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Schulen bereiten sich auf Wechselunterricht vor

Während landesweit noch darüber diskutiert wird, bereitet sich die IGS Kalbach-Riedberg auf ein Wechselmodell nach den Ferien vor. Am Gymnasium Riedberg findet zunächst ein pädagogischer Tag zum Thema Distanzunterricht statt.

Ursprünglich wollte die IGS aufgrund der steigenden Corona-Zahlen schon im Dezember mit Wechselunterricht starten. „Wir haben entschieden, nochmals bis zum Januar abzuwarten, haben das Konzept aber in der Schublade und werden auch vor Weihnachten einen halben Tag proben und unter anderem die digitale Schulplattform `Moodle‘ sowie die Webcams ausprobieren“, erklärt Schulleiterin Susanne Gölitzer und fügt hinzu: „Wir halten die Wechselbeschulung mit halber Klassengröße immer noch für notwendig, möchten aber erst eine Umfrage bei Eltern machen, wer welche Betreuungsbedarfe hat.“ Zudem warte man auf einen Bericht des Gesundheitsamtes zum Thema Lüftung.

Geplant ist, dass die Kinder nach dem Ende der Weihnachtsferien im täglichen Wechsel zuhause und im Klassenraum unterrichtet werden. Hausaufgaben werden über die digitale Plattform „Moodle“ gestellt oder an den Tagen in der Schule. Klassenarbeiten sollen wie geplant stattfinden. Aber auch an den Tagen ohne Präsenzunterricht soll um 10 Uhr eine digitale Klassenkonferenz stattfinden. „Denn dieser Startschuss in den Tag und eine Struktur ist für die Kinder sehr wichtig“, erklärt Gölitzer. Täglich von 8 bis 10 Uhr werden Lehrerinnen und Lehrer auch direkte Ansprechpartner in der Schule sein. Kinder, die nicht über das digitale Equipment verfügen, bekommen dieses gestellt.

Schüler fordern den sofortigen Wechselunterricht

Die Schülervertretungen von sieben Frankfurter Schulen, unter anderem vom Gymnasium Riedberg, hatten bereits vor zwei Wochen eine sofortige Einrichtung des Wechselunterrichts gefordert und teilweise auch dafür gestreikt. Da war das Gymnasium Riedberg aber die Schule mit den geringsten Corona-Zahlen in Frankfurt. Dies rechtfertige aus Sicht des Gesundheitsamtes und der Schulleitung kein Wechselmodell für die gesamte Schule, lautete damals die Auskunft. 

Dennoch bereitet man sich auch am Gymnasium auf verschiedene Formen des Distanzunterrichts vor, da auch ein erneuter Lockdown nicht mehr ausgeschlossen scheint. Der Förderverein hat Kameras und Mikrofone zur Verfügung gestellt, ein neues Videosystem steht bereit. Am 11. Januar findet ein pädagogischer Tag zum Thema Distanzunterricht statt, um auf künftige Entwicklungen reagieren zu können – die Schülerinnen und Schüler haben somit einen Tag länger Ferien. 

Foto: Taylor Wilcox/ Unsplash

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Universität und Gymnasium Riedberg wollen enger kooperieren

Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Goethe-Universität und das Gymnasium Riedberg haben ihre bereits seit 2013 bestehende Kooperation nun verstetigt. Dekan Prof. Dr. Sven Klimpel und Schulleiter Helmut Kühnberger unterzeichneten gestern im Beisein des Schülersprechers André Karavilovski und des Schulelternbeiratsvorsitzenden Dr. Sascha Peter die Kooperationsvereinbarungen.

Mit der erneuten Unterzeichnung wird die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Institutionen nicht nur fortgesetzt, sondern weiter vertieft und verstetigt. Die Unterzeichnenden betonten dabei das starke beiderseitige Interesse an einer optimalen Vorbereitung der Schüler*innen auf ein mathematisch-naturwissenschaftliches Studium. So können Schüler*innen des Riedberg-Gymnasiums nicht nur die naturwissenschaftlichen Schülerlabore der Universität nutzen, sondern auch an geeigneten Vorlesungen teilnehmen oder sich im Rahmen der Begabtenförderung an ausgewählten Forschungsprojekten beteiligen.

