Schlagwort: Bücherschrank

Bücherschrank-Vandalismus in Niederursel

Eingeschlagene Scheiben am Bücherschrank

Leider mussten am Samstagmorgen, dem 7. Februar, einige Bürger von Niederursel mit Schrecken feststellen, dass der Bücherschrank im Weißkirchener Weg vor der Feuerwache schwer beschädigt wurde. Die Tür war beschmiert mit unleserlicher Graffiti, aber schwerer wiegen die vier eingeschlagenen Scheiben an der Seite des Schranks.

Roger Bohn, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Nord-West und einer der beiden Paten des Schranks, äußerte sich erschreckt und verärgert über den Vandalismus. Zusammen mit seinem Co-Paten Klaus Schulze von der Linken steckt er viel Zeit und Arbeit in die Pflege des Bücherschranks, der sich im Übrigen von den meisten anderen in Frankfurt unterscheidet.

Graffiti auf dem Bücherschrank

Bild: Stefan Ziegler

Es ist eine der schönen alten, roten Original-Telefonzellen aus London, die 2013 mit finanzieller Unterstützung des Ortsbeirats direkt aus Großbritannien eingeführt wurde. Eine Strafanzeige steht noch aus, ist aber geplant.


Kommentar

Vandalismus an Frankfurter Bücherschränken sorgt für Entsetzen

Sie sind Symbole der Nachbarschaftshilfe, Orte des kostenlosen Wissensaustauschs und aus dem Frankfurter Stadtbild kaum noch wegzudenken: die öffentlichen Bücherschränke. Doch das Erfolgsprojekt der Bürgerstiftung Frankfurt und zahlreicher lokaler Initiativen sieht sich einer wachsenden Bedrohung gegenüber. In den vergangenen Monaten häuften sich im gesamten Stadtgebiet Fälle von Vandalismus, die weit über bloße Schmierereien hinausgehen.

In der jüngeren Vergangenheit kam es mehrfach zu schweren Sachbeschädigungen. So wurden an Standorten wie dem Merianplatz oder im Nordend Glasscheiben mit Steinen oder schweren Gegenständen zertrümmert. Noch gravierender sind die Fälle von Brandstiftung: Mehrere Schränke wurden komplett ausgebrannt, wobei nicht nur die Gehäuse massiv beschädigt, sondern auch hunderte gespendete Bücher unwiederbringlich vernichtet wurden.

Für die Anwohner und Nutzer ist dies ein herber Schlag. „Ein Bücherschrank lebt vom Respekt und dem Miteinander“, erklärt ein Anwohner, der das lokale Angebot regelmäßig nutzt. „Wenn dieser Respekt durch blinde Zerstörungswut ersetzt wird, verliert das Quartier ein Stück Lebensqualität.“

Die finanziellen Folgen sind erheblich. Die Anschaffung und Aufstellung eines stabilen, wetterfesten Bücherschranks kostet – je nach Modell – zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Reparaturen nach Vandalismusfällen schlagen oft mit mehreren hundert oder gar tausend Euro zu Buche. Getragen werden diese Kosten meist von der Bürgerstiftung, Sponsoren oder durch Spendengelder.

Neben der finanziellen Last wiegt der emotionale Schaden für die Bücherpaten schwer. Diese Freiwilligen investieren wöchentlich viele Stunden, um die Bestände zu sortieren, beschädigte Bücher zu entsorgen und die Schränke sauber zu halten. Nach massiven Vandalismusschäden stehen viele Paten vor der Frage, ob sie ihre Arbeit fortsetzen können und wollen.

Die Bürgerstiftung Frankfurt hält trotz der Rückschläge an dem Konzept fest. Die Resonanz der Leser sei nach wie vor überwältigend positiv, und die Schränke seien ein wichtiger Beitrag zur Leseförderung. Man setze weiterhin auf die „soziale Kontrolle“ durch die Nachbarschaft. Je mehr Bürger ein wachsames Auge auf „ihren“ Schrank haben, desto schwerer haben es die Vandalen.

