Alle Artikel von kmd

Münchner Tatort – written in Riedberg

Heute Abend um 20.15 Uhr sollten Sie unbedingt den beliebten Münchner Tatort (ARD) einschalten – nicht nur weil der Fall „Unklare Lage“ beklemmend an das Attentat von 2016 im Olympia-Einkaufszentrum erinnert, wo ein 18-Jähriger Schüler neun Menschen tötete. Das Drehbuch zum heutigen TV-Film schrieb Autor Holger Joos, der in unserem Stadtteil lebt und schon für mehrere Tatort-Produktionen die Vorlage lieferte.

Die Tatort-Kommissare ermitteln unter Hochdruck – während in der Stadt Panik um sich greift                                                                             Bild: BR/X Filme Creative Pool GmbH/Hagen Keller

Das ist die Story

Nach einem Schusswechsel in einem Bus flüchtet der Täter und wird kurz darauf vom SEK gestellt. Offenbar war ein Anschlag geplant. Ob es einen zweiten Täter gibt, ist unklar. Das Einsatzteam mit Batic (Miroslav Nemec), Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) steht unter Hochdruck, während in der Bevölkerung, durch die sozialen Medien befördert, Panik um sich greift.

Das sagt der Drehbuchautor

‚Unklare Lage‘ ist ein extremer Tatort. Die zentralen Frage zu Beginn des Schreibens lauteten für mich: Wie handeln Menschen und diesen Extremsituationen? Wie gehen sie mit der Informationsflut um, die innerhalb weniger Stunden auf sie einbricht? Und was ist mit denen, die via soziale Medien zu einem Teil eben jener Informationsflut werden?“

Drehbuchautor Holger Joos lieferte die Vorlage für den Tatort „Unklare Lage“                                     Foto: privat

Die Kommissare werden zu Getriebenen im Wettlauf mit dem Attentäter, aber auch gegen die erwachende Angst auf den Straßen. Die Frage ist auch: „Wie beruhigt man eine Stadt, wenn man selbst an einen Täter glaubt, doch seine Existenz nicht beweisen kann?“

Der Tatort „Unklare Lage“ läuft am heutigen Sonntag, 26. Januar, um 20.15 Uhr in der ARD.

Der Tatort ist außerdem in der ARD-Mediathek zu finden unter https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/videos/unklare-lage-video-102.html

***

Großes Foto oben: BR/X Filme Creative Pool GmbH/Hagen Keller

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Experten empfehlen Neubau der Städtischen Bühnen

Kulturdezernentin Ina Hartwig hat zusammen mit dem Leiter der städtischen Stabsstelle, Michael Guntersdorf, die Ergebnisse des Prüfauftrages zur Zukunft der Städtischen Bühnen Frankfurt bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, 23. Januar, im Deutschen Architekturmuseum vorgestellt. „Die Stabsstelle hat zusammen mit den Städtischen Bühnen, den notwendigen Ämtern der Stadt sowie externen Fachplanern fundierte Antworten auf die Fragestellungen der Stadtverordneten erarbeitet. Mit diesen differenzierten Ergebnissen kann jetzt eine grundsätzliche Entscheidung zur Zukunft der Städtischen Bühnen getroffen werden“, bedankte sich Hartwig bei Stabsstellenleiter Guntersdorf und allen beteiligten Mitarbeitern.

Sanierung der Theaterdoppelanlage nicht wirtschaftlich

In einem ersten Schritt prüfte die Stabsstelle eine sogenannte „Basis-Sanierung“, bei der nur das Nötigste saniert und modernisiert sowie die technischen Anlagen ausgetauscht werden. Die Gesamtkosten für diese Variante belaufen sich auf rund 826 Millionen Euro. Grundlegende Defizite, wie die schwierigen Anlieferungsbedingungen und ineffizienten Betriebsablaufe, bleiben weiterhin bestehen. Im zweiten Schritt untersuchte die Stabsstelle eine sogenannte „Verbesserte Sanierungsvariante“. Diese ermöglicht unter anderem Verbesserungen im Bereich der Anlieferung und eine Öffnung des Gebäudes für die Öffentlichkeit. Auch in dieser Variante bleiben die der Altsubstanz geschuldeten funktionalen Einschränkungen bestehen. Die Gesamtkosten für diese Variante sind mit rund 918 Millionen Euro veranschlagt.

Neubauvarianten für die Oper und das Schauspiel

In einem nächsten Schritt untersuchte die Stabsstelle zwei Neubauvarianten: eine Variante mit optimierten Neubau der Doppelanlage am Willy-Brandt-Platz und eine Variante mit zwei Neubauten, davon einer auf dem jetzigen Grundstück am Willy-Brandt-Platz und ein weiterer an einem zentral gelegenen Standort. Die Gesamtkosten für einen Neubau der Theaterdoppelanlage am selben Standort sind mit rund 875 Millionen Euro veranschlagt. Bei der Variante mit zwei getrennten Neubauten können Interimskosten für eine der beiden Spielstätten vermieden werden, da mit einem Neubau bereits begonnen werden kann, während der Spielbetrieb in der jetzigen Theaterdoppelanlage noch läuft. Die Kosten dieser Variante sind mit 809 Millionen Euro angesetzt.

