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Gemeinschaftliches Wohnen im Kreuzerhohl

Am gestrigen Donnerstagabend fand im Festsaal der Seniorinnenwohnanlage Niederursel (Kreuzerhohl) die Auftakt-Veranstaltung für ein Konzeptverfahren statt. Thematisch ging es hierbei um einen Neubau auf dem Gelände des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts, der in nächster Nachbarschaft zur bestehenden Seniorinnenwohnanlage errichtet werden wird. Auf der Grundlage einer Konzeptstudie wird ein etwa 700m² großes, dreieinhalbgeschossiges Wohnhaus entstehen, das Platz für bis zu zehn Wohneinheiten sowie Gemeinschaftsräume bietet. Zukünftig bezogen und verwaltet werden soll das Gebäude durch Mitglieder einer zu ermittelnden Wohngruppe, die sich dem Gemeinschaftlichen Wohnen verpflichtet hat. Erwartungsgemäß wurde die Veranstaltung in der Hauptsache von Gruppen und Initiativen besucht, die sich an der Ausschreibung beteiligen werden.

Mitarbeiter des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts, des Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen und des Amtes für Wohnungswesen erläuterten die Grundzüge des Verfahrens.

Das St. Katharinen- und Weißfrauenstift besitzt und bewirtschaftet bereits die Liegenschaft im Kreuzerhohl 24-30. Die Seniorinnenwohnanlage wird von rund 80 Frauen bewohnt. Das Baugrundstück für das neue Wohnhaus wird aktuell als Parkplatz genutzt.


                                                              die Seniorenwohnanlage im Kreuzerhohl

Wie es in der Ausschreibung heißt:
Die Gruppe, welche das gemeinschaftliche Wohnprojekt mit ihrem Konzept gestalten und bewohnen soll, wird durch ein Konzeptverfahren für gemeinschaftliche Wohnprojekte gesucht. Ziel des Verfahrens ist die Ermittlung einer Projektgruppe, welche im anschließenden Prozess einen Generalmietvertrag mit der Stiftung unterzeichnet und in das gemeinschaftliche Wohnhaus einzieht. Das Haus wird zu einem festen monatlichen Beitrag an die Wohngruppe vermietet. Verwaltung und Belebung des Hauses werden von der Gruppe selbst organisiert.“

Von einem Konzeptverfahren spricht man, wenn Liegenschaften für gemeinschaftliche Wohnprojekte oder Baugruppen ausgeschrieben werden und nicht der höchste Preis, sondern das beste Konzept ausschlaggebend ist.

Interessierte Gruppen können sich (seit letztem Dezember) mit ihrem Konzept für den geplanten Neubau bewerben. Zentrale Aufgaben der zukünftigen Bewohnergruppe werden sein:
– Nutzungskonzept
– Auswahl der Bewohner
– Gruppenorganisation
– Bewirtschaftung

Dem St. Katharinen- und Weißfrauenstift fallen die Aufgaben Finanzierung, Bau und Bestandhaltung zu. Unterstützung erfahren die Wohngruppe und das Stift durch das Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen und das Amt für Wohnungswesen.

Viele der gestrigen Fragen der Besucher konnten (und sollten) nicht beantwortet werden. Zum einen sind einige Themen noch nicht abschließend geklärt und werden erst mit der zu ermittelten Wohngruppe zusammen entschieden; darüber hinaus sollen offene Punkte im Februar in einem Rückfragen-Kolloquium besprochen werden.
So konnten z.B. Angaben zur technischen und räumlichen Gestaltung der Wohnungen nicht gemacht werden; auch die zu erwartende Miethöhe bleibt bis auf weiteres ungewiss; auf einen möglichen Einzugstermin wollte sich ebenfalls niemand festlegen, schon alleine deshalb, weil tatsächliche Bauzeit und Baukosten derzeit nur schwer abzuschätzen sind.

