5. Mai 2026: Tag des Lokaljournalismus

Symbolbild Redaktion MainRiedberg

Unsere Ära ist geprägt von globalen Krisen, digitaler Beschleunigung (KI &Robotik) und einem zunehmenden Auseinanderbrechen der gemeinsamen Welt in viele kleine, isolierte Gruppen, die kaum noch eine gemeinsame Sprache finden. So rückt ein oft unterschätztes Element der demokratischen Architektur wieder in den Fokus: der Lokaljournalismus.

Er bildet das „Basislager der Demokratie“ und fungiert als entscheidendes Bindeglied zwischen den abstrakten politischen Prozessen in den Machtzentren (Brüssel, Berlin, Wiesbaden, …) und der unmittelbaren Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterstrich bei einem Empfang für Lokaljournalisten im Schloss Bellevue im April 2026, dass Lokalzeitungen und lokale Informationsportale weit mehr als ein bloßes Ritual des Alltags sind: sie sind eine der Säulen, die die offene Gesellschaft tragen und stabil halten.

Ohne ein gemeinsames Informationsfundament, das auf verifizierten Fakten und lokaler Nähe basiert, droht ein „Kommunikationsinfarkt“, der den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet.

Die demokratische Architektur des Lokalen

Demokratie wird nicht allein in den Parlamenten von Berlin oder Brüssel entschieden. Sie wird jeden Tag in Schulen, Vereinen, Ortsbeiräten und Nachbarschaften gelebt. Der Lokaljournalismus übernimmt hierbei die unverzichtbare Aufgabe, diese Prozesse sichtbar zu machen. Er dient in seiner professionellen Form (FAZ, FNP/ FR, …) als Wächter, der Missstände aufdeckt, und als Moderator, der den öffentlichen Diskurs strukturiert.

Der Auftrag zur Herstellung von Öffentlichkeit

Das Bundesverfassungsgericht hat die Bedeutung der freien Presse als Wesenselement des freiheitlichen Staates wiederholt bekräftigt. Im lokalen Raum wiegt dieser Auftrag besonders schwer, da hier die Machtbalance oft direkter und persönlicher ist.

Lokalredaktionen dienen der Öffentlichkeit, indem sie Skandale wie Fehlplanungen bei Großprojekten ans Licht bringen oder die Auswirkungen von Verwaltungsentscheidungen auf den einzelnen Bürger erklären.

Erst durch die Herstellung von Transparenz wird es den Bürgern ermöglicht, ihre Rolle als Souverän (in einer Demokratie ist das Volk der eigentliche „Boss“) wahrzunehmen und informierte Entscheidungen zu treffen.

Die Zeitung als Kontext-Maschine und Heimatanker

In der Flut ungefilterter Informationen aus sozialen Medien fungiert der professionelle Lokaljournalismus als Filter und Einordnungsinstanz. Er wird zur „Kontext-Maschine“, die globalen Entwicklungen auf die lokale Ebene herunterbricht.

Wenn etwa die Energiepolitik in Berlin debattiert wird, erklärt das Lokalmedium, was dies für die Stadtwerke vor Ort und die Heizkosten im Quartier bedeutet. Steinmeier bezeichnete die Lokalzeitung daher im besten Sinne als „Stück Heimat“, das Übersichtlichkeit im Nahraum bewahrt.

Diese psychologische Relevanz ist ein entscheidender Grund für die Mediennutzung, da Menschen wissen wollen, was in ihrer direkten Umgebung passiert, wer den ehrenamtlichen Preis gewonnen hat oder warum der Bus nicht fährt.

Nutzungsverhalten und regionale Bindung

Laut dem Ergebnisbericht der Studie „Lokaljournalismus und Demokratie“ von »GIM Sozialforschung« nutzen über 80 % der Bevölkerung wöchentlich lokaljournalistische Angebote. Mehr als die Hälfte greift sogar täglich darauf zu. Diese „Fans“ der lokalen Berichterstattung fühlen sich nicht nur besser informiert, sondern weisen auch eine stärkere regionale Verbundenheit auf.

Das Problem der Medienkonzentration und „Nachrichtenwüsten“

Ein besorgniserregender Trend ist der Rückgang der Vielfalt. In vielen Regionen entstehen sogenannte „Ein-Zeitungs-Gebiete“, in denen mangels Wettbewerbs die pluralistische Meinungsbildung gefährdet ist. In den USA und Teilen Ostdeutschlands ist bereits zu beobachten, dass in Regionen ohne Lokalzeitung das bürgerschaftliche Engagement abnimmt und die Korruption steigt. Wenn Reporter fehlen, die Ratsmitgliedern auf die Finger schauen und kritische Fragen stellen, geschieht politisches Handeln „im Schatten“.

Glaubwürdigkeit und politische Ausgewogenheit

Die Langzeitstudie „Journalismus und Demokratie“ der TU Dortmund zeigt, dass 53 % der Deutschen den Journalismus für glaubwürdig halten. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede: Während im Westen das Vertrauen stabiler ist, hält im Osten jeder Vierte den Journalismus für nicht glaubwürdig.

Kritisch diskutiert wird zudem die politische Nähe von Medienschaffenden. Der Lokaljournalismus muss hier durch extreme Nahbarkeit und Faktenorientierung gegensteuern, um alle Bevölkerungsgruppen zu erreichen.

Personalisierung und KI-Einsatz

Die Nutzung digitaler Angebote unterscheidet sich fundamental von Printmedien. Da 70 % der Nutzer nach dem Besuch der Startseite keinen Artikel lesen, wird der Einsatz von Personalisierungsalgorithmen essenziell. Diese sorgen dafür, dass dem Nutzer genau die lokalen Nachrichten angezeigt werden, die für sein Leben relevant sind.