Unabhängig davon, welche der Varianten umgesetzt werden soll, rät die Stabsstelle zu einem eigenen Produktionszentrum. Das Zusammenführen der bislang externen Probebühnen und Lager mit den auszulagernden Werkstätten führt zu Synergien im Betriebsablauf und einer erheblichen Reduzierung der Gesamtkosten. Die Gesamtkosten aller Varianten enthalten grundsätzlich die Baukosten, Risikozuschläge, die zu erwartenden Baupreissteigerungen und die Kosten für ein Produktionszentrum.

„Die Ergebnisse der Stabsstelle sprechen eine deutliche Sprache. Als Kulturdezernentin bin ich daher zu einem klaren Ergebnis gekommen. Die alte Doppelanlage ist ein traditionsreicher Bau, es fällt sicherlich vielen schwer, sich von ihm zu trennen. Dennoch kann ich eine Sanierung nicht empfehlen, sie ist wirtschaftlich nicht vertretbar und nicht nachhaltig“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig. „Ich empfehle, zwei Neubauten zu errichten, mindestens einen davon am Willy-Brandt-Platz, den anderen in zentraler Innenstadtlage. Dadurch sparen wir ein Interim ein, ermöglichen den Bühnen ein zukunftsfähiges Arbeiten und bieten den Frankfurterinnen und Frankfurtern einen öffentlichen Raum auch jenseits des Spielbetriebs. Für mich steht fest: Das kulturelle Herz der Stadt schlägt am Willy-Brandt-Platz, wir dürfen es nicht herausreißen.“

Zum Hintergrund:

Im März 2018 war der Magistrat durch die Stadtverordneten beauftragt worden, eine Sanierung unter maximalem Erhalt des Bestandes der Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz zu prüfen. Für die aktuelle Untersuchung wurde die Stabsstelle „Zukunft der Städtischen Bühnen Frankfurt“ gegründet, die am 1. November 2018 ihre Arbeit aufnahm und im Kulturdezernat angesiedelt ist. Die heute vorgestellten Ergebnisse ergänzen die 2013 beauftragte und im Jahr 2017 präsentierte Machbarkeitsstudie, die eine reine Sanierung nicht geprüft hatte. Angepasst an aktuelle Baupreissteigerungen und Risikozuschläge liegen die ermittelten Kosten für die Varianten der Machbarkeitsstudie von 2017 mittlerweile bei über eine Milliarde Euro.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Oper Frankfurt

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Eintracht & Stadt: Stadion-Mietvertrag steht

Nachdem im vergangenen Jahr eine entsprechende Absichtserklärung zwischen der Stadt Frankfurt am Main und der Eintracht Frankfurt Fußball AG unterschrieben wurde, ist nun der nächste Schritt erfolgt: Der Magistrat der Stadt hat heute einen Beschluss gefasst, laut dem Eintracht Frankfurt in einem über 15 Jahre laufenden gewerblichen Mietvertrag ab 1. Juli 2020 die Nutzung der Arena in einem zeitlichen Anteil von rund 80 Prozent eingeräumt wird. Die Vermarktungsrechte werden bei Eintracht Frankfurt liegen. Über den Magistratsbeschluss müssen nun die Stadtverordneten entscheiden.

Der Vertrag im Detail: Die Verantwortung für das technische Gebäudemanagement übernimmt die städtische Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH (SSF), während das infrastrukturelle Gebäudemanagement von Eintracht Frankfurt verantwortet werden wird. Eine Kapazitätserweiterung ist genauso beabsichtigt wie Investitionen in den digitalen Ausbau.

Mehr Stehplätze und vergünstigte Tickets

„Es soll ein gewerblicher Mietvertrag geschlossen werden. In dessen Laufzeit wird das Stadion ausgebaut, mit neuer digitaler Infrastruktur, mehr günstigeren Sitzplätzen und wichtigen Investitionen auch für die EURO 2024“, sagt Oberbürgermeister Feldmann. Und weiter: „Mir ist wichtig, dass alle fussballbegeisterten Menschen an Fußballspielen teilhaben können. Neue Stehplätze für die Fans, das Einfrieren der Ticketpreise für die Fans durch die Eintracht, zusätzlich je 1000 günstige Tickets für 5 Euro für Jugendliche und für 10 Euro bei Erwachsenen zeigen, dass der Weg unseres Fußballs richtig ist. Das ist doch super!“

Der seit 2005 bestehende Vertrag zum Betrieb der Commerzbank-Arena zwischen der städtischen SSF GmbH und dem bisherigen Betreiber (Stadion Frankfurt Management GmbH) endet am 30. Juni 2020. Es war daher notwendig, sich frühzeitig mit der Frage zu befassen, wie Betrieb und Vermarktung künftig organisiert werden sollen, um die SSF stärker als bisher in den operativen Ablauf einzubinden und auch dem Hauptnutzer Eintracht Frankfurt gerecht zu werden.

