Kategorie: AktuelleNEWS

Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel für die ganze Stadt

Die Feuerwehr Frankfurt wurde vom Corona-Verwaltungsstab der Stadt mit der Beschaffung von Persönlicher Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel für alle städtischen Ämter, Betriebe, medizinische und sozialen Einrichtungen beauftragt. Seither telefonieren, bestellen, lagern und kommissionieren Mitarbeiter der Logistik-Fachabteilung und Kräfte aus anderen Fachabteilungen ohne Unterlass. Ihre Erfahrung bewahrt sie davor, auf dubiose Angebote reinzufallen. Auch dank ihres Einsatzes gab es bisher keine Engpässe in Frankfurt am Main.

In Einzelbüros, die Headset zum Telefonieren dauerhaft auf dem Kopf, sind zehn Mitarbeiter dem wertvollen, sogar lebenswichtigen Gut hinterher: medizinische Schutzmasken, Schutzkleidung, viruzide Desinfektionslösung. Am Telefon, per E-Mail, wieder am Telefon. Es gibt eine lange Bedarfsliste aller entsprechenden städtischen Einrichtungen. Allein eine halbe Million so genannter OP-Masken braucht danach Frankfurt am Main jede Woche.

„Die Mitarbeiter hier haben zum Teil ihren Urlaub gecancelt und Wochenende haben wir seit Mitte März nicht mehr gemacht“, sagt Benedikt Spiller, der als Abteilungsleiter Logistik den Überblick hält, an den internen Corona-Stab berichtet und auch selbst den Hörer in die Hand nimmt. „Damit man die bestellte Ware auch in absehbarer Zeit geliefert bekommt, muss man schon ganz schön Druck machen. Da kommt es vor, dass wir einen Händler zigmal anrufen.“

Die Abteilung ist auch zu normalen Zeiten für die Beschaffung zuständig, für alles, seien es neue Fahrzeuge, Ersatzteile, Feuerwehrhelme oder mobile Gefahrenstoffcontainer. Da ist die medizinische Schutzausrüstung nur ein Teil des Spektrums. Die langjährige Erfahrung und bestehende Kontakte zu Herstellern und Lieferanten sind aber jetzt ohne Zweifel von Vorteil, denn der Markt für diese gefragten Medizin-Produkte ist im Moment chaotisch und voll mit zweifelhaften Angeboten und Zwischenhändlern.

„Wir haben es da mit Anbietern zu tun, die bis dato Billig-Spielzeug aus China importiert haben, mit Masken ohne EU-konforme oder gar keiner Zertifizierung“, erklärt Benedikt Spiller bevor er sich wieder konzentriert seiner Arbeit zuwendet. Er und seine Leute navigieren unaufgeregt um Dubioses herum, während sie gleichzeitig oft schnell entscheiden müssen. Die Branddirektion wurde vom Verwaltungsstab der Stadt mit der Beschaffung beauftragt. Es soll nicht dazu kommen, dass in Frankfurt Pflegepersonal etwa in Altersheimen ungeschützt arbeitet.

Stadtrat Markus Frank hat als Wirtschaftsdezernent und auch als Sportdezernent gerade alle Hände voll zu tun, als Dezernent für die Sicherheit weiß er Frankfurt am Main in besten Händen: „Ich bin froh und stolz, dass wir diese hochgradig leistungsstarke Abteilung bei unserer Feuerwehr haben. Es ist ein Bereich, der sonst gar nicht so sichtbar ist, sondern im Hintergrund arbeitet, aber für die Gefahrenabwehr, wie man sieht, unerlässlich ist.“ Und es sind weitere Bereiche der Branddirektion, die bei der großen Aufgabe mit anpacken.

Im Katastrophenschutzlager, das die Feuerwehr Frankfurt im Auftrag betreibt, herrscht reges Treiben. Bestellungen kommen mittlerweile täglich in Teil-Lieferungen von zwei bis zehn Paletten an. Alles muss erfasst, beschriftet, um-verpackt, gelagert und für Weitertransport oder Ausgabe vorbereitet werden. Die Lagerkapazität ist seit langem bereits erschöpft. Fahrzeughallen wurden zu Lagerflächen umfunktioniert, Container für zusätzliche Kapazitäten angeschafft. In diesem Bereich arbeiten mittlerweile zehn Mitarbeiter aus dem Bereich Katastrophenschutz und zur Verstärkung auch aus anderen Abteilungen. Die Freiwillige Feuerwehr unterstützt beim Fahrdienst. Das Gesundheitsamt entscheidet, wer was bekommt, die Feuerwehr übernimmt die Logistik.

