Monat: Dezember 2015

Weihnachtsbaum ade – Infos zur Entsorgung

Noch strahlt er in unseren Zimmern, liebevoll geschmückt und in Lichterglanz. Doch so manche fragen sich schon: Wohin mit dem guten Stück, wenn man beispielsweise ab 2. Januar noch ein paar Tage verreist? Laut Information der Stadt Frankfurt kann „der ausgediente Weihnachtsbaum am Leerungstag zur braunen Biotonne oder zur grauen Restmülltonne dazu gestellt werden“.

Die Bäume müssen lediglich auf 1 Meter lange Stücke gekürzt werden und komplett abgeschmückt sein. Noch eine kleine Einschränkung: Aus Kapazitätsgründen können natürlich nicht alle Weihnachtsbäume auf einmal mitgenommen werden, sondern werden nach und nach während des ganzen Monats Januar abgeholt.

Wer den Weihnachtsbaum selbst fortbringen möchte, kann diesen bei der Rhein-Main Biokompost GmbH und im Rahmen des Kofferraumservice kostenlos abgeben.

Feuerwerk bitte selbst entsorgen!

Die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH hat so kurz vor Silvester auch noch folgende Bitte: Alle Bürger und Gäste der Mainmetropole sollten „größere Rückstände des Silvesterfeuerwerks nicht auf der Straße liegen lassen, sondern selbst entsorgen“. Denn Raketenstöcke, Böllermagazine oder Sektflaschen können einerseits problematisch bis gefährlich für Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer werden – anderseits kann all das aufgrund der Größe von den Kleinkehrmaschinen nicht aufgenommen werden. Stattdessen müssen die FES-Mitarbeiter diese Abfälle einzeln per Hand aufsammeln, was die Reinigungsarbeiten verzögert.

Bereits am Neujahrsmorgen werden Mitarbeiter der Stadtreinigung zwischen 6 und 12 Uhr die zentralen Bereiche am Mainufer, größere Plätze in der Innenstadt und den Stadtteilen sowie die Altstadt in Sachsenhausen vom Silvestermüll befreien – sofern kein Winterdiensteinsatz notwendig ist. Allein in diesen Bereichen rechnet die FES mit bis zu 25 Tonnen Abfall. Nach einer hoffentlich tollen und friedlichen Silvesternacht…

Weitere Infos unter www.frankfurt.de Stichwort Abfall von A – Z.

(Quelle: Stadt Frankfurt/ Foto: cd)

Grüße vom anderen Ende der Welt

Es ist eine ganz besondere Mail, die MainRiedberg kurz vor Heiligabend erreicht. Es ist eine Nachricht von Angelika Fischer und „Ironman“ Tobias Hopf (32), zwei Riedbergern, die sich ihren großen Traum erfüllen und im Oktober zu einer Weltreise gestartet sind. Mit nur 18 Kilo Gepäck, begrenztem Budget und der Mission, Sport- und Fitnesstrends auf allen Kontinenten aufzuspüren und im Blog www.fitness-around-the-world.com darüber zu berichten. Geli, übrigens interne Verkaufsleitung bei P&C in der Zeil, schreibt: „Wir wünschen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise ihrer Liebsten.“

Weihnachten am schönsten Tauch-Spot Asiens

Nach Stationen in Mittleren Osten, Südafrika und Namibia werden die beiden die Weihnachtstage im Süden von Thailand verbringen, auf einer kleinen Insel namens Koh Tao. „An Weihnachten werden wir uns ein Taxi-Boot für umgerechnet rund 10 Euro gönnen, das uns an den besten Tauch- und Schnorchelspot ganz Asiens bringen wird“, berichten die beiden. Abends wollen sie „schön essen gehen und dabei vermutlich unser Tagesbudget von 10 Euro auch mal ein wenig überschreiten“. Angelika wird sich auch noch eine einstündige Thaimassage gönnen. Ein klitzekleines bisschen Heimweh ist allerdings – nur an Weihnachten – auch dabei. „So richtig Weihnachtsstimmung kommt hier allerdings nicht auf und wir vermissen außer Familien und Freunden auch Dinge wie Lebkuchen, Christstollen, Glühwein, den Duft von Plätzchen, einen Weihnachtsbaum und Kerzen.“

Geli-Sandboarding
Ab in die Wüste: Angelika Fischer beim „Sandboarding“

Inline-Hockey in Namibia

Diese Gedanken verfliegen aber schnell, wenn sie von ihren bisherigen Erlebnissen und Stationen berichten. Von Namibia, der weltberühmten Wüste Namib und dem zweitgrößten Canyon der Welt. Sie erzählen nicht nur von Schlangen, Spinnen und Skorpionen, sondern auch von einem Land, in dem die Trennung zwischen Schwarz und Weiß noch Alltag ist und noch immer etwa die Hälfte der Bevölkerung unter der internationalen Armutsgrenze lebt.