Sportdezernent Markus Frank als Vorsitzender des Aufsichtsrates der SSF hält die Entscheidung für wegweisend: „Unsere Eintracht gehört nach Frankfurt, sie gehört in die Commerzbank-Arena — und sie gehört in ein modernes und zukunftssicheres Stadion. Dafür werden jetzt die Weichen gestellt.“

Laut dem Beschluss soll Eintracht Frankfurt eine Stadionmiete in Höhe von acht Millionen Euro (netto) pro Saison in der 1. Bundesliga zahlen und dabei bis zu 90 Prozent aller Betriebskosten tragen. Sie trägt die Kosten für den digitalen Ausbau der Commerzbank-Arena. Im Gegenzug erhält die Eintracht Frankfurt Fußball AG die vollständigen Erlöse, die aus der Vermarktung der Commerzbank-Arena generiert werden. Ausgenommen hiervon sind Einnahmen aus den Veranstaltungen, die im städtischen Nutzungszeitraum liegen, der bei rund 20 Prozent liegen soll. Die Stadt Frankfurt am Main trägt die Kosten für die Kapazitätserweiterung der Arena in Höhe von rund 10 Millionen Euro und führt die bisher von Eintracht Frankfurt als Geschäftsstelle genutzten Bereiche einer neuen Nutzung zu.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Eintracht Frankfurt

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Musik nach Auschwitz – Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag

Verfemte Musik – Verstummte Stimmen. Es sind die Werke von Opfern des Holocaust, die am nächsten Dienstag dank zweier Musikerinnen aus Israel am Campus Riedberg zu hören sind.

„Musik nach Auschwitz“ – die Veranstaltung des Centre for Dialogue at Campus Riedberg findet am Dienstag, 28. Januar, von 20 bis 22 Uhr im Hörsaal des Max-Planck-Institutes für Biophysik statt, Max-von-Laue-Str. 3.

Das Leben von Leo Smit, Viktor Ullmann und Pavel Haas ist zu früh beendet worden. Sie wurden in den Vernichtungslagern im Osten ermordet. Deshalb konnte ihr musikalisches und kulturelles Erbe nicht ihren verdienten Platz finden. Die israelischen Musikerinnen Dana Barak (Klarinette) und Roglit Ishay (Klavier) möchten an diesem bedeutenden Tag, dem internationalen Shoa-Gedenktag, durch ihr Konzert diesen Komponisten die ihnen gebührende Ehre erweisen und gleichzeitig diese verloren gegangene Musik dem heutigen Publikum erneut ins Gedächtnis zurückrufen.

Sie geben ein Konzert mit Kompositionen von Leo Smit, der 1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordet wurde, von Viktor Ullmann und Pavel Haas, die in Auschwitz starben, sowie von Olivier Messiaen (1908-1992), der im in einem Kriegsgefangenlager bei Görlitz gefangen gehalten wurde. Auch möchten die Musikerinnen an die Komponisten Joachim Stutschewsky (1891-1982) und Yehezkel Braun (1922-2014), die sich nur durch ihre Flucht in das heutige Israel retten konnten.

Weitere Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag

In der Goethe-Universität werden zahlreiche weitere Veranstaltungen rund um den Holocaust-Gedenktag angeboten. Die Holocaust-Gedenkvorlesung hält am 27. Januar Prof. Ulrike Weckel, die an der Universität Gießen Fachjournalistik Geschichte sowie Geschichte in Medien und Öffentlichkeit lehrt. Gegenstand ihres Vortrags, der in Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Institut angeboten wird, sind Filme, die 1945/46 nach der Befreiung der Konzentrationslager entstanden sind – und die Reaktionen des deutschen Publikums darauf. „Beschämender Anblick“ hat Weckel ihren Vortrag überschrieben, der am Montag, 27. Januar, um 15.30 Uhr in der Lobby des PA-Gebäudes am Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, stattfindet

Die Filmbilder von den befreiten Lagern, die bis heute ein wichtiger Bestandteil von Dokumentationsfilmen sind, waren von den alliierten Siegermächten in Auftrag gegeben worden: Berge von Leichen, ausgezehrte Überlebende und Aschereste in den Krematorien – Bilder wie diese sind in das kollektive Gedächtnis der westlichen Welt eingeschrieben. Ulrike Weckel hat die so genannten Atrocity-Filme der Alliierten aus der Nachkriegszeit eingehend untersucht und rekonstruiert, wo und wie oft die Filme zu sehen waren und wie sie auf das Publikum gewirkt haben – wobei sich ein sehr differenziertes Bild ergeben hat. Darüber wird sie in der Vorlesung in Frankfurt sprechen. Die Deutschen, so Weckel, hätten keineswegs eingleisig und als fixes Kollektiv reagiert. Die Beurteilung des Gesehenen wurde oft erst ausgehandelt. Der Begriff der Scham spielt für Weckel eine große Rolle.

Am Abend des 27. Januar lädt die Goethe-Universität zudem gemeinsam mit der WIZO-Gruppe Frankfurt zur deutschen Erstaufführung des Films „Back to Berlin. Better by bike than by train“ (2018) ein. Die Regisseurin Catherine Lurie-Alt steht anschließend zum Gespräch bereit.

