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Neue App „Braille-Trainer“: Digitales Lernen der Blindenschrift für Jung und Alt

Riedbergzentrum mit Braille-Band

Die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) in Marburg hat zum Welt-Braille-Tag eine innovative Anwendung vorgestellt, die das Erlernen der Blindenschrift revolutionieren soll. Mit der App „Braille-Trainer“ wird der Zugang zur taktilen Schrift von Louis Braille für blinde und sehende Menschen gleichermaßen erleichtert.

Anlässlich des Welt-Braille-Tags am 4. Januar, der an den Geburtstag des Erfinders Louis Braille erinnert, präsentierte die »blista« in Marburg ein besonderes digitales Angebot. Vor über 200 Jahren erfand der damals 16-jährige Franzose das System aus 6 tastbaren Punkten, das blinden Menschen bis heute den Zugang zu Bildung und Literatur ermöglicht. Die neue App „Braille-Trainer“ soll diese bewährte Methode nun in das digitale Zeitalter überführen.

Unterstützung für inklusives Lernen

Ein zentrales Ziel der App ist es, nicht nur blinde Menschen beim Erlernen der Schrift zu unterstützen, sondern auch sehende Eltern und Lehrer einzubeziehen. Die Anwendung fungiert als Brücke: Sie ermöglicht es sehenden Bezugspersonen, blinden Kindern effektiver beim Erlernen der Brailleschrift zu helfen. Patrick Temmesfeld, Vorstand der »blista«, betont, dass die App einen modernen und einfachen Zugang zur Blindenschrift bieten soll.

Von der Vollschrift zur Kurzschrift

In der schulischen Ausbildung erlernen blinde Kinder meist zunächst die sogenannte Vollschrift. Um jedoch ein hohes Lese- und Schreibtempo zu erreichen, ist die Beherrschung der Kurzschrift unerlässlich. Laut Rudi Ullrich, Koordinator der »blista«-Kampagne „Knack den Code“, wurde diese Form der Schrift in der Vergangenheit oft vernachlässigt. Die App bietet hier als „zeitgemäßes Medium“ Abhilfe und führt die Nutzer durch verschiedene Lektionen. Dabei kann die Anwendung sowohl gedruckte Schrift in Braille als auch Blindenschrift zurück in gedruckte Buchstaben übersetzen.

Entstehungsgeschichte und Engagement

Die Wurzeln des Projekts liegen in einer privaten Initiative: Der Hamburger Programmierer Martin Gertz begann vor Jahren in seiner Freizeit mit der Entwicklung, um einem befreundeten Paar – einer sehenden und einer blinden Person – den gegenseitigen Nachrichtenaustausch zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Bildung und Barrierefreiheit der »blista« wurde die Anwendung kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert.

Die App ist zudem Teil der Aufklärungskampagne „Knack den Code“, die sich für eine inklusive Gesellschaft einsetzt. Als Botschafter fungiert dabei der blinde Waschbär Louis, der in Kurzgeschichten zeigt, wie er seinen Alltag meistert. Diese Geschichten sind in Brailleschrift verfasst und können von den Nutzern mithilfe eines Alphabets entschlüsselt werden.

Verfügbarkeit und Förderung

Zum Start stellt die »blista« die ersten 1.000 Downloads der App kostenlos zur Verfügung. Langfristig hofft die Studienanstalt, das Angebot durch Spenden dauerhaft kostenfrei für alle Nutzer anbieten zu können. Der „Braille-Trainer“ steht ab sofort im Apple AppStore sowie im Google PlayStore zum Herunterladen bereit.

Blindenschrift am Riedberg

Das Riedbergzentrum besitzt ein markantes Kunst-am-Bau-Element: ein 460 Meter langes und 1,50 Meter hohes Fassadenband in Blindenschrift (Braille), die Texte von Thomas von Aquin in erhabenen Punkten darstellt, um die Wahrnehmung der Welt zu thematisieren und die architektonischen Elemente visuell zu ergänzen. Es gibt also eine sichtbare, taktile Anwendung von Blindenschrift direkt an der Architektur des Zentrums, die über reine Funktionalität hinausgeht.

Für das Zentrum des neuen Frankfurter Stadtteils Riedberg entwickelte der Frankfurter Künstler Klaus Schneider ein Fassadenband, das den vierteiligen Gebäudekomplex verbindend umschließt. Metallfolien auf glänzend lackierten Aluminiumplatten zeigen einen in Braille-Schrift gestalteten Text frei nach Thomas von Aquin, der sich mit der menschlichen Wahrnehmung der Welt und seiner daraus resultierenden Wesensform beschäftigt. Die Kreisformen des Blindenschriftrasters spielen mit den strengen, kubischen Elementen der modernen Architektur.

Riedbergzentrum mit Braille-Band

Text auf dem Fassadenband

Erkennende Wesen

„Erkennende Wesen unterscheiden sich von nicht erkennenden darin, dass die nicht erkennenden nichts haben als nur ihre eigene Wesensform. Das erkennende Wesen aber ist darauf angelegt, die Wesensform auch des anderen zu haben. Das Bild des Erkannten ist im Erkennenden und bei der Erkenntnis spielt das Geschlecht keine Rolle!“

 


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Camping-Situation im Taunus: Licht und Schatten für Wohnmobilisten

Behelfs-Brück mit Zaun davor

Die Suche nach geeigneten Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnmobilisten im Raum Frankfurt und im angrenzenden Taunus präsentiert sich derzeit zweigeteilt. Während in Frankfurt-Heddernheim die Hoffnungen auf eine Wiederbelebung des traditionsreichen Campingplatzes schwinden, bieten Bad Homburg und Oberursel etablierte Alternativen für Reisende.

Aus für Campingplatz an der Sandelmühle

Die Zukunft des Campingplatzes in Heddernheim, der letzten Einrichtung dieser Art auf Frankfurter Stadtgebiet, sieht düster aus. Seit 3 Jahren ist das Gelände an der Nidda bereits geschlossen. Ein Investor, der eine Wiederbelebung plante, hat sich mittlerweile zurückgezogen und beabsichtigt, seine Anteile zu verkaufen.