Auf dem Hof füllen speziell qualifizierte Kollegen vom Sonderdienst Umwelt und Sicherheit der Feuerwehr Frankfurt unter einem Sonnenschutz Desinfektionslösung ab: Aus großen 1000-Liter-Gebinden in kleinere Kanister, die dann an medizinische Einrichtungen weitergegeben werden können. Weil es sich hier um das Umfüllen von hoch brennbaren Flüssigkeiten handelt, achten die Mitarbeiter peinlichst darauf, dass keine Zündquelle, z.B. durch elektrostatische Aufladung, entsteht. Gemäß Vorschrift wird etikettiert. Auch hier läuft alles zügig aber ruhig, ein Rädchen greift ins andere.

Seit letzter Woche fungiert das Frankfurter Katastrophenschutzlager zusätzlich auch noch als eines von sechs Verteilzentren für vom Land Hessen beschafftes Schutzmaterial. Benedikt Spiller schaut kurz vorbei, geht dann wieder in sein Büro. Die Aufgabe, die Stadt mit qualitativ hochwertigem Schutzmaterial auszustatten, wird nicht einfacher. Nach der Entscheidung der Länder, die Maskenpflicht im ÖPNV und Geschäften einzuführen, sind die Lieferfristen für Mund-Nasen-Schutz von sieben auf dreißig Tagen in die Höhe geschnellt.

Informationen: Feuerwehr Frankfurt

Foto: Feuerwehr Frankfurt

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Studie: Wie erleben Kinder und Familien die Corona-Zeit?

Ein Forscherteam der Goethe-Universität und der Universität Hildesheim fragt Eltern und Kinder nach ihren Erfahrungen mit den Corona-Beschränkungen.

Durch die Maßnahmen, Schließungen und Kontaktbeschränkungen in Zeiten des Coronavirus hat sich vor allem auch der Alltag von Familien verändert. Doch bislang hat kaum jemand nach den Erfahrungen und Perspektiven der Kinder und Eltern gefragt. Ein Forschungsteam der Universität Hildesheim und der Goethe-Universität Frankfurt befragt in einer bundesweiten Studie Eltern mit Kindern unter 15 Jahren. Eine Teilnahme ist ab sofort online möglich.

Das Forschungsteam fragt Eltern zum Beispiel, wie die Stimmung zu Hause ist, ob Eltern und Kinder Kontakt zu Freund*innen halten können, wie sie die aktuelle Betreuungssituation erleben und ob sie sich größere Sorgen machen seit der Corona-Pandemie. Wichtig ist auch: Welche Ansprechpersonen stehen zur Verfügung bei Problemen und Sorgen? Wie verbringen Kinder und Eltern Ihre Zeit zu Hause? Wie gut fühlen Sie sich informiert durch Einrichtungen, Medien und Politik?

Teilnehmen können alle Eltern mit Kindern unter 15 Jahren. Der Link zur Online-Befragung darf und soll gerne geteilt werden. Je mehr Familien sich beteiligen, desto wirksamer sind die Ergebnisse, um sie in öffentliche Diskussionen einzubringen.

Zur Umfrage: www.soscisurvey.de/Elternbefragung_Corona/

Die Online-Befragung startete in der vergangenen Woche und endet voraussichtlich am 15.05.2020. Die Anonymität der Teilnehmenden ist gewährleistet. Die Befragung dauert etwa 15 Minuten.

Informationen: Goethe-Universität

Foto: Edi Libedinsky on Unsplash

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Gottesdienste und Besuche im Altenheim wieder erlaubt

Seniorenhände

Die Hessische Landesregierung hat die Regelungen zur Corona-Krise aktualisiert: Glaubensgemeinschaften dürfen sich ab dem 1. Mai wieder versammeln. Auch Besuche in Alten- und Pflegeheimen sind mit Auflagen ab dem 4. Mai wieder erlaubt. Die Möglichkeit, an Sonntagen einzukaufen, um das Einkaufsgeschehen an den Werktagen zu entzerren, wird auf die Zeit von 13 bis 18 Uhr beschränkt. An Feiertagen bleiben die Geschäfte ganz geschlossen.

Glaube soll Halt geben

„Wir sind froh, dass wir einen praktikablen Konsens mit den Vertretern der Glaubensgemeinschaften gefunden haben und die Gläubigen wieder zusammenkommen können. Gerade in dieser Zeit kann ein starker Glaube Halt geben. Sehr wichtig war uns auch, für alte und kranke Menschen den Besuch von nahen Angehörigen wieder zu ermöglichen. Trost spenden, Orientierung geben und Mut zusprechen – das ist es, was die Menschen in dieser Zeit ganz besonders brauchen. Darüber hinaus haben wir entschieden, dass weiterhin die Möglichkeit besteht, Geschäfte am Sonntagnachmittag zu öffnen“, sagte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gestern in Wiesbaden.

