Kategorie: AktuelleNEWS

Sanofi in Höchst produziert Biontech-Impfstoff

Corona Virus

Der französische Pharmakonzern Sanofi und BioNTech haben vereinbart, dass Sanofi die Herstellung und Lieferung von BioNTechs gemeinsam mit Pfizer entwickelten COVID-19-Impfstoffs unterstützt. Sanofi wird Fertigungsschritte übernehmen, um ab Sommer 2021 mehr als 125 Millionen Impfstoff-Dosen für die EU zu liefern.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank, der im Kontakt mit der Unternehmensleitung steht und auch mit dem Betriebsrat von Sanofi Gespräche führt, hat die hochkomplexe Anlage in Frankfurt-Höchst beim Start am 22. September 2020 gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir besichtigt: „Frankfurt wird mit der gebündelten Kompetenz von exzellenter Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und der großen industriellen Erfahrungen im Industriepark Höchst sowie der zentralen Lage in Deutschland und in Europa eine besonders wichtige Rolle rund um das Thema Impfstoff einnehmen.“ Insbesondere bietet die vorausschauende Entwicklung einer Hochleistungs-Isolatorabfüllanlage beste Voraussetzungen dafür, einen Impfstoff in großen Mengen herzustellen.

Sanofi wird BioNTech Zugang zu seiner Infrastruktur gewähren, um mehr als 125 Millionen Dosen des COVID-19-Impfstoffs in Europa zu produzieren. Die ersten Lieferungen werden im Sommer 2021 aus den Produktionsanlagen von Sanofi in Frankfurt geliefert werden.

Wirtschaftsdezernent Frank erhofft sich davon auch einen „möglicherweise erheblichen Beitrag für eine Rückkehr zur Normalität“.

Foto: CDC / Unsplash.com

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Karl der Große hat sein Schwert wieder

Kaiser Karl der Große thront wieder mit Würde im „Herzen von Europa“. Um präzise zu sein: Die Denkmalkopie seines Standbildes auf der Alten Brücke hält wieder ein Schwert in der Hand. Am Tag des Karlsamtes, das zum Gedenken des Todestages stattfindet, dankten OB Peter Feldmann und Kulturdezernentin Ina Hartwig am Samstag dem Neuen Brückenbauverein für sein Engagement. Dieser hatte die Kosten für das im Sommer gestohlene Schwert übernommen.

Zudem wird in den nächsten Wochen, sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen, eine erklärende Inschrift an der Vorderseite des Standbildes eingraviert, an deren Kosten sich der Brückenbauverein ebenfalls beteiligt. Oberbürgermeister Feldmann sagt: „Karl der Große ist eng verbunden mit der Geschichte Frankfurts und der Geschichte Europas. Dass er nun – am Tag des Karlsamts – wieder komplett, mit dem Schwert in der Hand, von der Alten Brücke die Stadt überblickt, zeigt: Frankfurt liegt im Herzen Europas, und trägt Europa im Herzen.“

Im Sommer 2020 wurde die Klinge des Schwerts von Karl dem Großen auf der Alten Brücken von Unbekannten abgetrennt und entwendet. Mit Unterstützung des Kulturamtes und des Neuen Brückenbauvereins wurde die ursprünglich aus Bronze hergestellte Klinge des Schwertes nun durch eine Holzreplik ersetzt.

So kehrte 2016 der Kaiser wieder an die Alte Brücke zurück

2016 wurde die Rückkehr der drei Meter hohen Replik des Kaisers auf die Alte Brücke vom Neuen Brückenbauverein Frankfurt für rund 110.000 Euro finanziert und die Kosten des Sockels übernahm damals die Stadt. Das Original des Standbildes stammt von Karl Eduard Wendelstadt und wurde von Johann Nepomuk Zwerger, Professor am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt, vollendet. Dieses Standbild stand von 1843 bis 1914 auf der Alten Brücke und als diese umgebaut wurde, kam der Herrscher aus Stein in das Historische Museum. Nachdem das Denkmal dort während des Zweiten Weltkrieges starke Schäden erlitt, geriet es lange Zeit in Vergessenheit. Erst 1986 erinnerte man sich seiner, ließ es rekonstruieren und nutzte es zunächst als Blickfang vor dem Historischen Museum am Römerberg.

