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Reinigung ist jetzt auch Paketshop

Lichtblick statt Paket-Frust: Während schon seit neun (!) Jahren eine Packstation gefordert wird und in der einzigen Postagentur im Stadtteil trotz steigender Einwohnerzahlen und immer mehr Paketen kein Platz für die Aufbewahrung ist, scheint sich die Lage etwas zu entspannen. Denn ab sofort ist die Reinigung am Riedbergzentrum ein „DHL Paketshop“.

Etwas unsicher ist die Kundin noch, als sie in die Reinigung kommt. „Kann ich bei Ihnen ein Paket zurückschicken?“ Doch wenig später ist die Sache geklärt, die Versandbestätigung für die Retoure ist schnell ausgedruckt und die Kundin bereits auf dem Heimweg. Denn seit vergangener Woche bietet die Filiale von KAY Textilreinigung in der Otto-Schott-Straße am Riedbergzentrum auch den Service als DHL Paketshop an.

Das bedeutet: Ab sofort können hier während der Öffnungszeiten Pakete versendet werden, benachrichtigte Paketsendungen ausgehändigt werden und man kann auch Pakete direkt an den Shop schicken lassen.

Bisher musste man dafür nach Kalbach oder ins Mertonviertel fahren, da die offizielle Postagentur im Zeitschriftenladen im Riedbergzentrum keine Päckchen und Pakete aufbewahren kann – aus Platzmangel. Dort nimmt man nur zum Versand an.

Die meisten Bewohner im Stadtteil sind berufstätig und haben keine Möglichkeit, ihre Pakete tagsüber persönlich in Empfang zu nehmen. Wenn es in unserem jungen Stadtteil schon keine größere Postfiliale oder bisher auch keine Packstation gibt, könnte der neue Paketshop die Lage zumindest etwas entzerren.

Foto: MAINRiedberg

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Erneut verschärfte Corona-Regeln

Corona Virus

Maskenpflicht in den citynahen Stadtteilen, weitere Kontaktbeschränkungen, kein Weihnachtsmarkt: Wegen der dramatisch steigenden Corona-Zahlen hat die Stadt Frankfurt noch am Wochenende weitere Einschränkungen beschlossen. Heute forderte der Verwaltungsstab auch Unterstützung durch die Bundespolizei an.

In Frankfurt gilt wegen der hohen Ansteckungsraten (Sieben-Tage-Inzidenz laut Hessischem Gesundheitsministerium 199,6, Stand: 26. Oktober) ab sofort eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr für gastronomische Betriebe. In dieser Zeit darf auch in anderen Verkaufsstätten kein Alkohol abgegeben werden. Auf zahlreichen öffentlichen Plätzen, Parks und Grünanlagen gilt zudem ein ganztägiges Alkoholkonsumverbot.

In der Innenstadt sowie auf zahlreichen Einkaufsstraßen ist eine Mund-Nase-Bedeckung Pflicht. Diese wird gerade durch eine Allgemeinverfügung auf den gesamten Bereich bis zum Alleenring ausgeweitet, also auch auf Stadtteile wie Ostend, Nordend, Westend, Bockenheim, das Gallusviertel plus Sachsenhausen. Im Rest der Stadt wird das Tragen von Masken empfohlen.

Maske jetzt teilweise auch im Auto empfohlen

Eine Maskenpflicht gilt auch bei allen öffentlichen Veranstaltungen und in öffentlichen Einrichtungen und wird jetzt auch im Auto empfohlen, wenn Mitglieder von mehr als zwei Hausständen mitfahren.

Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur noch alleine oder „in Gruppen von höchstens fünf Personen aus maximal zwei Haushalten oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet“.

Auch für den Weihnachtsmarkt kam am Wochenende leider das endgültige Aus. Denn trotz wochenlanger Vorbereitungen und Planungen für eine Corona-konforme Umsetzung und einen „Weihnachtsmarkt light“ war das Risiko den Verantwortlichen zu groß geworden. 