Erschwert wird ein potenzieller Betrieb durch komplizierte Besitzverhältnisse und weitreichende städtische Planungen. Die Stadtentwässerung Frankfurt und die Deutsche Bahn planen im Zuge des S6-Ausbaus die Renaturierung des Eschersheimer Wehrs. Mehrere Flurstücke des ehemaligen Campingplatzes sind davon betroffen, weshalb eine erneute Verpachtung durch die Stadt nicht vorgesehen ist. Selbst bei einer theoretischen Wiedereröffnung wäre der Platz deutlich kleiner und müsste ökologische Aspekte sowie den Hochwasserschutz priorisieren. Derzeit verwildert das Areal, was zu Problemen mit Müll und einer nächtlichen Partyszene führt.

Attraktive Stellplätze in Bad Homburg

Bessere Chancen für Wohnmobilisten gibt es in Bad Homburg, wo verschiedene Optionen zur Verfügung stehen:

  • Lindenhof (Ober-Eschbach): Dieser Stellplatz liegt direkt an einem Bauernhof in Feldnähe. Er bietet Platz für 5 Wohnmobile, auch über 8 Meter Länge. Die Gebühr beträgt 10 Euro, wobei ein Teil als Gutschein für den hofeigenen Laden oder das Café erstattet wird. Strom (3 Euro/Nacht), Frischwasser (1 Euro/100 l) und Entsorgungsmöglichkeiten sind vorhanden. Der Untergrund besteht aus Schotter.
  • Freibad Bieberstein: Dieser moderne Platz am »Usinger Weg« erfordert eine Online-Buchung und -Zahlung (maximal 30 Tage im Voraus). Er bietet umfangreiche Services inklusive WLAN, Strom sowie Ver- und Entsorgung. Feuerstellen sind hier untersagt.
  • Taunus Therme: Auf dem Parkplatz am Seedammweg ist das Abstellen von Wohnmobilen bis zu einer Länge von 6 Metern gestattet. Es handelt sich um einen regulären Parkplatz ohne spezielle Camping-Infrastruktur, der bei längeren Fahrzeugen eng werden kann.

Stellplatz-Option in Oberursel

In Oberursel bietet der Parkplatz „Hohemark“ (Alfred-Lechler-Straße) 5 Stellplätze im hinteren Bereich. Die Gebühr liegt bei 7 Euro für eine maximale Aufenthaltsdauer von 3 Tagen. Der Platz ist ganzjährig nutzbar, verfügt jedoch über keine Ausstattung und ist häufig durch Pkw belegt. Er punktet durch die Nähe zum Mühlenwanderweg und lokalen Gasthäusern.

Rechtliche Rahmenbedingungen für die Übernachtung

Grundsätzlich ist in Deutschland das einmalige Übernachten im Wohnmobil dort erlaubt, wo es nicht explizit untersagt ist, sofern es der „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ dient. Dies wird oft für einen Zeitraum von bis zu 10 Stunden toleriert.

Wichtig ist hierbei die Abgrenzung zum Camping: Aktivitäten wie das Ausfahren der Markise, das Aufstellen von Stühlen oder Grillen sind auf öffentlichen Parkplätzen untersagt und können als ordnungswidriges Wildcampen mit Bußgeldern bis zu 2.500 Euro geahndet werden. Für längere Aufenthalte oder touristische Aktivitäten sollten daher stets offizielle Stellplätze genutzt werden.


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Neugestaltung des Rondellplatzes in Nieder-Eschbach: Magistrat reagiert auf Änderungswünsche

Symbolbild inklusiver Spielplatz

Der in die Jahre gekommene Rondellspielplatz am Ben-Gurion-Ring in Nieder-Eschbach soll im Jahr 2026 umfassend erneuert werden. Nachdem der Ortsbeirat 10 (Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg, Preungesheim) im Rahmen einer Initiative weitreichende Änderungswünsche an der bestehenden Entwurfsplanung geäußert hatte, liegt nun der ausführliche Bericht des Magistrats vor.

Ein Spielkonzept für alle Generationen

Die Planung für den Spielplatz ist das Ergebnis eines mehrjährigen Beteiligungsprozesses, der bereits 2021 begann und 2023 durch Werkstattgespräche mit Anwohnern, Kindern und Kindertagesstätten vertieft wurde. Das Herzstück der Anlage bilden vier namensgebende Rondelle, die jeweils unterschiedliche Funktionen erfüllen:

  • Großes Spielrondell: Hier ist eine große Kletterkombination für Kinder ab 6 Jahren geplant, die als Alleinstellungsmerkmal im Grünzug fungieren soll.
  • Sandrondell: Dieser Bereich richtet sich an Kinder aller Altersstufen (Karussell mit imposanter Orcafigur) und bietet neben einem Sandspielbereich mit unterfahrbarem Holzpodest für Rollstuhlfahrer auch eine Malwand und verschiedene Wippgeräte.
  • Fitnessrondell: Drei Geräte für insgesamt vier Nutzer bieten Erwachsenen, Begleitern und Senioren Möglichkeiten für Konditions- und Beweglichkeitsübungen. Von hier aus kann der Spielplatz gut beobachtet werden.
  • Asphaltfläche: Zwischen den Rondellen dient eine ebene Fläche als Raum für Rollschuhe, Fahrräder oder Rollstühle sowie für kreative Bodenspiele.

Ergänzt wird das Angebot durch eine große Spielwiese, die für freie Aktivitäten und Feste zur Verfügung steht.

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Rondellspielplatz im Grünzug Ben-Gurion-Ring

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Rondellspielplatz im Grünzug Ben-Gurion-Ring 50.186372, 8.659791

Abwägung der Änderungswünsche

Der Magistrat hat die Forderungen des Ortsbeirats detailliert geprüft und teilweise in die Planung integriert.

