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Vierlinge bei den Fossas

Eins, zwei, drei – und nach ein paar Tagen war es klar – vier Jungtiere gab es Ende Mai bei den Fossas im Katzendschungel. Zwar bemüht sich Mutter Sissi noch, ihren quirligen Nachwuchs daran zu hindern, die sichere Wurfbox auch tagsüber zu verlassen, aber immer häufiger sind die vier jetzt bei nachmittäglichen Ausflügen zu beobachten.

Am 30. Mai brachte das sieben Jahre alte Fossa-Weibchen Sissi vier Jungtiere zur Welt. Schon knapp drei Wochen zuvor war das sonst sehr harmonische Paar getrennt worden, denn bei den einzelgängerischen Fossas hat das Männchen an der Wurfhöhle nichts verloren, und die siebenjährige Sissi reagierte zunehmend gereizt auf den elfjährigen Boraha. Eine Wurfbox und eine Sichtschutzmatte zwischen den Gehegen wurden eingebracht und nun hieß es warten. Der Leibesumfang der eher zierlichen Sissi ließ schon einen größeren Wurf erwarten.

Das gute, vertrauensvolle Verhältnis zwischen den Tieren und ihrem Pfleger-Team ermöglichte von Beginn an eine wöchentliche Sichtkontrolle der Wurfbox in Anwesenheit der Mutter. Im Alter von knapp sechs Wochen wurden die Vierlinge dann das erste Mal auch in die Hand genommen und von den Tierärztinnen untersucht. Dabei erhielten sie auch ihre Jungtierprophylaxe. Alle vier sind gesund und munter. Die Geschlechtsbestimmung bei sehr jungen Fossas ist nicht ganz einfach. Es sieht aber so aus, als ob es sich um zwei Weibchen und zwei Männchen handelt.

„Für mich ist es immer eine besondere Freude, wenn der Zoo Erfolge in seiner Kernaufgabe, dem Erhalt in der Natur hochbedrohter Arten, vermelden kann“, sagt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Angesichts der Bedrohung, der die Fossas in ihrem Ursprungsgebiet in Madagaskar ausgesetzt sind, ist der Erhalt einer Reserve-population in Menschenobhut möglicherweise die letzte Zuflucht vor der endgültigen Ausrottung.“

„Sissi ist eine sehr fürsorgliche Mutter. Ganz arttypisch wechselt sie mit den Jungtieren regelmäßig zwischen den beiden Wurfboxen. Bei vier zunehmend agilen Jungtieren ist das schon eine große Aufgabe, die die Mutter aber prima meistert. Wir freuen uns gemeinsam mit unseren Besucherinnen und Besuchern auf die kommenden Monate, in denen die vier ihre Anlage unsicher machen werden“, erklärt Zoodirektor Miguel Casares.

Wissenswertes über Fossas

Die Fossa (Cryptoprocta ferox) wird gelegentlich auch Frettkatze genannt – dabei ist die Fossa (trotz einiger anatomischer Ähnlichkeiten) gar keine Katze. Sie gehört zur Familie der Madagaskar-Raubtiere (Eupleridae) und ist das größte Raubtier der Insel. Die territorialen Einzelgänger ernähren sich vorwiegend von Lemuren, kleineren Säugetieren und Vögeln.

In ihrer Heimat sind die Fossas als Hühnerdiebe verschrien und werden gezielt bejagt. Aber nicht nur aus diesem Grund gilt die Art als gefährdet. Durch Zersiedlung und Umwandlung von Regen- und Trockenwäldern in Ackerland verlieren sie ihren Lebensraum. Die Weltnaturschutzunion IUCN schätzt den Bestand ausgewachsener Tiere derzeit auf weniger als 3000 Individuen.

Foto: Zoo Frankfurt

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Nach Unfall: Eltern fordern Ampel oder Bremsschwellen

Nach dem tragischen Unfall am Zebrastreifen in der Graf-von Stauffenberg-Allee, wo ein elfjähriges Mädchen von einem Transporter erfasst wurde, wendet sich jetzt der Vorsitzende des Schulelternbeirates der Grundschule 3 an den Ortsbeirat. Der Appell: Zum Schutz der Kinder sollten eine Ampel oder zumindest Bremsschwellen gebaut werden!