„Neben der Breitenförderung liegt uns auch die Begabtenförderung sehr am Herzen“, betonte Kühnberger. „Besonders begabten Jugendlichen bieten wir durch diese Kooperation eine ihren Talenten entsprechende Ausbildung auf höchstem Niveau.“ Wichtig sei auch die emotionale Seite. „Die vielen sympathischen Professorinnen und Professoren, die mit Begeisterung ihren Beruf ausüben, hinterlassen oft einen tiefen Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern und ermutigen sie, ihren naturwissenschaftlichen Weg weiterzugehen.“

„Besonders gut haben mir das Genetikprojekt und das Fließgewässerprojekt ‚Urselbach‘ gefallen, weil wir einen Einblick in echte Forschung bekommen haben. Auch dass wir die Theorie, die wir im Unterricht gelernt haben, praktisch umsetzen konnten, fand ich sehr spannend“, berichtet die 17-jährige Schülerin Niya.

Neben zielgerichteten Lehrkräftefortbildungen der beteiligten Fachbereiche Geowissenschaften/Geographie, Informatik/Mathematik, Physik, Biochemie, Chemie, Pharmazie und Biowissenschaften wird auch die Möglichkeit geboten, an ausgewählten Institutsvorträgen des Fachbereichs Biowissenschaften teilzunehmen und sich so bei unterrichtsrelevanten Themen auf den neuesten Stand der Forschung zu bringen. Im Gegenzug erklärt sich das Gymnasium Riedberg beispielsweise bereit, fachdidaktische Forschungsvorhaben, die häufig mit den gemeinsamen Projekten verbunden sind, zu unterstützen.

Deutliche Kritik am neuen Verfahren der Platzvergabe an den Schulen

Neben den freudigen Tönen wurden aber auch problematische Punkte bei der Förderung des naturwissenschaftlich-mathematischen Nachwuchses an den weiterführenden Schulen in Frankfurt angesprochen. So äußerte sich Prof. Dr. Klimpel kritisch gegenüber dem geänderten Verfahren der Platzvergabe an weiterführenden Schulen. Demnach dürfen Schulen mit Schwerpunkten in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ihre Schüler*innen nicht mehr nach dem diesbezüglichen Wunsch der Eltern auswählen. Die Auswahl nach den Schwerpunkten Musik und Sport soll dagegen weiterhin gelten. „Dies widerspricht dem Prinzip der individuellen Begabtenförderung und erscheint gerade im MINT-Bereich fatal“, erklärte Klimpel. „Denn gerade die in den Technologiebranchen beschäftigten MINT-Fachkräfte sichern mit ihren zukunftsfähigen Innovationen die Wettbewerbsfähigkeit in einer globalisierten Welt und stellen damit die Basis unseres Wohlstandes dar. Hier gilt es insbesondere von unserer Seite her, Schülerinnen und Schüler und somit angehende Studierende für MINT-Fächer zu begeistern und zu qualifizieren“, resümierte Klimpel. „Daher sollte grundsätzlich der Schwerpunkt ‚MINT-Schule‘ als besonderer Schwerpunkt vom Kultusministerium bestätigt werden“, so Klimpel und führt an, dass er und seine Kollegen dies bereits im Dezember 2019 in einen gleichlautenden Brief an den hessischen Kultusminister Herrn Prof. Dr. Lorz gefordert hatten. Eine Rückmeldung stünde bis heute aus.

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Bild oben: Nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen. André Karavilovski (Schülersprecher), Prof. Dr. Sven Klimpel (Dekan Goethe-Universität), Dr. Sascha Peter (Schulelternbeiratsvorsitzender), OStD Helmuth Kühnberger (Schulleiter), Emma Seitz (stellvertretende Schülersprecherin) Foto: Dorian Dörge, Goethe-Universität

Informationen & Foto: Goethe-Universität

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Frankfurt wird Sitz der EURO 2024 GmbH

Markierung auf Rasen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Europäische Fußball-Union (UEFA) haben heute in der Frankfurter DFB-Zentrale ein Joint Venture zur Organisation der UEFA EURO 2024 in Deutschland gegründet.

