Kategorie: Allgemein

Junge (8) im Hauptbahnhof vor ICE gestoßen und getötet

Bundesinnenminister Horst Seehofer spricht von einem „abscheulichen Verbrechen“. Frankfurts OB Peter Feldmann von einer „furchtbaren Tat“, die wie ein Schatten über der Stadt liegt. Am Frankfurter Hauptbahnhof halten am Abend Menschen Mahnwache, legen Blumen nieder und zünden Kerzen an. Es geschah heute morgen gegen 9.50 Uhr. Aktuell gehen die Ermittler der Mordkommission davon aus, dass ein Mann zuerst eine Mutter (40) und dann ihren 8-jährigen Sohn vor einen einrollenden ICE auf die Gleise gestoßen hat. 

Während die Mutter sich auf einen Fußweg zwischen dem Gleis 7 und 8 retten konnte, wurde der Junge vom Zug erfasst und verstarb noch vor Ort. Es soll keinerlei Verbindung zwischen Täter und Opfer geben.

Hinweise deuten darauf hin, dass der mutmaßliche Täter im Anschluss eine weitere Person auf die Gleise zu stoßen versuchte, die sich jedoch in Sicherheit bringen konnte.

Der mutmaßliche Täter, ein 40-jähriger, flüchtete im Anschluss aus dem Hauptbahnhof. Er wurde jedoch von Passanten überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. 

Die Polizei sucht nun in diesem Zusammenhang weitere ZeugInnen und HinweisgeberInnen, die sachdienliche Informationen zur Aufklärung der Tat geben können. Hierzu können sie sich über die Emailadresse hinweise-hauptbahnhof@polizei-hinweise.de oder über das Hinweistelefon, unter der Rufnummer 069 / 755 – 51199, melden.

Foto: MAINRiedberg

Hitzerekorde in Frankfurt

Exakt 40,2 Grad im Westend – Schwitzen in der gesamten Stadt. Nachdem am Donnerstag, 25. Juli, vielerorts, so auch in Frankfurt, neue Hitzerekorde gemessen wurden, stellt sich nun die Frage, ob die Rekordhitze auch zu besonderen gesundheitlichen Problemen geführt hat.

Bereits im Juni stellte Gesundheitsdezernent Stefan Majer eine Auswertung der Auswirkungen der im Juni gemessenen hohen Temperaturen auf die Gesundheit vor, die das Gesundheitsamt vorgelegt hatte. „Seit 2014 werden durch das Gesundheitsamt unter anderem die Krankenhauseinweisungen per Rettungsdiensteinsatz ausgewertet. Diese sind eine Messgröße für gesundheitliche Probleme bei Hitzetemperaturen, da sie tagesaktuell zur Verfügung stehen“, sagt Majer. Wie bei der ersten Auswertung im Juni zeigte sich auch an den vergangenen Tagen eine höhere Zunahme bei den Krankenhauseinweisungen. Endgültig kann die aktuelle „Hitzewelle“ noch nicht beurteilt werden, da sie noch weiter anhält: Der Deutsche Wetterdienst meldete auch für Freitag und Samstag noch maximale Temperaturen bis über 32 Grad Celsius, die zu einer starken Wärmebelastung führen. „Ob Jung oder Alt bitte angemessene Vorsorgemaßnahmen ergreifen und durch rechtzeitiges Vorbeugen sowie erhöhte Vorsicht gesundheitliche Schäden vermeiden“, so Stadtrat Majer abschließend.

Es ist also davon auszugehen, dass die aktuelle Hitzeperiode insgesamt über wenigstens fünf Tage andauern wird. „Eine längere Hitzeperiode führt erfahrungsgemäß zu noch einmal deutlich erhöhten Gefahren für die Gesundheit“, sagt Katrin Steul vom Gesundheitsamt. „Das liegt auch an der fehlenden Nachtabkühlung. Bei länger andauernden Hitzeperioden steigt die Wahrscheinlichkeit einer sogenannten ‚tropischen Nacht‘ mit nächtlichen Temperaturen von über 20 Grad Celsius. Die Innenräume können so vor dem Hitzeanstieg des nächsten Tages nicht wieder abkühlen.“

Das rät das Gesundheitsamt

Es ist bei langandauernder Hitzeperiode also noch einmal erhöhte Vorsicht geboten und einige Dinge gilt es zu beachten:

• Im Stadtgebiet werden an manchen Stellen die maximalen Temperaturen oft erst in den späten Nachmittagsstunden oder am Abend erreicht. Aktivitäten draußen sollten darauf abgestimmt werden. Insbesondere die frühen Morgenstunden kommen für einen Aufenthalt im Freien in Frage.