Die Kirchen und Religionsgemeinschaften haben eigene Konzepte zur Einhaltung der Abstandsregeln, der Hygiene und der Steuerung des Zutritts erarbeitet und zusammen mit den Ländern und dem Robert Koch-Institut abgestimmt. Auch hier gilt allerdings der Mindestabstand von 1,5 Metern. Gegenstände, wie beispielsweise das Kollekten-Körbchen, dürfen nicht weitergereicht und benutzt werden. Das Aufstellen von Desinfektionsspendern ist „sicherzustellen“. Auch wenn Gottesdienste und religiöse Zusammenkünfte noch nicht im gewohnten Rahmen stattfinden können, „so können die Menschen gemeinsam ihren Glauben leben und zu Eucharistie und Abendmahl zusammenkommen“, heißt es aus der Staatskanzlei.

Das Kabinett entschied des Weiteren, dass auch Zusammenkünfte bei Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen möglich sind – entsprechend der Regelungen für Gottesdienste. „Von einem geliebten Menschen würdig Abschied nehmen zu können, ist vielen ein großes Bedürfnis. Diesem möchten wir mit unserer Entscheidung Rechnung tragen“, unterstrich Bouffier.

In Altenheimen sind Besuche jeweils eine Stunde pro Woche erlaubt

Die Lockerung der Besuchsregelung in Alten- und Pflegeheimen soll mit einem möglichst umfassenden Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Pflegenden einhergehen. „Besonders die alten und kranken Menschen, die in Heimen keine Besuche mehr von ihren Ehepartnern, Kindern oder Enkeln empfangen durften, leiden sehr unter der Situation. Mit der jetzigen Regelung schützen wir die Betroffenen vor einer Infektion und gleichzeitig vor einer möglichen Vereinsamung“, sagte Klose.

Die Einrichtungen müssen über ein individuelles Schutzkonzept verfügen – nach Maßgabe der aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Handlungsempfehlungen des Hessischen Ministeriums für Soziales. Um das Infektionsrisiko soweit wie möglich zu minimieren, ist der Kreis der Besucher auf nahe Angehörige und enge Bezugspersonen begrenzt. Besuche pro Woche für eine Stunde sind gestattet. Von den Besucherinnen und Besuchern muss außerdem ein entsprechender Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Die Landesregierung hat darüber hinaus weitere kleinere Anpassungen der Corona-Verordnungen beschlossen. Unter anderem wurde eine Regelung für Ausnahmen vom Mindestabstandsgebot bei richterlichen Amtshandlungen und Gerichtsverhandlungen getroffen. Zudem können Berufsbildungseinrichtungen die Angebote für prüfungsrelevante Lehrgänge wieder öffnen und an den Hochschulen Präsenzveranstaltungen stattfinden, für die spezielle Lehr- und Arbeitsräume notwendig sind.

Die Gültigkeit der von der Hessischen Landesregierung getroffenen Verordnungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird bis zum 10. Mai 2020 verlängert.

Informationen: Hessische Staatskanzlei

Photo by Claudia van Zyl on Unsplash

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Das ist der Hygiene-Plan zum Schulstart

Mädchen in der Grundschule

Anlässlich des wiederbeginnenden Schulalltags für die Schüler der Abschlussklassen hat der Magistrat einen Maßnahmenkatalog erstellt, der den Schulen in den kommenden Tagen Sicherheit geben soll.

„Die Schulgemeinden fragen sich, wie angesichts der aktuellen Situation die Gesundheit all derer geschützt werden kann, die ab kommenden Montag wieder die Schule besuchen. Aus diesem Grund hat das Stadtschulamt in Kooperation mit dem Gesundheitsamt, der Arbeitsmedizin, dem Amt für Bau und Immobilien und dem Staatlichen Schulamt Hygienerichtlinien erstellt, die zusammen mit dem Hygieneplan des Landes heute an die Schulen verschickt werden. Gleichzeitig haben wir einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, der die Schulen unterstützt und im Einklang mit den Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums steht“, begründet Oberbürgermeister Peter Feldmann die Vorgehensweise.

45.000 Masken für die Schulen

Zum einen stellt die Stadt 45.000 Masken als Erstausstattung für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Diese werden am Donnerstag und Freitag an alle Schulen geliefert. Natürlich wird auch für die städtischen Beschäftigten eine ausreichende Anzahl an Mund-Nasen-Bedeckungen bereitgestellt, also zum Beispiel für die Schulsekretariate und die Schulhausverwaltungen. Diese sind auch für die Mitarbeiter der Träger in der Jugendhilfe oder der Erweiterten Schulischen Betreuung gedacht.

„Durch die gestern beschlossene Maskenpflicht im ÖPNV ist für viele Familien nicht genug Zeit, um ihren schulpflichtigen Kindern bis Montag einen Mund-Nasenschutz zu kaufen oder zu nähen“, sagt Feldmann. Mit diesen Masken wolle der Magistrat es den Schülerinnen und Schülern in den ersten Tagen ermöglichen, auch mit dem ÖPNV zur Schule zu fahren oder in Situationen, in denen ein 1,5-Meter-Abstand nicht möglich ist, andere zu schützen.