Maßnahmen gelten bis mindestens 31. Oktober

Die verschärften Maßnahmen gelten vorerst bis Ende Oktober. Eine Verlängerung ist bei weiter steigenden Infektionszahlen allerdings zu erwarten.

„Unser Ziel ist und bleibt es, einen neuen Lockdown zu verhindern. Deshalb: Frankfurt trägt Maske. Alle Frankfurterinnen und Frankfurter sind aufgerufen, mitzuhelfen, die Infektionszahlen wieder abzusenken. Seien sie diszipliniert, tragen Sie Masken, halten sie Abstand und waschen Sie ihre Hände,“ sagten Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bürgermeister Uwe Becker und Gesundheitsdezernent Stefan Majer.

.Bitte beim Innenministerium um Unterstützung

Maskenpflicht, Sperrstunde, Alkoholverbot – damit die Maßnahmen der Stadt gegen die Ausbreitung des Coronavirus Wirkung zeigen, sind Kontrollen erforderlich. Doch die Stadtpolizei stößt an ihre personellen Grenzen.

Auf Initiative des Verwaltungsstabes und in Abstimmung mit Oberbürgermeister Peter Feldmann haben Gesundheitsdezernent Stefan Majer und Ordnungsdezernent Markus Frank jetzt beim Innenministerium Unterstützung durch die Bundespolizei angefordert.

Foto: CDC on Unsplash.com

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Nach FÄZ-Schließung: Kinderarzt eröffnet neue Praxis

Die Schließung des Fachärztezentrums Riedberg sorgt noch immer für Verunsicherung. Doch es gibt auch gute Nachrichten. Jetzt steht fest, dass der bisherige FÄZ-Kinderarzt eine Praxis im nahen Mertonviertel eröffnet.

Dr. Dominik Dunsch war seit vier Jahren im Fachärztezentrum am Riedbergplatz tätig, das der Betreiber, die städtische FÄZ Frankfurt GmbH, Ende September geschlossen hat. Er hatte auch danach betont, dass er eine enge Verbindung zu seinen Patientinnen und Patienten aufgebaut hat und möglichst in unmittelbarer Nähe weiter als Kinderarzt arbeiten möchte. Jetzt steht fest, dass er sich nur rund einen Kilometer entfernt in der Merton-Passage (Lurgiallee 6 -8) mit einer eigenen Praxis niederlassen wird.

„Eine Eröffnung ist aktuell für Mitte Dezember geplant. Wegen anstehender Baumaßnahmen kann man dies nur leider nie genau voraussehen“, erklärt der Kinderarzt, der sich sichtlich auf den Neustart freut und auch seine Patienten darüber informieren möchte. Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel befinden sich in unmittelbarer Nähe, ein öffentliches Parkhaus und eine Apotheke in der gleichen Liegenschaft. Die neuen Praxisräumlichkeiten sind barrierefrei über einen Fahrstuhl zu erreichen.

Warum aber war ein Neustart nicht am Riedberg möglich? Das Hauptproblem, wie es Dominik Dunsch und auch seine frühere Kollegin, die Gynäkologin Ulrike Embaye, gegenüber MAINRiedberg beschreiben, ist: Geeignete Räumlichkeiten sind ausgerechnet im familienreichsten Stadtteil Frankfurts kaum zu finden. Was auch an den hohen Mietpreisen liegt. Beispielsweise die FÄZ-Fläche am Riedbergplatz 1 mit rund 500 Quadratmetern ist zwar grundsätzlich halbierbar. „Selbst die Miete für die Hälfte der Fläche ist aber – zumindest für einen in der Basisversorgung tätigen Kinder- und Jugendarzt – nicht darstellbar“, so Dunsch.