Abschließend konnten sich die anwesenden Bewerbergruppen selbst kurz vorstellen; überraschend war die Vielfalt:
– in Bezug auf das Alter der Mitglieder sind Kleinkinder bis Siebzigjährige vertreten; in manchen Gruppen sind vorwiegend Senioren organisiert
– unterschiedlich auch der Familienstand: Singles, Paare, Familien (mit Kindern), Wohngemeinschaften, eine Frauengruppe
– es waren (Vertreter von) Gruppen aus Frankfurt, Oberursel und Offenbach anwesend.

weitere Termine:

  • 27.02.2025, 18:00 Uhr: Rückfragen-Kolloquium im Service-Bereich des Amtes für Wohnungswesen, Adickesallee 67/69
  • 22.04.2025: Bewerbungsfrist
  • 15.05.2025: Beiratssitzung und Präsentation der vorausgewählten Projektgruppen
  • 22.05.2025: Bekanntgabe

 

Erschöpfende Informationen gibt es hier:
Stadt Frankfurt (https://frankfurt.de/de-de/aktuelle-meldung/meldungen/wohngruppe-gesucht-konzeptverfahren-fuer-gemeinschaftliches-wohnprojekt-in-niederursel-startet/)
Netzwerk gemeinschaftliches Wohnen
Konzeptverfahren
St. Katharinen-Wohnstift Niederursel

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Grenzwanderung durch Bommersheim

Wie alle Jahre wieder lud zum letzten Samstag im Jahr der Ortsbeirat Oberursel-Bommersheim
zur Grenzwanderung durch den Ortsteil ein. Ziel und Wendepunkt dieser Wanderung war der
2015 gesetzte, erste Grenzstein oberhalb des Kleingartenvereins Looshecke. Geleitet wurde
die Wanderung vom Ortsvorsteher Steffen Wolf.

die Grenzen der Gemarkung Bommersheim; in roter Jacke: Steffen Wolf

Auf dem Weg dorthin und zurück verweilte man an Haltepunkten, die das vergangene
Jahr den Ortsbeirat beschäftigt hatten.
Das konnten zwei neuerlich angebrachte Müllkörbe beidseits der Brücke, welche die Bommersheimer Felder mit dem Gewerbegebiet längs des Zeilwegs verbinden, sein: ein Bommersheimer Bewohner hatte beharrlich (und letzlich erfolgreich) die Anbringung der Müllkörbe gefordert, nachdem ihn immer wieder der umliegende Abfall an dieser Ecke gestört hatte.
Über den Zeilweg gelangte man in die Willy-Brandt-Straße. In dem Gewerbegebiet waren über die letzen Jahre erfolgreich einige Unternehmen, speziell aus der Automobil-Branche, angesiedelt worden.

Hier zeigte sich ein weiteres Problem, mit dem die Gemeinden im Hochtaunuskreis und das
nördliche Frankfurt zu kämpfen haben. Nachdem diese Grundstücke großfläching verbaut und damit versiegelt worden waren, wurden die Bommersheimer bei Starkregen immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht. Einzelne Teilnehmer der Wanderung berichteten über übergelaufende Keller: bei manchen Häusern war „nur“ das Regenwasser in die Untergeschosse geströmt; andere Bewohner hatten mehr Pech, weil dort die Abwässer aus den Abflusskanälen eingeflossen waren.
Auf Drängen des Ortsbeirates konnten die ansässigen Unternehmen dazu bewegt werden, vollgelaufene Zisternen stets geleert zu halten, um damit Vorsorge für kommende Starkregen-
ereignisse zu treffen.

Beeindruckend auch der Neubau der Erich-Kästner-Schule, der neben dem Altbau errichtet wurde; die Bildungseinrichtung fungiert als Kooperative Gesamtschule mit gymnasialen Eingangsklassen für Oberursel und den Hochtaunuskreis.

Von überragender Bedeutung dürfte zukünftig das Institut für Bienenkunde sein: die Eröffnung ist für das nächste Jahr geplant und soll als Studien- und Forschungsanstalt dienen.

Der Grenzstein von 2015 war der erste seiner Art, der anläßlich einer Grenzwanderung gesetzt
worden war; er befindet sich oberhalb des Kleingartenvereins Looshecke und markiert den Übergang von Bommersheim nach Oberursel.

