Kategorie: AktuelleNEWS

Nach Flüchtlings-Protest: Aufklärung der Vorwürfe gefordert

Undichte Dächer, Ungeziefer, enge Wohnverhältnisse, Hygienemängel und mangelndes Verständnis bei den Mitarbeitern des Trägers: Rund 100 Flüchtlinge haben Mitte Juni gegen die schlechten Zustände in der Unterkunft am Alten Flugplatz Bonames protestiert. Das zeigt jetzt Wirkung.

Die Kommunale Ausländerinnen- und Ausländervertretung (KAV) fordert eine tiefgreifende Aufklärung aller Umstände, die zu den Vorwürfen führten, beziehungsweise der Gesamtsituation der Leitung der Flüchtlingsunterkunft.

„Wir wissen, dass die Flüchtlinge selbst kaum eine Lobby haben und deshalb Schwierigkeiten haben, ihre Probleme anzusprechen, geschweige denn, sie zu lösen. Aus diesem Grund müssen sich andere für sie einsetzen. Vorrangig aber ist die Aufklärung des Sachverhaltes, damit eventuelle Versäumnisse oder Fehler öffentlich werden und dann auch beseitigt werden können“, heißt es von der KAV.

Foto: Archiv

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Müllsünden werden ab 1. Juli deutlich teurer

Müll

Bis zu 55 Euro Strafe für ausgeleerte Aschenbecher, Bananenschalen oder Kaugummis am Boden und 250 Euro für die Ablagerung von Sperrmüll ohne Termin – ab 1. Juli drohen Müllsündern in Frankfurt teilweise deutlich höhere Verwarnungs- und Bußgelder.

Der Katalog der möglichen Müllsünden in Frankfurt am Main ist lang. Sei es die weggeworfene Zigarettenkippe, die leere Getränkedose oder der nicht angemeldete Sperrmüll. Auf vielfältige Art und Weise kann in Frankfurt gegen geltendes Abfallrecht verstoßen werden. Und das wird es auch. Nicht überall in der Stadt, aber an vielen Orten.

Sicherheitsdezernent Markus Frank sagt: „Als ich kürzlich spät abends unterwegs war, zeigte sich ein verheerendes Bild. Trotz vieler Mülleimer waren die Wege und Plätze am Main übersät mit Müll. Frankfurt am Main hat so viele schöne Plätze und Parks und investiert viel Zeit und Geld, öffentliche Bereiche ansprechend zu gestalten. Es ist eine Schande, wie diese Orte durch Ignoranz und Unachtsamkeit zunehmend vermüllt werden. Die Entwicklungen am Opernplatz passen hierbei leider ebenfalls ins Bild.“

Der Opernplatz ist das jüngste Beispiel, wie Vermüllung im öffentlichen Raum ein ganzes Stadtbild beschädigen kann. So fällt hier nach den seit geraumer Zeit hauptsächlich an den Wochenenden stattfindenden Treffen vieler Menschen sehr viel Müll an, der statt in bereitgestellte Mülleimer lieber mitten auf den Platz „entsorgt“ wird. Ein untragbarer Zustand. Auch ein Mehr an Mülltonnen und Aufklärungskampagnen zeigen, wenn überhaupt, nur eine marginale Wirkung.

„Höchste Zeit, an den Stellschrauben zu drehen und die Strafen für illegales Müllentsorgen nach oben anzupassen“, sagt Frank. „Andere Städte leiden unter ähnlichen Problemen und haben mit der Erhöhung der Verwarnungs- und Bußgeldsätze reagiert. Ein Schritt, den notwendiger Weise nun auch Frankfurt am Main geht.“

Mit diesen Strafen muss man ab sofort in Frankfurt rechnen Quelle: Stadt Frankfurt

So werden zum Mittwoch, 1. Juli, beispielsweise alle Kleinmüllverstöße auf die nach § 56 Ordnungswidrigkeitengesetz zulässige Obergrenze für Verwarngelder (55 Euro) erhöht oder auch Sperrmüllverstöße um 50 Euro nach oben angepasst.