IMG_2312
Gibt’s tatsächlich: deutsche Sportvereine in Afrika

Schwarz und Weiß sind auch in puncto Sport beinahe unüberbrückbar getrennt: Bei schwarzen Namibiiern steht König Fußball hoch im Kurs, bei Weißen Cricket, Rugby und Inline-Hockey, eine Eishockey-Variante auf Rollen statt auf Kufen. Hitzebedingt. Nicht nur bei den Amtssprachen Afrikaans (einer Mischung aus Holländisch und Englisch) sowie Oshivambo ist die Vergangenheit zu spüren, auch bei der Sportvereinen. Es gibt tatsächliche deutsche Sportvereine, ein Erbe der (wenig rühmlichen) deutschen Kolonialzeit, als Namibia von 1884 bis 1915 die deutsche Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ war.

IMG_2434-1024x768
Voll im Trend in Namibia: Inline-Hockey, eine Eishockey-Variante auf Rollen

In Südafrika spürten Angelika Fischer und Triathlet Tobias Hopf insbesondere Outdoor-Fitnesstrends nach, auf Bali der heilenden Kraft und verschiedener Schulen des Yoga. Die nächsten Ziele sind Australien, Neuseeland, die Fiji-Inseln, schließlich Nord- und Südamerika. Als sie während ihrer Reiseplanung gefragt wurden, warum sie sich in so jungen (und beruflich erfolgreichen) Jahren eine so lange Auszeit gönnen, fragten sie nur: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Erlebe Deinen Traum…

Dahinter steckt auch der Gedanke, dass sie sich „als Paar definieren wollen“, sich in bisweilen auch brenzligen Situationen noch besser kennen lernen wollen. Im Vordergrund dieser Weltreise steht aber ein Satz, mit dem sie nicht nur Followern und Lesern Lust auf mehr machen. Dieser Satz lautet: Erlebe Deinen Traum…

IMG_4721
Angelika und Tobias wünschen allen Lesern „frohe Weihnachten“ – vom anderen Ende der Welt

(Text: cd/ Fotos: Tobias Hopf)

 

Wissenschaft für Flüchtlinge

Am Anfang ist nur heller, grauer Dampf. Kinder versuchen, danach zu greifen. Dann gießt einer der Studenten mehr von der geheimnisvollen Flüssigkeit aus dem Behälter und bittet, Abstand zu halten. Der Stickstoff verdampft wie auf einer Herdplatte. Bläschen blubbern über den Tisch. Michael Wiebusch und Philipp Beloin vom Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) erklären, dass flüssiger Stickstoff bereits bei – 196 Grad siedet. Sie zeigen, wie man mit Hilfe von Stickstoff Magneten schweben lassen kann. Wissenschaftler hoffen, durch diesen „Supraleitungs“-Effekt eines Tages Strom billig und Ressourcen schonend über weite Strecken zu transportieren. Am Versuch aber stehen nicht Kommilitonen, sondern Flüchtlinge aus der Notunterkunft in Kalbach. Sie sind eingeladen, „Wissenschaft zum Anfassen“ zu erleben.

Über 40 Flüchtlinge kommen zu Fuß aus Kalbach

„Wir wollen spielerisch zeigen, dass Wissenschaft etwas Tolles ist“, hat Dr. Sascha Vogel, Leiter und Initiator der Ausstellung vorab erklärt. „Notfalls mit Händen und Füßen und ohne Zeitlimit“ will sein Team an sechs Versuchsstationen die Neugier der Flüchtlinge wecken und Abwechslung zum Alltag und der Enge in der Turnhalle bieten.

Man ist überrascht und begeistert, als mehr als 40 Flüchtlinge, darunter nicht wenige Kinder, zum Uni-Campus kommen. Zur Gruppe gehört die 13-jährige Saba. Sie ist mit ihren Eltern und den zwei kleineren Brüdern aus Afghanistan geflohen. Mutter Shakila (29) und sie hatten schon in den Herbstferien an einem Sprachkurs des Familienzentrums Billabong für Frauen und Mädchen teilgenommen. Beide sprechen Englisch, obwohl die Mutter nach eigenen Aussagen „nie eine Schule besucht“ hat. Saba versteht inzwischen auch etwas Deutsch, versucht möglichst oft in der neuen Sprache zu antworten. „Ich habe das aus Büchern gelernt“, erzählt sie, während die Dame neben ihr Auskunft darüber gibt, dass in der Turnhalle am Martinszehnten nur zwischen 10 und 11 Uhr für mehrheitlich afghanische Flüchtlinge und zwischen 11 und 12 Uhr für Syrer Deutschunterricht angeboten werden kann.

Der spektakuläre Schokokuss-Versuch

Die Ethnologin Sabine Kalinock ist für die Diakonie tätig. Sie beherrscht Arabisch und Persisch und hilft beim Übersetzen. Etwa beim spektakulären Schokokuss-Versuch, wo die Bedeutung von Vakuum erklärt werden soll. Wird nämlich der Glasglocke mit dem Schokokuss die Luft entzogen, bläht sich der süße Schaum auf. Innen drinnen sind Luftbläschen. Fehlt der Druck von außen, wird der Innendruck immer größer. „Wer Dreck macht, muss aufräumen“, hatte Sascha Vogel als Parole ausgegeben. Sprich: Die Studenten und Doktoranten verzichten lieber darauf, den Schokokuss zum Explodieren zu bringen. Danach sind noch Schaumküsse übrig. Zum Vernaschen.