Die dreistündige Wanderung hat sich als lehrreiche Veranstaltung erwiesen, die Gelegenheit für
Gespräche und den Austausch vieler Informationen geboten hat. Erfreulich aus der Sicht des
(Kalbacher) Autoren war auch, dass tatsächlich einige Teilnehmer aus Kalbach-Riedberg zu Besuch bei den Nachbarn jenseits der Bommersheimer Felder gekommen waren.

Link zur Grenzwanderung im letzten Jahr:
https://www.taunus-nachrichten.de/oberursel/nachrichten/oberursel/dritte-grenzstein-fuer-bommersheim-id154644.html

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Kein Piktogramm „Achtung, Kinder!“ auf der Alten Riedbergstraße

Einer Anregung des Ortbeirates 12, auf der Anfahrt zur Reitsportanlage Kautenhof (Alte Riedbergstraße) einen Warnhinweis anzubringen, um Autofahrer auf spielende Kinder aufmerksam zu machen, wurde vom Magistrat „nicht entsprochen“.

Die Anregung (Dokument OM 5756) war im Juli diesen Jahres damit begründet worden, spielende Kinder auf dem Spielplatz Kautenhof und Schulkinder besser zu schützen; es heißt:
Anwohner stellen fest, dass in dem o. g. Straßenabschnitt häufig Tempo 30 missachtet wird. Zum Kautenhof gibt es einen starken Anliegerverkehr, dem möglicherweise Tempo 30 nicht mehr bewusst ist. Um die spielenden Kinder und Schulkinder besser zu schützen, sollte ein Piktogramm „Achtung, Kinder!“ zur Geschwindigkeitsreduzierung beitragen.“


der Kinderspielplatz am Kautenhof

Der Magistrat lehnte den Vorschlag Anfang Dezember ab (Dokument ST 2092):

  • es gelte „eine Überbeschilderung zu vermeiden und insbesondere Gefahrzeichen nicht in ihrer Wirkung durch häufige Verbreitung im Einsatz „abzunutzen“.“
  • dagegen seien die örtlichen Sichtverhältnisse gut, „der Spielplatz liegt von der Straße zurückgesetzt, ist umzäunt und ohnehin nur vom südlich parallel laufenden Geh- und Radweg aus zu betreten.
  • Einzelne subjektive Wahrnehmungen“ seien darüber hinaus kein „Anlass zur Annahme einer Gefahrenlage“; vielmehr habe sich auf dem gesamten Abschnitt von 2016 bis 2023 nur ein Verkehrsunfall mit leichtem Personenschaden und ohne KFZ-Beteiligung ereignet, der polizeilich aufgenommen wurde.


der Spielplatz: rechts hinter den Büschen;  der Kautenhof: etwa 50 Meter dahinter auf der rechten Seite

 

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Heddernheim: Falscher Handwerker

Teil eines Polizeiwagens

Die Frankfurter Polizei informiert

Am Mittwochmittag (18. Dezember 2024) erbeuteten falsche Handwerker unter dem Vorwand, Handwerksarbeiten ausführen zu müssen, unter anderem eine wertvolle Münzsammlung.

Der falsche Handwerker klingelte gegen 12:50 Uhr an der in der Aßlarer Straße befindlichen Wohnungstür. Als die 86-jährige Dame öffnete, gaukelte der Mann vor, Handwerksarbeiten in der Wohnung verrichten zu müssen.

Während der Tatverdächtige die Geschädigte ablenkte und in die vermeintlichen Arbeiten einband, durchwühlte vermutlich ein Komplize die Wohnung und entnahm eine Geldkassette mit Olympia Münzen und einen Werkzeugkoffer.

Anschließend entfernten sie sich in unbekannte Richtung.

Hinweis der Polizei:
Lassen Sie keine fremden Personen ins Haus oder in Ihre Wohnung! Täter und Täterinnen geben oftmals vor, Handwerker, Mitarbeiter, hilfebedürftig oder von der Polizei zu sein, um in ihre Wohnung und an ihre Wertsachen zu gelangen.