Das war Karl der Große

Karl der Große hat der Sage nach auf seiner Flucht vor den Sachsen mit den Franken den Main über eine Furt durchquert, und so der Stadt ihren Namen gegeben. Karl der Große (vermutlich von 748 bis 814), König der Franken, galt schon bei seinen Zeitgenossen als „Vater Europas“. Viele europäische Völker haben ihre Wurzeln in der Zeit des großen Frankenkaisers. Karl der Große hat wichtige Voraussetzungen späterer Entwicklungen auf deutschem Boden geschaffen. Sein Imperium reichte von der Nordsee bis nach Mittelitalien, von Ungarn bis nach Spanien. Der Frankenherrscher schuf nicht nur ein Imperium, er gab ihm auch eine Ordnung, setzte Ankerpunkte für eine gemeinsame religiöse und kulturelle Identität. Er wollte nicht nur Herrscher der Franken sein, sondern der gesamten römischen Christenheit. Wo er regierte, sollte auch ein Glaube die Teile seines europäischen Reiches miteinander verbinden. Am Weihnachtstag im Jahr 800 wurde er in Rom zum Kaiser gekrönt.

Der Neue Brückenbauverein Frankfurt

Der Neue Brückenbauverein Frankfurt setzt sich für die Belange der Baukultur der Stadt Frankfurt am Main ein, indem er die gebaute Stadt zum Thema des öffentlichen Interesses macht. Um Frankfurt ein sichtbares Stück seiner Geschichte zurückzugeben, hat der Neue Brückenbauverein sowohl das Standbild Karls des Großen von 1843 auf der Alten Brücke 2016 neu errichtet als auch die Sanierung des Brückenkreuzes finanziert. Seit Herbst 2018 sammelt der Neue Brückenbauverein Spenden für den Langen Franz, den Frankfurter Rathausturm. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, der Stadt ein sichtbares Stück Skyline in unmittelbarer Nähe zur Paulskirche zurückgeben – die Turmspitze des Rathauses. Der gemeinnützige Verein hat mit mehr als 350 Einzelspenden mittlerweile über 186.000 Euro an Spenden eingesammelt. Durch die großzügige zusätzliche Spendenverdoppelungs-Aktion von Konrad von Bethmann von insgesamt 120.000 Euro ist bereits ein gutes Stück der erforderlichen Summe von insgesamt einer Millionen Euro erreicht.

Foto: Holger Menzel/ Stadt Frankfurt

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“Es gibt ausreichend FFP2-Masken“

Welche Bedeutung hat eine Stadtteil-Apotheke in der aktuellen Pandemie? MAINRiedberg sprach mit Alexander Cornelius, Geschäftsführer der Cornelius-Apothekenbetriebs OHG, die unter anderem die Receptura Apotheke am Campus Riedberg betreibt und hier in acht Laboren individuelle Hormonrezepturen herstellt.

Seit den verschärften Corona-Regeln ist die Nachfrage nach medizinischen Masken und vor allem den empfohlenen FFP2-Masken sehr groß. Werden die Masken schon knapp?

Alexander Cornelius: „Aktuell gibt es ausreichend FFP2-Masken. Wir haben insgesamt drei Apotheken in Frankfurt und haben uns stark bevorratet. Die Nachfrage ist sehr hoch, wir kriegen täglich Lieferungen und verkaufen die FFP2-Masken für 2,50 Euro und medizinische Masken für 50 Cent. Wir sehen diese niedrigen Preise als unseren Beitrag, um die Pandemie in den Griff zu kriegen.“

Bekommen auch Kunden mit Bezugsschein hier ihre kostenlosen FFP2-Masken?