Das ist ein Ausschnitt aus dem Hygieneplan des Landes Hessen

„Auch wenn grundsätzlich die Schulen selbst für den Erwerb von Seife und Papierhandtüchern im Rahmen ihres Schulbudgets verantwortlich sind, werden wir als Schulträger bei Engpässen Unterstützung anbieten und zusätzliche Bestellungen für weitere, in diesem Rahmen notwendige Hygieneartikel gesondert finanzieren“, kündigte Bildungsdezernentin Sylvia Weber an.

„Auch stellen wir zusätzlich zu den regulären vom ABI durchgeführten Reparaturen ein Budget in Höhe von 1000 Euro pro Schule für kleine Reparaturen und Ergänzungen in den Schultoiletten und Waschräumen bereit“, so Weber. Das Geld könne von den Schulen auch abgerufen werden, um Verschönerungsmaßnahmen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern durchzuführen und damit Vandalismusschäden vorzubeugen.

Bildungsdezernentin Weber und Gesundheitsdezernent Majer haben vor allem auch die Schulen im Blick, die in provisorischen Modulanalgen untergebracht sind und deshalb nicht über einzelne Wasseranschlüsse in jedem Klassenraum verfügen. Hier sollen zusätzliche Desinfektionsmittel in den Klassenräumen bereitgehalten werden.

Schultoiletten sollen öfter gereinigt werden

Die ämterübergreifende Arbeitsgruppe hat bestätigt, dass in allen Schulen genügend Waschbecken vorhanden sind, auch wenn sie nicht dezentral aufgestellt sind. „Aus diesem Grund werden wir bei Bedarf in der nächsten Woche alle Schulen, die sich in Provisorien und Modulanlagen befinden, mit Desinfektionsmittel zum selbst Abfüllen beliefern“, sagt Weber.

Änderungen wird es auch bei der vom Amt für Bau und Immobilien organisierten Reinigung der Schulen geben. „Für die empfohlene Erhöhung der Reinigungsintensität in den Schultoiletten werden wir die Anzahl der Präsenzkräfte in den Schulen kurzfristig erhöhen“, erläutert Baudezernent Jan Schneider. An allen Schulen wird von Montag an eine Reinigungskraft zur besonderen Corona-Prävention anwesend sein. „Wir achten sorgfältig darauf, dass die beauftragten Unternehmen die vereinbarten Reinigungsleistungen im vollen Umfang erbringen. Nicht nur während der Pandemie ist die Sauberkeit unserer Schultoiletten von entscheidender Bedeutung. Es zahlt sich jetzt aus, dass wir in den vergangenen Jahren damit begonnen haben, sanierungsbedürftige Anlagen nach und nach zu modernisieren.“

Appell, die Hygiene-Regeln zu beachten

Gesundheitsdezernent Stefan Majer appelliert nochmals nachdrücklich an alle Beteiligten, zusätzlich zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung weiterhin die Hygiene-Regeln einzuhalten. „Eine Öffnung der Schulen und eine Lockerung im Alltag sind nur unter diesen Bedingungen verantwortbar“, betont Majer. „Es gibt noch immer keinen Grund für eine Entwarnung. Nur wenn wir alle beim Miteinander im Alltag die Kombination von Maßnahmen einhalten, können wir einen sprunghaften Anstieg von Neuinfektionen vermeiden. Zur Unterstützung der Schulen hat das städtische Gesundheitsamt ein Team und damit einen unmittelbaren Kommunikationskanal eingerichtet, um Schulen und Kitas eine schnelle Beratung und Klärung Ihrer Fragen rund um COVID-19 zu ermöglichen,“ sagt Majer weiter.

Alle Schulen in Frankfurt könnten sich auf die Unterstützung durch den Schulträger verlassen. „Wir sind und bleiben in enger Abstimmung mit den Schulen, den Schulelternbeiräten und dem Kultusministerium, um so zügig wie möglich und so sorgfältig wie nötig die Entwicklungen im Blick zu haben und gegebenenfalls nachsteuern zu können“, sagt Feldmann. „Ich bin froh, dass unsere Schulen sich langsam wieder öffnen und ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass alle Kinder und Erwachsenen die hygienischen Bedingungen vorfinden, die sie in dieser außergewöhnlichen Situation erwarten dürfen“, fügt der Oberbürgermeister hinzu.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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Hier werden Schutzmasken genäht

Ab Montag gilt in Hessen Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen. Wobei es wahrscheinlich nicht immer so einfach sein wird, die neue Corona-Verordnung einzuhalten – weil Mundschutz Mangelware ist. Während im Internet allmählich wieder bezahlbare Masken zur Verfügung stehen, werden auch selbst genähte Masken immer beliebter. Und wer nicht so geschickt im Umgang mit Stoff und Nähmaschine ist, kann sie inzwischen auch am Riedberg kaufen. Seit der Wiedereröffnung der kleineren Geschäfte am Montag bietet auch KAY Textilreinigung in der Otto-Schott-Straße dort hergestellte Masken an.

