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Warum unser Abwasser ein Corona-Frühwarnsystem ist

Seit Beginn der Pandemie arbeiten Forscher der Frankfurter Goethe-Universität an Methoden, den Nachweis von SARS-CoV-2 Viren im Abwasser für die Überwachung des Infektionsgrads der Bevölkerung zu verwenden. Die Idee ist einfach: Da infizierte Personen Corona-Viren über die Fäkalien abgeben, könnten Abwasserproben Aufschluss über die Infektionszahlen aller an eine Kläranlage angeschlossener Einwohner liefern. Bei ausreichender Empfindlichkeit könnten solche Analysen Behörden als Frühwarnsystem dienen, um lokal ansteigende Fallzahlen im Einzugsgebiet einer Kläranlage frühzeitig zu erkennen.

Ein Konsortium aus Frankfurter Virologen, Ökotoxikologen und Evolutionsforschern und Aachener Wasserforschern konnte jetzt erstmals für Deutschland zeigen, dass sich SARS-CoV-2 Genmaterial mit modernen molekularen Methoden in Kläranlagen nachweisen lässt. Analysen ergaben in allen neun während der ersten Pandemiewelle im April 2020 beprobten Kläranlagen 3 bis 20 Genkopien pro Milliliter Rohabwasser. Dies ist ein Konzentrationsniveau, wie es auch in Studien in den Niederlanden und den USA gemessen wurde.

Erstaunt waren die Forscher, als ältere Rückstellproben aus den Jahren 2017 und 2018 vor dem Ausbruch der Pandemie ebenfalls Signale lieferten. Nach umfangreicher Methoden-Validierung war klar, dass die verwendeten Genprimer nicht nur SARS- CoV-2, sondern fälschlicherweise auch andere nicht-krankheitsauslösende Coronaviren im Abwasser miterfassen. Die jetzt spezifisch für SARS-CoV-2 im Abwasser entwickelte Methodik wurde mit Gensequenzierung bestätigt.

Das Verfahren lässt sich nun in der so genannten Abwasser-basierten Epidemiologie einsetzen: Die gemessene Virenfracht einer Kläranlage erlaubt Rückschlüsse auf die Anzahl der an COIVD-19 infizierten Personen im Einzugsgebiet. Die Sensitivität ist ausreichend, um als Frühwarnsystem anzuzeigen, ob der Maßnahmenwert von 50 Inzidenzen pro 100.000 Einwohnern überschritten wird.

Frühere Hoffnungen, die Präzision würde ausreichen, die Dunkelziffer nicht-labordiagnostisch erfasster Infizierter zu bestimmen, haben sich bislang nicht erfüllt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler halten aber weitere Methodenverbesserungen für möglich.

Informationen: Goethe-Universität

Foto: stadtentwaesserung-frankfurt.de

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Phorms Schule Frankfurt erhält die staatliche Anerkennung

ANZEIGE: PRESSEMITTEILUNG PHORMS SCHULE FRANKFURT

Phorms Schule Frankfurt erhält die staatliche Anerkennung für die gymnasiale Oberstufe mit Abitur (Sek. II)

Mit Wirkung zum 01.08.2020 hat das bilinguale, deutsch-englische Phorms Gymnasium Frankfurt Taunus vom Hessischen Kultusministerium die Eigenschaft einer staatlich anerkannten Oberstufe erhalten. Schüler, Lehrer und Eltern der Phorms Schule Frankfurt haben damit zum Start des neuen Schuljahres 2020/21 einen besonderen Grund zum Feiern.

Gabriele Schorn, Schulleiterin der Phorms Schule Frankfurt, und ihr Kollegium freuen sich sehr über die wichtige Mitteilung zum Schulstart 2020/21: „Die Anerkennung des Abiturs ist für unseren Phorms Taunus Campus ein wichtiger Meilenstein. In Zukunft können wir unsere Oberstufenschülerinnen und -schüler bis zur Abnahme der Abschlussprüfung direkt am Campus begleiten und ihnen mit unseren betreuenden Lehrerinnen und Lehrern zur Seite stehen. Wir sind zuversichtlich, dass die staatliche Anerkennung dazu führen wird, dass mehr Schülerinnen und Schüler den Weg zum Abitur bei Phorms beschreiten werden. Ich gratuliere allen Beteiligten sehr herzlich zu diesem wirklich schönen Erfolg und freue mich auf unsere zukünftigen Abiturabsolventinnen und -absolventen.“