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Die Polizei warnt – Spendenbetrug

Am Dienstag (10. Dezember 2024) kam es zu einem Betrug im Theodor-Fischer-Weg. Die Polizei warnt vor dieser Masche, die vermehrt rund um die Feiertage angewendet wird.

Ein 84-jähriger Mann aus Praunheim erstattete Anzeige bei der Polizei und schilderte, dass er vor einigen Tagen ein Schreiben in seinem Briefkasten aufgefunden habe. Auf dem Schreiben seien Weihnachts- und Neujahrswünsche zu lesen. Ebenfalls sei ein Name, eine IBAN-Nummer sowie eine Adresse hinterlegt worden. Zudem seien die Logos örtlicher Zeitungen abgedruckt, um den Schein zu erwecken, dass die Grüße sowie der Spendenaufruf aus der Presselandschaft stammen würden. Durch das Schreiben der vermeintlichen Printmedien in Verbindung mit der abgedruckten Bankverbindung sollen die Empfänger zu Geldspenden animiert werden. Diese wiederkehrende Masche nutzen unbekannte Täter vermehrt in der Vorweihnachtszeit.

Aufgrund des echt wirkenden Schreibens verschickte der Mann Bargeld an die angegebene Adresse und bemerkte erst einige Tage darauf den Betrug.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei:

   Seien Sie vorsichtig bei Geldtransaktionen jeglicher Art
   Stellen Sie zunächst bei den Empfängern der Spenden sicher, ob 
   diese tatsächlich zu solch einer Spendenaktion aufgerufen haben
   Falls Sie den Eindruck haben, Opfer eines solchen Spendenbetruges
   geworden zu sein, kontaktieren Sie umgehend die Polizei
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Regionaltangente West – Vorteile auch für den Frankfurter Norden

Anfang Dezember begann mit dem Spatenstich der offizielle Baubeginn des Abschnitts Mitte der Regionaltangente West (RTW).

Die vollständige RTW soll bis Ende 2028 eine direkte Verbindung von Bad Homburg bis nach Dreieich, westlich um Frankfurter herum, ermöglichen.


Die Gesamtstrecke der Regionaltangente West,
Abschnitt Mitte in orange; © 2021 RTW Planungsgesellschaft mbH

Zum großen Teil wird die Gesamtstrecke über bereits bestehende Trassen geführt, im Abschnitt
Mitte (zwischen Bad Soden und Kelsterbach) stehen jedoch umfangreiche Baumaßnahmen an:
Im Abschnitt Mitte entstehen acht RTW-Haltepunkte, davon vier neue: der Bahnhof Dunantsiedlung sowie die Haltepunkte Höchst-Stadtpark, Industriepark Ost und Industriepark Süd. Insgesamt werden rund 7 Kilometer neue Strecke, zehn Brücken, ein Tunnelbauwerk und rund 2.500 m Lärmschutzwände gebaut.
Aufgrund seiner Länge und der vielen Ingenieurbauwerke fällt hier der Großteil der Investitionen der Gesamtstrecke an, insgesamt rund 570 Mio. Euro.
[ https://www.regionaltangente-west.de/aktuelles-reader/offizieller-baubeginn-im-abschnitt-mitte.html ]

Für die Bewohner des Frankfurter Nordens bieten sich zukünftig durchaus Gründe an, die RTW sinnvoll zu nutzen:
– insbesondere der Abschnitt Nord würde über Oberursel und Bad Homburg (mittels Park&Ride) eine Anbindung unter Umgehung der Frankfurter Innenstadt ermöglichen: Ziele wie der Flughafen, das Waldstadion, der Industriepark Höchst und eventuell die neue Mehrzweckhalle am Stadtwald wären ohne Stau und vollgestopfte Züge erreichbar.
– über den Bauabschnitt Nord/Stufe 2 kann man von Praunheim und dem Nordwestzentrum sogar innerhalb der Frankfurter Stadtgrenzen direkt an Ziele entlang der RTW gelangen; für diesen Teil der Tangente liegt z.Z. allerdings noch keine Planfeststellung vor und es wird wohl noch ein paar Jahre bis deren Verwirklichung dauern.