Am Ende bleibt die Hoffnung, dass die Wertschätzung für dieses kostenlose Kulturangebot in der Bevölkerung größer ist als die Zerstörungswut Einzelner. Die Frankfurter Bücherschränke sollen auch in Zukunft Orte der Begegnung bleiben – trotz der zerstörten Scheiben.

 

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Erster öffentlicher Kinderbücherschrank in Bonames

Die Stadt Frankfurt informiert:

Zum „Welttag des Buches“ wurde am Montag, 22. April, in Bonames der erste öffentliche Bücherschrank nur für Kinder und Jugendliche eröffnet.

Das Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ) Am Bügel – im Kooperationsverbund mit Kita Frankfurt und dem Evangelischen Regionalverband Frankfurt und Offenbach – hatte das gemeinsame Projekt mit dem Stadtplanungsamt und der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) ins Leben gerufen.

Viorica Tatar von der Fachberatung für Kinder- und Familienzentren und Orte für Familien begrüßte im Namen von Kita Frankfurt die Kinder, Familien, Nachbarn und Kooperationspartnerinnen sowie -partner, die zur Eröffnungsfeier gekommen waren. „Der Kinderbücherschrank ist ein Angebot, das die Familien genau dort erreicht, wo sie leben und hingehen, und zwar ins Kinder- und Familienzentrum. Damit ist ein wichtiger Schritt zur mehr Teilhabe und Bildungszugängen gemacht worden – zwei Ziele von Kita Frankfurt. Auf dieses Ergebnis sind wir sehr stolz!“, betonte Tatar.

FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler war ebenfalls zur Eröffnung des Gemeinschaftsprojektes erschienen. „Alle Kinder sollten Zugang zu Büchern haben, denn diese fördern die Sprachkompetenz, erweitern den Horizont und regen die Fantasie an. Mit dem ersten Kinderbücherschrank Frankfurts, entworfen und gebaut von FES-Azubis, ist das hier Am Bügel möglich. Für FES und auch für mich persönlich ist es eine besondere Freude, einen Teil dazu beigetragen zu haben“, sagte Scheffler.

Den Worten seines Vorredners schloss sich Clemens Niekrawitz, Leiter der Evangelischen Familienbildung, an: „Nicht alle Familien haben die finanziellen Mittel, um eine größere Auswahl an Büchern für ihre Kinder zu kaufen. Ein offener Kinderbücherschrank bietet den Kindern freien Zugang zu Büchern, ganz unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familien.“

Nach den Begrüßungsreden warteten die Kinder aus dem KiFaZ Am Bügel, bis einige von ihnen gemeinsam mit den Einrichtungsleitungen das Eröffnungsband zum Bücherschrank durchschneiden durften. Im Anschluss nahmen die Kinder an Workshops zum Thema „Bücherschrank“ und „Buchkino“ teil.

Am Buffet kamen alle Teilnehmenden zusammen und anschließend wurden die ersten Bücherspenden in den Schrank einsortiert. Die Kinder und Familien aus dem KiFaZ und dem Quartier freuen sich, künftig im Kinderbücherschrank stöbern und Bücher tauschen zu können.

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Warnung an Bücherdiebe!

Endlich scheint wieder mal die Sonne. Das genießt man gerne am Riedbergplatz oder greift zu einem Buch. Denn „unser“ Bücherschrank ist endlich wieder voll! Wie vergangenen Woche berichtet und in den Riedberger Chat-Foren ausgiebig diskutiert, sind insbesondere neue und hochwertige Bücher zuletzt sehr schnell aus der Glasvitrine verschwunden. Vergangene Woche war der öffentliche Bücherschrank sogar komplett leergeräumt.