Sonderbeauftragter für Sauberkeit und Ordnung

Eine weitere Stellschraube ist die Bestellung eines Sonderbeauftragten für Sauberkeit und Ordnung. Dieser Mitarbeiter der Stadtpolizei wird künftig Kontrollmaßnahmen koordinieren, neue Müllhotspots lokalisieren und die Arbeit der bereits vorhandenen Dienstgruppen der Stadtpolizei in Bezug auf Vermüllung unterstützen. Darüber hinaus kann er für besondere Maßnahmen auf die neu eingerichtete Operative Einheit (OPE) der Stadtpolizei zugreifen.

Markus Frank erklärt: „Durch diesen Sonderbeauftragten heben wir die Bearbeitung von Müllproblematiken in der Stadt auf ein höheres Level. Ich verspreche mir davon mehr Effizienz der bereits bestehenden Maßnahmen für mehr Sauberkeit in Frankfurt am Main.“

Frank sieht in den beiden Maßnahmen, Erhöhung der Verwarn- und Bußgelder und Einrichtung eines Sonderbeauftragten bei der Stadtpolizei, ein wichtiges Signal. Er appelliert jedoch an die Vernunft der Menschen in Frankfurt: „Kaum eine Stadt bietet so viele Möglichkeiten, Müll aller Art, in der Regel sogar kostenfrei, zu entsorgen. Bitte nutzen Sie diese Möglichkeiten und helfen Sie uns, unsere schöne Stadt sauber zu halten. All jene, die ihren Müll weiterhin in die Umwelt werfen, können sich sicher sein, dass wir sie mit den erhöhten Regelsätzen an dessen Beseitigung beteiligen werden. Dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtpolizei künftig auch in zivil verstärkt Müllsündern auf der Spur sind, wird hoffentlich den ein oder anderen Schmutzfinken davon abhalten, seinen Müll achtlos auf Wegen und Plätzen zu verteilen.“

Photo by Jasmin Sessler on Unsplash

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Schüler sammeln Bälle für Jugend-Projekt in Tansania

Tolle Sammelaktion! Die Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Riedberg sammeln noch bis einschließlich morgen Bälle für ein Jugend-Projekt in Tansania – auch Vereine wie der SC Riedberg helfen mit. 

Partner der Sammelaktion ist die Sports Charity Mwanza – eine gemeinnützige Organisation, die Entwicklungshilfe in Tansania leistet, indem sie versucht, der Jugendarbeitslosigkeit von fast 90% mit Vereinssport entgegenzuwirken. 

Die beliebtesten Sportarten in Tansania sind Fußball, Volleyball, Basketball und Netball – also alles Ballsportarten, die ohne einen Ball nicht zu spielen sind. Bälle, die hier in Deutschland nicht mehr genutzt werden, können in Tansania noch über Monate bespielt werden. Denn dort haben viele Mannschaften und Vereine nur ein bis zwei Bälle zur Verfügung, da lange gespart werden muss, damit ein neuer Ball gekauft werden kann.

„Aus diesem Grund rufen wir zu einer Sammelaktion auf, bei der wir Fußbälle, Basketbälle und Volleybälle sammeln und an die SC Mwanza spenden. Egal, ob alt oder neu. Egal, ob platt oder aufgepumpt. Egal, ob intakt oder mit Loch (die Löcher werden wieder geflickt). Jeder Ball hilft!“, heißt es in einer Information des Gymnasiums.

Wer gerne noch mehr über die Sports Charity Mwanza erfahren möchte, kann die Homepage http://scmwanza.org/home-de aufsuchen. Dort sind weitere Hilfsprojekte und viele weitere Infos inklusive Bilder und Videos von den Projekten zu sehen.