Auch künstliche Intelligenz wird genutzt, um die Datenqualität zu sichern und Redaktionen von Routineaufgaben zu entlasten, damit mehr Zeit für investigative Recherche bleibt. MainRiedberg: Ein Spiegelbild der Stadtteilentwicklung

Der Frankfurter Ortsbezirk Kalbach-Riedberg bietet ein ideales Feld für modernen Lokaljournalismus. Von der „grünen Wiese“ im Jahr 1993 hat sich der Riedberg zu einem urbanen Zentrum mit über 17.000 Einwohnern entwickelt. Das Online-Magazin MainRiedberg begleitet diesen Prozess als Chronist und Impulsgeber.

Wachstum und Infrastruktur

Der Riedberg wurde konzipiert, um jungen Familien und Gutverdienern ein Zuhause in der Stadt zu bieten. Die Berichterstattung auf MainRiedberg dokumentiert die Erfolge und Reibungspunkte dieser Entwicklung. So wird über die Fertigstellung von Parks wie dem Kätcheslachpark, den Bau von Schulen und die Umgestaltung des Riedbergplatzes berichtet.

Die demografische Dynamik ist beachtlich:

  • Bis Ende 2023 erreichte die Frankfurter Bevölkerung einen Höchststand von 770 Tausend Einwohnern.
  • Der Riedberg trug wesentlich zu diesem Wachstum bei, wobei der Anteil internationaler Bürger stetig steigt.
  • Das Zusammenleben der Riedberger mit den Bewohnern von Kalbach und den Bewohnern der umliegenden Ortsbezirke (Niederursel, Bonames, …), die oft auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblicken können, muss erst erlernt werden.

Bürgerengagement und Gemeinschaftsaktionen

MainRiedberg ist daher mehr als eine Nachrichtenquelle. Es ist ein Motor für bürgerschaftliches Engagement. Das Online-Magazin motiviert zur Teilnahme an Aktionen wie dem „Frankfurter CLEANUP Day“, bei dem Anwohner Müll sammeln, oder dem „Klimathon“, einer Challenge für nachhaltiges Leben. Solche Berichte fördern die Identifikation mit dem Wohnort und zeigen, dass jeder Einzelne etwas bewegen kann.

Bürgerjournalismus: Wenn Leser zu Reportern werden

Die Grenze zwischen Produzent und Konsument verschwimmt im digitalen Zeitalter immer mehr. Der Bürgerjournalismus (partizipativer Journalismus) bietet eine enorme Chance, die Vielfalt der Meinungen zu erhöhen und das Vertrauen in Medien wieder zu stärken.

Warum Bürgerjournalismus wichtig ist

Bürgerreporter bringen Perspektiven ein, die professionelle Redaktionen aufgrund begrenzter Ressourcen oft übersehen. Sie verfügen über lokales Fachwissen und sind nah an den Themen ihrer Nachbarschaft.

Projekte wie „Bürger machen Journalismus“ in Sachsen zielen darauf ab, medienskeptische Menschen durch aktives Mitmachen für die Herausforderungen der Recherche und die Standards des Handwerks zu sensibilisieren.

Motivationen und Ziele engagierter Bürger

Die Gründe für eine Mitarbeit sind vielfältig:

  1. Sichtbarkeit: Themen und Interessen, die in klassischen Medien fehlen, eine Stimme geben.
  2. Kreativität: Freude am Schreiben, Fotografieren oder Erstellen von Podcasts.
  3. Community: Kontakt zu anderen engagierten Menschen suchen und das soziale Leben im Heimatort fördern.
  4. Kontrolle und Transparenz: Verstehen, wie Nachrichten entstehen, um Desinformation besser erkennen zu können.

Ebenen der Beteiligung

Die Zusammenarbeit zwischen Bürgern und einer Redaktion wie MainRiedberg kann in verschiedenen Intensitätsstufen erfolgen:

 

Ebene Aktivität Anforderungen
Crowdsourcing Tipps geben, auf Missstände hinweisen Gering; Neugier genügt.
Add-on Reporting Fotos von Ereignissen liefern, Fachwissen teilen Mittel; Smartphone & Grundwissen.
Bürgerredaktion Eigene Artikel verfassen, Interviews führen Hoch; Interesse an Recherche & Stil.
Projektbegleitung Langfristige Betreuung eines Themas (z.B. Baufortschritt) Sehr hoch; Ausdauer & Verlässlichkeit.

 

Konkrete Aufgabenpakete

Sie müssen kein Profi sein, um bei uns einzusteigen. Wir bieten maßgeschneiderte Aufgaben, die zu Ihren Talenten und Ihrem Zeitbudget passen:

  • Terminkalender pflegen: Halten Sie die Nachbarschaft über Feste, Sitzungen und Sportevents auf dem Laufenden.
  • Veranstaltungsberichte: Besuchen Sie Sitzungen des Ortsbeirats oder Stadtteilarbeitskreises und fassen Sie die wichtigsten Entscheidungen für die Leser zusammen.
  • Foto-Safari: Dokumentieren Sie die Veränderungen im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg durch Ihre Linse.
  • Themenspezialist: Brennen Sie für Sport, Kultur, Geschichte oder Umweltschutz? Übernehmen Sie ein Ressort und werden Sie zum Experten für dieses Gebiet.
  • Social Media Management: Helfen Sie uns, unsere Inhalte auf Facebook und anderen Kanälen zu verbreiten und mit der Community in Dialog zu treten.

Warum es sich lohnt, dabei zu sein

Journalistisches Engagement fördert nicht nur Ihre Ausdrucksfähigkeit und Ihr kritisches Denken, sondern gibt Ihnen auch das befriedigende Gefühl, einen wertvollen Dienst für die Gemeinschaft zu leisten. Sie lernen, Informationen zu hinterfragen, Quellen zu prüfen und komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten – Kompetenzen, die in der heutigen „Informationsflut“ Gold wert sind.