Diese Nachricht bewegt immer noch die Menschen am Riedberg: In der vergangenen Woche wollte ein Mädchen mit dem Rad den Zebrastreifen in Höhe der Graf-von-Stauffenberg-Allee 30 überqueren – also in unmittelbarer Nähe von zwei Grundschulen und in einem Straßenabschnitt, wo nur Tempo 30 erlaubt ist. Laut Polizei geschah Folgendes: Dabei wurde die Elfjährige von einem Mercedes Vito erfasst, der von einem 25-jährigen Mann gesteuert wurde. Das Mädchen wurde auf die Straße geschleudert und erlitt schwere Verletzungen.

Darum ist die Unfallstelle so gefährlich

Aufgrund dieses jüngsten Verkehrsunfalls wendet sich jetzt der Vorsitzende des Schulelternbeirat der Grundschule 3 mit einem Brief an die Ortsvertreter. Jörg Niegemann schildert die Gefahrenlage: Jeden Tag überqueren mehrere hundert Kinder an dieser Stelle die Straße, um einerseits zur Marie-Curie-Schule oder andererseits zur Grundschule 3 zu gelangen. Dasselbe gilt natürlich auch für den Rückweg. „Die Graf-von-Stauffenberg-Allee ist eine der vielbefahrensten Straßen in unserem Stadtteil und aufgrund der Bebauung (lange Gerade, breite Straße) verleitet die Straße zum schnelleren Fahren als erlaubt“, so der Elternvertreter und Vater.

Jörg Niegemann, Vorsitzender des Schulelternbeirates der Grundschule 3, sorgt sich um die Sicherheit der Grundschüler Foto: privat

Zwar gibt es auf Höhe der Marie-Curie-Schule zwei Zebrastreifen, allerdings ist zumindest einer der beiden sehr stark mit Pflanzen verwachsen. Eine gute Übersicht ist nicht gegeben. Gerade kleinere Kinder wie Grundschüler sind teilweise sehr schlecht zu sehen. Hinzu kommt: Sobald der Park „Römische Straße“, nur wenige Schritte von der Unfallstelle entfernt, fertiggestellt ist, wird sich das Aufkommen an Fußgängern nochmals drastisch erhöhen. Der zu erwartende erhöhte Verkehr nach Eröffnung der geplanten Kleingartenanlage hinter der Grundschule ist da noch nicht eingerechnet.

„Bitte prüfen Sie, ob eine Ampel möglich wäre“

„Es ist auf Dauer bzw. lange Sicht mit weiteren Personenschäden durch nicht angepasste Geschwindigkeit zu rechnen“, sagt Jörg Niegemann. „Daher bitte ich Sie zu prüfen, ob es möglich wäre, in diesem Bereich eine Fußgängerampel zu installieren oder zumindest Bremsschwellen vor den Zebrastreifen auf der Graf-von-Stauffenberg-Allee.“ Von Seiten des Elternbeirates der Grundschule 3 können die Ortspolitiker mit großer Unterstützung rechnen, auch die Elternvertreter der Marie-Curie-Schule sind schon angefragt. 

Wie MAINRiedberg erfahren hat, wollen sich jetzt mehrere Fraktionen darum kümmern und das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ortsbeiratssitzung setzen.

Fotos: MAINRiedberg/ privat

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Was Internet-Anbieter über uns wissen

Wie soll ein Hotelgast, der aus einem bundesweit bekannten Problemviertel stammt, wissen, dass ihm ein Hotelzimmer zu einem höheren Preis angeboten wird als jemandem aus einem bürgerlichen Viertel? Nicht immer sind es konkrete Daten zu einer bestimmten Person, die zu einer Benachteiligung führen können.

Wenn alle das nutzen, wird es schon nicht so schlimm sein – beim Handy- und Computergebrauch auf „Schwarmintelligenz“ zu setzen, ist nicht unbedingt eine gute Idee. „Denn wir wissen zum einen nicht, wer unsere Daten hat, wir wissen aber auch nicht, was über uns gewusst wird – und was mit diesem Wissen unternommen wird“, so die Frankfurter Datenrechtsexpertin Prof. Indra Spiecker in einem Beitrag im Wissenschaftsmagazin „Forschung Frankfurt“ der Goethe-Universität. Schwerpunktthema der gerade erschienenen jüngsten Ausgabe ist die digitale Transformation. Nur ein Zusammenspiel zwischen Rechtswissenschaft und Informatik, so die Direktorin der Forschungsstelle Datenschutz an der Goethe-Universität Frankfurt, könne Einzelne und bestimmte gesellschaftliche Gruppen vor Diskriminierung schützen.