Gesammelt werden die Bälle vor der Sporthalle der Schule in der Friedrich-Dessauer-Straße und noch im Laufe des Tages von der Hilfsorganisation abgeholt. Allerdings können aufgrund der Corona-Beschränkungen morgen Vormittag nur die Schülerinnen und Schüler der „C-Klassen“ noch Bälle abgeben. Ansprechpartner für Fragen ist die Fachschaft Sport.

Informationen: Gymnasium Riedberg 

Foto: SC Mwanza

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Ferienspiele bei Billabong können stattfinden

Gute Nachrichten aus dem Familienzentrum Billabong: „Wir freuen uns, in diesem Jahr die beliebten Ferienspiele trotz Corona und unter bestimmten Auflagen durchführen zu können“, erklärt Sabine Fiedler vom Billabong-Vorstand. Dank intensiver Planungen ist es möglich, in der 2. – 5. Ferienwoche von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9.30 Uhr bis 14.30 Uhr für Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren eine Betreuung anzubieten. Die maximale Gruppengröße für eine Ferienwoche beträgt 15 Kinder, da die Teilnehmerzahl aufgrund der Corona-Beschränkungen stark eingeschränkt ist. „Wir möchten aber dennoch den Eltern und Kindern die Gelegenheit einer Ferienbetreuung ermöglichen“, heißt es bei Billabong.

Zum Mittag wird es ein vom Team des Café Billabong zubereitetes Lunchpaket für jedes Kind geben. Bei der Anmeldung für die Ferienspiele werden Billabong-Mitglieder bevorzugt berücksichtigt – das Familienzentrum bittet dafür um Verständnis.

Die Billabong-Ferienspiele finden von der zweiten bis einschließlich der fünften Woche der Sommerferien statt. Wo? Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b, Frankfurt-Riedberg. Anmeldung und weitere Infos unter billabong-family.de

Foto: Billabong Family

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FSJ’ler beim SC Riedberg gesucht

Der SC Riedberg bietet auch für den Durchgang 2020/2021 wieder jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren die Möglichkeit, ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren. Der Einsatz erfolgt sowohl in der Vereinsverwaltung und -organisation als auch im Trainingsbetrieb der Mannschaften vorwiegend im Jugendbereich. Integriert in das FSJ ist der Lizenzerwerb zum Übungsleiter Breitensport Profil Kinder und Jugendliche.

Abgewickelt wird das FSJ über die Sportjugend Hessen des Landessportbundes. Einsatzstelle ist der SC Riedberg. Der Einsatz beginnt am 1.09.2020 und dauert 12 Monate.

Nähere Infos findest Du unter www.sportjugend-hessen.de/freiwilligendienste/.

Bewerbungen nimmt der SC Riedberg ab sofort unter fsj@scriedberg.de entgegen. Für Fragen steht der Vorstand oder unsere aktuelle FSJ’lerin Rebekka gerne zur Verfügung.

Gastbeitrag: SC Riedberg e.V.
Foto: Florian Becker

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Schwimmbäder: Freier Eintritt für Jugendliche mit Ferienkarte

Stadträtin Daniela Birkenfeld bedankt sich bei ihrem Amtskollegen Sportdezernent Markus Frank und Boris Zielinski, Geschäftsführer der BäderBetriebe Frankfurt, für die Unterstützung eines zusätzlichen attraktiven Angebots der Ferienkarte in Zeiten von Corona.