Die Termine im Überblick:

Montag, 27. Januar, 15:30 Uhr, Lobby des PA-Gebäudes (Campus Westend). „Beschämender Anblick“ – Filme über befreite Lager und Reaktionen des deutschen Publikums 1945/46. Vorlesung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus mit Prof. Dr. Ulrike Weckel, Justus-Liebig-Universität Gießen

Montag, 27. Januar, 19:30 Uhr, HZ 2, Hörsaalzentrum, Campus Westend, „BACK TO BERLIN – better by bike than by train“, Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit Regisseurin Catherine Lurie-Alt. Anmeldung unter: veranstaltungen@uni-frankfurt.de

Grafik oben: Centre for Dialogue at Campus Riedberg

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Grünes Licht für 74 Kleingärten am Riedberg

Kleingartenanlage

Gemüse aus dem eigenen Garten, Obstbäume, eine kleine Wiese mit Laube – das wünschen sich auch viele Menschen hier am Riedberg. Jetzt steht fest, dass es 74 Kleingärten im Stadtteil geben wird. Ein Großteil der Gärten soll Mitte 2021 fertig sein und in zwei Gebieten entstehen. Eine Kleingarten-Anlage wird am Ende der Hans-Leistikow-Straße im Norden gebaut, direkt am neuen Park „Römische Straße“, wo sich derzeit auch noch das Provisorium der Grundschule 3 befindet. Eine weitere Anlage am südlichen Ende der Römischen Straße, an der so genannten „Kreuzerhohl“. Auf einer Freifläche zwischen Uni-Campus und U-Bahn. Die vermutlich beste Nachricht für alle Interessenten lautet: „Es gibt noch freie Parzellen, für die man sich direkt auf unserer Homepage bewerben kann“, erklärt Matthias Adler-Drews vom Vorstand des neu gegründeten Kleingartenvereins Riedberg e. V.

Ursprünglich war die Warteliste lang. Doch das Thema Kleingärten verzögerte sich von Jahr zu Jahr. Hinzu kam, so Adler-Drews, „die große Fluktuation hier am Riedberg“. Als er sich vor Weihnachten mit seinen beiden Hunden und Info-Blättern auf den Weg zu allen machte, die sich trotz Aufforderung nicht mehr gemeldet hatten, waren einige Interessenten bereits verzogen „und da haben wir die Liste wieder geöffnet“.

So groß sind die Kleingärten

Die beiden Experten vom Frankfurter Grünflächenamt, die im Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg die Pläne vorstellten, wissen, dass die Kleingärten im Stadtteil „langgewünscht und heißersehnt“ sind. Maren Schilling vom Planungsbüro des Amtes erläuterte die Details: Die Parzellen sind jeweils 250 bis 300 Quadratmeter groß und werden einen Wasser- sowie Stromanschluss am Zugang bekommen. Plus Betonfundamente für die Gartenhütten. In der Anlage an der Hans-Leistikow-Straße entstehen 36 Kleingärten, an der Kreuzerhohl 38 Kleingärten. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro.

Das ist der Entwurf für die Kleingartenanlage an der Hans-Leistikow-Straße. Auf einem Teil der Fläche steht derzeit noch das Provisorium der Grundschule 3. Aber die Gärten ringsum sollen bis Mitte 2021 fertig sein   Grafik: Grünflächenamt

Die Hauptwege sind tagsüber offen, so dass „die Anwohner, die durchgehen möchten, auch durchgehen können“, so die Expertin. Um die Anlagen herum wird ein Gitterzaum führen, den bald eine 1,80 Meter hohe Hecke verdecken soll. Diese muss von den Kleingärtnern gepflegt und geschnitten werden.

Das Toiletten-Problem

Im Zentrum ist jeweils eine Gemeinschaftsfläche geplant, auf der ein Vereinsheim und Toiletten errichtet werden können. Zum Stichwort Vereinsheim machte Christoph Baumann, 1. Vorsitzender des Riedberger Kleingartenvereins, deutlich, dass ein so junger Verein schlicht noch kein Budget dafür hat. Obwohl die Pacht an die Stadt nur etwas mehr als 20 Cent pro Quadratmeter und Jahr kostet und auch die Mitgliedsbeiträge überschaubar sein dürften. Hinzu kommt aber, dass „wir hier keine fertigen Parzellen, sondern einen braunen Acker mit ein paar Bodenplatten bekommen“. Das kostet Zeit und Geld.

Vor den Neu-Gärtnern liegt also jede Menge Arbeit – und da ist ein ziemlich menschliches Problem. Denn wie beschrieben gibt’s zwar potentiell Flächen für Toiletten, die müssen aber vom Verein gebaut und getragen werden. Die Planer machten deutlich, dass dies weder in den Projektkosten enthalten ist, noch in die Zuständigkeit des Grünflächenamtes fällt. Dafür wäre das Amt für Bau und Immobilien (ABI) im Baudezernat die richtige Adresse.

Bei einer Förderung allerdings müssten die Toiletten öffentlich oder zumindest teilöffentlich werden. Was für den Verein mit weiteren Kosten und Mehraufwand für Reinigung und Instandhaltung verbunden wäre. Und von den Mitgliedern vermutlich auch nicht gewünscht ist.

Der Ortsbeirat hat am Freitag trotzdem Haushaltsmittel für den Bau von Toilettenanlagen beantragt. Mit ungewisser Aussicht auf Erfolg. Viel wahrscheinlicher ist, so ein Beobachter, „dass wir am Anfang erst mal nach Hause laufen müssen, um aufs Klo zu gehen“. Das könne doch auch nicht Sinn der Sache sein.