War es ein schlechter Scherz, Vandalismus oder das Werk von Flohmarkthändlern? Georg Raabe, einer der drei ehrenamtlichen Bücherschrank-Paten, hatte schon vorher von der Vermutung gesprochen, dass Flohmarkthändler das als Nachschubquelle nutzen könnten. Er hat sich auch an die Stadt gewandt und folgende Auskunft erhalten: „Das Phänomen der Flohmarkthändler ist leider nicht neu“, heißt es aus dem Amt für Straßenbau und Erschließung. Das führe auch dazu, dass sich der Bestand in den Frankfurter Schränken eigentlich immer auf etwas ältere Werke einpendelt.


So berichtete MAINRiedberg in der vergangenen Woche

Leider sei es aber so, „dass es keine Handhabe dagegen gibt“. Jeder kann die Bücher rausnehmen, auch wenn das natürlich anders gedacht ist. Selbst, wenn man jemanden auf frischer Tat ertappen würde – man könnte, realistisch betrachtet, nicht viel mehr machen, als dieser Person ins Gewissen zu reden. Der Experte von der Stadt hat bereits „von einem Fall gehört, in dem jemand, der einen Schrank gerne mit guten Büchern bestückt, inzwischen weiß, wann der ,Profi‘ kommt, und immer kurz danach die Bücher reinstellt“.

Am Riedbergplatz ist unser Bücherschrank dank vieler Bücherfreunde inzwischen wieder wunderbar gefüllt. Die Bücherschrank-Paten haben ein Schreiben angebracht, mit einem Appell an alle Nutzer und mit der eindringlichen Warnung an Diebe. Georg Raabe und Mitstreiter hoffen, dass so der Bücherklau zumindest eingedämmt werden kann.

(Fotos: Georg Raabe/ cd)

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Unser Bücherschrank ist leergeräumt!

Romane, Thriller, Kinderbücher, mal ein Atlas oder Wissensmagazine – bisher stand in „unserem“ Bücherschrank am Riedbergplatz immer eine bunte, vielfältige Mischung aus Büchern für jeden Leserkreis. Teilweise auch in Englisch, Französisch und anderen Sprachen. Und heute Morgen? Da war alles leergeräumt! Kein einziges Buch lag mehr in der Glasvitrine, die sich so wunderbar einfach öffnen und schließen lässt.

Bereits seit einigen Tagen ist aufgefallen, dass der Bücherschrank schnell Lücken aufweist. Besonders gute, neue Bücher verschwanden sehr schnell. Georg Raabe, einer der drei ehrenamtlichen Bücherschrank-Paten, sagt: „Das ließ schon die Vermutung aufkommen, dass ´Flohmarkthändler´ das als Nachschubquelle nutzen.“ Dass heute allerdings kein einziges Buch mehr in den Regalen lag, spricht weniger für die Flohmarkthändler-Theorie, „ist aber trotzdem sehr seltsam“.

Normalerweise gilt: Bring eins, nimm eins! Sprich: Wer beispielsweise Literatur mit Nervenkitzel weiterreichen will, kann auch mit einem Liebesroman nach Hause gehen. Oder mit einem Sachbuch. Probleme wie Müll oder Vandalismus gab es bisher keine, so Georg Raabe. Nur Auf- und Umräumen war gelegentlich notwendig. Die Paten waren bemüht, auf den unteren Regalböden Kinderbücher zusammenzustellen. Auch Monatszeitschriften wie etwa „Spektrum der Wissenschaften“ waren immer sofort weg und werden sicher auch weiterhin gerne gelesen.

Als Motto würde der Experte am liebsten schreiben: „Ihre Urlaubslektüre findet neue Leserinnen und Leser – stellen Sie sie in den Bücherschrank!“ Georg Raabe (siehe Foto) abschließend zu MAINRiedberg: „Ich erhoffe mir mehr Aufmerksamkeit und natürlich wieder – wie bisher schon – eine bunte Lesestoffmischung für alle Riedberger.“

Damit unser Bücherschrank wieder voll wird – und hoffentlich nicht mehr leergeräumt…

(Eigenaufnahme/ Foto: Georg Raabe)

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Graffiti am
Spielplatz

Die Graffiti am so genannten „Drehscheiben-Spielplatz“ im Kätcheslachpark sind sehr schnell Eltern, Spaziergängern und Joggern aufgefallen. Eine Hundebesitzerin sagte gegenüber MAINRiedberg: „Ich finde es traurig, dass es das jetzt auch bei uns gibt.“ Die Rutsche ist mit Graffiti beschmiert, einige große Steinstufen am Spielplatz ebenso und auch die Brücke, die über den Kätcheslachbach führt.