Alle Kinder und Jugendlichen unter 14 Jahren haben bereits jetzt freien Eintritt in die Frei- und Erlebnisbäder der BäderBetriebe. Mit der Ferienkarte des Jugend- und Sozialamtes können auch alle 15- und 16-Jährigen in den erfrischenden Genuss von Schwimmbädern kommen. Und das Besondere: Wer sich spontan entscheidet, ins kühle Nass zu springen, muss sich mit der Ferienkarte nicht online bei den Bäderbetrieben anmelden. Ein bestimmtes Kontingent an Tickets wird täglich für die Ferienkarteninhaber freigehalten. Dazu einfach die Ferienkarte an der Kasse vorzeigen, sich namentlich registrieren (Corona-Vorschrift) und dann den Vormittag oder Nachmittag im Freibad genießen.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die beliebte Ferienkarte für alle Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 16 Jahren. Sie ist während der gesamten Sommerferien vom 3. Juli. bis einschließlich 16. August gültig. Bestellt werden kann sie in diesem Jahr ausschließlich online über http://www.ferienkarussell-frankfurt.de im Internet. Neben der Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Stadtgebiet Frankfurt, ist zum Beispiel auch der Eintritt in den Palmengarten oder das Senckenbergmuseum inklusive. Zudem gibt es Ermäßigungen im Experiminta-Museum und beim Schwarzlichtminigolf.

Die Ferienkarte gibt es für alle bis einschließlich 14 Jahren inklusive RMV für 25 Euro. 15- und 16-Jährige zahlen 25 Euro für die Karte mit Schwimmbädern und 33 Euro für die Ferienkarte inklusive Schwimmbädern und RMV. Für Frankfurt Pass-Inhaber ist die Ferienkarte kostenfrei.

Infos zur Ferienkarte gibt es telefonisch unter 069/212-38517 oder per Mail an Ferienkarten@stadt-frankfurt.de.

Foto: Archiv

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Achtung! Das sind die Sommerbaustellen bei U2, U8 ud U9

Die VGF hat im ersten halben Jahr 2020 trotz Corona-Pandemie ihre Bauvorhaben verwirklicht. Auch in der zweiten Jahreshälfte sind diverse Arbeiten vorgesehen, um die Infrastruktur im U-Bahn- und Straßenbahnnetz zu erneuern und zu modernisieren. Allein für den Gleisbau wird die VGF bis Jahresende rund 15 Millionen Euro aufwenden.

Auch eine „Sommerbaustelle“ mit großen Auswirkungen auf den Betrieb gibt es 2020: die Erneuerung des in Teilen bis zu 40 Jahre alten Gleiskreuzes am Platz der Republik in den Sommerferien. Es gibt aber auch Einschränkungen bei den wichtigsten U-Bahnen in Richtung Riedberg.

U2 und U9 im Juli teilweise unterbrochen

Von Montag, 6. Juli, 2 Uhr, bis Montag, 3. August, 1.30 Uhr, sind Gleisbau-Arbeiten zwischen Kalbach und Nieder-Eschbach geplant. Die Linie U2 ist zwischen Heddernheim und Nieder-Eschbach unterbrochen,  die U9 zwischen Ginnheim und Nieder-Eschbach. Es gibt einen Schienenersatzverkehr zwischen Heddernheim und Riedberg und Kalbach, Bonames Mitte und Nieder-Eschbach.

U9 – Gleisbau am Nordwestzentrum

Von Montag, 3. August, 2 Uhr, bis Montag, 17. August, 3 Uhr, werden die Gleise zwischen Nordwestzentrum (NWZ) und Ginnheim erneuert. Die Linie U9 ist im gesamten Streckenabschnitt unterbrochen, es gibt einen Schienenersatzverkehr.

U8 – Baustelle zwischen Dornbusch und Hügelstraße

Diese Baustelle auf der meistbefahrenen Strecke Frankfurts beeinträchtigt U1, U2, U3 und U8. Von Sonntag, 4. Oktober, circa 9 Uhr, bis Montag, 5. Oktober, circa 1.30 Uhr, werden Gleis – und Fahrleitungsbauarbeiten zwischen Dornbusch und Hügelstraße durchgeführt.

Die Linie U1 (auch als Ersatz für U2, U3 und U8) verkehrt zwischen Südbahnhof und Eschenheimer Tor und als Linie U1 zwischen Ginnheim und Hügelstraße. Die U8 verkehrt zwischen Riedberg und Hügelstraße. 

Es gibt eine komplette Betriebsunterbrechung der Linien U1, U2, U3 und U8 zwischen Hügelstraße und Eschenheimer Tor. Ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet.