DSC_0168xx
Vorsicht „Explosionsgefahr“: Der Schokokuss im Vakuum gefiel vielen Flüchtlingen am besten

Dr. Vogel und sein Team haben das Projekt bereits in Schulen, bei Veranstaltungen des Landes Hessen und im Bundesrat vorgestellt. Teil des Teams ist auch ein Mathe- und Physikstudent, der in Syrien geboren und aufgewachsen ist. Er erklärt die Versuche in seiner Muttersprache. Für alle, die den englischen Erklärungen der anderen Nachwuchswissenschaftler nicht ganz folgen können.

Das Mädchen Saba braucht kaum Übersetzungshilfe. Sie berichtet, dass sie Ärztin werden will. Ihre Mutter möchte Schneiderin lernen, und Mehran, ihr zwölfjähriger Bruder, will „Ingenieur werden“.

Sprachkurse beim Familienzentrum Billabong

Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die derzeit rund 130 Flüchtlinge die Notunterkunft in Kalbach demnächst verlassen und neu eingereiste Flüchtlinge an den Martinszehnten kommen. Auch am Riedberg ist man darauf vorbereitet. „Wir werden ab Mitte Januar wieder einen Sprachkurs machen“, erklärt Anja Hohmann vom Familienzentrum Billabong. Immer montags und donnerstags wird ein pensionierter Sonderschullehrer in den Räumen der Riedberg-Information Deutschunterricht geben.

Sabas Familie weiß nicht, was auf die Notunterkunft folgt. Mutter und Tochter möchten nicht fotografiert werden. Wie beim ersten Zusammentreffen im Herbst. Aus Glaubensgründen und Scheu. Anders als vor ein paar Wochen aber wollen sie sprechen. Die 13-jährige Saba sagt, dass sie noch viel mehr lernen will, und ihre Familie hofft, Asyl und Arbeit zu bekommen.

Hoffen auf Asyl

Derzeit erhalten nur 43 Prozent der ankommenden Afghanen in Deutschland Asyl. Trotz des Wiedererstarkens der Taliban wird über verstärkte Abschiebungen diskutiert. Saba, das Mädchen, das Ärztin werden möchte, will nicht über Politik sprechen. Sie möchte weiter, zu einem der Versuche, die sie noch nicht gesehen hat.

(Text/ Fotos: cd)

Weihnachtsgeschenk für die Studenten

Nicht nur die Vereine am Riedberg brauchen dringend Räume. Jahrelang waren auch die Studierenden des Campus Riedberg auf der Suche nach einem Raum, in dem sie sich über Disziplingrenzen hinweg begegnen und miteinander ins Gespräch kommen können. Mit anderen Worten: Ein Raum für Projektarbeit, den Austausch der Forscher von morgen und neue Ideen. Jetzt ist dieser Wunsch dank eines 100.000 Euro starken Engagements der Adolf Messer Stiftung Realität geworden.

Am Donnerstagabend wurde die Adolf Messer Stiftung Lounge, wie der Raum im Riedberg-Biozentrum nun heißt, in Anwesenheit des Vorsitzenden des Stiftungsrates, Herrn Dr. von Harbou, des Ehrensenators Stefan Messer und der Präsidentin der Goethe-Universität sowie Studierenden der Naturwissenschaften eröffnet.

Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff sagte: „Das ist ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für unsere Studierenden auf dem Riedberg, über das wir uns alle sehr freuen.“

Die Adolf Messer Stiftung unterstützt die Goethe-Universität seit vielen Jahren. Insgesamt förderte die Stiftung die Universität seit 1994 mit mehr als 6 Millionen Euro. Ehrensenator Stefan Messer begründet die Motivation der Stiftung so: „Es ist ein gutes Gefühl, Bildung und Forschung zu fördern. Die Entwicklung der Goethe-Universität beeindruckt mich in den letzten Jahren sehr. Sie setzt unser Stiftungsmotto – Tradition bewahren, Zukunft fördern – in idealer Weise um. Denn wir möchten Innovationskraft, wissenschaftliche Neugier und Pioniergeist honorieren – Stärken, die auch ihren Namensgeber auszeichneten.“

(Quelle: Pressestelle der Universität/ Foto: cd)

1,1 Kilo Kokain in Kalbach

Der Polizei ist es am Dienstagabend nach umfangreichen Ermittlungen gelungen, zwei Drogenkuriere festzunehmen und 1,1 Kilogramm Kokain zu beschlagnahmen. Die Kurierfahrt der beiden Tatverdächtigen, die mit den Drogen aus den Niederlanden kamen, endete in den späten Abendstunden an einer Tankstelle in Kalbach. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs entdeckten die Beamten das Rauschgift, das hinter Karosserieteilen versteckt war.