Das Grünflächenamt ist informiert. Wann die Beseitigung der Schmierereien erfolgt, ist noch nicht bekannt. Denn auch die Widerlager der Brücke sind betroffen. Hier muss die Farbe vom Hochbauamt entfernt werden.


Auch die großen Steinstufen am so genannten „Drehscheiben-Spielplatz“ im Kätcheslachpark sind beschmiert

Wie lässt sich das Problem in den Griff bekommen? Laut Experten dadurch, dass die Schmierereien möglichst schnell wieder beseitigt werden. Allerdings nimmt die Zahl der Graffiti in der Stadt, insbesondere an ICEs und S-Bahnen, zu. Ist auch der Riedberg keine Ausnahme mehr? SPD-Ortsbeirat Jörg Rohrmann, der die Beschädigungen dem Grünflächenamt gemeldet hatte, appelliert: „Ich finde es sehr bedauerlich, dass die Spielplätze durch Schmierereien verunstaltet werden, zumal eine Beseitigung sehr aufwendig und teuer ist.“ Dieses Geld „wäre besser für den Bau und Renovierung von Spielplätzen angelegt worden“.


Hier ist die Entfernung der Graffiti aufwendiger, weil auch die Widerlager der Brücke betroffen sind

Thema Müll und Müllentsorgung am Riedberg

Verschmutzung und Müll waren schon mehrmals Themen im Ortsbeirat. Erst im Januar hat CDU-Ortsbeirat Dr. Winfried Lampe angekündigt, dass er als ehrenamtlicher Pate des Bücherschranks am Riedbergplatz abtreten will. Statt Sachbüchern oder Bücher zum Lesen und Schmökern fand er veraltete und zerfledderte Literatur, gebrauchte Taschentücher und Essensreste vor. Zwei- bis dreimal die Woche hat er den Schrank in Ordnung gebracht. Geändert hat das wenig.

Bereits im November gab es einen CDU-Antrag für eine bessere Müllentsorgung im Bereich Altenhöferallee/ Annette-Kolb-Weg/ Friedrich-Dessauer-Straße. Aufgrund neuer Einkaufsmöglichkeiten und Take-aways quellen die vorhandenen Abfallbehälter – vor allem im Bereich der Bus-Haltestellen – über und der Müll verteilt sich wegen des oft starken Windes in der Umgebung. Hinzu käme die Angewohnheit mancher Mitmenschen, dann, „wenn keine Abfallbehälter in unmittelbarer Nähe oder diese (oft nur scheinbar) voll sind, den Abfall einfach wegzuwerfen“.

Jetzt liegt die Stellungnahme der Stadt vor. Nach Rücksprache mit der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES GmbH) werden die Abfallkörbe im genannten Bereich ab sofort dreimal wöchentlich geleert. Zudem wurde im Bereich Friedrich-Dessauer-Weg und Ernst-Abbe-Straße jeweils ein zusätzlicher Abfallkorb angebracht.

In der Antwort der Stadt heißt es weiter: „Die FES stellt grundsätzlich keine Abfallkörbe gezielt vor Cafés, Bäckereien o.ä. Geschäften auf, da auch die Anbieter gefordert sind, Möglichkeiten für die Abfallentsorgung bereitzustellen.“ Aktuell wird kein weiterer Bedarf an zusätzlichen oder größeren Abfallbehältern gesehen, da bei Stichproben auch zwei Tage nach der Leerung keine Überfüllung oder Verschmutzung festzustellen war.

(Fotos: cd)

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