Mit der staatlichen Anerkennung erhält die Schule das Recht, nach den für öffentliche Schulen geltenden Vorschriften Prüfungen abzuhalten und Zeugnisse zu erteilen. Bislang war es am Taunus Campus nur möglich, ein sogenanntes Externenabitur bzw. eine Nichtschülerabiturprüfung durchzuführen, welche sich vor allem auch durch die höhere Anzahl an Prüfungsfächern und Prüfungen im Abitur vom regulären hessischen Landesabitur unterscheidet. Die Frankfurter Phorms Grundschule sowie die Mittelstufe des Gymnasiums sind bereits anerkannt. Durch die erworbene Anerkennung der Oberstufe wird nun für alle Bereiche bescheinigt, dass die Phorms Schule Frankfurt dauerhaft die Voraussetzung einer Ersatzschule erfüllt, selbständig Lehrkräfte im Rahmen von Referendariaten ausbilden kann und weiterhin ein hohes Unterrichtsniveau garantiert.

Die Phorms Schule Frankfurt ist eine bilinguale Privatschule mit zwei Standorten: im Frankfurter Holzhausenviertel und in Steinbach/Taunus. An beiden Schulstandorten werden aktuell 800 Kinder auf Deutsch und Englisch von muttersprachlichen Pädagogen unterrichtet. In der Kita werden zusätzlich 80 Kinder betreut. Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte an den Schulen hat internationale Wurzeln. Der höchste Abschluss ist das Abitur. Bundesweit bestehen sechs weitere Phorms-Bildungseinrichtungen.

Aus aktuellem Anlass sehen wir davon ab, eine Pressekonferenz zu veranstalten. Pressevertreter wenden sich für weitere Informationen an den unten stehenden Kontakt.
Kontakt: Gabriele Schorn (Schulleitung), Waldstraße 91, 61449 Steinbach/Taunus, Tel.: 06171 206 02 70, gabriele.schorn@phorms.de

 

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Schreiben gegen das Vergessen

Auch Kulturdezernentin Ina Hartwig am Gedenkprojekt „Schreiben gegen das Vergessen“ der Künstlerin Margarete Rabow teilgenommen. Zusammen mit Schülern sowie Passanten schrieb sie auf den Asphalt am Mainkai die Namen von Shoah-Opfern.

Seit Sonntag, 23. August, werden die Namen der insgesamt 11.908 aus Frankfurt stammenden und während der nationalsozialistischen Herrschaft ermordeten Juden auf den noch für den Verkehr gesperrten Mainkai geschrieben. Nach den Schätzungen der Künstlerin entsteht auf diese Weise in knapp einer Woche eine etwa 700 Meter lange Namensliste, von Mainkai 17 bis zur Untermainbrücke.

„Die Kunstaktion von Margarete Rabow ist ein bedeutsames Gedenkprojekt. Es bindet nicht nur die Mitschreibenden, sondern alle Passanten des Mainkais mit ein. Margarete Rabow stellt eine wichtige Frage, die auch mich sehr beschäftigt: Wie können die Themen der Erinnerungskultur möglichst viele Menschen erreichen? Auf diese Frage bietet das Projekt gleich eine mögliche Antwort“, sagt Hartwig.

Das Kunstprojekt „Schreiben gegen das Vergessen“ trägt die in Frankfurt bereits bekannte Handschrift der international agierenden Künstlerin Margarete Rabow. So erinnerte sie 2014 mit einer mehrteiligen Aktion an die zahlreichen Opfer des KZ-Außenlagers Katzbach in den Adlerwerken. Dabei ließen sich mehr als 200 Frankfurter rund um die Hauptwache zu Boden fallen, um den über 500 Opfer zu gedenken. Auch das Schreiben der Opfernamen mit Kreide und die anschließende filmische Aufarbeitung waren Teil des damaligen Projektes.