Die unter dem Namen EURO 2024 GmbH fungierende Organisationseinheit und deren Beschäftigte werden in der Stadt am Main arbeiten, worüber sich Sportdezernent Markus Frank außerordentlich freut: „Die Entscheidung von DFB und UEFA, die Fußball-Europameisterschaft 2024 von Frankfurt am Main aus zu organisieren, bedeutet für die Sportstadt Frankfurt ein absolutes Highlight und erfüllt uns mit großem Stolz. Es zeigt, dass wir mit unserem attraktiven Standort, vielen infrastrukturellen Vorteilen und unserer Sportbegeisterung überzeugen und mehr noch, dass das Miteinander funktioniert. Ich bin glücklich, dass sich die Sportverbände bei uns wohl fühlen, und wir werden uns anstrengen, dass das auch künftig so bleibt.“

Die EURO 2024 GmbH hat angekündigt, nun die anstehenden zentralen Themen wie Personal-, Budget- und Organisationsplanungen voranzutreiben und die operative und strategische Umsetzung des Turniers vorzubereiten. Stadtrat Frank sagt dazu: „Die UEFA EURO 2024 ist ein Megaprojekt, dem sich die Stadt Frankfurt als Spielort und Mitausrichter von voraussichtlich fünf Turnierspielen bereits seit einiger Zeit intensiv widmet. Nun schauen wir gespannt auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren Partnern, mit denen wir gemeinsam eine erfolgreiche und unvergessliche EM 2024 auf die Beine stellen werden.“

Weitere Informationen zur UEFA EURO 2024 gibt es unter http://www.dfb.de/die-mannschaft/euro-2024/ im Internet.

Foto: Sandro Schuh / Unsplash

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Jetzt gilt Tempo 40 in der Innenstadt

Ab sofort gilt Tempo 40 auf den wichtigsten Straßen in der Frankfurter Innenstadt – eigentlich war die Einführung des Tempolimits erst Anfang 2021 geplant.

„Es ist gut, dass Tempo 40 auf wichtigen Straßen in der Innenstadt schon im Dezember eingeführt werden konnte“, zeigt sich Verkehrsdezernent Klaus Oesterling erfreut. „Das ist ein wichtiger Baustein, um Dieselfahrverbote zu vermeiden.“

Der Grund für diese Anordnung ist die seit 2010 bestehende Verpflichtung zur Einhaltung der Grenzwerte für Stickoxyde (NOx). Das Land Hessen ist durch den Verwaltungsgerichtshof in Kassel 2019 verurteilt worden, den Luftreinhalteplan für die Stadt Frankfurt am Main fortzuschreiben, und das Land Hessen hat Tempo 40 auf Straßen mit erheblicher Verkehrsbedeutung in der Innenstadt als eine Maßnahme berücksichtigt, die durch die Stadt Frankfurt zu erbringen ist. „So sind wir in die Lage versetzt worden, schon bevor der neue Luftreinhalteplan Rechtskraft erlangt, Tempo 40 anzuordnen“, erläutert Oesterling. „Das ist gut so, denn wenn die Dieselfahrverbote kommen sollten, dann aufgrund gemessener Werte, und nicht ausschließlich wegen Berechnungen. Wenn es uns also gelingt, mit Tempo 40 die Werte zu senken, vermindern wird die Gefahr von Fahrverboten.“ Tempo 40 ist hierbei einer von mehreren Beiträgen zur Senkung der Immissionsbelastung und damit zum Gesundheitsschutz.

Wo gilt Tempo 40?

Zu den von der Regelung für Tempo 40 betroffenen Straßen zählen viele Hauptverkehrsadern in der Innenstadt. Das neue Tempolimit gilt beispielsweise am nördlichen Mainufer, auf der Neuen Mainzer Straße oder der Konrad-Adenauer-Straße sowie auch in diversen weiteren Straßen, die innerhalb des Anlagenrings liegen. 