Inklusion und Spielgeräte: Dem Wunsch nach mehr inklusiven Angeboten kommt die Stadt nach, indem das ursprünglich geplante Karussell mit Orcafigur gegen ein spezielles Karussell für Rollstuhlfahrer ausgetauscht wird. Zudem werden zwei „Hörtrichter“ installiert, die Kindern mit und ohne Einschränkungen Sinneserfahrungen über Distanz ermöglichen.

Bolzplatz-Debatte: Die Forderung nach einem zweiten Tor für die Spielwiese wurde abgelehnt. Der Magistrat begründet dies mit dem Wunsch, die Fläche multifunktional zu halten. Ein zweites Tor würde das Areal faktisch zum Bolzplatz deklarieren, was laut Beteiligungsverfahren zur Verdrängung von Mädchen und kreativen Spielformen führen könnte. Zudem befindet sich nur 200 Meter nördlich auf der „Großen Wiese“ ein Bolzplatz für kleinere Kinder, während Jugendliche eine Anlage im Süden des Grünzugs nutzen können. Ein einzelnes Minitor auf dem Rondellplatz bleibt jedoch für Zielübungen erhalten.

Infrastruktur und Sonnenschutz: Beim Sonnenschutz setzt die Stadt auf Stabilität. Statt der geforderten Sonnensegel werden zwei große Sonnenschirme installiert – einer fest verankert im Sandbereich, ein zweiter mobil auf der Asphaltfläche. Diese gelten als wartungsärmer und vandalismussicherer.

Die Errichtung einer eigenen Toilettenanlage ist aufgrund fehlender Wasser- und Kanalanschlüsse sowie Platzmangels nicht möglich. Besucher werden auf die umliegenden Einrichtungen wie das Quartiersbüro oder das künftige Café am See verwiesen.

Auch eine Erweiterung der Fitnessgeräte für Erwachsene wurde abgelehnt, um den notwendigen Bewegungsraum für Kinder nicht einzuschränken und die Privatsphäre beim Training zu wahren. Es wird jedoch geprüft, ob an anderer Stelle im Grünzug weitere Sportgeräte aufgestellt werden können.

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Tierarztmarkt im Wandel: Ketten expandieren in Frankfurt

Seehund mit geöffnetem Maul

Der Frankfurter Markt für Tiermedizin befindet sich in einer Phase des massiven Umbruchs. Während das Telefonbuch aktuell etwa 30 Tierarztpraxen im Stadtgebiet verzeichnet, drängen seit einiger Zeit verstärkt kapitalkräftige Kettenunternehmen in den Sektor1. Namen wie Rex, Filu, Evidensia und Anicura haben Frankfurt als attraktiven Standort entdeckt. Besonders im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg wird diese Konfrontation zwischen etablierten Strukturen und neuen Großinvestoren deutlich.

Die Situation im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg

Kalbach-Riedberg beherbergt mit der Tierklinik Kalbach in der Max-Holder-Straße einen der größten Akteure der Branche: die Evidensia Deutschland GmbH. Das Unternehmen, an dem der Nestlé-Konzern Anteile hält, betreibt dort eine Fachklinik für Kleintiere. Am selben Standort ist zudem das Tierärztliche Augenzentrum von Sixta Wellen und Dr. Andrea Schieszler ansässig.

Trotz der Präsenz dieses Branchenriesen gibt es im Bereich der Postleitzahl 60437 weiterhin eine Reihe unabhängiger Tierärzte und kleinerer Praxen:

  • Rita Willems betreibt eine Praxis in Nieder-Eschbach.
  • Pia Simon und Dr. Marcia Cavalcanti bieten stationäre Versorgung an.
  • Elena Panova ist ebenfalls im Bezirk tätig.
  • Mit der Mobilen Tierpraxis Duran existiert zudem ein ambulantes Angebot.

Kritik an Methoden und Wettbewerb

Viele niedergelassene Tierärzte sehen die Expansion der Ketten mit großer Sorge. Eine Frankfurter Tierärztin berichtet von einem Gefühl der existenziellen Bedrohung durch aggressive Expansionsstrategien. Kritisiert werden insbesondere unfaire Wettbewerbsmethoden. So gibt es Berichte über Google-Weiterleitungen, bei denen Anrufe an etablierte Praxen automatisch auf die Nummern neu eröffneter Ketten-Filialen umgeleitet wurden.

Ein weiterer Streitpunkt ist die Abwerbung von Personal. Unabhängige Praxisinhaber berichten, dass ihre Mitarbeiter gezielt angeschrieben wurden, oft noch bevor eine neue Filiale der Konkurrenz offiziell angekündigt war. Während Ketten durch moderne Ausstattung und längere Öffnungszeiten punkten, bemängeln Kritiker die weniger persönliche Betreuung, wechselnde Ärzte und einen erhöhten Verkaufsdruck bei medizinischen Leistungen.

Die Argumente der Investoren

Die Betreiber der Ketten weisen die Vorwürfe zurück. Dr. Anna Magdalena Naderer, Geschäftsführerin der Filu GmbH, betont das Interesse an Fairness und Kollegialität. Sie sieht die Kettenlösungen als Antwort auf den Fachkräftemangel. Da viele junge Tierärzte das Risiko der Selbstständigkeit scheuen, biete das Angestelltenverhältnis attraktive Alternativen.

Jonathan Loesing, Gründer der Rex Technologies GmbH, führt den Wandel auch auf die Demografie zurück. Da heute überwiegend Frauen Tiermedizin studieren, steige der Bedarf an flexiblen Arbeitszeitmodellen und einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem habe sich die Anzahl der Haustiere in den letzten 20 Jahren verdoppelt, die Zahl der Tierärzte jedoch nicht, was größere, zentral verwaltete Strukturen notwendig mache.

Rechtlicher Rahmen und Ausblick

Die Landestierärztekammer beobachtet die Entwicklung, sieht jedoch kaum Handlungsspielraum. Da es für Tierärzte keine Zulassungsverfahren wie in der Humanmedizin gibt, herrscht freie Berufswahl. Kammerpräsidentin Prof. Sabine Tacke stellt fest, dass Ketten durch zentralen Einkauf und Verwaltung Kostenvorteile genießen. Da viele ältere Praxisinhaber keine Nachfolger finden, ist der Verkauf an eine Kette oft der einzige Weg, das Lebenswerk zu sichern. Während die Versorgung von Kleintieren in der Stadt derzeit gesichert scheint, bleibt der Mangel an Tierärzten im ländlichen Raum bei Nutztieren das eigentliche Problem.