Moderne Datenauswertung mithilfe künstlicher Intelligenz arbeite längst damit, so Spiecker, „den Einzelnen Gruppen zuzuordnen und ihn nach den Kriterien der Gruppe zu beurteilen. Auf dieser Basis werden dann Preise für Produkte je nach Zielgruppe variabel bestimmt.“

Dabei kommt es nicht immer zu einer „Diskriminierung im juristischen Sinne“, erklärt die Professorin für Öffentliches Recht, Informationsrecht, Umweltrecht und Verwaltungswissenschaften. Diskriminierung könne auch verdeckt erfolgen – indem Ersatzkriterien gewählt werden, die vordergründig in keinem Zusammenhang mit Zuordnungen wie Geschlecht, Rasse, Herkunft oder Religion stehen. Die aber denselben Effekt haben. Solche Ersatzkriterien sind mit Hilfe digitaler Technik leicht zu finden – aber von Datenschützern schwer aufzudecken. So liegt es nicht auf der Hand, dass die Vorliebe einer Fernsehzuschauerin für eine bestimmte Serie ihre Kreditwürdigkeit senkt. Der wirklichen Ursache für die Benachteiligung ist kaum auf den Grund zu kommen, rechtliche Schritte dagegen sind folglich unmöglich.

Rechtswissenschaftlerin Spiecker plädiert deshalb für ein „enges Zusammenspiel von Technologie und der Werteordnung des Rechts“: Es müssten technische Lösungen gefunden werden, die rechtlichen Anforderungen entsprechen. Und umgekehrt müssten rechtliche Anforderungen so formuliert werden, dass sie technische Lösungen akzeptieren könnten. Auch müsse vom konkreten Programmierer oder seinem Unternehmen mehr Verantwortung eingefordert werden.

Hat der Einzelne dennoch eine Chance, sich vor dem ungewollten Datenabfluss zu schützen? „Was immer hilft“, sagt Spiecker im Interview mit „Forschung Frankfurt“, „ist die Macht der Masse.“ Wer seinem Kind nicht beibringe, „google das mal“, als ob es keine alternativen Suchmaschinen gäbe, oder beim Fernsehkauf nicht nur „toll, internetfähig!“ ausrufe, sondern auch mal nachhake, wer denn sonst noch von den familiären Sehgewohnheiten erfahre, trage dazu bei, dass Märkte sich verändern. Jeder intelligente Nutzer, der sein Verhalten ändere, könne etwas bewirken.

Informationen: Goethe-Universität

Photo by Sai Kiran-Anagani on Unsplash

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Wie ein Autofahrer in Kalbach sein falsches Kennzeichen erklärte…

Polizeikelle

Diese kuriose Begründung für das falsche Kennzeichen am Auto haben selbst erfahrene Polizisten wohl noch nie gehört…

Bei einer Verkehrskontrolle in Kalbach machte am späten Dienstagabend ein Autofahrer mit einem falschen Kennzeichen laut Polizei „negativ auf sich aufmerksam“. Fast noch ungewöhnlicher war seine anschließende Begründung. Nachdem durch Beamte des 14. Reviers zuvor bereits vereinzelte Geschwindigkeitsverstöße festgestellt werden konnten, kam es gegen 23:00 Uhr zur Kontrolle eines Opel mit älterem Baujahr. Bei der Überprüfung des Kennzeichens stellte sich schnell heraus, dass dieses dem Fahrer zugeordnet werden, konnte jedoch nicht zum angehaltenen Auto passte. Laut Kennzeichen hätte der Fahrer in einem Renault Kangoo und nicht in einem Opel sitzen dürfen.

Er wollte nicht, dass sein neues Auto „schmutzig“ wird

Der 55 Jahre alte Fahrer erklärte den verdutzten Beamten, dass er des Öfteren das Kennzeichen tauschen würde, „um den Renault nicht schmutzig werden zu lassen“. Eine mehr als ungewöhnliche Begründung. Letztendlich hatte dies zur Folge, dass die Beamten den „angestaubten“ Opel stilllegten und gegen den 55-Jährigen Ermittlungen wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet wurden.

Foto: Archiv

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Nach Ausschreitungen: Opernplatz ab 1 Uhr nachts gesperrt

Die Eskalation von Gewalt Sonntagnacht am Opernplatz hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt – die Polizei spricht von einem „Höhepunkt der Respektlosigkeit“ gegen Beamte. Neue Maßnahmen wie eine „Sperrstunde“ ab 1 Uhr nachts und verstärkte Alkoholkontrollen sollen Ausschreitungen künftig verhindern. Am Party-Hotspot Alte Oper darf aber weiterhin friedlich gefeiert werden.

