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Mundschutz-Pflicht in der U-Bahn bleibt

Seit Ende April gilt im öffentlichen Verkehr die Pflicht, eine Maske oder eine entsprechende Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Wer mit U-Bahn, Straßenbahn, Bus oder auch Zug fahren will, muss entsprechende Vorkehrungen treffen. Das gilt weiterhin – darauf weist die Stadt in einer aktuellen Mitteilung ausdrücklich hin.

Die große Mehrheit der Frankfurter Fahrgäste beachtet diese nach wie vor notwendige Pflicht, wofür sich die VGF herzlich bedanken möchte. Allerdings gibt es eine Minderheit, die U- und Straßenbahnen ohne Masken oder MNB nutzen. Die VGF hat bislang auf eine positive Ansprache ihrer Kunden gesetzt. Mitglieder des Fahrausweisprüfdiensts weisen „maskenlose“ Fahrgäste auf ihr Versäumnis hin, sie tragen auch Mund-Nase-Bedeckungen bei sich, für den Fall, dass eine solche schlicht fehlt oder vergessen wurde. Die Info-Punkte am Hauptbahnhof und in der Station Hautwache geben Masken auf Nachfrage von Fahrgästen aus.

Bei dieser Linie muss das Unternehmen bleiben, da es keine ordnungspolizeilichen Befugnisse hat und es auch keine gesetzliche Grundlage gibt – analog zu den 60 Euro fürs Schwarzfahren – ein Bußgeld zu verhängen. Allerdings prüft die VGF zwei andere Möglichkeiten, um der Maskenpflicht den noch nötigen Nachdruck zu verleihen: Zum einen gemeinsame Kontrollen in U- und Straßenbahnen mit der Polizei, zum anderen, ob Maskenverweigerer künftig aus den Fahrzeugen verwiesen werden können, ähnlich wie es in Geschäften geschieht, die in solchen Fällen von ihrem Hausrecht Gebrauch machen.

Auf alle Fälle wird die VGF weiterhin auf die bestehende Pflicht hinweisen, denn in Bahnen und Bussen gilt die Abstandsregelung von 1,5 Metern nicht, weil ihre Einhaltung nicht gewährleistet werden kann. Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen kommen deshalb umso größere Bedeutung zu. Das tut sie seit 27. April ausgiebig und auf mehreren Wegen: auf Plakaten in den Stationen, mit Spots auf den Bildschirmen von Infoscreens und Fahrscheinautomaten, mit der Laufschrift auf den dynamischen Fahrzielanzeigern, mit Durchsagen in den Stationen. Auch Durchsagen in den U- und Straßenbahnen laufen in unregelmäßigen Abständen. Zum Beginn der Maskenpflicht hatte die VGF zusammen mit Oberbürgermeister Peter Feldmann und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling in der Station Hauptwache Masken gratis verteilt, eine Aktion, die in den folgenden Tagen auch ohne die prominente Unterstützung und an anderen Stationen fortgesetzt wurde.

Foto: Mika Baumeister on Unsplash.com

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Frau rast mit Auto in Café-Besucher

Verhängnisvolle Verwechslung: Am Samstag verursachte eine 32-Jährige einen schweren Verkehrsunfall, weil sie bei einem behindertengerecht umgebauten Wagen Brems- und Gaspedal verwechselte. Sie fuhr in den Außenbereich eines Gastronomiebetriebs im Nordend und verletzte dadurch drei Gäste. Sie selbst erlitt einen Schock.

Gegen 11:30 Uhr wurde die 32-Jährige in der Glauburgstraße auf den Fahrer eines Audi aufmerksam, der offensichtlich Probleme beim Einparken hatte. Daraufhin bot sie dem gehbehinderten 64-jährigen Mann an, sein Auto für ihn in die Parklücke zu fahren. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen bediente sie dabei das behindertengerecht umgebaute Fahrzeug unsachgemäß und verwechselte das Brems- mit dem Gaspedal. Dadurch beschleunigte sie aus der Parklücke über den Gehweg in den Außenbereich eines Cafés und verletzte dabei drei 27, 49 und 42 Jahre alte Damen. Alle drei wurden zur Untersuchung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Fahrerin stand unter Schock und wurde vor Ort medizinisch versorgt.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt

Foto: Archiv

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Petition für Bikepark am Riedberg gestartet

Es gibt rund 20 Spielplätze am Riedberg – aber kaum Raum für ältere Kids und Jugendliche. Das Problem ist bekannt, geändert hat sich bislang wenig. Ein 11-jähriger Schüler hat deshalb eine Petition für einen Bikepark im Stadtteil gestartet und wird seine Ideen heute in der Online-Bürgerfragestunde des Ortsbeirates vorstellen.