Cornelius: „Selbstverständlich, allerdings gilt inzwischen eine Eigenbeteiligung von zwei Euro pro sechs Masken. Wir haben nur hochwertige FFP2-Masken und haben auch die Zertifizierung nochmals extra geprüft. Das war am Anfang gar nicht so einfach, weil manche Zertifikate sehr gute Fälschungen sind.“

Wie hat sich Ihre Arbeit in der Pandemie verändert?

Cornelius: „Es hat sich beispielsweise dahingehend verändert, dass unser Bestell- und Lieferservice verstärkt nachgefragt wird. Deshalb haben wir die Kapazitäten erweitert und ein neues Botenauto angeschafft. Unsere Mitarbeiter bringen die Medikamente dann nachmittags oder abends zu den Kunden. Wir sehen uns als Stadtteil-Apotheke und wollen für die Menschen hier vor Ort da sein, sei es in der direkten Beratung oder über Angebote wie den Lieferservice.“

Welchen Bezug haben Sie selbst zum Riedberg?

Cornelius: „Zu unserem Familienunternehmen gehören die beiden Struwwelpeter-Apotheken in der Frankfurter Innenstadt und die Receptura Apotheke am Riedberg. Mein Vater hat schon 2001 am Campus Riedberg eine Pharmaproduktions-Firma für individuelle Hormonrezepturen gegründet. Das ist unser zweites Standbein. Damals waren ringsum fast nur Felder. Da war er definitiv seiner Zeit voraus.“

Um auf das Thema Corona zurückzukommen: Bieten Sie auch Schnelltests an?

Cornelius: „Wir haben uns das gut überlegt und uns dagegen entschieden. Einerseits, weil die Zuverlässigkeit dieser Tests nicht so hoch ist, und andererseits, weil wir keine Menschen mit Corona-Symptomen in die Apotheke locken wollten. Die sind in den Testzentren oder bei einem Hausarzt, der Tests durchführt, besser aufgehoben. Das geschieht zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch zum Schutz der anderen Kunden.

Und wenn es demnächst einfache Corona-Schnelltests für zu Hause gibt?

Cornelius: „Dann werden wir diese hier in der Receptura Apotheke verkaufen.“

***

Die Receptura Apotheke in der Altenhöferallee 5 am Campus Riedberg ist Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 15 Uhr. Weitere Informationen unter www.receptura.de

Die Receptura Apotheke bietet auch einen Lieferdienst an – mit Bestellung per Telefon oder online                               Foto: Receptura Apotheke

Fotos: Receptura Apotheke

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Unsere Stadt lässt Eltern nicht im Stich

Die Stadt will dafür sorgen, dass Eltern, die ihre Kinder während des Lockdown zu Hause betreuen, weder Kita- oder Essensentgelte bezahlen müssen. Auch Eltern, die ihren Kita-Platz teilweise in Anspruch nehmen müssen, weil in ihrem Job kein Homeoffice möglich ist, werden entlastet. Sie zahlen die Hälfte.

„Unsere Stadt lässt Eltern und Kitas nicht im Stich“, sagten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber, als heute die Pläne zur Entlastung der Eltern bekanntgegeben wurden. „Wer jetzt Kinder und Homeoffice unter einen Hut bringen muss, hat nicht nur Stress, sondern auch höhere Kosten. Hier sehen wir uns den Eltern gegenüber in der Pflicht – zumal die vom Land nach langem Hin und Her zur Verfügung gestellten Mittel nur reichen würden, einen Teil der Betreuungskosten zu erstatten.“

Man verfüge als Stadt zwar nicht über die Möglichkeiten eines Sonderhaushalts und müsse mit den vorhandenen Mitteln zurechtkommen, sagte Weber. Dennoch werde die Stadt den Weg der Solidarität mit den Eltern konsequent weitergehen – auch um so die Pandemie gemeinsam effektiv zu bekämpfen. „Wer Eltern glaubwürdig dazu auffordern will, dass sie ihre Kinder in dieser Ausnahmesituation zuhause betreuen, muss ihnen wenigstens die Entgelte und die Essenspauschale erlassen.“ 

Die Erstattungs-Regelung im Detail

Wer seine Kinder derzeit gar nicht in die Betreuungseinrichtungen oder in die Kindertagespflege schickt, bekommt 100 Prozent der Betreuungsentgelte im Januar und im Februar erstattet. Dies gilt ebenfalls für die Verpflegungspauschalen. Nehmen Familien die Betreuungsangebote ganz oder teilweise in Anspruch, wird eine fünfzigprozentige Befreiung der Entgelte erfolgen. Dabei spielt die Anzahl der Tage keine Rolle. Dies beinhaltet ebenfalls die Beiträge für die Verpflegung. Eine Erstattung der Beiträge ist für alle Betreuungsangebote vorgesehen, auch für die Kindertagespflege.

