Kategorie: AktuelleNEWS

Re-Start im Familienzentrum Billabong

Jetzt kommt endlich wieder mehr Leben und Lachen ins Familienzentrum Billabong am Riedberg! Nach der Corona-bedingten Auszeit sind viele Kursangebote wieder online geschaltet und das Team wagt ab Montag, 8. Juni, Schritt für Schritt einen Re-Start, selbstverständlich unter Einhaltung der erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln.

Vergangene Woche trafen sich 15 Kursleiter und das Leitungs-Team in den Räumen des Vereins in der Graf-von-Stauffenberg-Allee, um gemeinsam unter anderem das Hygienekonzept durchzusprechen und einen Testlauf zu wagen. Das verlief reibungslos. „Inzwischen kennt ja jeder auch die wichtigsten Regeln“, so Judith McCrory aus dem Billabong-Vorstand.

Mit den ersten Kursen geht es im Familienzentrum und Mehrgenerationenhaus ab Montag wieder los: Deutschkurse für Erwachsene, Helen Doron English for Kids, Russisch-Unterricht für Kinder, Bewegung für Klein und Groß  – Kinder in Bewegung mit Spannung, Spiel und Spaß (ab 11 Monate bis 3 Jahren), ZUMBA 4 TEENS, ZUMBA für Erwachsene, Rückenschule, Musikgarten für Babys – Musik für kleine Ohren Altersgruppe ca. 6 Monate bis 18 Monate, Musikgarten Phase 1 Altersgruppe 18 Monate bis 3 Jahre, Babymassage, Tai Chi und Meditation, Qigong, Fitness für Väter.

Das beliebte Café Billabong soll auch bald wieder öffnen

„Das Team freut sich sehr, dass endlich wieder Leben im Familienzentrum einziehen kann und wir wieder für Euch vor Ort sein können“, heißt es bei Billabong. „An dem Konzept für das Café arbeiten wir noch und sagen Bescheid, wenn es soweit ist.“

Bei Fragen kann man sich direkt an das Billabong Team über info@billabong-family.de oder 069 / 98957795 wenden.

Nähere Infos zu den Kursen, Terminen und die Kontaktdaten der Kursleiter finden Interessierte auf www.billabong-family.de 

Fotos: Archiv

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Danke 112! Geburtshilfe am Telefon

Es ist die schönste Notfall-Meldung dieser Woche: Gestern gab die Rettungs-Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt „Geburtshilfe“ am Telefon – Baby, Mama und Papa sind wohlauf!

Am Samstag gegen 8.45 Uhr erhielt die Zentrale Leitstelle der Feuerwehr über den Notruf 112 ein Hilfeersuchen von einem werdenden Vater. Problem: Bei seiner schwangeren Ehefrau hatten in der heimischen Wohnung plötzlich Wehen und der Geburtsvorgang eingesetzt.

Der Disponenten in der Leitstelle alarmierte während des Gesprächs einen Rettungswagen sowie einen Notarzt und entsendete diese zu der Wohnung des Paares nach Griesheim. „Dann leitete er den sehr souverän und unaufgeregt wirkenden Vater bis zum Eintreffen der Kollegen am Einsatzort telefonisch an, und gab Hilfestellung bei der Geburtshilfe“, wie die Feuerwehr in einer Pressemitteilung schreibt.

Bis zum Eintreffen des Rettungswagens, der acht Minuten nach Notrufeingang vor Ort eingetroffen war, hatte bereits ein kleiner Junge das Licht der Welt erblickt. Die Mutter und der Neugeborene, welcher den Vornamen Florian erhalten hat, wurden nach einer ersten Behandlung vor Ort im Rettungswagen zur Nachsorge in die Uni-Klinik transportiert. Ob die glücklichen Eltern diesen Vornamen spontan, aufgrund der Hilfe des Feuerwehrmanns am Notruf (Sankt Florian ist der Schutzpatron der Feuerwehr), oder geplant vergeben haben, ist nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass die am Einsatz beteiligten Kräfte und natürlich das Leitstellenpersonal sich über den guten Verlauf und das glückliche Ende des Einsatzes sehr gefreut haben. Lagedienstleiter Florian Ritter meinte dazu „Vielleicht wird ja auch dieser Florian mal ein Feuerwehrmann und ein Kollege von uns.“