Im Anschluss an die beiden Festnahmen konnte bei einer Wohnungsdurchsuchung noch ein weiterer Verdächtiger festgenommen werden. Die Männer im Alter zwischen 35 und 49 Jahren stammen aus dem Rhein-Main-Gebiet und wurden gestern dem Haftrichter vorgeführt. Für alle drei wurde Untersuchungshaft angeordnet.

Am späten Dienstagabend hatten Anwohner am Riedberg beobachtet, dass mehrere Einsatzwagen mit Blaulicht und erhöhter Geschwindigkeit die Altenhöferallee nordwärts fuhren. Die Pressestelle der Polizei schließt nicht aus, dass dieser Einsatz „in Zusammenhang mit den Festnahmen stand“.

200.000 Euro für ein Kilo Kokain

Beim Verkauf von 1,1 Kilo Kokain können „auf der Straße“ laut Zollfahndern mindestens 200.000 Euro erzielt werden. Fürs Schmuggeln wird meist sehr reines Kokain genutzt, um es vor Ort – in der Regel um das Vierfache – zu strecken.

Sobald uns neue Informationen zum Drogenfund in Kalbach erreichen, wird MAINRiedberg darüber berichten.

(Quelle: Polizei Frankfurt/ Foto: thirdkey/ fotolia)

Schulplätze: Das sind die Sorgen der Eltern

Das Problem ist bekannt: Laut Staatlichem Schulamt fehlen 270 Schulplätze an weiterführenden Schulen im Frankfurter Norden. Die Unsicherheit ist groß, die Schulwahl rückt immer näher. Stadt, Schulamt und Vertreter der entsprechenden Ausschüsse und Ortsbeiräte suchten und suchen noch nach Lösungen. Deshalb wenden sich die Elternbeiratsvorsitzenden der beiden Grundschulen am Riedberg mit einem Brief an alle Eltern, um einen Überblick über die aktuellsten Informationen zum Übertritt zu geben.

Barbara Günther, Bettina Grießhammer, Michaela Guccione und Dr. Corinna Ruef bitten in diesem Brief die Eltern aber auch, „aktiv“ ihre Stimme zu nutzen und das Schuldezernat zu kontaktieren – mit realistischen Forderungen: Mit der Bitte, dass Kinder, die keinen Platz an der Wunschschule bekommen, zumindest einer Schule zugeordnet werden. Dann könnte man Fahrgemeinschaften bilden. Ein anderer Punkt wäre die Einrichtung von Schulbussen zum neuen Gymnasium Westhausen. Und der Wunsch, dass die zum Schuljahr 2017/ 2018 geplante Gesamtschule (IGS) am Riedberg mit Oberstufe geplant wird. Derzeit ist das nicht vorgesehen.

Doch zurück zu den Maßnahmen, mit denen die Stadt das Schulproblem in den Griff bekommen möchte:

– Einerseits wird viel Werbung für alle Schulen und alle Schulformen gemacht, anderseits soll das provisorische Gymnasium Nord in Westhausen in diesem Sommer mit 180 Plätzen starten. Als möglicher finaler Standort werden Bonames und Im Hilgenfeld/ Frankfurter Berg genannt. Allerdings: Westhausen ist vom Riedberg per RMV erst in 34 bis 40 Minuten zu erreichen und laut Ortspolitikern stehen selbst hinter dem Provisorium noch dicke Fragezeichen.

– Die Ernst-Reuter-Schule (IGS) am Nordwestzentrum wird verstärkt Kinder mit Gymnasialempfehlung aufnehmen, damit die Klassen mit einer Drittelbelegung besetzt werden können.

– Der Ortsbeirat setzt sich für eine Erweiterung des Gymnasialzweigs an der Otto-Hahn-Schule (Nieder-Eschbach) ein. Die Schulleitung würde das gerne umsetzen. Jetzt muss das Bildungsdezernat entscheiden.

Riedberger Gymnasium nimmt im Sommer wieder 180 Fünftklässler auf

Natürlich nimmt auch das Gymnasium Riedberg im Sommer wieder 180 Fünftklässler auf – doch der Andrang wird erfahrungsgemäß weit größer sein. Auch deshalb raten die Elternbeiräte der Grundschulen, im Wahl-Formular unbedingt Erst- und Zweitwunsch einzutragen und die Tage der offenen Türe an vielen Schulen (siehe www.steb-ffm.de) zu nutzen, um sich selbst ein Bild zu machen. Die Anmeldeformulare müssen bis 5. März an den Grundschulen abgegeben werden. Kinder, die keinen Platz an einer Wunschschule erhalten, werden in einer „Verteilerkonferenz“ einer Schule mit noch freien Plätzen zugewiesen. Zu- und Absagen werden von den Schulen Ende Mai verschickt.