Auf einer Pressekonferenz präsentierten heute Sicherheitsdezernent Markus Frank, Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Polizeipräsident Gerhard Bereswill einen Maßnahmenkatalog gegen künftige Gewalt-Exzesse. Für die nächsten Wochen reagieren Stadt und Landespolizei auf die aktuellen Vorfälle mit der Zielsetzung, das friedliche Feiern bis Mitternacht zu ermöglichen und eine „Sperrstunde“ um 1 Uhr zu organisieren. Konkret bedeutet das: Betretungsverbot ab 24 Uhr, Schließung ab 1 Uhr. Überwachung des Platzes und Kontrolle der Zuwege durch die Landespolizei und zusätzliche Reinigung des Opernplatzes ab 24 Uhr.

Hinzu kommen am frühen Abend schon verstärkte Kontrollen der Stadtpolizei. Demnächst soll zudem ein Treffen mit Clubbesitzern und -betreibern zu Alternativangeboten im Freien stattfinden.

Da die meisten Randalierer bereits wegen verschiedener Delikte polizeibekannt sind und aus dem Umland stammen, wird auch eine Aufenthaltsverbotsverfügung für drei Monate für 30 Personen geprüft.

„Den Opernplatz zu sperren, ist aktuell keine Option“

Mit den Sicherheitsmaßnahmen zum Party-Hotspot Alte Oper wolle man auf keinen Fall diejenigen treffen, die bislang friedlich zusammenkamen, um zu chillen. „Den Opernplatz zu sperren, ist aktuell keine Option,“ sagte Sicherheitsdezernent Frank. „Zur liberalen und weltoffenen Stadt passt es nicht, die Freiheit unserer Bürgerinnen und Bürger so zu beschneiden, dass wir Plätze und Parkanlagen sperren und die Aufenthaltsmöglichkeiten so einschränken. Allerdings kann es auch nicht sein, dass wir zugucken, wie eine Bande halbstarker Krawalltouristen unsere Stadt zerlegt und auf Polizeibeamte losgeht.“

Polizeipräsident Bereswill bedankte sich für die schnelle Reaktion der Stadt und dafür, dass bereits an Tag 1 nach den Ausschreitungen eine Sicherheitskonferenz mit den zuständigen Dezernenten stattfinden konnte. „Die verabredeten Maßnahmen sind zielorientiert, geeignet, wohl ausgewogen und verhältnismäßig“, beurteilt er den umfangreichen Maßnahmenkatalog.

Oberbürgermeister Feldmann wird sich am kommenden Samstag vor Ort selbst ein Bild machen, wie die Maßnahmen greifen und ob das vereinbarte Handeln zielführend ist. „Ich begrüße das beschlossene gemeinsame Vorgehen. Wir müssen die Problematik jedoch weiterhin eng begleiten, sodass wir schnell reagieren können, sollten der Maßnahmenplan nicht ausreichen, um die Situation dauerhaft zu befrieden.“

„Rote Linie wurde überschritten“

Das Stadtoberhaupt betonte erneut, dass mit den Übergriffen auf Polizeibeamte eine rote Linie überschritten wurde und die Stadtverwaltung bei aller Nachsicht nicht zulassen dürfe, dass sich solche Szenen widerholten. „Bereits das Müllproblem der vergangenen Woche hat viele Frankfurter zurecht geärgert. Bei allem Verständnis für junge Menschen werden wir nicht hinnehmen, dass unsere Stadt mutwillig vermüllt wird. Und erst recht werden wir nicht tolerieren, dass Rettungs- und Einsatzkräfte beschimpft und attackiert werden“, sagte Feldmann.

Wochenlang wurde in Frankfurt friedlich draußen gefeiert – in der Nacht zum Sonntag aber kippte die Stimmung am Opernplatz und es kam zu Randale und schweren Ausschreitungen gegenüber Polizisten. Die Polizei spricht von einem „Hagel von Flaschen“ gegen Beamte. Die erschreckende Bilanz: 39 vorläufige Festnahmen, mindestens fünf verletzte Polizistinnen und Polizisten, mehrere tausend Euro Schaden.