• Zur Abkühlung können gegebenenfalls auch klimatisierte Räume, zum Beispiel Geschäfte, Bibliotheken oder Kinos, hilfreich sein.

• Besonders betroffen von Hitzetemperaturen sind vor allem ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen. Auf diese sollte bei länger andauernden Hitzeperioden besonders geachtet werden.

• Direkte Sonneneinstrahlung muss bei hohen Temperaturen nach Möglichkeit vermieden werden. Ist dies nicht möglich, müssen ausreichend Pausen im Schatten eingelegt werden.

• Und vor allem: trinken, trinken, trinken! Bei Hitzetemperaturen benötigt der Körper ein Vielfaches der ansonsten benötigten Flüssigkeitsmenge. Hier kommt es insbesondere darauf an, das Richtige zu trinken. Alkohol oder koffeinhaltige Getränke führen oft zu einem zusätzlichen Flüssigkeitsverlust und eignen sich daher nicht. Gleichzeitig müssen die Mineralverluste ausgeglichen werden, zum Beispiel durch Knabbergebäck, Salzbrezeln oder ähnliches. Personen, die wegen einer Grunderkrankung nur wenig trinken sollen oder salz-rm essen, sollten sich mit ihrem Hausarzt beraten.

Für weitere Informationen steht das Gesundheitsamt unter Telefon 069/212-39237 zur Verfügung. Mehr Infos finden sich auch unter http://www.gesundheitsamt.stadt-frankfurt.de im Internet.

Foto: Gesundheitsamt Frankfurt

Jugendliche fordern Jugendparlament

Mehrere deutsche Städte, wie Wiesbaden, Stuttgart, Darmstadt oder Marburg ermöglichen Jugendlichen politische Teilhabe und haben Jugendparlamente etabliert. Nun fordern die drei Jugendorganisationen Frankfurter Jugendring (FJR), Stadtschülerrat (SSR) und Fridays for Future (FFF), diesen Schritt auch in Frankfurt und haben zu einem Kongress in den Römer eingeladen. Ziel ist es, eine Debatte über ein Konzept für ein Jugendparlament in Frankfurt zu beginnen.

„Unserer Jugend wird unterstellt, sie sei unpolitisch. Das kann ich absolut nicht bestätigen. Die Jugendlichen in Frankfurt gehen nicht nur für den globalen Klimaschutz und Schülertickets auf die Straße, sondern wollen sich auch lokal einbringen und Frankfurt mitgestalten. Unsere Demokratie lebt vom Mitmachen und braucht junge Menschen, wie Euch, die Beteiligung mit Nachdruck einfordern“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann in seiner Begrüßungsrede im Kaisersaal. Er habe den Kaisersaal und die Römerhallen gerne zur Verfügung gestellt, um damit seine Unterstützung für die Forderung der Jugendlichen deutlich zu machen.

„Während in ganz Deutschland und, weiter noch, rund um die Welt Jugendliche auf die Straße gehen um auch – aber nicht nur – für eine konsequente Umweltpolitik zu demonstrieren, wird immer klarer, dass es mehr Möglichkeiten der Partizipation für die jungen Menschen innerhalb unserer Gesellschaft geben muss. Uns ist es wichtig, das Thema jetzt anzupacken, solange wir Jugendlichen öffentlich wahrgenommen werden“, sagte Paul Harder, Stadtschulsprecher, in seiner Rede im Kaisersaal.

Den Kongress im Römer verstehen die Jugendorganisationen als „Kick Off Event“ zur gemeinsamen Arbeit an einem Konzept für ein Jugendparlament in Frankfurt. Nach der Begrüßung der Teilnehmer im Kaisersaal durch Oberbürgermeister Feldmann konnten sich die Gäste in den Römerhallen im Rahmen eines „Marktes der Möglichkeiten“ über die Arbeit bereits bestehender Jugendparlamente in Dresden, Marburg, Stuttgart, Wiesbaden und Offenbach informieren. Im Anschluss wurde diskutiert, wie ein Modell in Frankfurt aussehen könnte.