Der Blick nach vorn: Tag des Lokaljournalismus 2026

Um die Bedeutung der Branche sichtbar zu machen, findet am 5. Mai 2026 erstmals im gesamten deutschsprachigen Raum der „Tag des Lokaljournalismus“ statt. Unter dem Motto „Raus aus den Redaktionen, rein ins Leben“ laden Zeitungen und Portale zu mobilem Austausch, Redaktionsbesuchen und Newscamps ein.

Ein Signal für die Zukunft

Die Kampagne wird von führenden Köpfen der Branche und Verbänden wie dem BDZV unterstützt. Sie soll vor allem junge Zielgruppen überzeugen, dass lokaler Journalismus auch in der „Generation TikTok“ als Vertrauensanker und Lebensbegleiter unverzichtbar ist. Bundespräsident Steinmeier würdigte diese Initiative als wichtiges Signal für eine nachhaltige Zukunft der regionalen Berichterstattung.

Werden Sie Teil der Lösung

Der Lokaljournalismus steht an einem Scheideweg. Während die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig sind, war seine gesellschaftliche Bedeutung nie größer. Er ist das Gegengift zu Desinformation, Hass und politischer Apathie. Online-Zeitungen wie MainRiedberg bieten die Plattform, auf der dieser Journalismus lebt – durch die Menschen, die dort wohnen.

Demokratie lebt vom Mitmachen, nicht von der Empörung am Bildschirm. Indem Sie selbst zum Stift oder zur Kamera greifen, helfen Sie dabei, den Ortsbezirk Kalbach-Riedberg nicht nur als Wohnort, sondern als lebendige, informierte und diskussionsfreudige Gemeinschaft zu erhalten. Wir laden Sie herzlich ein, sich unverbindlich bei uns zu melden. Ihre Perspektive, Ihr Wissen und Ihr Engagement sind die Bausteine für ein positives demokratisches Miteinander.

Schreiben Sie uns eine E-Mail an mail@main-riedberg.de und lassen Sie uns gemeinsam die Geschichten unseres Stadtteils erzählen.


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Zwischen Idee und Umsetzung: Die Calisthenics-Anlage in Kalbach

Calisthenics Anlage

Zunächst eine gute Nachricht für alle, die sich gerne draußen bewegen: Im Kalbacher Freizeitpark könnte schon bald eine neue Calisthenics-Anlage entstehen. Die Idee hatte der Ortsbeirat 12 bereits im Oktober 2016 gegenüber dem Magistrat der Stadt Frankfurt geäußert. Trotz einer positiven Rückmeldung Seitens der Stadt besteht das Konzept bis heute jedoch nur in der Theorie. Mehrere darauffolgende Anfragen des Ortsbeirats Kalbach-Riedberg blieben ebenso erfolglos wie der Antrag zur Genehmigung der zum Bau benötigten rund 15.000 Euro. Anfang März äußerte sich die Stadt nun mit einer erneuten Stellungnahme bezüglich der geplanten Sportanlage.

Laut aktuellem Stand werde sich der Start der Planung „aufgrund fehlender personeller Kapazitäten“ noch weiter verzögern, so der Magistrat. Immerhin wird in der Stellungnahme auch angekündigt, die Prioritäten so anzupassen, dass noch in diesem Jahr mit der konkreten Planung der Calisthenics-Anlage begonnen werden könne. Die potenziellen Nutzer, vor allem aus Kalbach, müssen sich also noch ein wenig gedulden.

Was ist Calisthenics?

Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „schöne Stärke“. Dahinter steckt ein Training mit dem eigenen Körpergewicht. Dies kann beispielsweise aus Klimmzügen, Liegestützen, sogenannten Dips oder anderen Übungen an Stangen und Gerüsten bestehen. Anders als im Fitnessstudio braucht man dafür keine Maschinen oder Gewichte. Stattdessen wird draußen trainiert, oft in Parks oder auf speziell dafür gebauten Anlagen.

Genau das macht Calisthenics so attraktiv: Es ist kostenlos, jederzeit zugänglich und für viele Altersgruppen geeignet. Gleichzeitig wird der ganze Körper trainiert, wobei man nicht nur seine Muskeln beansprucht, sondern auch Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer trainiert.

Gerade für die Jugend in Kalbach bietet eine derartige Anlage also große Chancen. Sie schafft einen Treffpunkt im Freien, der Bewegung mit sozialem Austausch verbindet. Statt alleine im Fitnessstudio zu trainieren, können Jugendliche hier gemeinsam Zeit verbringen, sich gegenseitig motivieren und neue Leute kennenlernen. Das stärkt nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil.

Auch gesundheitlich hat Calisthenics viele Vorteile. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft wirkt sich positiv auf Herz, Muskeln und Psyche aus. Gleichzeitig ist das Verletzungsrisiko oft geringer als bei schwerem Gewichtstraining, da lediglich mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird.

Die geplante Anlage im Kalbacher Freizeitpark könnte also weit mehr sein als nur ein paar Stangen und Geräte. Vielmehr wäre sie ein echter Gewinn für den Stadtteil: ein Ort für Bewegung, Begegnung und Lebensqualität. Dass der Bedarf vorhanden ist, zeigt sich schon an anderen Standorten im Umfeld: Für Jugendliche gibt es auf dem Riedberg seit einiger Zeit eine Calisthenics-Anlage am Südende der »Römischen Straße« und auch für Senioren wurde am Stiftung-Waisenhaus-Weg 27 ein entsprechendes Angebot geschaffen. Nun bleibt zu hoffen, dass die Planung in Kalbach bald voranschreitet, denn das Interesse ist bereits groß.

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Invasion der Papierfischchen: Wenn das Paket zum Risiko für den Bücherschrank wird

Symbolbild Silberfischchen - Papierfischchen

Im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg mit seinen rund 10.000 teils sehr modernen Wohnungen herrscht meist ein ideales Raumklima – nicht nur für die Bewohner, sondern zunehmend auch für einen neuen Materialschädling. Während das bekannte Silberfischchen meist nur im Bad auftaucht, breitet sich das Papierfischchen lautlos in Wohn- und Schlafzimmern aus. Ein genauer Blick auf die flinken Ur-Insekten ist ratsam.