Text: cd/ Foto: Archiv

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Ferienspiele, Krabbler, Yoga: „Wiederanlauf“ bei Billabong

Im Familienzentrum Billabong am Riedberg beginnt der „Wiederanlauf“ nach der Corona-bedingten Auszeit. Nachdem erste Termine bereits seit wenigen Wochen möglich sind, kommen jetzt Sprachkurse, Yoga, Musik und Angebote für Familien mit Babies und Kleinkindern hinzu. Auch bei den Ferienspielen gibt es noch freie Plätze.

„Die erste Ferienwoche ist fast vorbei und es waren 13 Kinder da. Wir haben einen kleinen „Pool“ für die Erfrischung bei heißen Temperaturen aufgebaut. Es wird gekickt auf dem Bolzplatz hinter dem Haus, ganz fleißig mit Harriet gefilzt und mit Fimo gebastelt. Bei Regen wird wild getobt in unserem großen Sportraum und zwischendurch gibt´s auch mal einen Kinderfilm, den sich alle gemeinsam anschauen können“, freut sich Sabine Fiedler vom Billabong-Vorstand.

Noch bis einschließlich der fünften Ferienwoche bietet Billabong von Montag bis Donnerstag und in der Zeit von 9.30 Uhr bis 14.30 Uhr eine Betreuung für Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren an. Die maximale Gruppengröße pro Woche beträgt 15 Kids, da die Teilnehmerzahl aufgrund der Corona-Beschränkungen stark eingeschränkt ist. Für die nächsten Ferienspiele-Wochen sind noch wenige Plätze frei, weitere Informationen zur Anmeldung  https://www.billabong-family.de/angebot/sommerferien-2020-ferienspiele-bei-billabong

So ist der „Wiederanlauf“ bei Billabong geplant

„Viele unserer Angebote sind bereits wieder angelaufen oder starten im August. Alle Angebote sind mit dem Vermerk „Wiederanlauf“ auf unserer Webseite unter https://www.billabong-family.de/angebote zu finden“, erklärt Sabine Fiedler. Ansonsten hofft das Billabong-Team, dass nach den Ferien auch wieder die offenen Treffen und das beliebte Café im Familienzentrum starten kann.

Wichtige Infos für alle mit Kleinkindern: Seit 17. Juli haben auch wieder die „Freitags-Krabbler“ begonnen und sie finden im Freien statt.

Foto: Billabong

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Eskalation am Opernplatz – Polizisten mit Flaschen beworfen

Wochenlang wurde in Frankfurt friedlich draußen gefeiert – in der Nacht zum Sonntag aber kippte die Stimmung am Opernplatz und es kam zu Randale und schweren Ausschreitungen gegenüber Polizisten. Die Polizei spricht von einem „Hagel von Flaschen“ gegen Beamte. Die erschreckende Bilanz: 39 Festnahmen, mindestens fünf verletzte Polizistinnen und Polizisten, mehrere tausend Euro Schaden.

In den frühen Morgenstunden gegen 3 Uhr kam es auf dem Opernplatz zu massiven Ausschreitungen gegen die Polizei. Der Platz musste in der Folge von der Polizei geräumt werden. Es kam zu 39 vorübergehenden Festnahmen. Den Festgenommenen wird unter anderem schwerer Landfriedensbruch sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

In den Abend- und Nachtstunden waren, wie an den vergangenen Wochenenden, rund 6000  bis 7000 Menschen in der Stadt feiern. Sie trafen sich am Hafenpark, am Mainufer, im Günthersburgpark, in der Kalbächer Gasse (Fressgasse) sowie am Opernplatz.

So kippte die Stimmung am Opernplatz

Die Frankfurter Polizei war dort überall mit eigenen Beamtinnen und Beamten sowie mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei präsent. Mit Ausnahme des Opernplatzes blieb es an allen anderen Örtlichkeiten friedlich. In der Spitze waren am Opernplatz etwa 3000 Menschen zum Feiern zusammengekommen. Zunächst geschah dies auch friedlich, gegen 1 Uhr begann die Stimmung zu kippen. Es blieb nicht friedlich und ausgelassen, „sondern wurde unter den Feiernden zunehmend aggressiver, was sich in kleineren Schlägereien untereinander zeigte“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Gegen 3 Uhr entwickelte sich am Brunnen des Opernplatzes eine größere Schlägerei mit 25 bis 30 Personen. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 500 bis 800 Personen auf dem Opernplatz. In der Folge stellten die Beamten ein blutendes Opfer der Schlägerei am Brunnen fest. In der Absicht, dem offenkundig verletzten Opfer zu helfen und den Streit zu schlichten, gingen etwa zehn Polizisten Richtung Brunnen. Hierbei wurden die zehn Polizisten unvermittelt und massiv mit Flaschen beworfen.