Foto: Archiv

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Abifeier unter Corona-Bedingungen

Herzlichen Glückwunsch zum Abitur! Mehr als 120 Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Riedberg hätten heute Abend viel zu feiern, allerdings ist aufgrund der Corona-Beschränkungen nur eine Abiturverleihung ohne Familien möglich – und kein Ball wie in den vergangenen Jahren.

Schulleiter Helmut Kühnberger schreibt in einer Mail an die Schulgemeinde, insbesondere an die Eltern der Abiturienten gerichtet: „Ich weiß, dass Sie sehr gerne dabei gewesen wären. Wir wissen, was es bedeutet, ein Kind zum Abitur zu bringen. Sehr gern hätten wir Sie daher bei der Verleihung (und auch beim Abiball) begrüßt. Ich hoffe, Sie haben Verständnis dafür, dass dies dieses Jahr einfach nicht möglich ist.“

Wegen den Corona-Beschränkungen kann die Verleihung der Abiturzeugnisse nur mit den Abiturienten zusammen feiern. Die Stühle werden im Hof so aufgestellt, dass die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden. Das wurde vorab so mit dem Gesundheitsamt abgesprochen. Die Feier wird um 18 Uhr beginnen und rund drei Stunden später enden. Alle werden anschließend einen Mitschnitt der Veranstaltung erhalten, sodass sich auch Familie und Freunde die Veranstaltung später ansehen können.

Foto: MAINRiedberg

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Frankfurt will „smart City“ werden

Frankfurt ist auf dem Weg zur Smart City. Dabei geht es unter anderem um die von der Digitalisierung getriebene Vernetzung von Infrastrukturen, Angeboten und Dienstleistungen, die das Leben der Bürger in vielerlei Hinsicht vereinfachen sollen. Zentraler Bestandteil: ein stadtweites Funk-Datennetz – LoRaWAN. Der Frankfurter Oberbürgermeister und Mainova-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Feldmann und Mainova-Vorstandsmitglied Diana Rauhut haben am bundesweiten „Tag der Daseinsvorsorge“ (23.6.) das Netz der Zukunft in Betrieb genommen.

In den vergangenen Monaten hat Mainova eine flächendeckende LoRaWAN-Infrastruktur in Frankfurt aufgebaut. „Der Begriff steht für Long Range Wide Area Network – kurz LoRaWAN. Dabei handelt es sich um eine Funktechnologie für Sensoren. Damit können kleine Datenpakete über große Entfernungen sicher und zuverlässig übertragen werden. Rund 20 sogenannte Gateways sind installiert. Sie befinden sich beispielsweise an eigenen Liegenschaften, Umspannwerken oder auf geeigneten Gebäuden von Partnern und verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Weitere 20 sollen bis Jahresende folgen“, freute sich Oberbürgermeister Feldmann.

Peter Feldmann sagte anlässlich der Inbetriebnahme: „Unsere Stadt ist auf dem Weg in eine digitale Zukunft. Mainova nimmt dabei für Frankfurt Rhein/Main die wichtige Aufgabe der Bereitstellung einer digitalen Infrastruktur wahr. Diese bildet gemeinsam mit zukunftsgerichteten smarten Projekten das Rückgrat für künftiges Wachstum und Prosperität. Für unsere Bürger bedeutet das zudem, dass dank neuer digitaler Services die Lebensqualität in ihrer Heimat weiter gesteigert wird und wir Frankfurt damit für eine weiterhin lebenswerte Zukunft aufstellen.“

Mainova-Vorstandsmitglied Diana Rauhut sagte: „Für Energieversorger ist Smart City eine der größten Marktchancen seit der Liberalisierung der Energiemärkte. Wir werden als regionaler Energiedienstleister künftig dabei helfen, unsere Städte und Kommunen zu smarten Lebensräumen zu entwickeln. Dabei wandeln wir uns weiter vom Operator als Betreiber von Infrastruktur zum Integrator, der gemeinsam mit Partnern vernetzt denkt und arbeitet. Mit dem Start des flächendeckenden Datennetzes haben wir die erste Etappe erfolgreich absolviert.“