Denn zu den reinen Praxiskosten kommt noch hinzu,  dass ein Kassen-Arzt vor Eröffnung einer Praxis einen sogenannten „Kassenarztsitz“ besitzen oder einen freien Sitz erwerben muss, was wiederum ein komplexes Verfahren ist und über die Kassenärztliche Vereinigung Hessen läuft.

Gynäkologie-Praxis soll am Riedberg eröffnen

Dennoch gibt es auch gute Neuigkeiten für unseren Stadtteil: Laut MAINRiedberg-Informationen wird eine Gynäkologin, die früher am Fachärztezentrum tätig war, einen Teil der Räume am Riedbergplatz übernehmen und dort mit weiteren Ärztinnen oder Ärzten tätig werden. Die Entscheidung fiel erst gestern im Berufungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung.

Sobald weitere Einzelheiten bekannt sind, werden wir unter main-riedberg.de darüber berichten.

Foto: MAINRiedberg

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Billabong: Zahlreiche Kurse laufen noch

Das Familienzentrum Billabong machte sich seit Sommer auf den Weg Richtung Normalität – aufgrund der steigenden Corona-Zahlen wird das Angebot jetzt wieder eingeschränkt. Doch zahlreiche Kurse laufen noch.

Die Corona-Auflagen sind schon seit dem Re-Start im Juni erfüllt, auch das beliebte Café Billabong im Familienzentrum in der Graf-von-Stauffenberg-Allee bleibt weiterhin geöffnet. Veranstaltungen wie der Info-Abend der Initiative FEMALE FUTURE Riedberg, das Repair Café und das offene Atelier können ab sofort allerdings nicht mehr stattfinden. Das Eltern-Kind-Frühstück dienstags von 9 bis 11 Uhr und der Krabbeltreff am Freitagnachmittag ab 15.30 Uhr derzeit schon. Ebenso Angebote wie „Filzen für Kinder“, Seniorenyoga oder der Handarbeitstreff am Donnerstag Abend.

Ebenso laufen Deutschkurse für Erwachsene, Russisch-Unterricht für Kinder, „Bewegung für Klein und Groß“, Spiel und Spaß (ab 11 Monate bis 3 Jahren), ZUMBA 4 TEENS, ZUMBA für Erwachsene, Rückenschule, Musikgarten, Babymassage, Tai Chi sowie Meditation, Qigong und Fitness für Väter.

Alle Veranstaltungen finden unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienevorschriften statt. „Und natürlich bis auf Weiteres, je nachdem, wie die Stadt die Regeln verschärft“, heißt es bei Billabong.

Weitere Informationen unter billabong-family.de

Foto: Billabong – Familienzentrum Riedberg e. V.

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Corona-Appell an die Bürgerinnen und Bürger

In den vergangenen Tagen sind die Corona-Infektionszahlen in Frankfurt stark gestiegen. Was tut die Stadt, um die Pandemie in den Griff zu kriegen? Und: Was kann jeder einzelne von uns tun, um sich und seine Familie vor einer Ansteckung zu schützen?

„Halten Sie sich an die Regeln“, appelliert Oberbürgermeister Peter Feldmann deshalb jetzt in einer Videobotschaft an die Frankfurterinnen und Frankfurter. Bedenken Sie, die meisten Infektionen passieren im privaten Umfeld“, sagt das Stadtoberhaupt in dem knapp zweiminütigen Clip. Zum Zusehen sei jedoch keiner verdammt: „Schon kleine Veränderungen helfen, das Infektionsgeschehen einzudämmen.“

Abstand, Hygiene und die Alltagsmaske seien starke Waffen im Kampf gegen Corona. Und: Verzichten Sie auf die großen Feiern, unnötige Reisen.

Es gehe bei Corona nicht nur um einen selbst. Feldmann: „Denken Sie an die Alten. Denken Sie an die Kranken.“ Auch mit Blick auf die Kleinsten sei es wichtig, die Ansteckungsrate zu senken. Kitas und Schulen müssten offenbleiben. Das Stadtoberhaupt sagt: „Für sie alle müssen wir Corona bekämpfen.“

Das Video ist unter frankfurt.de/facebook abrufbar.