Aus der Menge kamen „All Cops Are Bastards“-Rufe

Die umstehende Menge klatschte dazu Beifall und skandierte Beleidigungen gegen die Beamten, insbesondere „ACAB“-Rufe („All Cops Are Bastards“).

Aufgrund der hohen Aggressivität und der fortgesetzten massiven Flaschenwürfe wurden weitere Polizeikräfte von anderen Plätzen und von Revieren zusammengeführt. Dabei wurden alarmierte Kräfte bei der Anfahrt bereits mit Flaschen beworfen und deren Fahrzeuge durch die Würfe beschädigt. Die randalierende Menge von rund 500 bis 800 Personen wurden von mit Schildern und Helmen geschützten Beamten in Richtung der Fressgasse abgedrängt.

„Die Flaschenwürfe waren bei der Räumung so heftig, dass die Räumung mehrfach gestoppt werden musste“, so die Polizei. In der Fressgasse selbst konnten dann rund 400 Personen eingeschlossen werden. Aus der Gruppe der Störer nahm die Polizei gezielt 39 Personen fest. Die Personen sind im Alter zwischen 17 – 23 Jahre alt. Bis auf eine Frau waren alle Festgenommenen männlich.

Durch die Angriffe mit Flaschenwürfen wurden mindestens fünf Polizisten verletzt. Sie erlitten Schürfwunden und Prellungen. An mehreren Polizeifahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.

„Höhepunkt der Respektlosigkeit“ gegenüber der Polizei

In der heute Mittag um 12 Uhr durchgeführten Presskonferenz im Polizeipräsidium Frankfurt hat Herr Polizeipräsident Gerhard Bereswill sein Entsetzen über die ungehemmten Gewaltausbrüche zum Ausdruck gebracht. „Heute Nacht war der negative Höhepunkt einer schon seit einigen Wochen festzustellenden zunehmenden Respektlosigkeit und Aggressivität gegenüber der Polizei. Das Verhalten der Menschen in den späten Abendstunden hat sich in den letzten Wochen zu unserem Nachteil verändert, was auch mit den aufgeheizten und den undifferenzierten Vorwurfslagen uns gegenüber zu tun hat. Was dabei besonders schmerzlich ist, dass die gesamte Menschenmenge von 500 bis 800 Personen johlt und Beifall klatscht, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen von Flaschen getroffen werden.“

Bereswill dankte zugleich den eingesetzten Beamtinnen und Beamten für ihr couragiertes Einschreiten und den eingesetzten Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei, „die uns sehr rasch zur Seite standen und uns unterstützt haben“. Er sei sicher, dass durch besonnenes und konsequentes Vorgehen weitere Ausschreitungen und größerer Schaden abgewendet werden konnte.

Frankfurter Polizei bittet um Hinweise

Für Zeugen- und sonstige Hinweise hat die Frankfurter Polizei ein Hinweistelefon eingerichtet. Dieses ist unter der Rufnummer des Kriminaldauerdienstes 069-755 53110 zu erreichen.

Die Frankfurter Polizei hat einen Hinweisserver für Bilder und Videos eingerichtet. Unter www.polizei-hinweise.de/opernplatz können Aufnahmen hochgeladen werden. Bitte machen Sie davon rege Gebrauch, jeder Hinweis kann dazu beitragen Tatbeteiligte der Ausschreitungen zu identifizieren.

Foto: Archiv

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Mädchen (11) am Zebrastreifen von Transporter erfasst

Schwerer Unfall am Riedberg: Ein 11-jähriges Mädchen wollte an einem Zebrastreifen die Graf-von-Stauffenberg-Straße überqueren und wurde von einem Transporter erfasst. 

Der Unfall ereignete sich bereits am Montag gegen 16.10 Uhr. Das Mädchen wollte mit dem Rad die Straße überqueren, auf einem Zebrastreifen in Höhe der Graf-von-Stauffenberg-Allee 30 – also in unmittelbarer Nähe der Marie-Curie-Schule und in einem Straßenabschnitt, wo nur Tempo 30 erlaubt ist. Laut Polizei geschah Folgendes: Dabei wurde die Elfjährige von einem Mercedes Vito erfasst, der von einem 25-jährigen Mann gesteuert wurde. Das Mädchen wurde auf die Straße geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Sie wurde sofort in ein Krankenhaus verbracht, wo sie stationär aufgenommen wurde.

