Schulen frei sind in der Tages- und Unterrichtsgestaltung und es somit unterschiedliche Präsenzzeiten an den Schulen geben wird. „Auch können die Busse nicht voll besetzt werden aufgrund der Abstandsregeln“, erklärt Weber das aufwendige Verfahren. „Und auch für die Schulbusse gilt – genauso wie im ÖPNV – die Maskenpflicht.“

Die Kinder mit eingeschränkter Wegefähigkeit hingegen werden meist einzeln befördert und könnten sich somit auf ihren Transfer ab Montag verlassen.

„Alles in allem wird es in den kommenden Wochen noch keinen regulären Schulbetrieb geben, Vieles wird sich einspielen und Manches wird noch nachgearbeitet werden müssen. Aber wir haben als Schulträger getan, was wir konnten, um den Start am Montag zu einer hoffentlich positiven Erfahrung für alle zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass die Wiedersehensfreude am Montag überwiegt“, sagt Weber.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto:  Archiv

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Frankfurter Forscher entdecken Ansatzpunkte für Corona-Therapie

Corona Virus

Wie das SARS-CoV-2-Virus, der Erreger von COVID-19, menschliche Zellen verändert, konnte jetzt ein Team aus Biochemikern und Virologen der Goethe-Universität und des Universitätsklinikums Frankfurt beobachten. Damit könnte erstmals der Weg für erfolgreiche Corona-Therapien frei sein.

Die Wissenschaftler testeten eine Reihe von Wirkstoffen in Modellversuchen im Labor, von denen einige die Vermehrung des Virus verlangsamten oder stoppten. Diese Ergebnisse ermöglichen es, die Suche nach einem Wirkstoff auf eine geringe Anzahl bereits zugelassener Medikamente zu fokussieren. Ausgehend von diesen Ergebnissen bereitet ein US-amerikanisches Unternehmen eigenen Angaben zufolge einen Wirkstoff für eine klinische Studie vor. Mit einem weiteren Wirkstoff startet ein kanadisches Unternehmen eine klinische Studie.

Seit Anfang Februar verfügt die Medizinische Virologie des Universitätsklinikums Frankfurt über ein Zellkultur-Modell für das SARS-CoV-2-Virus. Aus Abstrichen zweier infizierter Rückkehrer aus Wuhan gelang den Frankfurter Wissenschaftlern um Prof. Sandra Ciesek die Anzucht des Virus. Mit einer am Institut für Biochemie II der Goethe-Universität Frankfurt entwickelten Technik konnten Forscher beider Institute jetzt erstmals gemeinsam zeigen, wie das SARS-CoV-2-Virus die Wirtszelle verändert. Die Wissenschaftler nutzten dazu eine besondere Form der Massenspektrometrie, die sie erst vor wenigen Monaten entwickelt hatten. Mit ihr lässt sich die Menge und Herstellungsrate von tausenden Proteinen bestimmen, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zelle befinden.

24 Stunden nach der Infektion verursacht das Virus markante Änderungen in der Zusammensetzung der Wirtszellproteine: Während der Cholesterinstoffwechsel reduziert wird, steigen die Aktivitäten im Kohlehydrat-Stoffwechsel und in der Herstellung von RNA zur Proteinproduktion an. Entsprechend konnten die Wissenschaftler die Virus-Vermehrung in den kultivierten Zellen erfolgreich mit Hemmstoffen gegen diese Prozesse stoppen. Ähnlich erfolgreich war der Einsatz eines Wirkstoffes, der die Produktion neuer Bausteine für virales Erbgut hemmt.

Großes Interesse aus den USA

Die Ergebnisse haben jenseits des Atlantiks bereits hohe Wellen geschlagen: Wie seit Beginn der Corona-Krise üblich, haben die Frankfurter Forscher diese sofort online zur Verfügung gestellt. Prof. Ivan Dikic, Direktor des Instituts für Biochemie II, kommentiert: „Sowohl die Kultur der `open science´, in der wir unsere wissenschaftlichen Ergebnisse schnellstmöglich teilen, als auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Biochemikern und Virologen haben zu diesem Erfolg beigetragen. Das Projekt wurde vor nicht einmal drei Monaten begonnen und offenbart schon jetzt neue therapeutische Ansätze bei COVID-19.“

Prof. Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, erläutert: „Die bisherigen Ergebnisse sind eine großartige Bestätigung dieses interdisziplinären Ansatzes.“

Informationen: Goethe-Universität

Photo by CDC on Unsplash

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Frankfurt Nordwest: Online-Befragung zum neuen Nachbar-Stadtteil

Neuer Stadtteil der Quartiere

Trotz Corona soll der Bürgerdialog fortgeführt werden: Anstelle einer Veranstaltung vor Ort findet nun für drei Wochen eine Online-Beteiligung zum neuen Stadtteil der Quartiere im Frankfurter Nordwesten statt, der einmal unmittelbar an den Riedberg grenzen wird.