Diskussion um den Zufahrtsweg

Kritik gab’s auch am Zufahrtsweg zur zweiten Anlage in Uni-Nähe. Die kann laut Grünflächenamt nicht von der Riedbergallee aus erschlossen werden. Was bedeutet, dass die vier Parkplätze für die Kleingärtner an der „Kreuzerhohl“ gebaut werden. Einer kleinen Straße, die zum Ortsbezirk Niederursel gehört und auch nur über Niederursel, aus Richtung der Gaststätte „Lahmer Esel“, befahren werden kann. Denn zum Uni-Campus hin versperren schon seit Jahren Beton-Poller den Weg.

Anwohner hatten für die Absperrung gekämpft, um den Durchgangsverkehr zu stoppen. In Zukunft aber wird womöglich wieder deutlich mehr Verkehr fließen, durch die Kleingärtner, die nur mit mehreren Kilometern Umweg ihre Parzellen erreichen können. Per Rad oder Fuß geht’s natürlich wesentlich schneller.

Auch hier will sich der Riedberger Ortsbeirat 12 mit dem benachbarten Ortsbeirat 8 abstimmen. Um doch noch eine für alle akzeptable Lösung zu finden.

Was Sie zum Thema Kleingärten wissen sollten

Wussten Sie, dass es ein deutsches „Kleingartengesetz“ gibt? Das regelt – ergänzt durch die Kleingartenverordnungen der Kommunen – penibel genau, wie die Parzellen genutzt werden dürfen, wie groß die Wiesenfläche sein darf, wie viel Platz für den Eigenanbau von Obst und Gemüse ist, wie groß die Lauben sein dürfen, was letztlich erlaubt ist und was nicht. So steht auch fest, dass die Anlagen von gemeinnützigen Vereinen getragen werden müssen und regelmäßige Arbeitseinsätze für die Gemeinschaft verpflichtend sind.

Obwohl es noch ein weiter Weg vom ersten Spatenstich bis zur grünen Oase sein dürfte, freuen sich Christoph Baumann und Matthias Adler-Drews vom neuen Riedberger Kleingartenverein auf all das, was kommt. Übrigens auch die Kinder und Betreuer der Kita Gipfelflitzer im Riedbergzentrum. Die haben nämlich bisher keinen eigenen Garten zum Toben und stehen auf der Interessentenliste weit oben.

In der vergangenen Sitzung stimmte auch der Ortsbeirat den Plänen zu. Damit gibt es endgültig grünes Licht für die beiden Kleingarten-Anlagen in unserem Stadtteil.

Foto: Archiv

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Am Riedberg entstehen geförderte Wohnungen

Baukran

Planungsdezernent Mike Josef hat die dritte Rate eines Wohnungsbaudarlehens für die ABG Frankfurt Holding in Höhe von rund 730.000 Euro freigegeben. Es handelt sich dabei um ein Projekt an der Altenhöferallee/Konrad-Zuse-Straße am Riedberg, bei dem insgesamt 128 Wohnungen entstehen. „Damit tragen wir dazu bei, auch am Riedberg ein Wohnungsmix für alle Einkommens- und Bevölkerungsschichten anzubieten und schaffen bezahlbaren Wohnraum“, sagt Josef. „Unsere Wohnungsbaufördermittel kommen Frankfurter Haushalten zugute, die sich aufgrund der hohen Mieten nicht selbst am Wohnungsmarkt versorgen können.“

Bei dem Neubauvorhaben im Passivhausstandard werden 20 Wohnungen im Frankfurt Programm zur sozialen Mietwohnungsbauförderung unterstützt, 47 im Frankfurt Programm für familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau und 61 sind freifinanziert. Insgesamt wird das Projekt mit kommunalen Darlehen in Höhe von rund 6,2 Millionen Euro gefördert. Hinzu kommt ein jährlicher Mietkostenzuschuss von rund 23.5000 Euro jährlich für 20 Jahre für die 20 Sozialwohnungen.

Die Einstiegsmiete im sozialen Mietwohnungsbau beträgt pro Monat und Quadratmeter 5,50 Euro, im familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau je nach Einkommensstufe 8,13 Euro beziehungsweise 10,63 Euro.

Kritik am „Wohnungs-Mix“ im Stadtteil

Mitglieder des Ortsbeirates haben in der Vergangenheit mehrfach kritisiert, dass es am Riedberg zu wenige geförderte Wohnungen gibt.

Auch Studierende der Goethe-Universität kamen in einer sozial-ökologischen Analyse zu dem Schluss, dass der Wohnungs-Mix am Riedberg  – aus Sicht moderner Stadtplanung – nicht nachhaltig ist. Es gebe zu viele Ein- und Zweifamilienhäuser sowie überdurchschnittlich großer Wohnungen. Der Anteil geförderter Wohnungen ist zu gering.