Als Anregung hat die Frankfurter Feuerwehr auch gleich noch Infos für alle mitgeschickt http://feuerwehr-frankfurt.de/index.php/job-karriere http://feuerwehr-frankfurt.de/index.php/job-karriere

Informationen: Feuerwehr Frankfurt

Symbolfoto: Peter Oslanec on Unsplash.com

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Schüler sammeln 1700 Euro für den Frankfurter Zoo

Tolle Spendenaktion für den Frankfurter Zoo: Mehr als ein Jahr lang sammelten die Schülerinnen und Schüler der 6a am Gymnasium Riedberg insgesamt 1700 Euro für den Ausbau des Affengeheges. Die Idee dazu hatten sie übrigens bei einem Wandertag…

„Können wir in unserer Pause Spenden für den Zoo sammeln gehen, anstelle zu frühstücken?“ Mit dieser Frage an die Klassenlehrerin war die Idee erstmals ausgesprochen und die Schülerinnen und Schüler 6a am Gymnasium Riedberg starteten eine Spendenaktion zugunsten des Frankfurter Zoos.

Aber von Anfang an. „Während des Wandertages in den Zoo entwickelten wir während der Säugetier-Ralley und kurz vor der Frühstückspause die Idee, den Ausbau des alten Affengeheges zu unterstützen“, berichten die Kids. Gesagt – getan! Und noch während des Zoobesuchs begann ihre zunächst kleine Spendenaktion. Das war bereits im Dezember 2018, als sie noch in der 5. Klasse waren. Sie sprachen Besucher des Zoos an und sammelten noch vor Ort eine erste Summe von knapp 50 Euro.

Auch danach sammelten sie eifrig weiter, sodass die Spendensumme bereits während ihres ersten Schuljahres auf dem Gymnasium auf einen stolzen Betrag von 400 Euro anwuchs. In den Klassenleiterstunden der 6. Jahrgangsstufe gab es dann bald nur noch ein Thema: „Wir wollen noch mehr Spenden sammeln und eine große Spendenaktion auf die Beine stellen!“ Klassenlehrerin Katherina Weislogel ließ sich auf diesen Wunsch ein und gemeinsam beschloss man, am Riedberger Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr mit einem Klassenstand teilzunehmen.

Auch auf dem Riedberger Weihnachtsmarkt sammelte die 6a Spenden für den Zoo – mit dem Verkauf von selbstgemachten Plätzchen, Kuchen und Kinderpunsch

Es sollten Plätzchen, Kuchen, Punsch und Kaffee verkauft und der gesamte Erlös an den Frankfurter Zoo gespendet werden. „Als Klasse mussten wir dabei großen Teamgeist beweisen, über viele Dinge diskutieren, Entscheidungen treffen und unser Vorhaben gemeinsam planen und umsetzen.“

In detailreicher Kleinarbeit wurden Einkaufslisten, ein Schichtplan, der Stand sowie letztendlich der eigentliche Verkauf organisiert. Am dritten Adventswochenende war es dann soweit. Gemeinsam meisterten sie den Verkauf und sammelten eine so große Summe, wie keiner erwartet hatte.

Eigentlich war geplant, die Zoospende in Form eines zweiten Wandertages persönlich mit der ganzen Klasse zu übergeben. Aufgrund der Corona-Pandemie musste dieser jedoch abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben werden. „Die Enttäuschung war groß, aber als Klasse war uns schnell klar, dass aufgrund der Zooschließung und den dadurch fehlendenden Einnahmen eine sofortige Spende notwendig ist“, erzählen die Schülerinnen und Schüler.

Gemeinsam wurde beschlossen, das Geld jetzt schon an die Tiere zu spenden und den Frankfurter Zoo damit in dieser Zeit finanziell zu unterstützen. Die Klassensprecher der 6a haben stellvertretend für die Klasse – selbstverständlich unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes – im Mai die symbolische Übergabe der Spende übernommen.