„Nach dem Kongress soll gemeinsam mit den drei Jugendorganisationen sowie mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft und Politik ein stadtweiter Arbeitskreis zum Thema Kinder- und Jugendbeteiligung in der Stadt Frankfurt entstehen. Wir wollen weitere Konzepte der Partizipation kennenlernen und ihre konkrete Umsetzung bei uns planen. Wir brauchen niedrigschwellige und offene Angebote, für jede Altersgruppe“, sagte Yassine Chaikhoun, Vorsitzender des Frankfurter Jugendrings.

„Gemeinsam geht es darum, den Jugendlichen endlich eine Stimme auch außerhalb des Protests auf der Straße zu geben und reelle Mitwirkungsmöglichkeiten zu schaffen, auch für Schülerinnen und Schüler. Mit einem Jugendparlament, das von den Schülerinnen und Schülern selbst getragen wird, haben diese endlich die Möglichkeit der Teilhabe an Prozessen, die sie selbst oft am stärksten betreffen“, ergänzte ein Vertreter von Fridays for Future Frankfurt.

Den Kongress am Montag, 22. Juli, im Römer verstehen die Jugendorganisationen als Anfang eines Prozesses, in dem politische Teilhabe an Debatten innerhalb der Stadt für Kinder und Jugendliche ermöglicht und erleichtert werden soll, damit wichtige Entscheidungen nicht länger über die Köpfe der nächsten Generation hinweg getroffen werden.

Foto oben (von links): Stadtschulsprecher Paul Harder, stellv. Stadtschulsprecher Magnus Welkerling, OB Peter Feldmann und Julien Chamboncel vom Frankfurter Jugendring

Informationen & Foto: Stadt Frankfurt

So lebten die „Frankfurter“ vor 6000 Jahren

Oberbürgermeister Peter Feldmann und Planungsdezernent Mike Josef haben vergangene Woche gemeinsam mit der Leiterin des Frankfurter Denkmalamtes, Andrea Hampel, rund 6000 Jahre alte archäologische Funde vor Ort in Harheim präsentiert. Dort hat das Frankfurter Denkmalamt neben einer keltischen Siedlung auch mehrere steinzeitliche Siedlungen erfasst. In einer der Gruben lag unter anderem ein menschlicher Schädel. Gefunden wurde ein Oberschädel ohne Unterkiefer. Die Fachleute gehen davon aus, dass der Kopf vom Körper abgetrennt, der Unterkiefer entfernt und der Schädel aus unbekannten, wahrscheinlich „kultischen“ Gründen absichtlich deponiert wurde.

„Ich bin immer wieder überrascht, welche bemerkenswerten Funde unser Denkmalamt bei seinen Grabungen im Stadtgebiet macht. Nun wurden Teile des mutmaßlich ersten Frankfurter Landwirts gefunden“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Solche Grabungsfunde helfen uns weiter, unsere Ursprünge und unsere eigene Geschichte besser zu verstehen.“

Planungsdezernent Josef unterstrich, dass es sich um einen außerordentlich seltenen Befund in Frankfurt handelt: „Das zeigt erneut, dass noch viele Schätze im Frankfurter Boden schlummern. Dabei ist es in erster Linie die bauliche Weiterentwicklung, die es uns erlaubt, in den Boden vorzudringen und neue Erkenntnisse über unsere Geschichte zu Tage zu fördern.“ Da auf dem Areal Wohnungen errichtet werden sollen, finden derzeit die gesetzlich vorgeschriebenen archäologischen Grabungen statt. Auf dem Grundstück sollen drei Reihenhäuser und acht Doppelhaushälften errichtet werden.