Daddeln am Handy? Ist auf Dauer langweilig. Die vielen schönen Spielplätze am Riedberg? „Die sind für uns doch auch langweilig“, sagen Anton (11), seine Schwester Marie (9) und sein Freund Alexander (11). Mit den Bikes im Stadtteil herumzufahren, macht ebenfalls nur begrenzt Spaß, weil sich schnell Fußgänger gestört fühlen und es andererseits nur wenige Gelegenheiten für Sprünge und Fahrten durchs Gelände gibt. Obwohl gerade der Riedberg mit reichlich Gefälle eigentlich ideal dafür wäre.

Vermutlich kam dann auch noch ein bisschen Langeweile in den Corona-Wochen ohne Schule hinzu, die Anton sehr kreativ nutzte. Er erinnerte sich an die Bikeparks bei einem Urlaub in Österreich und, wesentlich näher, am Großen Feldberg im Taunus und begann, in mühevoller Kleinarbeit ein Modell für einen kleineren Bikepark hier am Riedberg zu basteln. Mit Sprüngen, Rampen und allem, was dazu gehört. Und verblüffte damit selbst seine Eltern, die ihn und seine Idee auch heute Abend bei der Online-Bürgerfragestunde im Ortsbeirat unterstützen werden. Schließlich biete ein Bikepark die Möglichkeit, dass „die Kinder zeitlich ungebunden und sportlich aktiv sein können“. Bei geringen Lärmemissionen und überschaubaren Kosten.

Petition ist heute gestartet

Parallel dazu wurde heute die Petition „Bikepark am Riedberg – mehr Raum für Jugendliche“ unter https://www.openpetition.de/petition/online/bikepark-am-riedberg-mehr-raum-fuer-jugendliche gestartet. „Wir haben jetzt zwei Monate Zeit, um die notwendigen 260 Unterschriften zu sammeln“, erklärt Antons Mutter. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Petitionen von Riedberger Bürgern, die erfolgreich waren und in Anträge des Ortsbeirates an den Magistrat mündeten – allerdings teilweise (noch) nicht realisiert wurden.

Mögliche Standorte für den Bikepark sind aus Sicht von Anton und seinen Freunden das Gelände unmittelbar neben der Wiese der IG Riedberg an der Alten Riedbergstraße, das Gelände direkt um den Kautenhof, der Lärmschutzwall an der A5 oder auch das Gelände unterhalb der Konrad-Zuse-Straße.

Dieses Modell für einen Bikepark am Riedberg hat Anton (11) in den „Corona-Ferien“ gebastelt Foto: privat

Um Spaß zu haben, müsse die Fläche auch nicht riesig sein. Laut einer Fachfirma würden rund 100 x 70 Meter für einen kleineren Park genügen. Die Kosten liegen im niedrigen fünfstelligen Bereich. Denn im Prinzip versucht man, das natürliche Gelände zu nutzen und mit Erdaushub und Holzrampen coole „Lines“ für größere und kleinere Biker zu schaffen. Betonarbeiten sind nicht notwendig.

„Keine Konkurrenz zur Skatepark-Initiative“

Eines ist Anton und seinen Freunden und vor allem auch ihren Eltern sehr wichtig: „Wir wollen keineswegs der Initiative für einen Skatepark am Riedberg Konkurrenz machen, sondern am liebsten dabei helfen, dass sich beide Projekte realisieren lassen.“ Zur Erinnerung: Seit einem Jahr kämpft Sebastian Reißmann, ebenfalls ein Schüler vom Riedberg, für einen Skatepark im Stadtteil. Nach einem doppelten Nein von der Stadt kam zuletzt die Nachricht vom Magistrat, dass man bis Juni 2020 mögliche Standorte prüfen und dann Bericht erstatten wolle.