Im Juni 2018 realisierte Margarete Rabow in Wien unter dem gleichen Titel „Schreiben gegen das Vergessen“ eine Kunstaktion, bei der die Namen der 66.000 österreichischen während der Shoah ermordeten Jüdinnen und Juden auf die Prater Hauptallee geschrieben wurden. Der daraus entstandene Film wurde am 9. November 2018 unter dem Titel „66.000“ veröffentlicht.

In Frankfurt wird ähnlich vorgegangen. Von allen Namen werden mit einer analogen 16-mm-Filmkamera Einzelbilder angefertigt. Anschließend entsteht ein Film von zehn Minuten Länge mit dem Titel „11.908“. Zehn Minuten lang werden pro Sekunde 24 Namen zu sehen sein. Hinter jedem dieser Namen steht ein Einzelschicksal, ein Leben.

Das Gedenkprojekt „Schreiben gegen das Vergessen“ wird vom Kulturamt Frankfurt gefördert.

Foto: Stadt Frankfurt / Salome Roessler

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Der Riedbergplatz soll grüner werden

Brunnen auf dem Riedbergplatz

Viel Grau, wenig Grün – schon lange regt sich im Stadtteil Unbehagen gegen die fast vollständige Versiegelung „unseres“ zentralen Riedbergplatzes. Nicht nur im Hinblick auf den Klimawandel. Manche schütteln den Kopf auch „darüber, dass man in einem Bauprojekt der 2000er Jahre die Bausünden aus den 60ern und 70ern wiederholt hat“. 

Auch eine Bürgerbeteiligung ist geplant

Inzwischen ist der Ortsbeirat aktiv geworden und jetzt mit viel Engagement auch die erst Anfang des Jahres gegründete Klimaschutz-Initiative Riedberg. Wie MAINRiedberg erfahren hat, gab es bereits Gespräche mit dem Grünflächenamt, ein gemeinsamer Austausch soll Ende September folgen. Allerdings muss der Architekt des Platzes bei der Umgestaltung eingebunden werden und dieser letztlich zustimmen, weil er Urheberrechtsansprüche hat. Eine Bürgerbeteiligung ist ebenfalls geplant.

Es gibt bereits einen Etat-Antrag über 95.000 Euro im Haushalt der Stadt Frankfurt, die für Pläne und Umgestaltung des Platzes zur Verfügung stehen würden. Eine Entscheidung darüber gibt es aber noch nicht.

Foto: MAINRiedberg

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City Gardening & mehr: Workshop im „Garten-Lokal“

Wie kann nachhaltiges und an der Gemeinschaft orientiertes Gärtnern in der Stadt in Zukunft aussehen? Zu dieser spannenden Frage laden das Centre for Dialogue at Campus Riedberg (CfD) und das Grünflächenamt heute Nachmittag zu einem Workshop – allerdings aufgrund der Corona-Vorgaben nicht am Riedberg, sondern in der Jahrhunderthalle in Höchst.

Seit gut einem Jahr sammelt die Stadt Frankfurt Daten, Informationen und Meinungen zu den Kleingärten in der Stadt. Das neue „Kleingartenentwicklungskonzept“ soll im Frühjahr 2021 den Stadtverordneten vorgestellt und verabschiedet werden. „Wir befinden uns gerade in einer spannenden Planungsphase. Die Ergebnisse der Erhebungen liegen uns vor und erste Analysen und Ideen stehen nun zur Diskussion“, erklärt Heike Appel, Leiterin des Grünflächenamtes.

Dazu findet am heutigen Freitag, 21.08., von 12:30 bis 17:00 Uhr im Kasino der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst ein Workshop statt, zu dem – nach vorheriger Anmeldung – auch interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind.

Im „Garten-Lokal“ treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, Gartenbegeisterte aus den Quartieren, den Dachverbänden, den Kleingartenvereinen und den Urban-Gardening Projekten.

Erst wird in Kleingruppen zu verschiedenen „Themen-Stationen“ diskutiert, anschließen über die Ergebnisse und Folgen.