„Grundsätzlich wurden auch in der Steinzeit Tote auf Friedhöfen beerdigt – allerdings gibt es Ausnahmen“, erläuterte Amtsleiterin Hampel. „In Frankfurt kennen wir zwar über 100 Siedlungen aus diesem Zeitraum, aber bisher keinen nachgewiesenen Friedhof. Etwa zehn Fundstellen mit menschlichen Überresten aus der Jungsteinzeit haben wir im Stadtgebiet bislang entdeckt. Ein einzelner Schädel wirft allerdings viele Fragen auf, die wir noch nicht alle beantworten können. Nach der Bergung werden zahlreiche Untersuchungen folgen, die Alter, Geschlecht und Herkunft der Person klären sollen – und natürlich auch die Frage, wie der Kopf abgetrennt wurde.“ Anhand der Keramikfunde in der Grube gehört der Schädel in die Zeit um 4800 vor Christus. In Frankfurt ist bisher kein Skelett aus dieser Zeit bekannt.

An der Fundstelle befindet sich auch eine ältere Siedlung der sogenannten Linienbandkeramischen Kultur aus der Zeit um 5500 vor Christus als sich in Europa aus Mesopotamien kommend das Konzept und nach neuesten Erkenntnissen auch durch Zuwanderung die sesshafte Lebensweise verbreitete. Die Menschen ließen sich dauerhaft nieder und lösen die Lebensweise der Jäger und Sammler ab. Dabei handelt es sich um einen der bedeutendsten Entwicklungsschritte in der Geschichte der Menschheit, der zu Recht als „neolithischen Revolution“ bezeichnet wird.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Stadt Frankfurt/ Bernd Kammerer

U-Bahn-Baustelle live erleben

Die Bauarbeiten auf den U-Bahnlinien U1, U2, U3 und „unserer“ U8 zwischen Heddernheim und dem Südbahnhof sind in vollem Gange. Unter anderem werden Gleise erneuert, Überwege saniert und Brandschutzmaßnahmen durchgeführt.

Am heutigen Freitag, 19. Juli, zwischen 10 und 16 Uhr können große und kleine Besucher dabei sein, wenn im Rahmen der Sommerbaustellen sieben Weichen ausgetauscht werden.

Dazu gibt es ausführliche Erläuterungen und spannende Einblicke in die Arbeit auf der Baustelle. Der Eintritt ist kostenlos und leckere Speisen und Getränke kann man vor Ort kaufen.

Der Betriebshof liegt an der Haltestelle Heddernheim in der Nassauer Straße 27 – nur einige Minuten vom Riedberg entfernt. Die Station ist mit dem Schienenersatzverkehr SEV 1 erreichbar.

Weitere Informationen zu den Bauarbeiten und deren Auswirkungen gibt es unter http://vgf-ffm.de/wirbauen im Internet.

Foto: MAINRiedberg

Tischtennis-Petition hat Erfolg!

Die Petition „Mehr Tischtennisplatten auf dem Riedberg – Attraktive Spielplätze auch für große Kinder“ hat auf dem offiziellen Beteiligungsportal der Stadt Frankfurt die notwendige Unterstützerzahl von 200 übertroffen – und nachhaltigen Erfolg! Denn die Bürgeridee bekam nicht nur so viel Unterstützung, dass die Stadt die Umsetzung prüfen musste. In einer aktuellen Antwort der Verwaltung heißt es: „Der Anregung zur Aufstellung von Tischtennisplatten wird entsprochen.“ Der Riedberg wird zwei neue Outdoor-Platten erhalten. Gerade für ältere Kids, die jenseits der Vereine relativ wenig Freizeitmöglichkeiten haben, ist das sicher eine „schöne Nachricht“, wie der im Stadtteil engagierte Tischtennis-Diplomtrainer Wieland Speer formuliert.

Hier werden die beiden Outdoor-Platten aufgestellt

Allerdings wurden die von den Bürgern vorgeschlagenen Standorte teilweise modifiziert. Statt der drei erhofften Tischtennisplatten werden nur zwei Platten installiert. Wo? In der Renoirallee gegenüber der Kita Weltraum und im südlichen Bereich des neuen Grünzugs „Römische Straße“ im Westteil des Riedbergs. Von der Aufstellung weiterer geplanter Platten wurde aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung abgesehen.