Die Schulproblematik war am Freitag auch Thema im Ortsbeirat. Die SPD wollte beim Magistrat offiziell anfragen, warum das Provisorium im entfernten Westhausen errichtet wird, ob der einst diskutierte und vermeintlich endgültige Standort Am Eschbachtal/ Harheimer Weg (Bonames) noch aktuell ist und wann denn mit der Genehmigung durch das Kultusministerium zu rechnen ist. Schließlich soll das neue Gymnasium schon im Sommer eröffnen. Der Schulantrag fand aber keine Mehrheit.

In der Bürgerfragestunde vor der Sitzung hatte eine Mutter vom Riedberg versucht, auf die Sorgen der Eltern aufmerksam zu machen. Die Elternbeiräte der Grundschulen hoffen jetzt, dass sie mit ihrem Brief umfassend informieren – und mehr Gehör finden.

(Text/ Repro: cd)

Die NEWS der Woche

Mehr Haltestellen für den Riedberg

Immer mehr Menschen leben am Riedberg. Deshalb fährt die Buslinie 29 demnächst fünf neue Haltestellen an. Die Haltestellen entlang der Graf-von-Stauffenberg-Allee sowie der Carl-Hermann-Rudloff-Allee lauten: „Hans-Leistikow-Straße“, „Ernst-Balser-Straße“, „Hans-Poelzig-Straße“ und „Lucy-Hillebrand-Straße“. Neu ist auch die unmittelbar an der U-Bahn-Station liegende Haltestelle „Uni Campus Riedberg“. Durch den neuen Weg der Linie 29 entfällt die Haltestelle Annette-Kolb-Weg. Allerdings wird diese weiterhin von der Linie 251 sowie an Schultagen von der Linie 28 bedient.

Bereits ab sofort werden zu Schulbeginn und auch mittags mehr Busse der Linie 28 eingesetzt. Das soll die Verbindung zum „Schulstandort Riedberg“ verbessern. Weitere gute Nachricht für Schüler: Die U9 wird bei den besonders nachgefragten Fahrten um 7.18 Uhr und 7.33 Uhr von Nieder-Eschbach verlängert. Es wird jeweils ein Wagen angehängt. Ob diese Maßnahmen aufgrund der wachsenden Schülerzahlen am Riedberg ausreichen, wird noch geprüft.

***

Scheitert das neue Gymnasium?

Mehr als 270 Plätze an weiterführenden Schulen fehlen im Norden Frankfurts. Das neue Gymnasium in Westhausen soll bereits ab dem nächsten Schuljahr für Entlastung sorgen. Zunächst am provisorischen Standort in Westhausen. Als endgültiger Standort ist Bonames im Gespräch. Jetzt scheint sogar das Provisorium wieder infrage zu stehen. Wie Susanne Kassold (SPD) in der Ortsbeiratssitzung am Freitag mitteilte, gibt es derzeit „weder ein endgültiges Bodengutachten, ab die Schule auf dem Gelände der Ziegelei entstehen kann, noch gibt es ein Verkehrskonzept“. Das wurde im direkt betroffenen Ortsbeirat 7 bekannt. Die mangelhafte RMV-Anbindung von Stadtteilen wie dem Riedberg stand bereits in der Kritik. In der Nähe des Grundstücks befinden sich die Französische Schule und drei Kitas. Anwohner befürchten einen „Verkehrskollaps“, falls das neue Gymnasium kommt.

***

Müll-Initiative, aber keine Öffnung für Vereine

Der Ortsbeirat will die Müllprobleme am Riedbergzentrum in den Griff kriegen und die FES bitten, „für eine bessere Müllentsorgung“ zu sorgen. Pizzakartons, Verpackungen von Take-away-Gerichten und auch der Müll der Marktbeschicker am Samstag stapeln sich hier, teils auch neben den Mülleimern. Der Antrag dazu kam von der CDU, die spezielle Müll-Container für den Abfall des Wochenmarktes ins Gespräch bringt. Ein Antrag der SPD, auf den die Vereine am Riedberg hofften, wurde indes abgelehnt. Es stand zur Debatte, dass die Schulaula des Gymnasiums – in Absprache mit dem Direktorat – abends „für die vereinsinterne Nutzung“ zugänglich gemacht werden soll. Der Antrag fand keine Mehrheit.

Eine interessante Nachricht aus den Nachbarstadtteilen: Bei einer von der Stadt initiierten Ideenplattform sprachen sich die Bürger gegen eine erneute Erweiterung der Europäischen Schule aus – man möchte so die Ernst-Reuter-Schulen am Nordwestzentrum stärken.

***

„Stadtteil-Akteure“ dürfen ins Infobüro!

Eine gute Nachricht beim Thema Raumnot am Riedberg gibt es aber doch: Die Hessenagentur wird das Infobüro im Riedbergzentrum „verstärkt lokalen Akteuren öffnen“ – das teilte Pressesprecher Wilfried Körner dem Stadtteilmagazin MAINRiedberg mit. Der Hintergrund: Immer weniger Interessenten möchten sich direkt im Infobüro der Hessenagentur über Projekte am Riedberg beraten lassen, die Hessenagentur übergibt Teile ihrer Zuständigkeiten ohnehin im Laufe des nächsten Jahres an die Stadt. Die Räume des Infobüros stehen aber noch bis Ende 2016 zur Verfügung – und jetzt auch verstärkt Riedberger Vereinen und Initiativen offen. Den Anfang machten öffentliche Lesungen von „Kultur in der Aula“. Weitere Interessenten können sich direkt an die Hessenagentur wenden.