Die 6a schreibt: „Wir möchten ein besonderes Dankeschön an die zahlreichen Spender richten – Ihr habt den unglaublichen Endbetrag von 1.700 Euro möglich gemacht! Vielen Dank!“

Fotos: Gymnasium Riedberg/ Klasse 6a

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500-Kilo-Bombe erfolgreich entschärft

Die Straßen waren seit dem Morgen gesperrt, 2.700 Menschen mussten vorsorglich ihre Wohnungen verlassen. Bei Bauarbeiten auf dem Messegelände war am Dienstag eine 500-Kilo-Fliegerbombe amerikanischer Bauart entdeckt worden. Die Bombe konnte heute Mittag erfolgreich entschärft werden.

Der Kampfmittelräumdienst (KMRD) des Regierungspräsidiums Darmstadt meldet um 13:25 Uhr, dass die 500 kg-Bombe erfolgreich unschädlich gemacht war, so dass sämtliche Absperrmaßnahmen kurz darauf aufgehoben werden konnten.

Die Spezialisten konnten in diesem Fall keine sogenannte Raketenklemme verwenden, die aus der Ferne betätigt wird: Beide Zünder stecken hinter einer Art Kragen. Glücklicherweise gelang der Versuch, die Zünder des Blindgängers vorsichtig soweit herauszudrehen, dass sie anschließend gezielt und ohne Gefahr gesprengt werden konnten.

Zuvor hatten rund 2.700 Menschen am Freitagmorgen bis 9 Uhr den Evakuierungsbereich, in einem vorher festgelegten Gefahrenbereich verlassen müssen. Der weitaus größte Teil hatte sich privat eine Aufenthaltsmöglichkeit gesucht, für alle anderen hatte das DRK gemeinsam mit der Messe Frankfurt eine Betreuungsstelle in der Messehalle 11 eingerichtet. In der Spitze nahmen 24 Anwohner das Angebot wahr. Sechs Frankfurterinnen und Frankfurter, die bei der Evakuierung auf Hilfe angewiesen waren, wurden vom Rettungsdienst und der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Sperrbereich gefahren.

Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr, Berufsfeuerwehr, dem Bürgertelefon und den Hilfsorganisationen aus Frankfurt eingesetzt. Ebenso waren zahlreiche Kräfte der Landespolizei sowie des Ordnungs- und Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt an den Maßnahmen zur Evakuierung und Entschärfung beteiligt.

Die gesamte Evakuierungsaktion verlief reibungslos und sehr zufriedenstellend. „Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Mitarbeit“, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr Frankfurt.

Sperrgebiet rund um das Messegelände in Frankfurt Feuerwehr Frankfurt Copyright Map Data @ OpenStreetMap contributors, CC-BY-SA
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Kita-Öffnung – aber nicht für alle

Kita-Öffnung zwischen Theorie und Realität: Ab sofort sollte jedes Kind mindestens zwei Tage pro Woche in der Kita sein können – das sehen die Richtlinien der Stadt Frankfurt vor, die Bildungsdezernentin Sylvia Weber vergangene Woche erläuterte. Teilweise ist es aber so, dass manche Eltern am Riedberg noch keine Informationen haben, wann und wie ihr Kind wieder die Einrichtung besuchen kann. Das betrifft auch Vorschulkinder.

Es ist ein kurzer Einblick, den eine junge Mutter von zwei Kindern hier aus dem Stadtteil gibt. „Es gab bisher nur eine sehr kurzfristige Bedarfsabfrage seitens unserer Kita, aber noch keine Infos, wann es nun genau und wie es losgeht“, berichtet sie MAINRiedberg. Den Freunden ihrer Tochter gehe es genauso. Mit Ausnahme derjenigen, die schon länger in einer Notbetreuung sind. Hinzu kommt, dass der große Bruder nun an zwei Tagen pro Woche zwei „Zeitstunden“ zur Schule gehen kann, Tage und Zeiten aber immer rotieren. Planbarkeit für Eltern und Kinder sieht anders aus.

Das sind die Frankfurter Richtlinien zur Kita-Öffnung

Bildungsdezernentin Sylvia Weber hatte am vergangenen Freitag die Frankfurter Richtlinien für die Kita-Öffnung erläutert und betonte: „Unser Ziel ist es, allen Kindern ein zumindest zeitweises, aber verlässliches Betreuungsangebot zu machen.“ Sie wies aber zugleich darauf hin, dass die Betreuungslandschaft bei mehr als 870 Einrichtungen in Frankfurt vielfältig sei und es noch immer darum gehe, das Infektionsrisiko für alle einzudämmen – eine vollständige Rückkehr zur Normalität sei auch in den nächsten Wochen und Monaten nicht möglich.