Firma Anschrift URL
Tierklinik Kalbach – Fachklinik für Kleintiere Frankfurt
Evidensia Deutschland GmbH
Max-Holder-Straße 37, 60437 Frankfurt am Main http://www.tierklinik-kalbach.de/
Tierärztliches Augenzentrum Frankfurt-Kalbach Sixta Wellen & Dr. Andrea Schieszler Max-Holder-Straße 37, 60437 Frankfurt am Main http://www.tierauge.com/
Tierarztpraxis F-Nieder-Eschbach, Rita Willems Berner Str. 50, 60437 Frankfurt am Main http://www.vet-ne.de/
Elena Panova Tierärztin in Frankfurt Homburger Landstraße 708, 60437 Frankfurt am Main https://tierarztportal.com/frankfurt-am-main/5538-elena-panova-tieraerztin-in-frankfurt
Mobil Tierpraxis Duran – Nature pets mobilen Tierpraxis Ben-Gurion-Ring 136, 60437 Frankfurt am Main http://www.naturepets.life/
Tierarztpraxis Pia Simon Fleckenbühlstraße 41, 60437 Frankfurt am Main http://tierarztpraxis-simon.de/
Dr. Marcia Cavalcanti Tierarzt Am Burghof 39A, 60437 Frankfurt am Main
umgezogen nach Bad Homburg
https://kleintierpraxis-vetpetcare.de/
Elena Panova Homburger Landstr. 708, 60437 Frankfurt am Main https://tierarztportal.com/frankfurt-am-main/5538-elena-panova-tieraerztin-in-frankfurt
Dr. Sabine Ruppert Alt Eschersheim 29, 60433 Frankfurt am Main http://www.tierarzt-ruppert.de/
Dr. Leandro J. Lizcano E.
Vetmobil
Hinter den Ulmen 17, 60433 Frankfurt am Main https://vetmobil-ffm.de/kontakt
Markus Schlimm Tituscorso 3A, 60439 Frankfurt am Main https://www.nwz-frankfurt.de/shop/dr-markus-schlimm/
Dr. Dagmar Feller Praunheimer Weg 38, 60439 Frankfurt am Main http://www.tierarztpraxis-feller.de/
Dr. Michael Parizek Oberhöchstädter Weg 11, 60488 Frankfurt am Main http://www.tierarzt-praunheim.de/
Dr. Olaf Hattenhauer und Valerie Flach Karl-Hermann-Flach-Str. 36, 61440 Oberursel (Taunus) http://www.tierarzt-oberursel.de/
Schule & Praxis für Tierheilkunde Claudia Scheller Alberusstraße 3B, 61440 Oberursel (Taunus) https://www.theralupa.de/tierheilkunde-tiertherapie/schule-und-praxis-fuer-tierheilkunde-claudia-scheller-1408

Abfrage Google Maps vom Dezember 2025

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Vorläufige Bilanz der Frankfurter Polizei zum Jahreswechsel

Polizeiabsperrung

Die Frankfurter Polizei blickt auf eine arbeitsintensive Nacht im Frankfurter Stadtgebiet zum Jahreswechsel 2025/2026 zurück.

Um für die Sicherheit der Bürger zu sorgen, waren in diesem Jahr über 700 Polizeibeamte, unterstützt durch Einsatzkräfte des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz, im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Diese Maßnahmen wurden durch die von der Stadt Frankfurt am Main eingerichteten Feuerwerksverbotszonen im Bereich der Zeil und am Eisernen Steg ergänzt.

Die Polizei zeigte frühzeitig eine starke Präsenz, um das offensive Einsatzkonzept umzusetzen. Bis zum Morgen wurden ca. 700 Personen kontrolliert, ca. 200 Platzverweise erteilt und nach derzeitigem Stand 73 Personen festgenommen. Der überwiegende Teil dieser Festnahmen resultierte aus dem widerrechtlichen Mitführen von Schreckschusswaffen, Verstößen wegen des Besitzes und Abbrennens von nicht zugelassener Pyrotechnik sowie Körperverletzungsdelikten.

Die livegesichteten Aufnahmen der Videoschutzanlagen stellten sich erneut als besonders hilfreich heraus, um Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen, das Einhalten der Regelungen der Feuerwerksverbotszonen zu überwachen und zielgerichtet darauf reagieren zu können. Die beiden Verbotszonen haben sich aus Sicht der Polizei auch in diesem Jahr wieder bewährt. Es konnten nur vereinzelte Verstöße festgestellt werden.

Der Eiserne Steg war als Örtlichkeit für den Jahreswechsel wieder derart beliebt, dass er bereits gegen 22:00 Uhr wegen drohender Überfüllung gesperrt wurde. Auch der Holbeinsteg zog viele Feiernde an, dass eine temporäre Sperrung von Nöten war. Auf der Zeil sowie entlang der Mainufer war ebenfalls ein hohes Personenaufkommen zu verzeichnen.

Die häufigsten Einsatzanlässe für die Polizei waren der missbräuchliche Gebrauch von Feuerwerkskörpern, Körperverletzungsdelikte, Verstöße gegen das Waffengesetz und Sachbeschädigungen, auch durch Feuer. Darüber hinaus kam es immer wieder zum Beschuss mit Pyrotechnik auf Einsatzkräfte der Polizei, des Rettungsdienstes und der Feuerwehr. Es gab aber auch körperliche Angriffe auf die Einsatzkräfte.