Für viele Besucher und Pendler aus dem westlichen, südlichen oder nördlichen Frankfurter Umfeld dürfte die Strecke ebenso von Vorteil sein: es soll ja eine große Anzahl an Eintracht-Fans im Taunus geben; oder Menschen, die im Industriepark Höchst oder am Flughafen arbeiten, und andere, die sich über eine zusätzliche Anreisemöglichkeit zum gebuchten Flieger freuen würden.

Insgesamt kann die RTW sicherlich einen echten Beitrag zur Entlastung des innerstädtichen Nahverkehrs durch Frankfurt leisten

Ein noch nicht abschließend gelöstes Problem sind die Züge: sie sollen auf Bahn- als auch Straßenbahn-Gleisen verkehren können und sind bislang noch nicht mal bestellt.


v.l.n.r.: Wolfgang Siefert (Dezernent für Mobilität, Stadt Frankfurt),
Kaweh Mansoori (Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum),
Horst Amann (Geschäftsführer RTW GmbH),
Prof. Knut Ringat (Geschäftsführer und Vorsitzender der Geschäftsführung Rhein-Main-Verkehrsbund),
Gerd-Dietrich Bolte (Leiter der Infrastrukturprojekte im Regionalbereich Mitte DB InfraGO AG),
© 2021 RTW GmbH/Medienwerk.de

Links:
https://www.regionaltangente-west.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Regionaltangente_West

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Karte des Monats: Wochenmärkte in Nord-Frankfurt

In unregelmäßigen Abständen präsentiert die Stadt Frankfurt eine „Karte des Monats“. Immer steht dabei ein Thema im Mittelpunkt, das in einer Frankfurter Stadtkarte dargestellt wird: im Dezember 2024 sind es die Wochenmärkte.

Die Stadt kommentiert die aktuelle Karte des Monats wie folgt:
In Frankfurt locken über 20 Wochenmärkte mit einem frischen Warenangebot sowie persönlichem Einkaufserlebnis. Sie bieten in unverwechselbarer Atmosphäre regionale, nationale und internationale Spezialitäten, aber auch Klassiker zur Adventszeit, wie die beliebten Frankfurter Bethmännchen, an. Wegen ihres überwiegend regionalen Bezugs gehören die Wochenmärkte zudem zu den umweltfreundlichsten Vermarktungsmöglichkeiten unserer Zeit. Weiterhin gibt es in der Stadt auch zwei überdachte Markthallen: die Kleinmarkthalle und die Markthalle Höchst – Lokalkolorit pur!

Die Wochenmärkte im Frankfurter Norden haben wir hier kurz zusammengestellt:

Wochenmarkt Bonames
Am Wendelsgarten, 60437 Frankfurt am Main
Markttage- und Zeiten: donnerstags 13.00 Uhr – 20.00 Uhr

Wochenmarkt Heddernheim
Karl-Perott-Platz, 60439 Frankfurt am Main
Markttage- und zeiten: freitags 09.00 Uhr – 18.00 Uhr

Wochenmarkt Riedberg
Riedbergplatz, 60438 Frankfurt am Main
Markttage- und zeiten: samstags 09.00 Uhr – 16.00 Uhr

Wochenmarkt Nieder-Eschbach
Ben-Gurion-Ring 54, 60437 Frankfurt am Main
Markttage- und zeiten: samstags 08.00 Uhr – 13.00 Uhr

Wochenmarkt Frischezentrum
Josef-Eicher-Straße 10, 60437 Frankfurt am Main
Markttage- und zeiten: Termine online

Außerdem:
Nordwestzentrum
Nidacorso/vor der Bücherei, 60439 Frankfurt am Main
Markttage- und zeiten: mittwochs 09.00 Uhr – 18.00 Uhr

Links:
Wochenmärkte im Überblick

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Zu Besuch auf der Streuobstwiese von Wolfgang Diel

Wolfgang Diel ist ein Kalbacher Urgestein und hat in seinem Stadtteil bereits tiefe Spuren hinterlassen: ob als Grünen-Fraktionschef im Ortsbeirat oder als stellvertretender Ortsvorsteher, im Vorstand des  Bürgervereins Kalbach oder Ortsgerichtsvorsteher für den Ortsgerichtsbezirk 12 – wahrscheinlich ist die Liste längst nicht vollständig.
Er hat MainRiedberg auf die von ihm betreute Streuobstwiese eingeladen.

