Kategorie: AktuelleNEWS

Roller-Fahrer stirbt nach Verkehrsunfall

Tragischer Verkehrsunfall: Gestern Nachmittag wollte ein 79-jähriger Roller-Fahrer die viel befahrene Landesstraße zwischen Riedberg und Kalbach überqueren und kollidierte mit einem Auto. Der 79-Jährige verstarb kurz danach.

Gegen 14 Uhr fuhr ein 36-Jähriger mit seinem grauen Audi Q3 die viel befahrene Straße „Am Weißkirchener Berg“ in Richtung Oberursel. Zeitgleich war ein 79-jähriger Mann mit seinem blauen Roller auf einem Feldweg, der ein Stück parallel zur Straße verläuft, in Richtung Riedberg unterwegs. Der Feldweg wird kurz vor der Altenhöferallee von der großen Landesstraße unterbrochen. An dieser Stelle wollte der Rentner offenbar die Straße überqueren. Es ist eine sehr beliebte, aber leider auch gefährliche Abkürzung, die auch viele Radfahrer oder Jogger nehmen, um nicht ein Stück weiter bis zur Ampel fahren oder laufen zu müssen.

Der Roller-Fahrer kreuzte diesen Bereich und kollidierte dabei mit dem Audi Q3. Der Pkw war auf einer vorfahrtsberechtigten Straße unterwegs. Während der Autofahrer sich leichte Verletzungen zuzog, wurde der 79-jährige schwer verletzt. Trotz sofort eingeleiteter medizinischer Maßnahmen verstarb der Mann wenig später.

Sowohl der Roller als auch der Pkw waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit. Die beiden Fahrzeuge wurden sichergestellt. Der Verkehr musste zeitweise umgeleitet werden, die Straße war gesperrt.

Die Polizei sucht Zeugen des Unfalls

Die Frankfurter Polizei sucht nun Zeugen, welche Angaben zum Verkehrsunfall machen können. Sachdienliche Hinweise nimmt das 14. Polizeirevier unter der Telefonnummer 069/755-11400 entgegen. Die Ermittlungen bezüglich des konkreten Unfallhergangs dauern an.

Foto: MAINRiedberg

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Feuer auf der Baustelle der IGS

Großeinsatz am Riedberg: Auf der Baustelle der neuen IGS ist heute Nachmittag Dämm-Material in Brand geraten. Die Feuerwehr rief mit einer Rundfunkwarnung dazu auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Der Schaden wird auf mehrere 10.000 Euro geschätzt, verletzt wurde niemand.

„Da brennt unsere Schule!“, zwei Siebtklässlerinnen ist der Schock anzumerken, als sie nach Schulschluss von dem Provisorium der IGS im Westteil des Riedbergs eigentlich nur zur U-Bahn gehen wollten – und die schwarzen Rauchschwaden und Flammen über der Baustelle in der Gräfin-Dönhof-Straße bemerken. Es ist kurz nach 14.30 Uhr. Die Feuerwehr ist zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort.

Auf dem Dach des Baustellengebäudes waren Bitumenschweißbahnen in Brand geraten. Wegen der starken Rauchentwicklung und der ungünstigen Windverhältnisse wurde eine Rundfunkwarnmeldung ausgelöst und die Anwohner aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr mit den Löschmaßnahmen über eine Drehleiter und über ein am Gebäude befindliches Gerüst konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Die Rundfunkwarnmeldung konnte deshalb schnell wieder aufgehoben werden. Verletzt wurde niemand. 

Bitumenschweißbahnen, die zur Dachabdeckung genutzt werden, werden mit Gasbrennern mit offener Flamme und bei Temperaturen bis zu 1000 Grad verschweißt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen.

Die Gesamtschule Kalbach-Riedberg soll zum Schuljahresbeginn 2021/22 in den Neubau ziehen. Ob sich der Zeitplan durch den Brand verzögert, ist derzeit noch nicht bekannt.