Foto: Guillaume Techer/ unsplash.com

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Wie „Babylotsen“ seit fünf Jahren helfen

Ein Baby stellt das ganze Leben auf den Kopf. Die Sorgen, die Ängste, die Zweifel – damit fühlen sich viele Mütter und Väter alleingelassen, manchmal auch überfordert. Vor fünf Jahren sind der Kinderschutzbund, die Crespo Foundation, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft und die Stadt Frankfurt deshalb einen neuen Weg in der Frühprävention gegangen und haben das Projekt „Babylotse“ ins Leben gerufen. Bisher haben 10.000 Familien das Gespräch in Anspruch genommen. Babylotsinnen sind in allen sieben Frankfurter Geburtskliniken von Montag bis Freitag 52 Wochen im Jahr präsent, und jährlich werden über 13.000 Familien, die in Frankfurt ein Kind bekommen, aktiv über das Angebot informiert.

In das Projekt „Babylotse“ ist auch der Eltern-Kind-Treff des Kinderschutzbundes in der Riedbergallee eingebunden. Auch hier gibt es Rat und Hilfe, aber auch Kontakte zu anderen Müttern und Vätern mit Kleinkindern.

Babylotse sorgt damit für eine zuverlässige Verbindung der unterschiedlichen sozialen Unterstützungssysteme und hilftso, eine gute Kindesentwicklung zu sichern. Anlässlich des Jubiläums fand gestern eine Feierstunde in der Orangerie statt. Der Geschäftsführer des Frankfurter Kinderschutzbundes, Stefan Schäfer, betonte: „Mit Babylotse wird Prävention konkret, sichtbar und effektiv. Flächendeckend und unabhängig von der Postleitzahl ihres Wohnortes erhalten Familien dieses Angebot in Frankfurt durch das lückenlose Angebot in allen Geburtskliniken.“

Die beiden Referentinnen Ilona Renner vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen in Köln und Dr. Christine Klapp von der Charité in Berlin leiteten mit ihren Vorträgen eine spannende Diskussion ein. Ilona Renner erläuterte die enormen Fortschritte, die es seit der Verabschiedung des Bundeskinderschutzgesetzes in der Verzahnung des Gesundheitssystems und der Jugendhilfe gibt. Christine Klapp hob konkret hervor, wie Babylotse einerseits dazu führt, dass schwierige psychosoziale Lebenslagen von Familien auf der Geburtsstation wahrgenommen werden und die Familien so frühzeitig den Zugang zu Angeboten außerhalb der Klinik finden. Andererseits wird das Personal in der Geburtshilfe fachlich, zeitlich und emotional entlastet – also eine Win-win-Situation.

Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld hebt in ihrem Grußwort hervor, sie freue sich sehr, dass die Stadt mit dem Programm Babylotse die Familienwillkommenskultur in Frankfurt zum Ausdruck bringen könne und sich als familienfreundliche Stadt für alle Familien präsentieren dürfe.

Auf dem FOTO oben sind „Babylotsinnen“ zu sehen, die junge Familien in Frankfurt informieren und unterstützen/ Foto: Kinderschutzbund

***

Eltern-Kind-Treff Riedberg
Riedbergallee 15
(Haltestelle U8/U9 Uni Campus Riedberg)
Öffnungszeiten Mo.-Fr. von 9.30 bis 13 Uhr / 
Das Angebot ist kostenlos.

Weitere Informationen unter www.kinderschutzbund-frankfurt.de
Ehrenamtlich Interessierte können sich gerne direkt an die Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes unter dksb@kinderschutzbund-frankfurt.de wenden.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Auto mit Brautkleid gestohlen

Dreister Diebstahl an der Altenhöferallee: Am vergangenen Wochenende erbeuteten bislang unbekannte Täter einen Audi A6 samt dort abgelegter Wertsachen im Wert von mehreren tausend Euro.

Das Auto war im Zeitraum zwischen Freitag, 17. Januar, um 20 Uhr und Montag, 20. Januar, um 7.30 Uhr auf der Altenhöferallee auf einem Parkplatz in Höhe des Riedberg-Gymnasiums abgestellt. Nach Angaben der Geschädigten sollen sich im Kofferraum ein wertvolles Designer-Brautkleid und eine Kamera befunden haben. Im Handschuhfach waren eine Gucci-Brieftasche und die Zulassungsbescheinigung. Wie der oder die Täter in den verschlossenen Audi mit dem amtlichen Kennzeichen KS-EF 1105 gelangten, ist derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Sachdienliche Hinweise nimmt das 14. Polizeirevier und der Rufnummer 069 / 755 – 11400 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Foto: Archiv

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Wie viel Frankfurt steckt in „Bad Banks“?

Blick auf Bankentürme in der City

Gläserne Banktürme, schwindelerregende Summen, menschliche Abgründe: 2018 zeigte die Serie „Bad Banks“ eine von Macht und Verrat geprägte Welt der Finanzbranche in Frankfurts Wolkenkratzern. Im Februar startet nun die zweite Staffel rund um die Investmentbankerin Jana Liekam und ihr Team.

Lisa Blumenberg, Initiatorin von „Bad Banks“ und Produzentin der Studio Hamburg-Tochter Letterbox, spricht im Interview mit Laura Bicker über Frauen in der Finanzbranche, ambivalente Figuren und den Schauplatz Frankfurt.

Frau Blumenberg, im Februar startet die zweite Staffel von „Bad Banks“. Haben Sie mit dem großen Erfolg der Serie bei Kritik und Publikum gerechnet?