Fragen zur Anmeldung unter der Telefonnummer: 069/212-30205 . Weiterführende Informationen zum Kleingartenentwicklungskonzept www.frankfurt.de/themen/umwelt-und- gruen/aktivitaeten/gaertnern/kleingartenentwicklungskonzept

Informationen zur Veranstaltung unter cfd-frankfurt.de

Foto: Centre für Dialogue at Campus Riedberg

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Mehr Kontrollen, Maskenpflicht im Unterricht, Tests: Stadt verschärft Corona-Maßnahmen

Corona Virus

In den letzten sieben Tagen lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Frankfurt bei 25,0. Damit tritt für die Stadt Frankfurt die zweite Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes Hessen in Kraft. Heute hat die Stadt unter anderem mehr Kontrollen, mehr Tests für Beschäftigte in Schulen und Kitas und eine vorübergehende Maskenpflicht auch im Unterricht an weiterführenden Schulen beschlossen.

„Die Entwicklung der Zahlen zeigt uns: Jetzt ist nicht Zeit für Nachlässigkeit. Wir müssen Hygienevorschriften, Abstandsregeln, die Pflicht zum Tragen des Mund-Nase-Schutzes diszipliniert und konsequent einhalten“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann. „In den vergangenen Wochen konnten wir etliche Lockerungen durchführen, wie die Öffnung von Museen, Schwimmbädern, Restaurants, Cafés, Palmengarten oder dem Zoo – und nicht zuletzt die Wiederaufnahme des Regelbetriebs in Schulen und Kitas. Diese Erfolge sind in Gefahr. Daher müssen wir den Kampf gegen das Coronavirus verstärken. Nur gemeinsam und solidarisch können wir verhindern, dass wir das öffentliche Leben wieder einschränken müssen“, sagte Feldmann weiter.

Bislang erfolgte eine tägliche Lageanalyse und entsprechende Anpassung der Maßnahmen in den Stabssitzungen des Gesundheitsamtes und den Sitzungen des Verwaltungsstabes. Die neue Eskalationsstufe erfordert nun weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, unter anderem die erweiterte Prüfung und bedarfsgerechte Unterstützung von Maßnahmen zur Sicherstellung der ambulanten und stationären Versorgung, die Ausweitung von Testungen auf SARS-CoV-2 sowie die verstärkte Information der Bürgerinnen und Bürger zu Verhaltenshinweisen, Abstandsgeboten und weiteren Schutzmaßnahmen.

„Wir alle wollen einen weiteren Lockdown verhindern“

Oberbürgermeister Feldmann sowie die Dezernenten Stefan Majer und Markus Frank sind sich einig: „Wir alle wollen einen weiteren Lockdown und die daraus entstehenden katastrophalen Folgen für die Wirtschaft, die Gesellschaft und unser Zusammenleben mit aller Kraft verhindern. Dafür ist es unbedingt notwendig, dass alle sich verantwortungsbewusst verhalten. Neben der strikten Einhaltung der Hygieneregeln sollten große private Feiern und größere Zusammenkünfte im öffentlichen Raum möglichst unterlassen werden.“

„Unsere Stadtpolizei wird weiterhin konsequent Regelverstößen nachgehen“, sagt Sicherheitsdezernent Markus Frank, der gerade die unter den aktuell angezeigten Verhaltensregelungen unachtsamen Zusammentreffen auf öffentlichen Plätzen mit Sorge beobachtet: „Es kann nicht sein, dass wir Unternehmen aus verschiedenen Branchen, deren Existenz wirtschaftlich bedroht ist, hohe Hürden für einen Weiterbetrieb auferlegen, und gleichzeitig erleben, dass sich Hunderte von Menschen ohne Abstand und Maske im öffentlichen Raum aufhalten.“

Diese verschärften Maßnahmen gelten ab sofort

• Verstärkte Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen zur konsequenten Umsetzung verfügter Auflagen im öffentlichen Raum, im ÖPNV, in Gaststätten, bei Gewerbebetrieben und im Einzelhandel.

• Restriktive Behandlung von Ausnahmegenehmigungen für Veranstaltungen mit über 250 Teilnehmenden.

• Präventive Maskenpflicht für alle im Unterricht an weiterführenden Schulen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, ab Montag, 24. August, befristet für zwei Wochen.

• Aufbau eines städtischen Personalpools zur Unterstützung der Kontaktnachverfolgung des Gesundheitsamtes.