Foto: MAINRiedberg

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Die Rauchschwaden waren weithin sichtbar und die Feuerwehr rief dazu auf, die Fenster und Türen geschlossen zu halten     Foto: privat

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Frankfurter lieben Frankfurt – und kritisieren Wohnungsmarkt und Verkehr

Die öffentliche Sicherheit wird von den Frankfurtern weiterhin kaum als großes Problem wahrgenommen. Das ist eine der wichtigsten Botschaften der 27. Frankfurter Bürgerbefragung, deren Ergebnisse der für die Statistik zuständige Dezernent Jan Schneider vorgestellt hat. „Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich in ihrer Stadt erfreulicherweise sehr sicher“, sagte Schneider. Dagegen werden der Autoverkehr und die öffentlichen Verkehrsmittel deutlich kritischer betrachtet.

Die Ergebnisse der Frankfurter Bürgerbefragung vom Dezember 2019 sind nach einigen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aufgetretenen Verzögerungen jetzt ausgewertet und liegen in den Ausgaben 09-12/2020 von „frankfurt statistik aktuell“ vor. Da die Umfrage abgeschlossen wurde, bevor die ersten Corona-Fälle am 25. Januar in Europa bekannt wurden, sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht in den Ergebnissen enthalten.

Bindungen an die Stadt ungebrochen hoch

Vier von fünf befragten Frankfurtern leben gerne in der Stadt, nur jeder Sechste würde lieber woanders wohnen. „Das zeigt, dass die Bindung an die Stadt ungebrochen hoch ist“, stellt Schneider fest. „Damit werden die sehr guten Werte der letzten Jahre wieder erreicht.“ Auch die Globalzufriedenheit mit der Stadt liegt weiter auf dem seit Jahren gehaltenen Niveau. Fast zwei Drittel zeigen sich mit Frankfurt allgemein zufrieden und nur eine Minderheit ist unzufrieden.
Lebensqualität höher bewertet

Bei der Einschätzung der Stadt durch die Frankfurter dominieren nach wie vor die Beschreibungen als internationale (86 Prozent/+2 Prozentpunkte) und wirtschaftskräftige (81 Prozent/unverändert) Stadt. Im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist die Überzeugung, dass „man in der Stadt gut leben kann“ (65 Prozent/+4 Prozentpunkte). Über die Hälfte aller Befragten findet Frankfurt auch gastlich (51 Prozent/+2 Prozentpunkte), das ist der höchste Wert seit 2011. Deutlich niedriger ausgefallen sind demgegenüber die Einschätzungen zur „Modernität“ der Stadt (66 Prozent/-4 Prozentpunkte). Zugleich wird die bereits im Vorjahr stark thematisierte Sauberkeit weiter in den Vordergrund gerückt. Noch nie beurteilten so viele Frankfurter ihre Stadt als schmutzig (37 Prozent/+5 Prozentpunkte).

Wohnungsmarkt weiter größtes Stadtproblem

In den Augen der Frankfurter ist der Wohnungsmarkt weiterhin das zentrale Problemfeld der Stadt. Auf die wie immer ohne Antwortvorgabe gestellte Frage nach den größten Stadtproblemen gaben mehr als die Hälfte der deutschen (62 Prozent/+6 Prozentpunkte) und fast die Hälfte der ausländischen Frankfurter eine den Wohnungsmarkt betreffende Antwort.

Vor allem hohe Mieten (36 Prozent/+2 Prozentpunkte) und das als nicht ausreichend empfundene Wohnungsangebot (23 Prozent/+4 Prozentpunkte) standen im Mittelpunkt der Kritik. Von den ausländischen Frankfurtern werden das Wohnungsangebot (18 Prozent/unverändert) und hohe Mieten (30 Prozent/+1 Prozentunkt) etwas weniger häufiger genannt.