LISA BLUMENBERG: Bei der Entwicklung einer Serie gibt es natürlich unterschiedliche Phasen, auch Rückschläge. Aber ich hatte schon sehr früh das Gefühl, dass da etwas Besonderes entstehen kann. Vor knapp drei Jahren wurden wir als eine von zehn Serien aus der ganzen Welt, die noch „Work in Progress“ waren, zur MIPTV nach Cannes eingeladen. Wir waren gerade erst mit dem Dreh fertig. Die Serie dort im Grand Palais gemeinsam mit Oliver Kienle, dem Autor, und Christian Schwochow, dem Regisseur der ersten Staffel, vorzustellen, und die begeisterte Reaktion des Fachpublikums zu spüren, das war ein erstes Zeichen für den Erfolg.

Zu den Charakteren: Die Hauptfigur Jana Liekam wirkt zu Beginn der Serie unerfahren, stellt sich aber im Laufe des Geschehens als skrupellos heraus. Welche Entwicklungen wird sie in der kommenden Staffel durchmachen?

BLUMENBERG: Da will ich natürlich nicht spoilern! Aber es geht ja in „Bad Banks“ bei allen Figuren darum: Was passiert, wenn man einmal eine Grenze überschritten hat? Wie weit ist man bereit zu gehen? Gleichzeitig haben alle Figuren, so auch Jana, eine große Ambivalenz. Sie hat eine große Kraft, die zerstörerisch sein kann. Aber ein Teil von ihr sehnt sich danach, mit ihrer Kraft etwas aufzubauen, etwas das positiv ist, das in die Zukunft weist. Diese Sehnsucht zeigt sich in der zweiten Staffel noch deutlicher.

Mit Jana Liekam und Christelle Leblanc stehen zwei Frauen im Mittelpunkt von „Bad Banks“, die das Geschehen in einer Männerwelt entscheidend steuern. Warum haben Sie sich für eine weibliche Hauptfigur und Gegenspielerin entschieden?

BLUMENBERG: Eine junge weibliche Bankerin in einer klassischen Männerdomäne ergibt einfach eine interessantere Geschichte, größere Kontraste und größere Konflikte. Ich darf aber auch verraten, dass die Leblanc-Figur in der ersten Drehbuchfassung ein Mann war. Sozusagen eine klassische Mentor-Figur. Aber ich frage mich immer: Was passiert eigentlich, wenn man die Geschlechter der Figuren wechselt? Das sind oft sehr interessante Dinge mit großem Mehrwert. Jana wurde so zu einer Art Alter Ego von Christelle Leblanc, sozusagen eine jüngere Version. Gleichzeitig lernt man in Leblanc eine Frau kennen, die sehr erfolgreich ist, aber trotzdem die gläserne Decke spürt – obwohl sie die Kompetenz dazu hat, kommt sie an ihren männlichen Kollegen nicht vorbei.

Die erste Staffel basiert auf Geschehnissen der Finanzkrise des Jahres 2008. Welche aktuellen Ereignisse sind in die Handlung der zweiten Staffel eingeflossen?

BLUMENBERG: Die Geschehnisse von 2008 haben die erste Staffel inspiriert – aber wir wollten vor allem erzählen, wie es zehn Jahre nach der Finanzkrise aussieht. Kann, mit allen Regularien, die zu diesem Zeitpunkt bereits eingeführt waren, trotzdem eine neue Krise aufkommen? Die zweite Staffel bezieht sich dagegen nicht auf ein Ereignis, sondern auf eine Entwicklung: die Digitalisierung im Bankenbereich. Das Aufkommen der FinTech-Branche, der jungen Gründer, die in der Finanzbranche aktiv sind, als Alternative oder Konkurrenz zu den großen klassischen Banken. Damit erzählen wir auch einen Generationenkonflikt: Die alte Finanzwelt gegen die neue.

Christian Zübert, Regisseur der zweiten Staffel, hat in einem Interview gesagt, dass die Filmwelt ähnlich wie die Finanzbranche funktioniere. Wie sehen Sie das?

BLUMENBERG: Mein Impuls, Geschichten zu erzählen – vor allem, wenn man in so fremde Welten wie die Hochfinanz einsteigt – ist immer auch: Was hat das eigentlich mit uns zu tun? Was treibt die Menschen, die dort arbeiten, an? Wenn man tiefer einsteigt, spürt man sehr stark, dass es mit Antrieben zu tun hat, die wir alle kennen, die wir auch als ehrgeizige Menschen in der Film- und Fernsehwelt kennen: mit Anerkennung, Selbstwert, Wettbewerb. Im Endeffekt geht es nicht um Geld, sondern darum, den eigenen Wert durch seine Arbeit zu steigern. Und da sind sich die Menschen in der Film- und der Finanzbranche ähnlich.

Wie Sie sagen, ist die Finanzbranche vielen Menschen sehr fremd. „Bad Banks“ hält sich jedoch nicht damit auf, komplexe Prozesse und Produkte aus dieser Welt zu erklären. Hatten Sie jemals die Befürchtung, dass das die Zuschauer abschrecken könnte?