Berechnungen zur Wirksamkeit von Tempo 40 hat die Landesregierung angestellt. Beispielhaft wird für die Neue Mainzer Straße zwischen Große Gallusstraße und Neue Schlesingergasse von einer NO2-Minderung von -2,3 Mikrogramm pro Kubikmeter ausgegangen, für die Bleichstraße zwischen Krögerstraße und Brönnerstraße von -1,9 Mikrogramm pro Kubikmeter.

„Wir werden die Einhaltung der Geschwindigkeiten auch überwachen“, kündigt der Stadtrat an. Mit den mobilen Messeinrichtungen in den Fahrzeugen kann das die städtische Verkehrspolizei bereits, für die teilstationären Einrichtungen, die Messanhänger, hat das Straßenverkehrsamt schon Änderungsanträge bei der für die Genehmigung der Standorte der zuständigen Polizeiakademie wegen der geänderten Regelgeschwindigkeit gestellt. „Die Genehmigung sollte recht zügig bei uns sein“, sagt Oesterling.

Foto: Archiv

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Polarnacht – Bilder einer arktischen Winterreise

Operation Aurora – so nannten vier Fotofreunde aus unserem Stadtteil ihre arktische Winterreise im Februar 2020. MAINRiedberg hat ausführlich darüber berichtet. Jetzt gibt es einen Kalender mit den schönsten Bildern.

Ihr Bericht, den sie für unser Frühjahrs-Magazin geschrieben haben, beginnt mit den Worten….

…Eiszapfen, glitzernder Pulverschnee, Zehenwärmer, Schneepflüge, Husky-Schlittentouren, heißer Tee, dicke Fellmützen – nachdem es hier im Rhein-Main-Gebiet seit einigen Jahren kaum noch Schnee gibt, hatten wir Sehnsucht nach dem “echten” Winter. Und wo könnte man diesen besser finden als nördlich des Polarkreises auf 69° Nord rund um die norwegische Stadt Tromsø?

Wir, das sind Andrea (Diplom-Heilpädagogin), Birger (Kinderarzt), Lars (Kommunikationsdesigner) und Lena (Studentin Media Management), dem einen oder anderen vielleicht noch bekannt als “Operation Aurora”. So ist auch der Titel unserer Multimediashow über die Lofoten, die wir im Februar 2019 auf dem Riedberg gezeigt haben.

Über ein halbes Jahr hatten wir nun auf unser neues Projekt “Senja” hingefiebert, die (Foto-)Ausrüstung ergänzt, zahlreiche Locations recherchiert und Unterkünfte gebucht – jetzt konnte es endlich losgehen! Mit Zwischenlandung in Oslo flogen wir nach Tromsø und fuhren von dort aus mit dem Mietwagen weiter auf Norwegens größte Insel Senja. In klirrender Kälte ging es über einsame Straßen und durch tief verschneite Wälder. Die Sterne waren schon zu sehen, doch leider keine Polarlichter. Wir wären jedenfalls allzeit bereit, aus dem Auto zu springen und zu fotografieren! Nach einigen Stunden Fahrt durch die traumhafte Winterlandschaft erreichten wir unsere Unterkunft im kleinen Örtchen Mefjordvær in den nördlichen Fjorden Senjas. Von hier aus würden wir die Insel erkunden und uns als ambitionierte Landschafts- und Naturfotografen auf die Suche nach dem Winter und natürlich den magischen Polarlichtern machen.

Das Abendessen war schnell gemacht, doch plötzlich verriet uns der Blick aus dem Fenster: Da geht noch was! Über der markanten Bergkette auf der anderen Fjordseite war ein hellgrüner Streifen zu sehen. Schnell kam Leben in die Bude – die letzten Reste Trockennahrung aus der Tüte gelöffelt, rein in die dicken Jacken und raus in die Kälte. Fast drei Stunden später – es war inzwischen schon nach Mitternacht – kamen wir zurück, glücklich über dieses schöne Willkommensgeschenk…

Wer mehr darüber erfahren will, wird sich vielleicht über folgende Nachricht freuen: Die vier Fotofreunde planen wie schon bei ihrer ersten Arktis-Reise zu den Lofoten einen neuen Vortrag mit dem Titel „Winterwunder Nordnorwegen“. Einen Trailer gibt es auch schon https://www.youtube.com/watch?v=7yUacu9FrWo  „Wir hoffen sehr, den neuen Vortrag im nächsten Herbst zeigen zu können und haben bereits ein paar Veranstalter gefunden“, sagt Lena Grothe, eine der Fotografinnen der „Operation Aurora“, die in Kalbach wohnt.