Foto: frankfurt.de/facebook 

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Verschwörungs-Post im Briefkasten

In hunderten Haushalten am Riedberg steckten in den vergangenen Tagen Flyer zum Thema Corona im Briefkasten, die auf bundesweit bekannte Pandemie- und Impfgegner zurückzuführen sind. Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer spricht von einem „allgemeingefährlichen Quatsch“. Auch die Vorsitzende des Ortsbeirates ist empört.

Die Flyer wirken seriös, auf den ersten Blick scheinbar voller Fakten – die sich auf den zweiten Blick und mit etwas Recherche schnell als eine Mischung aus Halbwahrheiten und Verschwörungstheorien entpuppen. Besonders der Name im Kleingedruckten, der umstrittene Arzt Bodo Schiffmann, „Querdenken“-Wortführer und Gründer der Partei „wir2020“, sollte nachdenklich machen. Zuletzt machte er unter anderem mit Behauptungen von sich reden, in Schweinfurt sei ein Mädchen wegen Maskentragens gestorben – was die Polizei überprüfte und als Falschmeldung kennzeichnete. Nach Teilen von Bayern und Baden-Württemberg ist jetzt offensichtlich auch Frankfurt Ziel einer groß angelegten Desinformations-Kampagne.

„Das ist allgemeingefährlicher Quatsch und das Letzte, das wir in der derzeitigen Situation brauchen“, erklärte der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) auf MAINRiedberg-Anfrage. „Ich frage mich, wer so was am Riedberg verteilt. Der Inhalt ist an vielen Stellen falsch. Studien werden umgedeutet und das Robert-Koch-Institut falsch zitiert“, betonte auch Carolin Friedrich (CDU), Vorsitzende des Ortsbeirates Kalbach/Riedberg. Sie habe noch keinen dieser Wurfzettel erhalten, kenne den Inhalt aber von Bürgern, die sich sie gewandt haben.

Friedrich weiter: „Natürlich kann man die Corona-Maßnahmen hinterfragen und gegebenenfalls kritisieren, aber hier wird mit Ängsten gespielt und bewusst falsch informiert.“ Wenn man sich die Lage in unseren Nachbarländern anschaue, „kann unsere Strategie so schlecht nicht sein, zumindest haben wir deutlich niedriger Fallzahlen und ich hoffe, dass das so bleibt“.

In Frankfurt gab es in den vergangenen sieben Tagen 950 bestätigte Corona-Fälle, was einen Inzidenz-Wert von 124 pro 100.000 Einwohner bedeutet. Bisher galt schon ab einem Wert von 70 pro 100.000 Einwohner die höchste Warnstufe. Seit Beginn der Pandemie gab es in Frankfurt 81 Todesfälle, 590 in Hessen und knapp 9900 im Bundesgebiet – in Frankreich allerdings fast 34.000.

Weitere Informationen und aktuelle Statistiken unter soziales.hessen.de/gesundheit/corona-hessen/taegliche-uebersicht-der-bestaetigten-sars-cov-2-faelle

Foto: privat

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Feuerwehreinsatz wegen roter Farbe im Regenwasser

Feuerwehr-Signallicht

Rot gefärbtes Wasser hat vergangene Woche zu einem Einsatz von Feuerwehr und Polizei auf dem Sportgelände des SC Riedberg geführt. Ermittelt wird wegen Verdachts eines Umweltdeliktes. Auch der Verein sucht intern nach der Ursache und bittet Nachbarn um Entschuldigung für mögliche Irritationen.

