Am Riedberg entstehen geförderte Wohnungen

Planungsdezernent Mike Josef hat die dritte Rate eines Wohnungsbaudarlehens für die ABG Frankfurt Holding in Höhe von rund 730.000 Euro freigegeben. Es handelt sich dabei um ein Projekt an der Altenhöferallee/Konrad-Zuse-Straße am Riedberg, bei dem insgesamt 128 Wohnungen entstehen. „Damit tragen wir dazu bei, auch am Riedberg ein Wohnungsmix für alle Einkommens- und Bevölkerungsschichten anzubieten und schaffen bezahlbaren Wohnraum“, sagt Josef. „Unsere Wohnungsbaufördermittel kommen Frankfurter Haushalten zugute, die sich aufgrund der hohen Mieten nicht selbst am Wohnungsmarkt versorgen können.“

Bei dem Neubauvorhaben im Passivhausstandard werden 20 Wohnungen im Frankfurt Programm zur sozialen Mietwohnungsbauförderung unterstützt, 47 im Frankfurt Programm für familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau und 61 sind freifinanziert. Insgesamt wird das Projekt mit kommunalen Darlehen in Höhe von rund 6,2 Millionen Euro gefördert. Hinzu kommt ein jährlicher Mietkostenzuschuss von rund 23.5000 Euro jährlich für 20 Jahre für die 20 Sozialwohnungen.

Die Einstiegsmiete im sozialen Mietwohnungsbau beträgt pro Monat und Quadratmeter 5,50 Euro, im familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau je nach Einkommensstufe 8,13 Euro beziehungsweise 10,63 Euro.

Kritik am „Wohnungs-Mix“ im Stadtteil

Mitglieder des Ortsbeirates haben in der Vergangenheit mehrfach kritisiert, dass es am Riedberg zu wenige geförderte Wohnungen gibt.

Auch Studierende der Goethe-Universität kamen in einer sozial-ökologischen Analyse zu dem Schluss, dass der Wohnungs-Mix am Riedberg  – aus Sicht moderner Stadtplanung – nicht nachhaltig ist. Es gebe zu viele Ein- und Zweifamilienhäuser sowie überdurchschnittlich großer Wohnungen. Der Anteil geförderter Wohnungen ist zu gering.

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