***

Bestsellerautor liest am Riedberg

Er ist Bestsellerautor mit einer Gesamtauflage von 35 Millionen Büchern, liebt Fantasy-Romane, Krimis und seine Harley. Doch die vielleicht beste Nachricht ist: Wolfgang Hohlbein („Märchenmond“, „Der Hexer“) kommt 2016 nach Frankfurt-Riedberg. MAINRiedberg und der Dryas Verlag holen damit zum ersten Mal literarische Prominenz in unseren jungen Stadtteil. Am 4. März liest Wolfgang Hohlbein aus seinem neuesten Roman „Mörderhotel“. Unterstützt wird der Termin vom Familienzentrum Billabong und dem Jugendhaus Riedberg, wo die Lesung stattfinden kann. Die exakten Daten:

Die Lesung aus „Mörderhotel“ von und mit Wolfgang Hohlbein findet am
4. März 2016 um 20 Uhr im Jugendhaus Riedberg, Friedrich-Bergius-Weg 2, statt.

Foto_Hohlbein_Copyrightkleinnn

Karten kosten 8 Euro, im Vorverkauf 6 Euro.

Bereits am 29. Januar 2016 um 20 Uhr kommt der Frankfurter „Lokalmatador“ Meddi Müller mit seinem neuesten Krimi „Frankfurt muss brennen“. Müller liest im Infobüro/ Riedbergzentrum. Die Lesung findet in Zusammenarbeit der Riedberger Initiative „Kultur in der Aula“ statt. Karten kosten 4 Euro, im Vorverkauf 3 Euro.

Karten-Reservierungen für Bestsellerautor Wolfgang Hohlbein und den Frankfurter Krimi-Autor Meddi Müller sind ab sofort unter mail@main-riedberg.de sowie unter kontakt@dryas.de möglich.

Weitere Informationen unter www.main-riedberg.de Stichwort riedbergKULTUR.

(Foto: Wolfgang Hohlbein)

***

Neues Wohngebiet am Ben-Gurion-Ring

Am nordöstlichen Rand des Ben-Gurion-Rings in Nieder-Eschbach wird ein neues Wohngebiet ausgewiesen. „Auf dem Areal können circa 340 Wohnungen für rund 850 Menschen entstehen“, teilt Bürgermeister Olaf Cunitz mit. „Damit fangen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir ermöglichen zusätzlichen Wohnungsbau, ohne unbebaute Flächen in Anspruch zu nehmen. Die Umnutzung dieses früher gewerblich genutzten Areals ist ein Beitrag zum schonenden Umgang mit unseren Flächenressourcen.“ Das rund 3,3 Hektar große Gebiet liegt fußläufig zur Stadtbahnstation Bonames-Mitte, an der die Linien U2 und U9 verkehren. Zudem ist es mit einer städtischen Buslinie erschlossen. Bereits im vergangenen Jahr wurde mit dem Baulandentwickler geregelt, dass eine öffentliche Grünfläche und Kindertagesstätte mit 66 Plätzen entstehen werden. Außerdem wird 30 Prozent der entstehenden Wohnbaufläche im geförderten Wohnungsbau errichtet.

***

Lust auf Frankfurter Geschichte?

Hannes Pflügner führt am Donnerstag, 17. Dezember, um 17 Uhr durch das staufische Frankfurt. Frankfurt verdankt seine Tradition als Handels- und Kaiserstadt den Stauferkaisern wie Friedrich Barbarossa oder Friedrich II. Im 12. Jahrhundert wurde Frankfurt zum Wahlort deutscher Könige. Noch heute finden sich in der Stadt Spuren der königlichen Vergangenheit, wie zum Beispiel in der Saalhofkapelle. Hier befinden sich auch die Kopien der mittelalterlichen Reichsinsignien – Krone, Zepter und Reichsapfel. Und ein großes Modell zeigt die Entwicklung des stauferzeitlichen Frankfurts. Die Kosten für den Stadtgang betragen sechs Euro, Treffpunkt ist das Foyer im Historischen Museum.

