Geboren in Corona-Zeiten – Hilfe für junge Eltern

Die meisten Familien, die jetzt ein Baby erwarten, haben sich auf einen ganz anderen Anfang vorbereitet. Aber Corona-Zeiten machen ihre Pläne zunichte. Bei der Vorstellung, keinen Besuch im Krankenhaus haben zu können, wollen viele Wöchnerinnen früh nach Hause. Die Großeltern, die versprochen hatten, das zweijährige Kind zu beaufsichtigen und das Kochen zu übernehmen, können nicht anreisen. Und viele Anlaufstellen für junge Eltern sind nur eingeschränkt zu erreichen. Dabei ist ein eigenes Gefühl der Geborgenheit für junge Eltern sehr wichtig, damit sie die Beziehung zum Neugeborenen aufbauen können.

„Eine schwierige Situation vor allem für belastete Familien in schwierigen Verhältnissen, die für die gesunde Entwicklung der Kinder auf Unterstützung und Entlastung angewiesen sind“, sagt Gabriele Dyckmans von den Frühen Hilfen am Gesundheitsamt. Ihr Team aus Familienhebammen und Familienkinderkrankenschwestern konnte in den letzten Wochen aufgrund der angespannten Corona-Lage den belasteten Familien nur telefonisch und in Notfällen auch im Rahmen eines Hausbesuchs zur Seite stehen, weil es im Kontaktpersonenmanagement eingesetzt war. Seit Montag ist das Team der Frühen Hilfen nun wieder komplett und kann sich seiner wichtigen Arbeit, Eltern – wo nötig – zu unterstützen, widmen.

Auch die Projekte „Babylotse“ und die „Wochenbett-Notversorgung“ unterstützen Familien, um Neugeborenen einen guten Start ins Leben – auch in dieser schweren Zeit – zu ermöglichen. Die Babylotsen sind Ansprechpartner für Eltern in allen Geburtskliniken in Frankfurt und in den meisten Kliniken wie gewohnt vor Ort. Zudem sind sie Montag bis Freitag, von 9 bis 15 Uhr telefonisch erreichbar, auch an Feiertagen. Über die Wochenbett-Notversorgung gibt es von Montag bis Freitag, von 10 bis 12 Uhr die telefonische Beratung durch die erfahrenen Hebammen Kristina Dinauer und Kim Parent, die das Angebot koordinieren. „Sollte eine telefonische Beratung nicht ausreichend sein, dann versuchen wir nach Möglichkeit den Familien Hausbesuche in den ersten Lebenstagen zu vermitteln“, erklären die Koordinatorinnen.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer betont: „Jedes Kind hat das Recht auf einen guten Start ins Leben. Gerade in dieser schweren Zeit ist es wichtig, dass Eltern die individuelle Unterstützung bekommen, die sie brauchen.“

Hier können sich junge Familien auch jetzt Hilfe holen

Babylotse
Unter http://www.babylotse-frankfurt.de sind die Ansprechpartnerinnen in den Geburtskliniken zu finden, Telefon 069/97090145, E-Mail babylotse@kinderschutzbund-frankfurt.de

Wochenbett-Notfallversorgung
Unter http://www.wochenbett-Frankfurt.de und unter Telefon 0160/99207271 und per E-Mail an info@wochenbett-Frankfurt.de ist die Wochenbett-Notversorgung zu erreichen.

Informationen: Stadt Frankfurt

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