Foto: MAINRiedberg

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Von Kita bis Hort: So plant die Stadt nach den Ferien

Die städtischen Ämter arbeiten mit Hochdruck an der Planung für die Wiederaufnahme des Schul- und Kitabetriebs nach den Ferien. Zudem sollen 10.000 Laptops an Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden, die keinen Computer haben.

„Die Aufnahme des Regelbetriebs unter so genannten Pandemiebedingungen an den Kitas ist seit dem 6. Juli bereits erfolgreich angelaufen. Alle Träger und Kitas sind sehr bemüht und sich ihrer großen Verantwortung bewusst“, bilanziert Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber die bisherigen Schritte. „Die Eltern sind verständnisvoll und unterstützen den Öffnungsprozess gut. Ihnen allen danke ich sehr herzlich..“

Aktuell werde darum mit Hochdruck an den Vorbereitungen für die Zeit nach den Sommerferien gearbeitet. Vor allem gehe es darum, Informationsketten sicherzustellen, erklärt Weber. „Niemand weiß, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt. Aber wir können dafür sorgen, dass Eltern unverzüglich informiert werden, wenn es in ihrer Schule oder Betreuungseinrichtung einen Corona-Fall gibt und was das für sie konkret bedeutet. Es ist verständlicherweise noch viel Unsicherheit vorhanden, da die Informationslage nicht immer eindeutig ist.“

Ihr Dezernat arbeite darum eng mit den Trägern zusammen, selbstverständlich auch in den Ferien. „Seit Beginn der Pandemie sind wir in engem, wöchentlichen Austausch mit den Trägern der Kinderbetreuung, um alle Schritte abzustimmen, vorzubereiten und zu begleiten. Gemeinsam haben wir den Lockdown, die Notbetreuung, die Ferienbetreuung, den eingeschränkten Regelbetrieb und nun die Wiedereröffnung organisiert“, sagt die Dezernentin.

Dem durch die Dezernentin einberufenen Krisenstab gehören unter anderem auch Vertreter des Gesundheitsamtes, des Kinderschutzbundes und der Gewerkschaften an.

Regulärer Betrieb in Kita und Hort

In den Krippen, Kindergärten und Horten findet nach den Sommerferien und unter der Voraussetzung niedrig bleibender Infektionszahlen ein regulärer Betrieb statt. Nur in Ausnahmefällen, wie etwa aufgrund von Personalmangel, können Öffnungszeiten eingeschränkt werden.

Die Hygienevorschriften des Landes und der Stadt behalten weiterhin Gültigkeit und müssen in den Betreuungseinrichtungen umgesetzt werden. Die Einrichtungen können darüber hinaus weitere individuelle Regelungen, beispielsweise gestaffelte Bring- und Abholzeiten, zur Sicherstellung des Infektionsschutzes treffen. Unter Beachtung der gültigen Regelungen zum Infektionsschutz sind auch teiloffene Konzepte in den Einrichtungen wieder möglich.

Personal und Fachkräfte in den Betreuungseinrichtungen

Für die Zeit nach den Ferien werden Aushilfskräfte mit pädagogischer Erfahrung (Museums- und Theaterpädagogen, Kursleiter, Studierende der Erziehungswissenschaften oder der Sozialen Arbeit) gesucht und eingestellt. Sie sollen die multiprofessionellen Teams in den Einrichtungen unterstützen und so eine Rückkehr zu den gewohnten Öffnungszeiten ermöglichen. Aktuell laufen auch Vorbereitungen für eine Fachkräfteoffensive, die im zweiten Halbjahr startet.

Hygiene und Gesundheitsschutz

Um auch weiterhin den Gesundheitsschutz der Kinder und Erwachsenen in den Einrichtungen sicher zu stellen, werden die Kitas vom Stadtschulamt und dem Gesundheitsamt beraten. Bereits jetzt werden anlassbezogene Testungen in Zusammenarbeit mit den Schulen und Kitas durchgeführt.

Entgelte

Die Stadt Frankfurt möchte alle Familien bestmöglich unterstützen. Dazu gehört auch die Befreiung vom Elternentgelt und Essensgeld für die Monate April und Mai sowie die Reduzierung um 50 Prozent im Juni. „Während andere Bundesländer die Elternentgelte pauschal für drei Monate übernommen haben, konnten wir auf eine solche Unterstützung aus Hessen nicht zurückgreifen. Für diejenigen Eltern, die im Juni gar keine Betreuung in Anspruch nehmen konnten oder darauf verzichtet haben, prüfen wir derzeit die Möglichkeit einer Rückerstattung“, kündigt Weber an.