Friedrich, F. u. Preuss, K. Foto und Verlag, Ansicht des Saalhofs vom Main her, 1869

Friedrich, F. u. Preuss, K. Foto und Verlag, Ansicht des Saalhofs vom Main her, 1869

***

Es gibt wieder das RMV-Weihnachtsticket

Auch in diesem Jahr bietet der RMV seinen Kunden wieder ein Weihnachtsangebot: Wer eine RMV-Tages- oder Gruppentageskarte im Zeitraum vom 24. bis 26. Dezember kauft, kann diese während der gesamten Feiertage für beliebig viele Fahrten nutzen. Eine gute Idee, findet der RMV-Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Peter Feldmann. Gespart werden somit bis zu zwei Drittel der regulären Fahrtkosten. Das RMV-Weihnachtsticket gibt es in allen RMV-Mobilitätszentralen, als Handy-Ticket, an allen Fahrkartenautomaten und unter www.rmv.de

***

Ideen für Last-Minute-Geschenke

Für alle Spätkäufer und Kurzentschlossene öffnet das Stadtteilbüro Bahnhofsviertel am Donnerstag, 17. Dezember, von 17 bis 21 Uhr seine Pforten und präsentiert die Produkte von Bahnhofsviertel-Kreativen. Die Palette reicht von Schmuckdesigns zu tragbaren Zeichnungen und witzigen Kalendern, nicht ausschließlich weihnachtlichen Malbüchern und Comics, fluoreszierenden Weihnachtskarten mit Rentieren und Füchsen bis hin zu schönen Dingen mit hohem Unterhaltungswert. Die kreativen Künstler und Köpfe hinter den Produkten sind: Sylvain Merot, Schau Chung Shin, Dreilettercode, Diana Ninov, Christopher Tauber, Christine Fiebig und Birgit Arp. Weitere Infos: Art Shop im Advent – Stadtteilbüro Bahnhofsviertel, Gutleutstraße 16a.

Die Riedberger Verlegerin Sandra Thoms hat auch noch einen besonderen Buchtipp für Last-Minute-Schenker: Sie empfiehlt (insbesondere als Geschenk für Frauen und Hundeliebhaber) „Kein Mops ist auch keine Lösung“ von Tina Voss. Die Autorin hatte übrigens Ende November eine erfolgreiche Lesung am Riedberg. Das Buch ist ein witziger Roadtrip nach Schweden, auf dem das skurrile Duo mit Mops jede Menge ebenfalls skurrile  Gestalten trifft. Autorin Tina Voß hat selbst einen Mops, das merkt man beim Lesen. Aber auch Nicht-Mops-Besitzer kommen auf ihre Kosten, denn die Autorin beschreibt liebevoll und amüsant die unterschiedlichsten Charaktere. Weitere Infos unter www.dryas.de

Voß Flyer vorne

Tolle Stimmung am Riedberg

Weihnachtslieder auf der Bühne. Ein Paar, das innig dazu tanzt. Grüppchen von bestens gelaunten Riedbergern, die auch nach 22 Uhr eigentlich noch nicht nach Hause wollen – das gab’s bei einem Weihnachtsmarkt am Riedbergplatz vermutlich noch nie! „Jetzt merkt man, dass hier mehr als 10.000 Menschen leben und alles bunter und vielfältiger wird,“ freut sich ein Besucher, während er an einem der 18 Stände heißen Apfelwein bestellt. Samstag Abend waren so viele Menschen unterwegs, dass man sich schon den Weg zu Bratwürsten, Waffeln, einem der leckeren Pulled-Pork-Brötchen, dem Kinderkarussell und der Mini-Eisenbahn bahnen musste. Einer der Höhepunkte am Samstag war der Auftritt der Ballett-Kinder des Familienzentrums Billabong, die manche Zuschauer zu Tränen rührten.

Die Organisation hat auch in diesem Jahr die IG Riedberg übernommen. Am IG-Stand gab es Feuerzangenbowle. Bestens bekannt aus vergangenen Jahren. Zunehmend erobern auch Kunsthandwerker und Hobby-Künstler aus dem Stadtteil das Interesse der Besucher. Jana Zahn stellte Aquarelle und Illustrationen von Straßenzügen, Ansichten und Häusern am Riedberg aus. Eine Kerzenwerkstatt lud zum Kerzenziehen ein. Daneben, im Zelt der Josua-Gemeinde, gab es stilvolle Keramiken. Am Sonntag besuchten auch zahlreiche Mitglieder des Ortsbeirates unseren Weihnachtsmarkt. Man unterhielt sich dann aber doch größtenteils parteilich getrennt. Auch Reform-Dezernent Jan Schneider war kurz da und natürlich Ortsvorsteherin Carolin Friedrich sowie der Spitzenkandidat der Orts-SPD, Jörg Rohrmann, der in seiner Freizeit in der „Traditionself“ des SC Riedberg kickt.

DSC_0359 x
So groß ist das Herz der Riedberger: Das ist nur ein Teil der Geschenke für Flüchtlinge, die Markus Schaufler und die IG Riedberg am Sonntag sammelten

Der Riedberger Weihnachtsmarkt am 3. Adventswochenende wollte auch ein Zeichen setzen – mit „Weihnachten im Schukarton“, mit Geschenken von Riedbergern für Flüchtlinge. Am Sonntag sammelte die IG Riedberg gemeinsam mit der Diakonie Geschenkkartons für Kinder, die in der Kalbacher Notunterkunft untergebracht sind. Sollten die Geschenke den Bedarf in Kalbach übersteigen, werden die Pakete an die Organisation „Frankfurt hilft“ zur Weiterleitung an weitere Frankfurter Einrichtungen abgegeben. Im Laufe des Sonntags war der Berg an Geschenken so angewachsen, dass Markus Schaufler und weitere Verantwortliche immer wieder einen voll beladenen Lastkarren zum Infobüro/ Riedbergzentrum schoben. Dort wurden die Pakete sicher verwahrt. Viele Flüchtlingskinder können sich freuen.