„Wir haben schon während der Schließung begonnen, in unseren Filialen über 2000 Masken für verschiedenste Kunden herzustellen“, berichtet Schneiderin Nadja, die neben den sonstigen Näharbeiten und Änderungen nun täglich bis zu 100 Masken näht. Aus bunten, teile auch aus einfarbigen Stoffen, etwa in Dunkelblau und Schwarz. Alle sind waschbar bis 60 Grad und kosten zehn Euro pro Stück. Genäht werde auch auf Vorbestellung, wie Nadjas Kollegin mitteilt, während sie eine passende Maske fürs Foto auswählt.

Auch diese 90-jährige Lady näht für Freunde und Bekannte

Fleißig genäht wird auch im Familienzentrum Billabong, unter anderem für die Senioren im Casa-Reha-Heim Bettinahof am Riedberg. Generell ist aber der Run auf die Masken so groß, dass „wir momentan gar nicht mehr hinterherkommen“, wie Judith McCrory vom Billabong-Vorstand mitteilt.

Dann gibt es noch eine 90-jährige Lady, die manchen mit ihrem Handarbeits-Stand am Riedberger Weihnachtsmarkt 2019 in Erinnerung sein dürfte. Wir haben  vergangene Woche versucht, Gudrun Stehl zu erreichen, wegen einer Umfrage zu den Corona-Beschränkungen für das nächste MAINRiedberg-Magazin. Sie ging rasch ans Telefon und sagte voller Tatendrang: „Ich bin 90 Jahre alt und werde hoffentlich auch das überstehen.“ Aber die Situation belaste sie, gerade weil sie so gerne liebe Menschen wie Sohn und Enkel um sich habe, und jetzt meist alleine in ihrer Wohnung bleiben müsse. Dann folgt der Satz: „Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich habe keine Langeweile. Ich habe mir gerade wieder eine große Ladung Bücher gekauft und nähe Schutzmasken für Freunde und Bekannte.“ Die ersten Schutzmasken sind natürlich schon längst weg…

Gudrun Stehl (90) verkaufte am Riedberger Weihnachtsmarkt ihre Handarbeiten – jetzt näht sie Schutzmasken für Familie und Freunde

Fotos: MAINRiedberg

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Klapperschlange: So könnt Ihr jetzt die Bücher ausleihen!

Weitere Neuigkeiten aus der Kinderbücherei Kalbach! Denn trotz der Corona-Beschränkungen ist es ab sofort möglich, dass Kinder Bücher aus der diesjährigen Auswahlliste für den Kinderbuchpreis der „Kalbacher Klapperschlange“ ausleihen können.

Diese Informationen der Bücherei sind direkt an die Kids gerichtet!

Voraussetzung: Du bist bereits in einer der Ausleihstellen zur Klapperschlange angemeldet und hast eine Teilnehmernummer.

So geht’s: Ruf‘ während der Öffnungszeiten (Dienstag 16-19 Uhr, Mittwoch 16-18 Uhr, Donnerstag 16-18 Uhr) unter 01590-3614600 in der Bücherei an und such Dir ein Buch aus. Wir merken es für Dich vor und Du kannst es zu einem vereinbarten Termin (innerhalb der Öffnungszeiten!) am Alten Rathaus Kalbach abholen – bitte an der Hintertür klingeln. Es ist dann regulär zwei Wochen für Dich ausgeliehen. Um das Buch zurückzugeben, kannst Du entweder unsere Rückgabe-Kiste hinter dem Rathaus (während der Öffnungszeiten) nutzen oder Du rufst wieder bei uns an und tauschst Dein altes gegen ein neues Buch aus.

Du hast noch Fragen? Vielleicht findest Du eine Antwort in unserem Fragen-Bereich https://www.kinderverein-kalbach.de/haeufig-gestellte-fragen/ , ansonsten helfen wir Dir gerne am Telefon weiter.

Anmeldungen für die Kalbacher Klapperschlange nehmen wir über unseren neuen Briefkasten am Rathauseingang entgegen. Bitte dort das vollständig ausgefüllte Anmelde-Formular sowie die Teilnahmegebühr von 5€ einwerfen.

Die Bücherlisten gibt’s unter https://www.kinderverein-kalbach.de/klapperschlange/die-teilnehmenden-buecher

Als besonderen Service können sich die jungen Leser die Bücher per Video vorstellen lassen https://www.youtube.com/playlist?list=PLKYuD70gGGhz4S8sq_MJf5UCd9RQWly6H.