Hierbei sind folgende Sachverhalte besonders erwähnenswert:
In der Fahrgasse wurde gegen Mitternacht ein Rettungswagen des Deutsche Roten Kreuzes während einer Einsatzfahrt durch eine größere Personengruppe auf der Straße blockiert und an der Weiterfahrt gehindert. Nachdem das Fahrzeug zum Stillstand gebracht wurde, beschädigte die Personengruppe den Wagen durch Schläge und Tritte. Darüber hinaus wurden Fahrzeugteile abgerissen. Nachdem einer der Rettungsdienstmitarbeiter aus dem Fahrzeug ausstieg, wurde dieser durch eine männliche Person aus der Gruppe heraus durch einen Tritt in den Rücken angegriffen, wodurch er mit dem Kopf gegen das Fahrzeug stieß und zu Boden fiel. Beim Aufstehen bemerkte er nach eigenen Angaben eine männliche Person, die vor ihm mit einem Messer hantierte, ohne ihn dabei direkt zu bedrohen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen verschaffte sich die Personengruppe gewaltsam Zugang zum Behandlungsraum des Rettungswagens, legte dort eine bewusstlose Frau auf der Behandlungsliege ab und verlangte, diese in ein Krankenhaus zu verbringen. Der beschädigte Rettungswagen fuhr daraufhin, mit der zuvor abgelegten Frau, zu einem umliegenden Krankenhaus und wurde dabei mit Pyrotechnik beschossen. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Der verletzte DRK-Mitarbeiter wurde anschließend im Krankenhaus untersucht, wo eine Rückenverletzung diagnostiziert wurde, die der weiteren Abklärung bedarf. Erkenntnisse zum Verletzungsbild und dem Verbleib der bewusstlosen Frau liegen derzeit noch nicht vor.

In Griesheim (Ahornstraße), Ginnheim (Platenstraße), Rödelheim (Zentmarkweg) und Bonames (Ben-Gurion-Ring) wurden an mehreren Stellen Mülltonnen sowie weiterer Unrat auf die Straße geschoben und durch unbekannte Personen entzündet. Die zu diesen Örtlichkeiten entsandte Feuerwehr wurde bei den Löscharbeiten mit Pyrotechnik beschossen. Daraufhin wurden die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr im weiteren Verlauf der Nacht zeitweise in den nördlichen Stadtteilen durch Streifenwagen der Polizei zu deren Einsätzen begleitet. Um Gegenstände von der Straße zu entfernen, kam auch ein Sonderwagen der Polizei zum Einsatz.

Insgesamt wurden 11 Polizisten im Zuge von Festnahmen oder nach Beschuss mit Pyrotechnik verletzt (z.B. Knalltrauma oder Verletzungen durch Funkenflug). Hiervon konnten 8 Einsatzkräfte ihren Dienst nicht mehr fortsetzen.

Böllerverbot in den Niederlanden

Die Niederlande haben zum Jahreswechsel 2026/2027 ein Böllerverbot erlassen. Silvester soll so sicher wie möglich werden, heißt es in einer Stellungnahme der Regierung. Ein Verzicht auf ein selbst gezündetes Silvesterfeuerwerk…

  • spart den Haushalten teils erhebliche Ausgaben für Feuerwerkskörper,
  • ist eine Erleichterung für Haus- und Wildtiere
  • entlastet die städtische Straßenreinigung
  • reduziert erheblich die Zahl der verletzten Personen
  • entlastet Feuerwehr, Krankenfahrzeuge und Polizei
  • reduziert die CO2-Belastung der Atmosphäre
  • entspricht dem mehrheitlichen Wunsch der Bevölkerung
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Riedberger SV: Mitgliederrekord zum 10-jährigen Jubiläum und ehrgeizige Pläne für 2026

Laufwettbewerb Kinder

Der Riedberger SV (RSV) blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück, das ganz im Zeichen des 10-jährigen Vereinsbestehens stand. Im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung zog der Vorstand eine positive Bilanz: Seit der Gründung wächst der Verein kontinuierlich und konnte nun den Meilenstein von über 1.400 Mitgliedern erreichen. Trotz dieser Erfolge steht der Verein vor personellen Herausforderungen und plant für das kommende Jahr umfangreiche Modernisierungen.

Vorstandswahlen und personelle Vakanzen

Bei den turnusgemäßen Wahlen wurden Frau Gabriele Nagel als erste Vorsitzende und Tim Hannewald als Schatzmeister in ihren Ämtern bestätigt. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch die Vakanz des zweiten Vorsitzenden, für den sich kein Kandidat zur Wahl stellte. Der Vorstand betonte zudem die Notwendigkeit von mehr ehrenamtlichem Engagement, da die Zahl der aktiv helfenden Hände nicht im gleichen Maße wie die Mitgliederzahl gewachsen ist.

Dringende Suche nach einem Kickboxtrainer

Ein akutes Anliegen des Vereins ist die Suche nach einem neuen Trainer für die Kickbox-Abteilung. Der langjährige Trainer Dalgat muss seine Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen Ende Januar 2026 beenden. Um das Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aufrechtzuerhalten, bittet der RSV um Hinweise auf qualifizierte Trainer, auch aus verwandten Kampfsportarten. (eMail: vorstand@riedberger-sv.de)

Erweiterung des Sportangebots

Das sportliche Portfolio wurde 2025 um Angebote wie Rückenfitness und „Openmind“ ergänzt. Für 2026 sind bereits ein neuer Tanzkurs für Jugendliche ab 15 Jahren sowie ein Probetermin für die Trendsportart Pickleball in Planung.

Besonders aktiv zeigt sich die Wassersportabteilung:

  • Ab dem 15.01.2026 startet ein neuer, sechsmonatiger Schnorchelkurs in der Marie-Curie-Schule. Auf Wunsch kann das VDST-Schnorcheltauchabzeichen erworben werden.
  • Am 08.02.2026 wird ein kostenloses Schnuppertauchen für Mitglieder angeboten.
  • In den Schwimmkursen für Erwachsene gibt es aktuell noch freie Plätze für Frühaufsteher am Samstag und Spätschläfer am Mittwoch.