Die Träger werden für Februar keine oder nur die Hälfte der Beiträge einziehen. Eltern, die selbst überweisen, werden gebeten, je nachdem, ob sie ihr Kind zu Hause betreuen oder in die Kita bringen, gar nicht oder nur die Hälfte des bisherigen Beitrags zu überweisen. Da die Kindergärten für die 3- bis 6-Jährigen ohnehin entgeltfrei sind, ist in dieser Altersgruppe gegebenenfalls nur die Hälfte des Essensgeldes zu bezahlen.

Eltern, die im Januar bereits bezahlt haben, bekommen eine Rückerstattung in der genannten Höhe. Über die genauen Modalitäten der Rückerstattung für Januar werden die jeweiligen Träger gesondert informieren. Da die Umsetzung der aktuellen Beitragserstattungen in den unterschiedlichen Einrichtungen variieren kann, wird um Geduld gebeten.

Foto:  Charles Deluvio / Unsplash

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Neue Praxis für Gynäkologie am Riedberg

Kein Kinderarzt, keine Gynäkologie, keine Neurologie am Riedberg – das war die Folge der Schließung des Fachärztezentrums Ende September. Jetzt freut sich die Frauenärztin Dr. Caroline Gatzka, dass sie wieder „eine Versorgungslücke schließen kann“. Seit 20. Januar ist ihre neue Praxis am Riedbergplatz eröffnet.

Wer noch die weißen, sterilen Räume des Fachärztezentrums kennt, wird überrascht sein: Während es im dritten Stock des Gebäudes am Riedbergplatz 1 vom Aufzug links ins Zentrum ging, führt der Weg jetzt rechts in die neue Praxis für Gynäkologie. Die Fläche mit zwei Sprechzimmern, Behandlungsräumen, CTG und Labor war früher zwar Teil des Fachärztezentrums, ist aber nicht wiederzuerkennen. „Wir haben neue Wände eingezogen, neue Tapeten, neue Böden und natürlich neue Möbel. Und das in nur wenigen Wochen, in einer sehr anstrengenden Umbauphase zum Jahreswechsel, noch dazu in Corona-Zeiten“, berichtet die 48-jährige Frauenärztin sichtlich erleichtert.

Die Wände sind jetzt petrolfarben, Sofa und Sessel im Wartezimmer vermitteln beinahe eine Wohnzimmer- oder Lounge-Atmosphäre. „Ich habe mehr als 20 Jahre in weißen Räumen gearbeitet. Warum darf das Ambiente in einer modernen Praxis nicht schön sein?“, fragt Caroline Gatzka, die sich wünscht, dass sich die Patientinnen hier „rundum wohl fühlen“.

Der Bedarf an gynäkologischer Versorgung ist hoch

Die erfahrene Gynäkologin hatte auch am FÄZ gearbeitet, sich nach der Schließung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen um den frei gewordenen Kassenarztsitz beworben und dabei zugesagt, dass sie sich mit ihrer Praxis am Riedberg niederlassen wird. Dem immer noch jüngsten und familienreichsten Stadtteil Frankfurts. „Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat und wir hier eine Versorgungslücke endlich schließen können“, so Gatzka. Das „wir“ ist dabei bewusst gewählt, denn bald wird noch eine weitere Frauenärztin dazustoßen und sie unterstützen. Die 48-Jährige schätzt die Arbeit im Team „und so können wir noch mehr Patientinnen hier am Riedberg versorgen“.