Ab der 1950er Jahren wurden hochstämmige Obstbaumflächen zunehmend durch Ackerflächen der modernen Landwirtschaft und niederwuchsige Obstplantagen ersetzt. Vielerorts wurden Streuobstwiesen aber auch durch Bebauung (Straße, Wohnraum, Gewerbe) verdrängt. Um die Obstplantagen zu fördern, hat die EG bis 1974 sogar Rodungsprämien für jeden Hochstammobstbaum gezahlt. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist heute noch sichtbar:
Obwohl Streuobstwiesen in Hessen mittlerweile geschützt sind und als Kulturlandschaft gelten, gibt es nur noch etwa 17.500 Streuobstbiotope auf einer Fläche von insgesamt etwa 9.100 Hektar.“ *

Seit den 1980er Jahren setzte ein Umdenken ein und man begann, Streuobstwiesen in Hinblick auf den Naturschutz und Biodiversität neu zu bewerten. Streuobstwiesen werden heute als „gefährdete“ Lebensräume in der „Roten Liste“ aufgeführt und mittlerweile durch das Bundes- und das Hessische Naturschutzgesetz als geschützte Biotope eingestuft.

Eine allgemeine Definition von Streuobstwiese lautet wie folgt:
Streuobstanbau ist eine Form des extensiven Obstbaus, bei dem größtenteils starkwüchsige, hochstämmige und großkronige Obstbäume in weiträumigen Abständen stehen. Charakteristisch für Streuobstbestände ist die regelmäßige Unternutzung als Dauergrünland. Daneben gibt es Streuobstäcker mit ackerbaulicher oder gärtnerischer Unternutzung, Streuobstalleen sowie sonstige linienförmige Anpflanzungen. Häufig sind Streuobstbestände aus Obstbäumen verschiedener Arten  und Sorten, Alters- und Größenklassen zusammengesetzt, sie sollten eine Mindestflächengröße von 0,15 ha umfassen. Im Unterschied zu modernen Dichtpflanzungen mit geschlossenen einheitlichen Pflanzungen ist in Streuobstbeständen stets der Einzelbaum erkennbar.*
Wesentlich für die Pflege der Bäume und der dauerhaften Obstproduktion ist ein regelmäßiger Baumschnitt, „der die Erhaltung der Bäume bis ins hohe Alter sichert und die Baumhöhlen-entstehung fördert„.*
Im Rahmen einer extensiven Landwirtschaft (Bodennutzung mit geringem Einsatz von Arbeitskraft und Kapital) wird auf Düngung und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet. Neben dem Baumschnitt ist die Pflege des Unterwuchses unter den Obstbäumen wichtig: das Mähen entzieht dem Boden Nährstoffe und fördert damit die krautigen Blühpflanzen.

Rentabilität und Vermarktung sind also nicht die zentralen Motive für den Erhalt einer Streuobstwiese; man muss schon Begeisterung für die Pflege eines kleinräumigen Biotops mitbringen und es als Erfolg der eigenen Bemühungen sehen, wenn ein Spechtpaar in einem der alten Bäume brütet oder ansässige Bienen die Blüten der eigenen Obstbäume bestäuben. Und sicher schmeckt der auf der eigenen Wiese gewonnene Apfelsaft oder -wein viel besser als der, den man im Supermarkt erhält.

Die von Wolfgang Diel gepflegte Streuobstwiese liegt am Weißkirchener Berg, eingeklemmt zwischen landwirtschaftlich genutzten Feldern, am äußeren Rand Kalbachs. Der Kalbacher Kerbeverein betreut ebenfalls eine Obstwiese auf der anderen Straßenseite.
Das Feld von Herrn Diel – er ist Pächter des Grundstücks – misst etwa 20 auf 80 Meter, gepflanzt sind dort in der Hauptsache Apfelbäume, aber auch Edelkastanie, Mirabelle und Kirche. Die Bäume sind in zwei Reihen gesetzt, darunter finden sich alte wie auch junge.