Die Entscheidung ist darum in Abstimmung mit dem Stadtschulamt, den Trägern der Kitas, den Gewerkschaften und den Gesundheitsbehörden getroffen worden. Die neuesten Studien und Erkenntnisse seien mit einbezogen worden. Die Frankfurter Richtlinien umfassen Regelungen zu den Fragen des Kita-Betriebs, die auf Landesebene nicht geklärt sind. Um allen Kindern den Besuch der Einrichtung zu ermöglichen, wird für alle (mit Ausnahme derjenigen in der Notbetreuung) eine Teilzeitbetreuung angeboten, die zwei bis drei Tage die Woche umfasst. Damit sollte unter den genannten Voraussetzungen jedem Kind eine 50-Prozent-Betreuung gewährleistet werden. Dabei sollte jedes Kind mindestens zwei Tage pro Woche in der Kita sein können, der dritte Tag kann rhythmisiert angeboten werden.

„Unsere Bildungs- und Betreuungseinrichtungen garantieren nicht nur die lange erkämpfte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern sind auch unverzichtbare Entwicklungsstationen im Leben unserer Kinder. Es gibt diese soziale Infrastruktur ja nicht grundlos. Sie schaffen Bildungschancen und bieten ein soziales Netz. Wir dürfen sie keinen Tag länger als unbedingt notwendig an ihrer Arbeit hindern“, so Bildungsdezernentin Weber.

Man werde den nun folgenden Öffnungsprozess eng begleiten und unerwartet auftretende Fragen oder Probleme schnellstmöglich lösen, versprach die Dezernentin. „Meine große Hoffnung ist, dass die persönliche Lebenssituation nun für viele Familien besser wird.“

Foto: MAINRiedberg

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Störche am Riedberg zu Gast

Ungewöhnlicher Feiertags-Besuch auf zwei majestätisch langen Beinen: Am späten Montagnachmittag meldeten sich fast zeitgleich mehrere Spaziergänger und Radfahrer und berichteten, dass sich unmittelbar an der A5 Störche befänden. „Es sind mindestens zehn Störche und auch Jungtiere scheinen dabei zu sein. Ich wollte zuerst meinen Augen nicht trauen“, erzählt ein Jogger, der „leider nur ein veraltetes Handy dabei hatte und deshalb nur ein unscharfes Foto geschossen hat“.

Zugegeben: Die Störche machten nicht direkt in unserem Stadtteil Halt, sondern wenige hundert Meter entfernt. An einer bei Riedbergern und Kalbachern gleichermaßen beliebten Strecke Richtung Taunus, jenseits der Autobahnbrücke über die A5. Also offiziell schon auf Oberurseler Gemarkung. „Die staksten über ein frisch gemähtes Feld und suchten offensichtlich nach Würmern oder Ähnlichem“, berichtet der Jogger weiter. Anscheinend so erfolgreich, dass sie sich kaum aus der Ruhe bringen ließen, wenn Spaziergänger sie beobachteten. Auch eine Familie, die von einem Radausflug zurückkam, freute sich über die Störche und schickte uns dieses Foto, auf dem schemenhaft vier Tiere zu erkennen sind.

Auf diesem Foto sind aus der Distanz vier Tiere erkennbar  Foto: privat

Sooo ungewöhnlich sind Störche in unserer Gegend allerdings nicht, wie wir nach etwas Recherche erfahren haben. Laut NABU brüteten Störche bis 1968 in Bonames auf einem Schornstein einer Bäckerei. Nachdem die Vögel jahrzehntelang verschwunden waren, gibt en der Wetterau inzwischen wieder 40 Brutpaare und südlich von Frankfurt, im Kreis Groß-Gerau, sind es ca. 150 Brutpaare. Ende Februar 2020 wurde berichtet, dass ein Storch in Frankfurt-Harheim sein Nest an der Nidda gebaut hat.