Wer nachts das Licht im Badezimmer einschaltet, bekommt sie oft zu Gesicht: kleine, silbrig glänzende Insekten, die flink in den Fugen verschwinden. Lange Zeit handelte es sich dabei fast ausschließlich um das Silberfischchen (Lepisma saccharina). Doch in den letzten Jahren hat sich ein naher Verwandter in deutschen Haushalten etabliert, der weitaus mehr Schadpotenzial besitzt: das Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata). Besonders in modernen, gut gedämmten Stadtteilen wie dem Riedberg findet dieser Schädling optimale Lebensbedingungen vor.

Der feine Unterschied: Biologie und Lebensraum

Obwohl sie sich auf den ersten Blick ähneln, unterscheiden sich die beiden Arten in ihren Ansprüchen grundlegend. Das Silberfischchen ist ein Feuchtigkeitsanzeiger. Es benötigt eine relative Luftfeuchtigkeit von über 70 Prozent und Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad. Deshalb bleibt sein Vorkommen meist auf Bäder, Waschküchen oder feuchte Keller beschränkt.

Das Papierfischchen hingegen ist ein wahrer Überlebenskünstler des modernen Wohnungsbaus. Es benötigt keine hohe Feuchtigkeit und gedeiht prächtig bei den für Wohnräume typischen 50 % Luftfeuchtigkeit. Während Silberfischchen ohne Feuchtigkeit schnell austrocknen, besiedeln Papierfischchen problemlos das Wohnzimmer, das Büro oder das Schlafzimmer.

Optisch lässt sich das Papierfischchen durch seine Größe (bis zu 15 mm ohne Anhänge) und seine deutlich längeren Fühler und Schwanzanhänge identifizieren. Zudem wirkt sein Körper eher grau-braun matt und ist behaart, während das Silberfischchen namensgetreu metallisch glänzt.

Kalbach-Riedberg: Ein Paradies für Papierfischchen?

Mit seinen rund 10.000 Wohneinheiten bietet der Ortsbezirk Kalbach-Riedberg eine gewaltige Fläche an potenziellem Lebensraum. Die moderne Bauweise mit Fußbodenheizungen, Trockenbauwänden und kontrollierter Wohnraumlüftung sorgt für ein konstantes, warm-trockenes Klima. Für das Papierfischchen ist dies eine Einladung zur Massenvermehrung.

Ein weiterer Faktor ist das Einkaufsverhalten. Papierfischchen werden fast ausschließlich passiv verschleppt. In Zeiten des boomenden Online-Handels gelangen sie in Wellpappe-Kartons direkt in die Wohnungen. Einmal im Haus, nutzen sie die Hohlräume von Leichtbauwänden oder Kabelschächte in den großen Wohnkomplexen, um sich von einer Wohnung zur nächsten auszubreiten. Da ein Weibchen während seines mehrjährigen Lebens hunderte Eier legen kann, wird aus einer einzelnen Einschleppung schnell ein flächendeckendes Problem im gesamten Gebäude.

Warum sie mehr als nur ein Ärgernis sind

Während Silberfischchen als „Lästlinge“ gelten und im Bad sogar helfen können, Schimmelpilze zu reduzieren, ist das Papierfischchen ein echter Materialschädling. Es besitzt Enzyme, mit denen es reine Cellulose verdauen kann. Auf dem Speiseplan stehen:

  • Bücher (insbesondere Bindungen und Papieroberflächen)
  • Dokumente und Urkunden
  • Tapeten (der Kleister ist eine Delikatesse)
  • Fotos und Kunstdrucke
  • Textilien aus Synthetik oder Baumwolle

In Archiven und Bibliotheken ist das Tier bereits gefürchtet, doch auch im privaten Haushalt kann der Loch- und Schabfraß an wertvollen Erinnerungsstücken irreparabel sein.

Strategien gegen die flinken Untermieter

Die Bekämpfung gestaltet sich beim Papierfischchen schwieriger als beim Silberfischchen. Klassisches Lüften, das gegen Silberfischchen im Bad hilft, zeigt beim Papierfischchen keine Wirkung, da es die trockene Zimmerluft liebt.

  1. Prävention: Pakete und Kartonagen sollten idealerweise nicht in der Wohnung gelagert, sondern direkt nach dem Auspacken entsorgt werden. Eine Kontrolle der Falze von Versandkartons kann bereits helfen, Tiere oder Eier zu entdecken.
  2. Monitoring: Mit Klebefallen (Monitorfallen) aus dem Fachhandel lässt sich feststellen, wie stark der Befall ist und in welchen Räumen die Tiere schwerpunktmäßig auftreten.
  3. Bekämpfung: Hausmittel wie Lavendel oder Backpulver erweisen sich beim Papierfischchen meist als wirkungslos. Fachleute setzen auf spezielle Fraßködergele (z. B. mit den Wirkstoffen Fipronil oder Clothianidin). Diese Gele werden punktförmig in Ritzen und hinter Fußleisten ausgebracht. Da die Tiere sehr langlebig sind und sich über lange Zeiträume entwickeln, ist bei der Bekämpfung Geduld gefragt – oft sind mehrere Behandlungen über Monate hinweg nötig.
  4. Kieselgur: Entlang von Fußleisten kann auch Diatomeenerde (Kieselgur) ausgebracht werden. Der feine Staub wirkt mechanisch, indem er den Chitinpanzer der Insekten verletzt und sie austrocknen lässt.

Was bedeutet das für die Anwohner?

Die Sichtung eines einzelnen Fischchens im Bad ist kein Grund zur Sorge. Tauchen die Tiere jedoch im Wohnbereich oder am Bücherregal auf, sollte man handeln. In den eng vernetzten Wohnstrukturen des Riedbergs ist es zudem sinnvoll, sich mit den Nachbarn abzusprechen, da eine isolierte Bekämpfung in nur einer Wohnung bei einem starken Befall im Gebäude oft nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt ist.