Der Hintergrund der Initiative: Viele Kinder in unserem Stadtteil spielen leidenschaftlich gerne Tischtennis. In den Schulen sind die Tischtennis-AGs sehr beliebt. „Nur in der Freizeit haben die Kinder leider nur sehr begrenzte Möglichkeiten, Tischtennis zu spielen“, erklärt Kristina Kaiser, Initiatorin der Petition. Gerade auf Spielplätzen rund um die Grundschule Riedberg sei grundsätzlich ausreichend Platz vorhanden. Daher schlug man die Installation von Tischtennisplatten auf verschiedenen Spielplätzen vor.

Auch der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg hat sich im Mai mit dem Thema beschäftigt und setzte sich in einem gemeinsamen Antrag für mehr Outdoor-Tischtennisplatten ein.

Start mit großem Tischtennis-Spieltag?

Tischtennis-Trainer Speer denkt gleich noch einen Schritt weiter. Er fragt: „Sobald die Tische aufgestellt werden und wir davon erfahren, könnten wir dort einen öffentlichkeitswirksamen TT-Spieltag durchführen. Oder?“

Foto: Archiv

Für saubere Luft: Kürzere Wartezeiten für Bus und Bahn an Ampeln

Lange Wartezeiten an Kreuzungen für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) müssen nicht sein. Daher hat der Magistrat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, 24 Ampelanlagen zu modernisieren. Ziel der digitalen Modernisierung ist ein störungsfreier und pünktlicher Betriebsablauf. Durch die Beschleunigungsmaßnahmen können betriebliche und verkehrliche Störungen reduziert und Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit erhöht werden.

Die Mittel dafür stammen aus dem städtischen Etat und dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ des Bundes. Dem Beschluss muss noch die Stadtverordnetenversammlung zustimmen. Oberbürgermeister Peter Feldmann und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling begrüßen die Entscheidung als wichtigen Schritt hin zu einem attraktiveren ÖPNV und Beitrag zu einem gesünderen Stadtklima.

Oberbürgermeister Feldmann sagt: „Wir arbeiten die Punkte des gemeinsam mit unserer Nachbarstadt Offenbach erstellten Masterplanes NOx-Minderung konsequent ab. Unser Ziel bleibt die Schaffung eines gesünderen Stadtklimas und damit auch die Vermeidung von Fahrverboten. Ich vertraue hier darauf, dass Magistrat und Stadtverordnete den Verkehrsdezernenten auch weiterhin im Kampf für saubere Luft und gegen Fahrverbote unterstützen.“

Der Bund steuert 589.000 Euro bei, von der Stadt kommen 1,78 Millionen Euro. An fünf Anlagen muss die vorhandene Technik lediglich angepasst werden, neun Ampeln bekommen ein umfangreiches Update, bei zehn weiteren erneuert das Straßenverkehrsamt die gesamte Hardware bis hin zum Schaltschrank vollständig für den Digitalbetrieb.

„Die Attraktivität unserer Busse und Bahnen als alternative Verkehrsmittel zum eigenen Auto und damit auch als Beitrag zu sauberer Luft in unserer Stadt steht und fällt mit ihrer Fahrplantreue. Mit den zur Verfügung stehenden Bundesmitteln können wir nun die schon in den vergangenen Jahren durchgeführten Maßnahmen zur ÖPNV-Beschleunigung an Ampeln entlang der Tramlinie 12 und der wichtigen Buslinie 36 zügig weiterführen“, erklärt Verkehrsdezernent Oesterling.

Information: Stadt Frankfurt

Foto: RMV

Darum ist jetzt Trinken so wichtig…

Ob beim FamilienSportFest, bei der Radtour oder auf dem Bolzplatz – im Sommer muss die gefüllte Wasserflasche immer dabei sein 

Hochsommerliche Temperaturen bedeuten für unseren Körper kein hitzefrei, sondern eine Menge zusätzliche Arbeit. Der Körper verliert an normalen Tagen über zwei Liter Wasser. An heißen Sommertagen entsprechend mehr. 

Es wird mit Sicherheit heiß hergehen beim 8. FamilienSportFest am 6. Juli im Brentanobad und im Stadion am Brentanobad. Einen spannenden und aktiven Ferientag (11 bis 17 Uhr) mit bis zu 40 Bewegungsangeboten bei freiem Eintritt versprechen die Initiatoren Sportkreis Frankfurt, Frankfurter Bäder, Sportamt der Stadt Frankfurt, Deutsches Institut für Sporternährung und Sportklinik Frankfurt/Bad Nauheim sowie TG Bornheim. 