Von heute bis zum Mittwoch, 3. Juni, kann die Öffentlichkeit über die Plattform „Frankfurt fragt mich“ die Entwürfe einsehen und ihre Meinung zu ersten städtebaulichen und landschaftsplanerischen Konzepten abgeben. Die Online-Beteiligung steht zur Verfügung unter http://www.ffm.de/nordwest im Internet. Das teilte Planungsdezernent Mike Josef gestern der Presse mit. „Da aufgrund der aktuellen Situation die für den 9. Mai anberaumte Bürgerveranstaltung nicht stattfinden konnte, verlagern wir die Bürgerbeteiligung nun ins Internet und setzen den Dialog digital fort“, sagte Josef. „Für interessierte Bürgerinnen und Bürger schafft das Online-Angebot die Möglichkeit, sich hieran zu beteiligen.“

Studien zu Stadt und Landschaft sind Bestandteil der Untersuchungen

Im Dezember 2017 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, vorbereitende Untersuchung für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im Frankfurter Nordwesten durchführen zu lassen. Im Rahmen dessen sind seit März sieben Planungsteams mit der Erstellung von Studien zur Stadt und Landschaft beauftragt. Diese sollen zeigen, wie die neuen Quartiere im Untersuchungsgebiet aussehen und in die vorhandene Landschaft eingebunden werden können. Die ersten Konzepte der sieben Teams zur Entwicklung des neuen Stadtteils der Quartiere liegen jetzt vor. Sie zeigen den ersten Zwischenstand der Arbeiten, die erste grundsätzliche Annäherung an das Thema: Wo kann eine städtebauliche Entwicklung stattfinden? Wie kann diese mit der Landschaft verzahnt werden?

Die ausgewählten Teams haben insgesamt rund sechs Monate Zeit für die Erstellung ihrer Entwürfe. Die Jury wird im November eine Empfehlung zu den Studien abgeben. 35 Sachverständige aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft begleiten die Jury hierbei. Die Empfehlung der Jury bildet dann die Grundlage für die wirtschaftlichen Berechnungen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme, über die die Stadtverordnetenversammlung entscheiden muss.

Bürgerbeteiligung wird digital

Die ursprünglich für den 9. Mai anberaumte Veranstaltung für einen weiteren Bürgerdialog wird aufgrund der aktuellen Situation nicht stattfinden können. Dies bedeutet aber kein Ende für die Bürgerbeteiligung. Der Dialogprozess geht stattdessen digital weiter. Über die städtische Plattform „Frankfurt fragt mich“ wird bis auf weiteres der Dialogprozess zur Erstellung der Studien zu Stadt und Landschaft nun digitalisiert. Statt im Saalbau vor Ort sind diese ersten Ideen ab dem 13. Mai auf der städtischen Bürgerbeteiligungsplattform „Frankfurt fragt mich“ online einsehbar. Die Bürger sind hierzu gefragt. Bis zum 3. Juni können sie auf der Plattform ihre Meinung den Konzepten mitteilen. Parallel dazu wird sich die Jury die Konzepte anschauen und Empfehlungen zur weiteren Bearbeitung mitteilen.

Hier der Link direkt zur Bürger-Plattform der Stadt Frankfurt und der Abstimmung zum geplanten Stadtteil „Frankfurt Nordwest“ https://www.ffm.de/frankfurt/de/home

Foto: Stadt Frankfurt

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Nach vier Jahren: Wurde der Mörder geschnappt?

Einen Ermittlungserfolg können Staatsanwaltschaft und Polizei im Fall der vor vier Jahren auf dem IKEA-Parkplatz in der Züricher Straße aufgefundenen Toten verzeichnen.