Auch der Lauftreff bleibt eine feste Säule des Vereins und bietet unter der Leitung von Matthias Trainingszeiten in Kalbach und am Riedberg an.
Kurs-Anmeldungen: warteliste@riedberger-sv.de

Infrastruktur und Modernisierung

Für das Jahr 2026 hat sich der Verein viel vorgenommen. In der »Alten Turnhalle« sollen der Besprechungsraum, die Sanitäranlagen, Umkleiden und das Außengelände neu organisiert und gestaltet werden. Ziel ist es, die Lagerflächen optimal zu nutzen und bessere Bedingungen für die einzelnen Sportarten zu schaffen. Zudem wurde im Herbst 2025 die neue Homepage des Vereins erfolgreich fertiggestellt.

Finanzielle Förderung und strukturelle Änderungen

Die Vereinsarbeit wird durch eine Sponsoring-Förderung in Höhe von 2.000 € unterstützt, die Klaus Reuter in Kooperation mit der Deutschen Vermögensberatung und der Generali Deutschland ermöglichte. Diese Mittel sollen direkt in das Training und die Jugendarbeit fließen.

In der Jugendabteilung steht ein struktureller Umbruch bevor: Die Jugendversammlung hat einstimmig beschlossen, den derzeitigen Jugendvorstand aufzulösen und die veraltete Jugendordnung zu löschen. Ein entsprechender Antrag auf Satzungsänderung wird der Mitgliederversammlung 2026 zur Entscheidung vorgelegt.

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Nach dem Fest: Frankfurts Weihnachtsbäume im nachhaltigen Kreislauf

Enge Straße für die Tannenbaumentsorgung der FES

Wenn die Weihnachtszeit endet, stellt sich für viele Frankfurter die gleiche Frage: Wohin mit dem ausgedienten Baum? Was für die Bewohner das Ende der Feiertage markiert, ist für die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) der Beginn eines logistischen Kraftakts. Jährlich sammelt das Unternehmen rund 150 Tonnen Tannen und Fichten im Stadtgebiet ein. Das entspricht etwa 15.000 Bäumen, die innerhalb weniger Wochen einer nachhaltigen Verwertung zugeführt werden.

Die Sammeltouren der FES

Vom 7. bis zum 27. Januar ist die FES mit speziellen Weihnachtsbaum-Sonderfahrzeugen im Einsatz. Diese Fahrzeuge, die normalerweise für die Sperrmüllentsorgung genutzt werden, arbeiten sich Stadtteil für Stadtteil durch die Mainmetropole. Ein Team besteht in der Regel aus 4 Personen, wobei die Arbeit in den oft engen und zugeparkten Straßen Frankfurts – etwa in Bockenheim – echtes Fingerspitzengefühl erfordert.

Die gesammelten Bäume werden direkt im Fahrzeug von einer hydraulischen Presse zermalmt und zu einer kompakten Masse verdichtet. Fahrer wie Carsten Ponke schätzen dabei den angenehmen Tannenduft, der sich deutlich von der täglichen Arbeit mit Bioabfall abhebt.

Wichtige Regeln für die Entsorgung

Damit die Abholung reibungslos funktioniert, müssen die Bürger bestimmte Vorgaben beachten:

  • Abschmücken: Der Baum muss vollständig von Lametta, Kugeln und anderem Schmuck befreit sein.
  • Kürzen: Bäume dürfen eine Länge von 1 Meter nicht überschreiten. Größere Exemplare müssen zersägt werden, da sie sonst nicht in die Verladeluke passen oder stehen gelassen werden.
  • Bereitstellung: Die Bäume sollen gut sichtbar an der Grundstücksgrenze bereitgelegt werden.

Für den Stadtteil Kalbach-Riedberg ist die Sammlung beispielsweise für Mittwoch, den 21. Januar, angesetzt.

Alternative Entsorgungswege

Neben der Sonderabholung gibt es weitere Möglichkeiten:

  • Biotonne oder Restmülltonne: Klein geschnittene Bäume können über die regulären Tonnen entsorgt werden.
  • Wertstoffhöfe: Die Abgabe ist an den FES-Wertstoffhöfen möglich.
  • Direktabgabe: Bäume können auch direkt bei der Rhein-Main Biokompost GmbH (RMB) im Osthafen abgegeben werden.

Vom Abfall zum wertvollen Rohstoff

Die Weihnachtsbäume sind kein nutzloser Abfall, sondern Teil eines ökologischen Kreislaufs. In der Kompostieranlage der RMB werden sie geschreddert und zu Humus sowie hochwertiger Erde verarbeitet. Zudem wird aus den Abfällen Biogas gewonnen, das in Strom und Wärme umgewandelt wird. Den fertigen Kompost können die Bürger später für den eigenen Garten erwerben.

Ein zweites Leben im Zoo

Ein besonderes Schicksal erfahren unverkaufte Bäume von Händlern. Diese landen oft im Frankfurter Zoo. Während Ziegen und Trampeltiere die Zweige fressen, dienen sie Löwen oder Menschenaffen aufgrund ihrer ätherischen Öle als Spielzeug und Beschäftigung. Wichtig ist hierbei: Nur unverkaufte Bäume werden verfüttert, um sicherzustellen, dass keine vergessenen Dekorationsreste die Tiere gefährden.

Giraffe mit Tannenbaum

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Riedberg im Puzzle-Fieber: Großer Puzzletag angekündigt

Puzzles

Der Stadtteil Riedberg rüstet sich für ein besonderes Ereignis: Am Samstag, den 3. Januar 2026, lädt die Riedberggemeinde zur 4. Auflage des „Riedberger Puzzletags“ ein. Was während der Pandemie in kleinem Kreis begann, hat sich mittlerweile zu einer festen Institution entwickelt, die viele Menschen anzieht und den Gemeindesaal in der Riedbergallee 61 regelmäßig an seine Kapazitätsgrenzen bringt.