Einer wird bei jeder körperlichen Aktivität dabei sein: der Schweiß. Und das ist gut so, denn die „Bio-Maschine“ Mensch arbeitet leider mit einem sehr geringen Wirkungsgrad. 

75 Prozent der erzeugten Energie muss als Wärme abgeführt werden – und zwar über die Schweißproduktion. Geschieht dieses nicht oder unzureichend, droht dem Körper eine Überhitzung. Der Stoffwechsel braucht ständig Wasser für viele Funktionen und Organe, auch im Schlaf. 

„Wasser ist nicht nur Wärmeregulator, sondern auch Transport- und Lösungsmittel sowie flüssiger Baustein. Das Blut besteht zu 90 Prozent aus Wasser, das Gehirn zu 70 Prozent. Auch ohne körperliche Anstrengung verliert man durch Schwitzen jeden Tag gut einen halben Liter Wasser“, weiß Prof. Dr. Peil, ärztlicher Leiter der Sportklinik Frankfurt und Mitinitiator des FSF. 

Trinken hält auch das Gehirn fit – denn es braucht einen konstanten Wassergehalt. „Es geht dabei nicht nur um die richtige Menge pro Tag, sondern auch um den richtigen Zeitpunkt des Trinkens. Wer zu wenig und zur falschen Zeit trinkt, verringert seine geistige Leistungsfähigkeit, ob in der Schule, bei der Arbeit oder beim Sport“, so Prof. Dr. Peil. 

Ein schleichendes Wasserdefizit ist nach Experten weit verbreitet, weil viele Menschen zu wenig trinken: Ein Großteil der Deutschen, insbesondere auch der Kinder, liegen regelmäßig rund 20 Prozent unterhalb der optimalen Trinkmenge. Doch viele Menschen trinken nicht nur zu wenig, sondern auch nicht zur rechten Zeit: Nur zu den Mahlzeiten, oft erst abends, oder erst, wenn sie schon starken Durst verspüren. Das ist falsch, sagen auch Fachleute wie Günter Wagner, Ernährungswissenschaftler am Deutschen Institut für Sporternährung e.V. in Bad Nauheim: „Viele glauben, dass sie sich das Wasser zu einem beliebigen Zeitpunkt zuführen können, zum Beispiel erst abends. Doch wer nicht tagsüber trinkt, und zwar regelmäßig, und auch bei körperlicher oder geistiger Anstrengung, der schwächt seine geistige Leistungsfähigkeit.“ 2 

Der Körper kann ein entstandenes Defizit nicht so schnell ausgleichen. „Wer also glaubt, er braucht nur nachzutrinken und schon stimmt die Bilanz wieder, der muss berücksichtigen, dass die Erholung nach dem Defizit doch einige Zeit braucht. Das zeigt, dass man kontinuierlich und eben vor der Anstrengung, also vor dem Lernen oder vor dem Arbeitsmeeting im Büro trinken sollte – und nicht hinterher“, so Günter Wagner. Nippen statt kippen lautet auch sein Trinkmotto für das FamilienSportFest. 

Der Ernährungsfachmann hat sich schon seit Jahren auf das Thema Trinken spezialisiert und berät Sportler und andere Interessenten dazu, wie sie optimal trinken können. Zusammen mit Prof. Dr. Peil und Uwe Schröder hat er das Buch „Trink dich fit – Handbuch für das richtige Trinken“ (pala-Verlag, Darmstadt) verfasst. 

Der Trink-Experte plädiert vor allem für das Frühstück mit Getränken, besonders für Schulkinder. Auch Studierende sollten am besten vor der Vorlesung oder währenddessen trinken, wenn es irgendwie geht: Mineralwasser (1,5 bis 2,5 Liter über den Tag verteilt) reicht – so genannte Energiedrinks sind nicht nötig. 

Wenn Wasser-/Schweißverluste nicht rechtzeitig ausgeglichen werden, verschlechtern sich langfristig die Fließeigenschaften. Dadurch wird die Versorgung der Muskelzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen (Energie) verzögert und Stoffwechselvorgänge laufen verlangsamt ab. „Der Körper versucht die Wasserverluste zu minimieren und drosselt die Schweißproduktion. Das Risiko von Hitzeschäden steigt,“ gibt Sportmediziner Prof. Dr. Peil zu bedenken. Wird der Bedarf an Wasser und Mineralstoffen nicht ausgeglichen, können Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen die Folge sein. 