Neue Pflanzen müssen durch einen Drahtkorb, der um die Pflanzenwurzeln gelegt wird, vor den Wühlmäusen geschützt werden. Aktiv bekämpft werden die Nager jedoch nicht – sie leben hier unbehelligt. An einigen Stellen zeichnen sich entlang ihrer festen Routen sogar richtige Trampelpfade ab.
Kleintiere, Insekten und Vögel fühlen sich hier ohnehin wohl – was auch durchaus gewollt ist. Auf kleineren Flächen wird eine Verbuschung (Brombeere) zugelassen oder wurde Altholz zusammengetragen und liegen gelassen, damit dort Kleinsäugetiere (Kaninchen, oder doch ein Fuchs?) Unterschlupf finden und Bienen, Wespen oder andere Insekten heimisch werden können.


Verschiedene Nistkästen und Steinkauzröhren bieten neben den natürlichen Baumnestern eine Brutgelegenheit für Vögel. Alte Bäume bleiben stehen, solange es geht; auch hier siedeln sich gerne Insekten und Vögel an, bevorzugt Spechte, an. So manch alter Baum konnte durch radikalen Astschnitt sogar revitalisiert werden, wenn nämlich anschließend neue Asttriebe schießen und diese wieder Früchte tragen.


Die benachbarte Landwirtschaft bietet den Vorteil, dass die Rasenfläche einmal im Jahr durch einen großen Mäher geschnitten werden kann. Die Insellage der Streuobstwiese inmitten agrarwirtschaftlicher Nutzflächen kann aber eine begrenzte Anwendung chemischer Hilfsmittel an den äußeren Rändern der Streuobstwiese nicht ganz ausschließen. Die Ackerflächen als auch die Obstwiese zwischen Kalbach und Riedberg sind als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, so dass eine andere Nutzung durch Bebauung weitestgehend ausgeschlossen ist.

Der Arbeitsaufwand hält sich für Herrn Diel insgesamt in Grenzen: die extensive Bewirtung erlaubt es, nicht täglich, und auch nicht jede Woche, auf der Streuobstwiese aktiv sein zu müssen: Baumschnitt, wenn nötig, einmal im Jahr, eigenhändiges Rasenmähen zwei Mal jährlich, die Ernte im Herbst, die Prüfung der Nistkästen und Steinkauzröhren, das Wässern der jungen Bäume in trockenen Sommern, regelmäßig nach dem Zustand der Fläche schauen. Bei der jährlichen Mostäpfel-Ernte helfen Freunde und Bekannte – die gewonnenen 300-400 Liter Saft und Apfelwein teilt man sich.


                                                                                                                                                           Foto: W.Diel

Trotzdem bemüht sich Herr Diel um einen (jüngeren) Partner, um sich Verantwortung und Arbeit teilen zu können und vor allem den Fortbestand der Streuobstwiese auch für die Zukunft zu gewährleisten.  Wünschenswert wäre, wenn die Pflege dieser Obstwiese am Ortsrand Kalbachs nicht nur eine One-Man-Show bliebe.

Links:
Allgemein
https://de.wikipedia.org/wiki/Streuobstwiese#Begriffsentwicklung
https://www.mainaeppelhauslohrberg.de/index.php/streuobst-erleben/lebensraum-streuobstwiese.html
https://www.mainaeppelhauslohrberg.de/index.php/streuobst-erleben/lebensraum-streuobstwiese.html

Das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat:
https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz/streuobstwiesenstrategie

Das Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie:
https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/lebensraeume-und-biotopkartierungen/gesetzlich-geschuetzte-biotope

Streuobst-Wissen
https://www.klimaenergie-frm.de/Nachhaltigkeit/Streuobst/Streuobst-Wissen/
https://www.mainaeppelhauslohrberg.de/

unverzichtbar:
https://www.mainaeppelhauslohrberg.de/images/dokumente/Handbuch_Biotopmanager.pdf