Kritik an der Verkehrssituation und öffentlichen Verkehrsmitteln auf Allzeithoch

Mit hoher Dynamik auf ein Allzeithoch wird die Verkehrssituation (38 Prozent/+11 Prozentpunkte) auf Platz zwei der drängendsten Stadtprobleme gesetzt, gefolgt von der ebenfalls noch nie so hoch ausgefallenen Kritik an den öffentlichen Verkehrsmitteln (21 Prozent/+6 Prozentpunkte). Bei ausländischen Frankfurtern sind die Werte ebenfalls stark gestiegen.

Öffentliche Sicherheit gilt derzeit kaum als großes Problem

Der schon immer unter besonderer Aufmerksamkeit der Frankfurter stehende Themenbereich „öffentliche Sicherheit“ liegt nach dem zwischenzeitlichen Hochstand des Jahres 2017 diesmal auf dem zweitniedrigsten Wert der letzten drei Jahrzehnte, nur leicht über dem absoluten Tiefststand des Vorjahres. Noch nie fühlten sich die Frankfurter sicherer als in den letzten beiden Jahren.

Ansehen der Stadtverwaltung weiterhin hoch

Bei weit über der Hälfte der Frankfurter (57 Prozent/-1 Prozentpunkt) genießt die Stadtverwaltung ein gutes Ansehen und bestätigt damit erneut die Höchststände der Vorjahre. Gleichzeitig hält sich auch der Anteil der Befragten mit gegenteiliger Ansicht seit vielen Jahren auf niedrigem Niveau (6 Prozent/unverändert).

Das Ansehen, von dem die Befragten meinen, dass es in der Öffentlichkeit vorherrscht, wird zwar immer deutlich schlechter eingestuft, aber auch hier halten sich die positiven Äußerungen seit Jahren relativ stabil über der 30-Prozent-Marke, während eine negative öffentliche Wahrnehmung nur von etwa jeder jedem Siebten (14 Prozent/unverändert) geteilt wird. Die gute persönliche und öffentliche Wahrnehmung wird auch in der allgemeinen Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadtverwaltung bestätigt. Von den befragten Frankfurtern waren 43 Prozent (+1 Prozentpunkt) zufrieden und nur 6 Prozent (unverändert) äußerten sich unzufrieden.

Die Frankfurter schätzen an ihrer Stadtverwaltung vor allem die Zuverlässigkeit. Diese Eigenschaft steht seit Jahren an der Spitze der abgefragten Imagekomponenten und liegt mit einer Zustimmung von 57 Prozent (-2 Prozentpunkte) leicht unter dem Allzeithoch des Vorjahres, nur fünf Prozent (unverändert) stimmen nicht zu. Auch der Vorjahreshöchstwert bei der „Bürgerorientierung“ wurde mit 45 Prozent (-1 Prozentpunkt) nur knapp verfehlt.

„Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger ist eine wichtige Arbeitsgrundlage für den Magistrat“, betonte Stadtrat Schneider. „Die jährliche Umfrage liefert wertvolle Daten und zeigt, wo Handlungsbedarf besteht.“ Für das nächste Jahr werde das Bürgeramt, Statistik und Wahlen die Bürgerbefragung komplett überarbeitet, kündigte der Dezernent an. Dann werde es auch möglich sein, den Fragebogen online auszufüllen. „Wir rechnen damit, dass wir dann einen noch größeren Rücklauf als bisher haben werden.“

Die Informationen von „frankfurt statistik aktuell“ stehen unter www.frankfurt.de/statistik_aktuell als kostenloses PDF-Download zur Verfügung.

Foto: Stadt Frankfurt

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Warum neue Gleise quietschen

Wenn Stahlräder auf Stahlschienen fahren, geht dies nicht geräuschlos vonstatten – auch bei den neu verlegten Gleisen der Linien U9 und U2.