Die LoRaWAN-Technologie besitzt verschiedene Vorteile: so können die Sender dank hoher Effizienz mit handelsüblichen Batterien viele Jahre betrieben werden. Auch können Sensoren innerhalb eines Unternehmens oder einer Stadt schnell und einfach vernetzt werden. Die Digitalisierung von Prozessen wird dadurch vorangetrieben. LoRaWAN kann unter anderem zur Zählerablesung oder der Überwachung des Fernwärme-Netzes genutzt werden. Außerhalb der Energie- und Wasserversorgung ist beispielsweise ein Einsatz im Parkraummanagement, bei der smarten Bewässerung von Grünanlagen, bedarfsgesteuertem Winterdienst oder der Zustandsüberwachung von Gebäuden denkbar.

Rauhut betonte: „Künftig wird Mainova auch dank der LoRaWAN-Infrastruktur in der Lage sein, smarte Lösungen bei Partnern zu integrieren sowie neue Dienstleistungen an Dritte zu vertreiben. Damit können wir gemeinsam mit anderen Unternehmen einen Beitrag zur nachhaltigen, vernetzten und lebenswerten Stadt von Morgen leisten und damit das Leben der Bürger erleichtern und verbessern.“

Informationen & Foto: Mainova AG

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Fachärztezentrum: Es gibt noch keine Lösung!

Die Schließung des Fachärztezentrums Riedberg hat auch die Lokalpolitik „kalt erwischt“. Auf drängende Fragen gab es vom bisherigen Betreiber im Ortsbeirat nur vage Antworten. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen führt weiterhin Gespräche, um die Versorgung vor Ort aufrechtzuerhalten. Doch die Sorge im Stadtteil nimmt zu.

Zu Beginn der Ortsbeiratssitzung am vergangenen Freitag bekannte die Ortsvorsitzende Carolin  Friedrich: „Wir haben mit Schrecken vernommen, dass das Fachärztezentrum Ende September geschlossen wird.“ In Riedberg und Kalbach mit ingesamt 21.000 Einwohnern gibt es derzeit nur drei Praxen von Allgemeinmedizinern vor Ort plus das Ärztezentrum. Sollte keine Nachfolgeregelung gefunden werden, sehen Lokalpolitiker die Versorgung in so wichtigen Bereichen wie Kinderheilkunde und Gynäkologie akut gefährdet. 

Warum aber wird das beliebte Zentrum geschlossen? Dr. Rafaela Korte, Geschäftsführerin des bisherigen Betreibers Fachärztezentrum Frankfurt GmbH (FÄZ), war gekommen, um Rede und Antwort zu stehen. Das FÄZ hat derzeit sieben Standorte. In der Patienteninformation zur Schließung am Riedberg ist von einer „strategischen Neuorientierung“ der GmbH die Rede, im Ortsbeirat sprach die Geschäftsführerin von einer „umfänglichen strategischen Überprüfung“, aufgrund der man diese Entscheidung getroffen habe. Konkretere Aussagen dazu gab es nicht.

Die FÄZ-Geschäftführerin wurde auch damit konfrontiert, dass sich Patienten schon jetzt über eine schlechte Erreichbarkeit des Ärztezentrums beschweren und darüber, dass selbst notwendige U-Untersuchungen für Kinder nicht mehr durchgeführt würden. Sie kündigte an, dass zusätzliche Stellen geschaffen werden sollen, um die telefonische Erreichbarkeit zu verbessern. Sie wies aber auch darauf hin, dass sich Mitarbeiter „gegebenenfalls schon frühzeitig umorientieren wollen“. Auch hier sei man auf der Suche nach Vertretungskräften.