Fotos: privat

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Mundschutz-Pflicht in der U-Bahn bleibt

Seit Ende April gilt im öffentlichen Verkehr die Pflicht, eine Maske oder eine entsprechende Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Wer mit U-Bahn, Straßenbahn, Bus oder auch Zug fahren will, muss entsprechende Vorkehrungen treffen. Das gilt weiterhin – darauf weist die Stadt in einer aktuellen Mitteilung ausdrücklich hin.

Die große Mehrheit der Frankfurter Fahrgäste beachtet diese nach wie vor notwendige Pflicht, wofür sich die VGF herzlich bedanken möchte. Allerdings gibt es eine Minderheit, die U- und Straßenbahnen ohne Masken oder MNB nutzen. Die VGF hat bislang auf eine positive Ansprache ihrer Kunden gesetzt. Mitglieder des Fahrausweisprüfdiensts weisen „maskenlose“ Fahrgäste auf ihr Versäumnis hin, sie tragen auch Mund-Nase-Bedeckungen bei sich, für den Fall, dass eine solche schlicht fehlt oder vergessen wurde. Die Info-Punkte am Hauptbahnhof und in der Station Hautwache geben Masken auf Nachfrage von Fahrgästen aus.

Bei dieser Linie muss das Unternehmen bleiben, da es keine ordnungspolizeilichen Befugnisse hat und es auch keine gesetzliche Grundlage gibt – analog zu den 60 Euro fürs Schwarzfahren – ein Bußgeld zu verhängen. Allerdings prüft die VGF zwei andere Möglichkeiten, um der Maskenpflicht den noch nötigen Nachdruck zu verleihen: Zum einen gemeinsame Kontrollen in U- und Straßenbahnen mit der Polizei, zum anderen, ob Maskenverweigerer künftig aus den Fahrzeugen verwiesen werden können, ähnlich wie es in Geschäften geschieht, die in solchen Fällen von ihrem Hausrecht Gebrauch machen.

Auf alle Fälle wird die VGF weiterhin auf die bestehende Pflicht hinweisen, denn in Bahnen und Bussen gilt die Abstandsregelung von 1,5 Metern nicht, weil ihre Einhaltung nicht gewährleistet werden kann. Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen kommen deshalb umso größere Bedeutung zu. Das tut sie seit 27. April ausgiebig und auf mehreren Wegen: auf Plakaten in den Stationen, mit Spots auf den Bildschirmen von Infoscreens und Fahrscheinautomaten, mit der Laufschrift auf den dynamischen Fahrzielanzeigern, mit Durchsagen in den Stationen. Auch Durchsagen in den U- und Straßenbahnen laufen in unregelmäßigen Abständen. Zum Beginn der Maskenpflicht hatte die VGF zusammen mit Oberbürgermeister Peter Feldmann und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling in der Station Hauptwache Masken gratis verteilt, eine Aktion, die in den folgenden Tagen auch ohne die prominente Unterstützung und an anderen Stationen fortgesetzt wurde.

Foto: Mika Baumeister on Unsplash.com

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Frau rast mit Auto in Café-Besucher

Verhängnisvolle Verwechslung: Am Samstag verursachte eine 32-Jährige einen schweren Verkehrsunfall, weil sie bei einem behindertengerecht umgebauten Wagen Brems- und Gaspedal verwechselte. Sie fuhr in den Außenbereich eines Gastronomiebetriebs im Nordend und verletzte dadurch drei Gäste. Sie selbst erlitt einen Schock.

Gegen 11:30 Uhr wurde die 32-Jährige in der Glauburgstraße auf den Fahrer eines Audi aufmerksam, der offensichtlich Probleme beim Einparken hatte. Daraufhin bot sie dem gehbehinderten 64-jährigen Mann an, sein Auto für ihn in die Parklücke zu fahren. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen bediente sie dabei das behindertengerecht umgebaute Fahrzeug unsachgemäß und verwechselte das Brems- mit dem Gaspedal. Dadurch beschleunigte sie aus der Parklücke über den Gehweg in den Außenbereich eines Cafés und verletzte dabei drei 27, 49 und 42 Jahre alte Damen. Alle drei wurden zur Untersuchung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Fahrerin stand unter Schock und wurde vor Ort medizinisch versorgt.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt

Foto: Archiv

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Petition für Bikepark am Riedberg gestartet

Es gibt rund 20 Spielplätze am Riedberg – aber kaum Raum für ältere Kids und Jugendliche. Das Problem ist bekannt, geändert hat sich bislang wenig. Ein 11-jähriger Schüler hat deshalb eine Petition für einen Bikepark im Stadtteil gestartet und wird seine Ideen heute in der Online-Bürgerfragestunde des Ortsbeirates vorstellen.