Die neue Praxis am Riedbergplatz wurde am 20. Januar eröffnet und deckt das gesamte Spektrum der Gynäkologie ab – von Vorsorgeuntersuchungen, der Schwangerenversorgung, Krebsnachsorge bis zum Thema Kinderwunsch und auf Anfrage auch sexualmedizinischer Beratung.

Weitere Informationen unter www.gyn-riedberg.de

Farbe und Blumen statt weißer Wände: Frauenärztin Caroline Gatzka möchte, dass sich die Patientinnen in der neuen Praxis wohlfühlen. Ob im Empfangsbereich…

… oder auch im Wartezimmer                                              

Fotos: MAINRiedberg

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Corona: Frankfurt hat niedrigsten Wert aller deutschen Großstädte

Corona Virus

Diese Zahl macht Mut: Laut RKI hat Frankfurt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 63,5 den niedrigsten Wert aller deutschen Großstädte.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“, kommentierte Oberbürgermeister Peter Feldmann diese erfreuliche Entwicklung. „Natürlich sind wir noch nicht über den Berg und natürlich haben wir noch einen weiten Weg vor uns – aber die Richtung stimmt.“

Den Erfolg hätten die Frankfurterinnen und Frankfurter sich selbst erarbeitet: „Die überwältigende Mehrheit hält sich an die Regeln, auch wenn das mit Sicherheit nicht immer einfach ist. Maske tragen, Hygieneregeln beachten, Abstand halten, das gehört in Frankfurt mittlerweile zum guten Ton. Danke dafür.“ Auch die zahlreichen Aktiven, im Gesundheitsamt, dem Impfzentrum, bei den Menschen vor Ort, in Schulen, Altenzentren, Kindergärten hätten mit ihrem großen Engagement dazu beigetragen, die Zahlen zu senken.

Zum Vergleich: Heute vor zwei Monaten lag die Inzidenz noch bei fast 200!

Jetzt gelte es, nicht lockerzulassen. „Unser Ziel lautet: erste deutsche Großstadt, die wieder unter 50 liegt“, so das Stadtoberhaupt abschließend. 

Sieben-Tage-Inzidenz deutscher Städte mit mehr als 500.000 Einwohner

(RKI, Stand: 28. 1. 2021, 0 Uhr)

Berlin 89,2
Hamburg 83,9
München 66,1
Köln 73,6
Frankfurt 63,5
Stuttgart 70,0
Düsseldorf 79,1
Leipzig 105,0
Dortmund 92,8
Essen 124,4
Bremen 70,3
Dresden 104,0
Hannover 130,4
Nürnberg 139,1

Foto: CDC / Unsplash.com 

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Alkohol: Polizei zieht Skateboardfahrer aus dem Verkehr

Teil eines Polizeiwagens

Polizeibeamte des 14. Reviers haben in der Nacht von Montag auf Dienstag Verkehrskontrollen im Frankfurter Norden durchgeführt und mehrere Verkehrsteilnehmer, darunter einen Skateboardfahrer, aus dem Verkehr gezogen.

Während der Kontrollmaßnahmen stellte die Polizei auf der Rosa-Luxemburg-Straße und im Bereich Oberer Kalbacher Weg diverse Fahrer fest, die offenbar unter Alkoholeinfluss oder dem Einfluss von Betäubungsmittel standen. Drogenvortests und durchgeführte Atemalkoholmessungen bestätigten den ersten Verdacht der Beamten, was letztlich zu insgesamt fünf Blutentnahmen in der Nacht führte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften die bei den Kontrollen erwischten Verkehrssünder wieder gehen.

Mit mehr als 1 Promille auf dem E-Skateboard

Für besonderes Erstaunen sorgte ein 50 Jahre alter Mann, der laut Polizei „mit seiner rasanten Fahrt“ gegen 2 Uhr auf dem Oberen Kalbacher Weg (Bonames) aufgefallen war. Die Beamten müssen sich verwundert die Augen gerieben haben, als sie sahen, wie dieser mit einem Skateboard scheinbar mühelos über die Straße schwebte. Sie nahmen die Verfolgung auf, stoppten und kontrollierten ihn. Es stellte sich heraus, dass der Mann mit einem elektrobetriebenen Skateboard unterwegs war, das nach derzeitigem Stand in der Lage ist, eine Geschwindigkeit von bis zu 39 km/h zu erreichen, jedoch über keine Zulassung für den Straßenverkehr verfügt. Er hatte sein Board per Fernbedienung gesteuert.