Offenbar Passanten hatten am Freitag beobachtet, dass sich Wasser in einem Regenrückhaltebecken in der Grünanlage an der Straße Zum Taubenzehnten / Johann-Beyer-Weg plötzlich Rot verfärbte, und gegen 18 Uhr die Polizei alarmiert. Die Feuerwehr war beim Einsatz dann ebenfalls vor Ort. So konnte durch Öffnung diverser Gullydeckel ermittelt werden, dass die Farbe vom wenige hundert Meter entfernten Sportplatz ins Grundwasser gelangt sein muss, das wiederum auch in diesen Tümpel geleitet wird. Der Einsatz dauerte bis nach 20 Uhr.

Das Umweltkommissariat ermittelt in der Sache. Denn eine der Fragen ist, ob es sich um eine wasserlösliche Farbe handelt, was weniger problematisch wäre, oder um eine Ölfarbe. Der Verdacht eines Umweltdeliktes wird jetzt geprüft.

„Für uns ist das ein Rätsel“

„Die Sache ist für uns auch rätselhaft. Außer der Farbe zum Markieren des Platzes, die ihrerseits mit viel Wasser verdünnt wird, nutzt bei uns niemand rote Farbe“, erklärt Axel Leonhardt, Vorsitzender des SC Riedberg. Sollte es notwendig sein, den Wagen für das Einzeichnen des Platzes zu reinigen, so geschehe das an einer Wasserstelle, die an die Schmutzwasser-, aber nicht an die Regenwasserkanalisation angeschlossen ist.

Die Stadtentwässerung konnte den Weg der Farbe, die ins Regenwasser gekommen ist, wohl eindeutig bis zu einem Schacht auf der SCR-Sportanlage zurückverfolgen. „Dort sitzt aber ein fester Deckel auf dem Schacht, so dass von dort niemand etwas einfüllen konnte“, so Leonhardt.

Für die Verantwortlichen des Vereins sei das daher ein Rätsel. „Wir haben vereinsintern noch einmal darauf hingewiesen, dass nichts in die Regenwasserabläufe eingefüllt werden darf. Sollte es bei den Nachbarn zu Irritationen gekommen sein, so bitten wir dies zu entschuldigen.“

Die Ermittlungen dauern noch an.

Foto: Archiv

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Klima-Challenge zum Mitmachen gestartet!

Klimaschutz Initiative Riedberg

Es hat noch nie so viel Spaß gemacht, CO2 einzusparen! Davon ist die Klimaschutz-Initiative Riedberg (KIR) überzeugt – und startet heute den Klimathon Riedberg“, eine Klima-Challenge per Handy-App zum Mitmachen.

„Am heutigen 19. Oktober 2020 beginnt der erste KIR-Klimathon im Rahmen unseres Projekts CO2-Barometer. Gemeinsam mit den Städten Oberursel und Steinbach nehmen wir als Stadtteil an einer Klima-Challenge teil“, erklären die Klimaschützer*innen um Ina Mirel und Anne Rave. Mittels der App „Klimakompass“ des Start-ups Worldwatchers werden rund sechs Wochen lang – also nach dem Marathonvorbild über 42,195 Tage – unterschiedliche Klima-Aufgaben gestellt, um den persönlichen CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

Jede Woche ist einem anderen Lebensbereich gewidmet: Wohnen, Ernährung, Mobilität, Urlaub, Freizeit, Shopping oder Digitales Leben. Wöchentlich werden kleine Challenges zum jeweiligen Bereich gestellt: beispielsweise weniger Fleisch zu essen oder die tägliche Duschzeit zu reduzieren. „Spielerisch werden wir so angespornt, unsere Lebensweise nachhaltiger auszurichten“, heißt es bei der KIR.