Anton, seine Schwester Marie und sein Freund Alexander hoffen auf einen Bikepark im Stadtteil, „wo man Spaß an der frischen Luft haben kann und keiner sagt dir, was du machen sollst…“

Immer mehr Kinder am Riedberg, übrigens dem jüngsten und familienreichsten Frankfurter Stadtteil, werden in nächster Zeit dem Spielplatz-Alter entwachsen. „Da wäre es doch nur gerecht, wenn es neben den 20 Spielplätzen für die kleinen Kinder auch etwas für uns gibt“, meint Anton, der Ideengeber für die neue Bikepark-Petition.

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Die erste Online-Bürgerfragestunde des Ortsbeirates findet heute um 19.30 Uhr statt. Dazu muss man sich per Computer, Tablet oder Handy unter der Adresse https://tinyurl.com/yceqlzod einwählen oder per Telefon 069 5050 2596, Meeting-ID: 965 9036 8085, Passwort: 336562 (Zoom). Die Einwahl ist ab 19.15 Uhr möglich.

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Fotos: MAINRiedberg (2), privat

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Familien sind „Seismograph der Krise“

Eltern empfinden die Corona-Krise als äußerst aufreibend. Insbesondere Mütter berichten von Schuldgefühlen gegenüber ihren Kindern und dem Arbeitgeber, weil sie alles gleichzeitig managen müssen. Das haben erste Ergebnisse einer Studie der Frankfurter Goethe-Universität und der Universität Hildesheim ergeben.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben den Alltag vieler Familien in erheblichem Umfang verändert. Wie es Eltern und ihren Kindern damit geht, wie ihr aktuelles Wohlbefinden ist, was ihren Alltag kennzeichnet, wie die Passung zu den Regelungen der Kitabetreuung, Schulöffnung und auch der Arbeitgeber*innen ist – dies sind die Kernfragen der Onlinebefragung „KiCo“, welche im Zeitraum vom 24.04.2020 – 03.05.2020 durchgeführt wurde. Über 25.000 Personen haben in dieser kurzen Zeit mindestens 95 Prozent des Fragebogens beantwortet und sich damit viel Zeit genommen. „Die umfangreiche Beteiligung an der Befragung verstehen wir als einen Indikator dafür, dass es unter Müttern und Vätern einen hohen Mitteilungsbedarf gibt“, so die Wissenschaftlerin Dr. Severine Thomas. Aufgabe von Wissenschaft ist es aus Sicht des Forschungsverbundes „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“, Informationen der Befragten möglichst zügig aufzubereiten und die Ergebnisse zu kommunizieren. In diesem Grundverständnis werden erste Einblicke in die Auswertung des Datenmaterials gegeben.

Vor allem haben sich erwerbstätige Mütter beteiligt. Sie berichten von Schuldgefühlen gegenüber ihren Kindern und dem Arbeitgeber, weil sie alles gleichzeitig managen müssen. Die befragten Eltern versuchen ihren Kindern Rückzugsmöglichkeiten zu Hause zu ermöglichen, für sich selbst haben sie diese häufig nicht. „Doch es gibt auch Mütter und Väter, die durch ihre Erfahrungen eine neue Perspektive gewonnen haben und den Alltag vor der Pandemie zwischen Erwerbsarbeit, Schule, Freizeit, Fürsorge nun als äußerst aufreibend beschreiben“, so Johanna Wilmes aus dem Forschungsteam.

Mehr als 25.000 Eltern haben an einer Befragung zum Familienalltag in Zeiten der Pandemie teilgenommen. Nach der Veröffentlichung der Studie „JuCo“ zu den Erfahrungen junger Menschen zu den Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor zwei Wochen stellt der Forschungsverbund „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“ nun erste Ergebnisse der bundesweiten Studie „KiCo“ zu den Erfahrungen und Perspektiven von Eltern und ihren Kindern während der Corona-Maßnahmen vor. Der Forschungsverbund setzt sich zusammen aus dem Institut für Sozial- und Organisationspädagogik an der Stiftung Universität Hildesheim und dem Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit der Universität Bielefeld.