DSC_0370x
Bester Laune war am Sonntag auch das Team des Familienzentrums Billabong. Dort konnten Kinder Taschen bemalen – und zudem gab’s selbst gekelterten, heißen Äppler

(Fotos: Detsch)

Kontrolle wegen Trunkenheitsfahrt

Es ist Dienstagnacht, nach 23 Uhr. Kurz nach der neuen Ausfahrt der Rosa-Luxemburg-Straße Richtung Westflügel stehen zwei Polizeiwagen. Plus ein Auto am Straßenrand, dessen Fahrer offensichtlich kontrolliert wird. Ein Riedberger, der diese Stelle zeitgleich mit seinem Pkw passiert, bemerkt auch einen Beamten mit Maschinenpistole und erschrickt. Ein Anruf von MAINRiedberg in der Pressestelle der Polizei liefert aber eine schnelle Erklärung und zerstreut jegliche Bedenken. Dort lautet die Auskunft: „Die Kontrolle wurde wegen des Verdachtes auf eine Trunkenheitsfahrt durchgeführt. Es handelte sich nicht um eine Kontrollstelle.“ Der Polizeisprecher fügt noch hinzu: „Es handelte sich wirklich um keinen Großeinsatz in irgendeiner Art und Weise, die beiden Mercedes Vitos sind unsere normalen Streifenwagen in Frankfurt und da sitzen in der Regel auch nur jeweils zwei Polizisten drin.“

Warum aber war dort auch ein Polizist mir Maschinenpistole – ein Fakt, den man zwangsläufig mit einer Gefahrensituation gleichsetzt? Bei der Beantwortung dieser Frage nimmt sich der Polizeisprecher Zeit. Er kann aufgrund seiner Informationen nicht bestätigen, dass dort tatsächliche ein Kollege mit Maschinenpistole vor Ort war. Falls ja, wäre das aber völlig normal und „Ausfluss unseres neuen Sicherheitskonzeptes“. Dieses Sicherheitskonzept wurde nach den Anschlägen von Paris erarbeitet und sieht bei Kontrollen möglichst auch jenen Begleitschutz vor. Der Polizeisprecher betont am Ende des Gesprächs nochmals: „Das ist Bestandteil des neuen Sicherheitskonzeptes. Da muss sich keiner unwohl fühlen.“

(Text: cd/ Foto: PictureFactory/ Fotolia)

Frauen können mehr!

Diese Frau weiß, was sie will: Martina Peukert (39), Mutter eines einjährigen Sohnes, arbeitet seit 15 Jahren im Bereich Unternehmensberatung, Media-Training und Coaching. Eines der Spezialgebiete der Neu-Riedbergerin ist das „Training von Frau zu Frau“. Ihre Arbeit beginnt mit dem Auffrischen von Computerkenntnissen und endet auch nicht bei Bewerbungs-Tipps oder Präsentationen. Was reizt sie an dieser Aufgabe? Anders ausgedrückt: Was müssen wir Frauen noch lernen?

Was möchten Sie den Frauen, die zu Ihnen kommen, mit auf den Weg geben?

Peukert: „Ich möchte die Hemmschwelle abbauen, dass man vermeintlich nichts mehr weiß und kann, und ich möchte Selbstvertrauen aufbauen. Ich helfe bei Bedarf auch aktiv dabei, einen neuen Job zu finden. Viele halten nur an ihrer alten Stelle fest, weil sie glauben, eine bessere würden sie nicht bekommen.“

Warum ist der Wiedereinstig in den Beruf oft so schwer – und warum lohnt es trotzdem, sich durch die harte Anfangsphase durchzukämpfen?

„Da ist natürlich der Geld-Aspekt und das Bewusstsein, auf eigenen Beinen zu stehen. Man fühlt sich auch besser, fühlt sich anerkannt. Seit ich wieder arbeite, bin ich ausgeglichener, übrigens auch meinem Kind gegenüber. Man lernt als Mutter auch loszulassen. Und es macht richtig Spaß, wieder loszulegen.“

Warum zögern dennoch viele Frauen? Was müssen wir noch lernen?

„Viele Frauen sagen zu schnell: ,Das kann ich nicht.’ Anstatt zu sagen: ,Ich erfülle vielleicht nicht alle Anforderungen für den Job. Aber ich suche mir Hilfe und versuche es trotzdem!’ Wir Frauen müssen lernen, mehr zu wagen und uns besser zu verkaufen. Was hat man denn zu verlieren? Ich sage: Man kann doch eigentlich nur gewinnen!“ cd

Mehr Informationen über die Riedberger Expertin finden Sie unter www.erfolgreich-als-frau.de