• Ab der 35. Kalenderwochen, Testangebot für Beschäftigte, die – neben Lehrer und Erzieher – in Schulen und Kindertagesstätten mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: CDC on Unsplash.com

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Änderungen bei der Maklerprovision zum Jahresende

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Riedberg Immobilien erläutert kurz die neue Situation:

Zum Jahreswechsel, noch kurz vor Weihnachten, tritt ein neues Gesetz in Kraft, welches die Verteilung der Maklerprovision beim privaten Immobilienkauf neu regelt. Entgegen der bisherigen Vertragsfreiheit muss nun bei abgeschlossenen Maklerverträgen ab diesem Datum der beauftragende Verkäufer einer Immobilie mindestens die Hälfte der Provision tragen. Ausgenommen von dieser Regel sind unbebaute Grundstücke sowie der gewerbliche Handel von Immobilien. Hier bleibt alles unverändert.

Zum 23.12.2020 gelten neue Regeln für die Maklerprovision. Das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ (§ 656 BGB), welches Bundestag und Bundesrat im Juni 2020 beschlossen haben, tritt in Kraft. Das Gesetz regelt die bereits bestehenden Vorschriften des BGB zur Maklerprovision §§ 652 ff. BGB neu.

Mit dem neuen Gesetz ist es nicht mehr möglich, dass ein privater Käufer die volle Maklerprovision zu zahlen hat. Ziel des Gesetzes ist es, private Käufer von den Kaufnebenkosten (Makler, Grunderwerbsteuer und Notar) zu entlasten. Dies hat zur Folge, dass der Makler nun, will er den Käufer als Zahler haben, zwei entsprechende Maklerverträge sowohl mit dem Verkäufer als auch mit dem Käufer schließen muss. In diesem Fall darf der Käufer aber nicht mehr als 50% der vereinbarten Gesamtprovision tragen. Zudem muss der Auftraggeber (Verkäufer) letztendlich nachweisen, dass er die Zahlung der Provision an den Makler geleistet hat, bevor der Anteil des Käufers verlangt werden darf.

Alternativ bleibt es möglich, ähnlich dem Bestellerprinzip bei Mietwohnungen, den Verkauf mittels Innenprovision abzuwickeln. In diesen Fall wird die Provision allein von dem Verkäufer gezahlt.

Wir von Riedberg Immobilien denken, dass der Gesetzgeber nunmehr folgerichtig im Hinblick auf die gewünschte Rolle des Maklers als neutraler, unparteiischer Vermittler gehandelt hat. Vor der Neuregelung war es durchaus erklärungsbedürftig, warum der Makler im Zuge eines Alleinauftrags des Verkäufers und damit regelmäßiger Vertrauensmakler der Verkäuferseite, sich alleine vom Käufer vergüten lassen will, wo doch der Käufer (will möglichst niedrigen Preis und möglichst viel Haftung) ganz andere Interessen verfolgt, als der Verkäufer (will möglichst hohen Preis und möglichst wenig Haftung).

Gleichfalls bleibt abzuwarten, wie die Verkäufer künftig damit umgehen. Wollen sie als regelmäßig Sachunkundige die Vermarktung selbst erledigen oder versuchen sie, bei Einschaltung eines Profis diese Kosten auf den Preis aufzuschlagen? Positiv ist nach unserer Auffassung jedenfalls, dass sich Verkäufer jetzt eher mit dem Preis-Leistungsverhältnis vieler Makler auseinandersetzen werden, als vorher, und folglich eine weitere Professionalisierung der Branche stattfinden wird. Eine schon vorher unzutreffende Aussage eines Maklers wie: „Es kostet Sie ja nichts, zahlt ja der Käufer“, gilt ab 23.12.2020 jedenfalls offensichtlich nicht mehr.

Anton T. Hartl und Patrick Paris

Wir erläutern Ihnen gerne die Vor- und Nachteile der jeweiligen Vergütungsmodelle des Maklers aus Sicht des Verkäufers, des Käufers und des Maklers.