Weitere Informationen zu beiden Studien sind auf der Seite des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik der Stiftung Universität Hildesheim zu finden unter https://t1p.de/studien-corona. Weitere Auswertungen werden folgen.

Informationen: Goethe-Universität

Photo by Sandy Millar on Unsplash

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Vorsicht! Zwei Unfälle behindern U-Bahn-Verkehr

Zwei Zwischenfälle behindern den Betrieb auf der stark befahrenen A-Strecke. U1 und U9 bleiben bis Donnerstag Morgen unterbrochen. Die U8 fährt nur bis Heddernheim.

Zunächst fuhr um 1.35 Uhr in der Nacht eine U1 auf einen Prellbock an der Endstation Ginnheim. Im Zug wurden drei Fahrgäste leicht verletzt, mussten aber nicht medizinisch behandelt werden. Der Zug und die Oberleitung wurden schwer beschädigt, denn hinter dem Prellbock steht ein Fahrleitungsmast, der beim Aufprall ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die VGF mußte die Station für U1, U9 und die Straßenbahnlinie 16 sperren.

VGF und Feuerwehr gleisten den Zug wieder ein, danach wurde die Oberleitung gesichert. Bis Mittag soll der Betrieb der Linie 16 wieder aufgenommen werden, U1 und U9 bleiben bis auf weiteres unterbrochen, da der Havarist erst in der Nacht in den Betriebshof Heddernheim gebracht werden kann und die Oberleitung geprüft werden muss. Mit einer Aufnahme des Verkehrs ist nicht vor Betriebsbeginn in der Nacht auf Donnerstag, 28. Mai, zu rechnen. Zu Unfallursache oder Schadenshöhe kann die VGF noch keine Angaben machen.

Dier Linie 16 wurde während der Arbeiten zum Westbahnhof umgeleitet, U1 und U9 enden bis auf weiteres an der Station Römerstadt. Auf den unterbrochenen Abschnitten wurden Ersatzverkehre mit Taxen eingerichtet.

Oberleitungsschaden am Schweizer Platz

Noch während der Bergungsarbeiten in Ginnheim unterbrach ein Oberleitungsschaden im Tunnel zwischen Willy-Brandt-Platz und Schweizer Platz den U-Bahnbetrieb der Linien U1, U2, U3 und U8. Warum eine U2 die Oberleitung beschädigte, ist noch nicht bekannt. Aus dem Zug führte die VGF die Fahrgäste zurück zur Station Willy-Brandt-Platz. Bergungsarbeiten und Instandsetzung der Oberleitung laufen, wie lange sie dauern und der Betrieb zwischen Willy-Brandt-Platz und Südbahnhof unterbrochen ist, steht noch nicht fest.

Die Linien U1 und U2 enden bis auf weiteres an der Station Willy-Brandt-Platz, U3 und U8 fahren bis Heddernheim. Fahrgäste bis Südbahnhof verweist die VGF auf die an der Hauptwache fahrenden S-Bahn-Linien.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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Therapie mit Harry-Potter-Effekt

Von Eva Maria Koch

Corona kam und ich stand, wie viele andere, vor der Herausforderung, meinen Arbeitsalltag flexibel umzugestalten. Normalerweise arbeite ich als Logopädin und klinische Lerntherapeutin in meiner Praxis – was plötzlich nicht mehr möglich war.

Schnell kam die Idee, mit den älteren Schulkindern Videotherapien durchzuführen. Nur leider war ich auf diesem Gebiet völlig unerfahren. Also schnell eine geeignete Plattform finden und rein ins kalte Wasser springen!