Daddeln am Handy? Ist auf Dauer langweilig. Die vielen schönen Spielplätze am Riedberg? „Die sind für uns doch auch langweilig“, sagen Anton (11), seine Schwester Marie (9) und sein Freund Alexander (11). Mit den Bikes im Stadtteil herumzufahren, macht ebenfalls nur begrenzt Spaß, weil sich schnell Fußgänger gestört fühlen und es andererseits nur wenige Gelegenheiten für Sprünge und Fahrten durchs Gelände gibt. Obwohl gerade der Riedberg mit reichlich Gefälle eigentlich ideal dafür wäre.

Vermutlich kam dann auch noch ein bisschen Langeweile in den Corona-Wochen ohne Schule hinzu, die Anton sehr kreativ nutzte. Er erinnerte sich an die Bikeparks bei einem Urlaub in Österreich und, wesentlich näher, am Großen Feldberg im Taunus und begann, in mühevoller Kleinarbeit ein Modell für einen kleineren Bikepark hier am Riedberg zu basteln. Mit Sprüngen, Rampen und allem, was dazu gehört. Und verblüffte damit selbst seine Eltern, die ihn und seine Idee auch heute Abend bei der Online-Bürgerfragestunde im Ortsbeirat unterstützen werden. Schließlich biete ein Bikepark die Möglichkeit, dass „die Kinder zeitlich ungebunden und sportlich aktiv sein können“. Bei geringen Lärmemissionen und überschaubaren Kosten.

Petition ist heute gestartet

Parallel dazu wurde heute die Petition „Bikepark am Riedberg – mehr Raum für Jugendliche“ unter https://www.openpetition.de/petition/online/bikepark-am-riedberg-mehr-raum-fuer-jugendliche gestartet. „Wir haben jetzt zwei Monate Zeit, um die notwendigen 260 Unterschriften zu sammeln“, erklärt Antons Mutter. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Petitionen von Riedberger Bürgern, die erfolgreich waren und in Anträge des Ortsbeirates an den Magistrat mündeten – allerdings teilweise (noch) nicht realisiert wurden.

Mögliche Standorte für den Bikepark sind aus Sicht von Anton und seinen Freunden das Gelände unmittelbar neben der Wiese der IG Riedberg an der Alten Riedbergstraße, das Gelände direkt um den Kautenhof, der Lärmschutzwall an der A5 oder auch das Gelände unterhalb der Konrad-Zuse-Straße.

Dieses Modell für einen Bikepark am Riedberg hat Anton (11) in den „Corona-Ferien“ gebastelt Foto: privat

Um Spaß zu haben, müsse die Fläche auch nicht riesig sein. Laut einer Fachfirma würden rund 100 x 70 Meter für einen kleineren Park genügen. Die Kosten liegen im niedrigen fünfstelligen Bereich. Denn im Prinzip versucht man, das natürliche Gelände zu nutzen und mit Erdaushub und Holzrampen coole „Lines“ für größere und kleinere Biker zu schaffen. Betonarbeiten sind nicht notwendig.

„Keine Konkurrenz zur Skatepark-Initiative“

Eines ist Anton und seinen Freunden und vor allem auch ihren Eltern sehr wichtig: „Wir wollen keineswegs der Initiative für einen Skatepark am Riedberg Konkurrenz machen, sondern am liebsten dabei helfen, dass sich beide Projekte realisieren lassen.“ Zur Erinnerung: Seit einem Jahr kämpft Sebastian Reißmann, ebenfalls ein Schüler vom Riedberg, für einen Skatepark im Stadtteil. Nach einem doppelten Nein von der Stadt kam zuletzt die Nachricht vom Magistrat, dass man bis Juni 2020 mögliche Standorte prüfen und dann Bericht erstatten wolle.