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Lachmuskel-Training mit Tiefgang: Dietrich Faber kommt an den Riedberg!

Dietrich Faber

Bereiten Sie sich auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen vor! Im Rahmen der beliebten Reihe „Kultur in der Aula“ holt die Josua Gemeinde einen echten Hochkaräter nach Frankfurt: Der Gießener Bestsellerautor, Kabarettist und Musiker Dietrich Faber gastiert am Samstag, den 25. April 2026, in der Aula der Grundschule Riedberg.

Ein Abend, tausend Gesichter

Wer Dietrich Faber kennt, weiß: In diesem Mann steckt ein ganzes Ensemble. Mit seinem neuen Programm „Mit Gefühl!“ präsentiert er eine Show, die so vielseitig, wechselhaft und unberechenbar ist wie die menschliche Gefühlswelt selbst. Faber ist ein Meister des rasanten Rollenwechsels und der punktgenauen Parodie. Ob als tiefsinniger Beobachter des Zeitgeists oder als schräger Unterhaltungskünstler – er trifft immer den richtigen Ton.

Kult-Figuren und politische Seitenhiebe

Natürlich dürfen auch seine legendären Alter Egos an diesem Abend nicht fehlen. Freuen Sie sich auf:

  • Manni Kreutzer: Der oberhessische Cowboyphilosoph und „Gefühlsexperte“ mit dem markanten Lederschlapphut bereichert die Bühne mit aberwitzigen Gedichten und Liedern.
  • Orgel-Willi: Als ekstatischer Ganz-Alleinunterhalter sorgt er an seiner Hammond-Orgel für wahre „Gefühlsexplosionen“, wenn er Pop-Songs im immergleichen Takt schmettert.

Doch Faber kann mehr als „nur“ witzig. Sein aktuelles Programm ist politischer denn je. Er schlüpft in die Rollen von Karl Lauterbach, Friedrich Merz, Robert Habeck oder Donald Trump und lädt sie kurzerhand zu einem gefühlvollen Achtsamkeits-Seminar ein. Dabei balanciert er gekonnt zwischen bissiger Satire und ernsten Themen wie Kriegstüchtigkeit oder dem Umgang mit Fakten in unserer Gesellschaft.

Musikalisches Multitalent

Zwischen den skurrilen Beobachtungen und rasanten Sketchen greift Faber immer wieder zu Klavier und Gitarre. Sein musikalisches Repertoire ist dabei so grenzenlos wie seine Spielfreude: Von schmalzigen Schlagern und Countrysongs über Musical-Melodien bis hin zu schallenden Opernarien ist alles dabei – natürlich vorgetragen mit vollster Inbrunst.

Warum Sie dabei sein sollten

In einer Welt, in der Gefühle oft zu Wahrheiten erklärt werden und Mitgefühl manchmal zu kurz kommt, liefert Dietrich Faber die passende Antwort. Er bietet dem Publikum ein großes Programm voller Feingeist, Humor und Ironie, das zwar sanft durchinszeniert ist, aber dennoch herrlich spontan wirkt.

Kommen Sie vorbei und erleben Sie einen Abend, an dem Ihnen das Lachen manchmal im Halse stecken bleibt, nur um im nächsten Moment in befreiendes Gelächter auszubrechen.

Alles auf einen Blick

  • Was: Dietrich Faber mit der Show „Mit Gefühl!“
  • Wann: Samstag, 25.04.2026
  • Beginn um 19:30 Uhr
  • Wo: Aula der Grundschule Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 15, 60438 Frankfurt
  • Veranstalter: Josua Gemeinde
  • Eintritt: 14 € (ermäßigt: 12 €)
  • Im Vorverkauf: 12 € (ermäßigt: 10 €)
    Vorbestellte Karten müssen bis spätestens 20 Minuten vor Beginn abgeholt werden.
  • Vorverkauf & Infos per eMail: info@josua-gemeinde.net

Sichern Sie sich Ihre Plätze für dieses kulturelle Highlight im Stadtteil!

Dank freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt.

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Niederursel: Betrunkener greift Frau an – Festnahme

Teil eines Polizeiwagens

Ein 43-jähriger alkoholisierter Mann griff am gestrigen Samstagmorgen (18. April 2026) eine Frau, mit der er zuvor zusammen im Auto gefahren war, auf der Straße an und verletzte sie. Die Polizei nahm den Mann fest.

Der Vorfall trug sich gegen 09:30 Uhr auf der Emil-von-Behring-Straße zu. Die beiden fuhren nach aktuellen Erkenntnissen zunächst zusammen im Auto, das Fahrzeug wurde durch den alkoholisierten Mann gefahren. Als die 37-jährige Frau dann in besagter Straße ausstieg, stieg der Mann ebenfalls aus und soll mehrfach auf sie eingeschlagen haben, auch als sie am Boden lag soll er sie weiter geschlagen haben, dabei habe er auch ihr Mobiltelefon an sich genommen. Eine couragierte Passantin wurde auf die Situation aufmerksam und eilte der Geschädigten zu Hilfe. Kurz darauf traf die Polizei ein und nahm den Mann noch am Tatort fest.

Ein durchgeführter Atemalkoholtest vor Ort ergab einen Wert knapp unter 2 Promille. Neben den schon genannten Straftatbeständen verfügt der Beschuldigte weiterhin nicht über eine gültige Fahrerlaubnis.

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Frankfurts Wärmeschatz: Messflüge und Pionierprojekte ebnen den Weg zur Energiewende

Das Messflugzeug auf dem Rollfeld

Frankfurt am Main hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2035 soll die Stadt klimaneutral sein, wobei die Strom- und Wärmeversorgung vollständig unabhängig von fossilen Energieträgern erfolgen soll. Ein zentraler Baustein in diesem Plan ist die Geothermie. Um das verborgene Potenzial im Untergrund der Mainmetropole präzise zu erfassen, laufen derzeit großangelegte Forschungsaktivitäten, die sowohl den Himmel als auch neue Stadtquartiere umfassen.