Zu Fuß hätte sich der Heimweg mit dem bei ihm festgestellten Atemalkoholwert von 1,16 Promille ohnehin schwieriger gestaltet. Seinen Führerschein und sein Skateboard war der 50-Jährige an diesem Abend deshalb erst mal los.

 

Foto: Maximilian Scheffler on Unsplash

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Deshalb helfen wir bei der Corona-Testung

Großes Engagement im Lockdown: Ute Weigl und Sabine Fiedler sind in medizinischen Berufen ausgebildet – und helfen jetzt ehrenamtlich bei der Corona-Testung im Altenpflegeheim Bettinahof mit.

Das Seniorenheim „Bettinahof“ am Riedberg startete in den sozialen Medien einen Aufruf und suchte Unterstützung für die regelmäßige Corona-Testung des Personals. Ute Weigl und Sabine Fiedler sind Riedbergerinnen und beide in medizinischen Berufen ausgebildet. Sie meldeten sich daraufhin im Seniorenheim und boten ihre ehrenamtliche Hilfe an. Schnell wurde alles Notwendige abgestimmt und die Einweisung konnte erfolgen.

Seit Mitte Januar sind die beiden nun regelmäßig vor Ort, um das Personal und bei Bedarf auch die Bewohner mit einem Schnelltest auf Corona zu testen. Die Intention der beiden? Einfach da helfen, wo es dringend gebraucht wird und Ressourcen knapp sind. „Da ich selbst gerade in einem Corona-Testcenter der Kassenärztlichen Vereinigung tätig bin und sehe, was dort täglich los ist, musste ich nicht lange überlegen, um hier meine Hilfe anzubieten“, sagt Sabine Fiedler, die auch ehrenamtlich im Vorstand des Familienzentrums Billabong tätig ist.

Auch Ute Weigl als ausgebildete Krankenschwester zögerte nicht lang. „Neben dem Home-Schooling mit meinen Kindern ist dies für mich ein wichtiger Beitrag, den ich für die Gesellschaft leisten kann und will.“ Die Heimleitung ist sehr dankbar für die Hilfe, denn dies ist eine Möglichkeit, die BewohnerInnen aktiv vor dem Virus zu schützen und einen weiteren größeren Ausbruch wie im Dezember 2020 zu verhindern. Bis alle BewohnerInnen und Mitarbeiter durch eine Impfung ausreichend geschützt sind, wird es wohl noch eine Weile dauern. Und bis dahin ist die Hilfe der beiden ehrenamtlichen Testerinnen eine große Unterstützung.

Foto: privat

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Großer Fortschritt zum 1. Lockdown

Jetzt steht endgültig fest, dass der hessische „Lockdown light“ für die Schulen bis 14. Februar verlängert wird. Zeit für ein kurzes Fazit zu den ersten beiden Wochen Distanzunterricht. MAINRiedberg sprach mit Dr. Susanne Gölitzer, Schulleiterin der IGS Kalbach-Riedberg.

Wer in diesen Tagen mit Susanne Gölitzer spricht, hört zunächst spürbare Erleichterung. Darüber, dass sich die „unablässige Mühe“ insbesondere von drei Lehrkräften gelohnt hat und damit alle Kinder einen funktionierenden Zugang zur hessischen Lernplattform Moodle und zu einem Tool für Videokonferenzen haben. Dass dies im Prinzip klappt, haben schon vorab die ersten Konferenzen, ein Themenelternabend und inzwischen auch Videounterricht und die täglichen Morgenkreise bewiesen.