 

 

 

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Römisches Nida im Bibliothekszentrum Nordweststadt

Eine Kooperation zwischen zwei Kulturinstitutionen der Stadt Frankfurt

Das Archäologische Museum Frankfurt zeigt im Bibliothekszentrum Nordweststadt eine informative Präsentation zur römischen Geschichte Frankfurts: „Das römische Nida im Bibliothekszentrum Nordweststadt“. Bis Samstag, 21. Dezember, haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die faszinierende Geschichte der antiken Stadt Nida hautnah zu erleben – und das direkt in ihrer Nachbarschaft. Unweit des heutigen Standorts des Bibliothekszentrums Nordweststadt verliefen vor 1800 Jahren zwei wichtige Fernstraßen. Sie führten aus einem Tor der römischen Stadt Nida, heute Heddernheim, in die Wetterau und zu den Limeskastellen im Taunus. Das antike Nida, um 75 nach Christus aus der zivilen Ansiedlung bei einem Militärlager entstanden, entwickelte sich im Laufe des 2. Jahrhunderts nach Christus mit öffentlichen Großbauten wie Bädern und Heiligtümern zu einer der bedeutendsten Siedlungen im römischen Germanien. Heute sind nur noch wenige Überreste der Stadt in der modernen Nordweststadt sichtbar.

Umso bedeutender sind die Ergebnisse der Archäologinnen und Archäologen, die seit über 200 Jahren das antike Stadtgebiet erforschen. Die Präsentation des Archäologischen Museums Frankfurt im Bibliothekszentrum Nordweststadt gibt anhand von originalen Funden, hochwertigen Kopien und Texten einen Einblick in die Ergebnisse neuerer Ausgrabungen sowie die Geschichte von Nida. Dabei wird auch deutlich, dass bereits bei den Menschen in der Römerzeit Lesen und Schreiben gefragte Fertigkeiten waren.

Diese Präsentation ist ein hervorragendes Beispiel für die flexible und produktive Zusammenarbeit zweier Kulturinstitutionen der Stadt Frankfurt: Das Archäologische Museum Frankfurt und die Stadtbücherei bündeln ihre Expertise und Ressourcen, um archäologische und historische Forschungen einem breiten Publikum zugänglich zu machen – und das kostenfrei.

Die Präsentation läuft bis Samstag, 21. Dezember, im Bibliothekszentrum Nordweststadt, Nidaforum 6. Sie kann montags, mittwochs und freitags von 11 bis 17 Uhr, dienstags, donnerstags von 13 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr besucht werden.

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Änderung: Brückensperrung am Nordwestzentrum

Die Stadt Frankfurt hat eine Änderung der Umleitung bekannt gegeben:

Umleitung durch Heddernheim wird aufgehoben

 

Die nach der kurzfristigen Sperrung eines Brückenbauwerks über die Rosa-Luxemburg-Straße am Montag, 11. November, eingerichtete Umleitung für die Verkehre vom Erich-Ollenhauer-Ring kommend auf die Rosa-Luxemburg-Straße in Fahrtrichtung Norden wird im Laufe des Freitags, 15. November, verlegt.Statt über Titusstraße und Dillenburger Straße, was mit erheblichen Belastungen in Heddernheim einherging, wird die Umleitung ein kurzes Stück über die Rosa-Luxemburg-Straße südwärts geführt, um über Am Ginnheimer Wäldchen dann zu drehen und in Fahrtrichtung Nord wieder auf die Rosa-Luxemburg-Straße aufzufahren.

Das Straßenverkehrsamt bittet die Heddernheimerinnen und Heddernheimer um Verständnis, dass diese Streckenführung nicht sofort eingerichtet werden konnte: Zuerst musste eine an der Straße Am Ginnheimer Wäldchen bereits seit längerem bestehende Baustelle im Benehmen mit dem dortigen Vorhabenträger verändert, das Baufeld eingekürzt und für die dortige Baustellenampel eine neue Programmierung erarbeitet werden.


Copyright: Straßenverkehrsamt

 

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