Was ich dann erlebt habe und immer noch erlebe, ist einfach herrlich. Und sehr lehrreich. Die Kinder gehen so kreativ mit den Möglichkeiten der Technik um, dass ich fast täglich in Staunen versetzt werde. Alles fing damit an, dass ich Victor (alle Namen geändert) sagte, er solle bestimmte Wörter auf ein Blatt schreiben und das Blatt dann zur Kontrolle in die Kamera halten. Er schaute mich ungläubig an, blendete sein Whiteboard ein und schrieb direkt die Wörter mit der Maus auf das Board und hatte einen Heidenspaß, in mein verblüfftes Gesicht zu schauen. Ok, dachte ich, so geht das auch! Hatte ich schon erwähnt, dass ich eine totale Technik-Niete bin?

Logopädin setzt Corona-bedingt auf Videotherapie – und ist immer wieder begeistert vom Engagement und der Kreativität der Kinder  Foto: privat

In der Therapie mit Anton  hatte ich dann bereits stolz entdeckt, dass ich auch mit einem Chat arbeiten kann und die Kinder die von mir diktierten Wörter und Sätze direkt in den Chat schreiben können. Anton hat eine schwere Lese-Rechtschreib-Störung und die meisten Wörter sind in der Regel von Fehlern durchzogen. Diesmal war es allerdings anders und ich wunderte mich, dass die meisten Wörter richtig geschrieben waren. Irgendwann fiel mir auf, dass er den Bildschirm etwas nach oben gekippt hatte und sein Mund dadurch nicht mehr sichtbar war. Außerdem hörte ich keine Hintergrundgeräusche mehr…

Ich fragte ihn daraufhin, ob er das Mikrophon ausgemacht habe und der Schelm fing direkt an zu grinsen. Erst dann zählte ich eins und eins zusammen und kam dahinter, dass er die Wörter per Spracheingabe dem PC diktiert hatte. 

Wir zwei lachten zusammen und anstatt ihn zu rügen, entschied ich mich dafür, ihn für diese kreative Art mit seiner LRS umzugehen und die Möglichkeiten der Technik zu nutzen, zu loben.

Magnus setze meinem Erstauen allerdings die Krone auf. Er hatte vor der Videotherapie ein Video von sich gemacht, wie er denkend vor dem PC sitzt. Während unserer Onlinetherapie schaltete er kurz die Kamera aus und sagte mir, er müsse nur kurz etwas einstellen. Als die Kamera wieder eingeschaltet wurde, saß Magnus wieder vor dem PC und dachte scheinbar nach. In Wirklichkeit lief aber nur sein Video ab und er hatte sich vom PC entfernt. Er löste es natürlich schnell auf und wieder musste ich ehrlich lachen. Es erinnerte mich an einen Harry-Potter-Film, in dem sich Harry verdoppelte, um somit an zwei Stellen gleichzeitig sein zu können…

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir genau diese Kreativität und Fantasie bei unseren Kindern fördern sollten. Denn dann können sie mit den technischen Möglichkeiten jonglieren und Großartiges auf die Beine stellen. Zeitgleich heben sie sich genau dadurch von einem Computer ab. Denn Kreativität und Fantasie sind durch eine Maschine nicht zu ersetzen. 

Vielen Dank an all meine Video-Therapiekinder, die mich täglich zum Lachen bringen und mir zeigen, wie toll unsere technischen Möglichkeiten zu nutzen sind!

Eva Maria Koch ist Kinder-Logopädin und Expertin für klinische Lerntherapie. Ihre Praxis ist in Frankfurt-Riedberg

Fotos: privat

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5-Quadratmeter-Regel in der Gastronomie fällt

Die Corona-Regeln werden gelockert – jetzt auch für Cafés, Eisdielen, Restaurants & Co. Das wird auch die Gastronomen am Riedberg freuen.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank freut sich: „Die Gastronomie ist eine Branche von großer Bedeutung für unsere Stadt und es ist eine große Erleichterung für unser Gastgewerbe, dass bereits ab Donnerstag die Regelung entfällt, dass nur eine Person je angefangenen fünf Quadratmetern Gastfläche zugelassen wird. Die geöffneten Restaurants senden in diesen herausfordernden Zeiten wichtige Impulse für unser aller Lebensgefühl aus – wir haben in den letzten Wochen verspürt, wie sehr diese Farbtupfer und das kulinarische Verwöhntwerden fehlen.“