Der neue Kalender mit dem Titel „Magie der Polarnacht“ ist im Online-Buchhandel in verschiedenen Größen (ab 18,99 Euro) erhältlich. 

Fotos: Operation Aurora

Der Kalender „Magie der Polarnacht“ der vier Fotofreunde aus Kalbach ist im Online-Buchhandel erhältlich Foto: Operation Aurora

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Große Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft

Die 500kg-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Frankfurter Stadtteil Gallus konnte am Sonntagnachmittag vom Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen unschädlich gemacht werden.

Zuvor hatten fast 13.000 Menschen eine festgelegte Gefahrenzone vorsorglich verlassen müssen. Aufgrund der Lage der Bombe und der Rolle Frankfurts als Verkehrsknotenpunkt hatte die Entschärfung auch Auswirkungen auf viele Verbindungen im Fernverkehr der deutschen Bahn.

Die Erleichterung bei Anwohnern und bei den beteiligten Behörden und Hilfsorganisationen war groß, als gegen 15:30 Uhr die Nachricht kam, dass die Bombe britischer Bauart erfolgreich entschärft sei. Die Evakuierungsaktion war aus mehreren Gründen aufwändiger gewesen als bei ähnlichen, in Frankfurt durchaus nicht seltenen Entschärfungen. Vor allem hatte der Kampfmittelräumdienst aufgrund der Bauart und des Zustands der Bombe im Vorfeld keine Prognose abgeben können, wie lange die eigentliche Entschärfung dauern würde. So hatten sich alle im schlimmsten Fall auf einen sehr langen und wenig adventlichen Sonntag einstellen müssen.

Pandemie-Situation machte die Aktion noch komplizierter

Die momentane Pandemie-Situation mit den geltenden Kontaktbeschränkungen machte die Aktion am Nikolaus-Sonntag für alle ebenfalls komplizierter. Mehr als 750 Anwohner, deutlich mehr als sonst, nahmen die Corona-gerecht eingerichtete Betreuungsstelle an der Messe Frankfurt in Anspruch. Dort wurden sie von ehrenamtlichen Kräften des Katastrophenschutzes betreut und verpflegt. Bewohner des Stadtteils, die eine Quarantäneverpflichtung hatten, mussten gesondert abgeholt, untergebracht und wieder nach Hause gebracht werden.

Auswirkungen auf den bundesweiten Bahnverkehr

Es waren 135 Transporte notwendig für Anwohner, die den Evakuierungsbereich aus medizinischen Gründen nicht selbstständig verlassen konnten. In dem Bereich lagen außerdem Altenwohnheime, einige andere Sonderobjekte wie Fernwärmeleitung, Internetknotenpunkte und Umspannanlagen sowie zentrale Einrichtungen der Deutschen Bahn. Da unter anderem auch der Frankfurter Hauptbahnhof betroffen war, hatte die Bombenentschärfung sowohl in Frankfurt, als auch bundesweit Auswirkungen auf den Bahnverkehr.

Am Ende konnte der Entschärfer vom Kampfmittelräumdienst die Zündermechanik des großen Blindgängers, der vergangenen Donnerstag bei Arbeiten in einer Baugrube gefunden worden war, zügig entfernen. Die Gefahr war damit gebannt. Wenig später wurden Straßensperren aufgehoben und Anwohner konnten wieder in ihre Häuser. Rücktransporte und der Abbau der Betreuungsstelle nehmen noch einige Stunden in Anspruch.