Als Betreiberin von Frankfurts Straßen- und U-Bahnen und der dazugehörigen Infrastruktur setzt sich die VGF mit der Thematik dieser Fahrgeräusche regelmäßig auseinander und arbeitet an der Minimierung der Geräuschentwicklung. Nicht ganz leicht nachzuvollziehen, aber durchaus üblich ist es, dass neu verlegte sowie ausgetauschte Gleise zunächst durch lautere Rollgeräusche auffallen. In der Regel nehmen diese im Laufe einiger Wochen ab, wenn der reguläre Betrieb wieder aufgenommen ist und die Gleise „eingefahren“ sind.

Zu beobachten und zu hören ist dieses Phänomen auch bei den im August in Bonames neu verlegten Gleisen der Linien U2 und U9. Die Geräusche haben dort zwar mittlerweile abgenommen, aber noch nicht in dem von der VGF erwarteten Maße, weshalb Optionen zur Geräuschreduzierung geprüft wurden.

Eine ohnehin wegen Gleisstopfarbeiten anstehende Sperrung des Streckenabschnitts ermöglicht es, die Gleise am Samstag, 26., und Sonntag, 27. September, noch einmal zu schleifen.

Akustisches Schleifen nennen das die Profis, die sich mit der Verminderung der Rollgeräusche auseinandersetzen. Dabei wird die Rauheit der Schienenoberflächen durch Schleifen verfeinert. Von diesem Feinschliff erhofft sich die VGF eine weitere Verminderung der Fahrgeräusche.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: RMV

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RMV verschiebt Preiserhöhung

Fahrkartenautomat des RMV

Der RMV-Aufsichtsrat hat sich dafür ausgesprochen, die traditionell am 1. Januar stattfindende Tarifanpassung im Jahr 2021 auf den 1. Juli zu verschieben. So profitieren die Fahrgäste sechs zusätzliche Monate von den Fahrpreisen des Jahres 2020.

In Kombination mit umfangreichen Aktionen wie der verbundweiten Gültigkeit aller Jahreskarten an Sommerferienwochenenden 2020 gibt der RMV auf diese Weise die von der Bundesregierung beschlossene temporäre Mehrwertsteuersenkung unbürokratisch an seine Fahrgäste weiter. „Wir wollen die Menschen motivieren, wieder in den öffentlichen Nahverkehr einzusteigen. Das geht mit attraktiven Angeboten und attraktiven Fahrpreisen“, sagt der RMV-Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister von Frankfurt. Feldmann fügt hinzu: „Viele Fahrgäste konnten im Sommer schon mit der ausgeweiteten Gültigkeit der Jahreskarten oder erweiterten Tageskarten-Mitnahmeregelung ganz ohne zusätzliche Kosten das RMV-Gebiet erkunden und so indirekt von der Mehrwertsteuersenkung profitieren. Mit der jetzt beschlossenen großen Maßnahme bleiben nun erstmals in der Geschichte des Verbundes die Fahrpreise über den Jahreswechsel konstant. So entlasten wir all jene, die von Corona gebeutelt sind.“

„Der öffentliche Nahverkehr ist eine der wichtigsten Säulen der Verkehrswende, auch in der Corona-Pandemie. Um seinen Fahrgästen unkompliziert entgegenzukommen, hat der RMV in den vergangenen Monaten mit der Abopause, der Auslastungsprognose und dem RMV-PrepaidRabatt bereits viel getan. Mit der Verschiebung der Tarifanpassung verfolgt der Verbund diese Strategie weiter. Damit bleiben Bus und Bahn auch preislich attraktiv. Das ist ein wichtiges Signal an alle, die weiterhin unter den Folgen der Pandemie leiden und trotzdem auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind“, sagt Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir.

„Jeden Tag nutzen Millionen Menschen den RMV und hunderttausende von ihnen sind mit Zeitkarten unterwegs. Die Verschiebung spart ihnen allen nicht nur bares Geld im ersten Halbjahr 2021, sondern vermeidet auch umständliche Erstattungsverfahren für alle Zeitkartenbesitzer“, sagt Krebs, der zugleich Landrat des Hochtaunuskreises ist.