Ein Programm für alle Generationen

Die Veranstaltung beginnt um 15:00 Uhr und bietet Aktivitäten für jede Altersklasse. Im Mittelpunkt steht die „Turn-Table-Puzzelei“: An „Drehtischen“ können die Teilnehmer in Team-Runden alle 30 Minuten das Motiv wechseln und so gemeinsam mit immer neuen Partnern an verschiedenen Bildern arbeiten. Für ambitionierte Einzelpersonen wird Solo-Speed-Puzzeln gegen die Uhr angeboten, während strategische Köpfe sich beim Puzzleschach messen können. Auch an die jüngsten Besucher wurde gedacht: Eine spezielle Kinderecke bietet Raum für altersgerechten Legespaß.

Benefiz-Flohmarkt für die Jugendarbeit

Parallel zum Geschehen findet ein umfangreicher Puzzleflohmarkt statt. Dank einer massiven „Monsterspende“ und ganzjähriger Sammlungen verfügt die Gemeinde über einen enormen Vorrat an Legespielen aller Schwierigkeitsgrade – von einfachen Kindermotiven bis hin zu komplexen Herausforderungen für Experten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Qualität: Zahlreiche Helfer haben im Vorfeld in ehrenamtlicher Arbeit die Vollständigkeit vieler Puzzles geprüft.

Die Erlöse in diesem Jahr werden geteilt. Die Einnahmen aus dem Flohmarkt sind für die Kinder- und Jugendarbeit der Riedberggemeinde und die Einnahmen aus dem Getränke- und Speisenverkauf geht an die »Kaffeestube Gutleut» der ev. Hoffnungsgemeinde in der Gutleutstraße 131.

Vorbereitungen und Helfereinsatz

Ein Event dieser Größenordnung erfordert eine detaillierte Planung. Bereits am Freitag, den 2. Januar, beginnt ab 18:00 Uhr der Aufbau im Kirchenhaus. Die Organisatoren suchen hierfür noch tatkräftige Unterstützung. Zudem werden für den Veranstaltungstag noch Kuchenspenden sowie Freiwillige für den Kassendienst und die Annahme von Last-Minute-Spenden gesucht. Also wer noch mithelfen möchte, einfach unter Helfer@riedberggemeinde.de kurz melden.

Ausblick: Das 32.000-Teile-Projekt im März 2026

Nach dem Puzzletag im Januar steuert die Gemeinde bereits auf das nächste Großprojekt zu. Am Wochenende des 21. und 22. März 2026 soll ein Riesenpuzzle des Künstlers Keith Haring gelegt werden. Mit insgesamt 32.000 Teilen und einer Endgröße von etwa 6 mal 2 Metern stellt dies eine logistische Meisterleistung dar.

Interessierte können für einen Beitrag von 2 Euro eine Tüte mit 50 zusammenhängenden Teilen erwerben und so ihren Teil zum Gesamtkunstwerk beitragen. Jede verkaufte Tüte dient gleichzeitig als Los für eine Tombola. Das Projekt startet samstags um 12:00 Uhr und soll bis Sonntagabend vollendet werden.

Die Riedberggemeinde freut sich auf zahlreiche Besucher, die das neue Jahr gemeinsam und mit Fokus auf das verbindende Element des Puzzelns begrüßen möchten. Eine Anmeldung für den Puzzletag am 3. Januar ist nicht erforderlich.


Weiterführende Links

Historie
Erster Puzzletag: 07.01.2023 mit 7.016 Puzzleteilen
Zweiter Puzzletag: 06.01.2024 mit 14.516 Puzzleteilen und 750 Euro für die Kinder- und Jugendarbeit
Dritter Puzzletag: 04.01.2025 mit 22.449 Puzzleteilen und 1.600 Euro für die Kinder- und Jugendarbeit

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Der lange Weg zur eigenen Mehrzweckhalle

Mehrzweckhalle Symbolbild

Der Ortsbezirk 12 zählt mittlerweile über 23.000 Einwohner, verfügt jedoch bis heute über kein eigenes Bürgerhaus oder eine zentrale Versammlungsstätte. In der letzten Sitzung des Jahres 2025 hat der Ortsbeirat nun ein deutliches Signal gesetzt: Einstimmig wurde die Forderung verabschiedet, 50.000 Euro für Planungsmittel in den städtischen Haushalt 2026 einzustellen. Ziel ist die Errichtung einer Mehrzweckhalle am Kalbacher Stadtpfad.

Ein strukturelles Defizit seit der Stadtteilplanung

Die Forderung nach einer Versammlungsstätte ist nicht neu. Bereits im Jahr 2007 wurde kritisiert, dass im Baugebiet Riedberg eine kommerziell orientierte Halle für den sogenannten „Abenteuerplaneten“ geplant war, während der Bedarf für eine sportliche und kulturelle Mehrzweckhalle zur Entlastung bestehender Einrichtungen bereits damals absehbar war.

Heute, da die bauliche Entwicklung am Riedberg nahezu abgeschlossen ist, wird das Fehlen eines Gemeinschaftszentrums als Versäumnis der ursprünglichen Planung gewertet. Aktuell müssen kulturelle Veranstaltungen, Vereinsaktivitäten und sogar die Sitzungen des Ortsbeirats in Kirchengemeinden oder Schulaulen stattfinden.

Die Grenzen der Übergangslösungen

Zwar dient die »Alte Turnhalle« in Kalbach derzeit gelegentlich als Veranstaltungsort, doch stößt sie an ihre Kapazitätsgrenzen und ist in die Jahre gekommen. So muss beispielsweise die renommierte Kinderbuchmesse »Klapperschlange« aufgrund der begrenzten Besucherzahlen in der Halle teilweise ins Freie ausweichen – auch bei schlechtem Wetter. Zudem ist der Zustand der Halle technisch und infrastrukturell für langfristige kulturelle Nutzungen wie Theater- oder Tanzvorführungen unzureichend.

Parallel dazu bemüht sich der Ortsbeirat um die Öffnung von Schulstandorten. Ein Antrag vom Januar 2025 fordert einen verbindlichen Zeitplan, um etwa die Aula der Josephine-Baker-Gesamtschule für Stadtteilgruppen zugänglich zu machen. Dennoch betont die Politik, dass Schulräume die steigende Nachfrage mittelfristig nicht allein decken können.