Schlechte Noten für Serverkapazität und Technik

Und das erste Fazit? „Es läuft gemischt“, lautet die ehrliche Antwort. Die Bandbreiten und die Serverkapazitäten der Lernplattform seien oft alles andere als ideal. Wenn sie nur die technische Qualität beurteilen müsste, „würde ich Noten zwischen 3- und 5+ geben“. Mal ist der Ton plötzlich weg ist, mal fliegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Sitzung raus. Oder Ähnliches.

Allerdings betont die Schulleiterin der IGS Kalbach-Riedberg zugleich: Die aktuelle Form des Unterrichts ist „ein riesiger Fortschritt zum ersten Lockdown“. Als im Frühjahr die Schließung der Schulen Lehrkräfte wie Kinder beinahe unvorbereitet traf und digitale Lösungen nicht vorhanden waren.

So läuft der Videounterricht

Eine Elternumfrage hatte ergeben, dass die Kinder eine klare Tagesstruktur brauchen. Deshalb versucht man in der IGS, den Tag eng zu takten. Unterrichtsmaterialien und Hausaufgaben laufen über die Lernplattform Moodle. Jeden Tag morgens um 10 Uhr finden die Morgenkreise statt, danach folgen Videokonferenzen, beziehungsweise Videounterricht. Und danach die Arbeit der Schülerinnen und Schüler an ihren Aufgaben.

Jeweils nach 70 Minuten Unterricht zuhause und parallel im Klassenraum besprechen die Lehrerinnen und Lehrer mit den Kindern per Videoschalte, ob und welche Fragen es gibt. Ein Mal pro Woche finden Sprechstunden statt. Insgesamt, so Gölitzer, würden die Kinder zwar weniger arbeiten als im normalen Schulalltag, aber gut zwei Drittel des Unterrichtsstoffes könne man durchaus so vermitteln.

Susanne Gölitzer, Schulleiterin der IGS Kalbach-Riedberg, sieht trotz technischer Probleme große Fortschritte zum ersten Lockdown  Foto: privat

Eine Herausforderung ist, dass in der fünften und sechsten Jahrgangsstufe rund 10 bis 15 Prozent der Schüler in die Schule kommen – was entsprechend der hessischen Corona-Regeln erlaubt ist. Kinder, die zuhause keinen Computer haben oder keine Möglichkeit, dem Videounterricht zu folgen, „sind in der Schule besser aufgehoben“. Aber als vor den Weihnachtsferien darüber hinaus immer mehr Kinder wieder in die Schule kamen, haben man die Eltern gebeten, die Schüler möglichst zuhause zu lassen, „weil wir einfach zu viele Kinder hier hatten“. In den Klassenzimmern sind auch aus Gründen des Infektionsschutzes nur kleinere Gruppen sinnvoll – und wenn die Lehrer dann zugleich Unterricht in der Klasse und per Webcam für die Kinder zuhause halten wollen, stößt das Konzept irgendwann an Grenzen. Doch die vielen Elternrückmeldungen würden zeigen, dass die Zufriedenheit insgesamt sehr groß sei.

Eltern haben 20 Webcams zur Verfügung gestellt

„Ganz entzückend“ nennt Gölitzer das Engagement der Eltern, die 20 Webcams zur Verfügung gestellt haben. So kann jetzt aus jedem Klassenzimmer gestreamt werden. Auch wenn der Videounterricht manchmal noch etwas „hemdsärmelig“ abläuft und improvisiert werden muss.

Gerade bei den älteren Kindern hat aber die aktuelle Situation auch dazu geführt, dass sie selbstständiger arbeiten und neue Lernformen in den Vordergrund rücken. „Während ich bisher vermutlich einen Text ausgeteilt hätte, habe ich mit den Kindern besprochen, dass sie sich die Nachrichten im Fernsehen anschauen, ein Thema suchen und dann ein Video oder einen Podcast dazu machen“, berichtet die Schulleiterin, die davon ausgeht, dass auch nach dem Lockdown die Schule digitaler wird und die Einbindung von Streaming, Podcasts und Videokonferenzen eine größere Bedeutung bekommt. „Die individuellen Aufgaben, die zum Unterricht der IGS gehören, passen zu diesen Formen hervorragend.“

Noch besser könnte der Distanzunterricht laufen, „wenn wir endlich eine Lernplattform für die Schulen bekommen, in der Mails, Videokonferenzen, digitale Logbücher, Klassenbücher und Stundenplanung in einem System wären“. Mit der entsprechenden Technik und WLAN, das funktioniert.