Homeschooling

„Um nach den Ferien das Homeschooling besser zu unterstützen, haben wir eine Beschaffung von rund 10.000 Laptops gestartet, die an Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden können, die zu Hause keinen Computer haben“, sagt Weber. Ein entsprechendes Infoschreiben wird den Schulen zum Ende der Ferien zugehen. „Wir prüfen auch verschiedene Videokonferenz-Systeme mit dem Ziel, bis Ende des Jahres eine einheitliche Lösung für die Frankfurter Schulen zu installieren. Auch die sukzessive Ausstattung der Schulen mit WLAN und neuen Geräten aus dem Digitalpakt ist gestartet. Dabei haben wir vorgesehen, alle Berufsschulen bis 2021 mit WLAN auszustatten. Für Schulen sowie für Schülerinnen und Schüler, die derzeit noch über keinen Internet-Zugang verfügen, prüfen wir noch verschiedene Lösungen. Gegenüber dem Land haben wir bereits deutlich gemacht, dass wir mehr Fortbildung für Lehrkräfte sowie medienpädagogische Konzepte in den Schulen für dringend notwendig halten.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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Brandgefahr in der Flüchtlings-Unterkunft am Alten Flugplatz

Augen auf im Verkehr

Undichte Dächer, Ungeziefer, enge Wohnverhältnisse, Hygienemängel und mangelndes Verständnis bei den Mitarbeitern des Trägers: Rund 100 Flüchtlinge haben Mitte Juni gegen die völlig unakzeptablen Zustände in der Unterkunft am Alten Flugplatz Bonames protestiert. Bei der Überprüfung der Stadt stellte man fest, dass wegen Überlastung des Stromnetzes sogar Brandgefahr besteht

Bei den Vorbereitungen zur Verbesserung der Situation in den Küchen der Flüchtlingsunterkunft Am Alten Flugplatz sind Schwierigkeiten aufgetreten. Vielen Familien reichten die vorhandenen Kochmöglichkeiten nicht aus. Vermehrt wurden in den vergangenen Monaten Herde angeschlossen, die das Stromnetz überforderten. Dadurch kam es zu angeschmorten Kabeln. Bei der Überprüfung der Leitungen zeigten sich nun Messwerte, die auch eine Beschädigung weiterer Leitungen als Ursache haben könnten.

Um kurzfristig die Sicherheit für alle Bewohner zu gewährleisten, dürfen ab sofort keine elektrischen Großverbraucher wie Herde betrieben werden. Am Freitag, 10. Juli, haben städtische Mitarbeiter den Bewohnern die Situation erklärt und für eine Entfernung und Einlagerung der Geräte aus den Appartements gesorgt. Stadträtin Daniela Birkenfeld sagt: „Die Brandgefahr auszuschließen und die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten hat selbstverständlich oberste Priorität.“

Die Versorgung mit warmem Essen wird durch den Arbeiter-Samariter-Bund gewährleistet. Die Zubereitung kalter Speisen durch die Bewohner ist weiterhin in den Appartements möglich, weil Kühlschranke und Warmwasserbereitung nicht betroffen sind.

Im laufenden Betrieb der Einrichtung ist die genaue Überprüfung der elektrischen Anlagen und die Durchführung eventuell nötiger Folgearbeiten nicht möglich. Derzeit wird noch geklärt, ob die Bauteile nacheinander abgearbeitet werden können. Das wäre für alle Beteiligten das geringere Übel, denn so müsste immer nur ein Teil der Bewohner vorübergehend in eine andere Unterkunft umziehen. Nach Abschluss der Arbeiten stehen den Menschen dann die Appartements wieder zur Verfügung. Eine Nutzung der Küchen ist dann auch wieder möglich. Stadträtin Birkenfeld sagt: „Diese Maßnahme ist für alle Beteiligten mit großem Umstand und Einschränkungen verbunden. Aber wir haben das Ziel, allen Bewohnerinnen und Bewohner Kochmöglichkeiten ohne Einschränkung zur Verfügung zu stellen.“

Doch die Lage spitzt sich weiter zu. Auch die Kritik am Betreiber und an der mangelnden Überprüfung durch die Stadt wird unterdessen lauter.

Foto: Archiv

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