Das Formular für die Mitmach-Erklärung bekommt man auch über die Bücherei!

Foto: Archiv

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Für uns seid Ihr schon jetzt die beste Klasse Deutschlands!

Wie muss man eigentlich sein, um die beste Klasse Deutschlands zu werden? Schlau und perfekt? Stark und cool? Oder einfach nur schön? Die Antwort darauf hat sich die Klasse 6b des Gymnasiums Riedberg in ihrem Bewerbungsvideo selbst gegeben. „Klar müssen wir schlau sein. Aber das Wichtigste ist, dass wir füreinander da sind, zusammenhalten und uns respektieren!“ Ganz besonders morgen, wenn sie in der KIKA-Show „Die beste Klasse Deutschlands“ um den Einzug in die nächste Runde kämpfen. Unter rund 750 Bewerbungen wurden in diesem Jahr nur 32 Klassen ausgewählt – darunter die 6b.

Das große Schulquiz „Die beste Klasse Deutschlands“ mit der 6b des Gymnasiums Riedberg wird am morgigen Donnerstag, 23.04.2020, um 19:25 Uhr auf KiKA ausgestrahlt. Der Beitrag von „KiKA-Live“ mit Interviews unserer Kids bereits heute, Mittwoch, 22.04.20, um 20 Uhr. Nicht verpassen!

Ende 2019 hat die Klasse bereits auf sich aufmerksam gemacht, als zehn Schülerinnen mehr als 900 Euro für ein Kinderhospiz sammelten. Noch länger tüftelten sie an einem Masterplan für ein weiteres großes Ziel: Der Teilnahme am KiKA-Schulquiz, um die beste Klasse Deutschlands zu werden. „Ganze Wochenenden und in den Ferien hat sich eine kleine Gruppe getroffen und an einem Drehbuch und an einem Songtext geschrieben“, berichtet eine Mutter. Bekannt war, dass man mit Amateurbildern wohl wenig Chancen hat. Deshalb bekamen die Kids, auf Initiative von Eltern, Hilfe von professionellen Kameraleuten.

Stars und Hauptdarsteller aber sind sie natürlich selbst. In einem tollen Video mit einer ebenso tollen Version von Sidos „Astronaut“. Statt „Ich heb‘ ab“ geht’s um die Kids der 6b, die „alle ganz besonders“ sind. Das weiß auch Klassenlehrer Simon Steuer, der vom Engagement und der Hartnäckigkeit seiner Schülerinnen und Schüler „richtig begeistert“ ist. Die Aufzeichnung war bereits Anfang März, noch kurz vor dem Corona-Lockdown. Mit dem Bus ging’s zu den Fernsehstudios nach Köln. Ein erstes Highlight kam schon kurz nach der Ankunft. Denn Moderator Ben von KIKA LIVE hat die Klasse in Empfang genommen und interviewt – offenbar wurde die 6b gezielt ausgesucht. Dann ging’s für Lara und Efran, die in der „Ersten Reihe“ am Quizpult sind, ab in die Maske. Wie in anderen großen Fernsehshows. Mit-Raten konnte später die gesamte Klasse. Alle für einen, einer für alle – das ist ihr Motto. Nicht nur im Video.

Ob sie in ihrer ersten Show gewinnen oder nicht – das durften sie bis zur Ausstrahlung nicht verraten. Umso spannender wird die Sendung morgen im TV werden…

Show-Stopp wegen Corona: Wie geht’s weiter?

Ein bisschen traurig werden sie aber vermutlich darüber sein, dass auch bei Deutschlands größtem Schulquiz die Corona-Pandemie sämtliche Zeitpläne verändert hat. 32 Schulklassen mit Schüler*innen aus je sechzehn 6. und 7. Klassen aus ganz Deutschland hatten sich qualifiziert, sollten erst in der ersten Spielrunde in direktem Duell gegen eine anderen Schule antreten. Wer hier gewinnt, kommt normalerweise weiter. Das große Superfinale, auch der Traum der 6b, war eigentlich an Pfingsten geplant.

Bei KiKA heißt es aktuell: „Die 16 Vorrunden-Shows konnten wir noch drehen, die Wochenfinals und das große Superfinale nicht mehr.“ Aber es soll auf jeden Fall einen Gewinner geben und auch eine Klassenreise, wenn dies wieder möglich ist.