„Ein Verbundtarif ist ein komplexes Gebilde, das man nicht im Handumdrehen hoch- oder herunterfahren kann“, erläutert RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. „Wollen wir den Tarif ändern, muss dies vom Aufsichtsrat beschlossen und den Behörden genehmigt werden, bevor wir in die Umsetzung gehen können – das dauert normalerweise mehrere Monate. Die Verschiebung ist daher die einfachste und unbürokratischste Lösung, um die befristete Mehrwertsteuersenkung an unsere Fahrgäste weiterzureichen.“

Aufnahme der Maskenpflicht in die Beförderungsbedingungen wird geprüft

Zudem stimmte der Aufsichtsrat dafür, dass der RMV prüft, auf welche Weise die Maskenpflicht im ÖPNV noch besser durchgesetzt werden kann. Der Verbund entwickelt ein Konzept, unter welchen Bedingungen die Maskenpflicht in die Beförderungsbedingungen aufgenommen und regelmäßige Kontrollen sichergestellt werden können. Da weder den Verkehrsunternehmen noch dem Verbund aktuell das Personal für flächendeckende Maskenkontrollen zur Verfügung steht, beinhaltet das Konzept auch die Prüfung, wie ein entsprechender Stamm an geschulten Sicherheits-Mitarbeitern aufgebaut werden könnte, um die Regelung umzusetzen.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: RMV

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Fußball-Camp für Mädchen und Jungs

Markierung auf Rasen

In der ersten Woche der Herbstferien wird auf der Sportanlage des SC Riedberg ein Fußball-Camp angeboten.

„Unter Berücksichtigung der Corona-Vorgaben ist es uns möglich, auch in den Herbstferien wieder ein Fußball-Camp anzubieten“, heißt es beim SC Riedberg. „Das Camp wird wieder von unserem zuverlässigen Partner, der Internationalen Fussballakademie Frankfurt, ausgerichtet.“

Das Angebot richtet sich an alle Kids, Mädchen wie Jungs, zwischen 6 und 14 Jahren.
Auch in diesem Jahr wird Serdar Sen, Fifa-Trainer und A-Jugend Trainer des SCR, das Camp organisieren. Sen ist im Besitz einer UEFA B-Lizenz und hat als aktiver Spieler bis in die Regionalliga für den FSV Frankfurt gespielt.

Anmeldungen sind unter www.ifa-Frankfurt.de  möglich

Foto: Sandro Schuh on Unsplash

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Wegen Corona: Kinderbuchmesse „schweren Herzens“ abgesagt

Die Kinderbuchmesse Kalbach-Riedberg muss in diesem Jahr leider ausfallen. Schweren Herzens hat der Vorstand des Kindervereins diese Absage beschlossen. Doch der Kinderbuchpreis für die „33. Kalbacher Klapperschlange“ wird trotzdem verliehen. Die Lesesaison wird sogar verlängert.

„Die momentane Corona-Situation und die Unsicherheit darüber, wie sich die Zahlen entwickeln werden, lassen leider keine andere Wahl. Wir sind sehr traurig darüber, sehen aber leider keine andere Möglichkeit“, heißt es beim Kinderverein Kalbach.

Von Bilderbuchkino bis zur Autorenlesung und einem Kinderkonzert – die zweitägige Messe im November hatte immer auch ein tolles Rahmenprogramm und war ein Highlight, weit über unsere Stadtteile hinaus.

Die „Klapperschlange“ für die besten Bücher

Die Kalbacher Klapperschlange war vor mehr als 30 Jahren der erste Jugendliteraturpreis in Deutschland, den Kinder selbst bestimmten. Und trotz Corona soll die „Klapperschlange“ auch 2020 auf jeden Fall verliehen werden. Geplant werden im Moment digitale Formen einer Preisverleihung und natürlich auch der Würdigung der Kinder und Jugendlichen, die zur Jury gehören.