Mit jedem Tropfen Schweiß verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe. Neben Natrium insbesondere Calcium und Magnesium im Mengenverhältnis von 2:1 – 2 Teile Calcium zu 1 Teil Magnesium. Empfehlenswert ist ein schneller gleichzeitiger Ersatz beider mit dem Schweiß verlorenen Wirkstoffe, also von Calcium und Magnesium. Entsprechend ist mineralstoffreiches Mineralwasser ein ideales Getränk für Sportler in jeder Alters- und Leistungsklasse. Voraussetzung: Das Mineralwasser enthält physiologisch wirksame Mengen der Mineralstoffe Calcium und Magnesium. Mit einem derartigen Mineralwasser kann sozusagen Schluck für Schluck ein erfolgreicher Ausgleich der sportbedingten Verluste an den Mineralstoffen Calcium und Magnesium erreicht werden. 

Im Vergleich zu Erwachsenen haben Kinder einen, bezogen auf ihr Körpergewichterhöhten Wasserbedarf. Ihr Wasseranteil im Körper und ihr Wasserstoffwechsel ist im Verhältnis zu Körpergewicht und Körperoberfläche gegenüber Erwachsenen deutlich größer. Daher sind Kinder und Jugendliche im besonderen Maße von Flüssigkeitsverlusten, wie beim Sport im Sommer, gefährdet. Zudem beginnt das Risiko von Hitzeschäden bei Kindern auf einem niedrigeren Dehydratationsniveau. Kinder sollten intensive körperliche Aktivitäten meiden, wenn die Umgebungstemperatur die Hauttemperatur übersteigt. 

Neben der Kühlung von innen ist die Kühlung von außen besonders wichtig. Dabei können nasse Tücher ihren Einsatz finden. Auch bei der Wahl der Sportbekleidung sollte auf Material aus atmungsaktiven Kunstfasern geachtet werden, um eine Luftzirkulation herzustellen und einen Hitzestau zu vermeiden. Das Tragen einer Kopfbedeckung kann, je nach Sportart, ebenfalls einen kühlenden Effekt für den Kopf haben und einem Sonnenstich vorbeugen. Keinen kühlenden, dafür aber einen schützenden Effekt hat das Auftragen eines Sonnenschutzmittels mit ausreichendem Lichtschutzfaktor. So präpariert, kann nichts schiefgehen – auch nicht beim FamilienSportFest. 

Foto & Informationen: FamilienSportFest/

38 Grad Hitze! Wetterdienst warnt und gibt Tipps

Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Warnung vor Hitze herausgegeben. Schon in den vergangenen Tagen wurde für Frankfurt eine starke Wärmebelastung mit Temperaturen von über 35 Grad prognostiziert. Aktuell sind heute sogar noch bis zu 38 Grad vorhergesagt

Die meisten Menschen fühlen sich bei sonnigem Wetter und sommerlichen Temperaturen richtig wohl. Damit das bei der starken Hitze auch so bleibt, sollten alle – selbst gesunde Erwachsene – angemessene Vorsorgemaßnahmen ergreifen und durch rechtzeitiges Vorbeugen und richtiges Verhalten gesundheitliche Beeinträchtigungen und Schäden vermeiden. Das Gesundheitsamt hat hierzu einfache Tipps zusammengestellt.

• Wichtig ist, ausreichend zu trinken und dabei auch auf eine ausreichende Mineralienzufuhr zu achten. Das heißt statt natriumarmer Wässer sollte auf mineralreiche Wässer umgestellt werden. Auch durch salziges Knabbergebäck kann der durch Schwitzen erhöhte Kochsalzbedarf sichergestellt werden.
• Weiterhin gilt, möglichst körperliche Anstrengung während extremer Hitze und Aufenthalt in der Sonne zu vermeiden.
• Wohnungen sollten durch Abdunkelung der Fenster möglichst kühl gehalten werden und insbesondere in den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden gelüftet werden.