Nächtliche Messflüge über Frankfurt

Wer in den letzten Nächten ein Brummen am Himmel vernommen hat, wurde Zeuge eines wichtigen Schritts für die Frankfurter Wärmewende. Ein Spezialflugzeug überfliegt derzeit im Auftrag des Forschungsverbundes GeoProH das Gebiet von Lampertheim bis Bad Nauheim, einschließlich des Frankfurter Stadtgebiets.

Die Flüge finden bewusst in der Zeit zwischen 23:00 und 05:00 Uhr statt, um den regulären Betrieb am Frankfurter Flughafen nicht zu beeinträchtigen. Dabei führt die zweimotorige Maschine passive Messungen durch, die völlig geräuschlos für die Anwohner und ohne jegliche Strahlung ablaufen. Gemessen werden die Erdschwere sowie das Magnetfeld der Erde. Diese Daten ermöglichen präzise Rückschlüsse auf die geologischen Strukturen im Oberrheingraben und sind die Grundlage für ein fundiertes 3D-Untergrundmodell. Ziel ist es, Gebiete mit sogenannten „geothermischen Anomalien“ zu identifizieren – Orte, an denen die Untergrundtemperatur höher ist als üblich und somit ideale Bedingungen für die Wärmegewinnung bietet.

Das Hilgenfeld als klimaschonendes Vorzeigequartier

Während die Messflüge noch Daten sammeln, ist die praktische Nutzung der Erdwärme an anderer Stelle bereits in vollem Gange. Im Norden Frankfurts, am Frankfurter Berg, entsteht auf dem 17,7 Hektar großen Areal „Hilgenfeld“ ein modernes Klimaschutzquartier. Es gilt als Paradebeispiel für die Integration erneuerbarer Energien in den städtischen Wohnungsbau.

Für die dezentrale Wärmeversorgung der geplanten 860 Wohnungen hat der Energieversorger Mainova bereits 161 Erdwärmesonden in eine Tiefe von 120 Metern eingebracht. Verbunden durch ein rund 10.000 Meter langes Leitungsnetz, transportiert ein Wasser-Glykol-Gemisch die Erdwärme zu 3 Heizzentralen. Dort wird die Energie mittels Großwärmepumpen auf die notwendige Vorlauftemperatur für das Nahwärmenetz gebracht.

Das innovative Energiekonzept im Hilgenfeld sieht zudem eine intelligente Speicherung vor: Überschüssige Wärme von den 1.160 Photovoltaik-Solarthermie-Modulen auf den Dächern wird im Sommer in die Erdsonden im Boden geleitet und dort für den Winter zwischengespeichert. Durch dieses Zusammenspiel können jährlich knapp 2.000 Tonnen CO2 im Vergleich zu einer konventionellen Wärmeversorgung eingespart werden.

Ausblick: Geothermie als fester Bestandteil des Wärmemixes

Die Erkenntnisse aus den Messflügen und Pilotprojekten wie dem Hilgenfeld fließen in die kommunale Wärmeplanung ein, die bis Mitte 2026 fertiggestellt sein muss. Mainova plant bereits langfristig: Bis zum Jahr 2045 soll der Anteil der Geothermie an der gesamten Fernwärme bis zu 25 % betragen. Neben der oberflächennahen Geothermie, wie sie im Hilgenfeld genutzt wird, liegt der Fokus für die zentrale Versorgung dabei verstärkt auf der Tiefengeothermie. Die Forschungsbohrung am Rebstockbad, die in eine Rekordtiefe von 1.060 Metern vordrang und dort 61 °C warmes Wasser fand, unterstreicht das enorme Potenzial, das unter den Füßen der Frankfurter Bürger schlummert.


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Wandel an der Hauptwache: Von der Sportarena zur neuen Sparkassen-Zentrale

Grundsteinlegung Hauptwache 1

An einem der zentralsten Plätze Frankfurts, direkt gegenüber der Katharinenkirche, schreitet die Neugestaltung der Liegenschaft »Hauptwache 1« voran. Wo einst Sportartikel verkauft wurden, entsteht derzeit der künftige Hauptsitz der Frankfurter Sparkasse. Mit der symbolischen Einlegung einer Zeitkapsel im April 2026 wurde ein wichtiger Meilenstein für die Fertigstellung des Gebäudes gesetzt, das die Innenstadt nachhaltig beleben soll.

Die historische Entwicklung: Vom Bürgerhaus zum Sportpalast

Die Geschichte des Standorts reicht weit zurück. Mitte des 18. Jahrhunderts befand sich hier das „Haus Belli“, welches im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Im Jahr 1956 wurde auf dem Grundstück eine Filiale der „Kaufhalle“ errichtet, die jahrzehntelang den Einkaufsstandard in der City prägte. 1999 folgte die Umwandlung in den sogenannten „Kaufhof-Sportpalast“, besser bekannt als Sportarena.

Über viele Jahre bot die Sportarena auf 4 Etagen und rund 5.000 Quadratmetern Verkaufsfläche das umfangreichste Sportsortiment der Stadt an. Im Jahr 2017 endete diese Ära mit der Schließung des Sporthauses. Es folgten Zwischennutzungen als Designer-Outlet „Saks Off 5th“ sowie als Corona-Testzentrum, bevor das Gebäude schließlich im August 2022 abgerissen wurde.

Die zukünftige Nutzung: Ein modernes Zentrum für Finanzen und Begegnung

Nachdem das ursprüngliche Neubauprojekt des Investors Signa aufgrund dessen Insolvenz ins Stocken geraten war, erwarb die Frankfurter Sparkasse das Grundstück samt Rohbau im Juni 2024. Der Entwurf des Kölner Architekturbüros Caspar Schmitz-Morkramer sieht ein 6-geschossiges Gebäude mit markanter, abgerundeter Fassade vor, die den Blick auf die Katharinenkirche freigibt.