Am Ende der sechs Wochen wird es spannend: Wie viel CO2 konnte jede und jeder einzelne im Vergleich zum Anfangswert einsparen? Christoph Kunz, der Gründer von Worldwatchers, der übrigens auch selbst am Riedberg wohnt, hat mit seinem Team die App in einer Kooperation mit dem Wuppertaler Institut für Umwelt, Klima, Energie entwickelt. In enger Zusammenarbeit mit der Lokalen Oberurseler Klimainitiative – LOK, dem BUND und den Stadtwerken Oberursel (Taunus) wurde der Klimathon in den letzten Wochen intensiv vorbereitet.

Die wichtigsten Tipps zum Mitmachen

Hier noch ein die wichtigsten Tipps: Die App „Klimakompass“ von Worldwatchers kann man aus dem Google Play- oder Apple Store herunterladen und den derzeitigen CO2-Fußabdruck über die Schieberegler in der App bestimmen. Der angezeigte Wert ist der Ausgangswert für den KIR-Klimathon. Jetzt auf den Menüpunkt „Challenges“ klicken,  den Code „1RK2020“ für den KIR-Klimathon eingeben, sich für unseren Stadtteil („RK“ für Riedberg Klimathon) registrieren – und dann kann’s losgehen!

Wie aber kann man fleißig Klimapunkte sammeln? Bei den wöchentlichen Challenges natürlich, aber auch bei der großen KIR-Müllsammelaktion am 7. November im Stadtteil.

Der Klimathon ist heute, am 19. Oktober 2020, um exakt 0.00 Uhr gestartet!

Weitere Informationen unter klimaschutz-initiative-riedberg.de und klimaschutz-initiative-riedberg.de/klimathon/

Foto: Klimaschutz-Initiative Riedberg

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Wirtschafts-Philosoph Amartya Sen erhält Friedenspreis des Buchhandels

Der indische Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Amartya Sen ist am Sonntag mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Die Verleihung in der Paulskirche fand pandemiebedingt ohne geladene Gäste statt. Amartya Sen wurde live aus den USA zugeschaltet.

Die Laudatio von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der sich am Vortag der Verleihung in Quarantäne begeben musste, wurde durch Schauspieler Burghart Klaußner verlesen.

In seiner Dankesrede rückte Amartya Sen die Bedeutung der Meinungsfreiheit und der Debatte für Freiheit, Frieden und Fortschritt in den Mittelpunkt und warnte vor deren zunehmender Gefährdung durch autokratische Systeme. Bücher übernähmen eine wichtige Rolle beim Schaffen einer Gesprächs- und Streitkultur: „Bücher zu lesen – und über sie zu sprechen – kann uns unterhalten, amüsieren, aufregen und unser Interesse für alle möglichen Dinge wecken. Bücher helfen uns auch, miteinander zu streiten. Und nichts ist meiner Meinung nach so wichtig wie die Möglichkeit, über Dinge zu streiten, bei denen wir möglicherweise uneins sind.“

Den Streit als Möglichkeit, seine eigene Meinung kundzutun und die der anderen anzuhören, beschrieb Sen als fundamental für die Zuschreibung von Sinn – und zugleich als stark gefährdetes Gut: „Wenn die Redefreiheit beschnitten wird und Menschen dafür bestraft werden, dass sie ihre Meinung sagen, können wir in dem Leben, das wir führen können, schweren Schaden erleiden. Leider gehört die erhebliche Einschränkung der Meinungsfreiheit nicht der Vergangenheit an, und es gibt immer mehr Länder, in denen autoritäre Entwicklungen die Freiheit zu widersprechen schwieriger – oft viel schwieriger – machen als früher. Die repressiven Tendenzen in vielen Ländern der heutigen Welt – insbesondere in Asien, in Europa, in Lateinamerika und innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika – geben Anlass zur Sorge. Mein eigenes Land, Indien, gehört ebenfalls in diesen beklagenswerten Korb.“