Beteiligt an der ganzen Aktion waren das Frankfurter Ordnungsamt mit der Stadtpolizei, das städtische Gesundheitsamt, die Feuerwehr Frankfurt mit Haupt- und ehrenamtlichen Kräften aller Stadtteilfeuerwehren, die Polizei sowie die Hilfsorganisation DRK, ASB, Johanniter-Unfallhilfe und Malteser Hilfsdienst und natürlich der Kampfmittelräumdienst. Insgesamt waren rund 600 Kräfte, zum Teil ab vier Uhr morgens, im Einsatz.

Foto: Kampfmittelräumdienst RP Darmstadt

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Feuer in einem Hochhaus in Niederursel

Feuerwehr-Signallicht

Großeinsatz in Niederursel: Heute Nacht kurz nach 3 Uhr ist in einem Wohnhaus in Niederursel ein Feuer ausgebrochen. Sechs Bewohner konnten rechtzeitig gerettet werden.

Um 3:20 Uhr wurde am heutigen Sonntagmorgen die Feuerwehr Frankfurt zu einem Wohnungsbrand in den Praunheimer Weg alarmiert. Noch vor dem Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte wurden aufgrund zahlreicher Notrufe in der Leitstelle weitere Einsatzmittel mit an die Einsatzstelle entsandt. Das Feuer im fünften Obergeschoss konnte zügig gelöscht werden, es wurden sechs Bewohner benachbarter Wohnungen durch die Feuerwehr gerettet. Alle an die Brandwohnung angrenzenden Wohnungen wurden kontrolliert und durchsucht. Die Brandwohnung ist zur Zeit nicht mehr bewohnbar. Für die Dauer des Feuerwehreinsatzes konnten die Geretteten in einem Bus der Feuerwehr untergebracht werden. Es wurden zwei Personen verletzt und in Krankenhäuser transportiert. Der Einsatz zog sich bis 5:40 Uhr hin.

Die Berufs- und Freiwillige Feuerwehr waren mit 18 Fahrzeugen und 58 Einsatzkräften vor Ort, der Rettungsdienst mit 12 Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften. Über Brandursache und Schadenshöhe können keine Angaben gemacht werden.

Foto: Archiv

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Ist der Klimawandel Frauensache?

Diese Veranstaltung des Centre for Dialogue at Campus Riedberg (CfD) geht davon aus, dass Frauen durch den Klimawandel oft stärker betroffen sind als Männer. Diese – für einige überraschende – Tatsache wird aus verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet. „Zudem ist es unser Anliegen, zu erörtern, ob und wenn ja, warum Frauen sich häufig stärker für Belange des Klimaschutzes einsetzen als Männer“, heißt es beim CfD.

Der Online-Workshop wird das Thema interdisziplinär und praxisnah beleuchten und steht alle Interessierten als Zoom-Link zur Verfügung. Man möchte sowohl Naturwissenschaftler*innen, Gesellschaftswissenschaftler*innen und Philosoph*innen sowie betroffene Aktivist*innen zu Wort kommen zu lassen. Die Veranstaltung wird Formate wie Kurzvorträge, Interviews und Austausch in Teilgruppen beinhalten.

Dialogparter*innen sind Dr. phil. Christine Zunke, Institut für Philosophie, dezentrale Gleichstellungsbeauftragte, Oldenburg, Dr. Rebecca Hofmann, Institut für Soziologie, Pädagogische Hochschule Freiburg sowie Ina Mirel, Klimaschutz Initiative Riedberg.

Weitere Informationen zum Online-Seminar „Klimawandel – eine Frauensache?“ am Donnerstag, 10. Dezember, von 19.30 bis 21 Uhr sowie der Zoom-Link zur Veranstaltung unter https://cfd-frankfurt.de/beitrag/klimawandel-eine-frauensache/

Foto: Centre for Dialogue

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Weihnachts-Gottesdienste mit Anmeldung

Christbaumkugel

Weihnachten feiern unter Corona-Bedingungen: Die Kirchen am Riedberg waren sehr kreativ, um doch noch Gottesdienste und Krippenfeiern möglich zu machen. Eine Anmeldung ist aber in den meisten Fällen erforderlich.