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Riedberg Immobilien eK
Sitz: Robert Koch Allee 13 · 60438 Frankfurt am Main (Riedberg)
Büro: Lurgiallee 6-8 · 60439 Frankfurt am Main (Merton’s Passage)

Telefon 069 – 26 95 66 66
Telefax 069 – 26 95 66 88

E-mail: mail@riedberg.immo
Homepage: www.riedberg.immo

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Müllsammel-Aktion am Riedberg

Müll

Achtlos weggeworfener Müll und überquellende Mülleimer werden auch in unserem Stadtteil zum Problem. Deshalb starten IG Riedberg und die Klimaschutz-Initiative Riedberg regelmäßige Müllsammel-Termine. Los geht’s am Samstag um 10 Uhr, Treffpunkt Riedbergplatz.

In den vergangenen Monaten gab es schon einige Müllsammelaktionen auf dem Riedberg, die entweder durch die IG Riedberg organisiert wurden oder durch engagierte Bürger und Bürgerinnen unseres Stadtteils. „Wir möchten diese Bemühungen gern zusammenführen und vor allem regelmäßig durchführen. Aus diesem Grund haben wir das Projekt Müllsammeln auf dem Riedberg ins Leben gerufen“, heißt es bei der erst 2020 gegründeten Klima-Initiative.

Mülltüten, Müllgreifer und Handschuhe sind zur Verfügung

Mit der Hilfe engagierten Bürger und mit der IG Riedberg zusammen organisieren die Klimaschützer ab sofort ein Mal im Quartal eine Müllsammelaktion auf dem Riedberg, bei der Mülltüten, Müllgreifer und Handschuhe der FES zur Verfügung gestellt werden, und jeder, der gern mitmachen möchte, kann auch „eine eigene Route“ auf dem Riedberg ablaufen. Die Mülltüten werden an einem zentralen Punkt gesammelt,  die FES holt die Tüten dann ab und entsorgt den Müll. 

„Wir sind der Auffassung, auch in Zeiten von Corona können solche Projekte durchgeführt werden, sofern an den Treffpunkten die entsprechenden Abstandsregelungen eingehalten werden“, heißt es bei den Organisatoren. Die Müllsammlung selbst erfolgt auf unterschiedlichen Routen, so dass die Teilnehmer nicht in engen Kontakt miteinander kommen.

Die Müllsammel-Aktion startet am Samstag, 22.08.2020, um 10 Uhr am Riedbergplatz. Ein nächster Termin ist am 7. November. Kontakt zum Projektteam unter muellsammeln@klimaschutz-initiative-riedberg.de

Weitere Informationen unter www.klimaschutz-initiative-riedberg.de

Photo by Jasmin Sessler on Unsplash

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Café Billabong ist wieder geöffnet

Wieder ein Schritt weiter Richtung Normalität – aber natürlich unter Einhaltung der Corona-Regeln: Seit Montag hat das beliebte Café Billabong  im Familienzentrum in der Graf-von-Stauffenberg-Allee wieder geöffnet. Auch offene Treffs wie das „Repair Café“ können wieder stattfinden.

„Lang haben wir darauf gewartet und uns vorbereitet, um alle Auflagen erfüllen zu können. Es wird nun auch ein paar Sitzplätze draußen geben!“, heißt es vom Billabong-Team. Wochentags von 12.00 – 17.00Uhr gibt es wieder Selbstgekochtes, Selbstgebackenes und die leckeren Kaffeespezialitäten. 

Ab sofort können die Räume des Familienzentrums auch wieder für Feierlichkeiten, Veranstaltungen oder Seminare angemietet werden. Mietanfragen bitte per Mail an info@billabong-family.de senden. Alles erfolgt natürlich unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften und dem Hygienekonzept von Billabong.

Sabine Fiedler vom Billabong-Vorstand: „Wir starten auch wieder mit einem kleinen Angebot an offenen Treffen – den Freitags-Krabblern, dem Senioren-Yoga und am 26.08. von 18 – 20Uhr mit dem Repair Café.“

Weitere Informationen unter billabong-family.de

Foto: Billabong Family e. V.

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Kontrolle der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr

In einer gemeinsamen Aktion haben die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) und die Stadtpolizei die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im öffentlichen Verkehr kontrolliert. Wer im ÖPNV keine Maske trägt, muss mit einem Bußgeld von 50 Euro rechnen. 