Foto: MAINRiedberg

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Eltern fordern „Mindestmaß an Digitalisierung“

Arbeitsblätter statt Videounterricht und WLAN: In einem offenen Brief an Bildungsdezernentin Sylvia Weber fordern Eltern der Grundschule 3 „ein Mindestmaß an Digitalisierung“. Im Dezernat spricht man von Missverständnissen – und zeigt konkrete Lösungen auf.

„Wir wollen sachlich auf unsere Situation aufmerksam machen, die so oder so ähnlich sicher auch auf zahlreiche andere Schulen zutrifft“, betonen Dr. Mareike Tarazona und Jörg Niegemann, Vorsitzende des Schulelternbeirates der Grundschule Riedberg 3. Das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer stehe für sie außer Frage und auch die Tatsache, dass diese Ausnahmesituation die Schulen und auch das Bildungsdezernat vor große Herausforderungen stellt. Dennoch: „Unsere Grundschule verfügt bis zum heutigen Tag nicht annähernd über die technischen Grundvoraussetzungen, um einen Distanzunterricht digital und damit zeitgemäß abwickeln und unterstützen zu können.“ Kein WLAN, keine Anbindung an eine der hessischen Lern-Plattformen, keine Webcams oder Notebooks für Lehrkräfte – das sind die größten Kritikpunkte.

Der momentane Distanzunterricht erfolgt über Arbeitsblätter, die Eltern ein Mal pro Woche für ihre Kinder abholen. Der Kontakt zwischen Schülern und Lehrern sei so nur eingeschränkt möglich. Das sei aus Elternsicht inakzeptabel, sagen Mareike Tarazona und Jörg Niegemann. In der Folge schicken Eltern ihre Kinder trotz Aussetzung der Präsenzpflicht in Schule, da sie Bedenken haben, dass die Kinder wichtige Lerninhalte verpassen.

Bildungsdezernat zeigt Lösungen auf

Der Schulelternbeirat verweist auf den „Digitalpakt Schule“ zwischen Bund und Ländern und hofft so, kurzfristig an Mittel zu gelangen. Das wird womöglich gar nicht notwendig sein. Denn im Bildungsdezernat spricht man von „Missverständnissen“ – und zeigt zugleich Lösungen auf. „Wir schätzen eine engagierte Elternschaft sehr und Bildungsdezernentin Weber wird dem Elternbeirat noch persönlich antworten“, schickt Azfar Khan, Referent im Dezernat für Integration und Bildung, vorweg. Dann erläutert er konkret: Das Dezernat hat im Oktober jeder Frankfurter Schule ein Extrabudget für eine bessere digitale Ausstattung zur Verfügung gestellt. „Das ist für die Webcams ausreichend“, so Khan. Dazu steht man auch schon mit der Schulleitung in Kontakt.

Teilhabe dank Laptops, Kabel statt WLAN

Ein wichtiger Punkt ist die Teilhabe – aber auch da habe die Stadt jeder Schule Laptops für jeweils zwölf Prozent der Schüler zur Verfügung gestellt. Für Kinder aus Familien, die nicht über die entsprechenden technischen und finanziellen Möglichkeiten verfügen. 

Dann gibt es noch ein vermeintlich großes Problem, das sich teilweise und kostengünstig lösen lässt: Das Thema WLAN. Ein WLAN-Netz sei im Provisorium in der Hans-Leistikow-Straße nicht geplant, „aber die Schule ist direkt an das moderne Glasfasernetz angeschlossen“, erklärt Azfar Khan. Das bedeutet: Zumindest Videostreaming ist über herkömmliche LAN-Kabel möglich. Auch darüber sei man mit der IT-Beauftragten der Schule im Gespräch.

Foto: MAINRiedberg

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