Da in der Evangelischen Riedberggemeinde in der Riedbergallee wegen der Abstandsregeln im Moment nur 30 Besucher zugelassen sind, werden am 24.12. mehrere Gottesdienste im Freien gefeiert, mit vorheriger Anmeldung. Termine an Heiligabend: 14.30 – 16 Uhr Offene Kirche mit Weihnachtssegen (ohne Anmeldung). 16 Uhr Video-Gottesdienst für Kinder und Erwachsene. Die Weihnachtsgeschichte in Fotos aus Frankfurt-Riedberg erzählt und von Kindern musikalisch begleitet. 17 Uhr und 17.45 Uhr Gottesdienst zur Heiligen Nacht im Freien. Infos zur Anmeldung unter www.riedberggemeinde.de oder 069/ 20018379.

Auch die Katholische Gemeinde St. Edith Stein am Riedberg/ Kalbacher Höhe wird am 24.12. mehrere Gottesdienste feiern und bittet um rechtzeitige Anmeldung. Termine an Heiligabend: 15 Uhr und 15.45 Uhr Kinderkrippenfeier. 18 Uhr „Licht der Nacht“, Feier bei Kerzenschein für Jugendliche und Erwachsene. 22 Uhr Christmette. Anmeldung siehe www.sankt-katharina-frankfurt.de oder im Pfarrbüro unter 069-95116880

Der Weihnachtsgottesdienst der Josua Gemeinde findet an Heiligabend, 24.12., um 16 Uhr in der Riedbergschule, zur Kalbacher Höhe 15 (im Foyer) statt. Corona-bedingt könnte es zu einem Ausweichen in den Innenhof der Schule kommen. Bitte Anmeldung per Mail inkl. Name, Adresse und Telefonnummer an info@josua-gemeinde.net

Frankfurt Connect wird voraussichtlich ein kleines Heiligabend-Programm über Youtube streamen. Infos unter www.frankfurtconnect.de

Foto: Robert Thiemann / Unsplash.com

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Lust auf Weihnachtsmarkt „to go“?

Unser schöner Weihnachtsmarkt am Riedbergplatz kann coronabedingt leider nicht stattfinden. Aber dafür beschenkt uns die IG Riedberg mit Weihnachts-Feeling „to go“ – und auch ihrer berühmten Feuerzangenbowle zum Mitnehmen.

„Es ist uns sehr schwer gefallen, den Stadtteilweihnachtsmarkt abzusagen. Aber die absehbare Lage und das sonst viel zu große Risiko haben uns keine andere Wahl gelassen“, sagt Markus Schaufler vom Vorstand der IG Riedberg. In exakt einer Woche, am 3. Adventswochenende wäre er eigentlich gewesen – mit Bühne, Karussell, dem Duft von Grillwürsten und Glühwein, einem Feuer zum Stockbrot-Backen für die Kleinen und dazu noch Köstlichkeiten und Kunsthandwerk made in Riedberg und Umgebung. Doch 2020 ist leider alles anders als geplant, so musste nach dem großen Stadtteil-Sommerfest auch der Weihnachtsmarkt ausfallen.

Als kleines Trostpflaster wird die IG Riedberg jedoch im Rahmen des Wochenmarktes am Samstag, 12. Dezember, mit einem „Weihnachtsmarkt-to-go“-Stand auf dem Riedbergplatz stehen. Dort gibt es die berüchtigte Feuerzangenbowle für die Feier daheim, Apfelsaft, Quittensaft und Apfelwein von den Riedberger Streuobstwiesen sowie den köstlichen Honig der Riedberg-Imker. „Damit könnt Ihr Euch die Advents- und Weihnachtszeit ein bisschen versüßen“, heißt es bei der IG Riedberg.

Der ökumenische Gottesdienst, der zum Start des Weihnachtsmarktes geplant war, findet ebenfalls statt. Im Freien, auf dem Platz neben dem Kirchenhaus der evangelischen Riedberggemeinde, um 17 Uhr.

Der Weihnachtsmarkt „to go“ findet am Samstag, 12. Dezember, von 9 bis 16 Uhr auf dem Riedbergplatz statt. Einfach vorbeischauen – und Weihnachtsfeeling mitnehmen!

Weitere Infos unter ig-riedberg.de

Foto: MAINRiedberg

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