Zwei Dienstgruppen, bestehend aus jeweils drei Mitarbeitern des VGF-Ordnungsdiensts und drei Stadtpolizisten, waren heute in Zügen und auf Bahnsteigen der Linie U4 unterwegs. Oberbürgermeister Peter Feldmann stellte die Aktion an der Station Dom/Römer vor.

Am Ende der Kontrolle nach rund anderthalb Stunden hatte die Stadtpolizei 13 Maskenverstöße aufgenommen: In vier Fällen wurden das Bußgeld ohne weitere Konsequenzen bezahlt, in neun Fällen wurden die Personalien aufgenommen und es folgen Anzeigen. Diese Zahlen, Ergebnis einer Kontrolle in der Hauptverkehrszeit, liegen noch unter einer Erhebung der lokalen Nahverkehrsgesellschaft Traffiq, nach der in U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen neun von zehn Fahrgästen Masken oder andere Mund-Nasen-Bedeckungen vorschriftsmäßig tragen. Sieben Prozent tragen sie falsch, drei Prozent sind ohne Maske unterwegs.

Das Bußgeld beträgt 50 Euro 

Wer im ÖPNV keine Maske trägt und kontrolliert wird, muss auch ohne Vorwarnung 50 Euro Strafe zahlen.

Die Tragepflicht gilt in Frankfurt in Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs und auf Bahnsteigen sowie den Zu- und Abgängen unterirdischer Stationen. „In den Bussen und Bahnen ist der 1,5 Meter-Abstand nicht zu garantieren. Um für eine möglichst sichere Fahrt zu sorgen, ist es daher nötig, dass sich alle an die Maskenpflicht halten“, sagte Feldmann zu der Notwendigkeit der Kontrolle. „Masken schützen einen selbst, vor allem aber andere Menschen. Diese Solidarität ist wichtig, wenn die Fahrzeuge des ÖPNV nicht zuletzt durch die Wiederaufnahme des Schulunterrichts Anfang der Woche wieder voller werden“, ergänzte der Oberbürgermeister.

Nach Beobachtungen der VGF in den vergangenen Wochen ist die Disziplin, Mund und Nase bei Fahrten in Bahn und Bus zu bedecken, in den Hauptverkehrszeiten nach wie vor groß. Verstöße gegen die hessische Landesverordnung, die diese Pflicht regelt, sind eher in den Abendstunden und am Wochenende zu beobachten. „Unser Ordnungsdienst und der Fahrausweis-Prüfdienst kontrollieren die Maskenpflicht, weisen auf das richtige Tragen hin und teilen bei Bedarf frische Masken an die Fahrgäste aus, die keine bei sich haben“, beschrieb VGF-Geschäftsführer Thomas Raasch das Vorgehen des Unternehmens. „Bei hartnäckigen Verstößen können wir von unserem Hausrecht Gebrauch machen und den Fahrgast zum Verlassen der Bahn auffordern. Sollte das bei fortgesetzter Weigerung durchgesetzt werden müssen, rufen wir die Polizei hinzu“, fuhr Raasch fort. Ohne die Polizei könne die VGF das Bußgeld nicht erheben: „Das hessische Wirtschafts- und Verkehrsministerium und Staatsminister Tarek Al-Wazir haben unlängst noch einmal darauf hingewiesen, dass dazu die Ordnungsbehörden und die Polizei zuständig sind.“

Die Schonzeit für diese Verstöße, sagte OB Feldmann, sei jetzt vorbei. Er hatte die Verschärfung der hessischen Landesverordnung begrüßt, nach der vom 15. August an Verstöße gegen die Maskentragepflicht sofort und ohne Verwarnung mit dem vorgesehenen Bußgeld sanktioniert werden können. Dazu sind die Polizeibehörden befugt und deshalb, so Feldmann, wolle die Stadt ein klares Zeichen setzen: „Diejenigen, die sich an die Verordnung halten, haben kein Verständnis, wenn Maskenverweigerer sie gefährden und dann ohne Konsequenzen davonkommen.“

Weitere gemeinsame Kontrollen von Stadtpolizei und VGF-Ordnungsdienst sind geplant.

Foto: VGF

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