Standortfragen und Verwaltungshürden

Der Magistrat prüft derzeit die Errichtung der Halle am Kalbacher Stadtpfad, direkt neben einem geplanten Kinderzentrum. Ein Hindernis stellt die Eigentumssituation dar, da sich das Areal überwiegend nicht im Besitz der Stadt Frankfurt befindet. Gespräche mit der Eigentümerin dauern an.

In der politischen Debatte zeichnen sich unterschiedliche Schwerpunkte ab:

  • Verwaltung: Die SPD forderte erfolgreich, dass die Halle unter städtischer Verwaltung stehen muss, um den barrierefreien Zugang für alle Bürger zu garantieren und Probleme bei der Trägersuche zu vermeiden.
  • Infrastruktur: Während die CDU betont, dass ausreichend Parkplätze vorhanden seien, äußerten die Grünen Bedenken hinsichtlich der engen Zufahrtswege im Kalbacher Stadtpfad.
  • Kulturelles Potenzial: Die neue Halle soll nicht nur Vereinen dienen, sondern auch Platz für Ausstellungen bieten, etwa für Funde aus dem fränkischen Gräberfeld in der Talstraße oder zur Entstehungsgeschichte des Riedbergs.

Obwohl der Magistrat noch im September 2024 keine konkrete Zusage über den Zeitpunkt der Realisierung machen konnte, unterstreicht die nun beschlossene Etatanregung die Entschlossenheit des Ortsbeirats, das Projekt „Mehrzweckhalle“ nach jahrelangem Warten in die Umsetzungsphase zu überführen.


Ironie der Geschichte: Kalbach hatte bis in die 1990er Jahre noch ein Bürgerhaus mit Kegel- oder Bowlingbahn und Gastronomie am Weißkirchener Berg. Dort stehen jetzt Reihenhäuser.

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Neues Chorprojekt: Alexandra Ziegler-Liebst sucht Stimmen

Frau Alexandra Ziegler-Liebst vom Stimminstitut Frankfurt

Die regionale Chorlandschaft erhält im kommenden Jahr hochkarätigen Zuwachs. Die Frankfurter Gesangsexpertin und Buchautorin Alexandra Ziegler-Liebst hat die Gründung eines neuen ambitionierten Ensembles angekündigt: Der FrauenPopChor Hochtaunus wird im Februar 2026 seine Arbeit aufnehmen. Für interessierte Sängerinnen läuft die Bewerbungsfrist bereits.

Ein Herzensprojekt mit dänischen Einflüssen

Nach 10 Jahren erfolgreicher Arbeit mit Frauenchor-Wochenenden verwirklicht Frau Ziegler-Liebst nun ein lang geplantes „Herzensprojekt“. Unter dem Dach des Sängerkreises Hochtaunus entsteht ein Auswahlchor, der sich anspruchsvoller Popchor-Literatur widmet. Das Repertoire umfasst 6 Songs, die in 7 Sonntagsproben erarbeitet werden und im September 2026 in einem Konzert gipfeln.

Besonderes Augenmerk liegt auf modernen, oft dänischen Arrangements und erstklassiger Stimmbildung nach der Complete Vocal Technique (CVT). Für das Ensemble werden insgesamt 40 Frauen gesucht. Da der Chorklang im Vordergrund steht, erfolgt die Auswahl über ein Online-Casting. Interessierte können sich noch bis zum 05.01.2026 für die Teilnahme bewerben.

Jubiläen und Workshops in der Landesmusikakademie

Neben dem neuen festen Ensemble stehen 2026 weitere musikalische Highlights an. Im März feiert Ziegler-Liebst gemeinsam mit der dänischen Expertin Tine Fris-Ronsfeld das 10-jährige Jubiläum der CVT Frauenchorwochenenden. Während das Projekt bereits weitgehend ausgebucht ist, sind aktuell noch zwei Plätze in der Stimmlage »Alt 2« verfügbar.

Ein weiteres Angebot richtet sich an Frauen, die Freude an moderner und „grooviger“ Chorliteratur haben: Vom 24. bis 26.04.2026 findet in der Landesmusikakademie Schlitz ein Workshop statt. Das Programm reicht von gefühlvollen Balladen bis zu kraftvollen Upbeat-Songs. Unterstützt wird Ziegler-Liebst dabei von einem Team aus erfahrenen Stimmbildnerinnen, bestehend aus Anna Liebst, Susanna Keye und Nadja Jamiro.

Singen als Gemeinschaftserlebnis: „Choir for one night“

Dass das Interesse am gemeinsamen Singen stetig wächst, beobachtet Ziegler-Liebst auch bei ihren niederschwelligen Formaten. Das Projekt „Choir for one night“, bei dem an einem einzigen Abend ein kompletter Song erarbeitet wird, verzeichnet einen signifikanten Zuspruch.

Interessanterweise finden auch immer mehr Männer den Weg in diese Projekte. Während im April noch 2 Männer teilnahmen, waren es im Oktober bereits 17 Teilnehmer. Für die kommenden Termine im Februar, März und April 2026 sind noch Plätze frei, während für den Januar bereits eine Warteliste besteht.


Über Alexandra Ziegler-Liebst

Die Initiatorin ist in der Fachwelt keine Unbekannte. Alexandra Ziegler-Liebst ist Autorin von 5 preisgekrönten Fachbüchern, die unter anderem ins Chinesische übersetzt wurden. Als Expertin für Chorgesang war sie in diesem Jahr zudem zweifach Gast in der HR-Sendung „hallo hessen“. Neben ihrer Tätigkeit als Chorleiterin und Komponistin bietet sie im kommenden Jahr auch Kurse in speziellen Nischen wie dem Jodeln oder dem Circlesinging an.

Weitere Informationen zu den Projekten, Bewerbungsmodalitäten und Anmeldungen sind über das Stimminstitut Frankfurt erhältlich.


Weiterführende Links

 

Kontakt
Stimminstitut Frankfurt
Alexandra Ziegler-Liebst
Hennegasse 6a
60439 Frankfurt

Mobil: 0176-21190100
eMail: singen@alexandra-ziegler-voice.com

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