Weitere Infos, über 2000 Quizfragen aus der Sendung, Experimente zum zuhause Ausprobieren und vor allem den Auftritt „unserer“ 6b gibt’s nach der Ausstrahlung unter kika.de

Direkt bei der Ausstrahlung MITSPIELEN kann man aber auch! Mit dem neuen HbbTV-Quiztool, während „Die beste Klasse Deutschlands“ bei KiKA zu sehen ist. Teilnehmen ist super einfach: Auf der TV-Fernbedienung die rote Taste drücken. Und schon geht es los…

Foto: ©Melanie Grande

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Kirchendezernent will sich für Gottesdienste mit Auflagen einsetzen

„Ohne unsere bisherigen Erfolge bei der Verlangsamung der Corona-Ausbreitung zu gefährden, sollten wir schrittweise auch die Gottesdienste in unseren Kirchen wieder ermöglichen. Die Menschen brauchen gerade in Krisenzeiten Orte der Einkehr, der Hoffnung, des Glaubens und des Gebets. Ich halte eine Öffnung unserer Gotteshäuser unter Auflagen nicht nur für vertretbar, sondern auch für notwendig, um auch die seelische Situation von Menschen zu stärken. Wenn Demonstrationen und das Einkaufen unter Auflagen möglich sind, dann lassen sich auch Gottesdienste verantwortlich organisieren“, äußerte sich gestern Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker.

„Ich hoffe, dass spätestens in der nächsten Abstimmung zwischen dem Bund und den Ländern Ende dieses Monats die Durchführung von Gottesdiensten unter Auflagen wieder möglich gemacht wird. Wir sollten den Kirchengemeinden zutrauen, dass sie ihre Gottesdienste so organisieren und gestalten, dass etwa Abstandsfragen und Hygieneanforderungen ausreichend gewährleistet werden. Die Ausübung der eigenen Religion sollte nicht an den Schluss der Wiederöffnung des öffentlichen Lebens, sondern mit an den Anfang treten. Mit Kreativität und Einfallsreichtum lassen sich selbst zu Pfingsten Feiern im Freien Corona-gerecht gestalten“, sagte Becker.

Informationen: Stadt Frankfurt

Photo by Aaron Burden on Unsplash

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Ab Montag Maskenpflicht in U-Bahnen und Geschäften

Frankfurt wollte die Maskenpflicht ohnehin einführen, jetzt kommt sie in ganz Hessen: Noch gestern Abend hat die hessische Landesregierung beschlossen, dass das Tragen von Masken im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften zur Pflicht wird. Die Regelung gilt bereits ab Montag.

Konkret bedeutet das: Die Bürgerinnen und Bürger müssen dann einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie den öffentlichen Nahverkehr nutzen oder den Publikumsbereich von Geschäften, Bank- und Postfilialen betreten, wie die Staatskanzlei in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Pflicht gilt demnach nicht für Kinder unter sechs Jahren oder Menschen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Ein wiederholter Verstoß kann mit einem Bußgeld von 50 Euro belegt werden.

Vorher waren bereits Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheitsdezernent Stefan Majer vorgeprescht: „Wir müssen am kommenden Montag, wenn die ersten Kinder wieder in die Schule gehen, in Frankfurt einen obligatorischen Nasen- und Mundschutz im öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen einführen. Ein einfacher Mundschutz oder auch ein Schal sind ausreichend“, erklärten sie in einer öffentlichen Stellungnahme. „Wir gehen davon aus, dass spätestens nächste Woche die Stadt wieder voller wird und wir deshalb um zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen nicht herumkommen. Nach dem Lockdown haben wir jetzt erste Erfolge im Kampf gegen das Corona-Virus erzielt, dies dürfen wird jetzt nicht aufs Spiel setzen.“

Eigentlich hatten Bundesregierung und Länder das Tragen von Masken bisher lediglich empfohlen. Vor Hessen waren jedoch mehrere Bundesländer und auch Städte ausgeschert, unter anderem Frankfurt.

OB Feldmann und Gesundheitsdezernent Majer hatten dringend bei Land und Region angemahnt, diesen Weg mitzugehen. Und die Bürger zugleich um Besonnenheit und Geduld gebeten. „Es gelten weiter das Abstandsgebot und die Hygieneregeln. Wir dürfen jetzt nicht nach den ersten Lockerungsmaßnahmen in unserer Aufmerksamkeit nachlassen. Der Mund- und Nasenschutz ist ein weiterer Schritt, um wieder ein Stück Normalität herzustellen. Andere Maßnahmen wie beispielsweise eine freiwillige Corona-App mit der Infektionsketten wieder unterbrochen werden können, sind in Zukunft sicherlich auch noch nötig.“ Es bleibe dabei: „Die Gesundheit geht vor“, so Feldmann.

„Wir wollen alles dafür tun, dass die Infektionen weiter eingedämmt werden und damit eine nachhaltige Basis für künftige Lockerungen geschaffen wird“, erklärten Feldmann und Majer abschließend.

Photo by Mika Baumeister on Unsplash

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Ladenöffnungen: Zwischen Neustart und Existenz-Sorgen

Ab morgen werden Läden bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder öffnen, natürlich mit den entsprechenden Corona- und Abstands-Regeln. Im Riedbergzentrum können Buch- und Modegeschäfte neu starten  – während die Gastronomie geschlossen bleibt und selbst kleine Betriebe nur TO GO verkaufen dürfen. MAINRiedberg hat bei Leonell-Kindermode und dem „House of Waffles“ in der Altenhöferallee nachgefragt, was die ersten Lockerungen und die bestehenden Beschränkungen für sie bedeuten.