Im vergangenen Jahr hatten 465 Kinder von zweiten bis zu neunten Klassen insgesamt 2198 Bewertungen abgegeben. Davon hatten 262 Kinder in der Zeit von Mai bis Oktober mindestens fünf Bücher gelesen und bewertet und gehörten somit zur Kinderjury.

Lesesaison verlängert – Online-Videos zu den Büchern 

Die aktuelle Lesesaison kann auch aufgrund der Verzögerungen durch den Corona-Lockdown um zwei Wochen verlängert werden, so dass der Bewertungsschluss jetzt der 16.10.2020, der letzte Tag der Herbstferien, ist. „Wir freuen uns auf noch viele weitere Bewertungen der Klapperbücher“, schreibt Christine Matthias vom Kinderverein Kalbach.

Die Bücherlisten gibt’s unter https://www.kinderverein-kalbach.de/klapperschlange/die-teilnehmenden-buecher/ Als besonderen Service können sich die jungen Leser die Bücher auch per Video vorstellen lassen https://www.youtube.com/playlist?list=PLKYuD70gGGhz4S8sq_MJf5UCd9RQWly6H. Der Buchpreis wird auch in diesem Jahr in drei verschiedenen Alterskategorien vergeben.

Weitere Informationen unter kinderverein-kalbach.de

Foto: Archiv

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Frankfurter Weihnachtsmarkt soll stattfinden

Wie kann die Wirtschaft nach dem Corona-Einbruch wieder Tritt fassen? Das war das zentrale Thema eines Treffens von Oberbürgermeister Peter Feldmann mit Vertretern von Handel, Gastronomie und anderen Wirtschaftszweigen in der vergangenen Woche. Ebenfalls am Tisch: Wirtschaftsförderung, Tourismus+Congress GmbH (TCF), zahlreiche Ämter und Dezernate.

Die Runde diskutierte mögliche Vorhaben, die entweder alleine durch die Stadt oder gemeinsam umgesetzt werden können. „Wir werden alle Vorschläge intensiv auf ihre Machbarkeit prüfen“, versprach das Stadtoberhaupt und sicherte zu, diese in den Magistrat weiterzutragen.

„Wir wissen, dass Einzelhandel und Gastronomie schwere Zeiten hinter und vor sich haben. Die Stadt will sie nicht alleine lassen.“

Die Ideen-Liste, wie Frankfurt der Wirtschaft unter die Arme greifen kann, ist lang – und die Bereitschaft zu helfen groß.

Außengastronomie auch im Winter – Weihnachtsmarkt unter Corona-Bedingungen

Stadtrat Klaus Oesterling kündigte an, die aktuell geltenden Sonderregelungen für die Erweiterung der Außengastronomie bis zum 30. April 2021 zu verlängern, so dass weiterhin großflächig bestuhlt werden kann. Mit Blick auf die kalte Jahreszeit sicherte Oberbürgermeister Feldmann zu, mit seinen Kolleginnen und Kollegen im Magistrat darüber zu sprechen, Regen- und Kälteschutz für Gäste im Freien zu ermöglichen. „Manches ist jedoch durch übergeordnetes Recht wie die Hessische Bauordnung geregelt. Hier werden wir wahrscheinlich dickere Bretter zu bohren haben“, erklärte Feldmann. Er fügte hinzu: „Ich fordere von allen Verantwortlichen in der Stadtverwaltung und Landesregierung, dass Pragmatismus und Lösungsorientierung die Richtschnur ihres Handelns sind!“

Für zusätzliche Belebung könnte der Weihnachtsmarkt sorgen. Er soll trotz Corona stattfinden, wenn das Infektionsgeschehen dies zulässt. Noch seien jedoch viele Details zu klären, so TCF-Geschäftsführer Thomas Feda. So würden unter anderem zusätzliche Flächen für eine Entzerrung benötigt.