Auch Madjid Djamegari, Vorsitzender der Initiative Gastronomie Frankfurt, ist erleichtert: „Wir sind glücklich darüber, dass unsere hartnäckigen Bemühungen um Abschaffung der Fünf-Quadratmeter-Regel erfolgreich waren und danken insbesondere den Verantwortlichen im Magistrat der Stadt Frankfurt für ihre tatkräftige Unterstützung. Das und die großzügige Möglichkeit der Ausweitung der Außengastronomieflächen ermöglichen den Frankfurter Gastronomen den nächsten Schritt in Richtung eines betriebswirtschaftlich tragbaren Betriebes ihrer Gaststätten in dieser Zeit.“

„Ich freue mich sehr, dass die hessische Landesregierung die Fünf-Quadratmeter-Regel jetzt endlich aufgehoben hat und die nationalen Standards übernimmt. Der Einsatz für realistische Abstandsregeln hat sich gelohnt. Noch letzte Woche konnte ich bei Besuchen in Frankfurter Wirtschaften sehen, in welche Nöte die Gastronomie durch diese Regel gebracht worden ist. Ein wirtschaftlicher Betrieb der Gaststätte war unter diesen Umständen nicht möglich. Mit dem Sitzabstand von 1,5 Metern wird jetzt ein weiterer Schritt Richtung Normalität vollzogen. Ich setze auch weiterhin auf die Vernunft der Frankfurter, die sich bei Restaurantbesuchen bislang überwiegend vorbildlich verhalten haben“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Mit der neuen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung (gültig ab Donnerstag, 28. Mai) muss zwar der Sitzabstand von 1,5 Metern weiterhin eingehalten werden. Dieser Mindestabstand gilt nicht zwischen Personen, die dem eigenen Hausstand angehören oder als Mitglieder eines weiteren Hausstandes mit den Erstgenannten zum Gaststättenbesuch verabredet sind.

Informationen: Stadt Frankfurt

Photo by Rachel Park on Unsplash

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Hier eröffnen ein Biobäcker und Ernsting’s family

Mehr als zwei Jahre standen die Räume der ehemaligen Temma-Filiale leer. Während kurz sogar über die Nutzung als Kita-Provisorium nachgedacht und die Pläne schnell verworfen wurden, kommt jetzt wieder Leben in das Ladenlokal am Riedbergplatz. Am Freitag eröffnet dort eine Filiale des Textilunternehmens Ernsting’s family. Ein Biobäcker wird folgen.

Attraktiv und bestens zu Fuß und per U-Bahn erreichbar war die Gewerbefläche schon immer. Doch nach der Temma-Schließung standen die Räume lange leer, da 800 Quadratmeter für einen Supermarkt zu klein, für viele andere Anbieter zu groß und die Räume für Gastronomie ebenfalls nicht geeignet waren. Außerdem kam anscheinend hinzu, dass Temma-Mutter Rewe die Miete ohnehin noch weiter zahlen musste.

Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen darf man sich aber nun auf mehr Einkaufsmöglichkeiten im Stadtteil freuen. Ernsting’s family eröffnet am Freitag, 29. Mai, bereits um 8 Uhr, danach sind die Öffnungszeiten 9 bis 20 Uhr. „Wie üblich feiern wir die Neueröffnung mit 20 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment. Um die Abstandsregeln bestmöglich einhalten zu können, gewähren wir den Rabatt an den ersten beiden Tagen, um die Frequenz ein wenig zu strecken“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Eine Sprecherin fügt hinzu: „Wir freuen uns sehr, nun in dem neu entstandenen Stadtteil Riedberg vertreten zu sein.“ Da es noch an Möglichkeiten der Nahversorgung mangelt, setzt man gezielt auf die vielen jungen Familien, die hier wohnen. Das Unternehmen mit Sitz in Coesfeld/ Westfalen bietet Bekleidung mit Schwerpunkt auf Damen- und Kindermode, weiterhin Wäsche, Heimtextilien, Dekorationsartikel und Spielwaren, in mehr als 1800 Filialen in Deutschland und Österreich.