Bereits am Mittwoch der vergangenen Woche konnte eine Person von Beamten der Frankfurter und Darmstädter Kriminalpolizei festgenommen werden, die im dringenden Verdacht steht, für den Tod der 56-jährigen Martina Gabriele Lange aus Frankfurt/ Nieder-Eschbach verantwortlich zu sein.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 23 Jahre alten Mann aus Büttelborn, der dem persönlichen Umfeld der Verstorbenen zuzurechnen sein soll. Der Beschuldigte wurde nach seiner Festnahme dem Haftrichter bei dem Amtsgericht Groß-Gerau vorgeführt, der den Vollzug der Untersuchungshaft anordnete. Der Beschuldigte war zum fraglichen Zeitpunkt noch Heranwachsender. In derartigen Fällen richtet sich die Zuständigkeit nach dem Wohnort des Beschuldigten, weshalb die Staatsanwaltschaft Darmstadt das Verfahren übernommen und die Ermittlungen mit der Kriminalpolizei Frankfurt fortgeführt hat.

Foto: Archiv

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Geboren in Corona-Zeiten – Hilfe für junge Eltern

Die meisten Familien, die jetzt ein Baby erwarten, haben sich auf einen ganz anderen Anfang vorbereitet. Aber Corona-Zeiten machen ihre Pläne zunichte. Bei der Vorstellung, keinen Besuch im Krankenhaus haben zu können, wollen viele Wöchnerinnen früh nach Hause. Die Großeltern, die versprochen hatten, das zweijährige Kind zu beaufsichtigen und das Kochen zu übernehmen, können nicht anreisen. Und viele Anlaufstellen für junge Eltern sind nur eingeschränkt zu erreichen. Dabei ist ein eigenes Gefühl der Geborgenheit für junge Eltern sehr wichtig, damit sie die Beziehung zum Neugeborenen aufbauen können.

„Eine schwierige Situation vor allem für belastete Familien in schwierigen Verhältnissen, die für die gesunde Entwicklung der Kinder auf Unterstützung und Entlastung angewiesen sind“, sagt Gabriele Dyckmans von den Frühen Hilfen am Gesundheitsamt. Ihr Team aus Familienhebammen und Familienkinderkrankenschwestern konnte in den letzten Wochen aufgrund der angespannten Corona-Lage den belasteten Familien nur telefonisch und in Notfällen auch im Rahmen eines Hausbesuchs zur Seite stehen, weil es im Kontaktpersonenmanagement eingesetzt war. Seit Montag ist das Team der Frühen Hilfen nun wieder komplett und kann sich seiner wichtigen Arbeit, Eltern – wo nötig – zu unterstützen, widmen.

Auch die Projekte „Babylotse“ und die „Wochenbett-Notversorgung“ unterstützen Familien, um Neugeborenen einen guten Start ins Leben – auch in dieser schweren Zeit – zu ermöglichen. Die Babylotsen sind Ansprechpartner für Eltern in allen Geburtskliniken in Frankfurt und in den meisten Kliniken wie gewohnt vor Ort. Zudem sind sie Montag bis Freitag, von 9 bis 15 Uhr telefonisch erreichbar, auch an Feiertagen. Über die Wochenbett-Notversorgung gibt es von Montag bis Freitag, von 10 bis 12 Uhr die telefonische Beratung durch die erfahrenen Hebammen Kristina Dinauer und Kim Parent, die das Angebot koordinieren. „Sollte eine telefonische Beratung nicht ausreichend sein, dann versuchen wir nach Möglichkeit den Familien Hausbesuche in den ersten Lebenstagen zu vermitteln“, erklären die Koordinatorinnen.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer betont: „Jedes Kind hat das Recht auf einen guten Start ins Leben. Gerade in dieser schweren Zeit ist es wichtig, dass Eltern die individuelle Unterstützung bekommen, die sie brauchen.“

Hier können sich junge Familien auch jetzt Hilfe holen

Babylotse
Unter http://www.babylotse-frankfurt.de sind die Ansprechpartnerinnen in den Geburtskliniken zu finden, Telefon 069/97090145, E-Mail babylotse@kinderschutzbund-frankfurt.de

Wochenbett-Notfallversorgung
Unter http://www.wochenbett-Frankfurt.de und unter Telefon 0160/99207271 und per E-Mail an info@wochenbett-Frankfurt.de ist die Wochenbett-Notversorgung zu erreichen.

Informationen: Stadt Frankfurt

Photo by Peter Oslanec on Unsplash

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