Auch für das Hotelgewerbe gibt es Ideen! Freie Kapazitäten sollen den Frankfurtern angeboten werden – damit die ihre Stadt aus einem anderen Blickwinkel neu erleben. Die Aktion „Gast in der eigenen Stadt“, die sich seit Jahren bewährt hat, soll hierzu ausgeweitet werden.

Feldmann dazu: „Mich persönlich beeindruckt die kreative Bandbreite der Ideen. Wir sollten schnellstmöglich prüfen, was machbar ist und dann die Umsetzung vorbereiten. Denn Corona wird uns leider noch etwas begleiten. Daher müssen wir Handel und Gastronomie gemeinsam stärken“, sagte das Stadtoberhaupt.

Foto: Stadt Frankfurt

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Trotz Ärzte-Mangel am Riedberg gibt es kein neues Fachärztezentrum

Das Fachärztezentrum Riedberg schließt und die Verunsicherung ist groß. Denn trotz Ärzte-Mangel im Stadtteil wird es kein neues Zentrum geben. Es gibt aber auch eine erste positive Nachricht: Der bisherige Kinderarzt des FÄZ will mit einer neuen Praxis in Riedberg-Nähe bleiben.

Es ist Mittwoch Vormittag in der vergangenen Woche. Zwei Patienten stehen vor der verschlossenen Tür des Fachärztezentrums Riedberg (FÄZ) und müssen klingeln, um zumindest Rezepte abholen zu können. „Ich habe drei Kinder und wir haben schon bei anderen Kinderärzten nachgefragt. Doch auch die haben keinen Platz“, klagt ein Vater, der namentlich nicht genannt werden will, im Gespräch mit MAINRiedberg.

Für ihn wie für viele andere Patientinnen und Patienten kam die Schließung des FÄZ mit den Fachgebieten Gynäkologie, Kinder- und Jugendmedizin, Psychotherapie sowie Neurologie zum 30. September 2020 völlig unerwartet. Ende April wurde publik, dass die städtische FÄZ Frankfurt GmbH eine „eine strategischen Neuausrichtung“ ihrer Standorte plane. Geschäftsführerin Dr. Rafaela Korte betonte damals noch, dass die Suche nach einem neuen Betreiber und die lückenlose ärztliche Versorgung im Stadtteil oberste Priorität habe.

Trotz Ärztemangel gibt es kein neues Zentrum

Die Realität sah in den vergangenen Wochen anders aus. Termine wie die gesetzlich vorgeschriebenen U-Untersuchungen für Kinder sind schon lange nicht mehr möglich, Angestellte haben gekündigt, die Ärzte haben sich mehrheitlich neu orientiert. Telefonisch ist die Praxis theoretisch an drei Wochentagen jeweils eine Stunde erreichbar, de facto laut betroffener Patienten nur per E-Mail.

Was aber vermutlich noch schwerer wiegt: Obwohl in Riedberg und Kalbach mit mehr als 21.000 Bewohnern schon jetzt Fachärzte-Mangel herrscht, wird es kein Fachärztezentrum mehr geben. „Eine Übernahme des gesamten Zentrums ist derzeit nicht in Aussicht“, heißt es auf Nachfrage bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH). Sprecher Alexander Kowalski: „Derzeit geht es daher insbesondere um die Übernahme einzelner Sitze. Hier zeichnen sich – wenn auch nicht am gleichen Standort – Lösungen ab, zu denen wir uns aktuell jedoch noch nicht äußern können.“

Vertretung für Gynäkologie – Kinderarzt bleibt in Riedberg-Nähe

Das Vergabe-Verfahren ist kompliziert: Durch die Schließung des Zentrums müssen die sogenannten Kassenarzt-Sitze neu ausgeschrieben werden. Die Preise dafür legt der bisherige Betreiber fest. Ein weiteres Problem: Die bisherigen Praxisräume sind für einen niedergelassenen Arzt oder eine Gemeinschaftspraxis zu teuer und zu groß. Alternative Räumlichkeiten sind am Riedberg schwer zu finden.