„Die Unterstützung durch unsere Stammkunden hat mich gerettet“

„Der April ist normalerweise mein umsatzstärkster Monat im Jahr, weil die Kunden Frühjahrs- und Sommerkleidung für ihre Kinder kaufen. Jetzt hatte ich den Laden voller Ware, durfte aber einen Monat lang nicht öffnen“, berichtet Katerina Hirsch, Inhaberin von Leonell-Kindermode – und betont zugleich: „Umso dankbarer bin ich meinen Stammkunden, die unser Konzept schätzen und den Bestell- und Abholservice in Anspruch nahmen. Diese Unterstützung hat mich gerettet.“

Katerina Hirsch war in den vergangenen Wochen von Montag bis Freitag ab 10 Uhr in ihrem Laden, nahm Bestellungen auch per Mail oder Telefon entgegen, hängte  die bestellte Ware abholbereit vor die  Eingangstüre und kam trotz der räumlichen Trennung vielleicht sogar intensiver als sonst mit den Kundinnen und Kunden ins Gespräch. Denn Aufgeben war für sie keine Option. Sie sagt: „Diese Wochen haben uns auf die Probe gestellt, nicht nur als Unternehmer oder als Elternteil oder Partner, sondern vor allem als Mensch.“ Gerade Initiativen wie die Facebook-Gruppe #Support our local dealer/ Riedberg hat dazu beigetragen, dass die kleinen Geschäfte unterstützt werden, „dafür bin ich unglaublich dankbar“. Das hat sogar neue Kunden gebracht. Katerina Hirsch hat auch viele liebe Durchhalte-Emails bekommen. „Ich war so gerührt. Bin fast in Tränen ausgebrochen.“

Jetzt ist sie mehr als dankbar, dass sie am morgigen Montag wieder öffnen kann. Sie hofft, dass die große Solidarität in unserem Stadtteil und die neuen Kontakte auch über die schwere Corona-Zeit bestehen bleiben. „Wir im Textil-Einzelhandel sind ohnehin wie Dinosaurier und müssen uns Tag für Tag gegen den Online-Handel behaupten. Aber ich werde weiterkämpfen.“

Die Gastronomen sagen: „Zeitnahe Lockerungen sind existentiell!“

„Natürlich hat die Tatsache, dass wir Gastraum wie Terrasse schließen mussten, zu einem erheblichen Umsatzeinbruch geführt“, berichten Heike und Tim Brockmeier, die mit viel Liebe und Engagement das „House of Waffles“ in der Altenhöferallee aufgebaut haben und auch der Corona-Krise trotzen wollen.

Sie waren ständig mit dem Gewerbe- und Ordnungsamt in Kontakt, haben die sich ständig ändernden Verordnungen der Landesregierung gelesen und studiert, um immer up to date zu sein. „Wir sind aber sehr froh, dass wir unsere Ware wenigstens TO GO anbieten und verkaufen dürfen. So haben wir, im Vergleich zu vielen anderen, die komplett schließen mussten, wenigstens einen Grundumsatz.“ Und so mussten sie nicht alle Mitarbeiter „nach Hause“ schicken, sondern können dem ein oder anderen noch ein Minimum an Einkommen bieten und so etwas gegen deren Existenzängste tun. Und daher ist es den beiden ganz wichtig zu sagen: „Wir sind jedem einzelnen Kunden und Gast sehr sehr dankbar, dass er vorbeikommt und uns trotz der widrigen Umstände, die Treue hält. Das hat uns eine Menge Mut gemacht “

Klar ist aber: „Zeitnahe Lockerungen sind für uns wie für alle anderen Gastronomen existentiell.“ Zu den großen Umsatzeinbußen kommt nämlich auch hinzu, dass trotz der vielen Solidaritätsaktionen in den sozialen Netzwerken oder den „Zusammenhalten“-Kampagnen in der Öffentlichkeit, „wir vom Großteil unserer Lieferanten etc. nur sehr wenig Solidarität, etwa in Form von Rechnungsstundungen oder Zahlungszielverlängerung erfahren.“ Die hohen Fixkosten blieben.

Doch der hoffnungsvolle Blick nach vorne bleibt ebenso: „Wenn wir unsere großen und kleinen Kunden wieder an die Tische bitten können, damit sie in Ruhe genießen und entschleunigen können, wenn auch nur eingeschränkt und mit Abstand und Vorschriften, würde wir uns wirklich sehr freuen. Das würde nicht nur uns wieder ein Stück Normalität zurückgeben.“

Fotos: MAINRiedberg

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