Biobäckerei mit Café an der Ecke

Direkt an der Ecke Riedbergallee/ Otto-Schott-Straße wurde ein Teil der ehemaligen Temma-Fläche räumlich getrennt und umgebaut. Hier wird demnächst „Biokaiser“ inklusive Café eröffnen. Die Vollkornbäckerei Kaiser aus Mainz-Kastel ist bisher schon am Riedberger Wochenmarkt vertreten und hat zahlreiche Filialen im Rhein-Main-Gebiet. 

Der Biobäcker ist damit die fünfte Bäckerei im Stadtteil. Hinzu kommen die Einkaufsmöglichkeiten von frischen Backwaren bei Aldi und Lidl. Die ersten sprechen schon von einem „Verdrängungswettbewerb“. Kunden von Bioprodukten jedoch wird die Neueröffnung freuen.

Fotos: MAINRiedberg

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Teddy-Demo für Kita-Öffnung und mehr Schule

Wegen der Corona-Pandemie sind Kitas und Schulen nach wie vor nicht für alle Kinder geöffnet. In Frankfurt hatte deshalb gestern das Bündnis „Familien in der Krise“ zu einer „Teddy-Demo“ aufgerufen. Die Initiative fordert, dass an den Schulen wieder mindestens 20 Stunden Präsenzunterricht stattfinden soll und dass Kitas auch für Kinder von „nicht-systemrelevanten“ Eltern geöffnet werden.

Die meisten Bündnis-Initiatoren sind Mütter und Väter, die selbst Kita- oder Schulkinder haben. Anlass für die Demo, die eher als deutlich sichtbarer Protest mit Kindern und Kuscheltieren gedacht war, war eine Sitzung des Bildungsausschusses der Stadt Frankfurt im Saalbau Bornheim. Gegen 16 Uhr platzierten die Organisatoren Teddybären mit Protestplakaten und Schulranzen vor dem Gebäude. Unter anderem mit den Worten „Kinder brauchen Kinder“ oder „Morgenkreis statt Homeoffice“. Später trugen die OrganisatorInnen ihre Forderungen auch vor dem Bildungsausschuss der Stadt vor.

Eine größere Demonstration von Eltern und Kindern findet heute Nachmittag vor der Staatskanzlei in Wiesbaden statt.

Photo by Sandy Millar on Unsplash

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Riedberger Opernsängerin startet mit kleinem Konzert

Endlich wieder Kultur…

Stefanie Schaefer, Riedberger Opernsängerin, startet am Mittwoch um 19 Uhr wieder zaghaft mit einem kleinen Konzert in der großen Aula des Lessing-Gymnasiums. Es gibt noch wenige freie Plätze. 

An dem Ort, an dem sie ihre ersten Auftritte hatte, gibt Stefanie Schaefer unter den aktuellen Corona-Regeln ein Konzert für maximal 50 Zuhörer. Begleitet von Andreas Sommer am Klavier singt und berichtet Stefanie Schaefer charmant und lebhaft von Kuriositäten, Überraschungen, Enttäuschungen und Wünschen, die das Leben als Sängerin bereithält. Die äußerst amüsanten Geschichten und Anekdoten werden durch Lieder und Arien aus Oper, Operette und Musical lebendig umrahmt. Das Programm dauert rund 60 Minuten.

Noch gibt es ein paar wenige Plätze, es ist jedoch eine namentliche Anmeldung erforderlich. Das Konzert findet statt am Mittwoch, 27. Mai, um 19 Uhr in der Aula des Lessing-Gymnasiums, Fürstenbergerstr. 166, 60322 Frankfurt.

Es gibt aufgrund der Corona-Regeln keine Pause und weder vor noch nach dem Konzert Getränke oder Speisen. Der Eintritt ist frei.

In der Konzert-Ankündigung steht aber noch ein kleiner Zusatz, der sicher vielen anderen Künstlern und Kulturschaffenden aus der Seele spricht: „Bedenken Sie bitte, dass uns Künstlern in dieser Zeit fast alle Einnahmen weggebrochen sind.“ Um eine Spende als Form von Wertschätzung wird gebeten.

Weitere Informationen unter mezzosopranistin.de

Foto: Katrin Paul/ mezzosopranistin.de

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