Einen halben Kassenarzt-Sitz im Bereich Neurologie will das FÄZ an einen anderen Standort verlagern, ein halber könnte theoretisch am Riedberg verbleiben. Für den Bereich Gynäkologie gibt es BewerberInnen. Die FÄZ-Gynäkologin Dr. med. Ulrike Embaye hat bereits signalisiert, dass sie „gerne am Riedberg bleiben würde“. Offenbar sind auch hier die fehlenden Räumlichkeiten im Stadtteil ein Problem. 

Kinderarzt Dr. Dominik Dunsch wird definitiv weiter in Riedberg-Nähe praktizieren, der Eröffnungstermin der Praxis steht aber noch nicht fest. Laut FNP werden Patientenfamilien, die weiter von ihm betreut werden wollen, von ihm selbst über seinen künftigen Standort informiert, wenn sie dazu ihr schriftliches Einverständnis geben. 

Im jüngsten Stadtteil Frankfurts sorgt diese Nachricht für Erleichterung – wenn auch ein einziger Kinderarzt bei 4500 Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren allein am Riedberg bei weitem nicht ausreicht (MAINRiedberg berichtete).

Jetzt hat sich der Gesundheitsdezernent eingeschaltet

Fragen wirft die Erklärung vom bisherigen Betreiber des Fachärztezentrums, von FÄZ-Geschäftsführerin Rafaela Korte auf, dass die Schließung des Standortes Riedberg von den entscheidenden Gremien der GmbH „besprochen, beraten und getragen wurde“. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, zu der auch die Fachärztezentrum Frankfurt GmbH und das Nordwest-Krankenhaus gehören, ist eng mit der Stadt verbunden. Vorsitzender im Aufsichtsrat ist Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne). Der war zu einer Ortsbeirats-Sitzung vor den Sommerferien eingeladen, habe es aber abgelehnt zu kommen, so Carolin Friedrich, Ortsvorsteherin des Bezirks Kalbach/ Riedberg.

Die Kassenärztliche Vereinigung berichtet allerdings aktuell von einem „durchaus konstruktiven Gespräch“ mit Gesundheitsdezernent Majer und Vertretern der KVH. Ein Sprecher: „Konkretes gibt es aus unserer Sicht jedoch nicht zu kommunizieren.“

Foto: MAINRiedberg

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Frankfurt will Moria-Flüchtlinge aufnehmen

Zehn Städte, 15 Oberbürgermeister sowie etliche weitere Politiker haben einen offenen Brief des Bündnisses „Seebrücke“ unterzeichnet. Darin fordern sie Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, Solidarität mit den obdachlos gewordenen Flüchtlingen aus dem abgebrannten Camp Moria zu zeigen und ihnen in Deutschland Zuflucht zu gewähren. Die Städte sichern dabei ihre Bereitschaft zu, Geflüchtete in Not aufzunehmen. Nun hat Oberbürgermeister Peter Feldmann den Appell für die Stadt Frankfurt am Main unterzeichnet.

„Es ist unsere humanitäre Pflicht, in dieser Notlage zu helfen. Ich begrüße den Beschluss der Bundesregierung, 1553 Geflüchtete aus dem griechischen Lager Moria aufzunehmen. Frankfurt wird hier seinen Teil leisten“, sagt Feldmann. Er fügt hinzu: „Ich bin aber überzeugt, dass Frankfurt darüber hinaus noch mehr Geflüchteten ein neues Zuhause geben kann.“ Es sei nicht die Zeit, auf europäische Lösungen zu warten, sondern notwendig, sofort zu handeln.

Durch den verheerenden Brand in dem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos sind 12.000 Geflüchtete, darunter 4000 Kinder, obdachlos geworden. Die Aufnahme von Flüchtlingen ohne europaweite Zusammenarbeit ist politisch umstritten.

Foto oben: Demonstration des Bündnisses „Seebrücke“ nach dem Brand des Flüchtlingslagers

Moria auf Lesbos/ Photo by noah eleazar on Unsplash

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