BLUMENBERG: Unser Ehrgeiz ist es, diese Welt realistisch und authentisch darzustellen. Deswegen sind die Fachdialoge bis auf jede kleine Formel von Experten geprüft und geschrieben. Das ist wie bei Arztserien: Da werfen sich Ärzte ja auch Fachbegriffe an den Kopf. Jede Berufsgruppe hat nun mal ihre eigene Sprache. Man nimmt es als Zuschauer als Teil der gezeigten Welt wahr. Man kann tiefer eintauchen, man muss es aber nicht zwingend verstehen. Es geht immer um das, was unter dieser Oberfläche mit den Figuren passiert.

Frankfurt ist zentraler Schauplatz von „Bad Banks“. Wie passt Ihrer Meinung nach der Look der Serie zur Stadt?

BLUMENBERG: Frankfurt ist nun mal Deutschlands größter und wichtigster Finanzschauplatz. Ich liebe an Frankfurt, dass man dort ein richtiges „Manhattan-Gefühl“ bekommt. Die Skyline ist einfach umwerfend. Die Architektur der Stadt ist einmalig in Deutschland – und das hat natürlich auch mit der Finanzbranche zu tun.

Premiere der zweiten Staffel von „Bad Banks“ in der Paulskirche

Am Sonntag, 2. Februar, richtet die Stadt Frankfurt in Kooperation mit der HessenFilm die Premiere der zweiten Staffel von „Bad Banks“ in der Paulskirche aus. In Anwesenheit der Hauptdarsteller und Produzenten wird um 17 Uhr die erste Folge gezeigt. Die Eintrittskarten für die Preview sind kostenlos – wer wissen will, wie es für Jana Liekam weitergeht, kann seine Karte – solange der Vorrat reicht – in der Bürgerberatung, Hinter den Lämmchen 6, abholen. Die Bürgerberatung ist von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Im Fernsehen ist die Serie am 6. und 7. Februar bei Arte sowie am 8., 9. und 10. Februar im ZDF zu sehen. Zudem ist die Staffel bereits ab dem 30. Januar in der Arte- und ab 31. Januar in der ZDF-Mediathek zu finden.

„Bad Banks“ ist eine Produktion der Letterbox Filmproduktion und Iris Productions in Koproduktion mit der Real Film Berlin, in Koproduktion mit dem ZDF in Zusammenarbeit mit Arte, gefördert durch Film Fund Luxembourg, German Motion Picture Fund, HessenFilm und Medien, Medienboard Berlin Brandenburg und Creative Europe – Media Programme of the European Union. Im Weltvertrieb von Federation Entertainment.

Text und Interview: Laura Bicker

Foto: ZDF Letterbox Filmproduktion

Teile diesen Beitrag mit Freunden

„Digitale Senioren“ begeistern

Erst im Oktober ist das neue Angebot im Familienzentrum Billabong gestartet, inzwischen kommen bis zu 40 Frauen und Männer zu den Treffen der „Digitalen Senioren“ – und längst sind die monatlichen Info-Nachmittage auch jenseits des Riedbergs bekannt und beliebt. In der aktuellen „Senioren-Zeitschrift“ der Stadt Frankfurt sind der Initiative zwei Seiten gewidmet. Man betont, dass Billabong damit offenbar „einen Nerv getroffen“ habe. Wegweiser durchs digitale Dickicht soll das monatliche Angebot sein, Hemmschwellen abbauen und ältere Menschen auf dem digitalen Weg ein Stück weit begleiten, wie es Sabine Fiedler, IT-Expertin und Mitglied des Vereinsvorstandes, formuliert. Übrigens bei Kaffee und Kuchen im Café Billabong, damit sich jeder gleich wohlfühlen kann.

Was muss ich alles über mein Handy wissen? Was bedeuten all die englischen Fachbegriffe? Wie nutze ich die sozialen Medien und wie kann ich mich vernetzen? All das sind Fragen, die die Ehrenamtlichen um Sabine Fiedler in kleineren Gruppen oder auch in Einzelgesprächen geduldig beantworten. Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen.

„Der Computertreff erfreut sich großer Beliebtheit und es kommen auch Senioren aus anderen Frankfurter Stadtteilen zu uns, was mich sehr freut“, berichtet die Software-Unternehmerin. Es ist immer ein schöner Austausch zwischen Helfern und Senioren. „Viele Fragen drehen sich in der Tat um die Nutzung der Mobiltelefone – wie kann ich meine Fotos sichern, wie erstelle ich eine Whatsapp-Gruppe und wie funktioniert eine Gruppe, wie nutze ich Email auf dem Handy.“ Es gibt bereits Überlegungen, einen zweiten Termin pro Monat anzubieten – wenn das Interesse an den „Digitalen Senioren“ weiter so groß bleibt oder womöglich noch wächst.

Die „Digitalen Senioren“  treffen sich jeden zweiten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b, Frankfurt-Riedberg. Das Angebot ist kostenlos und kann ohne vorherige Anmeldung besucht werden. 

Die nächsten Termine sind am 13.02.2020, 12.03.2020, 9.04.2020 und 14.05.2020. 

Weitere Informationen unter 069/989 57795 und www.billabong-family.de

Fotos: Senioren-Zeitschrift der Stadt Frankfurt

So berichtet die Senioren-Zeitschrift der Stadt Frankfurt über das neue Angebot für „Digitale Senioren“ im Familienzentrum Billabong
Teile diesen Beitrag mit Freunden