Die zukünftige Nutzung des rund 10.000 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Gebäudes ist vielfältig geplant:

  • Erdgeschoss und Untergeschoss: Hier entstehen großzügige Kundenkontaktflächen sowie eine Veranstaltungsfläche im ersten Untergeschoss.
  • Gastronomie: An der Ecke zum Kornmarkt ist eine Gastronomiefläche vorgesehen, die zur Belebung des Umfelds beitragen soll.
  • Obergeschosse: In den oberen Etagen werden moderne Büroarbeitsplätze sowie eine interne Kantine untergebracht.
  • Dachterrassen: Begrünte Dachterrassen bieten Raum für Veranstaltungen und einen Ausblick auf die Frankfurter Skyline.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Nachhaltigkeit. Das Gebäude wird nach dem KfW-Effizienzhausstandard 55 errichtet, nutzt Fernwärme sowie Photovoltaik und strebt eine Zertifizierung nach dem DGNB-Platin-Standard an. Die Fertigstellung und der Bezug der neuen Zentrale sind für Anfang 2028 geplant.

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Nord-Süd-Verbindung der U-Bahn fährt nach Osterferien weiter mit Ferienfahrplan

U-Bahn

traffiQ & VGF

Angebot zwischen Südbahnhof und Heddernheim bleibt in der Spitze von 24 auf 20 Fahrten pro Stunde gedrosselt

Das Angebot auf der U-Bahn-Strecke zwischen Südbahnhof und Heddernheim, der A-Strecke im Frankfurter U-Bahn-Netz, bleibt nach den Osterferien auf dem Niveau des Ferienfahrplans der U8 leicht reduziert. Damit reagieren die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ auf die aktuelle Betriebssituation auf der wichtigsten U-Bahn-Strecke der Stadt von der Innenstadt in den Frankfurter Norden entlang der Eschersheimer Landstraße.

Die Anpassung, die sich in den letzten beiden Wochen bereits bewährt hat, betrifft nur Wochentage. Auf dem gemeinsamen Abschnitt zwischen Südbahnhof und Heddernheim fahren zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr weiterhin jede Stunde 20 statt 24 Züge. Nicht fahren können Kurzfahrten zwischen Südbahnhof und Heddernheim, die im Fahrplan der U8 zugeordnet sind, sowie je drei beziehungsweise vier U8-Verstärkungsfahrten am Morgen und am frühen Abend ab dem/bis zum Riedberg plus einzelne Ein- und Ausrückfahrten.

Ferienfahrplan gilt nach den Osterferien weiter

Wie bereits veröffentlicht, besteht seit Januar auf der Brücke „Am Weißen Stein“ ein Begegnungsverbot für U-Bahnen. Das hatten die VGF und das für die Brücke zuständige Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) vereinbart, um die Belastung der Brücke präventiv zu reduzieren.

Bei den Brückenprüfungen des ASE hatten sich – rein rechnerisch – statische Defizite an der Brücke „Am Weißen Stein“ ergeben. Nachdem zur Sicherung im Zusammenhang mit dem S6-Ausbau bereits ein Kollapsrahmen unter der Brücke „Am Weißen Stein“ angebracht worden war, hatte das ASE im März ein neues Überwachungssystem an der Brücke installiert. Auch hier handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme der Stadt Frankfurt, um die Sicherheit der Brücke mithilfe eines hochpräzisen Monitorings vorausschauend im Blick zu behalten.

Darüber hinaus hat die Stadt Frankfurt kürzlich die Objektplanung der in die Jahre gekommenen Brücke, die aus drei Teilbrücken besteht, vergeben. Der Neubau soll in einigen Jahren starten, die installierten Sicherheitssysteme bleiben bis dahin bestehen.

Die Praxis zeigt nun, dass die bisher gewohnte Zugfolge durch das Begegnungsverbot für die U-Bahn-Fahrzeuge nicht zuverlässig angeboten werden kann. Die entstehenden Verzögerungen lassen sich im dichten Angebot auf der stark genutzten Strecke nicht ausgleichen. Deshalb bleibt das Angebot von Montag, 13. April, an auf dem Niveau des Ferienfahrplans gedrosselt.

Verstärkungsfahrten entfallen, dafür längere Züge auf U8

Konkret werden die in den Fahrplänen mit einem „S“ (für: verkehrt nur an Schultagen) gekennzeichneten Verstärkungsfahrten der U8 vorübergehend nicht verkehren. Von und zum Riedberg bleibt es auf der U8 aber den gesamten Tag über beim 15-Minuten-Takt. Auch das Angebot von U1, U2 und U3 bleibt unverändert.

Als Ausgleich für die leichte Reduzierung des Fahrtenangebots wird die Kapazität der Züge erhöht. So verkehrt die U8 an Wochentagen stets mit vier Wagen statt bisher mit drei Wagen.


traffiQ, VGF und ASE wollen so schnell wie möglich wieder zum vollen Angebot für die Fahrgäste zurückkehren, sind dazu aber auf die Ergebnisse des Monitoringsystems über einen längeren Zeitraum hinweg angewiesen. Auf der Datengrundlage des Monitorings können dann Entscheidungen zum künftigen Betrieb auf der Strecke getroffen werden.

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Bauprojekt im GrünGürtel: Stadt Frankfurt wertet Areal am Alten Flugplatz weiter auf

Gabionenband-Erneuerung am Alten Flugplatz Frankfurt

Der »Alte Flugplatz« in Bonames war einst Hubschrauberlandeplatz der US-Armee. Für seine naturnahe Umgestaltung wurde das Areal unter anderem mit dem Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis ausgezeichnet.

Der »Alte Flugplatz« ist als Teil des GrünGürtels vor allem ein besonderer Ort für Naherholung, Naturschutz und Umweltlernen, der weiterentwickelt wird – so auch aktuell.