Obwohl jeder unter großer Hitze leidet, sind manche Menschen besonders gefährdet. Darunter Kleinkinder, Menschen über 65 Jahre und Menschen mit körperlichen Erkrankungen, insbesondere mit Diabetes, Herzkreislauf-Erkrankungen und mit hohem Blutdruck. Bei diesen Personengruppen sollte regelmäßig (mindestens zweimal am Tag) auf Zeichen von Erschöpfung durch Hitze und auf Hitzschlag geachtet werden, das heißt Überwärmung, Schwäche, Schwindel, Benommenheit, gegebenenfalls Übelkeit und Erbrechen. Kinder und insbesondere Kleinkinder müssen selbstverständlich noch enger überwacht und umsorgt werden.

Weitere Informationen – vor allem auch für besonders von starker Hitze gefährdete alte und kranke Menschen, aber auch für Ärzte sowie für Mitarbeiter in Altenpflegeheimen – findet man auf der Startseite des Gesundheitsamtes unter http://www.gesundheitsamt.stadt-frankfurt.de .

Foto: Gesundheitsamt Frankfurt

Spendenaktion für Kirchenglocken

Vor drei Jahren, exakt am 3. Juli 2016, wurde die katholische Kirche St. Edith Stein feierlich geweiht und damit auch das „Centre for Dialogue at Campus Riedberg“, das Edith Stein Zentrum, dort eröffnet. „Die katholischen Bürger in Frankfurt/Riedberg haben eine Heimat gefunden“, wie der Kirchbauförderverein betont. Der moderne Bau an der Kreuzung Riedbergallee/ Kalbacher Höhe, direkt gegenüber der evangelischen Riedberggemeinde, ist weithin sichtbar. Nur eines fehlt bis heute: Der Turm der Kirche ist leer. Es gibt keine Kirchenglocken, die zum Gottesdienst oder anderen Feierlichkeiten läuten.

Das will der Kirchbauförderverein der Gemeinde nun ändern, mit viel Engagement und einer Spendenaktion. „Die Finanzierung der Glocken ist das bisher größte und ehrgeizigste Projekt in der Vereinsgeschichte“, erklärt Sabrina Geller vom Förderverein gegenüber MAINRiedberg.

Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, St. Edith Stein materiell und ideell zu fördern. Dazu gehören zum Beispiel die Anschaffung von liturgischen Gegenständen aber auch die Durchführung verschiedener religiöser, musischer und kultureller sowie wissenschaftlicher Veranstaltungen. Unter anderem wurde zusätzliche Stühle für die Gottesdienste, und ganz aktuell ein neues Keyboard zur Begleitung der Gottesdienste angeschafft. Der Kirchbauförderverein beteiligt sich für die Gemeinde traditionell am Riedberger Weihnachtsmarkt und führt in Zusammenarbeit mit dem Centre für Dialogue at Campus Riedberg jährlich einen Edith-Stein-Tag, die Namenspatronin der Gemeinde, sowie andere wissenschaftliche Veranstaltungen durch.

Die Räumlichkeiten der Gemeinde, eine Kapelle mit einem zuschaltbaren, multifunktionalen Saal, ein großzügiges Foyer, Büros und Gruppenräume, werden daher gut genutzt. „Unvollendet ist jedoch nur unser Glockenturm. Es fehlen drei Glocken, damit der Bau vollendet werden kann“, erklären die Vertreter des Fördervereins – und hoffen auf die Unterstützung hier im Stadtteil und auch über die Gemeindegrenzen hinaus.

Das Bistum Limburg hat der Gemeinde die Kostenübernahme für die Anbringung und Einrichtung des Geläuts sowie die Verschalung des Glockenturms zugesagt. Die Anschaffung der Glocken obliegt, wie üblich, der Gemeinde. Die Kosten liegen bei rund 30.000 Euro inklusive Material- und Transportkosten.

Spenden für die Kirchenglocken können auf folgendes Konto überwiesen werden: Kirchbauverein Edith Stein, IBAN: DE 16 5005 0201 02006114 70 (Spendenquittungen können erstellt werden)

Weitere Informationen unter info@kirchbauverein-edith-stein.de  sowie  https://www.sankt-katharina-frankfurt.de/gemeinden/st-edith-stein/

Foto: MAINRiedberg