Fachärzte am Riedberg – das ändert sich definitiv

Ziel sei es nach wie vor, dass eine nahtlose und lückenlose Versorgung sichergestellt werden könne. Doch das Verfahren ist kompliziert, da die Ärzte nur noch bis 30. September beim FÄZ angestellt sind und die entsprechenden „Kassenarztsitze“ von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen neu und zentral ausgeschrieben werden. Es müsste also ein neuer großer Betreiber gefunden werden oder Bewerber müssten sich selbständig machen. 

Wenn alles klappt, könnten am Riedberg die Arztsitze für Psychotherapie, zwei Sitze für Gynäkologie und einer für Pädiatrie nachbesetzt werden. Die bisher praktizierende Gynäkologin Ulrike Embaye kam extra zur Sitzung und erklärte, sie schätze den Standort sehr und möchte „gerne am Riedberg bleiben“.

Die bisherige halbe Stelle für Neurologie will das FÄZ mit der Neurologie in ihrem Zentrum in Praunheim zusammenlegen. Einen Neurologen wird es also nicht mehr im Stadtteil geben.

Noch kein Bewerber für den Kinderarzt-Sitz

Fast im Nebensatz fiel folgende Aussage, die noch für Zündstoff sorgen könnte: Derzeit würde bei der Ausschreibung der KV für einen Kinderarzt „noch keine Bewerbung vorliegen“, so Geschäftsführerin und Krankenhausmanagerin Rafaela Korte. Was übersetzt bedeutet, dass noch überhaupt nicht sichergestellt ist, dass in Frankfurts jüngstem Stadtteil auch in Zukunft ein Kinderarzt praktizieren wird. 

Die Kassenärztliche Vereinigung sagt indes auf Nachfrage von MAINRiedberg: „Wir sind hinsichtlich einer zufriedenstellenden Lösung vorsichtig optimistisch.“

„Es werden schon jetzt händeringend Praxismöglichkeiten gesucht“

So optimistisch scheint man im Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg nicht zu sein. Sorge machen auch die fehlenden Räumlichkeiten. Das bisherige Zentrum ist für eine „normale“ Gemeinschaftspraxis zu teuer und zu groß und eine Abtrennung verschiedener Räumlichkeiten erscheint fraglich – zumal noch ein Mietvertrag besteht und für den Vermieter kein akuter Handlungsbedarf besteht. Siehe die früheren TEMMA-Räume, die zwei Jahre lang leerstanden, weil auch hier noch ein Mietvertrag, in diesem Fall mit Rewe, lief. 

Hinzu kommt folgende Information der Ortsvorsteherin: „Es werden schon jetzt händeringend Praxismöglichkeiten am Riedberg gesucht, die aber erst ab 2021 zur Verfügung stehen.“ In Neubauten im Westflügel. Andere Räume als das bisherige Ärztezentrum in so kurzer Zeit zu finden „ist fast unmöglich“.

Der Ortsbeirat sieht jetzt den Magistrat in der Pflicht, dabei mitzuwirken, dass die Versorgung im Stadtteil sichergestellt wird. Mehrere Anträge zu diesem Thema von CDU, SPD, Grünen und FDP wurden in der vergangenen Woche verabschiedet.

Fragen warf die Erklärung von FÄZ-Geschäftsführerin Korte auf, dass die Schließung des Riedberger Zentrums von beiden entscheidenden Gremien der GmbH „besprochen, beraten und getragen wurde“. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, zu der Tochtergesellschaften wie die Fachärztezentrum Frankfurt GmbH, aber auch das Nordwest-Krankenhaus gehören, sind eng mit der Stadt verbunden. Vorsitzender im Aufsichtsrat und Senior im so genannten Pflegamt ist Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne). Der war ebenfalls eingeladen, habe es aber abgelehnt zu kommen, so Ortsvorsteherin Carolin Friedrich. Auch kein Vertreter stand für Fragen zur Verfügung.

Foto: MAINRiedberg

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