Anhand von Beispielen aus Ländern wie Indien, den Philippinen, Ungarn oder Brasilien legte er dar, wie Regierungen auf unterschiedliche Weise Teile der Gesellschaft unterdrücken und in ihren Rechten beschneiden. In dieser gesellschaftlichen Spaltung sieht er großen Grund zur Sorge: „Der Autoritarismus verhängt direkte Strafen gegen Menschen; dazu gehören die Verletzung der persönlichen Freiheit und der politischen Freiheitsrechte. Darüber hinaus aber hängt der soziale Fortschritt in hohem Maße von menschlicher Kooperation ab, und eine Spaltung der Gesellschaft durch die Verfolgung missliebiger Gruppen kann die gemeinsame Arbeit für den Fortschritt um ein Vielfaches schwieriger machen. Ich will keineswegs behaupten, dass in einem autoritären System niemals je sozialer Fortschritt erreicht werden kann. Das ist manchmal durchaus möglich, aber tendenziell wird der Fortschritt ernsthaft behindert, wenn Streit und kritische Diskussionen verboten und die Interessen einiger Menschen beharrlich ignoriert werden.“

Er sagte: „Die Welt ist heute mit einer Pandemie des Autoritarismus konfrontiert, die das menschliche Leben auf je unterschiedliche, aber zusammenhängende Weise in Mitleidenschaft zieht. Angesichts unserer globalen Verbindungen und der Bedeutung unseres gemeinsamen Menschseins gibt es allen Grund, uns nicht nur um unser eigenes Land, sondern auch um andere ernsthaft Sorgen zu machen und uns für Probleme überall auf der Welt zu interessieren.“ Und so schloss er mit einem Appell: „Heute ist gesellschaftlich kaum etwas dringlicher geboten als globaler Widerstand gegen den zunehmenden Autoritarismus überall auf der Welt. Der notwendige Widerstand kann auf vielerlei Art erfolgen, aber mehr Lesen, mehr Reden, mehr Streiten sollten ohne Zweifel Teil dessen sein.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte Amartya Sen in seiner Laudatio als moralische Instanz, als Kämpfer für globale Gerechtigkeit und als Demokraten. Er betonte die zentrale Rolle, die Demokratie in Sens Vorstellungen von Gerechtigkeit und Freiheit einnimmt und verwies auf den immerwährenden Wettstreit politischer Systeme bei der Beantwortung der zentralen Fragen unserer Zeit: „Für Sen gibt es echte Gerechtigkeit auch nicht ohne politische Freiheit und politische Freiheit nicht ohne Demokratie. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Demokratie ist für ihn darum auch kein Luxusartikel für reiche Länder und auch nicht nur normatives Projekt des Westens. Sie ist weltweite Sehnsucht und ein universelles Versprechen. Auch daran erinnern uns die Demonstrantinnen und Demonstranten auf den Straßen von Caracas, Minsk und Hongkong! Der Universalismus der Demokratie und der grundlegenden Menschenrechte – das sind die Eckpunkte der Sen’schen Philosophie. Das ist der Kern einer fundamentalen Erkenntnis, die heute wieder unter Druck steht.“

Oberbürgermeister Peter Feldmann, der die Gäste in der Paulskirche begrüßte, sagte: „Der Friedenspreis hätte in diesem Jahr keinen besseren Preisträger finden können. Denn wir leben in Zeiten, in denen unsere gewohnte Lebensweise in die Krise gerät, in denen die globale Pandemie nicht nur unsere Gesundheitssysteme auf die Probe stellt. Unsere Wirtschaft, mir ihrem scheinbar grenzenlosen Streben nach Wachstum, gerät ins Stocken. Der Klimawandel stellt uns vor Fragen, an deren Beantwortung das Schicksal der gesamten Menschheit hängt.“ Amartya Sen weise in seinen Schriften schon lange darauf hin. „Hören wir Ihnen also nicht nur zu. Sondern ändern wir unser Handeln“, forderte das Stadtoberhaupt auf.

Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins, bezeichnete Sens Schriften als ein geeignetes Fundament für den Aufbau einer besseren Welt nach Corona: „Sen ist ein Vordenker in Fragen der Verteilungsgerechtigkeit, als Feminist und als Weltenbürger, der der Weisheit des Ostens eine stärkere Stimme verleiht. Die Lektüre von Amartya Sen kann so etwas sein wie der Polarstern für eine weltoffene, gerechte Gesellschaft. Sie kann Orientierung geben und Ansporn sein. Sie kann helfen, keine faulen Kompromisse zu machen, sondern Wege zu finden, die mutig sind.“

Seit 1950 vergibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Preisträger waren unter anderem Albert Schweitzer, Astrid Lindgren, Václav Havel, Jürgen Habermas, Susan Sontag, Liao Yiwu, Navid Kermani, Margaret Atwood, Aleida und Jan Assmann und im vergangenen Jahr Sebastião Salgado. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto oben: Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, und OB Peter Feldmann stehen nach der Verleihung des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Amartya Sen, indischer Wirtschaftswissenschaftler, Philosoph und Nobelpreisträger, in der Frankfurter Paulskirche mit der Urkunde an einem Monitor. Wegen der Corona-Pandemie nimmt der 86-Jährige Sen die Auszeichnung nicht persönlich entgegen, sondern wird trotz der Zeitverschiebung live aus den USA zugeschaltet.    FOTO: dpa / über Presse-Info Stadt Frankfurt

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Veranstaltung von FEMALE FUTURE Riedberg abgesagt

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen muss leider auch die nächste Veranstaltung der Initiative „FEMALE FUTURE Riedberg“ am Montag abgesagt werden.  

Job, Karriere, Familie oder Wiedereinstieg in den Beruf – was will ich und wie kann ich meinen Weg finden? Das ist das große Thema der 2019 gestarteten Initiative FEMALE FUTURE Riedberg, wo das Stadtteilmagazin MAINRiedberg und das Familienzentrum Billabong zu regelmäßigen Info-Abenden plus After Hour einladen.

Am Montag, 19. Oktober, um 19 Uhr sollte der erste Termin seit dem Corona-Lockdown stattfinden. Expertin Claudia Tascher, TÜV-zertifizierte Datenschutzbeauftragte, wollte zum Thema „Warum Datenschutz so wichtig ist“ Tipps und Infos für Alltag und Beruf weitergeben und für Fragen zur Verfügung stehen. Das muss jetzt leider kurzfristig aufgrund der stark ansteigenden Corona-Infektionen abgesagt werden.

„Es tut uns leid, aber wir haben gemeinsam mit Claudia Tascher beschlossen, dass wir aufgrund der fürchterlich steigenden Infektionszahlen das Treffen absagen“, erklärte Judith McCrory vom Vorstand des Familienzentrums Billabong, wo das Treffen stattfinden sollte. „Das wäre ein Risiko, was nicht absolut notwendig für uns alle ist. Wenn die Zahlen wieder fallen und im grünen Bereich sind, laden wir gerne wieder ein.“

Das ist FEMALE FUTURE Riedberg

Von Agilem Arbeiten bis zur Altersvorsorge, von Tipps für Bewerbungsgespräche bis zum Businessplan – all das sind Themen der Initiative FEMALE FUTURE Riedberg, die das Stadtteilmagazin MAINRiedberg und das Familienzentrum Billabong im vergangenen Jahr gemeinsam gestartet haben. Die Treffen finden – hoffentlich schon wieder möglichst bald – jeweils am zweiten Montag eines Monats im Café Billabong statt. Die Teilnahme ist kostenlos, jeder ist willkommen. Stets sind Expertinnen zu Gast, die bei einem kurzen Vortrag und in lockerer Runde ihr Wissen weitergeben und für Fragen zur Verfügung stehen.

Sobald neue Termine geplant werden können, stehen die Informationen auf main-riedberg.de sowie billabong-family.de

Foto: FEMALE FUTURE Riedberg

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