Pünktlich zur Freiluftsaison wird das knapp 240 Meter lange Gabionenband zwischen der ehemaligen Flugbahn und dem Tower-Vorfeld saniert und erneuert. Gabionen sind Drahtgitterkörbe, die mit Betonstücken der ehemaligen Landebahn gefüllt sind.

Sie erhalten nun eine neue stabilere Einfassung. Außerdem werden Sitzauflagen aus Holz ergänzt, die ein Verweilen mit Blick auf das ehemalige Rollfeld und dessen Nutzung als Rollfeld für Skaterinnen und Skater sowie Fahrradneulinge einladen.

„Schritt für Schritt wird das Gelände am »Alten Flugplatz« noch attraktiver für Naherholung und Umweltbildung. Die sanierten Gabionen trennen nun nicht mehr nur Tower und frühere Flugbahn. Von den neuen Sitzmöglichkeiten aus können Besucher über das ehemalige Rollfeld blicken und den Ort direkt erleben. So setzen wir das 2023 erarbeitete Entwicklungskonzept nach und nach um“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.

„Der GrünGürtel liegt auch uns am Herzen. Das erneuerte Gabionenband wird dazu einladen, den Aufenthalt am »Alten Flugplatz« noch ein Stückchen mehr zu genießen“, sagt Kjell Schmidt, Geschäftsführer des Regionalparks RheinMain und Co-Finanzierer für dieses Projekt.


Die Bauarbeiten für das Projekt begannen im Dezember 2025 und werden nach derzeitiger Planung im April abgeschlossen sein. Der »Alte Flugplatz« in Frankfurt ist seit 1991 Teil des Frankfurter GrünGürtels und seit 1993 Landschaftsschutzgebiet. 2003 ging das Areal an die Stadt Frankfurt über.

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Sicherheit in unsicheren Zeiten: Das Versicherungsamt unterstützt Bürger

Symbolbild Versicherungsberatung

Versicherungsfragen sind für viele Menschen mit Unsicherheit verbunden: Was steht mir zu? Welche Entscheidung ist die richtige? Und welche Folgen hat sie für meine Zukunft? Genau hier setzt das Versicherungsamt der Stadt Frankfurt am Main an – mit schnellen Terminen, persönlicher Beratung, verständlichen Antworten und einem offenen Ohr für die Anliegen der Bürger.

Ob Kranken-, Renten-, Unfall- oder Pflegeversicherung, ob Erwerbsminderung- oder Witwenrente. Das Versicherungsamt bietet schnelle, kompetente und unkomplizierte Unterstützung in einer Vielzahl von Themenfeldern. „Viele Menschen wissen gar nicht, dass es uns gibt und dass unsere Aufgabe ist, sie zu beraten, wir sind quasi ein Versicherungsfragen-Servicepoint“, erklärt Mounira Kouider, stellvertretende Leiterin des Amtes. Und weiter: „Unsere Beratung ist unabhängig, kostenfrei und vor allem eines: individuell auf die jeweilige Lebenssituation zugeschnitten.“

Ein Thema, das Menschen beispielsweise bewege, sei die vorgezogene Altersrente in Kombination mit einer Weiterbeschäftigung. Immer wieder zeige sich, dass selbst nach intensiver eigener Recherche oder Beratung bei den Rententrägern, Unsicherheiten bei den Bürgern blieben.

Die Auswirkungen seien oft schwer zu überblicken – und die Sorge, eine falsche Entscheidung zu treffen, sei groß. „Wir hier beim Versicherungsamt nehmen uns gerne Zeit, auch mehrfach, wenn nötig, um diese Fragen umfassend zu klären. Komplexe Zusammenhänge versuchen wir klar zu strukturieren und bei Bedarf weitere Informationen direkt bei den zuständigen Stellen einzuholen“, sagt Kouider. Das Ziel sei, den Menschen Orientierung zu geben – und vor allem: ein gutes Gefühl bei wichtigen Entscheidungen.

Auch in schwierigen Lebenssituationen steht das Versicherungsamt verlässlich zur Seite: So wurde vor wenigen Wochen beispielsweise eine Witwe bei der Beantragung ihrer Hinterbliebenenrente begleitet. Neben der Berücksichtigung ihres aktuellen Einkommens wurde auch ihr eigener Altersrentenanspruch frühzeitig ermittelt und vorbereitet. „Als sie den Wunsch äußerte, auch nach Renteneintritt weiterzuarbeiten, wurden ihr die Regelungen der Flexirente verständlich erklärt. Besonders wichtig war dabei die Information, dass ein Hinzuverdienst zwar die eigene Altersrente nicht mindert, jedoch Auswirkungen auf die Witwenrente haben kann“, erklärt Kouider.

Das Versicherungsamt gehört zum Rathaus für Senioren, welches im Jugend- und Sozialamt verortet ist. Es versteht sich als verlässlicher Partner für Frankfurter – mit verständlicher Sprache und nah an den Anliegen der Menschen. Gerade in einer immer komplexer werdenden Versicherungswelt ist diese Unterstützung von unschätzbarem Wert.

Das Jugend- und Sozialamt möchte Bürger dazu ermutigen, das Angebot des Versicherungsamtes stärker zu nutzen. Denn oft genügt ein Gespräch, um aus Unsicherheit Klarheit zu machen.


Das Versicherungsamt der Stadt Frankfurt am Main, Sandgasse 6, Eingang Sandhofpassage, ist telefonisch unter 069-212-44077 oder per E-Mail an versicherungsamt@stadt-frankfurt.de zu erreichen. Eine Terminvereinbarung wird empfohlen und ist unter Versicherungsamt | Stadt Frankfurt am Main möglich.

Zum Rathaus für Senioren gehören ebenso die Zentrale Heimplatzvermittlung, die Leitstelle Älterwerden mit dem Pflegestützpunkt und die Betreuungsbehörde bei Fragen rund um rechtliche Betreuung von Menschen inklusive Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten.

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