Anton, seine Schwester Marie und sein Freund Alexander hoffen auf einen Bikepark im Stadtteil, „wo man Spaß an der frischen Luft haben kann und keiner sagt dir, was du machen sollst…“

Immer mehr Kinder am Riedberg, übrigens dem jüngsten und familienreichsten Frankfurter Stadtteil, werden in nächster Zeit dem Spielplatz-Alter entwachsen. „Da wäre es doch nur gerecht, wenn es neben den 20 Spielplätzen für die kleinen Kinder auch etwas für uns gibt“, meint Anton, der Ideengeber für die neue Bikepark-Petition.

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Die erste Online-Bürgerfragestunde des Ortsbeirates findet heute um 19.30 Uhr statt. Dazu muss man sich per Computer, Tablet oder Handy unter der Adresse https://tinyurl.com/yceqlzod einwählen oder per Telefon 069 5050 2596, Meeting-ID: 965 9036 8085, Passwort: 336562 (Zoom). Die Einwahl ist ab 19.15 Uhr möglich.

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Fotos: MAINRiedberg (2), privat

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Familien sind „Seismograph der Krise“

Eltern empfinden die Corona-Krise als äußerst aufreibend. Insbesondere Mütter berichten von Schuldgefühlen gegenüber ihren Kindern und dem Arbeitgeber, weil sie alles gleichzeitig managen müssen. Das haben erste Ergebnisse einer Studie der Frankfurter Goethe-Universität und der Universität Hildesheim ergeben.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben den Alltag vieler Familien in erheblichem Umfang verändert. Wie es Eltern und ihren Kindern damit geht, wie ihr aktuelles Wohlbefinden ist, was ihren Alltag kennzeichnet, wie die Passung zu den Regelungen der Kitabetreuung, Schulöffnung und auch der Arbeitgeber*innen ist – dies sind die Kernfragen der Onlinebefragung „KiCo“, welche im Zeitraum vom 24.04.2020 – 03.05.2020 durchgeführt wurde. Über 25.000 Personen haben in dieser kurzen Zeit mindestens 95 Prozent des Fragebogens beantwortet und sich damit viel Zeit genommen. „Die umfangreiche Beteiligung an der Befragung verstehen wir als einen Indikator dafür, dass es unter Müttern und Vätern einen hohen Mitteilungsbedarf gibt“, so die Wissenschaftlerin Dr. Severine Thomas. Aufgabe von Wissenschaft ist es aus Sicht des Forschungsverbundes „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“, Informationen der Befragten möglichst zügig aufzubereiten und die Ergebnisse zu kommunizieren. In diesem Grundverständnis werden erste Einblicke in die Auswertung des Datenmaterials gegeben.

Vor allem haben sich erwerbstätige Mütter beteiligt. Sie berichten von Schuldgefühlen gegenüber ihren Kindern und dem Arbeitgeber, weil sie alles gleichzeitig managen müssen. Die befragten Eltern versuchen ihren Kindern Rückzugsmöglichkeiten zu Hause zu ermöglichen, für sich selbst haben sie diese häufig nicht. „Doch es gibt auch Mütter und Väter, die durch ihre Erfahrungen eine neue Perspektive gewonnen haben und den Alltag vor der Pandemie zwischen Erwerbsarbeit, Schule, Freizeit, Fürsorge nun als äußerst aufreibend beschreiben“, so Johanna Wilmes aus dem Forschungsteam.

Mehr als 25.000 Eltern haben an einer Befragung zum Familienalltag in Zeiten der Pandemie teilgenommen. Nach der Veröffentlichung der Studie „JuCo“ zu den Erfahrungen junger Menschen zu den Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor zwei Wochen stellt der Forschungsverbund „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“ nun erste Ergebnisse der bundesweiten Studie „KiCo“ zu den Erfahrungen und Perspektiven von Eltern und ihren Kindern während der Corona-Maßnahmen vor. Der Forschungsverbund setzt sich zusammen aus dem Institut für Sozial- und Organisationspädagogik an der Stiftung Universität Hildesheim und dem Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit der Universität Bielefeld.

Weitere Informationen zu beiden Studien sind auf der Seite des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik der Stiftung Universität Hildesheim zu finden unter https://t1p.de/studien-corona. Weitere Auswertungen werden folgen.

Informationen: Goethe-Universität

Photo by Sandy Millar on Unsplash

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